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Практикум по переводу научных и публицистических текстов с немецкого языка на русский

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Перевод научных текстов

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und Plastizität; abgegriffene, inhaltsleere Marken;

lebendi-

ge Anschaulichkeit; Verblassen sprachlicher Bilder; aktive Auseinandersetzung mit der Umwelt; unmittelbar; mittelbar auf dem Wege der Abstraktion; abstrakt-begrifflich; konkret-aus- schaulich; im Gefolge des Verblassens von sprachlichen Bildern.

5.Продумайте, как следует поступить с лексическими единицами, которые автор приводит в качестве примеров: перевести, не переводить, переводить, но дать перевод в скобках.

6.Переведите текст.

ТЕКСТЫ ДЛЯ СОПОСТАВИТЕЛЬНОГО АНАЛИЗА И ПЕРЕВОДА

Для перевода предлагаются фрагменты из главы 2 монографии: Adamzik K. Textlinguistik. Eine einfϋhrende Darstellung. Как станет ясно после прочтения текстов, их автор излагает как одну из возможных свою точку зрения на понимание феномена, который в современной лингвистике обозначается термином Text (текст). Субъективность и скрытая либо явная полемичность суждений проявляется в употреблении авторского ich, wir, большой частотности модальных глаголов, использовании различных функций сослагательного наклонения, модальных слов, графических средств (заключение в скобки слов и словосочетаний уточняющего либо альтернативного характера). Стиль автора отличается строгой логичностью изложения, что достигается с помощью разнообразных средств межфразовой связи и корреляции между абзацами. Ясности и точности обозначения способствует широкое использование композитов, а также глагольных и адъективных дериватов (в ряде случаев авторских).

Мы предлагаем эти тексты для предпереводческого анализа и перевода, так как их содержание актуально для лингвистов, а работа по переводу, несомненно, будет полезна — эти тексты обладают всеми признаками, характерными для научного стиля.

Оба текста снабжены «наводящими» заданиями для интерпретации по содержанию и для перевода.

172Практикум по переводу научных и публицистических текстов

K.Adamzik

2.ZUM TEXTBEGRIFF

2.1. Vorbemerkungen zum Definitionsproblem

Kann man mit textlinguistischer Arbeit überhaupt beginnen, ohne über eine klare Vorstellung des Objekts, also eine Defi nition des Terminus Text, zu verfügen? Aber ist Text überhaupt ein wissenschaftlicher Terminus, der im Gegensatz zu essentiell vagen und mehrdeutigen Ausdrücken der ,Gemeinoder Alltagssprache’ präzise defi niert ist/werden kann oder muss? Besser gefragt: Wenn wir wissenschaftlich von Text reden, müssen wir dann eine Terminologisierung vornehmen, d. h. entweder aus dem Bedeutungsspektrum des alltagssprachlichen Ausdrucks eine Lesart auswählen oder eine neue Defi nition kreieren, die für den Terminus Text verbindlich ist?

Die Anhäufung der Fragen soll zum Ausdruck bringen, welches Gewicht der Diskussion um die Bedeutung von Text in der Textlinguistik zukommt und wie problematisch die Koexistenz des alltagssprachlichen Ausdrucks und verschiedener linguistischer Defi nitionsversuche erscheint. Das äuβert sich vor allem in der nicht aufhören wollenden Klage darüber, dass sich die Textlinguistik bislang noch nicht auf einen einheitlichen Begriff hat einigen können1. Um es nicht bei dieser in doppelter Hinsicht unbefriedigenden Feststellung zu belassen, sei im Folgenden versucht, ihren Gründen nachzugehen und (partielle) Lösungsmöglichkeiten anzubieten. Um die wesentliche These jedoch gleich vorwegzunehmen: Die Suche nach einer verbindlichen und allgemein akzeptierten Textdefi nition scheint mir nicht nur aussichtslos, sondern müβig. Statt einer griffigen Defi nition bedarf es einer Einsicht in die Eigenschaften von Texten, die die Grundlage für eine differenzierte Beschreibung darstellen können. Diesen Fragen sind die Kapitel 3–7 gewidmet.

