Основы межкультурной коммуникации на немецком языке туристический дискурс. Учебное пособие
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Dominiert wird die Silhouette des Kremls von dem 58 m. Hohen Sjujumbe- ki-Turm, der das Wahrzeichen Kasans ist. Er wurde im 17. Jh. aus roten Ziegeln als Wachturm gebaut und hat große Ähnlichkeit mit dem Borowizkij-Turm des Moskauer Kremls. Der Legende nach sollte die tatarische Fürstin Sjujumbeki Iwan des Schrecklichen heiraten. Sie ließ sich von ihm einen Turm bauen, um noch einmal einen Blick auf ihr geliebtes Heimatland zu werfen. Als der 7. Stock fertig war, stieg sie hinauf und stürzte sich von zu Tode. Aufgrund des schlechten Baugrundes hat sich der Turm auf einer Seite gesenkt und ist so zum „schiefen Turm von Kasan“ geworden. Durch eine Galerie mit dem Turm verbunden ist der ehemalige Gouverneurspalast, der die Sowjetische Regierung beherbergte und heute Amtssitz des Präsidenten ist.
Dem Kreml gegenüber am Platz des l. Mai liegt das Staatliche Museum Tatarstans, eines der größten Museen Russlands. Es wurde 1894 als Historisches und Heimatkundemuseum gegründet und informiert in über 80 Sälen über die alte und neue Geschichte Tatarstans, über Natur, Voelker und Persönlichkeiten.
Zum „Pflichtprogramm“ der Touristen gehört auch die Kasaner Universität. Das Gebäude wurde 1822–1825 im neoklassizistischen Stil vom Architekten Pjatnizkij errichtet. Mit dieser Universität sind einige berühmten Namen verbunden, darunter auch Lenin (er hat hier 114 Tage studiert).
Wer meint, dass Maxim Gorkij in seiner Trilogie „Meine Universitäten“ die Kasaner Universität gemeint hat, liegt allerdings nicht richtig: Gorkij studierte nicht an einer Hochschule, sondern im Leben. Seine „Hörsäle“ waren Kneipen, Nachtasyle, Arbeitsplätze, die Straße. In Kasan arbeitete er während seiner Wanderjahre als Bäcker. Die Backstube wurde originalgetreu wiederhergestellt. Das Gorkij-Museum wurde 1940 in der Bäckerei eingerichtet, in der Gorkij von 1886–1887 als Gehilfe arbeitete.
Die Hauptstrasse Kasans ist die Baumanstrasse, benannt nach Nikolaj Ernestowitsch Bauman, einem Bolschewisten, der 1873 in Kasan geboren wurde. Entlang der Straße sind viele Gebäude der Jahrhundertwende erhalten, in denen Geschäfte, Restaurants, Kinos usw. untergebracht sind. Man spürt den Geist einer Gouvernementsstadt im Russland des letzten Jhs. Die Straße ist verkehrsberuhigt, so dass man in Ruhe schlendern kann. Bei dem Turm aus roten Ziegelsteinen unweit des Kujbyschew-Plat- zes gegenüber dem modernen Hotelhochhaus „Tatarstan“ befindet sich der Glockenturm einer ehemaligen Kirche aus dem späten 19. Jh. im eklektizistischen Stil, der keinen besonderen architektonisch-kulturellen Wert darstellt. Die Gläubigen fordern die Rückgabe an die Kirche.
Am anderen Ende der Baumanstraße befindet sich die sehr hübsche Maria-Schutz- mantel-Kirche (Pokrowskij). Sie ist leicht zu erkennen an ihren „bayrischen“ Zwiebeltürmen, die im Rautenmuster bemalt sind.
Ein Kleinod des russischen Barocks ist die große Peter und Pauls-Kathedrale in der Mussa Dschalil-Straße, nur ein paar Schritte von der Baumanstrasse entfernt. Die Kirche ist 45 m hoch. Sie wurde zwischen 1723 und 1726 anlässlich eines Besuches von Peter 1. errichtet und ist das größte Gotteshaus in Kasan. Der 6-stoeckige Glockenturm macht einen imposanten Eindruck. Das Innere der Kirche wurde nach der
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Revolution zerstört und wird heute restauriert. In dieser Kirche befindet sich auch die Ikone der Gottesmutter des Kasans. Die Ikone „Gottesmutter von Kasan“ ist eine wundertätige Ikone. Der Legende zufolge ist nach dem Sieg der Russen über die Tataren 1552 die Gottesmutter einem 9-jährigen Mädchen erschienen, um ihr von der Ikone zu berichten. Das Mädchen fand die Ikone in den Trümmern eines abgebrannten Hauses. In eine Kirche gebracht, begann diese Ikone Wunder zu vollbringen, z.B. machte sie Blinde wiedersehend. An der Befreiung Russlands von den Polen 1612 nahmen auch Kasaner Bürger teil, die die Ikone mit in den Kampf nahmen. Sie soll den Kriegern die Kraft gegeben haben, den übermächtigen Feind zu schlagen.
