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Основы межкультурной коммуникации на немецком языке туристический дискурс. Учебное пособие

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МОДУЛЬ 7. STRECKENINFORMATION (путевая информация)

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grossen und drei kleineren Teilen, die durch die Abflüsse der Flüsse Wolga, Mologa und Scheksna gebildet werden. Der Stausee wurde angelegt, um die Schiffartsbedingungen zu verbessern, die Energie und Wasserversorgung zu gewährleisten.

Der Rybinsker Staudamm hebt den Wasserstand der Wolga um 14 m. Der Wasserstand ist nicht stabil, die Schwankungen erreichen 5 und mehr Meter. Beim Bau des Stausees wurde mehr als 700 Ortschaften umgesiedelt und überschwemmt. Durch diesen Stausee werden die Wolga und ihre Nebenflüsse mit der östlichen Barentssee und dem Weissen See verbunden.

Der Rybinsker Stausee ist ein riesiges Labor des biologischen Forschungsinstitutes der Akademie der Wissenschaften Russlands. Er veränderte die Geographie dieser Region, beeinflusste den Fischfang und das Leben der Seevögel und ihre Existenzbedingungen. Es gibt Hechte, Brassen, Barsche, auch Flussgründlinge (Karpfen). Hier nisten bis zum Spätherbst Enten, Gänse, Möwen, Reiher und Schnepfen.

Nach der Fahrt durch den Rybinsker Stausee erreicht unser Schiff die Doppelschleusen Nr. 7 und Nr. 8. Hier wird unser Schiff um über 13 Meter gehoben. Früher die Schleuse so überlastet, weshalb 1990 die Bauarbeiten für eine zweite Schleusenkammer begonnen wurden. Jetzt liegt diese Schleuse Nr. 8 parallel zur alten. In diese Schleuse fahren wir heute Nacht ungefähr um 04.45 Uhr ein.

So, liebe Gäste, dies war die Streckeninformation für den Moment. Die nächste Streckeninformation erfolgt morgen um 09.45 Uhr. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Einen angenehmen Abend an Bord unseres Schiffes wünscht Ihnen Ihre Reiseleitung.

Jaroslawl–Goritzy

Fortsetzung

Guten Tag, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Gestern haben wir Jaroslawl verlassen und fahren in Richtung Goritzy weiter.

In der Nacht sind wir an der Stadt Tscherepowez vorbeigefahren. Ein Teilstück nach Tscherepowez wird Tscherepowezer Stausee genannt. Der See, gestaut durch ein Wehr am Tscherepowezer Kraftwerk, wurde 1963–1964 geflutet, verbesserte die Navigationsbedingungen und dient der Stromerzeugung. Die Stadt Tscherepowez ist ein Indusriezentrum im Wologodsker Gebiet mit heute 400.000 Einwohnern. Entstanden ist die Stadt im 14. Jh. als Siedlung um das Auferstehungs-Kloster. Später war es bekannt als Handelsund Handwerkerdorf. Mit dem Bau des Wolga-Ostsee-Kanals waren die verkehrstechnischen Vorausetzungen zur weiteren wirtschaftlichen Erschliessung des Gebietes gegeben: es wird Eisen, Stahl und Walzgut erzeugt.

Jetzt befahren wir den Fluss Scheksna. Die Scheksna, die den Rybinsker Stausee mit dem Weissen Meer verbindet, gehört zum Wolga-Ostsee-Kanal und setzt sich aus 3 Teilen zusammen: der Oberen Scheksna, dem Scheksna-Staubecken und der Unteren Scheksna. Die ersten beiden Teile sind vom dritten durch einen Damm am Scheks- na-Wasserkraftwerk getrennt und werden oft gemeinsam als Scheksna Staubecken bezeichnet. Der Name Scheksna ist vermutlich abgeleitet von einem finnischen Ausdruck, der „mit Riedgras bedeckter Nebenfluss“ bedeutet. Seit den Tagen der Kiewer

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Rus, als tapfere, bewaffnete Männer mit seinen Stromschnellen kämpften, spielt dieser Nebenfluss eine entscheidende Rolle in der Verbindung der nördlichen Landesteile mit der Wolga.

Liebe Gäste, um 11.00 Uhr erreichen wir die nächste Station unserer Reise — Goritzy, wo Sie das Kirillow-Beloserskij Kloster besuchen werden.

