Основы межкультурной коммуникации на немецком языке туристический дискурс. Учебное пособие
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Saratow
Das Saratower Gebiet wird vom Saratower Stausee von Nord nach Süd durchschnitten. Das Gebiet ist mit 100.200 km2 fast so groß wie Griechenland und hat 2.690.000 Einwohner. Es gibt 17 Städte, Saratow liegt fast im Zentrum des Gebietes und ist die Hauptstadt.
Obwohl nur ein Viertel der Bevölkerung auf dem Land lebt, ist die Landwirtschaftliche Nutzung mit Hilfe künstlicher Bewässerung sehr intensiv: es werden Weisen, Roggen, Mais, Hirse, Gerste, Zuckerrüben Sonnenblumen, Senf, Flachs, Obst und Gemüse angebaut. Daneben gibt es Tierhaltung und Geflügelzucht.
Das Saratower Wasserkraftwerk, das bei Balakowo liegt, trägt den Namen des Leninschen Komsomol und war eine der im ganzen Lande propagierten Prestigegroßbaustellen dieser Jugendorganisation. Die Anlage besteht aus dem Damm, dem Kraftwerk, 2 parallelen Einkammerschleusen. Der Turbinensaal ist fast 1000 m lang und mit hiesigem Marmor verkleidet. Von Samara kommend werden die Schiffe um 10m gesenkt.
Saratow, das während der Sowjetzeit für Ausländer gesperrt war, hat erst vor kurzem sein 400jähriges Stadtjubiläum gefeiert. 1590 wurde eine Festung zum Schutz der südöstlichen Grenze des Russischen Reiches und zur Sicherung der Wolga als Schifffahrtsweg errichtet. Der Name wird von türkischen Wurzeln abgeleitet: sary heißt gelb oder schön und tay Berg. Der Berg, an dem Saratow liegt, hieß und heißt heute noch Falkenberg. Auf dem Gipfel wurde ein Gedenkmemorial für die Gefallenen von 1905–1907 und 1941–1945 angelegt. Bei klarer Sicht hat man von hier oben einen grandiosen Blick auf die Wolga Brücke, die Nachbarstadt Engels und die Umgebung.
1782 wurde das Saratower Gouvernement gegründet. Im 19. Jahrhundert sind vor allem Fischund Getreidehandel, Mühlenindustrie und Holzverarbeitung gut entwickelt. Das Stadtwappen zeigt als Symbol für die Fischwirtschaft drei Sterlett, eine Fischsorte, die im Überfluss vorhanden war. In der ersten Hälfte unseres Jahrhunderts nimmt die Bedeutung des Handels ab. Mit der Industrialisierung des Wolgalandes entstehen neue Produktionszweige wie der Bau von Werkzeugmaschinen und Dieselmotoren. Seit dem Zweiten Weltkrieg gibt es ein großes Werk für Kugellager und Flugzeugbau (Typ Jak). Darüber hinaus wurde auch hier Erdöl und später Erdgas gefunden, das die Basis für chemische Industrie bildet (chemische Grundstoffe und Kunstfasern). Erdgas wird durch eine Leitung nach Moskau und Tscherepowets geliefert. Das Glaswerk soll das größte in Europa sein.
Saratow hat 905.000 Einwohner und ist das kulturelle und musikalische Zentrum des Gebiets. In der Stadt wurde 1873 ein Zirkus eröffnet und 1885 ein für jedermann zugängliches Kunstmuseum. Das Konservatorium (1912) gehört auch zu den ersten im Lande. Es gibt eine Universität, 8 Hochschulen, 4 Theater, darunter ein Operund Ballettheater, mehrere Museen.
Durch häufige Brände sind viele architektonisch wertvolle Gebäude aus der Frühzeit der Stadt erhalten. Nicht weit vom Flusshafen steht auf dem Museumsplatz die sehenswerte Dreieinigkeits-Kathedrale (Troizkij Sobor) vom Ende des 17. Jahrhunderts,
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die im reich verzierten Moskauer Barockstil erbaut ist. Sie ist das älteste Baudenkmal der Stadt und gut erhalten. Die 4 Kilometerlangen Leninstraße sind die Hauptstraße Saratows. Hier befinden sich die Universität, die Medizinische Hochschule, das Hauptpostamt, die Stadtbibliothek und andere öffentliche Gebäude. Sie mündet in den repräsentativen Lenin-Platz mit dem Denkmal für den Sowjetführer. Hier befindet sich das Radischtschew-Kunstmuseum, früher das einzige Kunstmuseum in der Provinz.