Nach dem Sieg wurde die „Gottesmutter von Kasan“ im ganzen Reich bekannt, es wurden Kirchen nach ihr benannt und Duplikate hergestellt. In der russisch-orthodo- xen Kirche gibt es 2 Feiertage zu Ehren dieser Ikone: den 23. Juni als Tag ihres Fundes und den 22. Oktober als Tag des Sieges über die Polen. Es ist nicht bekannt, ob die Original-Ikone noch existiert.
Neben den russisch-orthodoxen Zwiebelkuppeln fallen die Minarette vor allem um den Wildschweinsee (Kaban-See) im Stadtzentrum ins Auge.
Die Asimowskaja Moschee z.B. wurde Mitte des 19. Jh. errichtet und hat ein sehr schlankes Minarett. Sie ist ganz in grün-weiß gehalten und außen reich verziert.
Das Minarett der Burnaewskij-Moschee aus rotem Ziegelstein ist gedrungener in der Form und mit einem Glockenturm zu vergleichen.
Die Mardschani-Moschee stammt aus dem 18. Jh.
In der zweiten Hälfte des 20. Jhs. zählte man in Kasan 54 russisch-orthodoxe Kirchen und 13 Moscheen. Die Fassade des Oper-und Ballettheaters Mussa Dschalil erinnert an das Bolschoj Theater in Moskau.
Nishni Nowgorod
Nishni Nowgorod ist die Hauptstadt des gleichnamigen Gebietes und hat ca. 3 Mio. Einwohner (drittgrößte Stadt Russlands und die größte an der Wolga). Das Gebiet N.N. hat ca. 6 Mio. Einwohner und umfasst 74.800 qkm, die mit Wäldern bedeckt und von vielen Flüssen und Seen durchzogen sind. Durch die Anbindung der Wolga an die fünf Meere besitzt die Stadt einen sehr wichtigen Binnenhafen. Neben der Rüstungsindustrie gibt es große Automobilwerke, eine beachtliche Stahlindustrie, ein umfangreiches Holz und Papierindustrie sowie eine mit Erdöl verbundene Chemieindustrie. Aufgrund der allgemein gesunkenen Industrieproduktion liegt N.N. innerhalb Russlands derzeit nur noch auf dem 7. Platz.
Die wissenschaftliche Infrastruktur der Stadt sowie der Region ist sehr gut. N.N. hat 11 Hochschulen, in der Region gibt es mehr als 90 Forschungseinrichtungen.
N.N. ist eine alte Stadt, sie wurde 1221 gegründet. Um so erstaunlicher, dass Gorki, wie es von 1932 bis 1990 hieß, erst durch die Verbannung des Bürgerrechtlers Sacharov ins allgemeine Bewusstsein gerückt ist. Die Lösung ist einfach: Sacharov wurde nach Gorki verbannt (bis 1986), um ihn mundtot zu machen. Hier war Kontakt zu westlichen Journalisten ausgeschlossen, weil die Stadt für Ausländer geschlossen war. Der
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Grund: hier sind Großbetriebe der atomaren und konventionellen Rüstungsindustrie angesiedelt. Gorki war quasi von der Landkarte gestrichen. Erst seit 1991 können Ausländer die Stadt besuchen.
Alexej Peschkow, der sich später Maxim Gorki nannte, wurde 1868 in N.N. im Hause seines Großvaters geboren. Hier verbrachte er die ersten 12 Jahre seines Lebens.
