Практикум по переводу научных и публицистических текстов с немецкого языка на русский
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2.Определите в тексте композиционно-речевые формы и виды речи.
3.Найдите традиционные в русском языке соответствия следующим топонимам: Bonn, Peking, China, Shanghai, Guangzhou, Weiβrussland, Jemen, Mitteleuropa, Osteuropa, Ägypten, Marokko, Tunesien, Jordanien, Amman, Kairo, Afghanistan, Asien, Südasien, Südostasien, Lateinamerika, Indien, Vietnam, Korea, Mexiko, Pakistan.
4.Передайте, не нарушая традицию и используя таблицу звукобуквенных соответствий, следующие антропонимы:
Bern Steinle, Thomas Schmidt-Dörr, Christian Bode, Holger Finken, Helmut Blumbach, Hannelore Bossmann, Christian Müller.
5.Уточните соответствия в русском языке следующим интернационализмам из текста: Akademiker, Akademikerin, Stipendium, Zentrale, Informationszentrum, Lektor, international (Attraktivität), Reformstaat, Informationstechnologie, Kompetenz, Pionier, finanziell, Dialogpartner, Elite (für eine bessere Zukunft), Bachelor, prognostizieren, profilieren, EU-Komission, Unesko. Сопоставьте соответствующие пары интернационализмов (немецкие и русские варианты) и уточните наличие графических и морфологических расхождений (род, образование числа). Запомните написание интернационализмов в немецком языке, их грамматический род.
6.Уточните (в том числе по приложению 2) соответствия административным и политическим реалиям: Entwicklungsland, Reformstaat, Auswärtiger Amt, Bundesministerium für Bildung und Forschung, Bundesministerium für wissenschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, EU-Komission.
7.Уточните значение понятия Alumniklub. Дадите вы это слово в переводе в скобках или в сноске?
8.Найдите в тексте ключевые слова, ведущие темы: задачи и деятельность DAAD; программы DAAD; круг лиц и организаций, заинтересованных в деятельности DAAD и поддерживающих ее. Эти слова должны переводиться, как вы помните, во всем тексте без варьирования.
9.Продумайте возможный перевод следующих сложных существительных: Nachwuchswissenschaftler, Auβenstelle, Lektorenstelle, Wiedergründung, Mitgliedshochschule, Nachwuchselite, Wirtschaftswissenschaft, Ingenieurwesen, Informations-
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technologie, Förderprogramm, Vorund Endauswahl, Grundidee, Wunschort, Nachkontakt, DAAD-Schützlinge, Groβunternehmen, Mittelständler, Kurzinjektionen, Schnellschuss, CurriculumEntwicklung, Gastinstitut, Bachelorund Masterstudiengänge.
10.Переведите с помощью англо-русского словаря (если есть необходимость использовать словарь) иноязычные включения German Jordanien University of Applied Sciences, German University. Оставите ли вы в тексте перевода иноязычное включение?
11.Продумайте перевод следующих словосочетаний: eine weltweite einmalige Einrichtung; die besten Köpfe; in aller Welt; man muss nicht lange in Bonn unterwegs sein, chinaweites Netzwerk; inklusive Praktika in deutschen Betrieben; so Bode.
12.Определите функцию конъюнктива в тексте.
13.Переведите текст. Определите, какие приемы перевода вы использовали.
Предлагаем для перевода публикации в австрийской газете »Der Standard«, посвященные выборам ректора одного из университетов, и комментарий к ним в том же издании (два текста).
WIRBEL UM REKTOREN-BESTELLUNGEN
Mit der Chancengleichheit scheint es an Österreichs Unis nicht weit her zu sein, wenn es um Rektorenbestellungen geht: An der Donau-Uni Krems wurde die Vizerektorin beim Dreiervorschlag des Senats übergangen, an der Universität für Bodenkultur kam die Erstplatzierte nicht zum Zug.