Die Kirow-Straße ist zu einer schönen Fußgängerzone mit Bäumen, Blumen, Laternen und Bänken umgewandelt worden. An der Ecke zum Kirow-Platz ist das Gebäude des Konservatoriums Namens Sobinow zu bewundern. Es erinnert mit seinen Türmen, spitzen Dächern und Zinnen an ein Märchenschloss. Auf dem Platz erhebt sich das 1953 eingeweihte Denkmal für einen berühmten Sohn der Stadt: Nikolaj Tschernyschewskij (1828–1889). Er war Historiker, Philosoph, Denker, Schriftsteller und Literaturkritiker und wird zu den revolutionären Demokraten gerechnet. Sein belletristisches Hauptwerk, der Roman „Was tun?“ (1863), war der l. sozialpolitische Roman Russlands und besaß eine enorme soziale Sprengkraft. Tschernyschewskij beschreibt darin die fortschrittlichen „neuen Menschen“, die die Gesellschaft im uto- pisch-sozialistischen Sinne zu verändern suchten. Für seine Ansichten verbrachte der Schriftsteller über 20 Jahre in der Verbannung in Sibirien.
Alexander Radischtschew (1749–1802) wurde in Saratow Gouvernement geboren. Sein kulturkritischer Reiseroman „Die Reise von St. Petersburg nach Moskau“ (1790) greift den russischen Absolutismus an.
In der Innenstadt ist eine Reihe von monumentalen Gebäuden der Jahrhundertwende erhalten wie die Universität, das Radischtschew-Museum, der überdachte Markt, das Gebäude der Gebietsverwaltung usw. Am Kirow-Platz wird in einem Panoramarelief der Entwicklung Saratows gezeigt. Eine kleine Kirche erinnert an ihrem Farbenund Formenreichtum an die Basilius-Kathedrale in Moskau.
Samara
Samara trug ab 1935 für 56 Jahre den Namen des sowjetischen Politikers Kujbischew und war bis 1991 Sperrgebiet für Ausländer.
Samara liegt am östlichen Punkt der Wolga etwa auf der Höhe von Berlin, hat seit 1688 das Stadtrecht und zählt 1.300.000 Einwohner. Der 594 km lange Nebenfluss der Wolga Samara entspringt nicht weit von der Stadt Orenburg am südlichen Ural. Gegründet 1586 von mehr als 400 Jahren als hölzerne Festung zur Sicherung der Handelswege, entwickelte sich Samara langsam zu einer Stadt des Handels und Handwerks.
Zu Reichtum kamen die Bürger vor allem durch Getreidehandel und Mühlenindustrie. Die Industrialisierung begann im 19. Jh. Der Bau der Eisenbahn 1877 erhöhte den Warenumschlag beträchtlich. Ende des letzten Jahrhunderts gab es in Samara über 60 Betriebe, vor allem Verarbeitung von landwirtschaftlichen Rohstoffen sowie mechanische Werke und Eisenbahnwerkstätten. Für einen spürbaren Schub in der
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Industrialisierung sorgten während des 2. Krieges nach Samara evakuierte Betriebe sowie die Erdölund Erdgasförderung nach dem Krieg. Die Stadt Nowokujbischewsk wurde 1952 südlich von Samara als Standort für erdölverarbeitende Industrie gegründet und zählt 113.000 Einwohner.
Nach der Auflösung der UdSSR und Produktionseinschränkungen in der Rüstungsindustrie besteht die Schwierigkeit, diese Rüstungsbereiche umzustellen.
Samaras Innenstadt ist im Schachbrettmuster angelegt. Sehr viele Häuser sind erhalten geblieben und zeugen vom früheren Reichtum der Stadt, könnten aber Renovierungsarbeiten gut vertragen.
Die Uferpromenade ist als Park angelegt und gehört zu den Erholungsgebieten von Samara. Die „Deutsche Kirche“ wird von Mitgliedern der ev.-luth. Gemeinde in mühsamer Kleinarbeit renoviert.
Uljanowsk
Das Ulianowsker Gebiet gehört zur nördlichen Waldsteppenzone, die von Kasan bis Saratow ein Übergangsgebiet von der nördlichen Waldzone zur südlichen Steppenzone bildet. In dieser Gegend ist ein Kontinentalklima typisch: milde, schneereiche Winter, warme, trockene und sonnige Sommer. Aber je weiter man nach Süden kommt, um so länger werden die Winter, die in der Regel schneereich und klar sind. Die Durchschnittstemperatur im Ulianowsker Gebiet liegt im Januar bei 13 und im Sommer bei 19 Grad. Für die Waldsteppenzone sind Laubwälder. Krautsteppen typisch. Es gibt auch noch Nadelwälder. Schon seit Jahrhunderten wird im Ulianowsker Gebiet Landwirtschaft betrieben, wo Klima und Boden (Schwarzerde) sehr gute Bedingungen bieten (Anbau von Weizen, Roggen, Gerste. Hafer, Zucken-üben, Sonnenblumen, Kartoffeln und Gemüse). Das Ulianowsker Gebiet hat 1.400.000 Einwohner. Davon leben 71 % in 6 Städten und 32 städtischen Siedlungen. Das Ulianowsker Gebiet dehnt sich über 37.300 km aus und ist damit etwas grösser als Baden-Württemberg.