Das Kloster wurde 1397 von einem Mönch aus dem Moskauer Simonow-Kloster gegründet: Kirill. Es entwickelte sich ständig und wurde im 16. Jh. zum grössten feudalen kulturellen Zentrum des Gebietes. Es gab eine bedeutende Bibliothek, es arbeiteten Maler, Holzschnitzler, Silberschmiede, es entwickelte sich eine eigene Schule des Chorgesanges. Die Mauern des Klosters erreichen eine Länge von fast zwei Kilometern. Von besonders hohem Wert ist die Ikonensammlung des Museums. Die Besonderheit besteht darin, das es in den verschiedenen Klosterkirchen fast ausnahmslos die Ikonostasen datiert erhalten geblieben sind. Von besonderer Bedeutung im Kirillow-Museum sind die Werke des Ikonenmalers Dionissij. Die Ikonenmalerei im Kirillow-Kloster wird zu den traditionellen gezählt. Neben den Ikonen werden Gegenstände der angewandten Kunst, alte Handschriften, Waffen und archäologischen Ausgrabungen gezeigt.

40 km nördlich von Kirillow liegt das Belosersker Gebiet, das seinen Namen vom Weissen See (Beloe Osero) erhielt. Das Gebiet ist zentral gelegen, war reich an Fischen und Pelztieren, wurde aber nie zum Zankapfel der angrenzenden Fürstentümer. Moskau verleibte sich das Gebiet 1389 ein.

Das Auferstehungs-Nonnenkloster in Goritzy steht heute auch unter der Kirillower Museumsverwaltung. Die Kirchen und Gebäude sind baufällig und es wurde wenig restauriert. Es handelt sich um ein Frauenkloster, das 1544 von Jefrosinia, einer Schwiegertochter Iwan des Grossen, gegründet wurde. Und wie die Ironie des Schicksals es will, wurde sie etwa 20 Jahre später von Iwan dem Grossen nach einem Komplott in das Kloster verbannt. Ihr Mann Andrej Staritsky wurde in Moskau hingerichtet. In den nächsten Jahrhunderten wurde das Kloster zu einem Verbannungsort für in Ungnade gefallene Frauen. Bis zu 500 sollen sich dort (unfreiwillg) aufgehalten haben.

Von Goritzy aus starten die Busse. Sie fahren etwa 7 km landeinwärts über den Berg Maura in südöstliche Richtung nach Kirillow, wo Sie das Kirillow-Beloserskij Kloster besichtigen.

So, liebe Gäste, dies war die Streckeninformation für den Moment. Die nächste Streckeninformation kommt morgen um 15.10 Uhr. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen einen interessanten Ausflug zum Kirillow-Kloster.

Goritzy — Kishi

Kurz nach dem Verlassen von Goritzy

Guten Tag, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Gestern hat unser Schiff Goritzy verlassen und den Kurs auf die Insel Kishi genommen. Vor uns liegt eine Strecke von 375 km. Unsere Fahrt dauert 27 Stunden.

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Die Fahrt geht zuerst über den Weissen See. Direkt an der Einfahrt in den See passiert unser Schiff eine ehemalige Kirche, die überschwemmt im Wasser steht. Die Christi-Geburtskirche gehörte zu der Ortschaft Krochino. Diese wurde 1673 zum ersten Mal schriftlich erwähnt. Sie entwickelte sich nahe einem Kloster, das an der Quelle der Scheksna aus dem Weissen See im 15. Jh. von dem ersten Belosersker Fürsten Gleb gegründet worden war. Mit der Eröffnung des Kanals um den Weissen See 1846 war es mit der Grösse aber schnell vorbei, da die meisten Schiffe Krochino nicht mehr anfuhren. Die Ortschaft wurde bis auf die Kirche abegetragen und 1960 überflutet.

Der Weisse See hat eine Ost-West-Ausdehnung von 46 km, seine Breite beträgt 33 km, die Tiefe nicht mehr als 6 m. Die Fahrt durch den Weissen See dauert ca. 2,5 Stunden. Der Weise See war ungeachtet seiner geringen Grösse eine schwierige Passage innerhalb des Mariensystems. So, z.B. im Herbst 1832 hat ein kräftiger Sturm 62 Schiffe auf dem See zum Kentern gebracht und geschädigt. Bei Wind, der vorherrschend aus nördlicher Richtung kommt, können die Wellen bis zu eineinhalb Metern erreicht werden. Öfter als an anderen Stellen des Wasserweges kommt es auf dem See zu Nebelbildung. Zwischen dem Weissen See und dem Onega See fliessen zwei Flüsse: die Kowsha nach Süden und die Wytegra nach Norden zum Onega See. Am rechten Ufer liegt das historische Dorf Annenskij Most (Annen Brücke). Seinen Namen erhielt das Dorf von der alten Schleuse der heiligen Anna und zugehörigen Brücke. Hier leben Fischer, Waldarbeiter und Beschäftigte der Holzindustrie.

