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Praktische Phonetik der deutschen Sprache. Учебное пособие

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Kein Kuss für Mutter
Es ist früh am Morgen. In seinem mollig warmen Bett liegt Toby Tatze in tiefsten Schlummer. Er träumt, er jagt Mäuse in einer Konditorei. (nach Tomi Ungerer)
(Phonetik lernen und lehren; S. 116, H. 86)
Übung 159. Hören Sie. Bestimmen Sie die Akzentwörter. Lesen Sie vor. Die Perlen der grünen Nixe (Rainer Kirsch)
Es war eine kleine grüne Nixe. Sie lebte im Meer. Bei Tage spielte sie mit den Fischen Fangen und Verstecken, nachts schlief sie auf einer Korallenbank, und wenn Sturm war und dem Meer Wellen schlug, schwamm sie ins Tiefe, wo das Wasser still war, in ihren Seegrasgarten und neckte den Tintenfisch, der dort wohnte.
(Phonetik lernen und lehren; S. 117, H. 87)
Erzählen Sie das Märchen weiter! Übung 160. Bilden Sie ärgerliche Nachfragen zu den im Satz fettgedruckten Wörtern. Prüfen Sie mit dem Band. Was ist in den Fragen betont? Warum?
Wir werden am Abend einkaufen. Wann werden wir einkaufen? Wir müssen mit dem Bus fahren.
Gerda kommt mit. Ich brauche noch Geld. Vor allem müssen wir Schuhe kaufen. Wir brauchen Sportschuhe für die Kinder. Ich habe für dich einen Hut.
Übung 161. Hören Sie, markieren Sie die Satzbetonung. Erklären Sie, warum der Satz nämlich so betont wird. Lesen Sie mit richtiger Satzbetonung vor!
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1. a) Er wechselt mein und dein. b) Er zieht zu den seinen. c) Behalte du das Deine!
d) Wir müssen sparsam sein. Das ist doch unser Vermögen. e) Der Umschlag. Das ist meiner! f) Wir werden Ihre Rechte wahren. g) Er legte seine Bücher neben
meine.
2. a) Für mich ist der schuld, dem ich nicht glauben kann. b) Hast du diesem Kerl geholfen? Dem werde ich doch nicht helfen. c) Dies ist mein Haus, jenes dort gehört Thomas. d) Er sprach über dieses und jenes. e) Du bist also derjenige, der mir geholfen hat. f) Man liest diejenige Veröffentlichung, die am aktuellsten ist.
g) Beide besuchten heute dieselbe Ausstellung. h) Einem solchen Experten kann man vertrauen.
3. a) Hilf dir selbst, so hilft dir Gott. b) Du vertraust ihm. Ich selbst habe aber
Zweifel. c) Jeder ist sich selbst der Nächste. d) Das wollt ihr doch selber nicht! e)
Der Fahrer selbst hatte keine Schuld.
4. a) Wie viel Pfeffer muss ich nehmen? – So ein bisschen. b) Waren viele Besucher in der Ausstellung? – Es waren etliche. c) Es gibt manches, das zu
besprechen ist. d) Immerhin stimmten einige Abgeordnete dagegen. e) Hier geht´s um alles oder nichts. f) Ein kleines Etwas ist besser als ein großes Gar nichts.
5. a) Ihnen wollen wir vertrauen. b) Dich kenn ich. c) Seiner kannst du gewiss sein. d) Ihretwegen muss ich gehen.
