Немецкий язык. Пищевой профиль. Учебное пособие
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b) Deutschland, die USA, Großbritannien, Russland, Kanada, Frankreich.
2. DIE INTERNATIONALE ORGANISATION
FÜR NORMUNG
– kurz ISO (von gr.: «isos»; zu dt. «gleich», engl. International Organization for Standardization) – ist die internationale Vereinigung von Normungs-organisationen und erarbeitet internationale Normen in allen Bereichen mit Ausnahme der Elektrik und der Elektronik, für die die Internationale elektrotechnische Kommission (IEC) zuständig ist, und mit Ausnahme der Telekommunikation, für die die Internationale
Fernmeldeunion (ITU) zuständig ist. Gemeinsam bilden diese drei Organisationen die WSC (World Standards Cooperation – всемирная организация по стандартизации).
Aufbau und Geschichte
Karte der Zugehörigkeit der nationalen Normungsgremien zur ISO. Zur ISO gehören: Mitglieder; korrespondierende Mitglieder;
Beobachtungsstatus; andere Orte mit ISO 3166-1, welche nicht Mitglieder der ISO sind. Vom 14. bis 26. Oktober 1946 fand in London eine internationale Konferenz nationaler Normungsorganisationen statt, an der Delegierte aus 25 Ländern teilnahmen. Auf dieser wurde der Beschluss gefasst, eine neue internationale Organisation zu gründen, die sowohl die ISA – die 1926 gegründete Organisation hatte 1942 ihre Tätigkeit eingestellt – als auch den NormenKoordinierungsausschuss der Vereinten Nationen (UNSCC – United Nations Standards Coordinating Committee) ersetzen sollte. Sitz dieser Organisation sollte Genf sein, wo die ISO am 23. Februar 1947
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ihre Tätigkeit aufnahm. Mittlerweile sind über 150 Länder in der ISO vertreten. Jedes Mitglied vertritt ein Land, wobei es aus jedem Land auch nur ein Mitglied gibt. Das Deutsche Institut für Normung (DIN) ist seit 1951 Mitglied der ISO für die Bundesrepublik Deutschland. Es gibt technische (z. B. Telefonkarten), klassifikatorische (z. B. Ländercodes wie .de, .nl, .jp) und Verfahrensstandards (z. B. Qualitätsmanagement nach ISO 9000). Offizielle Sprachen der ISO sind englisch und französisch. In diesen Sprachen werden die ISO-Normen veröffentlicht. Die nationalen Normungsorganisationen sind für Übersetzungen verantwortlich.
Ursprung der Kurzbezeichnung ISO
Übersetzungen des Namens Internationale Organisation für Normung ergeben verschiedene Abkürzungen, abhängig von der Sprache, zum Beispiel: IOS (International Organization for Standardization) auf Englisch oder OIN (Organisation internationale de normalisation) auf Französisch. Deshalb wählte man die einheitliche Kurzbezeichnung ISO, die vom griechischen Wort «isos» abstammt, das «gleich» bedeutet.
Der Normungsprozess ISO läuft in mehreren Schritten ab.
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Stufe |
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Name |
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00 |
Vorstadium |
Vorläufiges Projekt |
временный проект |
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Vorschlag |
Neuer Vorschlag |
новые предложения по проекту |
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20 |
Vorbereitung |
Arbeitsentwürfe |
рабочие проекты |
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30 |
Komiteephase |
Komiteeentwürfe |
проекты, разрабатываемые тех- |
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ническими комитетами |
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40 |
Prüfung |
Standardentwurf |
проект стандарта |
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50 |
Zustimmung |
endgültiger |
окончательный стандарт |
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Standardentwurf |
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60 |
Veröffentlichung |
Internationaler |
международный стандарт |
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Standard |
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Aufgaben zum Text
1. Wählen Sie die richtige Variante aus.
1.Die ISO bedeutet … .
a.die Internationale Organisation für Fernmeldewesen,
b.die Internationale Organisation für Standardisierung,
c.die Internationale Organisation für Telekommunikation.
2.Die Internationale Normungsorganisation wurde … gegründet.
a.1946,
b.1942,
c.1947.
