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Praktische Phonetik der deutschen Sprache. Учебное пособие

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[ts] z kurz
zz
Skizze
tz
Platz
ts
rechts
[ʧ]
tsch
deutsch
ch
Couch
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ANHANG II
TEXTE FÜR PRAKTISCHE ARBEIT
II.I. Lesen Sie folgende Texte und analysieren Sie die unterstrichenen
Wörter:
Text 1. Die Nachtigall und der Pfau
(Fabel)
Eine gesellige Nachtigall fand unter den Sängern des Waldes eine Menge Neider,
aber keinen Freund. „Vielleicht finde ich ihn unter den anderen Vögeln“, dachte sie und flog vertraulich und flink zum Pfau herab. „Schöner Pfau“, sagte sie, „ich bewundere dich!“ – „Ich dich ebenso, liebe Nachtigall.“ „So lass uns Freunde werden“, sprach die liebliche kleine Königin der Nacht. „Wir werden uns nie beneiden. Du bist dem Auge so angenehm als ich dem Ohre.“ Und die Nachtigall und der schöne Pfau wurden Freunde.
Gotthold Ephraim Lessing
Text 2. Der Esel und der Wolf
Ein Esel begegnete einmal einem hungrigen Wolf. „Habe Mitleid mit mir“, sagte das zitternde Tier. „Ich bin ein armes krankes Wesen. Sieh nur, welchen Dorn ich mir in den Fuß getreten habe!“ – „Wirklich, du dauerst mich!“, antwortete der böse Wolf. „Aber ich finde eine Rettung von deinen Schmerzen, indem ich dich verschlucke!“ Und es dauerte nicht lange, so ward seine Beute zerrissen.
Gotthold Ephraim Lessing
Text 3. Dreimal bebende Erde
Dreimal bebt die Erde im Leben des Menschen. Das erste Mal bebt die Erde, wenn der Mensch sich seiner bewusst wird und wenn er erkennt, was es heißt ein Mensch
zu sein. Da neigt sich die Erde vor der Größe des Menschen und bebt das erste
Mal. Das zweite Mal bebt die Erde, wenn der Mensch sich erhebt über das Schicksal und erkennt, dass er des Schicksals Macht ist, - da neigt sich die Erde vor der Allmacht des Menschen und bebt zum zweiten Mal.
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Das dritte Mal bebt die Erde, wenn der Mensch zum Menschen findet und die Menschen verkünden „Die Welt verändern wir.“ Da bebt dem Vorgefühl einer neuen Fruchtbarkeit die Erde zum drittenmal. Und dieses Beben vermischt sich
über Zeiten, Unendlichkeiten hinweg mit dem Donnerrollen, das die Weltschöpfung begleitet.
Johannes R. Becher
Text 4. Die Harzreise
(ein Auszug)
Die Sonne ging auf. Die Nebel flohen wie Gespenster beim dritten Hahnenschrei.
Ich stieg wieder bergauf und bergab, und vor mir schwebte die schöne Sonne, immer neue Schönheiten beleuchtend. Der Geist des Gebirges begünstigte mich ganz offenbar; er wusste wohl, dass so ein Dichtermensch viel Hübsches wiedererzählen kann, und er ließ mich diesen Morgen seinen Harz sehen, wie ihn gewiß nicht jeder sah.
Heinrich Heine
Text 5. Münchhausen in Russland
(ein Auszug) Münchhausen reiste im Winter zu Pferd durch Russland. Eines Abends, als es schon dunkel wurde, hatte er noch kein Nachtquartier gefunden. Nichts als Schnee war zu sehen. Da band er sein Pferd an einen spitzen Baumast, der aus dem Schnee herausragte – so glaubte er wenigstens. Dann legte er sich auf Decken und Mäntel in den Schnee und schlief ein. Als er erwachte, war er sehr erstaunt, denn er lag auf dem Kirchhof mitten im Dorf. Er suchte sein Pferd und merkte schließlich, dass er es an die Wetterfahne des Kirchturms gebunden hatte. Dort oben hing es nun. Während der Nacht war nämlich der Schnee geschmolzen, unter dem das Dorf am Abend vorher begraben gewesen war. Mit seiner Pistole zerschoss
Münchhausen den Riemen, mit dem er das Pferd festgebunden hatte. Das Pferd
fiel herunter, ohne Schaden zu nehmen, und Münchhausen setzte seine Reise fort.