6. a) Ein guter Name ist besser als Bargeld. b) Geteilte Freude ist doppelte Freude.
c) Auf der Straße. d) Wie schön für dich. e) Wie geht es Ihnen? f) Was machen Sie da? g) Wir sehen uns später noch. h) Oh, weh, zwei Männer und ein Baby. i) Wer gibt Schweigen, der erhält Rede. j) Wie die Eltern, so die Kinder. k) Ein schönes Gesicht ist die beste Empfehlung. l) Man muss das Eisen schmieden, so lange es heiß ist. m) Er ist mein Ein und Alles. n) Es ist jenes Bild, das mich
verfolgt. 7 a) Ans Schwarze Meer fahren. b) Er fuhr zu schnell. c) Nimm deine Tasche mit! d) Ich möchte einen Anzug kaufen. e) Sie schlugen ihre Feinde in die Flucht. f)
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Der Brief wird durch einen Boten geschickt. g) Der Lehrer musste schnell die Hefte durchsehen. h) Ein Kunde will genau Bescheid wissen. i) Alt zu keck liegt bald im Dreck. j) Es sieht niemand gern in einen Essigtopf. k) Ein Narr sagt lachend die Wahrheit. l) Niemand ist durch Betrug glücklich geworden.
8. a) Kommt hierher! b) Wir fahren am Sonntag nach Köln. c) Der da ist der Dieb. d) Ich nehme von diesem Honig. e) Alle wichtigen Gespräche fanden nach der Sitzung statt. f) Bei alten Münzen zweifelt niemand. g) Frühes Obst verwelkt bald, spätes Obst liegt lange. h) Ein weiser Mann lächelt, ein Narr lacht. i) Ich folge dem, der mich vertrauenswürdig erscheint. j) Alte Kutscher knallen gern. k) Mit vielem hält mein Haus, mit wenigen kommt man aus. l) Die besten Kirschen fressen die Vögel. m) Auch ein kleines Licht sieht man ferne in der Nacht.
Übung 162. Arbeiten Sie am Computer. Hören Sie, markieren Sie richtig die Pausen, schwachbetonte Wörter in jedem Syntagma und das am stärksten betonte
Wort im Satz. a) Die allerschönste Laterne auf der Welt von Elke Bräunling
Jule ist sauer auf Papa. Der nämlich wollte mit ihr die allerschönste Laterne auf
der Welt basteln. Ganz fest hat er es versprochen, doch jetzt sitzt er am Computer und hat wie wieder einmal keine Zeit.
Jule stellt sich neben Papa. „Wir wollten eine Laterne basteln“, erinnert sie ihn. „Basteln?“, fragt Papa und hackt in die Computertasten. „Hm. Gleich! Ich muss dies noch rasch fertig schreiben. Dann hab ich ein paar Minuten Zeit für dich, okay?“
Nein, das ist nicht okay! Was soll sie denn mit ein paar Minuten Zeit anfangen?
Unwillig schüttelt Jule den Kopf und brummt: „Das ist wie mit dem halben Mantel!“ „Wie bitte?“ Papa blickt auf. "Du hast doch erst einen neuen Mantel bekommen!? Und Jeans und einen ganzen Berg neuer Pullis und Sweat-Shirts und...“ „Ich brauche keinen Kleiderberg“, sagt Jule. „Ich...“
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„Na, dann ist es ja gut.“ Schon will sich Papa wieder dem Computer zuwenden,
doch dieses Mal ist er bei Jule an der falschen Adresse.
„Bald ist Laternenzug“, schimpft sie los, und wie immer, wenn sie wütend ist,
purzeln ihr die Worte einfach so aus dem Mund:
„Du hast mir DIE ALLERSCHÖNSTE LATERNE AUF DER WELT versprochen. In ein paar Minuten Zeit aber kann man bloß eine halbe Laterne
basteln. Was aber soll ich mit einer halben Laterne? Das ist wie mit dem Martin. Der hat dem Bettler auch nur einen halben Mantel gegeben. Aber ein halber Mantel ...