Zunächst ist festzuhalten, dass mit der Wahl des signifiant Text als Erkennungszeichen für eine linguistische Subdisziplin das Problem um dessen Bedeutung unausweichlich und auf Dauer festgeschrieben wird; denn Text ist (ebenso wie Sprache, Wort, Satz) als alltagssprachlicher Ausdruck einfach zu geläufi g, als dass er nicht immer wieder in Konflikt mit terminologischen Umprägungen treten könnte. Wenn Unklarheiten ausgeschlossen werden sollen, müsste daher nicht nur eine Defi nition (als signifié), sondern auch ein unbesetzter Kunstausdruck (als signifiant) geschaffen werden (z. B. TXT, Taxt,

1 Vgl. dazu Fix et al. (2002). (Примеч. автора текста.)

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Texis oder dergl.). Dass dies nun nicht geschehen ist, dürfte weniger mit der diesbezüglichen Einfallslosigkeit der Linguisten oder mangelnder Einsicht in das Problem zusammenhängen als damit, dass ein vollständiger Bruch mit dem Alltagskonzept gar nicht für wünschbar gehalten wird, anders gesagt, dass das Phänomen Text als überaus komplexes, vielgestaltiges und vielschichtiges Objekt der wissenschaftlichen Betrachtung durchaus im Blick bleiben soll. Dafür eignet sich am besten der gemeinsprachliche Ausdruck (mit seiner Polysemie), nicht ein streng defi nierter Terminus, der den Analysegesichtspunkt notwendig stark verengt.

Nun gibt es innerhalb wissenschaftlicher Arbeitsprojekte natürlich Situationen, in denen ein verengter Blickwinkel nicht nur sinnvoll und zulässig, sondern unumgänglich ist. Dies gilt z. B. bei der Festlegung eines Untersuchungskorpus, etwa: das Textmaterial aus einer Zeitungsausgabe, wobei festgelegt werden kann, unter Text nur den redaktionellen Anteil, unter Ausschluss von Titeln, Bildunterschriften usw., d.h.nur den als fortlaufend präsentierten Text, zu verstehen. Es gilt aber auch, wenn eine bestimmte Spezialfragestellung verfolgt werden soll, etwa die pronominale Verkettung von Sätzen, wie es Harwegs Anliegen war. Auch wenn er dabei eine Definition von Text zugrunde legt, die nur auf dieses Merkmal abzielt, wird man ihm nicht unterstellen dürfen, ihm sei nicht klar, dass Texte auch als kommunikative Ganzheiten betrachtet werden können.

Allgemeiner gesagt: Präzise Defi nitionen haben den Zweck, eine bestimmte Gebrauchsweise eines Ausdrucks in einem bestimmten Forschungskontext und für diesen festzusetzen, sie konstruieren damit ein Forschungsobjekt für einen bestimmten Zweck. Sie wollen dagegen nicht beschreiben (oder vorschreiben), wie der gewählte Ausdruck im Allgemeinen oder in anderen Kontexten verwendet wird, und sie können auch nicht den Anspruch erheben, das auβersprachliche Objekt bzw. den Wirklichkeitsbereich, zu dem ihr Forschungsgegenstand gehört, (erschöpfend) auf seine wesentlichen Merkmale hin zu charakterisieren. Infolgedessen sind auch die vielen verschiedenen Defi nitionen von Text,die man nebeneinanderstellen kann (vgl. Klemm 2002), noch kein Beleg für allgemeine Begriffsverwirrung. Sie konkurrieren nicht notwendig miteinander, sondern sind auf bestimmte Forschungskontexte zugeschnitten.

Diese Sicht mag leicht denn doch zu ausgleichend-versöhnlerisch wirken, und es soll auch nicht bestritten werden, dass es (innerhalb der Textlinguistik) sehr wohl (unüberwindliche) Streitigkeiten um den rechten/ angemessenen/zulässigen/sinnvollen Gebrauch des Ausdrucks Text gibt. Behauptet sei allerdings, dass solchen Auseinandersetzungen grundlegendere Differenzen über sinnvolle Forschungsprogramme zugrunde liegen

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(insbesondere zwischen sprachsystemund sprachverwendungs-orientierten Ansätzen), und es wenig Sinn hat, sie auf unterschiedliche Defi nitionen von Text zurückführen zu wollen.

Nach diesen theoretischen Überlegungen zum (durchaus relativen) Nutzen präziser Defi nitionen des Begriffs Text kommen wir nun zu der inhaltlichen Frage, welche Bedeutungsmerkmale für dieses Konzept relevant sind. Dabei geht es zunächst nicht um normierende Festsetzungsdefi nitio-

nen im Rahmen der

textlinguistischen

Diskussion; vielmehr

soll eine

grobe Beschreibung

unterschiedlicher

Verwendungsweisen

gegeben

werden. Dazu ist es unbedingt geboten, die semasiologische Fragestellung (nach der Bedeutung von Text) mit einer onomasiologischen (nach den Ausdrücken für ,Text’) zu verbinden. Es stellen sich also zwei Fragen:

1.Wie wird der Ausdruck Text verwendet, welches Bedeutungsspektrum hat er (in welchen Varietäten)?

