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124 • CANopen

Netzwerkaufbau

5.2.1.3 Erforderlicher Leitungsquerschnitt

Der Querschnitt des Leiters ist abhängig von der Leitungslänge und der Anzahl der angeschlossenen Knoten zu wählen.

1

 

 

 

 

 

 

 

1

 

 

32 Knoten

 

 

 

 

 

 

 

64 Knoten

 

 

 

 

 

0,75

 

100 Knoten

 

 

 

 

0,75

0,5

 

 

0,5

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0,25

 

 

0,34

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0,25

 

 

 

 

 

 

 

 

100

150

200

250

300

350

400

450

500

 

 

 

Leitungslänge L/m

 

 

 

Abb. 5-1: Leitungsquerschnitt in Abhängigkeit der Leitungslänge und Knotenanzahl

5.2.2 Verkabelung

Der Anschluss eines WAGO Feldbus-Knoten an das CANopen Buskabel erfolgt über den entsprechenden Feldbusanschluss-Stecker (MSS bzw. D-SUB).

Für eine Verdrahtung mit geschirmtem Kupferkabel (3x0,25 mm²) wird der jeweilige Feldbusstecker mit den Anschlüssen CAN_High, CAN_Low und CAN_GND belegt.

CAN_High und CAN_Low sind zwei physikalisch verschiedene Buspegel. CAN_GND ist das gemeinsame Bezugspotential.

Der Leitungsschirm des Kabels kann auf den Anschluss drain gelegt werden. Dieser ist mit 1 Mgegenüber PE (Tragschienen Kontakt) abgeschlossen. Eine niederohmige Anbindung der Schirmung an PE kann nur extern (z.B. durch eine Potentialeinspeiseklemme) erfolgen. Es ist eine zentrale PE Kontaktierung für die gesamte CANopen-Bus Leitungsschirmung anzustreben.

Hinweis

Für die optimale Verbindung zwischen Schirmung des Feldbuskabels und Funktionserde bietet WAGO das Schirm-Anschlusssystem (Serie 790).

Jeder CAN-Knoten bildet aus den Buspegeln CAN_High und CAN_Low die

Differenzspannung UDiff mit: UDiff = UCAN_High - UCAN_Low.

Die Differenzsignalübertragung bietet den Vorteil der Unempfindlichkeit gegenüber Gleichtaktstörungen und Masseversatz zwischen den Knoten.

Befindet sich der Buspegel im rezessiven Zustand, ist zwischen CAN_Low und CAN_GND eine Spannung von 2,5 V und zwischen CAN_High und CAN_GND ebenfalls eine Spannung von 2,5 V.

Die Differenzspannung beträgt demnach 0 V.

Befindet sich der Buspegel im dominanten Zustand, ist zwischen CAN_Low und CAN_GND eine Spannung von 1,5 V und zwischen CAN_High und

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CANopen • 125

Netzwerkaufbau

CAN_GND eine Spannung von 3,5 V.

Die Differenzspannung beträgt ca. 2 V.

Beachten

Beim Anschluss der Teilnehmer ist darauf zu achten, dass die Datenleitungen nicht vertauscht werden.

An den Leitungsenden muss das Buskabel immer mit einem Abschlusswiderstand von 120 Ohm abgeschlossen werden, um Reflexionen und damit Übertragungsprobleme zu vermeiden.

Dieses ist auch bei sehr kurzen Leitungslängen erforderlich.

750-307

CAN_High

 

 

 

 

 

RT

 

RT

 

 

 

 

 

CAN_Low

RT = 120 Ohm

Abb. 5-1: Anschlussprinzip eines WAGO Feldbus-Knoten an den CAN-Bus

g012402x

Bevor der Feldbus-Knoten an das Netzwerk gesteckt wird, sollte die Installation überprüft werden. Die physikalische Verbindung kann dabei an beliebiger Stelle im CAN-Bus mit einem Ohmmeter geprüft werden.

Vor der Messung müssen bis auf die Abschlusswiderstände alle angeschlossenen Geräte abgezogen werden.

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Netzwerkaufbau

Ohmmeter

CAN_High

 

 

 

 

 

RT

 

RT

 

 

 

 

 

CAN_Low

GND

RT = 120 Ohm

Abb. 5-2: Messprinzip zur Überprüfung des CAN-Busses vor der Verdrahtung

g012445x

 

Messung zwischen:

 

Mess-Wert

 

Bedeutung

 

 

GND u. CAN_L

 

unendlich

 

Ok

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0

 

Kurzschluß zwischen GND u. CAN_L

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

GND u. CAN_H

 

unendlich

 

Ok

 

 

 

 

 

 

 

 

 

0

 

Kurzschluß zwischen GND u. CAN_H

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

ca. 60

 

ok, 2 Abschlußwiderstände im Bus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

CAN_L u. CAN_H

 

ca. 120

 

nur 1 Abschlußwiderstand im Bus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

< 50

 

mehr als 2 Abschlußwiderstände im Bus

 

 

 

 

 

 

 

 

Da der CAN-Bus als 2-Drahtbus ausgeführt ist, erkennt ein Busfehlermanagement den Bruch oder Kurzschluss einer Leitung durch unsymmetrischen Betrieb.

Weitere Informationen

Die CiA stellt Dokumente zu Spezifikationen, insbesondere zu Kabelspezifikationen, im INTERNET zur Verfügung unter:

http://www.can-cia.de

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CANopen • 127

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5.2.3 Topologie

Für den Aufbau eines einfachen CANopen Netzwerkes benötigen Sie neben einem CANopen Feldbusknoten einen Master (PC mit PC-Feldbuskarte CANopen), ein Verbindungskabel und ein DC 24 V Netzgerät für die Spannungsversorgung.

Das CANopen Netzwerk wird als Linienstruktur mit Abschlusswiderständen (120 Ohm) aufgebaut.

In Systemen mit mehr als zwei Stationen werden alle Teilnehmer parallel verdrahtet. Hierzu ist das Buskabel unterbrechungsfrei durchzuschleifen. Die maximale Länge für einen Leitungsabzweig sollte 0,3 m nicht überschreiten.

Linie, Bus

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Terminator

 

 

 

Terminator

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Netzwerk Knoten

Abb. 5-2: Bus-Topologie eines CANopen-Netzwerkes

g012441d

Alle Teilnehmer im Netz kommunizieren mit der gleichen Baudrate. Die Busstruktur erlaubt das rückwirkungsfreie Einund Auskoppeln von Stationen oder die schrittweise Inbetriebnahme des Systems.

Spätere Erweiterungen haben keinen Einfluss auf Stationen, die bereits in Betrieb sind. Wenn ein Teilnehmer ausfällt oder dem Netz neu hinzugefügt wird, wird dieses automatisch erkannt.

Über Routerknoten sind auch Abzweigungen von dem linienförmigen Bus und somit der Aufbau hierarchischer Netzstrukturen möglich.

Mit dem Einsatz von Repeatern kann die maximal mögliche Anzahl von 110 Knoten erhöht und die Netzausdehnung (Buslänge) vergrößert werden. Obwohl die Ausdehnung des Netzes abhängig von der Übertragungsrate ist, ist CAN auch für ausgedehnte Netze einsetzbar. Die dabei erreichbaren Datenraten liegen in denselben Größenordnungen wie bei anderen Bussystemen. Wegen der Signalverzögerung wird die maximal mögliche Leitungslänge jedoch um 20 – 30 m pro Repeater reduziert.

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