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Основы межкультурной коммуникации на немецком языке туристический дискурс. Учебное пособие

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МОДУЛЬ 4. VERANSTALTUNGEN AM SCHIFF (мероприятия на борту)

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Piroggen (gefüllte Teigtaschen)

Eine Isba (ein russisches Bauernhaus) wird nicht wegen ihrer Ecken schön, sondern dank ihrer Piroggen“, so lautet ein russisches Sprichwort. Und in der Tat trifft man in Russland kaum eine Hausfrau, die keine Piroggen bäckt. Diese Kunst wird von der Mutter auf die Tochter und von Generation zu Generation vererbt. Nach dem Können, Piroggen zu backen, beurteilte man in Russland die Fähigkeit einer Hausfrau, ihren Haushalt zu führen. Um es unter Beweis zu stellen, musste die Neuvermählte am Tage nach der Hochzeit selbständig eine Pirogge backen ,,Zu einer russischen Hochzeit gehörte unbedingt der Kurnik, eine große Pirogge mit mehreren Füllungen, wobei eine auf jeden Fall aus Hühnerfleisch sein musste. Daher der Name Kurnik, das heißt Pirogge mit Hühnerfleisch.

Diese Tradition wird auch noch in der Gegenwart gepflegt. So werden zum Beispiel im Moskauer Restaurant ,,Slawjanskij Basar“, wo die nationale russische Küche gekocht wird, die Neuvermählten mit einem Kurnik begrüßt.

Sehr beliebt bei den Russen waren schon immer Rasstegajs, kleine Piroggen mit der Öffnung nach oben. In der Regel werden diese Piroggen zu Fischsuppen und Bouillons gereicht saftiger.

Es gibt in der russischen Küche eine solche Vielzahl von Piroggen, dass es praktisch unmöglich ist, sie alle aufzuzählen: es gibt offene und geschlossene, kleine und große, runde und viereckige, gebackene und gebratene, süße und saure Piroggen. Zubereitet werden sie mit den unterschiedlichsten Füllungen. Ebenso kennt die russische Küche verschiedene Teigarten: Sauer-, Blätterund Mürbeteig, überbrüher Teig und andere. Wir beschreiben hier nur die Zubereitung des Hefeteigs, weil die meisten Piroggen bei uns gerade aus diesem Teig gebacken werden. Zuvor jedoch sei erwähnt, dass es kaum vorkommt, dass der Teig von ein und derselben Hausfrau immer gleich schmeckt. Denn der Zubereitungsprozess ist sehr kompliziert, und das Gelingen hängt von vielen Umständen ab, so von der Frische der Hefe, der Qualität des Mehls, der Milch, des Wassers, von der richtigen Temperatur und von vielem anderem.

Deshalb lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn ihre ersten Piroggen schnell hart werden oder nicht genügend aufgegangen sind. Eine Pirogge ist eigentlich immer ein Geheimnis; um so grösser ist die Freude der Köchin, wenn sie vorzüglich gelingt. Wichtig ist auch die angemessene Kombination von Hefeteig und Füllung. So passen zum Beispiel gesalzene Fisch-, Fleischund Pilzfüllungen nicht zu einem süßen Teig, und umgekehrt süße Füllungen nicht zu einem gesalzenen. Weichen Teig mit wenig Eiern, Zucker und Butter bereitet man besser ohne ein Hefeteigstück (Vorteig). Steifer Teig dagegen wird lockerer, wenn man ihn mit einem Hefeteigstück (Vorteig) bäckt. Je weniger Eier, Butter und Zucker man verwendet, desto weniger Flüssigkeit braucht man für die gleiche Menge Mehl.

Kwas

Dieses wundervolle Getränk gibt es in Russland seit eh und je. Man nimmt an, dass die Slawen bereits lange vor der Entstehung des Kiewer Rus (im 9. Jahrhundert n. Chr.) den Kwas gekannt haben. Der Name ,,Kwas“ bedeutet wörtlich ,,saures Getränk“. Er leitet sich ab von dem russischen Wort Kwaschenije, was ,,Säuern“ heißt.

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Besonders weite Verbreitung fand der Kwas im 16.–19. Jahrhundert. Er wurde aus Äpfeln und Birnen, Moosund Preiselbeeren, schwarzen und roten Johannisbeeren, Erdbeeren und Buchweizen, aus Honig und anderen Melassen gekocht.

