Практикум по переводу научных и публицистических текстов с немецкого языка на русский
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wie kein anderes Genre. Wegen des weiten Inhalts und Umfangs, den wir mit dem Begriff Roman verbinden, mehren sich deshalb in der internationalen Literaturwissenschaft die Stimmen, die diesem epischen Genre den Stellenwert einer eigenen Gattung im Sinne eines Oberbegriffs zuerkennen. Die vielfältigen Ausprägungen der romanhaften Formen werden dem als Genres (und Subgenres) untergeordnet.
Das Wort selbst hat sich in der französischen Sprache aus dem lateinischen »romance« (auf romanische Art und Weise) entwickelt, mit dem man anfänglich lediglich Werke bezeichnete, die nicht in Latein, sondern in französischer Sprache, in der »lingua Romana«, geschrieben (bzw. aus dem Lateinischen übertragen) waren. Die Wandlung zur heutigen Bedeutung setzte im 15. und 16. Jahrhundert ein.Die französische Prosabearbeitung des »Amadis« von 1540 trug zum ersten Mal die Genrebezeichnung Roman. Im 17. Jahrhundert hatte sich allgemein der Begriffsinhalt »umfangreiche Prosaerzählung« durchgesetzt.
In Deutschland gibt es denTerminus seit der Bearbeitung desAmadisromans in der 2. Hälfte des 16. Jahrhunderts. Vollständig bürgerte er sich aber erst im 17. Jahrhundert (vor allem seit dem Dreiβigjährigen Krieg) unter dem Einfl uss der französischen Richtung in der Prosa ein und verdrängte die im 15. und 16. Jahrhundert übliche Bezeichnung Historien. Als im 18. Jahrhundert die Zahl der Romane anschwoll, begannen sich Versuche zu einer Klassifi zierung nach Untergruppen sprachlich auszuwirken, und die Reihe der Komposita mit »Roman« als Grundwort wurde eröffnet.
Задания к тексту:
1. Прочитайте текст. Ответьте на следующие вопросы: а) что обозначается термином «миф»; что явилось основой возникновения эпоса1; каковы временнûе и общественноисторические рамки его существования; б) что определило способ распространения эпоса и, соответственно, его литературную форму; в) какие общественно-экономические события повлияли на последний расцвет и способ распространения эпоса; г) каковы предпосылки появления новой литературной формы — романа; д) в чем, в общих чертах,
1 В немецком языке существуют термины Epik f и Epos m. Epik — род литературы (Epik, Dramatik, Lyrik); Epos — соответствует русскому термину эпос. В русском языке оба эти понятия обозначаются термином эпос; немецкому Epik может соответствовать словосочетание эпическая (повествовательная) проза/произведение.
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состоит специфика романа; с какого времени термин der Roman стал употребляться в Германии?
2.Назовитесоответствия следующимтерминамитерминологическим словосочетаниям: Heldenlied n, Epos n, Weltbild n,
Sklavenhaltergesellschaft f, Kommunikation f, Rapsode m, Barde m, Skalde m, Rhythmisierung f, Versform f, poetische Verfremdung f, feststehende Formeln (Pl.), Dichtung f, Definition f, Epik f, Kulturkreis m, höfisch-feudale Gesellschaft f, Ware-Geld-Beziehungen (Pl), Produktionsverhältnisse (Pl), Terzinendichtung f, Nationalsprache f, Renaissance f, bewegliche Melalltypen (Pl), Frühbürgertum n, humanistische Ideologie f, Literaturwissenschaft f, Gattung f, Oberbegriff m, Begriffsinhalt m.
3.Передайте на русский язык следующие имена собственные — антропонимы и названия произведений (не вполне собственные имена): Homer, «Ilias», «Odyssee», Hesiod, «Theogonie», Vergil, «Aeneis», «Gilgamesch», «Mahābhārata», Valmiki, «Ramāyana», Firdusi, «Schach-Nameh», «Beowulf», Nibelungenepos, Wolfram von Eschenbach, «Parzival», Gottfried von Straβburg, «Tristan und Isolde», Hartmann von Aue, «Erec», «Iwein», Dante Aleghieri, «Divina Commedia», Ariost, «Orlando Furioso» (Der rasende Roland), Gutenberg, Kayser, Benjamin, «Amadis».