Das rechte Ufer des Kujbyschewer Stausees ragt bis auf über 200 m u. M. auf. Wenn man sich von Kasan kommend dem Anleger nähert, unterquert das Schiff eine Eisenbahnbrücke. Die 2 km lange Brücke wurde bereits 1917 fertiggestellt. Die Stadt liegt an zwei Flüssen: an der Wolga und an der Swijaga. Die Swijaga fließt parallel zur Wolga, aber in entgegengesetzter Richtung und mündet bei Kasan in die Wolga. Die Stadt hat 625.000 Einwohner-Russen, Tataren, Tschuwaschen, Mordwinen u.a. Uljanowsk besteht aus vier Verwaltungsbezirken.
Früher hatte Ulianowsk einen anderen Namen, und nämlich Simbirsk. Simbirsk — was bedeutet dieser Name? Über die Herkunft des Namens Simbirsk gibt es keine eindeutige Erklärung. Es gibt mehrere Übersetzungen dafür: ein Ort, wo Menschen leben, grüne Berge und die Stadt in den sieben Winden. Alle diese Übersetzungen treffen auf die Stadt zu. Menschen leben hier wirklich seit alters her. Die Berge sind vom üppigen Grün bedeckt, und Winde hier sind sehr stark.
Gegründet wurde Simbirsk 1648 wie viele andere Städte, um die Moskauer Herrschaft an der Wolga zu festigen, um den Moskauer Staat schon am Mittellauf der Wolga
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gegen die Nomaden zu schützen. Die geografische Lage der neun Festung war sehr günstig: das hohe steile Ufer sicherte der Stadt gute Verteidigungsmöglichkeiten. Wirtschaftlich war sie Handelsknotenpunkt im Schiffsverkehr Moskau-Asien-Moskau. In der Stadt entfalteten sich verschiedene Gewerbe. Dort lebten viele Handwerker und Händler. Simbirsk lieferte Fisch, Kaviar, Wolle, Leder und Leinen. Ende des 18. Jh. zählte die Stadt schon 10.000 Einwohner.
In der Geschichte der Stadt gab es Ereignisse von epochaler Bedeutung. 1667 erhoben sich die Bauern unter der Leitung von Stepan Rasin zu einem mächtigen Aufstand. Es waren Russen, Tataren, Tschuwaschen und Mordwinen. Sie kämpften um ihre Befreiung und um ein besseres Leben.
Im September 1670 standen die Bauertruppen vor den Toren von Simbirsk. Sie belagerten den Kreml, in dem sich die Stadtaristokratie verschanzt hatte. Die zaristischen Truppen waren aber besser bewaffnet und konnten die Angriffe des Rasin-Trupps abwehren. In den Kämpfen um Simbirsk wurde Stepan Rasin verwundet und später am Don, wo er neu Truppen sammeln wollte, gefangen genommen. Der Aufstand wurde unterdrückt und Rasin von der zaristischen Regierung zum Tode verurteilt. Rasin war damals gelungen, breite Bauernmassen zum Kampf aufzurufen. Viele Erzählungen und Lieder über ihn sind noch heute lebendig. 1773 erlebte Simbirsk den Volksaufstand unter Jemeljan Pugatschow. Die Bevölkerung des Wolgagebietes folgte ihrem tapferen Bauernführer. Auch diesmal waren die Kräfte ungleich, und der Aufstand wurde brutal unterdrückt.
In der zweiten Hälfte des 19. Jh. waren es die revolutionären Demokraten, die zu sozialer Umgestaltung aufriefen, zu den besten Vertretern der fortschrittlichen Ideen jener Zeit gehörte auch Ogarjow, der Freund und Kampfgefährte Alexander Herzens. Im Dezember 1917 konstituierte sich in Simbirsk die Sowjetmacht, das Volk wurde zum Herrn seines Landes. Betriebe wurden nationalisiert, der 8-Stunden-Tag eingeführt. Schulen, Klubhäuser, Bibliotheken und Krankenhäuser gehörten jetzt den Werktätigen. Aber schon im Frühling 1918 wurde das Wolgagebiet zur Front. Am 22. Juli 1918 nahmen die Weißgardisten die Stadt ein. In Simbirsk wütete der weiße Terror. Hunderte Arbeiter, Kommunisten und andere Menschen wurden ermordet. Nach zweimonatiger Okkupation befreiten Abteilungen der Simbirsker Eisernen Division unter der Leitung von Gaja Gaj die Stadt. Endlich war der Bürgerkrieg zu Ende.