Krems/Wien — An der Donau-Uni Krems [DUK] rumort es: »Die Entwicklung der DUK droht in eine Richtung zu gehen, die nicht jenen Bedingungen entspricht, unter denen wir unsere Berufungen bzw. Ernennung angenommen haben«, heiβt es in einem offenen Brief, der von einem Groβteil der Professoren gezeichnet ist.
Die Bestellung des deutschen Burschenschafters Heinrich Kern (TU Illmenau) zum neuen Rektor hatte das Fass zum Überlaufen gebracht. Die derzeitige Vizerektorin Ada Pellert wurde im Dreier-Vorschlag des Senats nicht einmal berücksichtigt. Und das, »obwohl sie alle Kriterien erfüllt hat. Ihre NichtBerücksichtigung ist laut Gleichbehandlungsgesetz gesetzeswidrig«, erklärt Universitätsprofessor Peter Baumgartner im Gespräch mit dem »Standard«.
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Baumgartner und zwei andere Senats-Mitglieder sind aus dem Senat zurückgetreten. Sie fordern eine Neuwahl der Professorenkurie und eine Neuerstellung des Dreiervorschlags.
Pellert war auch von Wissenschaftsminister Johannes Hahn (ÖVP) favorisiert worden, dem sind aber auf Grund der Autonomie der Universitäten die Hände gebunden.
Im Krems ist nun der Arbeitskreis für Gleichstellung aktiv geworden. Es handle sich um ein »laufendes Verfahren«, daher wollte Sabine Zauchner, die Leiterin des Arbeitskreises, keine Stellungnahme abgeben.
Ebenfalls nicht zum Zug kam Ingela Bruner an der Wiener Universität für Bodenkultur (Boku). Die vom Boku-Senat für den Rektorenjob Erstgereihte wurde am Freitag vom Universitätsrat »zurückgewiesen«. Begründung: Der Dreiervorschlag sei mangelhaft, weil nicht alle drei Vorgeschlagenen die Voraussetzungen für die Wahl zur Rektorin/zum Rektor erfüllen.
Für Boku-Senatsvorsitzenden Gerd Sammer ist das eine »befremdende« Argumentation. Eine »Zurückweisung« sei um Universitätsgesetz nicht vorgesehen. Man plane nun eine rechtliche Prüfung sowie ein klärendes Gespräch mit den Universitätsräten. Hintergrund: Der Universitätsrat favorisiert den derzeitigen Rektor Hubert Dürrstein, der vom Senat aber nicht in den Dreiervorschlag für die Rektorwahl aufgenommen wurde.
Bereits Ende März war mit der Londoner Kuratorin Clementine Deliss eine Frau als Kandidatin an der Akademie der bildenden Künste am Wiener Schillerplatz gescheitert.
»Reflex alter Männer«
ÖVP-Bildungssprecherin Gertrude Brinek ist erzürnt über »den Reflex der alten Männer. Wenn eine Frau nicht in den Vorschlag muss, kommt sie gar nicht erst hinein. Wenn doch eine Frau auf dem Vorschlag ist, kann sie die Bestqualifi zierte sein und die beste Präsentation gemacht haben — man lässt sie nicht zum Zug kommen«.
Задания к тексту:
1.Прочитайте текст; проанализируйте тематическую и лексическую связь подзаголовка с текстом; определите основную интенцию публикации.
2.Найдите в тексте реалии, связанные с руководством/ управлением университетами в Австрии, и передайте их на русском языке. Расшифруйте сокращения TU и ÖVP. Примите
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решение: следует ли вводить в текст перевода контекстуальные сокращения?
3.Подберите соответствия фразеологическим единицам: zum Zug kommen, das Fass zum Überlaufen bringen, die Hände sind gebunden, im Gespräch mit dem Standard; сложным существительным: Erstplazierte, Groβteil, Neuerstellung, Erstgereihte; связанным в контексте словообразовательно словам berücksichtigen — Nichtberücksichtigung.
4.Переведите текст.