4.Продумайте варианты перевода в соответствующем контексте следующих словосочетаний: Urund Frühzeit;
übermenschliche Heroen; Überlagerung von Stoffkomplexen; in Jahrmillionen; Mythen des vorderasiatischen und griechischen Raumes; die älteste derartige Dichtung; im sumerischakkadischen Kulturkreis; christliche Inhalte werden eingeführt; die Rückbesinnung auf die diesseitsbetonte Antike; Jenseitsorientierung des Mittelalters; wegen des weiten Inhalts und Umfangs, den wir mit dem Begriff Roman verbinden…
5.Оцените значение неопределенного артикля при абстрактном существительном (eine Renaissance) и решите, подлежит ли он передаче.
6.Переведите текст и проанализируйте встретившиеся трудности и переводческие приемы, которые вы использовали.
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K. H. Kasper, D.Wuckel
EPISCHE GENRES:
NOVELLE, POWEST, KURZE ERZÄHLPROSA
Erzählung und Novelle unterscheiden sich in ihrem Aufbau und in ihrem ästhetischen Leistungsvermögen. Dennoch sind die Grenzen zwischen den Genres flieβend. Der Reichtum der poetischen Praxis bewirkt, dass eine klare Genrezuordnung im Einzelfall oftmals nicht möglich ist.
Die Novelle bildete sich als Genre mit der Entstehung des Bürgertums in den Stadtstaaten Italiens heraus. Sie erreichte mit Boccaccios Novellensammlung »Das Decamerone« ihren ersten Höhepunkt. In der Renaissance-Novelle überwiegt der gesellige Charakter, das Interesse an der mitgeteilten Neuigkeit (ital. novella; Neuigkeit). Sie steht im Dienste der Selbstentdeckung des bürgerlichen Menschen. Den Mittelpunkt der Novelle bildet ein überraschendes Geschehen, in welchem die Interessen, Leidenschaften und Intrigen der frühen bürgerlichen Gesellschaft ihren künstlerischen Ausdruck fanden.
Goethe begündete die deutsche Novelle. Er bestimmte das Genre als eine »sich ereignete, unerhörte Begebenheit« (Eckermann, 25.1.1827). Sein Novellenzyklus »Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten«, der die politischen Auseinandersetzungen im Gefolge der Französischen Revolution unmittelbar aufgriff, erinnert im Aufbau an Boccaccios »Decamerone«. Das Zeitgeschichtssujet wurde in der Rahmenhandlung jedoch nur behandelt, um widerlegt zu werden: Die Binnennovellen, besonders das abschlieβende »Märchen«, reflektieren mit symbolischen Mitteln die aktuelle Problematik des Epochenumbruchs, indem sie vom konkreten historischen Bezug abstrahieren und sich allgemeinmenschlichen Problemen zuwenden.
Eine solche Anordnung von Novellen zum Novellenzyklus eröffnete in der deutschen Literatur eine Tradition, an welche die Erzähler des 19. Jahrhunderts anknüpften. Der Novellenzyklus kann in ungerahmter und in gerahmter Form erscheinen. So vereinigt Gottfried Keller in den beiden Zyklen »Die Leute von Seldwyla« stofflich-thematisch unterschiedliche Novellen, die neben der Einheit des Ortes lediglich durch einen unabgeschlossenen Rahmen in Form der Autorenvorrede miteinander verbunden sind. Der erste Band der »Züricher Novellen« hingegen konstituiert sich aus einer pädagogischen Ramennovelle, in die drei Binnennovellen eingelagert sind. Die Binnennovellen führen an drei historischen Beispielen vor, was wahre und was falsche Originalität ist. Sie wirken auf die Rahmennovelle
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zurück, indem sie deren pädagogisches Objekt, den Züricher Bürgersohn Jacques, vom Dünkel der Originalitätssucht befreien. […]
In ihrer zyklischen Gestalt tendiert die Novelle zur epischen Groβform. Die kompositorischen Möglichkeiten des Novellenzyklus reichen — wie die Zyklen Gottfried Kellers zeigen — von der lockeren Reihung thematisch heterogener Einzelnovellen bis zu kunstvoll verzahnten und thematisch sorgsam abgestimmten Novellengefügen. Innerhalb eines Novellenzyklus werden Platz und Funktion der Einzelnovelle von der Art der zyklischen Organisationsform bestimmt oder zumindest beeinfl usst.
Figurenentwicklung ist allerdings nicht obligatorisch, sondern lediglich eine Möglichkeit des in der historischen und gegenwärtigen Entwicklung auβordentlich vielgestaltigen Genres Erzählung.