2.Mit welchen Ausdrücken wird das, wofür heute im Deutschen sowohl alltagssprachlich als auch in der Wissenschaftssprache üblicherweise der Ausdruck Text benutzt wird, in der Geschichte der deutschen Sprache (und anderer Sprachen) bezeichnet und welche Merkmale werden der »Sache« Text zugeschrieben?

Zur Beantwortung dieser Fragen kann man neben den Einträgen im Grimm’schen Wörterbuch (Bd. 11, 1935) und im Fremdwörterbuch von Schulz/Basler (Bd. V, 1981) inzwischen auf die ausführliche und materi-

alreiche Studie von Scherner zurückgreifen, der darin freilich selbst doch nur eine »Skizze« sieht, da »weite Epochen der europäischen Geistesgeschichte […] bisher hinsichtlich der vorherrschenden Begrifflichkeit von ,Text‘ überhaupt nicht oder nur marginal untersucht worden sind« (Scherner 1996:104f.).

Задания к тексту:

1. Внимательно прочитайте текст. 1.1. Обратите внимание на то, что он открывается тремя вопросами, причем третий вопрос уточняет два первых (он начинается уточняющим словосочетанием besser gefragt и содержит в себе также уточнение, вводимое сокращением d. h.). Следовательно, прежде чем вы приступите к интерпретации текста по содержанию, необходимо вникнуть в смысл вопросов с тем, чтобы в дальнейшем найти на них ответы автора.

1.2. Уясните содержание, ответив себе на следующие вопросы: а) Существует ли в лингвистике текста однозначная

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дефиниция понятия Text (текст)? б) Считает ли автор возможным дать всеохватывающую и общеприемлемую дефиницию понятия «текст»? Чем он объясняет трудности нахождения термина для того, что в настоящее время обозначается термином Text; в) Считает ли автор нужным создание нового термина вместо термина существующего; г) Чем объясняет автор неудачи исследователей в поисках всеобъемлющего определения понятия «текст»? д) Какие вопросы возникают при попытке сформулировать определение того феномена, который сегодня обозначается термином Text (текст)? е) Какие научные труды рекомендует автор для ответов на поставленные вопросы?

2.Найдите соответствия следующим терминам (2.1.) и словосочетаниям (2.2):

2.1.Definition f; Gemeinoder Alltagssprache f; Lesart f; Textlinguistik f; Begriff m; Subdisziplin f; Alltagskonzept m; Polysemie f; pronominale Verkettung f; kommunikative Ganzheit f; sprachsystem-und sprachverwendungsorientierte Ansätze (Pl.); normierende Festsetzungsdefinition f; Semasiologie f; Onomasiologie f; Bedeutungsspektrum n; Begrifflichkeit f; marginal.

2.2.um es nicht bei dieser Feststellung zu belassen; sei im Folgendenversucht;inKonfliktmitterminologischenUmprägungen treten; unbesetzter Kunstausdruck; den Anspruch erheben; allgemeine Begriffsverwirrung; Einsicht in das Problem; im Blick bleiben; ausgleichend-versöhnerisch wirken; inhaltliche Frage; ist nicht unbedingt verboten; allgemeiner gesagt.

3.Отразите в вашем варианте перевода авторские коннотации, возникающие при близком к контактному употреблении модальных глаголов. Обратите внимание на значение глагола dürfen в Präteritum Konjunktiv и глагола mögen. Продумайте варианты перевода распространенного определения в предложении Das äuβert sich vor allem in der nicht aufhören wollenden Klage…

4.Уточните средства связи между фразами и абзацами для сохранения когерентности текста в переводе.

5.Как вы поступите со словами, выделенные курсивом: а) переведете, б) оставите непереведенными, в) выберете возможный третий вариант?

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6.Найдите варианты, сохраняющие стиль автора при переводе: beschreiben oder verschreiben; welche Merkmale werden der ‘Sache’ Text zugeschrieben?

7.Переведите текст.