Der berühmte russische Gelehrte, der Chemiker Dmitrij J. Mendelejew, der das periodische System der Elemente aufgestellt hat, schrieb vor hundert Jahren: ,,Mir scheint, dass in Russland, bei seinen eingebürgerten Gewohnheiten, das Bier nur dann einen größeren Absatz und Verbrauch erfährt, wenn es sich möglichst dem Kwas anpasst, dem Getränk, das höchst wertvoll und den Russen gut bekannt ist. Die Russen brauchen jetzt keinen, bayerischen‘, sondern den einfachen russischen Kwas mit seinem Säuregehalt und seinem gesunden, sättigenden Geschmack, und zwar besonders jetzt, wo die Kunst des häuslichen Kwasbrauens zu schwinden beginnt.“

Heute, hundert Jahre später, ist der Streit beigelegt, denn Bier und Kwas sind in Russland gleich populär geworden. Der Unterschied besteht lediglich darin, dass Bier hauptsächlich von den Männern, Kwas dagegen von alt und jung, von gross und klein getrunken wird.

Wenn Sie in Russland sind, müssen Sie unbedingt russisches Gebäck, kosten: große und kleine Kuchen mit allen möglichen Füllungen (Rasstegaj, Kulebjaka, Watruschka, Kapustnik u.a.), Karawaj, Kulitsch, Baranka, Suschka, Bublik, Krendel, Kalatsch, Prjanik, Pischka, Kolobok oder Hworost. Noch eine Besonderheit des russischen Lebens sollte hier angesprochen werden. Die Russen gehen sehr gerne in den Wald, nicht nur um einen Spaziergang zu machen, sondern auch um Pilze und Beeren zu sammeln. Diese Waldfrüchte sind zu einem unentbehrlichen Teil des russischen Lebens geworden. Konfitüre aus Erdbeeren, Heidelbeeren, Moosbeeren, Moltebeeren, Preiselbeeren, Blaubeeren, Brombeeren oder Steinbeeren wird Sie mit einem Waldgeruch an Winterabenden freuen. Außerdem ist Himbeerenkonfitüre ein wunderbares Hausmittel gegen Erkältung. „Stille Jagd“ — so nennen viele Russen ihr Hobby Pilze zu sammeln. Reizker, Butterpilze, Pfifferlinge, Steinpilze, Birkenpilze, Hallimasche und Täublinge — das sind die bekanntesten Trophäen, die ein erfahrener Pilzsammler aus dem Wald bringt. Waldpilze kann man braten, kochen, schmoren, trocknen, einfrieren, einsalzen oder marinieren.

Russen kochen viel zu Hause. Auch wenn Ihr Besuch für die Gastgeber unerwartet war, werden Sie unbedingt zum Tisch eingeladen und es findet sich immer etwas, was man Ihnen anbieten kann. Und wenn Sie anlässlich eines Festes eingeladen wurden, finden Sie unbedingt einen voll bedeckten Tisch. Es ist sehr wahrscheinlich, dass Sie unter anderem russische Salate „Olivier“ (Russischen Salat),und „Hering unter dem Mantel“, gefüllte Hühnereier, roten Kaviar (Verkauf vom schwarzen Kaviar ist in Russland momentan verboten), sowie eingesalzte oder marinierte Pilze und Gemüse.

An Feiertagen aber auch an anderen Tagen können Sie auf dem Tisch verschiedene in Tontöpfen zubereitete Gerichte sehen. Das schmeckt wunderbar! Das Essen wird in ihnen nicht gekocht, sondern geschmort. Solche Gerichte haben einen einzigartigen Geschmack und Duft und schmelzen wahrhaftig im Munde, wie die Russen zu sagen pflegen. Und wenn Sie Glück haben und Sie einmal ein Dorf besuchen, nutzen Sie diese Möglichkeit, um das im Ofen zubereitete Essen zu kosten. Das ist ein purer Genuss, das können Sie glauben! Außerdem, wie Sie schon oben gelesen haben

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legen — die Russen Obst, Gemüse, Beeren und Pilze für den Winter ein. Gemüse kann man einsalzen oder marinieren. Geschickte Hausfrauen legen sogar Gemüsesalate ein. Aus Obst und Beeren werde Kompotte und Konfitüregemacht. Einige Beeren und Obst werden getrocknet. Viele Russen, auch Stadteinwohner, bauen selber Obst, Gemüse und Beeren auf ihren Datschas an, d.h. Landhäusern mit einem kleinen Garten, wohin sie am Wochenende fahren, um sich zu erholen und im Garten zu arbeiten.

Прочитайте и переведите следующие рецепты блюд русской кухни.

