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Нем.язык для ТД Часть 1.doc
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Aufgabe 18. Lesen Sie und übersetzen Sie den Text mit dem Wörterbuch. Zölle von der Antike bis ins 19. Jahrhundert

Der heutige Begriff "Zoll" leitet sich von dem griechischen "telos" (Ziel, Grenze, Zahlung) und dem spätlateinischen Wort "teloneum" (Abgabe) ab. Bereits im dritten Jahrtausend v. Chr. dienten diese Steuereinnahmen als so genannte Finanzzölle zur Deckung des Finanzbedarfs eines Staates. Zölle wurden bis ins Mittelalter an so genannten Zollerhebungsstellen als "Passierzoll" für die Benutzung von Wegen, Brücken, Hafenanlagen bzw. Markteinrichtungen oder als Schutzgebühr für den Handelsverkehr ("Geleitzoll") erhoben. Im deutschen Mittelalter hatten die Zölle den Charakter einer Benutzungsgebühr bzw. "Maut". Mit der Erhebung war die Erhaltung der Straßen und Brücken, die Gewährung eines sicheren Geleits verbunden.

Das Hoheitsrecht über diese Einnahmen stand zunächst dem König zu. Im 12./13. Jahrhundert ging dieses so genannte königliche Zollregal immer mehr zu Verleihungen an Territorialherren, Kaufleute und Städte über. Diese bauten die eigene Zollhoheit mit Landes- und Stadtzöllen aus. Das deutsche Zollgebiet war in 1.240 Einzelgebiete zersplittert.

Im 17./18. Jahrhundert erhielten die Zölle eine immer größere Bedeutung als so genannte Schutzzölle zum Schutz der heimischen Wirtschaft vor unerwünschter Konkurrenz. Aufgrund hoher Einfuhrzölle wurden billige auswärtige Waren teurer und gleichartige heimische Waren blieben auf diese Weise wettbewerbsfähig.

Anfang des 19. Jahrhunderts gingen die deutschen Einzelstaaten zum Grenzzollsystem (Erhebung von Zöllen beim Grenzübertritt) über, das den gegenseitigen Wirtschaftsverkehr stark behinderte. Die lästigen Einfuhr-, Durchfuhr- und Ausfuhrzölle zwischen den deutschen Staaten ersetze man durch regionale Zollunionen und ab 01. Januar 1834 durch den Deutschen Zollverein zugunsten gemeinsamer Außenzölle.

1879 setzte unter Bismarck wieder eine verstärkte Schutzzollpolitik - insbesondere gegen englische Waren – ein. Das machte die Zölle bis heute zum Instrument einer planmäßigen Handelspolitik.

Die Industrialisierung, neue Technologien und der Handel führten zu einer Überarbeitung des Vereinszollgesetzes und zum Inkrafttreten des Zollgesetzes von 1939. Das nachfolgende Zollgesetz von 1961 bestand bis zur Einführung des Zollkodex zum 01. Januar 1994.

Aufgabe 19. Finden Sie im Text deutsche Äquivalente.

понятие, служить, финансовые потребности государства, средневековье, взимание, сохранение улиц, король, купцы, отдельные области, раздробленный, получать большое значение, нежелательная конкуренция, иностранные товары, отечественные товары, оставаться, таким образом, в начале 19 века, препятствовать, местный, торговая политика, индустриализация, вступление в силу, введение таможенного кодекса, существовать.

Aufgabe 20. Stimmt es dem Text nach?

1. Der heutige Begriff "Zoll" leitet sich von dem englischen "telos" ab.

2. Im deutschen Mittelalter hatten die Zölle den Charakter einer Benutzungsgebühr.

3. Im 12./13. Jahrhundert ging dieses königliche Zollregal zu Verleihungen an Städte über.

4. Im 17./18. Jahrhundert erhielten die Zölle keine Bedeutung als Schutzzölle zum Schutz der heimischen Wirtschaft vor unerwünschter Konkurrenz.

5. Anfang des 19. Jahrhunderts gingen die deutschen Einzelstaaten zum Grenzzollsystem über, das den Wirtschaftsverkehr nicht behinderte.

6. Am 01. Januar 1834 gründete man die Europäische Union.

7. Die Industrialisierung, neue Technologien und der Handel führten zu einer Überarbeitung des Vereinszollgesetzes und zum Inkrafttreten des Zollgesetzes von 1939.

8. Der Zollkodex führte man am 01. Januar 1994 ein.

Aufgabe 21. Erklären sie folgende Begriffe anhand des Textes.

die Finanzzölle, der Geleitzoll, die Benutzungsgebühr, die Schutzzölle, das Grenzzollsystem, der Deutsche Zollverein, das Zollgesetz, der Zollkodex.

Aufgabe 22. Gebrauchen Sie passende Wörter in richtiger Form. Beachten Sie die Formen der Verben und der Substantive, der Ordnungszahlen und der Adjektive.

1. Der heutige Begriff "Zoll" leitet sich aus dem … "telos" (Ziel, Grenze, Zahlung) und dem … Wort "teloneum" (Abgabe) ab.

2. Die Steuereinnahmen … als so genannte Finanzzölle zur Deckung … eines Staates.

3. Im … Mittelalten hatten die Zölle … einer Benutzungsgebühr.

4. Im 12./13. Jahrhundert … Territorialherren, Kaufleute und Städte die eigene Zollhoheit mit Landes- und Stadtzöllen.

5. Das deutsche Zollgebiet war in 1.240 … zersplittert.

6. Die Zölle erhielten eine immer größere Bedeutung als so genannte Schutzzölle zu … der … Wirtschaft vor unerwünschter Konkurrenz.

7. Aufgrund hoher Einfuhrzölle wurden billige auswärtige Waren … und gleichartige heimische Waren blieben ….

8. Anfang … gingen die deutschen Einzelstaaten zum Grenzzollsystem über.

9. Am 01. Januar 1834 wurde … gegründet.

10. Die Industrialisierung, neue Technologien und der Handel führten zu … des Vereinszollgesetzes und zum Inkrafttreten … von 1939.

11. Der Zollkodex wurde am … eingeführt.

a) der 01. Januar 1994

b) wettbewerbsfähig

c) der Deutsche

Zollverein

d) griechisch

e) dienen

f) eine Überarbeitung

g) der 19. Jahrhundert

h) der Finanzbedarf

i) heimisch

j) spätlateinisch

k) das Zollgesetz

l) ausbauen

m) der Charakter

n) der Schutz

o) deutsch

p) die Einzelgebiete

q) teuer

Aufgabe 23. Machen Sie einen Plan zum Text „Zölle von der Antike bis ins 19. Jahrhundert“. Schreiben Sie die Stichwörter zu jedem Punkt aus und erzählen Sie den Text mit Hilfe des Planes und der Stichwörter nach.

LEKTION 3

Словообразование: Образование имен существительных от прилагательных и глаголов.

Грамматика: Склонение имен прилагательных. Числительные.

Лексическая тема: Zölle im 20. und 21. Jahrhundert. Die Entwicklung einer Zollunion - Grundlage der Europäischen Gemeinschaft.