DUK ORDNET REKTORAT
Werkstofftechniker Kern gewählt
Der deutsche Werkstofftechniker Heinrich Kern ist am Mittwoch zum neuen Rektor der Donau-Universität Krems (DUK) gewählt worden. Kern folgt ab Juni auf den ehemaligen Wifo-Chef Helmut Kramer, der im Februar wegen »Auffassungsunterschieden« zurückgetreten ist, nachdem ihm der Senat das Misstrauen ausgesprochen hatte. Kern war bereits in dem am Dienstag erstellten Dreiervorschlag des Senats an den Uni-Rat an erster Stelle gereiht worden. Neben ihm waren auch noch der Kommunikationswissenschafter Klaus Schoenbach (Uni Amsterdam) und Wifo-Arbeitsmarktexpertin Gudrun Bifflin dem Vorschlag vertreten. Überraschend nicht nominiert wurde dagegen die derzeitige Vizerektorin Ada Pellert, die nach Kramers Rückzug interimistisch die Geschäfte führte. Kern und Schoenbach hatten bereits 2004 für das Rektorsamt kandidiert. Der neue Rektor wurde 1950 in Schwäbisch Gmünd geboren und studierte von 1971 bis 1977 Maschinenbau und Informatik an der Universität Karlsruhe. 1989 habilitierte er sich für das Fach »Werkstoffe/ Werkstoffinformationstechnik« an der Fakultät Maschinenbau der Universität Dortmund. 1996 erhielt er eine Professur an der Technischen Universität (TU) Ilmenau, wo er auch als Rektor fungierte. (APA)
Conrad Seidl
ABSURDE RÄTE-DEMOKRATIE
Wer im österreichischen Hochschulbetrieb etwas werden will, muss ausreichende Qualifi kationen mitbringen. Dass die wissenschaftliche Befähigung ausreicht, wird gelegentlich mit einer gewissen Groβzügigkeit als gegeben genommen — dass ein Bewerber für einen Rektorsposten aber männlichen Geschlechts sein muss, ist ein ungeschriebenes Gesetz. Und
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solche ungeschriebenen Gesetze werden mit eiserner Strenge befolgt — mag der eigentliche Gesetzgeber, der österreichische Nationalrat, auch bemüht sein, der universitären Realverfassung mit einem Bundesgesetz entgegenzutreten.
So war es bei der letzten groβen Universitätsreform 2003 zumindest beabsichtigt: Den eingespielten Strukturen innerhalb der Universitäten sollten mit den Uni-Räten externe Experten und — richtig! — Expertinnen beigegeben werden, damit die wichtigsten Zukunftsentscheidungen zum Wohle der Weiterentwicklung des jeweiligen Unternehmens Uni passieren.
Die richtige Perspektive, was denn eigentlich das Wohl einer Universität ausmache, erwartete man sich von Praktikern, nicht zuletzt von Unternehmerinnen und Unternehmern. Die würden schon wissen, was für die Uni gut ist, für die sie Verantwortung mitübernehmen. Eine solche Form der RäteDemokratie hat auch den neoliberalen Unternehmern geschmeckt — sie ist bei der Einführung durch die schwarz-blaue Regierung in höchsten Tönen gelobt worden. Die Uni-Räte haben aber etwas ganz anderes bewirkt als ursprünglich versprochen: Die Professoren in den Senaten können zwar nicht alles, was ihnen passt, allein durchsetzen — aber sie können verhindern, was oder wer ihnen nicht passt. Und wenn dann doch ausnahmsweise eine qualifi zierte Frau auftaucht und es bis auf einen Vorschlag des Senats schafft, ist mit dem UniRat dann wieder ein verlässliches Gremium zur Hand, das den Betriebsunfall bereinigt. Eine viel versprechende Kandidatin nach der anderen fällt bei der Bestellung durch. Die Räte folgen dem ungeschriebenen Gesetz.