Borschtsch (Kohlsuppe)

Zutaten für 4 Personen, Zubereitungszeit, etwa 3 Stunden

400 g Rindfleisch (am besten Brust)

1 große rote Beete

1 mittelgroße Möhre

1 kleine Zwiebel

200 g Weißkohl

3 Kartoffeln

1

El. Essig / 1 El. Zucker

1 bis 2 El. Butter

1 bis 2 mittelgroße Tomaten

1 Lorbeerblatt

4

Teel. saure Sahne

schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

1

El. Dill, frisch, gehackt

1 El. Petersilie, frisch, gehackt

Das Fleisch waschen, Trockentupfen und in 2 l Wasser mit Salz bei schwacher Hitze aufkochen. Den Schaum abschöpfen, bei mittlerer Hitze etwa 2 Stunden ziehen lassen. Das Fleisch herausnehmen.

Die rote Beete, die Möhre und die Zwiebel schälen und in Würfel schneiden. Den Weißkohl putzen und in dünne Streifen schneiden. Die Butter erhitzen und das Gemüse darin dünsten. Etwa 1/8 Brühe dazugeben und alles etwa 10 Minuten bei schwacher Hitze kochen. Den Essig, den Zucker, die geschälten und in Scheiben geschnittenen Kartoffeln und das Lorbeerblatt hinzufügen. Die restliche Brühe durch ein Sieb dazu gießen und alles etwa 30 Minuten kochen. Die Tomaten mit heißem Wasser überbrühen, häuten und klein schneiden, Dill und Petersilie zum Borschtsch geben und diesen mit Salz und Pfeffer würzen. Das Fleisch klein schneiden und ebenfalls zur Suppe geben. Den Borschtsch in die Teller füllen und je einen Löffel saure Sahne in die Mitte geben, Weißbrot oder Toast dazu reichen.

 

Soljanka

Zutaten für 4 Personen, Zubereitungszeit, etwa 2,5 Stunden

400 g Rinderbrust

200 g Markknochen

100 g gekochter Schinken

100 g Salami

100 g magerer geräucherter Speck

100 g Würstchen

1 Lorbeerblatt

300 g Gewürzgurken

3 kleine Zwiebel

100 g Butter, 2 El. Tomatenmark

2 El. Kapern

1 Zitrone

100 g Oliven

1 El. Dill, frisch, gehackt

Salz nach Geschmack

150 g saure Sahne

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Fleisch, die Markknochen und das Lorbeerblatt in 1,5 l Wasser etwa 2 Stunden zugedeckt bei schwacher Hitze kochen. Das Fleisch herausnehmen und die Brühe durch ein Sieb seihen. Den Schinken, die Salami und den Bauchspeck in Streifen, die Würstchen und die Gurken in Würfel schneiden.

Zwiebeln schälen und klein schneiden. Die Butter erhitzen und die Zwiebeln darin glasig dünsten. Die Schinken-, die Bauchspeck-, die Salamistreifen und die Würstchenwürfel hinzufügen. Etwa 5 Minuten darin anschwitzen. Das Tomatenmark dazugeben und mit der Brühe auffüllen.

Die Kapern, Gurkenwürfel und Salz hinzufügen und alles etwa 10 Minuten kochen. Das Fleisch würfeln und dazugeben.

Die Zitrone schälen und in Scheiben schneiden. Die Suppe mit den Oliven, den Zitronenscheiben, der sauren Sahne und dem Dill garnieren.

 

 

Pelmeni

 

Zutaten für 4 Personen, Zubereitungszeit 1,5 Stunden

Für den Teig

 

 

400 g Mehl

2 Eier

 

150 ml Wasser

1/2 Teelöffel Salz

Das Mehl in eine Schüssel oder auf ein Backbrett häufen. In der Mitte eine Vertiefung eindrücken. Die Eier mit dem Wasser und Salz mischen, in die Vertiefung gießen und mit dem Mehl verrühren. Daraus einen festen Teig kneten. Den Teig dann etwa 20 Minuten ruhen lassen. Den Teig kneten und dünn ausrollen. Mit einem Glas oder Ausstecher Kreise von etwa 5 cm Durchmesser ausstechen.

In den folgenden Rezepten wird jeweils nur die Füllung beschrieben, da die Zubereitung des Teiges, das Füllen und Kochen stets auf die gleiche Weise geschieht.

Für die Füllung

 

300 g Rinderhackfleisch

1 mittelgroße Zwiebel

130 ml Wasser

Salz

schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

 

Die Zwiebel klein hacken, das Rinderhack und die anderen Zutaten dazugeben und alles vermischen, die Pelmeni damit füllen.