2.2. Zum Gebrauch des Ausdrucks Text

Immerhin fehlt in keiner Erläuterung des Begriffs der Hinweis, dass Text sich aus dem Lateinischen textus, textum »Gewebe, Geflecht« (zum Verb texere ,weben, flechten’) herleitet. Dennoch erweist sich diese etymologische Erläuterung insofern als irreführend, als diese Ausdrücke »bei klassischen Autoren sehr selten vorkommen«, dass sie, wenn überhaupt, »metaphorisch gebraucht werden« und »keine Fachtermini, weder in der Grammatik noch in der Rhetorik, darstellen« (Schemer 1996:109). Wie das Phänomen im Altertum und im Mittelalter bezeichnet wurde, also die onomasiologische Fragestellung, soll später behandelt werden. Zunächst sei der Verwendungsweise von Text im Deutschen nachgegangen1, wo der Ausdruck seit dem 14. Jahrhundert nachgewiesen werden kann.

Unter den verschiedenen Lesarten ist zunächst diejenige zu nennen, bei der Text sich auf die Bibel oder eine Bibelstelle bezieht, nämlich der (eigentliche) Text den erläuternden Glossen oder der Predigt (über den Text) gegenübergestellt wird. Diese Lesart‚ Wortlaut eines auszulegenden Werkes’ setzt sich bis in unsere Zeit fort und ist auβer im theologischen besonders charakteristisch im literaturwissenschaftlich-philologischen Bereich, wo sie auch in vielen Zusammensetzungen vorkommt (Urtext, Primärtext, Quellentext, Textkritik,Textausgabe usw.).

Besonders geläufi g ist ferner die (bei Grimm als erste geführte) und seit dem 16. Jahrhundert nachweisbare Lesart von Text als ‚sprachlicher Teil eines Musikstücks’. Systematisch dazu stellen kann man hier Text als ‚sprachlicher Teil einer Bild-Text-Einheit’, die allerdings erst im 20. Jahrhundert z. B. mit Bildunterschriften zu Illustrationen, Pressefotos oder bei der Untertitelung von (Stumm-)Filmen aufkommt, wo auch die Ableitungen textieren,Textierung, betexten und schlieβlich — vor allem in der Werbebranche — der professionelle Texter2 und entsprechende Komposita vorkommen.

Relativ viele Belege fi ndet man in den Wörterbüchern zu heute z. T. nicht mehr üblichen umgangssprachlichen Redewendungen, die an die

1 Vgl. für genaue Belege die genannten Wörterbücher.

2 Erstbeleg bei Schulz/Basler 1955 für die DDR, für die BRD 1960.

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Lesart ‚Bibeltext’ anschlieβen: jemandem den Text lesen ‚jemandem die Meinung sagen’ (vgl. die Leviten lesen, Klartext reden), tief in Text kommen ,sich verlieren, vom Thema abkommen’, aus dem Text kommen, weiter im Text.

Die heute gängigste allgemeine Lesart‚ schriftlich festgehaltene, inhaltlichthematisch zusammenhängende Folge von Wörtern, Sätzen; Wortlaut einer Rede, eines Schriftstücks’ (so Schulz/Basler 1981: 201) ist vor dem 20. Jahrhundert zwar gelegentlich, aber doch recht selten belegt. Für die Gegenwartssprache darf man annehmen, dass Text in dieser Bedeutung zwar allen Sprachteilhabern völlig geläufi g ist, aber in der Gemeinsprache doch eher mit spezifi zierenden Zusätzen bzw. in Komposita gebraucht wird (Gesetzes-, VertragsZeitungstext, literarischer Text usw.). Das gilt auch für die inzwischen sehr häufi ge Verwendung von Text im Zusammenhang mit den Neuen Medien: Teletext, Textverarbeitung(sprogramm), Textbaustein, verborgener, elektronischer Text usw. Wohl in diesem Zusammenhang ist auch der neue (und im Duden Universalwörterbuch von 2001 noch nicht angeführte) Umgangsbzw. substandardsprachliche Ausdruck jemanden zutexten ’jemandem mit seinem Gerede auf die Nerven gehen’ entstanden.

In den Textwissenschaften beginnt der Ausdruck Text dagegen erst in den 1960er Jahren seine steile Karriere, er wird in der Literatur(wissenschaft) programmatisch an die Stelle des bis dahin üblichen und eine Wertung implizierenden Ausdrucks Werk gesetzt und in der Linguistik, wie bereits oben gesehen, als Leitbegriff für ein neues Programm gewählt. Hier löst er früher übliche signifiants für den gemeinten Gegenstand nahezu vollständig ab. Einschränkend hinzuzufügen ist freilich, dass dies speziell für die deutsche Tradition gilt; in der englischund französischsprachigen Linguistik konkurriert er mit den Ausdrücken discourse bzw. discours1.