Тексты являются комментарием к статье »Wirbel um Rektoren-Bestellungen« и рекомендуются для самостоятельного предпереводческого анализа и перевода.
Edgar Fiel
LADENSCHLUSS
Institut für Demoskopie Allensbach
Die Mehrheit der Bevölkerung fordert eine Ausweitung der Ladenöffnungszeiten. Nur knapp ein Drittel fi ndet, dass die Ladenschlusszeiten überhaupt mit Gesetzen geregelt werden müssen. Mehr als die Hälfte der Befragten möchte die Öffnungszeiten den Geschäftsleuten überlassen: »Die Ladeninhaber sollen das selbst entscheiden«. Erstaunlich ist, dass der Osten in dieser Frage noch lieberaler denkt als der Westen. Die Mehrheit der
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Berufstätigen befürwortet auch eine Öffnung am Sonntag. Doch die Bevölkerung insgesamt winkt hier noch mehrheitlich ab. Für die aktuelle Umfrage wurden 2081 Personen befragt, sie ist repräsentativ für die Bevölkerung von 16 Jahren an. (F.A.Z)
Задания к тексту:
1.Прочитайте текст; определите его тему, тип текста.
2.Обратите внимание на контекстуальное значение слова Ausweitung и в связи с этим продумайте возможные варианты перевода заголовка, а также перевод ключевых слов Ladenöffnungszeiten, Ladenschlusszeiten, Öffnungszeiten, Öffnung. Сохраните ли вы в переводе множественное число компонента -zeiten в сложных словах?
3.Продумайте перевод словосочетаний knapp ein Drittel, noch mehrheitlich abwinken.
4.Переведите.
GEISTERHEILER AUS DEN KARPATEN
FRANKFURT. Deutschlands Freiberufler laufen Sturm gegen ein Gesetzesvorhaben aus Brüssel. Die EU will zulassen, dass Ärzte, Architekten, Steuerberater und Handwerker grenzüberschreitend tätig werden dürfen, ohne die Berufsvoraussetzungen des Gastlandes voll zu erfüllen. »Es kann nicht angehen, dass für Ausländer eine niedrigere Qualifi kation ausreicht«, empört sich Arno Metzler, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Freien Berufe. »Dann müssen wir irgendwann Geisterheiler aus den Karpaten als Ärzte zulassen.« Das Eu-Vorhaben erschüttere das Vertrauen in die freien Berufe und diskriminiere Inländer, sagte Joachim Wuermeling, CSU-Rechtsexperte im Europaparlament, der am Montag in Berlin eine Anhörung zu dem Thema veranstaltet. (F.A.Z).
Задания к тексту:
1.Прочитайте текст, определите его тему и тип текста.
2.Найдите соответствия словам Freiberufler, grenzüberschreitend, Berufsvoraussetzungen, Inländer, Europaparlament.
3.Пользуясь таблицей соответствий, передайте имена собственные.
4.Расшифруйте сокращения EU, CSU.
5.Переведите.
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ЭССЕ
Эссе (франц. essai — попытка, проба, очерк) — «прозаическое сочинение небольшого объема и свободной композиции, трактующее частную тему и представляющее попытку передать индивидуальные впечатления и соображения, так или иначе с ней связанные… Эссе может иметь философский, историко-биографический, публицистический, литературнокритический и беллетристический характер»1.
В научной литературе отмечается сложность и неоднозначность статуса эссе как одного из видов текста. В самом общем плане эссе может быть определено как малая проза, в которой проявляются черты, присущие другим жанрам. Эссе относят к художественной публицистике.
Для практического перевода важно знать некоторые особенности эссе, которые необходимо адекватно передать и которые, следовательно, определяют переводческие стратегии при работе с этим видом текста.