Variante 1 für die Füllung

 

150 g Steinpilze oder Champignons

1 mittelgroße Zwiebel

2 El. Butter

Salz

schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

1–2 hartgekochte Eier

Die Pilze waschen, putzen und klein schneiden. Zwiebel klein würfeln. Die Pilze und die Zwiebeln in 2 Esslöffeln Butter bei mittlerer Hitze etwa 10 Minuten dünsten. Salzen, pfeffern und abkühlen lassen. 2 hartgekochte Eier klein schneiden und untermischen, die Pelmeni damit füllen.

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Variante 2 für die Füllung

 

 

450 g Fischfilet

3 mittelgroße Zwiebel

 

50–100 g Butter

Salz

 

schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

 

 

Fisch und Zwiebeln zweimal durch den Fleischwolf drehen. Mit weicher Butter zu einer geschmeidigen Masse rühren und mit Salz und Pfeffer würzen, die Pelmeni damit füllen.

Variante 3 für die Füllung

 

350 g Schweinefleisch

2 mittelgroße Zwiebel

200 g Weißkraut (Weißkohl)

Salz

schwarzer Pfeffer frisch gemahlen

1–2 El. Wasser

Fleisch mit Zwiebeln durch den Fleischwolf drehen und mit ganz fein gehackten Kraut mischen. Salzen, pfeffern und mit Wasser geschmeidig rühren, die Pelmeni damit füllen. Mit einem Teelöffel auf jede Kreishälfte kleine Häufchen von der Füllung setzen. Die Ränder mit Eiweiß bestreichen. Die andere Hälfte über die Füllung klappen. Die Ränder mit einer Gabel zusammendrücken.

Etwa 3 l Wasser mit Salz zum Kochen bringen. Die vorbereiteten Pelmenis in das kochende Wasser geben und bei mittlerer Hitze 10–15 Minuten kochen. Herausnehmen und noch heiß mit zerlassener Butter servieren.

Gebackene Piroggen (Pastetchen) mit nicht süßer Füllung

Rezept für 20 Stück. Aus dem gründlich durchgearbeiteten Hefeteig (ohne Vorteig) eine Rolle machen und in gleichmäßige Scheiben schneiden. Jede Scheibe zu einer Kugel formen und 5–10 Minuten ruhen lassen. Aus den Kugeln runde Plätzchen walzen. In die Mitte jeden Plätzchens die Füllung legen, zwei gegenüberliegende Seiten zusammenklappen, der Pirogge eine Bootform verleihen und den Teig über der Füllung in der Form einer Falte zusammenkneifen. Die Piroggen auf ein gefettetes Blech mit der glatten Seite nach unten legen, 20–25 Minuten ruhen lassen, dann mit verquirltem Ei bestreichen und in gut vorgeheizter Backröhre (230~240 °C) backen.

Gebratene Piroggen mit nicht süßer Füllung

Teig ohne Hefeteigstück (Vorteig) bereiten und ihn genauso behandeln wie gebackene Piroggen. Die Füllung auf eine Plätzchenhälfte geben, mit der anderen Hälfte die Füllung so zudecken, dass eine halbmondähnliche Pirogge entsteht. Die Piroggenrand der fest zusammendrücken. Das Backblech mit Pflanzenöl reichlich bestreichen, darauf die Piroggen legen und 20–30 Minuten ruhen lassen. Inder Zwischenzeit in einen Frittier Topf das Backfett (halb Rindertalg, halb Pflanzenöl) geben — die Höhe des Backfetts darf nicht weniger als 5 cm betragen. Das Fett stark erhitzen. Die Piroggen in erhitztes Fett tauchen, von allen Seiten anbraten. Dabei mit einem Holzlöffel wenden. Die garen Piroggen mit einem Schaumlöffel herausnehmen und abtropfen lassen.

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Rasstegaj (kleine Pirogge, oben offen)

Teig bereiten und verarbeiten wie für gebackene Piroggen. In die Mitte des Plätzchens eine Füllung geben (am besten aus Fleisch, Fisch oder Pilzen), die Ränder des Plätzchens von zwei Seiten so zusammenklappen, dass in der Mitte eine Öffnung bleibt, durch die die Füllung zu sehen ist. Vor dem Zuklappen des Plätzchens kann man auf die Füllung noch ein Stückchen Fisch, Fleisch, einen Pilz oder eine Eischeibe legen. Die Rasstegais auf ein mit Butter gefettetes Blech legen, 20–30 Minuten ruhen lassen und in einer bis auf 230–240 °C vorgeheizten Backröhre ausbacken. Rasstegais werden gewöhnlich zu Fischund Fleischbrühen, Ssoljankas gereicht. Besonders gut schmeckt eine Rasstegaj, wenn man kurz vor dem Essen einen Esslöffel Brühe in die Öffnung hineingießt.