Ebenso wie die Novelle kann auch die Erzählung von einem Rahmen umschlossenwerden(A.Seghers,»DerAusfl ugdertotenMädchen«;M.Scholochow, »Ein Menschenschicksal«). Da der Erzähler in der Rahmenerzählung häufi g als Augenzeuge auftritt, verstärkt er die Fiktion derAuthentizität der Binnenerzählung und gewährt eine zusätzliche Erzählperspektive.
Neben Erzählung und Novelle existiert die novellistische Erzählung als Mischform: Franz Fühmann bedient sich in »Barlach in Güstrow« der Form der novellistischen Erzählung, um besonders den psychologischen Handlungsmotivationen der Hauptgestalt nachzuspüren.
Mit dem Begriff Powest bezeichnet die sowjetische Literaturwissenschaft — unter dem Aspekt des Umfanges sowie der Breite und Tiefe der Wirklichkeitserfassung — ganz allgemein ein »mittleres« Prosagenre, das zwischen Roman und Erzählung steht. Zuweilen wird zwischen Powest, Roman und Erzählung die Unterscheidung getroffen, dass die Erzählung ein Ereignis im Leben eines Menschen behandle, die Powest mehrere Ereignisse beschreibe, der Roman hingegen ein ganzes Leben umfasse. Dieser Unterscheidung steht die literarische Praxis jedoch vielfach entgegen. Mehrfach wurde versucht, die Unterschiede zwischen Erzählung, Powest und Roman nicht vom Umfang her zu bestimmen, also nicht einfach »kleine«, »mittlere« und »groβe« Genres nebeneinanderzustellen, sondern die Genrespezifi k hervorzuheben. So gehen die Petersburger Wissenschaftler N. A. Grosnowa und W. A. Kowaljow davon aus, dass sich Erzählung, Powest und Roman in unterschiedlichem Maβe auf die wichtigsten Gegenstände der Epik konzentrieren, nämlich auf den Menschen, die Umstände oder die Wechselbeziehungen zwischen Menschen und Umständen (Groznova/Kovalev. S. 14 f.). Danach erfasst die Erzählung meist nur bestimmte Züge eines Menschen, einer literarischen Figur, zeigt
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ihre Entwicklung punktuell, in Sprüngen, an wenigen Episoden. Der Roman hingegen kann völlig uneingeschränkt die drei Hauptgegenstände epischer Darstellung erfassen. Die Powest weist in der Regel nur einen Schwerpunkt auf, ist also in den meisten Fällen auf die Darstellung des Charakters einer literarischen Figur oder auf die Durchleuchtung bestimmter Umstände konzentriert.
In der altrussischen Literatur wurden sowohl die Chroniken (»Nestorchronik«) als auch die Kriegserzählungen (»Die Erzählung von der Zerstörung Rjasans durch Batu«) als Powest bezeichnet, im 17. Jahrhundert auch die unter dem Einfl uss der Renaissance entstandenen weltlichen Erzählungen (»Die Geschichte vom russischen Edelmann Frol Skobejew«). Seit dem 19. Jahrhundert werden Werke, die wir der Erzählung, der Novelle oder dem Roman zuordnen würden, von den Schriftstellern Powest genannt.
N. A. Grosnowa und W. A. Kowaljow unterscheiden fünf produktive Typen der Powest in der klassischen russischen und in der Sowjetliteratur: l. die handlungsarme »beschreibende« Powest, ohne betonte Zäsuren, mit einem ruhigen Erzählfl uss, der völlig von der »Stimme des Erzähler« getragen wird; 2. die Powest mit einer extensiven Handlung, einer Ereigniskette, die häufi g von einem Motiv (Reise, Bewährung) zusammengehalten wird; 3. die »objektive« Powest, deren Handlung in einer straffen Abfolge, ohne »Abschweifungen« des Erzählers, verläuft; 4. die »novellistische« oder »dramatische« Powest, in deren Mittelpunkt meist krasse Konfliktsituationen stehen; 5. die »lyrische« Powest, in der sich die Handlung und ihre subjektive Kommentierung durch den Erzähler die Waage halten.
Bei der Übersetzung des Begriffes Powest herrscht eine gewisse Unsicherheit, so dass die Powest dem deutschen Leser als Erzählung, Novelle oder sogar Kurzroman angeboten wird.