G. A. Bürger
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Text 6. Der Ritt auf der Kanonenkugel
Im Krieg wurde eine feindliche Stadt belagert. Man wollte gern wissen, wie die Lage in der Stadt war, doch konnte keiner hineingelangen. Münchhausen stand neben einer Kanone, die gerade eine Kugel in die Festung abschoss. Schnell
entschlossen sprang Münchhausen auf die Kanonenkugel und ritt so auf die Stadt zu. Allerdings bekam er unterwegs Angst vor seiner eigenen Kühnheit. Er
zweifelte wohl nicht daran, dass er gut in die Stadt hineinkommen würde, aber schlecht wieder heraus. In diesem Augenblick begegnete er einer Kanonenkugel, die von der Stadt her in umgekehrter Richtung flog. Schnell stieg er in der Luft um, ritt auf der feindlichen Kugel wieder zurück in sein Lager und war in Sicherheit.
G. A.Bürger
II.II. Texte für die Transkription:
Text 7. Im Wald
Gert und Hartwig sind gute Freunde; oft sieht man sie zusammen spielen. Seit
einigen Tagen gehen sie fleißig Pilze sammeln. Dabei lernen sie den Wald immer
besser kennen. Gestern hatten sie ein besonderes Erlebnis. Gert hörte plötzlich einen Specht klopfen. Sie blieben stehen und lauschten. Er musste ganz nahe sein. Leise und vorsichtig schlichen sie sich heran. Da sahen sie auch schon den
Grünrock an einem dicken Fichtenstamm sitzen. Er hatte sie nicht kommen hören.
Sie konnten ihn eine ganze Weile beobachten.
Text 8. Der Frühling
Endlich ist der holde Mai da! Jetzt strahlt die Sonne hell am klaren blauen Himmel;
alle Wolken haben sich verzogen. Die Luft ist warm und lind, lustige Bächlein rieseln und plätschern überall. Im Walde erklingen die fröhlichen Lieder der Vögel. Laut schallt das Trillern und Jubeln der Lerche, dass süße Flöten der Amsel. Und abends schlägt im stillen Fliederbusch die Nachtigall.
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Text 9. Im Sommer
Ich liege ausgestreckt im hohen Gras und schaue in den blauen Himmel hinein.
Reihen von leichten weißen Wolken nähern sich und ziehen langsam an der glühenden Sonnenkugel vorbei. Lerchen schwirren durch die Lüfte; sie steigen immer höher und bald kann ich sie nicht mehr sehen. Die Bäume und Sträucher stehen unbeweglich, und ihre Blätter leuchten in saftigem Grün. Über den Wiesen liegt ein bläulicher Dunst. Kein Geräusch ist zu hören. Wie herrlich ist es, hier im Freien zu ruhen und sich an der blühenden Natur zu
freuen!
Text 10. Der habgierige Hund
Ein Hund hatte bei einem Fleischer ein Stück Fleisch gestohlen und lief damit über eine schmale Brücke. In dem klaren Wasser sah er sein Bild; da sagte er zu sich selbst “Da ist ein anderer Hund. Er hat auch ein Stück Fleisch im Maul.“ Der Hund blieb stehen. „Ich muss ihm das Fleisch wegnehmen“, dachte er. Hastig schnappte er nach dem Fleisch. Da fiel das Stück, das er im Maul hatte, ins Wasser. Aber das Stück, das er haben wollte war auch verschwunden.
Text 11. Die Nachtigall
Das Schloss des Kaisers von China war das schönste in der Welt. Im Garten sah man wunderbare Blumen. Der Garten war sehr groß. Der Gärtner selbst wusste
nicht, wo er zu Ende war. Wenn man immer weiter ging, kam man in einen
herrlichen Wald mit hohen Bäumen und tiefen Seen. Der Wald ging hinunter bis an das Meer. Und in den Zweigen wohnte eine Nachtigall; sie sang so schön, dass selbst der arme Fischer, der viel Arbeit hatte, stillhielt und horchte. “Wie schön ist das!”- sagte er.
(Nach Andersen)
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Text 12. Der Fuchs und die Weintrauben
Ein Fuchs schlich sich in einen Garten; dort reifen die schönsten Weintrauben. Die
Trauben waren saftig; sie leuchteten wie Rubine. Der Fuchs war hungrig. Er sah die Trauben; das Wasser lief ihm im Munde zusammen. Aber die Trauben hingen sehr hoch; der Fuchs konnte sie nicht erreichen. Er stellte sich auf die Hinterbeine,
er sprang in die Höhe; alles umsonst! Auf einem nahen Baum saß ein Rabe. Er lachte den Fuchs aus. “Du springst so schön”, sagte er “schmecken dir die Trauben?” “Nein”, antwortete der Fuchs “Ich will sie gar nicht essen. Sie sind mir zu sauer!”