Einige Kilometer weiter nach Norden ist der Verbindungskanal zwischen Kowsha und Wytegra, der die Wasserscheide zwischen den beiden Flüssen überwindet und so die Wolga mit dem Ostseebecken verbindet.

Der Ort Rubesch („Grenze“) hat seinen Namen erhalten, weil er an der Wasserscheide liegt. Er befindet sich an dem Abschnitt des ehemaligen Mariensystems, an dem die meisten Schleusen lagen. Der Ort liegt auch etwa in der Mitte zwischen den Onega See und Weissen See und damit den nächst grösseren Orten. Deshalb gab es hier schon früh ein Krankenhaus mit 40 Betten für die Bauleute und Schiffer.

So, sehr verehrte Gäste, es wäre alles mit der Streckeninformation für diesmal und die nächste Streckeninformation ist dann morgen um 09.45. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen einen angenehmen Tag am Bord des Schiffes.

Goritzy — Kishi

Am frühen Morgen

Guten Morgen, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Gestern hat unser Schiff Goritzy verlassen und unsere nächste Station ist die Insel Kishi, die wir heute um etwa 16.00 Uhr erreichen.

Wo der Fluss Wytegra dem Matko-See entspringt und in den Onega-See fliesst, beginnt der Abschnitt, in dem 6 Schleusen in kurzem Abstand aufeinander folgen. Bis zum Onega-See müssen die Schiffe noch um ca. 80 m niedergeschleust werden und bis nach St. Petersburg um weitere 26 m.

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Die Schleusen Nr. 6–1, die wir in der Nacht passiert haben, haben eine Länge von 264 m und erfordern mit ihrer Breite von 17,7 m einiges an Geschick, da sie nur einen Meter breiter sind als unser Schiff.

Die Ortschaft Dewjatin ist sehr malerisch am hügeligen rechten Ufer gelegen. Bei gutem Wetter kann man den Onega See sehen können. Erhalten ist die Himmelfahrtskirche von 1770.

Die Stadt Wytegra hat 1773 die Stadtrechte erhalten. Zum 100järigen Jubiläum wurde die Stretenskij-Kathedrale errichtet, die im Panorama der Stadt gut sichtbar sein wird. Heutzutage hat die Stadt Wytegra 13.000 Einwohner, ist mit ca. 600 Mitarbeitern Hauptverwaltung des Kanals und verfügt über einen eigenen Maschinenpark mit Baggern, Schleppern, Tauchstationen und Versorgungsschiffen.

1952 wurde die Hauptverwaltung für den Bau des Wolga-Ostsee-Wasserweges in den kleinen Ort Wytegra gelegt, und 12 Jahre lang blieb die heranwachsende Stadt das Hauptquartier der grössten Baustelle der damaligen UdSSR. Die Schleuse Nr. 1 war auch die erste, die gebaut wurde. Erschwert wurden die Bauarbeiten durch das Grundwasser und bei den anderen Baustellen auch durch die extremen Klimabedingungen.

Und jetzt ein paar Worte zum Onega See. Der Onega See ist der zweitgrösste Binnensee Europas. Er erstreckt sich über fast 10.000 qkm. Die Länge beträgt 248 km, die maximale Breite ist 90 km. Die mittlere Tiefe — 30 m, die maximale —120 m. Der altrussische Name Onego, karelisch und finnisch Ääninen, liegt im Nord-Westen Russlands in Karelien, im Gebiet Leningrad und Wologda. Das nördliche und nordwestliche Ufer ist felsig und mit grossen Buchten, das südliche Ufer ist niedrig und eben. Am See gibt es zahlreiche kleine Inseln, die die Landschaft besonders schön und reizvoll, den Schiffverkehr aber schwer machen. Der See hat mehrere Zuflüsse, aber nur einen Abfluss — der Fluss Swir zum Ladoga See. Von November bis Mai ist der Onega See mit Eis bedeckt. Der Wasserablauf aus dem Onega See in den Fluss Swir wird von einem Staudamm des Wasserkraftwerkes Werchneswirsk reguliert. Der See ist schiffbar und fischreich. Durch den Wolga-Ostsee-Wasserweg ist der Onegasee mit dem Einzugsgebiet der Wolga verbunden.