b) Ich bin nicht mehr ich
Hallo! Kennen wir uns? Mein Gegenüber grinste etwas verlegen. Die blauen
Augen, die langen blonden Haare, die Nase und der halbherzig lächelnde Mund, das alles kam mir schon ziemlich bekannt vor. Aber deine Jeans hat Hochwasser,
sagte ich und starrte auf ein paar nackte Füße, über den ein hellblauer Jeans tatsächlich fast 10 Zentimeter zu früh endete. Komisch, war mir bisher gar nicht
aufgefallen. Aber nach den Sommerferien war alles anders. Du bist gar nicht
Kati! Du bist eine Bohnenstange! Ein unförmiges Wesen, dem seine Jeans und
die Kappe Mitte herum zu weit und einen Bein zu kurz sind. Allenfalls an Po und
Busen hast du Ähnlichkeit mit Kati. Da sind aber auch die einzigen dicken runden
Dinge an dir. Eine Bohnenstange mit dicken runden Dingen an Vorne und Hinten, wer wollte denn so herumlaufen? Ich jedenfalls nicht. Wie konnte ein Mensch sich nur plötzlich so verändern? Ich war ja gar nicht mehr ich! Ich stand
vor dem großen Spiegel in unserem Badezimmer und starrte erschüttert mein Spiegelbild an. Klar, diese ganzen Veränderungen waren nicht von gestern auf
heute passiert. Sondern sie waren schleichend vor sich gegangen, und mir darum nicht aufgefallen. Jedenfalls nicht in ihrer ganzen unpassenden Schrecklichkeit.
Die nahm ich heute zum ersten Mal richtig wahr. Natürlich hatte ich nach den
Sommerferien bemerkt, dass der bunte Jeans irgendwie lockerer saß und meine
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Mutter Felix, die sonst immer darauf achtete, dass ich nicht so viel Süßes aß, hatte mir vor einigen Tagen Schokoküsse mitgebracht. Nicht nur ein, nein, eine ganze Schachtel. „Du musst weniger naschen, Kati,“ hatte meine Mutter immer
gesagt und zwar seit ich auf der Welt war. Tja, bis jetzt jedenfalls. Denn auch mein Vater, der von Beruf Heilpraktiker war, murmelte neuerdings etwas von
einem wachsenden Körper, der Nahrungsergänzungsmittel bräuchte und stellte mir Mineral- und Vitaminstoffpräparate neben die Müslischüssel auf den Frühstückstisch, aber wie schon gesagt, das hatte ich nicht so ernst genommen.
Als Kivi mich jedoch neulich eine Bohnenstange genannt hatte, da war ich doch
etwas irritiert gewesen. „Bin ich eine Bohnenstange?“ hatte ich meine besten Freundinnen Hanna und Nila gefragt, „Was soll das überhaupt sein?“ Hanna kicherte. „Bohnenstange ist ein etwas veralteter Ausdruck für lange dünne
Menschen, lange Latte oder so... Mir verschluck es erstmals die Sprache.
Übung 163. Hören Sie zu Hause Übung 25 von der CD1. Hören Sie, markieren Sie richtig die Pausen, schwachbetonte Wörter in jedem Syntagma und das am stärksten betonte Wort im Satz. Lesen Sie vor.
Die schönsten Kindergeschichten von Barbara Noack Philip hat viel Fantasie
Mit drei Jahren kam Philip in Schwester Robertas Kindergarten. Philip war der einzige Evangele unter lauter katholischen Kindern – was heißt Evangele, er war noch nicht einmal getauft. Philip war sozusagen ein zugereister Heide, dazu der
Jüngste – aber er wusste schon, wie er sich die nötige Beachtung verschaffen konnte. Philip erzählte den anderen Kindern täglich ein „Geheimnis“. Die Kinder erzählten Philips Geheimnis zu Hause weiter. Bald wusste der ganze kleine Ort, in dem wir damals vorübergehend wohnten, von Philips Geheimnissen – nur wir, seine Eltern, kannten sie nicht. Ich wunderte mich, dass die Gespräche abrupt
verstummten, wenn ich einen Laden betrat. Man starrte mich wie einen Exoten
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an. Der Sohn der Gemüsehändlerin machte mir beim Kartoffelabwiegen unsittliche Anträge. Und Philips Vater, der beim Kinderkarneval mit einer Frau Elvira Kürten um die Wette Sackhüpfen durfte, wunderte sich hinterher über Frau Kürtens erregtes
Gekicher. Pausenlos hatte sie sich mit einem Taschentuch unter den Achseln
gewischt … was war denn los mit der? Unsere Vermieterin grüßte uns plötzlich
auch nicht mehr. Sie teilte uns nur schriftlich mit, dass wir ab sofort unseren Hund
durchs Treppenhaus zu tragen hätten, wenn er von draußen kam. Nur
Kindergartenschwester Robertas blankes alterloses von der Haube gerahmtes Nonnengesicht strahlte arglose Heiterkeit aus, wenn ich ihr begegnete. Denn so
blöd war unser kleiner Heide nun wieder nicht, dass er seine Geheimnisse in ihrer
Gegenwart ausposaunte.