II.III. Lesen Sie folgende Texte mit richtiger Aussprache vor:
Text 13. Die Krähe und die Pfauen
Eine alte Krähe fand ein paar ausgefallene Pfauenfedern. Sie schmückte sich sofort mit den schönen Federn. Als sie glaubte, dass sie genug geschmückt sei, ging sie zu den Pfauen. Doch die Pfauen erkannten den fremden Vogel. Sie stürzten sich auf die Krähe und rissen ihr mit ihren scharfen Schnäbeln die bunten Federn aus. “Lasst mich los!” bat die Krähe. “Ihr habt ja alle eure Federn zurück!” Aber die zornigen Pfauen wollten nichts hören. Sie hatten in den Flügeln der Krähe glänzende schwarze Federn bemerkt. “Diese Federn können dir auch nicht gehören!”- schrien sie und rissen der Krähe fast alle ihre eigenen Federn aus.
Text 14. Eine Bitte
Ein berühmter Bariton gibt einmal ein Konzert. Das Konzert findet in einem Städtchen statt. In dem Städtchen wohnen viele Handwerker. Auf dem Programm des Konzerts steht auch das Lied von Brahms „Der Schmied”. Kurz vor dem Beginn des Konzerts will ein Mann den Sänger unbedingt sprechen. Der Sänger empfängt ihn. Der Mann sagt: „Ich bin Schmied“. Ich habe eine Schmiede hier im Städtchen. Auf dem Programm steht, sie singen heute das Lied
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vom Schmied. Und ich habe eine Bitte an Sie. Ich repariere auch Kinderwagen. Singen Sie bitte in Ihrem Lied davon.”
Text 15. Zerstreut
Professor Olsen lebt in Kopenhagen. Alle kennen ihn. Täglich besuchen ihn viele
Kranke. Aber heute empfängt er sie nicht; heute erwartet er seine Tochter. Sie ist verheiratet und lebt in Paris. Aber jedes Jahr besucht sie ihren Vater. Heute kommt sie nach Kopenhagen und Professor Olsen muss zum Bahnhof. Der Zug aus Paris kommt um elf Uhr vormittags. Die Uhr schlägt zehn. Der Professor schreibt auf
einen Zettel: „Der Professor ist nicht zu Hause und empfängt heute nicht.“ Den Zettel hängt er an die Wohnungstür und verlässt seine Wohnung. Er kommt auf die Straße. Das Wetter ist schlecht, es regnet. Der Professor wartet etwas. Es regnet
stark. Der Professor hat keinen Regenschirm, sein Regenschirm ist zu Hause.
Darum geht er schnell zurück und will seine Haustür öffnen. Da sieht er plötzlich
den Zettel. Sehr aufmerksam liest er ihn, er liest ihn einmal, zweimal, dreimal. Da
sagt Professor Olsen laut: „Wieder habe ich Pech, der Professor ist nicht zu Hause“, und geht langsam die Treppe hinunter. Zum Bahnhof geht er ohne seinen
Regenschirm.
Text 16. Anekdote um Menzel
(Das Abendessen)
Adolf Menzel bestellte eines Abends in einem Berliner Stammlokal einen Eierkuchen und eine Flasche Rotwein. Der Kellner nahm den Auftrag entgegen,
stellte zunächst Flasche und Weinglas auf den Tisch und ging weg. Der 83jährige
Meister schlief ein ... Nach einer Weile brachte der Kellner den Eierkuchen, wagte aber nicht, die
„kleine Exzellenz“ zu wecken. Er stellte den Teller neben Glas und Flasche und zog sich leise zurück. Nach einer halben Stunde erwachte Menzel, sah das
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Stillleben vor sich auf dem Tisch, holte sein Skizzenbuch aus der Tasche und begann es zu zeichnen.
Text 17. Die Ziegen
Die Ziegen baten den Zeus, auch ihnen Hörner zu geben. Denn anfangs hatten die Ziegen keine Hörner. „Überlegt es wohl, was ihr bittet“, sagte Zeus. Es ist mit dem Geschenk der Hörner ein anderes unzertrennlich verbunden, das euch nicht so angenehm sein möchte“. Doch die Ziegen beharrten auf ihrer Bitte, und Zeus sprach: „So habt denn Hörner!“ Und die Ziegen bekamen Hörner und Bart. Denn anfangs hatten die Ziegen auch
keinen Bart.
