Добавил:
Upload Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:
IlFrnk / Немецкий / 100 немецких стихотворений.doc
Скачиваний:
87
Добавлен:
08.06.2015
Размер:
1.71 Mб
Скачать

Im Walde, voller Blüt und Duft.

Da sind, so weit die Blicke gleiten,

Altäre festlich aufgebaut,

Und all die tausend Herzen läuten

Zur Liebesfeier dringend laut.

Der Lenz hat Rosen angezündet

An Leuchtern von Smaragd im Dom;

Und jede Seele schwillt und mündet

Hinüber in den Opferstrom.

Frühlings Tod (смерть весны: der Frühling; der Tod)

Warum, o Lüfte, flüstert ihr so bang (почему, о струи воздуха, шепчете вы столь тревожно; die Luft – воздух)?

Durch alle Haine weht die Trauerkunde (через, сквозь все рощи = по всем рощам веет, разносится скорбная весть: der Hain; die Trauer – скорбь; die Kunde – весть),

Und störrisch klagt der trüben Welle Gang (и упрямо жалуется, причитает ход, движение мрачной, темной волны: der Gang):

Das ist des holden Frühlings Todesstunde (это милой весны смертный час)!

Der Himmel, finster und gewitterschwül (небо, мрачное и душно-пасмурное /перед грозой/; das Gewitter – гроза),

Umhüllt sich tief (укутывается, обволакивается глубоко), dass er sein Leid verhehle (чтобы скрыть свое страдание),

Und an des Lenzes grünem Sterbepfühl (и у зеленого смертного ложа весны: der Lenz – весна /поэт./; sterben – умирать; der Pfühl – пуховик, перина /поэт./)

Weint noch sein Kind, sein liebstes, Philomele (плачет еще ее: «его» дитя, ее любимое, Филомела /соловей/).

Wenn so der Lenz frohlocket (когда так ликует весна; froh – радостный), schmerzlich ahnt (болезненно предчувствует, предвидит)

Das Herz sein Paradies (сердце свой рай), das uns verloren (который для нас утрачен: «нам потерян»: verlieren-verlor-verloren),

Und weil er uns zu laut daran gemahnt (и поскольку он /= она – весна: der Lenz/ слишко громко напомнил нам об этом: mahnen – напоминать, предостерегать),

Musst ihn der heiße Sonnenpfeil durchbohren (его должна пронзить, пронизать горячая солнечная стрела: der Pfeil; bohren – сверлить, бурить).

Der Himmel blitzt (небо сверкает), und Donnerwolken fliehn (и бегут грозовые тучи; der Donner – гром; die Wolke – облако),

Die lauten Stürme durch die Haine tosen (громкие порывы ветра бушуют по рощам: der Sturm – буря):

Doch lächelnd stirbt der holde Lenz dahin (но, улыбаясь, умирает милая весна: dahinsterben; dahin – тудааа, прочь),

Sein Herzblut still verströmend, seine Rosen (тихо истекая кровью своего сердца, своими розами: das Herz – сердце; das Blut – кровь; der Strom – поток).

Frühlings Tod

Warum, o Lüfte, flüstert ihr so bang?

Durch alle Haine weht die Trauerkunde,

Und störrisch klagt der trüben Welle Gang:

Das ist des holden Frühlings Todesstunde!

Der Himmel, finster und gewitterschwül,

Umhüllt sich tief, dass er sein Leid verhehle,

Und an des Lenzes grünem Sterbepfühl

Weint noch sein Kind, sein liebstes, Philomele.

Wenn so der Lenz frohlocket, schmerzlich ahnt

Das Herz sein Paradies, das uns verloren,

Und weil er uns zu laut daran gemahnt,

Musst ihn der heiße Sonnenpfeil durchbohren.

Der Himmel blitzt, und Donnerwolken fliehn,

Die lauten Stürme durch die Haine tosen:

Doch lächelnd stirbt der holde Lenz dahin,

Sein Herzblut still verströmend, seine Rosen.

An den Frühling (/к/ весне)

Noch immer, Frühling, bist du nicht (все еще, весна, ты не)

Gekommen in mein Tal (пришла в мою долину),

Wo ich dein liebes Angesicht (где я твой милый лик)

Begrüßt das letztemal (приветствовал последний раз, прошлый раз).

Noch stehn die Bäume dürr und bar (еще стоят деревья сухие и обнаженные: der Baum)

Um deinen Weg herum (вокруг твоего пути = окаймляя твой путь)

Und strecken (и протягивают), eine Bettlerschar (толпа нищих: der Bettler – нищий; betteln – побираться; die Schar – толпа, стая),

Nach dir die Arme stumm (к тебе молча: «немо» руки: der Arm).

Frühblumen wähnten dich schon hier (ранним цветам показалось уже, что ты здесь: früh – рано; die Blume – цветок; wähnen – мнить, воображать, /ошибочно/ предполагать; der Wahn – заблуждение, самообман, греза),

Frost bringt sie um ihr Glück (мороз лишает их их счастья: der Frost; frieren – морозить; мерзнуть),

Sie sehnten sich heraus nach dir (они «томились наружу к тебе» = стремились высвободиться, распуститься навстречу тебе)

Und können nicht zurück (и не могут /вернуться/ обратно).