An den Ufern des Sees befinden sich die grössten Granitfundstellen des Landes. Viele repräsentative Bauten in Moskau und in Sankt Petersburg sind mit karelischem Stein gebaut: grauer und rosa Granit, Marmor und Schwarzer Schiefer.

Liebe Gäste, dies war die Streckeninformation. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen einen angenehmen Tag am Bord des Schiffes.

Goritzy — Kishi

Am Nachmittag

Guten Morgen, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Wir befahren jetzt den Onega-See. Das Wasser des Sees ist einzigartig: so dunkel wie es ist, scheinte es undurchsichtig. Von der chemischen Zusammensetzung her gleicht es jedoch fast destilliertem Wasser. An den Ufern des Sees befinden sich die grössten Granitfundstellen des Landes. Viele repräsentative Bauten in Moskau und St.

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Petersburg sind mit karelischem Stein gebaut: grauer und rosa Granit, Marmor und schwarzer Schiefer.

Der See liegt in Karelien. Karelien befindet sich im Nordwesten des europäischen Teils Russlands. Das Territiorium hat eine Fläche von 172.400 qkm. Die Einwohnerzahl beträgt 800.000 Menschen, darunter 90.000 (12 %) Karelier. Im Karelien leben Russen, Finnen, Wepsen und andere Nationalitäten. Auf dem Territorium der Republik liegen 15 administrative Kreise und 13 Städte. Das Relief Kareliens bildet eine hügelige Ebene mit zahlreichen Seen, die miteinander durch Flüsse verbunden sind. Das Klima ist feucht und kühl. Die durchschnittliche Temperatur im Februar beträgt —9 bis —13 Grad, im Juli +14 bis +16 Grad. Karelien ist reich an Bodenschätzen: Eisen, Buntmetalle, Glimmer, Granit und Marmor. Die führenden Industriezweige sind: Holzverarbeitung, Papierund Zellstoffindustrie, Maschinenbau, Bergbau und Metallbearbeitung. Die Landwirtschaft spezialisiert sich auf Milchproduktion. Im Süden Kareliens wird Roggen, Gerste und Hafer angebaut. Eine wichtige Rolle spielen Fischfang und Pelztierzucht. Verkehrsmässig ist Karelien durch die Eisenbahn und den Weissmeer-Ostsee-Kanal erschlossen.

Karelien hat seine eigene Sprache — Karelisch, die wiederum verschiedene Mundarten hat: die karelische, die dem Finnischen am nächsten ist, die olonezkische und die ljudikonische.

Die Hauptstadt von Karelien ist Petrosawodsk. Der Name der Stadt erklärt ihre Entstehung: 1703 wurden auf Befehl Peter des Ersten in Karelien mehrere Gusseisenwerke gegründet. Um das Werk, in dem an den Ufern des Flusses Lososinka Waffen geschmiedet wurden, entstand die Peterssiedlung. Das heutige Petrosawodsk ist das industrielle, wissenschaftliche und kulturelle Zentrum Kareliens. Die meisten Häuser im Stadtzentrum stammen aus den 50er Jahren des XX. Jahrhunderts. Von den typischen Holzhäusern vom Ende des 19. Jh. sind nur zwei erhalten geblieben. Es gibt über 50 Werke der Metallverarbeitung, daneben auch Holzverarbeitung und Lebensmittelindustrie. In Petrosawodsk wird die Hälfte der Gesamtproduktion Kareliens hergestellt. Ausserdem gibt es in der Stadt eine Universität, eine Philharmonie, mehrere Hochschulen, Theater und Museen.

Heute von 16.00 bis 20.00 Uhr ist ein Aufenthalt auf Kishi mit einem Landgang über das Gelände des berühmten Kishi Freilichtsmuseums für Holzbaukunst vorgesehen. Der Besuch dieser Museumsinsel ist ein Muss in der touristischern Landkarte Russlands. Die mit silbrig schimmernden Holzschindeln gedeckten Kirchen sind der Inbegriff nordrussischer Holzbaukunst geworden. Die Insel ist 6 km lang, einen km breit und leicht hügelig. Neben den Museumbauten gibt es auf der Insel nur den Anleger, ein Restaurant und im westlichen Teil einige Gehöfte. Im Winter leben ca. 100 Menschen auf Kishi, im Sommer können es bis zu 2.000 sein. Den Kern des Museums bilden einige Gebäude des Dorffriedhofes und einige Bauernhäuser, die im 18./19. Jahrhundert auf der Insel selbst gebaut wurden. Heute sind 82 Denkmäler der Holzbaukunst, Gegenstände des täglichen Gebrauchs und der angewandten Kunst zu besichtigen. Eröffnet wurde das Museum 1966. Die 22kupplige Verklärungs-Kirche,

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die zu einem Gebäudekomplex des Museums gehört, ist eine Sommerkirche, d.h. es wurden nur Gottesdienst in dem kurzen nordischen Sommer abgehalten.