1941 Hitlerdeutschland überfällt die Sowjetunion. Es begann ein großer Kampf, in dem die Stadt der Front mit unermüdlicher Arbeit half. Man tat alles, um den Faschismus zu zerschlagen.
Die Stadt Simbirsk wurde nach dem Namen Lenins (Uljanow) umbenannt. Hier wurde er also geboren. Hier verlief seine Kindheit und Schulzeit (die ersten 17 Lebensjahre von W. Uljanow sind mit dieser Stadt verbunden). Von hier führ er nach dem Abgang vom Simbirsker Gymnasium nach Kasan, um sich an der Universität immatrikulieren zu lassen. Wir sind vor dem Memorialkomplex, der zum 100. Geburtstag des großen Führers des Weltproletariats errichtet wurde. Ein grandioser erstaunlicher Bau! Er hat eine sehr originelle Architektur. Der Marmor für den Bau dieses Gebäudes kam
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aus dem Ural und Usbekistan, die Metallkonstruktionen aus Kujbyschew und Leningrad. Der Komplex bildet ein einheitliches Ganzes mit dem Panorama der Umgebung.
Die Ausmaße dieses Gebäudes sind hervorragend. Umfang 133.000 m3, Seitenlänge 110 zu 110 m, maximale Höhe 36 m.
Die Exkursion beginnt mit einem Diorama von Alt-Simbirsk. Kleine, zweigeschossige Häuschen, Vorgärten, Kirchen, Kathedralen — das gemächliche Leben der russischen Provinz. Hierher zog die Familie Uljanow im Herbst 1869 aus Nishnij Nowgorod. Wir kommen zum Seitengebäude eines Hauses, dem Hotel „Wenez“ gegenüber. In diesem einfachen Holzhaus wurde am 10. (22.) April 1870 Wladimir Iljitsch Uljanow (Lenin) geboren — so steht es auf der Gedenktafel. Wir gehen zu zwei anderen zweigeschossigen Gebäuden. Hier lebte die Familie Uljanow 1870 bis 1875. Am Museumeingang empfing uns eine Skulpturgruppe aus Bronze. Sie stellt Maria Alexandrowna Uljanowa mit ihrem Sohn Wolodja dar. In diesem Haus befand sich auch die Wohnung der Uljanows. Als die Familie grösser wurde, übersiedelten die Uljanows in die Moskowskaja Straße und dann in die Pokrowskaja Straße. 1878 bekam die Familie ein eigenes Haus und zwar in der Moskowskaja Straße (jetzt Lenin Strasse 58). Seit 1929 ist hier ein Museum. An der Gründung des Museums hatten Lenins Geschwister Anna, Maria und Dmitrij großen Anteil.
Aus dem Vorraum kommen wir in den Salon. Hier stehen ein ovaler Tisch, ein Sofa, ein Sessel, einfache Wiener Stühle und ein Flügel. Dann sind wir im Arbeitsraum von Ilja Uljanow war Sohn eines Leibeigenen. Er arbeitete viele Jahre lang als Inspektor und als Direktor von Volksschulen. Wochenund monatelang war er in die entlegensten Orte des Gouvernements Simbirsk unterwegs. Und er setzte es schließlich durch, dass Bauerkinder in die Schule gehen konnten. Die Rückkehr des Vaters war jedes Mal ein Fest in der Familie und jede neue Schule, die der Vater gründen konnte, war eine große Freude für alle. Dank der selbstlosen Tätigkeit von Ilja Nikoläwitsch ist die Anzahl der Schüler im Gouvernement Simbirsk bis auf 20.000 gestiegen. Es genügte aber nicht, nur Schulen zu bauen. Auch Lehrer mussten ausgebildet werden. Ilja Nikolaewitsch konnte sich nicht damit abfinden, dass in vielen Schulen unwissende, grobe und harte Menschen unterrichten. Man muss solche, sagte er, auf Schussweite von der Schule halten. (Einige Lehrer schlugen sogar die Kinder oft). I. N. Uljanow organisierte Lehrerkurse und Lehrertage, wo die Lehrer sich weiterbilden und notwendige Ratschläge bekommen konnten. Die Lehrer, die von Uljanow ausgebildet wurden, benahmen vieles von ihm.
I. N. Uljanow leistete einen großen Beitrag zur Sache der Volksbildung.
Wolodja war seinem Vater sehr ähnlich. Wolodjas Charakter war ebenfalls in vielem dem des Vaters ähnlich. Er war genauso zielstrebig und großherzig. Auch den Drang nach Wissen hatte er vom Vater. Aus dem Durchgangszimmer gelangen wir ins Zimmer von Maria Alexandrowna. Diese bescheidene, aber zugleich auch eine ungewöhnliche, hervorragende Frau, Mutter von 3 Söhnen und 3 Töchter, hat ihren Kindern die besten menschlichen Charakterzüge anerzogen.