6.5 Melodie und ihre Funktionen
Die Melodie des Satzes ist die wichtigste Komponente der Satzintonation. Unter Melodie versteht man die Veränderung der Tonhöhe im Laufe des ganzen Satzes oder im Rahmen eines Syntagmas.
Die Melodie erfüllt folgende Funktionen:
distinktive Funktion: die Melodie formt den Aussagetyp des Satzes und damit
unterscheidet sie den Sinn des Satzes, z.B.: Vgl.: Sie ′kommen ′′mit. Sie ′kommen ′′mit? Sie ″kommen mit!
expressive Funktion: die Melodie bildet den emotionellen Inhalt des Satzes und
dient zum Ausdruck von Ironie, Warnung, Drohung, Befehl, Gleichgültigkeit usw.
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6.5.1 Wichtigste Begriffe der Melodie
a) Die Melodie ist aufs engste mit der Satzintonation verbunden, denn der Ton des Satzes verändert sich auf der Schwerpunktsilbe. Im Zusammenhang mit dem Vorhandensein von betonten und unbetonten Silben unterscheidet man im Satz den Vorlauf, den Volllauf und den Nachlauf.
Unter dem Vorlauf versteht man alle unbetonten Silben, die vor der ersten betonten Silbe im Satz stehen. Den Volllauf bilden alle Silben, die zwischen der ersten betonten Silbe und der Schwerpunktsilbe (mit der Schwerpunktsilbe einschließend) stehen. Zum Nachlauf gehören alle unbetonten Silben, die nach der letzten betonten Silbe stehen.
Dieses fleißige ′Mädchen hat nie eine ′′Drei bekommen.
Vorlauf Volllauf Nachlauf
b) In der Intonationstruktur unterscheidet man vier Tonhöhen: den Tiefton (T),
den neutralen Ton (N), den Mittelton (M) und den Hochton (H),
die schematisch auf solche Weise dargestellt werden (sieh rechts).
Der Ton des Satzes verändert sich in diesen vier Tonhöhen je nach der Art der Melodie. Die Melodie steigt oder fällt auf der
Schwerpunktsilbe. c) Die Bezeichnung der Melodie: mit Punkten werden die unbetonten Silben
bezeichnet, mit Strichen – die schwachbetonten und mit krummen Linien – die betonten. Das Kind ′′spielt.
6.5.2 Drei Arten der Melodie
Man unterscheidet im Deutschen drei Arten der Melodie je nach dem Ziel der Aussage: terminale, progrediente und interrogative.
H
M N
T
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3.5.2.1 Terminale Melodie
Terminale Melodie (abschließende Melodie, Tonfall, Tiefschluss) drückt einen abgeschlossenen Gedanken aus und ist für die Aussagesätze, Fragesätze mit dem Fragewort (Ergänzungsfragen) und Ausrufesätze typisch.