Die Schwalbe fliegt bestürzt umher (ласточка летает растерянно вокруг)

Und ruft nach dir voll Gram (и кличет тебя, исполненная скорби, тоски: der Gram),

Bereut schon (сожалеет, раскаивается уже; die Reue – раскаяние, сожаление), dass sie übers Meer (что она через море)

Zu früh herüberkam (слишком рано сюда прилетела; herüber – «сюда-через»).

An den Frühling

Noch immer, Frühling, bist du nicht

Gekommen in mein Tal,

Wo ich dein liebes Angesicht

Begrüßt das letztemal.

Noch stehn die Bäume dürr und bar

Um deinen Weg herum

Und strecken, eine Bettlerschar,

Nach dir die Arme stumm.

Frühblumen wähnten dich schon hier,

Frost bringt sie um ihr Glück,

Sie sehnten sich heraus nach dir

Und können nicht zurück.

Die Schwalbe fliegt bestürzt umher

Und ruft nach dir voll Gram,

Bereut schon, dass sie übers Meer

Zu früh herüberkam.

An die Melancholie (к меланхолии)

Du geleitest mich durchs Leben (ты сопровождаешь меня по жизни: «через жизнь»),

Sinnende (задумчивая, задумывающаяся, погруженная в себя; sinnen – погрузиться в /собственные/ мысли) Melancholie!

Mag mein Stern sich strahlend heben (поднимается ли: «может подниматься», сияя, моя звезда; strahlen – лучиться; der Strahl – луч),

Mag er sinken (опускается, погружается ли) – weichest nie (не отступаешь, не убегаешь, не сдаешься = не оставляешь меня никогда)!

Führst mich oft in Felsenklüfte (часто ведешь, приводишь меня в расселины скал: der Fels – скала + die Kluft – ущелье, расселина, пропасть),

Wo der Adler einsam haust (где одиноко гнездится орел),

Tannen starren in die Lüfte (ели /неподвижно/ глядят в воздух: die Tanne)

Und der Waldstrom (и лесной поток) donnernd (гремя = как гром; der Donner – гром) braust (бурлит, шумит).

Meiner Toten dann gedenk ich (моих мертвых, умерших тогда я вспоминаю),

Wild hervor die Träne bricht (невольно заливаюсь слезами: «дико наружу пробивается слеза»: hervorbrechen),

Und an deinen Busen senk ich (и на твою грудь я опускаю, склоняю)

Mein umnachtet Angesicht (мое обезумевшее лицо; umnachten – привести в состояние душевного расстройства: «окружить, окутать ночью»).

An die Melancholie

Du geleitest mich durchs Leben,

Sinnende Melancholie!

Mag mein Stern sich strahlend heben,

Mag er sinken – weichest nie!

Führst mich oft in Felsenklüfte,

Wo der Adler einsam haust,

Tannen starren in die Lüfte

Und der Waldstrom donnernd braust.

Meiner Toten dann gedenk ich,

Wild hervor die Träne bricht,

Und an deinen Busen senk ich

Mein umnachtet Angesicht.

Himmelstrauer (небесная печаль, скорбь неба: der Himmel + die Trauer)

Am Himmelsantlitz (по лицу неба: das Antlitz) wandelt ein Gedanke (бредет, движется мысль: der Gedanke; denken – думать),

Die düstre Wolke dort (вон то мрачное облако: «мрачное облако там»: düster), so bang (так испуганно, робко), so schwer (так тяжело);

Wie auf dem Lager (как на ложе: das Lager; liegen – лежать) sich der Seelenkranke (душевнобольной: die Seele – душа + krank – больной),

Wirft sich (мечется, бросается: werfen – бросать) der Strauch im Winde (куст на ветру: der Wind) hin und her (туда-сюда) = (беспокойно ворочается).

Vom Himmel tönt (с неба звучит) ein schwermutmattes Grollen (тоскливое громыхание; grollen – громыхать /о громе/; die Schwermut – уныние, тоска, меланхолия; matt – слабый, вялый; тусклый, матовый),

Die dunkle Wimper (темная ресница: dunkel) blinzet (мигает, поблескивает) manches Mal (иногда, время от времени: «некоторый раз»),

– So blinzen Augen (так мигают, поблескивают глаза: das Auge), wenn sie weinen wollen (когда они хотят плакать) ,

Und aus der Wimper zuckt ein schwacher Strahl (и из-под ресницы сверкает, вспыхивает слабый луч: zucken – вздрагивать, подергиваться; сверкать, вспыхивать: Blitze zucken – сверкают молнии).

Nun (теперь, и вот) schleichen aus dem Moore (крадутся, подкрадываются из, с болота: das Moor – /торфяное/ болото) kühle Schauer («прохладные ознобы» = пробирающий до костей холод: der Schauer = der Schauder – дрожь, озноб)

Und leise Nebel (и тихие туманы: der Nebel) übers Heideland (над лугами: «над луговой землей»: die Heide – вересковая пустошь);

Der Himmel ließ (небо пустило, отпустило: lassen), nachsinnend seiner Trauer (погруженное в свою печаль, в свое уныние: über etwas /oder + Gen./ nachsinnen – размышлять, раздумывать о чем-либо /высок./),

Die Sonne lässig fallen aus der Hand (солнце вяло небрежно упасть из руки) = (вяло выронило из рук солнце).

Himmelstrauer

Am Himmelsantlitz wandelt ein Gedanke,

Die düstre Wolke dort, so bang, so schwer;

Wie auf dem Lager sich der Seelenkranke,

Wirft sich der Strauch im Winde hin und her.