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Der große Raum im Haus ist das Esszimmer. Hier saß die ganze Familie beim Mittagessen und beim Tee. Hier machten die Kinder ihre Schularbeiten. An diesem Tisch wurden Bücher vorgelesen. Hier wurde auch Schach gespielt.
Wir betreten Wolodjas Zimmer. Es war ein Durchgangszimmer, dessen Fenster auf den Hof hinausging. An der Wand hängt eine Karte mit zwei Erdhalbkugel. Auf dem Tisch liegen Dokumente aus Wolodjas Schulzeit. Sein Wissendurst kannte keine Grenzen. Er bekam bei der Schulentlassung die Goldmedaille.
Ein anders Zimmer ist das von Alexander. Er war damals Gymnasiast und kam später als Student der Petersburger Universität hierher. Alexander übte auf Wolodja einen großen Einfluss aus.
Tragisch war das Schicksal von Alexander. Er gehörte den Narodniki an. Die Narodniki meinten, dass nur mit der Vernichtung des Zaren große gesellschaftlichen Veränderungen möglich. Sie organisierten ein Attentat auf ihn, wurden verraten, festgenommen und hingerichtet. Alexander wurde auch hingerichtet, und seine Schwester Anna wurde zu 5 Jahren Verbannung verurteilt. „Nein, wir werden einen anderen Weg gehen!“ sagte der 17-jährige Wladimir Uljanow. Und er ging einen anderen Weg, der zur proletarischen Revolution führte.
Jetzt befinden wir uns am Boulevard Nowyj Wenez. Von hier hat man einen schönen Blick auf die Wolga. Wir kommen zur Kommunistitscheskaja Straße. Vor uns ist der Palast des Buches. Früher war hier die Adelsversammlung. Das Gebäude ist im Stil des russischen Klassizismus errichtet. Hier befand sich in der ersten Hälfte des 19. Jh. eine der ersten öffentlichen Bibliotheken in Russland. Jetzt gibt es in der Bibliothek eine Million Bände. Jetzt gehen wir zum Geburtshaus Gontscharows. In diesem Haus verlief seine Kindheit. Später, als er von der Petersburger Universität zurückgekehrt war, arbeitete er hier an den Romanen „Oblomow“ und „Die Schlucht“. Auf der Gedenktafel steht: „Hier wurde am 6. Juni 1812 Iwan Alexandrowitsch Gontscharow geboren“. Auf der anderen Straßenseite sehen wir eine Skulptur: Gontscharow sitzt mit einem Heft und einer Schreibfeder und arbeitet.
Gontscharow schuf mit Oblomow, dem Helden seines gleichnamigen Romans (l859), den sprichwörtlich gewordenen Typus des in Apathie vegetierenden, an Langeweile erstickenden Landadligen. Gontscharow, der einer reichen Kaufmannsfamilie entstammte, wurde zunächst Regierungsbeamter in St. Petersburg und schrieb nur nebenbei. Sein schriftstellerisches Debüt ist der Roman „Eine gewöhnliche Geschichte“ (1847), die seine Bedeutung als angesehener Romancier der Natürlichen Schule begründete. Nachdem sein dritter Roman „Die Schlucht“ kein großer Erfolg wurde, widmete sich Gontscharow der Literaturkritik und arbeitete als Zensor.
Das Heimatkundenmuseum der Stadt trägt den Namen Gontscharows. Das architektonisch interessante Gebäude, in dem sich auch das Museum feur bildende Künste befindet, mit zwei Fassaden und einem Turm wurde 1916 fertiggestellt. Noch ein Schriftsteller, der weltbekannt ist, der aus Ulianowsk stammt, ist nie vergessen wurde: Nikolai Michailowitsch Karamsin.
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Karamsin wird als führender Vertreter des russischen Sentimentalismus eingestuft. Er reiste ins westliche Ausland und verfasste darüber die „Briefe eines russischen Reisenden“. Sehr populär ist auch seine Novelle „Die arme Lisa“. Die letzten beiden Jahrzehnte seines Lebens befasste sich Karamsin als Hofschreiber intensiv mit dem Studium der Geschichte. Gegenüber dem ehemaligen Gymnasium, in dem Lenin zur Schule ging, steht das Karamsin — Denkmal (1845), das stets die Aufmerksamkeit der Besucher Aufsicht zieht. Es zeigt nicht den Dichter, sondern ein Frauengestalt — die Muse der Geschichte Klio. Das Karamsin-Denkmal wurde geschaffen nach einem Entwurf des Bildhauers S. Galberg, eingeweiht 1845. Karamsin wurde in einer Adelsfamilie geboren. Von Kindheit an las der Junge sehr viel. Nach dem Studium in Moskau begann Karamsin zu schreiben. Seine Zeitgenossen bewunderten Karamsins Sprache: sie war einfach und bildhaft. Er war der Sprachschöpfer und trug viel zur Bereicherung des Wortschatzes bei. Er gehört zu denen, die russische Literatursprache geschaffen haben. Das Hauptwerk seines Lebens ist „Die Geschichte des russischen Staates in 12 Bänden“. Für sein Werk wurde Karamsin „der Vater der russischen Geschichte“ genannt.