Der Stadtgründer war der Fürst Jurij Wsewolodowitsch aus Wladimir, der die strategisch günstige Lage, an der Einmündung der Oka in die Wolga und auf 7 Hügeln, erkannte. Die Festung wurde auf dem linken Steilufer gebaut und bekam den Namen „Now Grad“, das „Neue Stadt“ bedeutet. Um es von dem mächtigen Nowgorod am Ilmensee zu unterscheiden, wurde Nischni = „das Untere“ hinzugesetzt. In der Tat lag diese Festung an der weitesten Wolga abwärts und konnte so eine Position gegen Kasan, die Hauptstadt des Tatarenkhanats einnehmen. 1392 wurde Nischnij Nowgorod dem Moskauer Fürstentum angeschlossen. In der Auseinandersetzung mit Kasan verlegte der Moskauer Fürst Wassilij 3. Anfang des 16. Jh. den „großen Markt“ von Kasan nach Nischnij Nowgorod. Dort sollte dieser Markt drei Jahrhunderte später zur größten Messe des alten Russlands entwickeln. Der im 16. Jh. gebaute steinerne Kreml konnte Angriffen der Tataren, die erst 1552 und 1556 endgültig besiegt wurden, standhalten.
Das Wappentier von Nischnij Nowgorod ist ein Hirsch. Die Legende besagt, dass einer aus den umliegenden Wäldern in die Stadt gelaufenem Hirsch die Einwohner auf diese Weise auf die herannahenden Feinde aufmerksam gemacht hat.
Die größte Veränderung erlebte die Stadt seit 1822 als Messestadt. Händler aus vielen Ländern bis China und Persien verkauften ihre Waren. Der Markt von N.N. war der größte in Russland und hatte mehr als eine halbe Mill. Kunden.
Zunehmend bekam die Stadt auch industrielle Bedeutung und wurde in den 30er Jahren unseres Jahrhunderts zu einer der wichtigsten Industriestädte der UdSSR.
1930–1932 wurde mit amerikanischem Know-How das damals größte Autowerk errichtet, in dem neben Lastwagen auch PKWs der Marke „Wolga“ hergestellt werden. Der „Wolga“ hat Ähnlichkeit mit einer alten Opellimousine. Auch die Luxuslimousine „Tschaika“ wurde hierhergestellt. Aber auch Panzerzüge, der Panzer T 34, Flugzeuge, Minenwerfer, der „Katjuscha“-Geschosswerfer, und anderes Kriegsgerät wurde (wird) hierhergestellt. In der nahen Stadt Arsamas-16 wurde die erste russische Atombombe gefertigt.
Auch Maschinenund Schiffsbau wurden entwickelt. Man baut in N.N. Fluss-, Seeund Hochseeschiffe, u.a. auch die Tragflächenboote „Raketa“, „Meteor“ und „Kometa“.
Als erste Stadt an der Wolga erhielt Nischnij Nowgorod eine Metro.
Das Privathaus des Kaufmanns Rukawischnikow gehört zu den schönsten Beispielen des russischen Jugendstils. Sehenswert sind auch die großzügige „Tschka- low“-Treppenanlage (nach dem ehemaligen Testflieger), der Palast der Arbeit, das Theater das 14.05.1896 eröffnet wurde, die Kremlfestung sowie die Handelshäuser in der Unterstadt.
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Die UNESCO hat die Stadt N.N. in die Liste der hundert Städte mit geschichtlicher und kultureller Weltbedeutung aufgenommen.
Als einer des eindrucksvollsten Kremls in Russland zieht sich die Festungsanlage über den Hang am Wolga Ufer entlang. Die 2045 m langen Backsteinmauern sind zwischen 2,7 und 4 m dick und mit 11 Wehrtürmen verstärkt (der Moskauer Kreml ist lediglich 200 m länger).
Tscheboksary
Die Hauptstadt der Tschuwaschischischen Republik ist Tscheboksary mit 420.000 Einwohnern. Das Stadtwappen zeigt im unteren Teil Wildenten, die es in der Umgebung im Überfluss gab. Tscheboksary wurde erstmals 1469 erwähnt und erhielt 1555 die Stadtrechte. Der Name bedeutet „tschuwaschische Stadt“ und ist die russische Variante von „Schupaschkar“.