Watruschka

Teig mit Hefeteigstück (Vorteig) nach dem Grundrezept bereiten, sowie eine Quarkfüllung. Den Teig zu einer Rolle drehen, in 20 gleichmäßige Stücke teilen, die Stücke zu kleinen Kugeln formen und auf ein mit Butter gefettetes Blech etwa 5 cm voneinander legen. 10 Minuten ruhen lassen, dann in jede Kugel mit dem Boden eines Glases Vertiefungen drücken. Die Ränder der Klößchen mit Ei bepinseln, und in die Vertiefung mit einem Löffel die Quarkfüllung geben. Die Klößchen 10 Minuten ruhen lassen, dann in einer bis auf 220–240 °C vorgeheizten Backröhre ausbacken. Die fertigen Watruschkas an den Rändern mit Butter bestreichen.

 

Bojarenkwas

500 g Roggenbrot

4 l Wasser

40 g Hefe

1 Glas Zucker

50 g Rosinen

3–4 schwarze Johannisbeerblätter

Das Brot in Scheiben schneiden, im heißen Wasser einweichen und abkühlen lassen (auf 30–35 Grad).

Den Sauerteig zubereiten: in 1 Glas warmem Wasser die Hefe geben, Mehl dazugeben, vermengen, an einem warmen Ort gären lassen (bis der Sauerteig gegangen ist). Den Sauerteig ins Wasser mit dem eingeweichten Brot geben und gut vermengen, Minze in kochendem Wasser brühen und dazu fügen. Die Kasserolle mit einem Handtuch bedecken und 24 Stunden ziehen lassen. Dann den Kwas durch ein Sieb gießen, Melasse oder Sirup gießen, vermengen und in Flaschen abfüllen. Die Flaschen zukorken und an einem kalten Ort 3 Tage lagern. Nach 3 Tagen ist der Kwas trinkbar.

Familienkwas

1 kg altbackenes Roggenbrot

8 l abgekochtes Wasser

250 g Melasse oder Fruchtsirup

2 El getrocknete Minze

Für den Sauerteig:

100 g warmes Wasser,

15–20 g getrocknete Hefe

1 Glas Weizenmehl

Das Roggenbrot in Scheiben schneiden und im Backofen trocknen, mit kochendem Wasser begießen und 3–4 Stunden ziehen lassen, umrühren und seihen. Zucker, Hefe, Minze, Johannisbeerblätter zugeben und 10–12 Stunden an einem warmen Ort

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gären lassen. Noch einmal durchseihen und in Flaschen abfüllen. In jede Flasche 3–5 Rosinen legen und fest zukorken, mindestens 3 Tage im Kühlschrank aufbewahren. Dann ist der Kwas trinkbar.

ДЕГУСТАЦИЯ ВОДКИ

Упражнение. Прочитайте и переведите следующий текст. Дайте оценку по данной проблеме. Выпишите незнакомые слова и выражения. Переведите их.

Stellen Sie sich vor, Sie halten ein Glas Wodka in der Hand. Was fällt Ihnen ohne lange zu überlegen dazu ein? Ja, das ist ein alkoholisches Getränk, kristallklar und von bester Geschmacksqualität. Ist das schon alles?

Nein. Denn der Wodka birgt noch viele Geheimnisse in sich. Wodka ist heute der meistverkaufte Branntwein der Welt. Die bekanntesten Wodkas kommen aus Russland, Polen oder Finnland. Doch ohne Zweifel wird das Wort Wodka in der ganzen Welt in erster Linie mit Russland assoziiert. Wodka ist im Russischen weiblich und eine Koseform von Wasser — „Wässerchen“. Woher kommt überhaupt der Wodka? Zur Entstehung des Wodkas in Russland gibt es verschiedene Thesen. Die zwei wesentlichen streiten darum, ob Wodka nun ein altes russisches Getränk ist oder nicht. Die Wahrheit liegt aber in der Mitte. Die harten Getränke sind in Russland seit dem 11. Jahrhundert bekannt und der Wodka wurde ursprünglich aus Korn gebrannt. Auf die Kartoffel als Ausgangsprodukt kam man erst später, als sie im 16. Jahrhundert nach Europa und im 17. Jahrhundert dank Peter dem Großen in Russland eingeführt wurde. Das technische Verfahren zur Herstellung des reinen Wodkas stammt eher aus dem Westen. Peter der Große brachte es aus seinem geliebten Holland mit.