Die Bezeichnung kurze Erzählprosa fasst unterschiedliche kleine epische Texte, die sich im Verlauf der Entwicklung herausgebildet haben und genremäβig nur schwer voneinander abzugrenzen sind, nach inneren und äuβeren Kriterien zusammen. Sie unterliegen den allgemeinen Besonderheiten der Gattung Epik, weisen aber eine Reihe Gemeinsamkeiten auf, die sie von anderen Prosagenres abheben. Augenfälligstes Unterscheidungsmerkmal, dem gleichzeitig eine solche Bedeutung beigemessen wird, dass es im Begriff anklingt (kurze Prosa, kurze Erzählung, Kurzgeschichte), ist die Beschränkung der Texte vom Umfang her. Sie bedingt den stark begrenzten Charakter der Wirklichkeitserfassung (Auswahl nur einer Situation, nur einer Episode oder Szene, reduzierte Figurenzahl, das Geschehen wird nicht prozesshaft in seiner Entwicklung, sondern in einer Phase seines Bestehens festgehalten
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und beleuchtet) und ist damit maβgeblich an der Ausbildung gemeinsamer Wesenszüge beteiligt. Ähnlichkeiten liegen bei einem Teil der Genres — vor allem denen, die seit der Renaissance das Bild der kleinen Epik bestimmen — auch in der Stoffund Themenwahl vor (Alltagsbezogenheit).
Neben diesen weitgehenden Übereinstimmungen weist jedoch jedes literarische Genre Besonderheiten auf, die im starken Maβe sein ästhetisches Leistungsvermögen bestimmen. Die Kenntnis dieser Eigenheiten ist für die Erschlieβung der Texte in ihrer Inhalt-Form-Dialektik unabdingbar. Einem solch differenzierten Erfassen der Genrespezifi k vermag der Sammelbegriff kurze Erzählprosa jedoch nicht gerecht zu werden. Er weist wie jede Hilfskonstruktion Mängel und Unzulänglichkeiten auf, zumal ihm nicht nur eigenständige epische Genres (wie Anekdote, Kurzgeschichte, Sage und Märchen) zugeordnet werden, sondern auch literarische Formen, die in anderen Gattungen und Genres auftreten können und sich nur zeitweise zu literarischer Eigenständigkeit erheben (wie Schwank, Parabel und Gleichnis).
In der Begriffsgebung spiegelt sich auch der noch unzureichende Stand der genretheoretischen und -geschichtlichen Erforschung dieses Problemkreises wider. Trotzdem wird aus Gründen der Überschaubarkeit dieser Terminus beibehalten.
In fast allen Epochen der Literaturgeschichte begegnet man Beispielen kurzer erzählender Prosa. Diese in Jahrhunderten entstandene Mannigfaltigkeit kurzer Prosa zu systematisieren bereitet Schwierigkeiten, zumal der Formenreichtum durch die Aufnahme geeigneter Elemente aus benachbarten Gattungen und Genres noch zunimmt. Es ist aber auch zu beobachten, dass die kleinen Formen über ihre Grenzen hinaus bereichernd wirken.
Von der Rolle und Funktion der Genres im Kommunikationsprozess ihrer Zeit her scheint ein Herangehen an diesen vielfältig differenzierten Problemkreis möglich zu sein. Literatur trägt immer kommunikativen Charakter, so auch kurze Erzählprosa. Indem ein Mensch anderen Geschichten erzählt, will er in einer bestimmten Richtung wirken — erziehen, belehren, bilden, unterhalten. Dabei werden zu bestimmten Zeiten — entsprechend den bestehenden gesellschaftlichen Erfordernissen — einzelne Aspekte betont. So sind in der Entwicklung der kurzen Prosa verschiedene Tendenzen zu beobachten, die nebeneiander bestehen, sich aber gegenseitig beeinflussen. Es zeichnet sich eine Linie ab, die stärker unter didaktisch-belehrenden Vorzeichen steht (exempelhafte Erzählung, Fabel, Parabel, Gleichnis, Märchen, Sage), und eine andere, die vor allem vom Unterhaltungsaspekt her geprägt ist (Schwankgeschichte, Anekdote, Witz).
Die Tradition der kurzen Erzählprosa begann mit dem mündlichen Erzählen. Ihre schriftliche Fixierung erfolgte erst relativ spät, in Deutschland vornehmlich
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seit dem 15. Jahrhundert. Im ausgehenden Mittelalter dominierte anfangs eine exempelhafte Erzählung.
Задания к тексту:
1.Прочитайте тексты.