In der Sowetskaja-Straße steht das Jasykow-Haus. Jasykow ist der große russische Dichter, der in seinen Gedichten Natur, Wolga, Heimat besingt. Einige seine Gedichte wurden zu Liedern. Jasykow schrieb nicht nur Gedichte, sondern auch Märchen, sammelte Volkslieder, Sprichwörter und Rätsel. 1833 besuchte ihn A. S. Puschkin, der Forschungsreise zwecks Sammlung von Materialen zur „Geschichte Pugatschows“ machte. Die schönste und modernste Straße von Uljanowsk heißt die Minajew-Stra- ße. Dmitrij Minajew war ein russischer Dichter (1835–1889). In dieser Straße steht ein kleines Haus, in dem Minajew den letzten Jahren seines Lebens verbracht hat. An der Kreuzung Minajew-Straße/Gontscharow-Straße liegt der Platz „30. Jahrestag des Sieges“. Vor dem Monument ist die Ewige Flamme.
Simbirsk ist auch die Heimatstadt von Denis Dawydow (1784–1839), einem Helden der Partisanenbewegung von 1812. Die letzten 10 Jahre verbrachte Dawydow hier, in Uljanowsk, auf seinem Landgut.
Das Uljanowsk von heute ist ein großes Industrieund Kulturzentrum. Von der Revolution gab es in Uljanowsk nur einen kleinen Betrieb mit 49 Arbeitern, in dem Äxte erzeugt wurden. Jetzt werden in der Stadt Werkbänke und Geräte erzeugt, die Lastautos vom Typ UAS, Motoren, Textilien und Nahrungsmittel. In Uljanowsk ist auch die holzverarbeitende Industrie entwickelt. Die Geländewagen des Autowerkes von Uljanowsk werden gegenwärtig in 60 Ländern verkauft.
Uljanowsk besitzt 4 Hochschulen — ein Pädagogisches, ein Landwirtschaftliches und ein Polytechnisches Institut, Fachschulen und über 60 Oberschulen. Die Stadt verfliegt lieber 190 Bibliotheken, 2 Theater, eine Philharmonie, 5 Museen, Kulturpaläste, Filmtheater, Klubs usw.
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Die Stadt Pljos
Die Stadt Pljos (manchmal auch Pless) liegt inmitten einer malerischen Landschaft und hat nur ca. 4000 Einwohner. Bekannt geworden ist die Stadt durch den impressionistischen Maler Isaak Iljitsch Lewitan (1861–1900), der Ende des letzten Jahrhunderts mehrere Male nach Pljos kam und malte. Er soll 23 Gemälde und 50 Zeichnungen in Pljos geschaffen haben. 1972 wurde in der Stadt ein Lewitan-Muse- um eingeweiht. Aber auch andere Künstler wie z.B. Repin, Prokofjew und Schaljapin kamen gerne nach hierher.
Das Bild „Abendstimmung im Goldenen Pljos“ fand besondere Bewunderung durch Lewitans Freund, den Schriftsteller Anton Tschechow. Dieses und andere Bilder befinden sich in der Tretjakow-Galerie in Moskau.
Schon vom Schiff aus zu erkennen sind verschiedene Kirchen aus den letzten einem Handelszentrum. Hier wurden auch Mühlen betrieben. Durch den Bau der Eisenbahnlinie Iwanono — Kineschna verlor Pljos an wirtschaftlicher Bedeutung und begann sich als Kurort zu entwickeln.
Pljos gehört bereits zum Iwanower Gebiet, das 23.900 qkm umfasst und 1.317.000 E. hat.
Die Wolga fließt im Norden und Osten des Gebiets. Bei der Weiterfahrt von Pljos sind rechts und links am Ufer Datschen zu sehen. Am linken Ufer wurde etwas weiter landeinwärts Sand und Kies für die sozialistischen Großbaustellen gewonnen.
Bei km 667 beginnt am rechten Ufer der Kanal Wolga-Uwod. Er wurde 1965 fertiggestellt und dient zur Wasserversorgung der Gebietshauptstadt Iwanowo.
