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Praktische Phonetik der deutschen Sprache. Учебное пособие

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Der reiche Otto – Otto der Reiche, der stolze Albrecht – Albrecht der Stolze, der
bedrängte Dietrich – Dietrich der Bedrängte, der ernsthafte Friedrich – Friedrich der Ernsthafte, der beständige Johann – Johann der Beständige, der gutmütige Johann Friedrich – Johann Friedrich der Gutmütige.
(Phonothek, S. 26, Ü. 8)
Übung 120. Hören Sie, sprechen Sie nach. Beachten Sie den Akzent in den Wortgruppen.
Auf der Straße, um die Ecke fahren, die Ampel beachten, die Straßenseite
wechseln, ab und an stehenbleiben, auf die Kinder achten, einen Unfall beobachten, sie halfen ihm.
(Phonothek, S. 29, Ü. 15)
Übung 121. Lesen Sie folgende Wortgruppen. Passen Sie auf die Stelle des Akzents in verschiedenen Modellen der Wortgruppen.
1a. Ein großer Bahnhof, das schnellste Flugzeug, teuere Tickets, bequeme Plätze, vier Passagiere, eine lange Reise, fünf Stunden, zollfreies Gepäck.
1b. Die Geschwindigkeit des Zuges, die Fahrt nach Kaukasus, der Koffer des
Reisenden, das Lächeln der Stewardess, Kurs auf Hamburg, die Kabine des Kapitäns.
2a. Auf dem Flughafen Berlin, Frau Becker, das Bundesland Schleswig-Holstein, die Maschine Boing, ein Liter Milch, Dozent Meyer, ein Stück Torte, Bahnsteig
1.
2b. Peter der Große, Katharina die Zweite, Jaroslaw der Weise, der Mensch als Ideal, Heinrich der Achte, Karl der Dicke, Ludwig der Sonnenkönig. 3a. Er nimmt den Zug, sie geht auf Reisen, er ist auf der Dienstreise, er löst die Fahrkarte, sie fährt schwarz, sie verpasste den Zug, er steht auf dem Bahnsteig. 3b. Das Flugzeug landet, der Zug erreicht, der Gepäckträger trägt, die Familie
verreist, das Schiff steht, der Fahrgast bittet, der Reisende liest.
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3c. Das Abfahrtszeichen geben, den Zug versäumen, aus dem Wagen aussteigen,
Aufenthalt haben, das Gepäck aufgeben, die Liegebank heraufklappen.
4. Zu ihr kommen, über sie erzählen, zu uns einladen, von ihm sprechen, sich an sie erinnern, über sie klagen, mit ihm gehen.
5. mit Mann und Maus, tot oder lebendig, alles oder nichts, Alt und Jung, bei Nacht und Nebel, Feuer und Flamme, Ja und Nein.
Übung 122. Lesen Sie folgende Wortpaare vor. Beachten Sie den Akzent.
Übersetzten Sie diese Wortpaare ins Russische.
Hin und her, ab und zu, Tag und Nacht, Auge um Auge, Zahn um Zahn, Eile mit Weile, fix und fertig, Gesagt, getan, Hals- und Beinbruch, hin und zurück, im
Großen und Ganzen, jetzt oder nie, kurz und bündig, mit Ach und Krach, von A bis Z, von früh bis spät, wie Hund und Katze, Einmal ist keinmal.
Übung 123. Bestimmen Sie, woraus folgende Wortgruppen bestehen und welches
Wort den Hauptakzent trägt. Lesen Sie vor. Muster: ein Haus bauen – diese Wortgruppe besteht aus einem Substantiv und einem Verb in der Infinitivform. In solchen Wortgruppen ist das Substantiv betont.
Sich auf den Urlaub freuen, zur Verfügung stehen, Angst vor dem Flug, an Ort
und Stelle, 100 Meter lang, sie bestellte ein Ticket, das Herz am rechten Fleck, rasten und zelten, auf einen späteren Zeitpunkt, nicht weit von seiner Wohnung, den Koffer packen, Geld oder Leben, unter freiem Himmel, einen Monat lang, zu einem Glas Wein, er bucht eine Reise, sinnvoll benutzen, vom Aufstehen bis zum Schlafengehen.