Man unternimmt einen Fussweg durch den interessantesten Teil des Museums an der Südseite der Insel, der ca. 2 Stunden dauert. Der Weg ist gut begehbar, dennoch sollte man auf festeres Schuhwerk nicht verzichten. Im Freilichtmuseum ist das Rauchen untergesagt.

Liebe Gäste, dies war die Streckeninformation. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen einen angenehmen Tag am Bord.

Kishi — Mandrogi

Am frühen Morgen

Guten Morgen, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Wir sind in der Nacht Morgenstunden in den Fluss Swir eingefahren.

Die Swir ist die Verbindung zwischen dem Ladoga See und dem Onega See. Der Fluss ist 218 km lang und überwindet auf dem Wege zum Ladoga See einen Höhenunterschied von 28 m (dabei wird das Schiff zweimal geschleust).

Die Swir besteht aus drei Abschnitten: Obere Swir, 93 km; Mittlere Swir, 45 km; Untere Swir, 80 km. Die Breite des Flusses reicht von 100 m bei Podporoshje bis 10–12 km in der Iwerski Bucht mit einer Flächengrösse von 84,4 quadratkm. 30 Nebenflüsse münden in die Swir. Die grössten anliegenden Orte sind Wosnesenje, Podporoshje, Swirstroj u.a.

Der erste Ort an der Swir ist der Wahrenumschlagsplatz Swiriza, wo beide Umgehungskanäle zwischen den Mündungen der Flüsse Swir, Wolchow, und Newa — Alter Ladoga Kanal (gebaut 1731–1810) und neuer Ladoga–Kanal (gebaut 1866–1875) ihren Anfang nehmen. Schon im 18. Jahrhundert war das Dorf Handelsplatz der Nowgoroder Händler.

In der Schleuse, die wir ungefähr um 08.30 passieren werden, wird ein Höhenunterschied von 12 m überwunden, vom Ladoga See kommend werden die Schiffe gehoben. Die Schleusenkammer ist 200 m lang und 21,5 m breit.

Die hydrotechnischen Anlagen an der Unteren Swir sind vom weiten zu erkennen. Der Bau wurde in den 1920 aufgestellten Plan aufgenommen, allerdings verzögerte die materielle Lage des Landes den Baubeginn. Zu dem war die Planung sehr aufwendig, da zum ersten Mal eine Staumauer auf weichem Grund errichtet werden musste. Die Schifffahrt auf dem Fluss ging während der Bauarbeiten weiter, indem man die beiden Flussarme, die durch die kleine Insel Negeschma gebildet wurden, nutzte. 1933 wurde der erste Strom geliefert, 1935 ging das Wasserkraftwerk völlig ans Netz.

Ungefähr um 11.00 Uhr erreichen wir Mandrogi. Dies war vor dem Krieg ein Fischerdorf. Die Männer zogen alle in den Krieg und kehrten nicht zurück. Das Dorf und die Frauen verarmten vollkommen. Nach der Wende kaufte ein wohlhabender Russe das Land auf. Er liess die besten zimmerleute des Landes kommen und bauete mit ihnen traditionelle russische Häuser auf. Sie sehen hier wunderschöne russische Holzbaukunst. Es gibt 2 Hotels, ein Wodkamuseum, eine Banja, eine Elchfarm, eine

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Poststation, Kunstgewerbeproduktion und vieles mehr. Vielleicht mutet es etwas an wie ein Disney Land auf russisch. Im Sommer wird es überflutet von Touristen, im Winter gibt es hier die Möglichkeit für Langlauf, Troikafahrten und Eisangeln auf der Swir, Bärenjagd und Schlittschuhlaufen. Dann kommen fast ausschliesslich wohlhabende Russen an diesen Platz. Präsident Putin liebt Mandrogi. Für ihn wird grade eine Dascha erbaut. Irgendwann wird man sie hinter einen Zaun nur noch vermuten können, aber Sie haben die Möglichkeit den Rohbau von der Nähe zu inspizieren. Geniessen Sie den heutigen Tag bei einem entspanennden Spaziergang und einem Picknick unter dem Dach.