Задания к тексту:

1. Прочитайте текст. Проследите этапы и последовательность раскрытия темы, названной в подзаголовке. Уясните: а) как принято объяснять происхождение слова Text; употребляется ли Text в трудах «классических авторов»; с какого времени отмечено употребление слова Text в немецком языке (первый абзац); б) какое значение имел и имеет до наших дней термин Text (второй абзац); в) какое значение с XVI в. (впервые у Гримма) получило слово Text, его (значения)

1 Vgl. Dazu auch Thiele (2000:132) und Pérennec (2000:146).

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развитие в XX в. и, как следствие, включение слова в словообразовательный процесс (третий и четвертый абзацы); г) с какого времени слово Text становится общепризнанным термином, сменившим слово Werk, имеющее оценочный компонент.

2.Найдите соответствия следующим словам и словосочетаниям: Erläuterung; onomasiologische Fragestellung; Verwendungsweise von Text; Quellentext; nachweisbar; Untertitelung von Filmen; inhaltlich-thematisch zusammenhängende Folge von…; Textwissenschaft f; Literaturwissenschaft f; eine Wertung implizierender Ausdruck; Leitbegriff m; englischund französischsprachige Linguistik.

3.Продумайте варианты перевода метафоры »In den Textwissenschaften beginnt der Ausdruck Text […] seine steile Karriere…«

4.Вспомните правила перевода конструкции zu + Partizip I: Wortlaut eines auszulegenden Werkes (второй абзац); неопреде- ленно-личных предложений (в том числе с модальными глаголами), пассивных конструкций.

5.Будьте внимательны при графическом оформлении интекстов — цитат и примеров (кавычки, скобки, шрифт).

6.Переведите текст.

B. Sowinski

STILISTIK, STILTHEORIEN UND STILANALYSEN

1.3. Redestil, Sprachstil, Literaturstil, Denkstil

Die Reihenfolge der hier imTitel genannten Begriffe könnte je nach Blickweise des Betrachters auch umgestellt werden. Es geht hierbei um die Stilbereiche, mit denen es die Stilistik zu tun hat, und ihr Verhältnis zueinander. Geht man von einer historischen Sicht aus, so ist es sinnvoll, mit dem Redestil zu beginnen, wie es hier geschieht. Der Stil, die Art und Weise der konventionellen monologischen Rede vor einem Publikum im engeren rhetorischen Sinn, wie später auch im weiteren kommunikativen Sinn, steht am Beginn der systematisierenden Reflexion über den sprachlichen Ausdruck. Wie noch zu zeigen ist, liegen die Wurzeln der späteren Stilistik in der antiken wie mittelalterlichen Rhetorik.

Die Kunst der geplanten und sprachlich geformten Rede wurde später erweitert zur ähnlichen Formung literarischer Texte. Der Literaturstil oder

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literarische Stil ist so der zweite Gegenstandsbereich der Stilistik in ihrer historischen Entwicklung. Im Gegensatz zur Rhetorik, die über Jahrhunderte hinweg verhältnismäβig einheitlich blieb in ihrer Zielsetzung, ihrer Methode und in ihren Mitteln, ist die literarische Stilistik noch weniger einheitlich als der ohnehin schon recht komplexe Stilbegriff bzw. die verschiedenen Stilbegriffe, mit denen als den Resultaten ihrer historischen Entwicklung wie auch sich wandelnder Blickweisen in der heutigen Stilistik gearbeitet wird.

Während sich jedoch die Rhetorik noch auf schriftlich fi xierte und mündlich aktualisierte Reden bezog, wurde die literarische Stilistik auf schriftlich fi xierte ästhetische Texte eingeengt. Erst mit der Ausweitung des Stilbegriffs auf alle sprachlichen Texte, wie sie vereinzelt schon im 19 Jh., allgemeiner dann in der Funktionalstilistik und in der linguistischen Stilistik des 20. Jhs. erfolgte, erlangte der Begriff des Sprachstils seine volle Anerkennung, ohne in seiner Geltung einheitlich begriffen worden zu sein. Gleichzeitig wurden Redestil und Literaturstil als Teilstile des Sprachstils und dieser als Erscheinungsweise und »Epiphänomen, d. h. eine zusätzliche Wirkmöglichkeit der Sprache« (vgl.W. Sanders 1973, 32) besser bestimmbar. Der Literaturstil ist aber wie der Sprachstil allgemein mit der aktualisierten Sprache weder völlig identisch (wie es Benedetto Croce sah, s. W. Sanders 1973 ebd. und hier S. 65) noch potentiell völlig kongruent, insofern als hier das ästhetische Element als zusätzlicher gesellschaftlicher Wertungsfaktor zu berücksichtigen ist.