Der Vorlauf wird im neutralen Ton ausgesprochen. Bei der ersten betonten Silbe des Volllaufs (wenn sie keine Schwerpunktsilbe ist) steigt der Ton bis zum
Mittelton, die nachfolgenden Silben des Volllaufs werden auch im Mittelton
gesprochen tiefer, höher oder gleich. Wenn es doch mehrere betonte Silben vor
der Schwerpunktsilbe stehen, dann wird die letzte tiefer als vorangehende Silben gesprochen. Auf der Schwerpunktsilbe fällt der Ton bis zum Tiefton. Der Nachlauf wird im Tiefton gesprochen. Es sind hier folgende Varianten typisch: Aussprüche ohne Vorlauf und Nachlauf:
′′Komm!
Aussprüche mit Vorlauf ohne Nachlauf:
Man ′′sagt.
(Der Ton der Schwerpunktsilbe fällt schnell und schroff in den Tiefton)
Aussprüche ohne Vorlauf mit Nachlauf:
′′Einverstanden!
(innerhalb der Schwerpunktsilbe haben wir die steigend-fallende Tonführung)
Aussprüche mit Vorlauf und Nachlauf:
Der ′′Herbst kommt.
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Aussprüche mit erweitertemVolllauf:
′Erika kommt aus ′′Rostock
(die erste Hervorhebung ist am höchsten im Satz, die anderen betonten Silben im Volllauf bilden einen stufenartigen Abstieg, die unbetonten gruppieren sich um die betonten)
Aussprüche mit erweitertem Vorlauf:
Wir sehen uns bald ′′wieder.
(Die Silben des Vorlaufes werden im neutralen Ton in absteigender Richtung gesprochen)
Oder Sprechen Sie ′′nach! (in Befehlsätzen haben wir den steigenden Vorlauf)
3.5.2.2 Interrogative Melodie Interrogative Melodie (fragende Melodie, Tonanstieg) wird in den Fragesätzen ohne Fragewort (Entscheidungsfragen), in den Nachfragen, in den Gedichten und Bitten gebraucht.
Der Vorlauf beginnt im Mittelton, dann sinkt der Ton bis zum neutralen Ton und auf der Schwerpunktsilbe steigt der Ton bis zur Grenze zwischen dem Mittelton
und Hochton. Die Nachlaufsilben werden mit der bis zum Hochton steigenden Melodie gesprochen.
Aussprüche ohne Vorlauf und Nachlauf:
′′Geht´s?
Aussprüche mit Vorlauf und Nachlauf:
Bist du schon einmal im Leipziger ′′Zoo gewesen?
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Entscheidungsfragen mit Nebensätzen und Infinitivgruppen: Macht es Ihnen ′großen ′Spaß, │ bei diesem ′Wetter im ″Büro zu sitzen? (In diesem Fall ist im Nebensatz die fallende Melodie vorzuziehen).
3.5.2.3 Progrediente Melodie Progrediente Melodie (weiterweisende Melodie, Tonschwebe) charakterisiert den nicht abgeschlossenen Gedanken und ist in Anfangs- und Mittelsyntagmen zu treffen, wenn der Satz nicht bis zum Ende gesprochen wird.
Der Vorlauf und der Volllauf des Syntagmas haben dieselbe Tonführung wie bei der terminalen Melodie. Die Tonführung der Nachlaufsilben kann variabel sein. Der Nachlauf kann in derselben Tonhöhe wie die Schwerpunktsilbe
ausgesprochen werden oder mit einem geringen Tonanstieg (meistens bei der
Aufzählung und an der Grenze zwischen den Teilen des zusammengesetzten
Satzes), z.B.:
Wenn es ′regnet │bleiben wir zu ′′Hause ║
Übungen
Übung 164. Hören Sie ein Sprachspiel, das eine Begrüßung und eine Verabredung
wiedergibt. Sprechen Sie nach!
Morgen.
Morgen.
Morgen?
Morgen!
(Phonothek, S. 43, Ü. 1)