Die große Kunst der Wodkabereitung liegt in der Weichheit und Reintönigkeit des Geschmacks. Die Zusätze dürfen geschmacklich kaum zu spüren sein. Es darf auch nicht feststellbar sein, ob Sprit, Korndestillat oder eine Mischung beider den Alkohol liefert.

Genaue Rezepturen waren immer ein Geheimnis. Wesentlich für den außerordentlich weichen, klaren, geschmacklich neutralen Wodka ist auch die mehrfache Destillation und Rektifikation. Ein gängiges Urteil besagt „Wodka macht keinen schweren Kopf“. Das stimmt, denn bei einem qualitativ guten Wodka sind alle Stoffe außer seinem Alkohol und Wasser herausgefiltert und destilliert, im Gegensatz zu Whiskies oder Cognac, die durch die Fasslagerung geringe Fremdstoffe enthalten. Die Lagerung von Wodka dagegen hinterlässt keine Einwirkungsspuren, da er in Steinoder Glasbehältern ruht. Die gesamte Geschichte der russischen Kultur ist untrennbar mit dem Wodka verbunden. Es wird sogar behauptet, der Kiewer Fürst Wladimir habe im Jahre 988 wegen des Wodkas das Christentum und nicht etwa den Islam als Landesreligion angenommen.

Der Wodka ist das Nationalgetränk der Russen, getrunken von Jung und Alt, Arm und Reich, an Werkwie an Feiertagen. Die Halbliterflasche mit dem schlichten Etikett war in jedem russischen Haus zu allen Zeiten ein gern gesehener Gast. Sie überstand

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die Revolution, Kriege und Perestroika. Vieles musste sie erdulden. Wodka wurde verdünnt, schwarz gebrannt, gestohlen, auf Karten verkauft, verboten. Man kaufte den Wodka bei Spekulanten, Hausmeistern, Taxifahrern, Nachtwächtern. Mit ihm wurden Erkältungen kuriert, der Verstorbenen gedacht, Brautpaare beglückwünscht, Jubiläen begangen, die Schwermut ertränkt. Ob der Kauf des ersten Autos oder der Freikauf der Braut bei den Schwiegereltern: von Moskau bis Wladiwostok sind in diesen Fällen mindestens 100 Gramm Wodka fällig. Viele Russen schreiben dem Wodka außerdem mythische Eigenschaften zu: Pur oder zusammen mit Honig, Pfeffer oder Kräutern soll er nicht nur Erkältungen, sondern auch ernsthafte Krankheiten besiegen. Selbst sowjetische Atomwissenschaftler sollten sich mit ausreichend Wodka gegen Strahlenschäden gewappnet gefühlt haben. Mehr noch. Der Wodka spielte in der Wirtschaft des russischen Staates schon immer eine große Rolle. Nach einer offiziellen Statistik wird die Hälfte des weltweit produzierten Wodkas in Russland verbraucht. Das scheint sehr viel zu sein. Doch in Russland werden nach wie vor außer Wodka vergleichsweise wenig andere alkoholische Getränke konsumiert. Ist es vielleicht mit dem harten Klima verbunden? Möglicherweise auch.

Der hohe Wodkakonsum ist nicht nur auf eine besondere Vorliebe der Russen für harte Getränke zurückzuführen, sondern auch auf den gesellschaftlichen Umgang mit dem Problem der Trunkenheit. Der Staat hatte an einer Mäßigung des Wodkaverbrauchs nie Interesse. Und das Staatsmonopol auf den Wodkahandel, das von Peter dem Großen eingeführt wurde und im Verlaufe der Geschichte mehrfach aufgelöst und wiederhergestellt wurde, war dazu ein gutes Mittel.

Mit seiner Einführung erreichte der Staat das Ziel, das von Iwan dem Schrecklichen gesetzt und von Stalin realisiert wurde: die totale Kontrolle des Alkoholumsatzes. Auch der sowjetische Staat war davon in großem Maße abhängig. Unter der Sowjetmacht erstreckte sich das Monopol nicht nur auf den Handel, sondern auch auf die Produktion selbst.