Im Zusammenhang mit dem Begriff des Sprachstils taucht in der stiltheoretischen Diskussion auch der Begriff Denkstil als eine Art Voraussetzung des Sprachstils auf (vgl. bes. W. Sanders 1986. 23 ff.). Bereits im 18. Jh. wurden die Zusammenhänge zwischen dem Denken und seinem sprachlichen Ausdruck lebhaft diskutiert. Die sicher etwas voreilige Gleichsetzung von Denken und Stil fi ndet sich implizit schon bei Lessing (dessen rationaler Stil von Zeitgenossen, wie auch später, als Bestätigung dieser These angesehen wurde [vgl. hierzu: W. Beutin 1976, 20 f.]) und ist von A. Schopenhauer fi xiert und seitdem oft wiederholt worden. Mit der Intensivierung psycholinguistischer Forschungen und generativer Theoriebildungen im 20. Jh. sind die Zusammenhänge zwischen den Denkvorgängen und den sprachlichen Formulierungen erneut erörtert worden, ohne dass eindeutige Klärungen erreicht wurden. Festzustehen scheint jedoch die Zusammenfassung L. S. Wygotskis: »Der sprachliche Aufbau ist keine einfache Widerspiegelung des Gedankenaufbaus. Die Sprache ist nicht Ausdruck eines fertigen Gedankens.« (s. Beutin, ebd.).

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Auch die generative Transformationsgrammatik Chomskys (1965) unterscheidet zwischen der angenommenen gedanklichen Tiefenstruktur und der realisierten stilprägenden Oberflächenstruktur von Sätzen als zwei verschiedenen Bereichen.

Insofern bestehen gewisse Bedenken gegen Begriffe wie Denkstil, Gedankenstil, wie sie von J. Kurz (1970, 29 ff.), S. Krahl/J. Kurz (1970, 1984) und im Anschluss daran von Faulseit/Kühn (1975, 22 ff.) und W. Sanders (1986, 23 ff.) verwendet werden, wenn darunter nicht nur zu erschlieβende gedankliche Korrelate rational strukturierter sprachlicher äuβerungen, wie z. B. von Antithesen, Gedankenfolgen, Kompositionen udgl., verstanden werden, sondern auch realisierte Textformen, wie z. B. Gebrauchsformen oder Textstrukturen, Darstellungsarten udgl., oder wenn — über J. Kurz hinausgehend — der gesamte Bereich der Makrostilistik mit dem Denkstil gleichgesetzt wird (vgl. W. Sanders 1986, 26). Auch gedankliche Strukturen sollte man nicht ohne weiteres als Denkstil bezeichnen, wenn man — ganz gleich nach welcher Stilauffassung — unter Stil in jedem Falle realisierte Sprachformen begreift. Damit sollen die engen Zusammenhänge zwischen Denkform und Sprachform und die Auswirkungen von Denkstrukturen auf die gedanklichen Strukturen im Text und den Sprachstil nicht geleugnet werden.

Задания к тексту:

1.Внимательно прочитайте текст. Определите ключевое понятие (термин) каждого абзаца. Сделайте для себя краткий реферат, отражающий последовательную реализацию тем, заявленных в подзаголовке.

2.Найдите соответствия в русском языке следующим терминам: Redestil m, Reflektion f (в данном контексте),

Literaturstilm,Stilbegriffm,ästhetischerText,Funktionalstilistik f, linguistische Stilistik f, Sprachstil m, Teilstil m, Wertungsfaktor m, generative Transformationsgrammatik f, Tiefenstruktur f, Oberflächenstruktur f, Denkstil m, Gedankenstil m, Gebrauchsform f, Darstellungsart f.

3.Определите значение союза während в третьем абзаце: временное или противительное? Продумайте способ перевода конструкций sein/haben + zu + Infinitiv.

4.Расшифруйте сокращения (Приложение 6) и используйте их соответствия в русском языке.

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