So, werte Reisegäste, dies wäre alles mit der Streckeninformation für den Moment und die nächste Streckeninformation ist morgen. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Einen erlebnisreichen Tag wünscht Ihnen Ihre Reiseleitung.

Mandrogi — Sankt Petersburg

Am Nachmittag

Guten Morgen, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Bald erreichen wir unser Reiseziel — die Stadt Petersburg.

Die Streckenlänge von St. Persburg nach Mandrogi beträgt 288 km. Die Fahrt dauert ca. 17 Stunden.

Unser Schiff überquert ca. auf 150 km den Ladoga See. Der Ladogasee wurde zum ersten Mal in den historischen Chroniken aus dem 10. Jh. erwähnt. Damals hieß er „Sewo“, was im Karelischen „Sumpfgelände“ bedeutet. Seit dem 13. Jh. heißt der See Ladogasee. Seit Jahrhunderten war dieser See eine wichtige Verkehrsader. Im 9.–12. Jh. war hier ein wichtiger Handelsweg „von Warägen zu den Griechen“.

Der Ladogasee, der eine Fläche von 18.400 km2 bedeckt und 900 Kubikkilometer Wasser enthält, sieht eher wie ein Meer als ein Süßwassersee aus. Europas größter See, bekannt für seine Launenhaftigkeit, ist der Ladogasee nach dem Baikalsee der zweitgrößte Süßwassersee in Russland.

Das Gewässer ist durch seine Extreme gekennzeichnet. Im nördlichen Teil reicht die Wassertiefe bis zu 230, an einigen Stellen bis zu 380 Metern hinab, während im Süden steinige und seichte Gebiete die Navigation erschweren.

Auf dem See gibt es 660 Inseln, 400 davon im nördlichen Teil. Die größte Insel ist die Insel Walaam. Die Landschaft faszinierte schon immer die Menschen, die auf die Insel kamen und zog auch berühmte Künstler in ihren Bahn: hier arbeiteten die Maler Schischkin, Wassiljew, Röhrich, Klodt, Tschaikowskij, die Schriftsteller Leskow und Alexej Tolstoi kamen nach Walaam.

Die Landschaft der schroffen Nordküste besteht aus felsigen Abgründen und scharf begrenzten Buchten. Im Gegensatz dazu gibt es im Süden steile Sandstrände entlang beider Ufer des 130 km breiten Sees. Mehr als 30 Flüsse münden in den See, während nur einer, die Newa, ihn verlässt. Das Wasser erwärmt sich nur langsam im Sommer und gefriert ebenso langsam im Winter.

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Unter den vielen Fischarten, die im See leben, befinden sich auch Ostseelachs und -stör. Die Schifffahrtsbedingungen auf dem See sind sehr kompliziert, weil er im Herbst stürmisch ist.

Die Stadt St. Petersburg liegt am Fluss Newa. Und zuerst geht unsere Fahrt auf der Newa an den Vororten und Städten des Leningrader Bezirks (solche wie Dubrowka, Kirowsk — 24.000 Einwohner).

Die Newa hat eine Länge von 74 km. Obwohl die Newa ein kurzer Fluss ist, ist ihre Bedeutung als Bindeglied im Wolga-Wasserweg nicht zu unterschätzen. Die Newa ist breit und tief. Die mittlere Breite beträgt 400–600 m. Bei St. Petersburg ist der Fuss 1000–1250 m breit. Die Tiefe schwankt zwischen 8–11 m im Mittel und geht bis 24 m.

Die Newa ist wasserreich und ein eher ruhiger Fluss. Die Überschwemmungen im Stadtbereich von St. Petersburg sind bedingt durch Wassermassen, die aus dem Finnischen Meerbusen bei Westwind in den Flüssen gedrückt werden. In 280 Jahren der Beobachtung ist die Newa mehr als 300-mal über ihre Ufer getreten.

Die Fahrt über den Ladogasee zur Newa ist für viele Schiffe mit verschiedenen Hindernissen verbunden. So muss man in der eisfreien Zeit zwischen April und November warten, bis nachts die Brücken hochgezogen werden. Dieses Schauspiel der sich öffnenden Brücken ist während der „weißen Nächte“ eine besondere Attraktion.