Man errichtete im Laufe von drei Jahrhunderten: die Dreieinigkeits-Sommer- kirche auf der Anhöhe, die Auferstehungs-Kirche mit den fünf schlanken grauen geschuppten Zwiebelkuppeln und Glockenturm und die Kirche der Heiligen Barbara aus weißem Stein mit fünf grünen Kuppeln, die Kreuze tragen, und dem Glockenturm. Das große weiße Gebäude unterhalb dieser Kirche am Ufer gehörte zwei reichen Kaufleuten und beherbergte 1889 das Malerstudio Lewitans.
Pljos wurde 1410 an den Sandabhängen der Wolga an der Einmündung des Flüßchens Schochonka vom Moskauer Fürsten Wassili 1. Gegründet: er ließ die Festung Pljosso als Schutz gegen den Kasaner Khanat errichten. Pljos nennt man den geraden, hindernisfreien Abschnitt zwischen zwei Flussbiegungen Nachdem die Tataren und die Polen besiegt waren, entwickelte sich Pljos zu.
Kasan
Das Gebiet Tatarstans ist eine souveräne Republik innerhalb Russlands. Die Einwohnerzahl beträgt 3,5 min. Mit einer Fläche von 68.000 qkm ist Tatarstan etwa so groß wie Bayern. Nur 27 % der Einwohner leben auf dem Lande, wobei der Anteil der Tataren auf dem Land weit höher ist als in den 19 Städten. Von den insgesamt ca. 6,5 Min. Tataren, die es in der ehemaligen UdSSR gibt, leben nur 26 % in Tatarstan, die ändern vor allem in Moskau, Sibirien und Zentralasien. In Tatarstan bilden die Tataren mit ca. 1,6 Mm. Russen und Vertretern vieler anderer Nationalitäten.
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Das Klima ist gehässig kontinental: charakteristisch sund heiße Sommer und kalte Winter. Die Durchschnittstemperatur im Juli liegt bei 19 bis 20 Grad, die im Januar bei —13 bis —18 Grad. Die durchschnittliche Niederschlagsmenge beträgt 500 mm.
Die Wolga fließt 177 km durch Tatarstan, die Kama 380 km.
Die Republik ist ein hoch undustrialisierter Wirtschaftsraum: ein Fünftel der Erdölproduktion der ehemaligen SU kam aus Tatarstan. Es gibt Erdgas, hochentwickelten Maschinenbau, Flugzeugbau.
Kasan, die Hauptstadt von Tatarstan, wurde erstmals 1177 urkundlich erwähnt. So wurde dieser Ort als Zentrum der Wolga Bulgaren im 13.–14. Jh. und als Hauptstadt des Kasaner Khanats im 15.–l6. Jh. bekannt. Von hier ging eine Bedrohung für das in der Entstehung befundliche russische Staatswesen aus. 1552 entschied sich der Kampf zwischen Russen und Tataren an dem Ort Swijaschsk vor den Toren der damals blühenden Handelsstadt Kasan. Swijaschsk, das früher Iwangorod hieß, liegt seit dem Bau des Kujbyschewer Stausees auf einer Insel in der Mündung der 375 km langen Swijaga. Die Swijaga, an der Uljanowsk liegt, ist sehr interessant, weil sie parallel zur Wolga, aber in umgekehrte Richtung fließt. Hier baute Iwan 4. auf einem Berg eine große hölzerne Festung, die zunächst getarnt wurde. Er könnte die Tataren nach 6-woechiger Schlacht im Jahre 1552 besiegen. Zu Erde des Sieges wurde in Kasan die Maria-Entschlafens-Kirche (Uspenskij Sobor) gebaut. Ein pyramidenförmiges Denkmal auf einer kleinen Insel in der Mündung der Kasanka in Kasan erinnert an die Gefallenen. Heute hat Swijaschsk, das früher einige Kilometer vom Wolga Ufer entfernt lag, mehrere Hunderte Einwohner, eine Kirche aus dem 16. Jh. und eine Anstalt für psychisch Kranke. Die Mündung des Zuflusses Kasanka, die in Kasan in die Wolga fließt, wurde verlegt. Eine Eisenbahnund 2 Autobrücken verbunden die Stadtteile miteinander. Der Flusshafen mit den Anlegern wurde ebenfalls verlegt. Dort, wo Ihr Schiff festmacht, war früher eine Niederung. Die gestaute Wolga erreicht eine Breite von 8 km. Der Hafen befundet sich an einer einen Kilometer langen Betonmauer. Nach links ziehen sich die Kräne des Güterhafens, der über Eisenbahnschluss verfügt. Das moderne Gebäude aus Beton und Glas links oben ist das Verwaltungsgebäude des Flusshafens. Auf dem Platz vor dem Gebäude fahren Straßenbahnen und Busse in die Stadtmitte und in die Umgebung.