Mit der Anlage des Tscheboksarsker Stausee 1987 hat die Stadt ihr Gesicht verändert: der historische Stadtkern wurde weitgehend abgetragen und überflutet. Im örtlichen Museum zeigt ein Gemälde die Stadt vor der Flutung. Dort, wo sich der Flusshafen mit seinem Anleger befindet, war früher die Altstadt. Eine Kirche nicht weit vom Anleger ist erhalten. Das Untergeschoss wurde betoniert: sie sollte wie eine Insel aus dem Wasser ragen. Allerdings ist das Niveau des Stausees noch nicht auf den geplanten Stand angehoben worden. So ist auch die wenig schöne Umgebung links vom Anleger zu erklären. Beim Anleger handelt es sich übrigens um einen der schönen alten Holzbauten, die überall auf den russischen Flüssen anzutreffen sind. Wenn Sie die breite Treppe zur befestigten Uferstraße erklommen haben, sehen Sie in den Gebäuden direkt vor sich die Überreste eines Klosters. Nach rechts erstreckt sich die Uferpromenade.
Bis zur Revolution gab es in der Stadt wenig Industrie. Heute sind fast alle Industriezweige entwickelt. An erster Stelle stehen Maschinenbau und Textilindustrie. Bekannt sind im ganzen Land Traktoren und Spezialbagger aus Tscheboksary.
Das moderne Tscheboksary ist großzügig mit vielen Grünund Erholungszonen angelegt. Während der Baumaßnahmen wurde der Fluss Kuwschinka zu einem See in der Stadtmitte, den man zum Stausee hin abdämmte. Das neue Stadtzentrum wurde um den Sowjetplatz angelegt, die Rosa-Luxemburg-Straße führt zum Anleger. Die Hauptstraße ist die Karl-Marx-Straße. Seit 1920 gibt es in Tscheboksary ein Theater, in dem Stücke vorrangig in tschuwaschischer Sprache aufgeführt werden. Einen Besuch lohnt das Heimatkundemuseum.
Valaam / Walaam
Im Nordosten des Ladogasees liegt die „Perle des russischen Nordens“, wie die fast 50 Inseln zählende Valaam-Inselgruppe genannt wird. Die Fläche aller Inseln beträgt 36 qkm; die größte Insel, Valaam, ist 28 qkm groß. Der finnische Name bedeutet eigentlich „der hohe Boden“ und charakterisiert die Lage der Hauptinsel, die 60 bis 70 m über dem Seespiegel liegt.
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Seit dem 10. Jahrhundert sind die Inseln besiedelt. Seit dem 13. Jahrhundert gehören sie zu Novgorod. Mittelpunkt der Hauptinsel Valaam ist das altehrwürdige große Klosterensemble, dessen Wurzeln einer Legende zufolge bereits auf das Jahr 992 zurückgehen. Nachweislich bestand das Kloster ab dem 13. Jahrhundert. Es wurde aber in den Konflikten zwischen Schweden und dem Fürstentum Novgorod immer wieder zerstört.
Nach dem endgültigen Sieg über die Schweden besuchte Peter I. 1715 das Kloster und stellte es unter seinen persönlichen Schutz.
Damit begann die neue Blütezeit, in der sich das Kloster zu einem wissenschaftlichen und geistigen Zentrum des Nordens entwickelte. Mönche des Klosters Valaam fuhren als Missionare zu den Aleuten und bis nach Alaska. Der Reichtum spiegelte sich nicht nur in teuren Gewändern und kostbaren Ikonen, sondern in seiner umfangreichen, mehr als 30.000 Bände umfassenden Bibliothek wider. Um das Kloster herum entstanden schöne Dörfer mit vielen Gemüsegärten. Die Felder wurden bestellt, die Sümpfe trockengelegt und feste Straßen gebaut. In den Gewächshäusern reiften sogar Gurken, Melonen und Tomaten. Trotz der sehr harten Klimabedingungen war die Insel im 19. Jahrhundert also ein blühender Garten. Um die Jahrhundertwende lebten und arbeiteten über 1.000 Mönche auf der Insel.
In dieser Zeit war das Erlöser-Verklärungskloster ein wichtiges religiöses und kulturelles Zentrum sowie ein Ziel für viele Pilger. Das Hauptkloster wurde durch andere abgelegene Unterklöster erweitert. So gab es verschieden strenge Mönchsorden, die sich u. a. nur dem Gebet für den jeweiligen Zaren widmeten.
Aber auch viele Künstler, Maler, Musiker und Schriftsteller suchten Einkehr und Erholung in dieser Umgebung. Bedeutende Maler wie Schischkin, Kuindschi und Roerich verbrachten die Sommer in der Abgeschiedenheit von Valaam. Pjotr Tschaikowski schuf unter dem Eindruck dieser romantischen Landschaft seine erste Symphonie „Winterträume“.