2.Найдите соответствия следующим терминам и терминологически употребленным словосочетаниям: Novelle, Genre,
Novellensammlung, Renaissance-Novelle, Novellenzyklus, Rahmenhandlung, Binnennovelle, Rahmennovelle, Powest, literarische Figur, epische Darstellung, Chronik, Zäsur, Erzählfluss, kurze Erzählprosa, Stoffund Themenauswahl, ästhetisches Leistungsvermögen, Schwank, Parabel, Gleichnis, Fabel, Märchen, Sage, Witz.
3.Передайте названия произведений и антропонимы, используя установившиеся варианты: «Das Decamerone», «Unterhaltungen deutscher Ausgewanderten», «Die Leute von Seldwyla», «Züricher Novellen», «Nestorchronik», «Die Erzählung von der Zerstörung Rjasans durch Batu», «Die Geschichte vom russischen Edelmann Frol Skobejew», Boccaccio, Goethe, Eckermann, Gottfried Keller, Jacques.
4.Познакомьтесь с текстом «Повесть» из литературной энциклопедии.
Повесть — эпический прозаический жанр. Существует два весьма различных понимания термина «П.». С одной стороны, под П. понимают среднюю (по объему и охвату жизни) форму эпической прозы, к-рая меньше романа, но больше новеллы. Объем произведения в данном случае не является чисто внешней, формальной характеристикой, ибо сжатость П. (в сравнении с романом) обусловлена тем, что она охватывает определенную цепь эпизодов, а роман создает всестороннюю картину целого жизненного уклада, развертывая сложное и завершенное в себе действие. Менее убедительно нередко встречающееся иное разграничение: новелла (или рассказ) отражает одно событие из жизни героя, «П» — ряд событий, роман — целую жизнь. Есть новеллы (напр., чеховский «Ионыч»), охватывающие, в сущности, целую жизнь, и есть романы, построенные на одном событии (еще чаще — изображающие всего один день из жизни героя, такие, как «Время, вперед!» Катаева или «Улисс»
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Джойса). Стоит отметить, что и простое разделение новеллы, П. и романа на основе их объема нередко оказывается проблематичным. Так, пушкинские «Повести Белкина» по объему и охвату событий следовало бы скорее назвать новеллами; в то же время Горький назвал П. громадное эпическое полотно «Жизнь Клима Самгина», к-рое по объему превышает почти все русские романы.
Другое понимание термина «П.» разделяет П. и роман не просто как разные по объему формы прозы, но как формы, имеющие существенное жанровое своеобразие. Так различаются эти формы и в других европейских лит-рах: Roman (роман) и Еrzählung (повесть) — в немецкой; novel (роман) и story (повесть) — в английской. П. — это древнейший жанр русской лит-ры. Роман зарождается на Руси лишь в XVII–XVIII вв. (как и новелла). П., подобно рассказу, нередко принимает форму как бы устного рассказывания, стремится в буквальном смысле слова «поведать», а не «изобразить», в объективной, «безличной» манере. Именно таковы «Вечера на хуторе близ Диканьки» Гоголя, «Первая любовь», «Степной король Лир» Тургенева, «Очарованный странник» и «Левша» Лескова, «Крейцерова соната» Толстого, «Моя жизнь» Чехова и т. п. С другой стороны, П. тяготеет к хронике, она в сравнении с романом часто более спокойна, эпична, нетороплива. Типичными П. в силу своей хроникальности являются автобиографические произведения С. Аксакова, Л. Толстого, М. Горького, О’Кейси, Ш. Андерсона. Впрочем, следует отметить, что изложенное понимание термина не исключает представления о П. как о средней форме эпической прозы, ибо хроникальная природа П., не имеющей того сложного, напряженного и законченного сюжетного узла, к-рый характерен для романа, обычно ограничивает ее объем, не позволяет ей развернуться до широких размеров романического жанра. Т. о., есть возможность объединить, связать два различных понимания П. — как средней формы эпической прозы и как особой жанровой формы.
5. Продумайте возможные способы передачи словосочетаний: a) Renaissance-Novelle; den Mittelpunkt der Novelle bildet; Goethe begründete die deutsche Novelle; die politischen Auseinandersetzungen im Gefolge der Französischen Revolution; das Zeitgeschichtssujet wurde… behandelt, eröffnete eine
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Tradition; in ungerahmter und gerahmter Form erscheinen; unabgeschlossener Rahmen;
б) unter dem Aspekt; Waagehalten; zeigt ihre Entwicklung punktuell, in Sprüngen, an wenigen Episoden;
в) genregemäβ; augenfälligstes Unterscheidungsmerkmal; das Geschehen wird nicht prozesshaft in seiner Entwicklung, sondern in einer Phase seines Bestehens festgehalten, ästhetisches Zeitungsvermögen; genretheoretische und geschichtliche Erforschung; ein Herangehen an diesen vielfältig differierten Problemskreis.