Übung 124. Hören Sie zu Hause Übungen 21 von der CD1. Schreiben Sie den Text auf und sprechen Sie nach. Übung 125. Arbeiten Sie am Computer. Hören Sie, markieren Sie den Akzent, sprechen Sie nach.
Sehr gut, sehr schön, sehr schlecht, sehr weit, sehr warm, nicht so gut, schon fünf
Jahre, leider schlecht, furchtbar viel, viel Verkehr
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Übung 126. Arbeiten Sie am Computer. Hören Sie, markieren Sie den Akzent, sprechen Sie nach.
Sätze ergänzen, Rätsel raten, Pläne markieren, Wörter lernen, Töne hören, Texte sortieren, späte Gäste, volle Gläser, Käse essen, Musik hören, bitte sortieren, bitte
ordnen, hier oben, da unten, heute nur, neun Uhr. Übung 127. Hören Sie zu Hause Übungen Wortgruppe 1 (33 Aussprachespiele, S.
62, H. 25) von der CD1. Schreiben Sie auf. Sprechen Sie nach. Passen Sie auf die Betonung in der Wortgruppe auf.
6.1.3 Syntagma
Das Syntagma (der Sprechtakt) ist ein Satzteil, der ein sinnwichtiges Wort enthält und einen Teilgedanken des gesamten Satzinhaltes ausdrückt. Als Syntagma können sowohl Akzentgruppen als auch Wortgruppen auftreten (die Grenze
zwischen Syntagmen wird mit bezeichnet), z.B.: Du sagst, │dass er kommt. – zwei Akzentgruppen als Syntagmen, In einem kühlen Grunde, │ da geht ein
Mühlenrad zwei Wortgruppen als Syntagmen.
Die Gliederung der Aussprüche (der Sätze) in Syntagmen hängt von der Absicht
des Sprechenden, von der Sprechsituation, vom Sprechtempo ab.
Ein Ausspruch (ein Satz) kann aus einem oder mehr Syntagmen bestehen, die voneinander durch die Pausen getrennt sind, z.B.: Ich bin glücklich. – ein Syntagma; Ich bin glücklich, │weil ich Berlin bald besuche. – zwei Syntagmen.
Man unterscheidet Eingangs-, Zwischen- und Endsyntagmen. Die Eingangs­und Zwischensyntagmen werden durch verbindende Pausen vom anderen Satzteil getrennt und mit schwebender Melodie ausgesprochen. Jedes Syntagma hat ein stark betontes Wort, am stärksten im ganzen Satz aber ist das inhaltswichtigste Wort im Endsyntagma betont.
Folgende Akzent- und Wortgruppen können als Syntagma auftreten.
1. Erweiterte Subjektgruppe, z.B.: Der höfliche Gepäckträger│bot uns seine Hilfe.
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2. Das Subjekt beim nominalen Prädikat, z.B.: Das Brandenburger Tor │bleibt
das Wahrzeichen von Berlin.
3. Eigennamen als Subjekte, z.B.: Claudia Karsten│gab das Gepäck noch gestern ab.
4. Jedes von gleichartigen erweiterten Satzgliedern, z.B.: In den Koffer legte ich meinen warmen Pullover,│meine Lieblingsbücher│und mein rotes Wollekleid.
5. Nebenglieder am Anfang des Satzes bei der invertierten Wortfolge, z.B.: In diesem neuen Eisenbahnwagen │ gibt es allen Komfort.
6. Das finite Verb an der zweiten Stelle mit den Satzgliedern, die ihm folgen, z.B.: Der fleißige Schaffner │gab das Abfahrtszeichen immer rechtzeitig.
7. Das letzte Nebenglied von mehreren Nebengliedern, z.B.: Onkel Klaus│kam
mit dem Zug „Dresden-Berlin“│pünktlich um 9 Uhr.
8. Die Teilsätze des zusammengesetzten Satzes, z.B.: Uns faszinierte das Gebäude
des Reichstags│, dessen Glaskuppel von weitem zu sehen ist.
9. Anreden oder das Imperativverb mit der Anrede, z.B.: Sieh, Gustav,│wie wunderschön das Brandenburger Tor ist. Peter,│komm mit.
10. Infinitiv- und Partizipialgruppen, z.B.: Man braucht Zeit,│um das Rote
Rathaus zu restaurieren. Da fragte mich ein Kind,│vertieft ins Spielen.