3.In der ISO sind … Mitgliedsländer vertreten.
a.150 ,
b.200,
c.250.
4.Die DIN vertritt … seit dem Jahr 1951.
a.die BRD,
b.die USA,
c.die Schweiz.
5.Offizielle Arbeitssprachen der ISO sind … .
a.englisch und deutsch,
b.englisch und französisch,
c.englisch und russisch.
6.Die einheitliche Kurzbezeichnung ISO stammt vom griechischen Wort «isos» ab und bedeutet … .
a.«normal»,
b.«gleich»,
c.«verschieden».
7.Die Stufen des Normungsprozesses der ISO heißen … .
a.vorläufiges Projekt,
b.Arbeitsentwürfe,
c.endgültiger Standardentwurf ,
d.Internationaler Standard,
e.Technische Komitees.
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3. AUS DER GESCHICHTE DER NORMUNG
In Deutschland entstand 1917 der «Normenausschuss der Deutschen Industrie»; heutiger Name: «Deutsches Institut für Normung (DIN)». In Österreich wurde 1920 das «Österreichische Normungsinstitut (ON)» gegründet. Jedoch sind manche «Normen» viel älter. So wurde die erste «VDE-Vorschrift1» über Kabelschuhe und Klemmschrauben im Jahr 1896 herausgegeben. Der VDE (Verband der Elektrotechnik, Elektronik und Informationstechnik) hat bereits im Jahr 1906 sein erstes «Normalien-Buch2» veröffentlicht.
Aus der Absicht heraus3, die Industrialisierung durch Rationalisierung weiter voranzutreiben, wuchs in den einzelnen Staaten das Interesse an der Normung.
1926 wurde die International Federation of the National Standardizing Associations (ISA) gegründet. Die Arbeitsergebnisse der ISA galten als Vorschläge oder Empfehlung für die nationalen Normausschüsse.
An erster Stelle standen die ISA-Fassungen4, die eine Austauschbarkeit von Maschinenteilen erst ermöglichten.
Die ersten Bestrebungen, auf weltweiter Ebene eine Normung zu betreiben, sind weitaus älter. Elektrotechniker erkannten schon Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts die Notwendigkeit nach kontinuierlichen, methodischen und internationalen Normungen. Bereits 1906 wurde die «Internationale Elektrotechnische Kommission» (IEC) gegründet.
Nach der Unterbrechung durch den Zweiten Weltkrieg entstand die Bezeichnung «Internationale Organisation für Normung» (ISO), die neue internationale Normungskommission als Nachfolgerin der ISA. Deutschland ist seit 1952 wieder Mitglied der ISO und des IEC. Die Geschäfte der ISO führt das Zentralsekretariat aus, die des IEC ein Generalsekretariat, beide mit Sitz im Schweizerischen Genf. Die nach Fachgebieten zusammengesetzten «Technischen Komitees» (TC) leisten dabei die Arbeit zur Durchführung eines Normungsverfahrungs.
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Texterläuterungen
1 VDE-Vorschrift инструкция Союза немецких электротехников
2Normalien-Buch книга стандартов
3Aus der Absicht heraus здесь: с целью, намереваясь
4ISA-Fassungen формулировки; тексты; редакция;
варианты ИСА
Aufgaben zum Text
1.Erzählen Sie über die Entwicklung von Standardisierung in Deutschland.
2.Referieren Sie den Text kurz.