Nach dem ersten Weltkrieg kam Valaam zu Finnland und erlebte eine neue Blütezeit, in der über 200 Mönche erfolgreiche Wirtschaftsbetriebe wie ein großes Hotel, verschiedene Werkstätten, eine Schiffswerft und eine ausgedehnte Landwirtschaft betrieben.
Nach dem sowjetisch-finnischen Krieg wurden die Inseln 1940 wieder an Russland angegliedert. Zuvor wurden wichtige Bestandteile des Klosters wie die Ikonen und die kostbare Bibliothek nach Finnland gebracht, wo die Tradition im neu gegründeten Kloster fortgesetzt wurde. In der Stalinzeit gab es auf Valaam keine Mönche mehr — das Kloster wurde Schiffsakademie. 1989 kehrten die ersten Mönche zurück, aber erst 1992 gab Präsident Jelzin mit einem Dekret den gesamten Klosterkomplex an die Kirche zurück.
МОДУЛЬ 7. STRECKENINFORMATION (путевая информация)
Путевая информация воспроизводится во время следования теплохода без выхода для осмотра исторического объекта.
Путевая информация знакомит туристов с достопримечательностями, которые встречаются по пути следования теплохода, а также с историческими событиями и местностью, по которым проходит маршрут. Путевая информация включает обзорно-справочную информацию об объектах, встречающихся на пути следования теплохода, о населённых пунктах, памятниках культуры, зданиях и сооружениях.
На маршруте путевая информация может быть представлена в виде объявления, т.е. сжатого обобщения основных данных (например, при прохождении исторического объекта Калязин), сообщения, т.е. более подробной информации, где поясняются наиболее интересные факты об объектах, особенностях местности. Интересно, что немецкие туристы очень любят информацию, содержащую точные данные об объекте, выраженную в цифрах (точные показатели высоты/глубины и т.д.).
Перед началом круиза в ежедневной программе, которую туристы получают накануне, указывается время, когда туристы могут прослушать путевую информацию по радио. Путевая информация (как и краткое объявление) читается в микрофон чётким, хорошо поставленным голосом в умеренном темпе. Она всегда начинается с приветствия и заканчивается пожеланием хорошего пребывания на борту теплохода.
Ниже представлен обзор путевой информации по маршруту теплохода из Москвы в Санкт-Петербург и Санкт-Петербурга в Москву. Время представления путевой информации корректируется в связи с графиком движения теплохода.
МОДУЛЬ 7. STRECKENINFORMATION (путевая информация) |
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ZUSAMMANFASSUNG DER STRECKENINFORMATION
ZWISCHEN MOSKAU UND SANKT PETERSBURG
Moskau — Uglitsch |
Kurz nach dem Verlassen von Moskau |
Guten Tag, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Während unserer Reise machen wir Sie mit allen Sehenswürdigkeiten der Strecke bekannt. Vor einigen Minuten hat unser Schiff die Hauptstadt Russlands — Moskau verlassen und den Kurs auf Sankt Petersburg genommen.
Die Länge der gesamten Strecke beträgt ca. 1800 km. Unterwegs wird unser Schiff 18-mal geschleust (dabei zweimal gesenkt und sechzehnmal gehoben). Der Höhenunterschied zwischen den beiden Endpunkten beträgt 200 m. Während unserer Reise passieren wir die zwei größten Seen Europas — den Ladoga und Onega-See, sowie zahlreiche Flüsse, Kanäle und Stauseen.
Der Wasserweg vom Moskwa-Fluss zur Ostsee besteht aus den folgenden Teilen: Moskwa-WolgaKanal / FlussWolga / RybinskerStausee / FlussScheksna / WeisserSee / Fluss Kowsha / Ehemaliger Marienkanal / Fluss Wytegra / Onega See / Fluss Swir / Ladoga See / Fluss Newa.
Die nächste Station ist die Stadt Uglitsch. Die Strecke zwischen Moskau und Uglitsch beträgt 266 km, die Fahrt dauert 23 Stunden.