Michail Gorbatschow war derjenige, der mit der Vergiftung des Volkes aufhören wollte und seine Antialkoholkampagne startete. Offiziell fiel der Alkoholverbrauch dabei auf 64 %. Aber der Selbstgebrannte kompensierte den Mangel an staatlichem Alkohol; den optimistischen Meldungen der ersten zwei Jahre folgte eine erschreckende Statistik von Krankheiten und Unfällen, die auf Trunkenheit und Konsum von Surrogaten zurückzuführen waren. Der Wegfall der Einnahmen vom Wodkaverkauf beschleunigte die Inflation und radikalisierte die Wirtschaftskrise. Das Geschäft mit den Spirituosen fiel unter Mitwirkung korrupter Staatsbeamter in die Hände der Mafia. Als Jelzin an die Macht kam, sah er, dass die heimische Produktion nicht in der Lage war, die Nachfrage nach Wodka zu befriedigen. Und er erlaubte den Massenimport harter Getränke. So wurde all das nach Russland geschafft, was im Westen nur äußerst ungern getrunken wurde. Die russischen Schnapsimporteure wurden innerhalb eines Jahres zu den ersten Millionären des Landes. In den letzten zehn Jahren sind viele neue Wodkasorten entstanden und man hat kaum noch einen Überblick.

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Doch die Entwicklung der freien Marktwirtschaft in Russland verlangte auch von den einheimischen Wodkaproduzenten Innovationen, die nicht unbedingt Qualitätsverbesserung bedeuteten. So zum Beispiel entstand vor einigen Jahren der so genannte „Russischer Joghurt“ — ein durchsichtiger Plastikbecher mit 100 ml klarer Flüssigkeit, hermetisch versiegelt. Der Becher trug den lakonischen Aufdruck „Russischer Wodka“. Diese Neuheit wurde an vielen Straßenständen verkauft. So plötzlich er erschien, so schnell verschwand er auch wieder vom Markt. Der Grund war der Plastikbecher, der in der Reaktion mit Wodka Giftstoffe freisetzte.

Vor einigen Jahren wurde übrigens wieder das Staatsmonopol auf den Wodkahandel eingeführt.

Nun aber genug von der Politik! Wie wird denn der Wodka im heutigen Russland getrunken? Genau so wie vor 50 Jahren: auf dem Dorf aus Wassergläsern, in der Stadt aus Schnapsgläsern. Das Wort für „Alkohol trinken“ heißt wörtlich übersetzt „austrinken“ und das „Was“ braucht man dabei gar nicht mehr zu erwähnen, man versteht es auch so. Es gibt drei goldenen Regeln des Wodkatrinkens:

Erstens: Zum Essen, nicht davor und nicht danach. Zum Wodka gehört auch ein handfester Imbiss: saure Gurken, Wurst, Sauerkraut, hausgemachte Sülze, Salate. Süßes oder in westlichen Ländern beliebte Partysnacks kommen nicht in Frage. Zum Wodka gehört auch manchmal ein zusätzliches Getränk wie Mineralwasser oder Saft. In der zaristischen Zeit hat man sogar vor dem Wodka einen Becher feinsten Sonnenblumenöls getrunken, um damit Kehle, Schlund, Magen und Eigenweide einzusalben und so den Wodkaströmen standhalten zu können. Übrigens ist es in Russland nicht üblich, unterschiedliche, zu den einzelnen Gängen passende Getränke zu servieren. Alle Sorten stehen auf dem Tisch und können nach Belieben zusammen oder nacheinander getrunken werden — auch Wodka und Cognac. Man kann in Russland kaum erleben, dass geöffnete Wodkaflaschen nicht ausgetrunken, sondern in den Schrank zurückgestellt werden. Übrigens, die einheimischen Wodkaflaschen waren zur Sowjetzeit traditionell nicht wieder verschließbar. Wenn man sich zu einer Festlichkeit verspätet, wird man bestraft. Man bekommt ein großes Glas voll Wodka. Das Glas hat keinen Fuß, es kann also nicht abgestellt werden und muss ausgetrunken werden. Vielleicht sind die Russen deshalb nicht so pünktlich?

Zweitens: Man trinkt niemals weniger als 50 Gramm in einem großen Schluck und nicht still in sich hinein, sondern in der Runde und im Takt der Trinksprüche. „Trinken ohne Trinkspruch ist Trinksucht“, besagt ein altes russisches Sprichwort. Viele lange Trinksprüche kommen auch aus dem Georgischen. Das kann ein Wunsch für Glück oder Gesundheit sein, dem oft ein Witz vorausgeht. So ein stilistisch abgerundeter Trinkspruch ist eine Kunst für sich: Wodka ist Gift, Gift ist Tod, Tod ist Schlaf, Schlaf ist Gesundheit. Wollen wir auf unsere Gesundheit trinken! Oder: Wir wünschen allen Frauen, dass sie nur von schönen und exotischen Tieren umgeben sind. Dass sie einen Jaguar in der Garage haben, einen Tiger im Bett, einen Zobel um die Schultern und einen Esel, der das alles bezahlen kann.