V. Lesen Sie zusätzlich den vorliegenden Text.
INTERNATIONALE ORGANISATIONEN FÜR NORMUNG
Weltweite Normungsorganisationen:
Internationale Organisation für Normung (ISO) Internationale elektrotechnische Kommission (IEC)
Europäische Normungsorganisationen innerhalb von ISO, IEC
Europäisches Komitee für Normung (CEN)
Europäisches Komitee für elektrotechnische Normung (CENELEC)
Nationale Mitglieder der ISO (ein Mitglied pro Staat; hier solche mit Deutsch als Amtssprache oder mit eigenem Artikel)
Deutschland: Deutsches Institut für Normung e. V. (DIN) Österreich: Österreichisches Normungsinstitut (ON) Schweiz: Schweizerische Normen-Vereinigung (SNV) Großbritannien: British Standard Institute (BSI)
Frankreich: Association française de Normalisation (AFNOR) Belgien: Norme Belge-Belgische Norm (NBN)
Luxemburg: Service de l’Energie de l’Etat (SEE) Japan: Japanese Standards Association (JSA) Russland: Gossudarstwenny Standart (GOST)
USA: American National Standards Institute (ANSI)
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EBENEN DER NORMUNGSARBEIT
Nationale Normung. Die sogenannten «interessierten Kreise» (Unternehmen, Handel, Hochschulen, Verbraucher, Handwerk, Prüfinstitute, Behörden) senden ihre Experten in Arbeitsgruppen (Ausschüsse) einer nationalen Normungsorganisation (zum Beispiel Deutsches Institut für Normung), in denen die Normungsarbeit organisiert und durchgeführt wird. Nationale Normungsorganisationen übernehmen auch regionale (hier europäische) und internationale Normen, die anschließend – nötigenfalls übersetzt – als nationale Normen erscheinen. So findet sich bei den Titeln die gleichzeitige Nennung von beispielsweise DIN oder Önorm mit EN und ISO. Sie besagt, dass eine Norm unter derselben Nummer gleichzeitig eine deutsche, europäische und internationale Norm ist. DIN gleicht seine Nummerierung möglichst an EN und ISO an. Neue Normen sind deshalb fast ausschließlich DIN EN, DIN EN ISO oder DIN ISO. Bei wenigen traditionsreichen Normen deutschen Ursprungs wird die DIN-Nummer nach der Rück-Übernahme bewahrt.
Europäische Normung. Die Europäische Normung wird im Rahmen der drei Organisationen CEN, CENELEC und ETSI durchgeführt. CEN bezeichnet sich als ein «System formaler Prozesse zur Herstellung von Normen, das durch die 30 nationalen Mitgliedsorganisationen getragen wird». Die nationalen Mitgliedsorganisationen stimmen über Europäische Normen ab und implementieren diese. Die Normungsorganisationen haben je Land nur ein Mitglied, das die gesamten Normungsinteressen dieses Landes zu vertreten hat. Bei Abstimmungen haben die Mitglieder entsprechend ihrer Wirtschaftskraft unterschiedliche Stimmen. Deutsche Interesse in der europäischen Normung werden durch das DIN vertreten, deren Normenausschüsse über die Mitarbeit an einem europäischen Normungsvorhaben entscheiden. Ist der Schlussentwurf einer Europäischen Norm in einer formellen Abstimmung von der Mehrheit der abstimmenden Länder angenommen worden, muss er von den Mitgliedsorganisa-
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tionen in das nationale Normenwerk übernommen werden. Das Ziel der europäischen Normung ist die Harmonisierung der nationalen Normen in den Mitgliedsländern durch einheitliche Einführung von Europäischen Normen. Durch die europäische Normung sollen Handelshemmnisse abgebaut werden und gleiche Rahmenund Wettbewerbsbedingungen für den europäischen Binnenmarkt geschaffen werden.
Internationale Normung. Die Internationale Normung wird im Rahmen der drei Organisationen «Internationale Organisation für Normung» (ISO), «Internationale elektrotechnische Kommission» (IEC) und «Internationale Fernmeldeunion» (ITU) durchgeführt. ISO und IEC haben je Land nur ein Mitglied, das die gesamten Normungsinteressen dieses Landes zu vertreten hat. Für Deutschland ist das DIN («Deutsches Institut für Normung e. V.») Mitglied der ISO, für Österreich das Österreichische Normungsinstitut (ÖNORM) und für die Schweiz die Schweizerische Normen-Vereinigung (SN). Die Zusammenarbeit zwischen ISO und dem Europäischen Komitee für Normung (CEN) regelt die Wiener Vereinbarung. Ziel der Internationalen Normung ist es, internationale Vereinbarungen als Internationale Normen zu veröffentlichen. Ihre Aufgabe ist, die Normung und damit zusammenhängende Bereiche weltweit zu fördern, um den internationalen Warenund Dienstleistungsverkehr zu erleichtern und die Zusammenarbeit auf allen Gebieten geistiger, wissenschaftlicher, technischer und wirtschaftlicher Tätigkeit auszubauen. Die Mitarbeit in der internationalen Normung erfolgt nach ähnlichen Prinzipien wie bei der Europäischen Normung (siehe oben). Im Unterschied zur Europäischen Normung haben die Mitglieder in der internationalen Normung nur je eine Stimme. Es besteht für die nationalen Mitglieder die Möglichkeit, jedoch keine Verpflichtung, internationale Normen in das nationale Normenwerk zu übernehmen.