Zunächst befahren wir den Fluss Moskwa. Am Anfang der Reise können Sie 3 Brücken sehen. Die erste — Leningrader Autobahnbrücke — bildet die Grenze zwischen dem Moskwa-Kanal und dem Chimkier Stausee, wo sich der nördliche Flusshafen Moskaus befindet. Dann kommt die Moskauer Ringautobahnbrücke. Die Ringautobahn ist 109 km lang und bildet die Außengrenze Moskaus. Die dritte große Brücke ist die Oktobereisenbahnbrücke. Sie wurde im Jahre 1935 gebaut und verbindet Moskau und Sankt Petersburg. Die Bahnstrecke zwischen Moskau und Sankt Petersburg beträgt 650 km. 20 km weiter kommt Klasminskoje Stausee — einer der schönsten Stauseen. Das ist das beliebteste Erholungsgebiet Moskaus, Zentrum des Wassersports und des Moskauer Jachtvereines.
Der Moskwa-Kanal verbindet den Moskwa Fluss mit der Wolga. Er versorgt die Stadt Moskau mit Wolga-Wasser und ist gleichzeitig eine wichtige Verkehrsader für den Schiffsverkehr. Von seinem Ausgangpunkt bei der am rechten Wolgaflussufer gelegenen Stadt Dubna bis zum nördlichen Flusshafen Moskau erstreckt sich der Kanal über 128 km. Weiter ist die erste Stadt an der Wolga — Dubna.
Diese Stadt wurde im Jahre 1956 als Atomforschungszentrum des Landes gegründet. Die Einwohnerzahl von Dubna beträgt 70.000 Menschen. In Dubna verbinden sich Gewässer von Wolga mit Moskwa-Kanal. Der 128 km lange Moskwa-Wolga-Ka- nal wurde in nur vier Jahren von September 1932 bis Mai 1937 gebaut, wobei ein Höhenunterschied von 50 m überwunden werden musste. Die kurze Bauzeit konnte nur durch eine große Anzahl von Menschen erreicht werden. Zeitweise arbeiteten bis zu
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40.000 Personen, zu einem Großteil auch Kriegsgefangene, mit Schaufeln und Schubkarren gleichzeitig auf der Baustelle. Maschinen setzten die Bauverantwortlichen nur sehr begrenzt ein. Es wurden nur 170 Bagger genutzt. Bedenkt man, dass für den 1869 errichteten Suezkanal 10 Jahre nötig waren und nur 1/3 der Erdarbeiten anfielen, so hat man eine Vorstellung, wie hart die Arbeitsbedingungen waren.
Das Schleusensystem am Moska-Wolga-Kanal besteht aus 6 Schleusen. Die erste Schleuse, wo unser Schiff um 8 m gehoben wird, passieren wir ca. um 21.30 Uhr. Von den oberen Türmen der nächsten Schleuse sieht man die Skulptur eines Mädchens, welches das Model einer Jacht hebt. Das ist ein Symbol der Hebung der Schiffe in den Schleusen. Die Kopie dieses Originals ist vor dem Flusshafengebäude in Moskau. Die schönste von allen sechs ist die Schleuse Nr. 3, die mit Bronzemodellen der Caravelle Columbus „Santa Maria“ geschmückt ist. Weiter ist der Anleger „Grosse Wolga“ mit einem Leuchtturm und dem 15-m-hohem Lenin-Denkmal. Zwischen den Schleusen Nr. 2 und Nr. 3 liegt die Stadt Dimitrow aus dem 12. Jh. Mit 66.000 Einwohner und einer Reihe von Sehenswürdigkeiten aus dem Mittelalter. Die Gesamthebung in allen 6 Schleusen beträgt 49 m. Die letzte Schleuse Nr. 6 passieren wir am frühen Morgen ca. um 8.00 Uhr. Die einzelnen Schleusen stimmen alle in ihren Abmessungen und ihrem Aufbau überein. Die Länge beträgt 290 m, die Breite 30 m. Der Einlauf am Oberhaupt erfolgt über einen in Stufen versenkbarem Segmentverschluss. Am Unterhaupt befinden sich Stemmtore. Während des Absenkens des Wasserspiegels fließt das ausströmende Wasser durch seitliche Umleitungen an diesen vorbei ins Unterwasser.
So, liebe Gäste, es wäre alles mit der Streckeninformation für heute. Die nächste Streckeninformation erfolgt morgen um 9.00 Uhr. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen einen angenehmen Abend am Bord des Schiffes.
Moskau — Uglitsch |
Am frühen Morgen |
Guten Tag, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. In der Nacht haben wir 6 Schleusen passiert. Die letzte Schleuse aus diesen 6 war vor einer Stunde.