6. Переведите; составьте аналитический лингвопереводческий комментарий вашего перевода — отразите стратегии и переводческие приемы.
Предлагаем для сравнительного анализа и аналитического комментирования выдержки из литературнокритических заметок о женской литературе и их аутентичный перевод.
Konstanze Fliedl (Universität Salzburg)
EINFÜHRUNG IN DAS THEMA
Weibliches Schreiben ist ein Paradox. Denn einerseits wissen wir natürlich genau, dass es so etwas gar nicht geben kann: Schreiben hat kein Geschlecht. Engel haben schlieβlich auch keins. Eine Englische Botschaft also: Schriftsteller und Schriftstellerin verlieren während des Schreibens die Defi nitionen, die Beschränkungen ihrer Geschlechterrolle. Sie dürfen als Erzähler oder als lyrisches Ich eine Engelsstimme sprechen lassen, ohne die Erdenschwere von Biologie und Anatomie. In edler Geschlechtslosigkeit wären die groβen und die kleinen Unterschiede verschwunden. Umgekehrt lieβe sich auch sagen: Schriftstellerische Produktion verläuft inspiriert und kalkuliert, irrational und rational — und wäre auf diese Weise immer schon die Vereinigung dessen, was man traditionell weiblich und männlich genannt hat. Anhand literarischer Figuren lässt sich männliches und weibliches Bewusstsein darstellen. In Platos »Gastmahl« wird der Mythos vom androgynen Urmenschen erzählt: Als Kugelgestalt mit zwei Gesichtern und zwei Geschlechtern, vier Armen und vier Beinen, bewegt sich noch ungetrennt ein Wesen, das nach seiner Halbierung
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eine ewige Sehnsucht nach Ergänzung haben wird. Indem Autoren und Autorinnen diese Sehnsucht erfüllen, weil sie ja die andere Hälfte imaginieren können, sind sie gleichsam schreibende Hermaphroditen, die souverän über beide Geschlechter verfügen.
Andererseits: die schöne Utopie des Geschlechtslosen, oder des Doppel-geschlechtlichen, ist durch die reale Geschichte der Frauen kompromittiert. Jahrhundertelang ausgeschlossen aus der kulturellen Tradition, oder jedenfalls marginalisiert, in die mündliche Überlieferung abgedrängt, hat sich die weibliche Kreativität gegen Sprechverbote und Sanktionen durchzusetzen gehabt. Groβe Schriftstellerinnen haben ihre Identität verleugnet und ihren Namen versteckt, haben sich George Sand oder George Eliot genannt, haben heimlich geschrieben oder nachts, in gestohlenen Stunden. Warum sollten sich dergleichen Bedingungen nicht in den Ergebnissen ausdrücken, warum sollten die nicht eine Antwort darauf sein — als schüchterne Anpassung oder forsche Überkompensation, als brave Nachahmung oder verzweifelter Protest? Literatur von Frauen trägt die Spuren ihrer Entstehung, ihre Geschichte wird — und soll — nicht einfach verschwinden.
Констанца Флидль (Зальцбургский университет)
ВВЕДЕНИЕ В ТЕМУ
«Женское письмо» — понятие парадоксальное. С одной стороны, нам ведь, естественно, точно известно, что ничего подобного быть не может. У письма, у писания нет пола. Ведь у ангелов, к примеру, пола тоже нет. Речь ведь идет об ангельской вести. Писатели и писательницы утрачивают в процессе письма признаки и границы своего пола. Они могут возвысить свой голос до ангельского, выступая как голос рассказчика или как лирическое «я», лишившись биологической и анатомической силы тяготения. В возвышенной устраненности пола исчезают большие и маленькие различия между мужчиной и женщиной. Одновременно справедливо будет отметить, что писательская работа осуществляется и по вдохновению, и по расчету, она иррациональна и рациональна — и в этом смысле она всегда объединяет в себе то, что традиционно называли женским и мужским началом. В литературных героях можно представить мужское и женское сознание. В «Пире» Платона излагается миф о прачеловеке-андрогине: у него было два лица, срамных частей две, рук было четыре, ног столько же, сколько рук, и передвигался этот целый человек колесом, а потом, после