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TEXTE FÜR DIE HAUSLEKTÜRE
DIE WICHTIGSTEN EIWEIßSTOFFE
Bei der Vielzahl und Vielgestaltigkeit der vorkommenden Proteine ist eine Systematik unumgänglich. Nach altem Einteilungsprinzip unterscheidet man zunächst zwischen Proteinen, die nur aus Aminosäuren bestehen, und Proteiden, die außer Aminosäuren noch andere Bestandteile enthalten. Eine solche strenge Unterscheidung ist heute nicht mehr möglich, da man in vielen einfachen Eiweißen z. B. kleine Mengen Kohlenhydrat oder Phosphat festgestellt hat. Da ein besseres Einteilungsprinzip bis heute noch nicht eingeführt werden konnte, hat man an dem erwähnten mit Einschränkungen festgehalten.
Nach einem Vorschlag von Rapoport versteht man unter Proteinen solche Eiweißstoffe, die nur aus Aminosäuren bestehen oder in denen die Fremdkomponente fest gebunden ist und einen regelrechten Bestandteil des Eiweißes bildet. Als fest in diesem Sinne sind kovalente Bindungen zu verstehen, die etwa der Stabilität einer Peptidbildung entsprechen. Als Proteide sind alle die Eiweiße zu bezeichnen, die eine relativ lockere Bindung (Wasserstoffbindung, Ionenbindung u. a.) zwischen dem Protein und der Nichteiweißkomponente aufweisen.
Unsere Kenntnisse über die Bindungsverhältnisse sind aber in vielen Fällen noch unzureichend, um eine eindeutige Festlegung in dem genannten Sinne treffen zu können. Die Proteine werden weiter unterteilt in globuläre (kugelförmige) und fibrilläre (faserförmige) Vertreter, während die Proteide nach ihrer Nichteiweißkomponente benannt werden.
Weitere Einteilungsprinzipien sind Löslichkeit, Molekülgröße, Koagulationstemperatur sowie das Vorhandensein bestimmter Aminosäuren.
Albumine. Albumine kommen fast immer gemeinsam mit den Globulinen vor. Im Gegensatz zu diesen sind die Albumine in salzfreiem Wasser sehr leicht kolloidal löslich; sie werden dadurch aus eiweißhaltigem Material besonders leicht herausgewaschen. Sie lassen sich schwerer aussalzen als Globuline, z.B. erst nach Sättigung mit
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Ammoniumsulfat. Albumine haben im Verhältnis zu den Globulinen eine niedrigere relative Molekülmasse und gerinnen schon bei etwa 70 °C. Die Albumine sind im Tierreich häufiger als im Pflanzenreich vertreten. Die tierischen Albumine finden wir vorwiegend in den Körperflüssigkeiten. Pflanzenalbumine kommen häufig in den Samen vor, ihre Menge macht dort meist weniger als 1 Prozent aus. Die Globine, die Eiweißanteile des Blutfarbstoffes Hämoglobin und des Muskelfarbstoffes Myoglobin, zählen zu den Albuminen. Die Globine verschiedener Tierarten sind zwar unterschiedlich aufgebaut, alle enthalten jedoch viel Histidin. Nahe verwandt mit dem Serumalbumin des Blutes ist das a-Laktalbumin der Milch, das aber mehr Tryptophan enthält.
Das Eialbumin enthält wie viele andere Albumine geringe Mengen an Kohlenhydraten (3 Prozent) sowie etwa 0,1 Prozent Phosphor, es gehört also eigentlich zu den Glykooder Phosphoproteiden. Es wird aber aus historischen Gründen zu den Albuminen gezählt. Weitere Albumine sind das Hormon Insulin, das Myogen der Muskulatur, das Leukosin in Getreidearten sowie das Legumelin in Hülsenfrüchten.