Eine andere Attraktion stellt die Festung Schlüsselburg (russisch Oreschek) dar. In vielen Auseinandersetzungen spielte sie eine wichtige Rolle, die im 10. Jh. von den Novgorodern ausgebaut wurde. Dennoch fiel sie 1611 nach einer monatelangen Belagerung an die Schweden, die sie nach der Umbenennung in Noteburg fast 100 Jahre lang besetzt hielten. Im Nordischen Krieg wurde die Festung 1702 von der Russischen Armee unter Peter I. von den Schweden befreit. Seit dieser Zeit trug sie den Namen Schlüsselburg. 1944 wurde Schlüsselburg in Petrokrepos’t umbenannt.

Nach der Beendigung des Nordischen Kriegs hat die Festung ihre strategische Bedeutung verloren und wurde bald zum Staatsgefängnis. Peter der Große ließ hier seine Schwester einsperren, und nach seinem Tot wurde Schlüsselburg der Aufenthaltsort seiner ersten Frau Jevdokija Lopuchina.

Im Laufe der Zeit verbüßten hier viele Oppositionelle ihre Strafen, darunter die Anführer des Dezember-Aufstandes von 1825 Michail Bakunin und Dmitri Golizyn.

Bei der Ausfahrt zur Newa können Sie eine Fotoaufnahme von der Schlüssel- burg-Festung machen. Von Bord aus ist sie linker Hand am frühen Morgen zu sehen. Am linken Ufer an der „Quelle“ der Newa liegt die Stadt Petrokrepos’t (Peterfestung). Sie zählt über 12.000 Einwohner.

Unsere Reise geht zu Ende in Petersburger Flusshafen, gelegen an der grossen Brücke innerhalb der Stadt — Wolodarski Brücke. Die Länge der gesammten Strecke beträgt ca. 1800 km. Unterwegs wurde unser Schiff achtzehn mal geschleust (zweimal gesenkt und sechzehn mal gehoben).

So, werte Reisegäste, dies war die Streckeninformation. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen interessante Tage in Sankt Petersburg.

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ZUSAMMANFASSUNG DER STRECKENINFORMATION

ZWISCHEN SANKT PETERSBURG UND MOSKAU

St. Petersburg — Mandrogi

Kurz nach dem Verlassen von St. Petersburg

Werte Reisegäste, hier spricht Radio des Schiffes. Vor einigen Minuten hat unser Schiff die Stadt Sankt Petersburg verlassen und den Kurs auf Moskau genommen. Die nächste Station ist Mandrogi. Während unserer Reise machen wir Sie mit allen Sehenswürdigkeiten der Strecke bekannt.

Der Wasserteil der Reise von Sankt Petersburg nach Moskau beginnt von Sankt Petersburger Flusshafen, gelegen an der letzten grossen Brücke innerhalb der Stadt — Wolodarski Brücke. Die Länge der gesammten Strecke beträgt ca. 1800 km. Unterwegs wird unser Schiff achtzehnmal geschleust (zweimal gesenkt und sechzehnmal gehoben).

Der Höhenunterschied zwischen den beiden Endpunkten beträgt 200 m. St. Petersburg liegt auf Meereshöhe (φ-Fußstock ist in Kronstadt), Moskau — 200 m über dem Meerespiegel.

Während unserer Reise passieren wir die zwei größten Seen Europas — den Ladoga und Onega-See, sowie zahlreiche Flüsse, Kanäle und Stauseen. Der Wasserweg von der Ost see zum Moskwa-Fluss besteht aus den folgenden Teilen: Fluss Newa / Ladoga See / FlussSwir / OnegaSee / FlussWytegra / EhemaligerMarienkanal / FlussKowsha / Weisser See / Fluss Scheksna / Rybinsker Stausee / Fluss Wolga / Moskwa-Wolga Kanal.

Die Streckenlänge von St. Persburg nach Mandrogi beträgt 288 km. Die Fahrt dauert ca. 17 Stunden.

Die Stadt St. Petersburg liegt am Fluss Newa. Und zuerst geht unsere Fahrt auf der Newa an den Vororten und Städten des Leningrader Bezirks (solche wie Dubrowka, Kirowsk — 24.000 Einwohner). Die Newa hat eine Länge von 74 km. Obwohl die Newa ein kurzer Fluss ist, ist ihre Bedeutung als Bindeglied im Wolga-Wasser- weg nicht zu unterschätzen. Die Newa ist breit und tief. Die mittlere Breite beträgt 400–600 m. Bei St. Petersburg ist der Fuss 1000–1250 m breit. Die Tiefe schwankt zwischen 8–11 m im Mittel und geht bis 24 m.