Drittens: Gleich nach dem Schlucken muss man in etwas Salziges oder Scharfes beißen oder sogleich mit dem Essen beginnen, in dessen Verlauf die ganze Prozedur

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zu wiederholen ist. Es muss erwähnt werden, dass der Genuss des ersten Gläschens Wodka für die Russen ein bedeutsamer und zutiefst intimer Akt ist. Jeder vollzieht auf ganz eigene Weise, mit eigenen Gesten und Worten. Und nun stellen Sie sich vor, dass Sie nicht einfach ein Glas mit 100 Gramm kristallklarem Wodka in der Hand halten. Werfen Sie einmal einen Blick in Ihr Glas. Dort spiegelt sich die Geschichte eines mächtigen Landes und seines leidgeprüften Volkes wider, ein Auf und Ab mit Erfolgen und Niederlagen — und mit Widersprüchen, die unüberwindlich scheinen.

Прочитайте и переведите возможный вариант текста «Дегустация водки». Выпишите незнакомые слова и выражения. Переведите их.

B: Herzlich willkommen zur Wodkaprobe! Es freut uns sehr, dass es so viele Gäste auf unserem Schiff gibt, die sich für das russische nationale Alkoholgetränk interessieren. Unser Programm schließt die Verkostung von verschiedenen Wodkasorten, Information über die russischen Traditionen, die mit diesem Getränk verbunden sind und schöne russische Musik ein.

A:Zuerst aber ein paar Worte über die Geschichte dieses Getränkes. Das Wort „Wodka“ ist nicht in unserem Land sondern auch im Ausland weit bekannt. Dieses Wort stammt vom russischen Wort woda — Wasser. Wodka ist also rein russisches Produkt.

Vor kurzem stellten die Archäologen fest, dass schon lange vor unserer Zeitrechnung die Slawen das Getränk herstellen konnten, das dem Wodka sehr nah war. Man behauptet, dass das Wort Wodka, sowie das Getränk selbst in der ältesten Stadt Russlands — Nowgorod entstanden ist.

B:Jetzt halten Sie die Gläser, jedes von 40 Gramm. Aber bei uns in Russland sind die Gläser von 100 Gramm sehr gebräuchlich. Früher benutzte man die sogenannten

шкалики (60 Gr.) und чарки (120 Gr.).

B: Wodka wurde als Medizin entdeckt, deshalb darf er bei keinem Essen fehlen. Wodka gibt es in vielen Varianten mit Kräutern, mit Zitrone oder Pfeffer, doch am beliebtesten ist immer noch der klare Wodka, wie „Moskowskaja“, „Stolitschnaja“ oder „Sibirskaja“. Gewöhnlich wird er in einem einzigen Schluck aus einem kleinen Glass getrunken.

A: Heute stellt unsere Bar 7 verschiedene Wodkasorten vor: Starka, Ochotnitschja,

Pertsowka, Moskowskaja, Stolitschnaja, Zitronenwodka und Zubrowka. Alle diese Wodkasorten produziert das Moskauer Werk „Kristall“. Das ist eine Aktiengesellschafft, die im Jahre 1901 in Moskau vom Finanzminister Grafen von Witte gegründet wurde.

Zusätzliche Information: In den Jahren des 1. Weltkrieges hat die damalige Regierung das sog. Trockengesetz (Nüchternes Gesetz) erlassen. Und Kristall wurde geschlossen. Die Provisorische Regierung versprach das Gesetz für immer zu verlängern, was auch nach der Oktoberevolution die Sowjetische Regierung bestätigte. Aber das wurde nicht verwirklicht und nach 6 Jahren wurde dieses Gesetz abgeschaffen.

B: Nach dem 2. Weltkrieg begann die rasche Entwicklung des Werkes Kristall. Im Jahre 1954 in der 3. internationalen Ausstellung in London, wo Smirnowskaja, Stolitschnaja und Moskowskaja Wodka zum ersten Mal verlosten und verglichen wurden, bekam Kristallwodka die höchste Bewertung. Aber das war nur der Anfang. Danach

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