Globuline. In der Mehrzahl der eiweißhaltigen Stoffe sind Globuline enthalten. Sie lösen sich im Gegensatz zu den Albuminen nur in Neutralsalzlösungen (z. B. in 10 prozentiger Kochsalzlösung) und sind bei Erhöhung der Salzkonzentration leicht aussalzbar.
Zu den Globulinen zählen Myosin, Aktin und Tropomyosin, die die wichtigsten Proteine der quergestreiften Muskulatur sind. Das Fibrinogen ist ein im Blut enthaltenes, besonders wichtiges Globulin. Bei der Blutgerinnung fällt es nach einem sehr komplizierten Mechanismus unter Einwirkung des Enzyms Thrombin als Fibrin aus. Im zurückbleibenden Blutserum sind Serumalbumine und Serumglobuline enthalten. Myosin, Aktin, Tropomyosin und Fibrinogen stehen an der Grenze zu den fibrillären Proteinen. Die Globuline von Milch (B-Laktoglobulin, Eiglobulin, Pseudoglobulin) sowie vom Ei (Ovoglobulin) stehen dem Serumglobulin nahe.
Die pflanzlichen Globuline sind die wichtigsten Reserveeiweißstoffe der Samen. Gegenüber den tierischen Globulinen koagulieren sie wesentlich schwerer. Sie kristallisieren gut und haben auf
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Grund eines hohen Gehaltes an Asparagin und Glutaminsäure meist sauren Charakter. Einige Vertreter sind Edestin (Hanf), Phasolin (Bohne), Legumin (Erbse), Arachin (Erdnuß), Glyzinin (Sojabohne), Tuberin (Kartoffel).
Prolamine und Glutenine. Beide Proteine kommen im Endosperm des Getreidekornes vor und machen den Haupteiweißanteil der Getreidemehle aus. Prolamine lösen sich in 50...90 prozentigem Alkohol sowie in Säuren oder Alkalien, Glutamine dagegen nur als Salze, vor allem in Alkalien. Prolamine und Glutenine machen zusammen das Klebereiweiß aus, das für den Backprozess wesentlich ist. Mais und Hafer enthalten überwiegend Prolamin und nur wenig Glutenin, Reis dagegen nur Glutenin; daher sind diese Mehle zur Brotbereitung nicht geeignet. Prolamine enthalten viel Prolin (etwa 13 Prozent) und Glutaminsäure (etwa 35 Prozent), aber nur wenig oder gar kein Lysin. Sie sind daher biologisch nicht vollwertig. Die bekanntesten Prolamine sind Gliadin (Weizen, Roggen), Hordein (Gerste), Avenin (Hafer), Zein (Mais); Glutenine finden sich z. B. in Weizen, Roggen, Gerste und Reis.
Histone und Protamine. Beide Eiweißarten zeichnen sich durch einen hohen Argininund Lysingehalt aus und reagieren stark alkalisch. Sie sind mit Nukleinsäuren salzartig verbunden und befinden sich vor allem in den Zellkernen. Die Protamine haben eine sehr niedrige relative Molekülmasse (4000 ... 8000) und sind die stickstoffreichsten Proteine (20... 25 Prozent N).
Skieroproteine. Die Vertreter dieser Gruppe spielen im tierischen Organismus eine ähnliche Rolle wie die Zellulose in den Pflanzen. Sie bilden die Gerüstsubstanz und weisen typische Faserstruktur auf. Sie besitzen große mechanische Festigkeit und sind weitgehend unlöslich in wäßrigen Lösungen. Für die Ernährung haben sie wegen ihrer Resistenz gegenüber der Einwirkung von Verdauungsenzymen sowie ihrer geringen biologischen Wertigkeit wenig Bedeutung. Die wichtigsten Vertreter sind Kollagen, Elastin, Keratin und Seidenfibroin.
Die Kollagene befinden sich vor allem im Bindegewebe, den Sehnen und Bändern, z. T. auch in den Knochen, Knorpeln und in der Haut. Sie sind besonders reich an Glyzin, Prolin und Hydroxyprolin.
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