11. Lose Appositionen (d.h. ein Wort oder Wortgruppe, die nach einem Substantiv bzw. Eigennamen stehen und es/ihn konkretieseren), z.B.: J.W. Goethe,│ der größte deutsche Dichter, │wurde 1749 geboren.
12. Vergleiche mit „als“ und „wie“, z.B.: Er war listig │ wie ein Fuchs. Der IC-
Zug ist moderner │als der alte EC-Zug.
13. Erweiterte Attribute mit dem Substantiv. Die Pause wird nach dem Artikel gemacht, z.B.: Wir besichtigten die │aus dem Backstein errichtete Nikolauskirche.
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6.2 Pausierung der Rede
Die Pausierung ist die Gliederung eines Ausspruchs (eines Satzes) in sinnvolle Abschnitte mit Hilfe von Pausen. Die Pausen entstehen durch die Unterbrechung des Redestroms.
Die Pausierung erfüllt die distinktive Funktion. Von der richtigen Pausierung hängt manchmal der Sinn des ganzen Satzes ab, vgl.: Sie rief │ er soll warten. –
Sie │rief er │soll warten.
Man unterscheidet:
abschließende Pausen (Satzgrenzenpausen);
verbindende Pausen;
Luftpausen
Verzögerungspausen (Bruchstellenpausen).
Abschließende Pausen trennen die Sätze voneinander und sind obligatorisch. Diese Pausen werden mit der fallenden Melodie (die fallende Melodie wird mit bezeichnet) verbunden. Sie werden graphisch mit zwei vertikalen Linien ║ bezeichnet, z.B.: Wir sind mit dem Zug ↓ gefahren ║ Die Zugreise gefiel mir gut ↓║
Verbindende Pausen verbinden einzelne Teilsätze in einem zusammengesetzten Satz oder einzelne Syntagmen eines einfachen Satzes. Verbindende Pausen werden mit der schwebenden Melodie (die schwebende Melodie wird mit bezeichnet) verbunden. Ihr Vorhandensein hängt von dem Sprechenden und dem Sprechtempo ab. Sie sind immer grammatisch oder logisch begründet. Sie werden mit einer vertikalen Linie bezeichnet, wenn sie die Teilsätze eines zusammengesetzten Satzes verbinden, z.B.: Als wir Berlin besuchten, →│fand dort die Berlinale statt.
Als Unterart der verbindenden Pausen treten die sogenannten Luftpausen auf. Die Luftpausen verbinden kurze Syntagmen in einem Satz, sie sind ziemlich kurz und
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werden mit einer Wellenlinie bezeichnet, z.B.: Auf der Museuminsel Berlins →
kann man verschiedene Museen besichtigen.
Verzögerungspausen (Bruchstellenpausen) entstehen in spontaner Rede und
haben keine festen Regeln. Eine Verzögerungspause entsteht dann, wenn der
Sprechende nach einem geeigneten Wort sucht oder vergessen hat, was er sagen wollte. Sie werden graphisch nicht oder mit Gedankenpunkten bezeichnet, z.B.:
Die bekannteste Straße Berlins heißt ...., wie heißt sie, ... ah Unter den Linden.
Wenn wir die Länge der Pausen betrachten, dann sind die abschließenden Pausen am längsten, kürzer sind die verbindenden Pausen zwischen Teilsätzen eines
zusammengesetzten Satzes, und am kürzesten – die Luftpausen zwischen Syntagmen.
Beim Schreiben werden die Pausen durch Satzzeichen markiert, solche wie Komma (,), Semikolon (;), Doppelpunkt (:), Punkt (.), Ausrufezeichen (!), Fragezeichen (?), Strich (–), Gedankenpunkte (...).
Wie es schon gesagt wurde, hängt die Anzahl von Pausen vom Sprechtempo ab. Je langsamer das Sprechtempo ist, desto größer ist die Zahl und Länge der Pausen. In kurzen Sätzen gibt es keine Pausen.
6.3 Tempo
Unter dem Tempo versteht man ein schnelleres oder langsameres Sprechen. Das Tempo ist mit der Satzbetonung verbunden: langsamer werden die betonten Wörter ausgesprochen, schneller – die Formwörter und Einschaltungen, z.B.: Er war, │ wie du es dir ′denken kannst, │sehr er″regt.