Die Newa ist wasserreich und ein eher ruhiger Fluss. Die Überschwemmungen im Stadtbereich von St. Petersburg sind bedingt durch Wassermassen, die aus dem Finnischen Meerbusen bei Westwind in den Flüssen gedrückt werden. In 280 Jahren der Beobachtung ist die Newa mehr als 300-mal über ihre Ufer getreten.

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Die Fahrt über die Newa zum Ladogasee ist für viele Schiffe mit verschiedenen Hindernissen verbunden. So muss man in der eisfreien Zeit zwischen April und November warten, bis nachts die Brücken hochgezogen werden. Dieses Schauspiel der sich öffnenden Brücken ist während der „weißen Nächte“ eine besondere Attraktion.

Eine andere Attraktion stellt die Festung Schlüsselburg (russisch Oreschek) dar. In vielen Auseinandersetzungen spielte sie eine wichtige Rolle, die im 10. Jh. von den Novgorodern ausgebaut wurde. Dennoch fiel sie 1611 nach einer monatelangen Belagerung an die Schweden, die sie nach der Umbenennung in Noteburg fast 100 Jahre lang besetzt hielten. Im Nordischen Krieg wurde die Festung 1702 von der Russischen Armee unter Peter I. von den Schweden befreit. Seit dieser Zeit trug sie den Namen Schlüsselburg. 1944 wurde Schlüsselburg in Petrokrepos’t umbenannt.

Nach der Beendigung des Nordischen Kriegs hat die Festung ihre strategische Bedeutung verloren und wurde bald zum Staatsgefängnis. Peter der Große ließ hier seine Schwester einsperren, und nach seinem Tot wurde Schlüsselburg der Aufenthaltsort seiner ersten Frau Jevdokija Lopuchina.

Im Laufe der Zeit verbüßten hier viele Oppositionelle ihre Strafen, darunter die Anführer des Dezember-Aufstandes von 1825 Michail Bakunin und Dmitri Golizyn.

Bei der Ausfahrt zum Ladoga See können Sie eine Fotoaufnahme von der Schlüs- selburg-Festung machen. Von Bord aus ist sie rechter Hand ungefähr um 22.30. zu sehen. Am rechten Ufer an der „Quelle“ der Newa liegt die Stadt Petrokrepos’t (Peterfestung). Sie zählt über 12.000 Einwohner.

Dann überquert unser Schiff ca. auf 150 km den Ladoga See. Der Ladogasee wurde zum ersten Mal in den historischen Chroniken aus dem 10. Jh. erwähnt. Damals hieß er „Sewo“, was im Karelischen „Sumpfgelände“ bedeutet. Seit dem 13. Jh. heißt der See Ladogasee. Seit Jahrhunderten war dieser See eine wichtige Verkehrsader. Im 9.–12. Jh. war hier ein wichtiger Handelsweg „von Warägen zu den Griechen“.

Der Ladogasee, der eine Fläche von 18.400 km2 bedeckt und 900 Kubikkilometer Wasser enthält, sieht eher wie ein Meer als ein Süßwassersee aus. Europas größter See, bekannt für seine Launenhaftigkeit, ist der Ladogasee nach dem Baikalsee der zweitgrößte Süßwassersee in Russland.

Das Gewässer ist durch seine Extreme gekennzeichnet. Im nördlichen Teil reicht die Wassertiefe bis zu 230, an einigen Stellen bis zu 380 Metern hinab, während im Süden steinige und seichte Gebiete die Navigation erschweren.

Auf dem See gibt es 660 Inseln, 400 davon im nördlichen Teil. Die größte Insel ist die Insel Walaam. Die Landschaft faszinierte schon immer die Menschen, die auf die Insel kamen und zog auch berühmte Künstler in ihrer Bahn: hier arbeiteten die Maler Schischkin, Wassiljew, Röhrich, Klodt, Tschaikowskij, die Schriftsteller Leskow und Alexej Tolstoi kamen nach Walaam.

Die Landschaft der schroffen Nordküste besteht aus felsigen Abgründen und scharf begrenzten Buchten. Im Gegensatz dazu gibt es im Süden steile Sandstrände entlang beider Ufer des 130 km breiten Sees. Mehr als 30 Flüsse münden in den See, während

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