Прежде всего следует помнить, что в эссе на первый план выступает личность автора и, таким образом, эссе отличаются подчеркнутой субъективностью, эмоциональностью, образностью, так как одной из задач автора эссе является отображение индивидуального (авторского) опыта, восприятия действительности/событий и выражение авторской позиции. Написанные от первого лица, эссе часто отличаются непринужденным разговорным стилем, вкраплением фразеологизмов, просторечных слов и словосочетаний, афористичностью. Фактуальность эссе предполагает наличие в тексте реалий, различных собственных имен — антропонимов, топонимов, названий произведений искусства, периодических изданий, фирм и т. п. Библиографические вкрапления могут содержать названия произведений, как переводившихся (тогда следует их идентифицировать), так и не переводившихся. В последнем случае целесообразно после перевода или в сноске указать оригинальное название произведения.
1 Краткая литературная энциклопедия. Т. 8. М.: Советская энциклопедия, 1975.
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Часто в эссе встречаются аллюзии (Г. Гейне, Г. Грасс в наших текстах), которые также требуют пояснений для широкого (неинформированного) читателя перевода.
Эмоциональный компонент находит иногда отражение
вграфических средствах выделения — изменение шрифта, разрядка, кавычки, отбивки, деление на главки и т. п., что также необходимо сохранить в переводе, как способ/средство воздействия через визуальный ряд.
Характерной чертой эссе можно считать наличие «чужой речи», оформленной как прямая или косвенная речь. В литературно-критических эссе «чужая речь» выступает в виде цитат, цитирования обсуждаемого текста/автора.
Вэссе литературно-критических, посвященных историческим событиям, связанным с научно-техническим прогрессом, встречаются термины, которые необходимо узнать
втексте и точно передать.
Следует также иметь в виду, что заголовок, первая фраза или абзац могут выполнять прогнозирующую функцию (это становится ясно после внимательного прочтения всего текста) и поэтому к их переводу следует относиться очень внимательно.
Сильной позицией является и конец текста — последний абзац или фраза: они завершают текст как некое единство, часто подводят итог рассуждениям, содержат выводы, оценку. Иногда последняя фраза повторяет заголовок, создавая, таким образом, рамку, которую необходимо сохранить в переводе.
Для перевода и сопоставительного анализа предлагаются главы из книги Гюнтера Грасса «Mein Jahrhundert» и их опубликованный перевод на русский язык.
«Mein Jahrhundert» — произведение, рассказывающее о важнейших событиях истории Германии, истории двадцатого столетия.
События, о которых рассказывает и размышляет Г. Грасс, — это, как правило, не только и не столько эпизоды его личной, частной жизни; они интересуют и затрагивают его как современника, гражданина. Его оценка (часто негативная) субъективна, поэтому наряду с фактологическими данными каждая главка в прямой (эксплицитной) форме побуждает и читателя к размышлениям, к восприятию фак-
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та или явления глазами и душой писателя, воздействует на рациональное, духовное и душевное, что позволяет отнести произведение в целом к особому роду публицистики — к художественной публицистике, а каждую из главок рассматривать как эссе, посвященное определенному году двадцатого столетия. Этот конкретный год служит заголовком эссе.
При предпереводческом анализе текста и для определения стратегии перевода необходимо учитывать некоторые важные моменты, характерные для стиля художественной публицистики, интегрирующего черты художественности и документальности, т. е. фактологичность, чаще всего, отсутствие вымысла сочетается здесь с ярко выраженной индивидуальностью стиля.
На лексическом уровне отмечается наличие разного рода реалий (речь идет о событиях, жизни в определенной стране), разнообразных собственных имен — антропонимов, топонимов, часть которых имеет традиционный способ/форму передачи на русский язык. Особое внимание следует обратить на модальность — характер и способы выражения отношения автора к описываемым событиям и фактам. Необходимо уяснить особенности индивидуального художественного стиля автора, чтобы, по возможности, адекватно передать его в переводе. Для Г. Грасса, в частности, характерна ироничность, аллюзивность, обыгрывание стандартных оборотов речи, использование контекстуального словообразования. Учет всех этих моментов важен не только для построения стратегий перевода, но и для сопоставительного анализа и оценки прилагаемого опубликованного перевода, выполненного С. Л. Фридлянд.