Oh, wie schmerzte sie der hässliche Bart, weit mehr, als sie die stolzen Hörner
erfreuten.
II.IV. Texte zum Auswendiglernen
Text 18. HALLO!
Monika:
Hallo. Mein Name ist Monika. Monika Richter.
Und das ist mein Vater.
Herr Richter:
Guten Tag. Ich bin Monikas Vater.
Mein Name ist Peter Richter.
Und das ist meine Frau.
Frau Richter:
Guten Tag. Ich bin Claudia Richter. Ich bin Monikas Mutter.
Herr Richter:
Wir sind aus Bochum.
Karsten:
Hallo. Ich heiße Stefan. Stefan Grote.
Ich habe einen Bruder. Hier ist er.
Dieter:
Hallo. Mein Name ist Dieter Grote. Ich bin Stefans Bruder.
Wir haben auch eine Schwester. Sie heißt Julia.
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Julia:
Das bin ich. Julia Grote.
Ich bin dreizehn Jahre alt. Mein Bruder Stefan ist achtzehn.
Und mein Bruder Dieter ist fünfzehn.
Frau Grote:
Guten Tag. Ich bin die Mutter von Stefan, Dieter und Julia.
Ich heiße Helga Grote. Und das ist mein Mann Erwin.
Herr Grote:
Guten Tag. Mein Name ist Erwin Grote. Wir wohnen in Hamburg.
Aber ich habe eine neue Stelle in Bochum.
Wir haben schon eine Wohnung dort.
Text 19. WOHNST DU AUCH HIER?
Stefan:
Hallo.
Angelika:
Hallo.
Stefan:
Wohnst du auch hier?
Angelika:
Ja, wir wohnen hier im zweiten Stock.
Stefan:
Wir haben eine Wohnung im dritten Stock.
Übrigens' – ich heiße Stefan. Und wie heißt du?
Angelika:
Ich heiße Angelika. – Wo kommt ihr her?
Stefan:
Wir kommen aus Hamburg. Mein Vater hat eine neue Stelle hier.
Angelika:
Was macht dein Vater?
Stefan:
Er ist Architekt. Und was macht dein Vater?
Angelika:
Mein Vater arbeitet in einem Reisebüro. Und meine Mutter ist
Lehrerin.
Angelika:
Hast du Geschwister?
Stefan:
Ja, einen älteren Bruder und eine kleine Schwester. Und du?
Angelika:
Ich habe keine Geschwister.
Stefan:
Du hast es gut!
Angelika:
Wieso? Du hast es gut!
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Stefan:
Gehst du noch zur Schule?
Angelika:
Ja, ich bin in Klasse 10. Und du?
Stefan:
Ich auch.
Angelika:
Wie alt sind deine Geschwister?
Stefan:
Julia ist dreizehn, und Dieter ist achtzehn.
Angelika:
Geht Dieter noch zur Schule?
Stefan:
Ja. Klasse 12. – Hör mal, hast du heute Abend Zeit?
Angelika:
Ja, warum fragst du?
Stefan:
Hast du ein Fahrrad? Kannst du mir die Gegend zeigen?
Angelika:
Ja, gern.
Stefan:
Bis heute Abend dann. Tschüss!
Text 20. DIE NEUE WOHNUNG
Herr Grote:
Die Wohnung ist prima!
Dieter:
Ja, das Wohnzimmer ist groß.
Frau Grote:
Und die Küche ist sehr praktisch und modern.
Julia:
Die Kinderzimmer sind auch groß.
Herr Grote:
Aber der Flur – der Flur ist etwas klein.
Stefan:
Aber wir wohnen doch nicht im Flur!
Herr Grote:
Da hast du recht, Stefan!
Herr Grote:
So. Jetzt packen wir die Kisten aus. Was haben wir denn hier? Aha, eine Lampe.
Frau Grote:
Bring sie doch bitte ins Wohnzimmer, Dieter.
Dieter:
Okay.
Herr Grote:
Und hier, die Teller.
Frau Grote:
Trag sie bitte in die Küche, Julia.
Julia:
Ja, mach' ich.
Herr Grote:
Und hier, ein Fotoalbum.