Das Sprechtempo hängt von der Sprechsituation und von der Absicht des Sprechenden ab. Das Sprechtempo bei verschiedenen Menschen in gleichen
Situationen kann auch verschieden sein, was von der Individualität des Menschen
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abhängt. Mit dem Sprechtempo hängt die Anzahl von Pausen zusammen (sieh §
3.2.).
Übungen
Teil I
Übung 128. Hören Sie zwei Varianten des Textes, markieren Sie richtig die Pausen. Welcher Text ist richtig?
A. Plötzlich stand ein Mensch vor mir auf dem Kopfe einen steifen Hut an den Füssen zerrissene Schuhe in der Hand einen dicken Stock im Munde eine erloschene Zigarre in finsteres Schweigen gehüllt. B. Plötzlich stand ein Mensch vor mir auf dem Kopfe einen steifen Hut an den Füssen zerrissene Schuhe in der Hand einen dicken Stock im Munde eine
erloschene Zigarre in finsteres Schweigen gehüllt.
(Phonetik lernen und lehren; S. 119, H. 93)
Übung 129. Hören Sie, markieren Sie richtig die Pausen.
Monika will Christian nicht.
Monika will Christian nicht.
Hans sagt Franz wird nie Professor.
Hans sagt Franz wird nie Professor.
(Phonetik lernen und lehren; S. 118, H. 88)
Übung 130. Hören Sie. Was ist falsch?
Der ehrliche Förster Es war einmal ein ehrlicher Förster, der hatte noch nie im Leben gelogen und würde es auch niemals tun. Da kam der Mann im Mond und fragte: „Ehrlicher Förster, wie viel Finger hast du?“ Da sagte der Förster: „Zehn Finger hab ich an jeder Hand, fünfundzwanzig an Händen und Füssen!“ „Das ist gelogen!“ schrie der Mann im Mond. „Ich lüge nie!“ sagte der ehrliche Förster, und das war tatsächlich keine Lüge. Wie ging dazu?
(Phonetik lernen und lehren; S. 119, H. 92)
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Übung 131. Hören Sie, setzen Sie die nötigen Satzzeichen ein.
Picasso erfreute sich bis ins hohe Alter einer guten Gesundheit ein Journalist der ihn nach seinen Lebensgewohnheiten ausfragte wollte wissen ob er seine gute
Konstitution sportlicher Betätigung verdanke ach wissen Sie antwortete Picasso
ich bewege mich jetzt auf die Siebzig zu und das ist Bewegung genug.
(Phonothek, S. 29, Ü. 14)
Übung 132. Hören Sie, setzen Sie Kommas und Punkte ein.
Die Briefmarke
Briefmarken gibt es erst seit etwa 150 Jahren Seitdem dienen sie dazu der Post die
Arbeit die sie mit der Beförderung hat zu bezahlen Auf Briefmarken sind bedeutende Persönlichkeiten Pflanzen Tiere Landschaften und anderes abgebildet
Es ist lehrreich und macht Spaß Briefmarken zu sammeln.
(Phonetik lernen und lehren; S. 118, H. 91)
Übung 133. Hören Sie, markieren Sie die Pausen, wo sie vorhanden sind.
Claudia liest viel. Sie liest gern Märchen. Viele Märchen, die sie kennt, fangen so an: In den alten Zeiten, wo das Wünschen noch geholfen hat, lebte ein König, der eine sehr schöne Tochter hatte.
(Phonetik lernen und lehren; S. 118, H. 90)
Übung 134. Setzen Sie Kommas ein.
• Ich möchte dass du bleibst.
Das Kind lief schnell weil es rechtzeitig da sein wollte.
Er hat die Absicht morgen zu verreisen.
Den Vogel der am Morgen singt holt am Abend die Katze.
Er rief sie kam.
Es zogen Wolken auf aber es regnete nicht.
• Einer ordnet an und die anderen müssen gehorchen.
Übung 135. Hören Sie zu Hause Übungen 22-23 von der CD1, markieren Sie die Pausen. Sprechen Sie nach und danach lesen Sie selbständig vor.