Günter Grass
MEIN JAHRHUNDERT. 1944
Irgendwann musste es zum Krach kommen
Nicht, dass Stunk in der Luft lag, aber Treffen dieser Art bringen das mit sich. Als nur noch von Rückzügen zu berichten war — »Kiew, Lemberg gefallen, der Iwan vor Warschau…«, — als die Front um Nettuno zusammenbrach, Rom kampflos fiel und die Invasion den unbezwingbaren Atlantikwall zum Gespött machte, als zu Hause eine Stadt nach der anderen zerbombt wurde, es nichts mehr zu
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fressen gab und allenfals Kohlenklauund Feindhörtmit-Plakate für einen kleinen Scherz taugten, als sich selbst unsere Veteranenrunde nachträglich nur noch in Durchhaltewitzen gefiel, lieβ jemand — einer jener PK-Männer, die damals nie bei der Truppe gewesen sind, nur auf Druckposten als Schreibstubenhengste zu wiehern verstanden und später in leicht abgewandelter Stillage Bestseller fabrizierten — das Reizwort »Wunderwaffen« aus der Kiste.
Gegröle gab Antwort. Der groβe Chef der marktführenden Illustrierten rief: »Machen Sie sich nicht lächerlich!« Einige Pfiffe sogar. Aber jener mittlerweile betagte Herr gab nicht auf. Nach provozierendem Lächeln versprach er dem »Mythos Hitler« Zukunft. Indem er den Sachsenschlächter Karl, natürlich den groβen Friedrich und selbstredend das »Raubtier Napoleon« als Zeugen aufrief, baute er dem »Führerprinzip« ein künftiges Denkmal. Kein Wort strich er aus jenem Wunderwaffen-Artikel, der im Sommer vierundvierzig im »Völkischen Beobachter« gestanden, Furore gemacht und — klar doch — den Durchhaltewillen gestärkt hatte.
Nun stand er, hatte das Kaminfeuer im Rücken, straffte sich: »Wer hat vorausblickend Europa den Weg gewiesen? Wer hat sich, Europa rettend, bis zum Schluss gegen die bolschewistische Flut gestemmt? Wer hat mit Fernwaffen den ersten bahnbrechenden Schritt zur Entwicklung von Trägersystemen mit atomaren Sprengköpfen getan? Nur er. Nur mit ihm verbindet sich Gröβe, die vor der Geschichte bestehen wird. Und was meinen Artikel im ‘Völkischen’ betrifft, frage ich alle hier Anwesenden: Sind wir nicht abermals, und sei es auch nur in Gestalt dieser lächerlichen Bundeswehr, als Soldaten gefragt? Sind wir nicht Speerspitze und Bollwerk zugleich? Beweist sich nicht heutzutage, wenn auch verspätet, dass wir, dass eigentlich Deutschland den Krieg gewonnen hat? Mit Neid und Bewunderung sieht die Welt unser beginnendes Aufbauwerk. Nach totaler Niederlage erwächst uns aus überschüssiger Energie wirtschaftliche Stärke. Wir sind wieder wer. Bald werden wir führend sein. Und gleichfalls ist es Japan gelungen…«
Der Rest ging in Gebrüll, Gelächter, Rede und Widerrede unter. Jemand schrie ihm »Deutschland über alles!« ins Gesicht und zitierte damit den Titel seines seit Jahren gängigen Bestsellers. Der groβe Chef entzog seine hünenhafte Erscheinung laut protestierend unserer Runde. Der anwesende Autor jedoch erfreute sich der Wirkung seiner Provokation. Nun saβ er wieder und gab seinem Blick den Anschein seherischer Kraft.
Unser Gastgeber und ich versuchten vergeblich, eine einigermaβen geordnete Diskussion anzubahnen. Einige wollten unbedingt Rückzüge ausbaden