Wir haben vor kurzer Zeit die Stadt Kimry passiert. Sie ist seit ihrer Gründung im 14. Jh. als Zentrum der Lederund Schuhherstelleng bekannt. Die Stadtrechte wurden 1919 erteilt. Heute gibt es neben anderen Industriezweigen vorzugsweise große Schuhfabriken. Jetzt befahren wir den Uglitscher Stausee. Er ist 143 km lang. Etwa 50 km vor Uglitsch liegt der Glockenturm der überfluteten Nikolaus-Kirche in der Stadt Kaljasin. Der Glockenturm erhebt sich aus dem Wasser. Bis zum Bau des Uglitscher Stausees stand er auf dem Marktplatz der Stadt. Die anderen Gebäude der zu überschwemmten Stadt wurden abgerissen, der Glockenturm blieb aber zum Andenken erhalten. So, liebe Gäste, ungefähr um 12.30 Uhr fährt unser Schiff am Glockenturm Kaljasin vorbei. Das ist ein schönes Fotomotiv.
Ein paar Worte über die Wolga. Wie die Birke — der Baum Russlands, der Wodka — das Getränk Russlands, so ist die Wolga — der Fluss Russlands. Für viele Russen
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ist „Mütterchen Wolga“ Inbegriff für Heimat. An den Ufern der Wolga entstand ihre Nation. Die Wolga ist der längste Strom Europas (3530 km). Das Flussbecken, d.h. das Territorium, das die Wolga mit allen kleinen und grossen Nebenflüssen einnimmt, erstreckt sich über eine Fläche von 1.400.000 qkm. Das entspricht der Fläche von Deutschland, Frankreich, Italien und England zusammengenommen. Sie entspringt in den Waldai-Höhen (Waldaiskaja Woswyschenost) unweit vom Selingersee und mündet ins Kaspische Meer. Die Wolga ist einer der wichtigsten russischen Verkehrswege. Es werden auch Flussfahrten nach Rostow am Don häufig angeboten; auch andere Städte an der Wolga werden auf Kreuzfahrten angefahren und sind besuchenswert. Die Wolgaregion umfasst den mittleren und unteren Flussabschnitt von Kasan nach Astrachan. Ursprünglich gehörte das Wolgagebiet nicht zu Russland, wurde jedoch unter der Legitimation des „Sammelns der Länder der Goldenen Horde“ seit Mitte des 14. Jahrhunderts in einer ersten russischen Expansionswelle dem russischen Reich am frühesten unterstellt. Die Wolga war schon immer für ihren Fischreichtum bekannt: Hering, Blei, Wobla, Zander, Hecht und natürlich Stör, dessen Laich den berühmten Kaviar liefert.
Um 15.50 Uhr passieren wir die Uglitscher Schleuse. Das Schiff wird um 11 Meter gesenkt. Dann kommt die nächste Station unserer Reise — die Stadt Uglitsch. Die Stadt Uglitsch wurde das erstemal 937 urkundlich erwähnt und gehört zu den Städten des Goldenen Ringes, welche sich um Moskau hin erstrecken und zu dessen Schutz dienten. Bei unserer Führung durch die Stadt Uglitsch besichtigten wir die Stelle, wo der Zarensohn Demetrius umgekommen sein soll. Hier wurde zu seinem Gedenken eine Kirche, die Demetrius — „Blut-Kirche“, errichtet, in den Fresken mit Motiven der Geschichte des Zarensohnes zu sehen sind. Die Glocke des Uglitscher Aufstandes ist ebenso in der Kirche zu sehen und man kann ihren hellen Klang bewundern.
In der Stadt bekommt man einen ersten Eindruck vom Leben in einer russischen Stadt weit weg von Moskau. Typisch für Uglitsch ist das große Angebot an Schmuck, speziell für mechanische Armbanduhren aus der ansässigen Uhrenfabrik. Vielleicht haben Sie ja besonders viel Glück und verlaufen sich ins Wodkamuseum. Es ist zu bemerken, dass es dort 500 verschieden Sorten Wodka gibt.
So, liebe Gäste, dies war alles die Streckeninformation. Die nächste Streckeninformation kommt morgen. Ich bedanke mich bei Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit. Ihre Reiseleitung wünscht Ihnen einen interessanten Ausflug in Unglitsch und einen angenehmen Tag am Bord des Schiffes!