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a) Auszug aus dem Märchen „Die Schöne und das Biest“
Einst war der Vater zur Messe gereist und hatte die Mädchen gefragt was er ihnen mitbringen solle da hatte die eine schöne Kleider die andere Perlen und Edelgesteine gewünscht Aschenbrödel aber nur ein grünes Haselreis diese Wünsche hatte der Vater auch erfüllt die Schwestern putzten und schmückten sich Aschenbrödel aber pflanzte das Reis...
b) Auszug aus dem Märchen von Brüdern Grimm „Frau Hölle“
Eine Witwe hatte zwei Töchter davon war die eine schön und fleißig die andere hässlich und faul sie hatte aber die hässliche und faule weil sie ihre rechte Tochter war viel lieber und die andere musste alle Arbeit tun und der Aschenbrödel im Hause sein das arme Mädchen musste sich täglich auf die große Straße bei einem
Brunnen setzen und musste so viel spinnen dass ihm das Blut aus den Fingern sprang nun trug es sich zu dass die Spule einmal ganz blutig war da bückte es sich damit in den Brunnen und wollte sie abwaschen sie sprang ihm aber aus der Hand
und fiel hinab es weinte lief zur Stiefmutter und erzählte ihr das Unglück sie schalt
es aber so heftig und war so unbarmherzig dass sie sprach hast du die Spule
hinunterfallen lassen so hol sie auch wieder herauf da ging das Mädchen zu dem Brunnen zurück und wusste nicht was es anfangen sollte ...
Teil II
Übung 136. Hören Sie, markieren Sie die Pausen zwischen Syntagmen. Versuchen Sie zu erklären, warum es nämlich da die Pausen gibt.
Ein armer Schneider hatte drei Söhne und eine Ziege. Jeden Tag mussten die Söhne die Ziege füttern. Die Ziege fraß sich satt. Am Abend aber schrie sie, dass
sie noch hungrig sei. Lange Zeit achtete der Schneider nicht darauf; er glaubte ihr
nicht. Endlich aber wurde er böse und jagte die Ziege fort. Danach lebte er mit seinen Söhnen zufrieden bis an sein Ende.
(Phonothek, S. 30, Ü. 16)
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Übung 137. Hören Sie, markieren Sie alle möglichen Pausen, indem Sie bestimmen, welche Satzteile ein Syntagma bilden können.
Berlin wurde 1871 die Hauptstadt des deutschen Reiches. Es ist aus mehreren
Städten und Dörfern, die ursprünglich selbständig waren, zusammengewachsen.
Bedeutende Baumeister haben in der Stadt gewirkt und haben Berlin mit Schlössern, Museen und Theatern zu einer Kulturmetropole entwickelt. Im
2.Weltkrieg wurde die Stadt in Schutt und Asche gelegt. Dem Weltkrieg folgte kurz danach der Kalte Krieg, in dem die Stadt geteilt wurde. Durch die friedliche Revolution in der DDR wurde diese Teilung überwunden. Berlin entwickelt sich
seitdem wieder zur Weltstadt und kann wie früher zwischen Ost und West
vermitteln.
(Phonothek, S. 31, Ü. 19)
Übung 138. Hören Sie. Vergleichen Sie das Sprechtempo in folgenden Texten. Sprechen Sie nach. Lesen Sie vor!
a) Lach doch mal echt frech! Oder lieber doch nicht? Na gut, macht auch nichts! b) Das Wetter in Dortmund. Humor ist, wenn es trotzdem rausgeht. Nach voll und
schwül kommt jetzt nass und kühl. Höchstens noch 20 Grad und immer wieder teils kräftige Schauer oder Gewitter. Aktuell in Dortmund 17 Grad.
Übung 139. Teilen Sie den folgenden Text in alle möglichen Syntagmen, indem Sie die Pausen markieren. Erklären Sie, warum diese Wortgruppe bzw. Akzentgruppe ein selbständiges Syntagma sein kann. Lesen Sie den Text vor. Vergessen Sie nicht, dass das ein Märchen ist, deshalb muss das Tempo nicht
schnell sein.
Der goldene Schlüssel von Brüdern Grimm
Zur Winterszeit, als einmal ein tiefer Schnee lag, musste ein armer Junge hinausgehen und Holz auf einem Schlitten holen. Wie er es nun zusammengesucht und aufgeladen hatte, wollte er, weil er so erfroren war, noch nicht nach Haus
gehen, sondern erst Feuer anmachen und sich ein bisschen wärmen. Da scharrte er