Kasan, die Hauptstadt Tatarstans, erstreckt sich über 300 km am linken Wolgaufer und der Kasanka und hat l.080.000 Einwohner. Nach der Eingliederung in den russischen Staat erhielt Kasan einen Kreml. 1708 wurde sie Hauptstadt eines Gouvernements. Der Handel mit Mittelasien blühte, der Pelzhandel gewann auch an Bedeutung. Die Pelze wurden in Kasan verarbeitet und ins westliche Ausland verkauft. Anfang des 18. Jh. wurde nach dem Befehl Peters l. eine Admiralität (Werft) gegründet. Der Handel nahm in dem Masse zu, als das fruchtbare Wolgaland durch Siedler bearbeitet wurde. Ein Großteil der holzenden Stadt, sowie auch etliche Kirchen wurden während eines Bauernkrieges 1774 durch Jemeljan Pugatschow zerstört.
Bereits 1804 wurde eine der ersten russischen Universitäten in Kasan gegründet. Im 19. Jh. war Kasan eine blühende Metropole mit der die Namen vieler Beruehmtheiten
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verbunden sund: Puschkin, Tolstoj, Gorkij, Schaljapin, Lenin, der Mathematiker Lobatschewskij, der Landschaftsmaler Schischkin u. a.
Seit 1893 bestand eine Bahnverbundung mit den 750 km westlich gelegenen Moskau. Die traditionelle Undustrie (Pelz-, Lederund Textilbetriebe, Holzverarbeitung) wurde hach der Revolution weiterentwickelt, neue Bereiche kamen dazu (Bau von Werkzeugmaschinen, Kompressoren). Nach dem Krieg setzte man auf Erdölverarbeitung und chemische Undustrie.
Das heutige Kasan ist nicht nur wirtschaftlicher, sondern auch kultureller Mittelpunkt der Republik. Es gibt neben der Universität 9 Hochschulen, ein Konservatorium, 5 Theater davon ein tatarisches), 8 Museen, zahlreiche öffentliche Bibliotheken und sonstige Bildungseinrichtungen.
Kasan ist der nördlichste Verbreitungspunkt des Islams und Zentrum der aufstrebenden nationalen Bewegung der Tataren. Fast schon wieder vergessen haben wir die Opfer, die es im Oktober 1991 bei dem Versuch von 5.000 Tataren, das Parlament zu stürmen, gegeben hatte. Es gibt Kreise in der nationalen Bewegung, die Tatarstan am liebsten als von Russland unabhängigen Staat sehen würden, obwohl man im Moment weniger davon hört, als direkt nach der Auflösung der UdSSR. Als Beispiel wird oft die Schrift angeführt: das Tatarische wurde ab 1927 nicht mehr mit arabischen, sondern mit lateinischen Buchstaben geschrieben. 1939 wurde auf Anordnung Stalins erneut umgestellt: jetzt auf die kyrillische Schrift.
Zu den obligatorischen Besichtigungen in Kasan gehört der Besuch Kremls. Auf Befehl Iwans des Schrecklichen begann man 1556 mit der Umgestaltung und Befestigung des Stadtkerns nach russischem Muster. Die zweigeschossigen, bis zu 5 m Starken Steinmauern und die Türme, die nur unwesentlich verändert bis heute erhalten geblieben sund, wurden von dem damals sehr berühmten Steinmetz Postnik Jakowlew aus dem nordrussischen Pskow gebaut. Von den ehemals 13 Türmen sund heute 8 erhalten.
Man betritt das Kremlgelände vom Platz des 1. Mai her durch den mächtigen 20 m hohen Erlöser-Turm (Spasskij): er wurde 1823 vierstöckig aus weisem Kalkstein gebaut. Er bildet auch Hintergrund für das Mussa-Dschalil-Denkmal auf dem Platz des 1. Mai. Das 7 m hohe Denkmal wurde 1966 eingeweiht und ist sehr ausdrucksstark. Der tatarische Nationaldichter Mussa Dschalil (1906–1944) geriet als Kriegsteilnehmer 1942 in deutsche Gefangenschaft und versuchte, eine Widerstandsgruppe aufzubauen. Heimlich schrieb er sein „Lied von Moabit“ und andere Gedichte, die den Weg aus dem Gefängnis fanden. 1944 wurde er hingerichtet.
Nach ein paar Schritten gelangen wir in den zentralen Bereich des Kremls: hier befundet sich die 1561 fertiggestellte Maria — Verkündigungs-Kathedrale. Sie wurde wie die Türme und die 1.700 m lange Mauer von dem Pskower Baumeister Jakowlew errichtet. Von ihm stammt auch die Basilius — Kathedrale auf dem Roten Platz in Moskau. Maria-Verkündigungs-Kathedrale wird seit langem als Lager zweckentfremdet. Nach der Renovierung leuchten die Zwiebelkuppeln wieder in strahlendem Blau mit goldenen Sternchen.