Uglitsch — Jaroslawl |
am Vormittag |
Hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Gestern haben wir die Stadt Uglitsch verlassen und unser Schiff hat den Kurs auf Jaroslawl genommen. Diese Stadt erreichen wir heute um 08.00 Uhr.
Unterwegs nach Jaroslawl sieht man am Ufer immer wieder Kirchen und Glockentürme, die in der Regel nicht mehr in Betrieb sind. Einige der Glockentürme sind für
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die Schiffer zu Wegzeichen geworden, so z. B. ca. 700 Jahre altes Tolga Kloster, das seit 1988 wieder als Nonnenkloster in Betrieb ist.
Nach 6 Stunden Fahrt von der Rybinski Schleuse ist die südlichste Stadt der Route — Jaroslawl — ein Juwel und zugleich wichtiger Verkehrsknotenpunkt, die älteste Stadt an der Wolga. Jaroslawl liegt an der oberen Wolga nördlich von Moskau und ist eine der interessantesten altrussischen Städte mit unzähligen sehenswerten Kirchen und Klöstern sowie dem ältesten Theater Russlands. Jaroslawl ist sogar 100 Jahre älter als Moskau und gilt als eine der schönsten russischen Städte.
Jaroslawl — Goritzy |
am Nachmittag |
Guten Tag, liebe Gäste, hier ist Ihre Reiseleitung mit der Streckeninformation. Wir hoffen, dass Sie einen interessanten Ausflug in Jaroslawl hatten und die Zeit gut verbracht haben. Wir haben Jaroslawl verlassen und fahren in Richtung Goritzy weiter. Die Strecke von Jaroslawl bis Goritzy beträgt 390 km und die Fahrt dauert ca. 23 Stunden. Wir geben Ihnen jetzt die wichtigsten Informationen des kommenden Strckenverlaufes.
Unterwegs sieht man am Ufer immer wieder Kirchen und Glockentürme, die in der Regel nicht mehr in Betrieb sind. Einige der Glockentürme sind für die Schiffer zu Wegzeichen geworden, so z. B. ca. 700 Jahre altes Tolga Kloster, das seit 1988 wieder als Nonnenkloster in Betrieb ist.
Wir passieren in Kürze die Stadt Tutajew. Diese Stadt wurde im 19. Jahrhundert (1822) aus zwei Städten Romanow (14. Jh.) und Borisoglebsk (15. Jh.) gegründet. Bis 1918 trug die Stadt den Namen Romanow-Borisoglebsk. Im Jahre 1918 wurde sie in Tutajew umbenannt. Hier herrscht vorwiegend Textilund Nahrungsindustrie. Tutajew ist als Zentrum der Schafzucht der Romanower Rasse bekannt. Heute ist Tutajew ein architektonisches Denkmal der 17.–18. Jahrhunderte.
Die letzte Stadt an der Wolga, an der wir vorbeifahren, ist die altrussische Stadt Rybinsk. Sie liegt 40 km stromaufwärts von Tutajew. Die Stadt wurde im Jahre 1777 als Fischerdorf gegründet. Früher war Rybinsk als „die Stadt der Treidler“ bekannt. Heute ist es ein Grossindustriezentrum mit einer Einwohnerzahl von 260.000. Die 2 wichtigsten Bauwerke der Stadt sind von Backbordseite zu sehen: Christi-Verklä- rungskirche (1838–1851 errichtet); Hauptgebäude aus dem 19. Jh. (Messegebäude).
An der Einfahrt zum Rybinsker Meer ist die Rybinski Schleuse, eine der schönsten, dekoriert mit der Wolgaskulptur von der Nordseite der Schleuse, die 24 m-hohe allegorische Frauenfigur. An der Innenseite des zentralen Turms ist das Relief „Stepan Rasin an der Barke“ zu sehen.
Danach fährt unser Schiff eine Strecke von 205 km auf dem Rybinski Stausee. Die Fahrt dauert 12,5 Stunden. Das „Rybinsker Meer“ gehört zu den grössten künstlich angelegten Gewässern der Welt. Drei Gebiete Russlands — Wologda, Twer und Jaroslawl grenzen an diesen Stausee. Es wurde in den Jahren 1941–1946 geflutet, d.h. im Laufe von 6 Jahren. Die Länge des Stausees ist mehr als 200 km, die maximale Breite 60 km. Die maximale Tiefe ist mehr als 20 m. Der Stausee besteht aus einem
