Добавил:
ivanov666
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз:
Предмет:
Файл:Praktische Phonetik der deutschen Sprache. Учебное пособие
.pdf
211
6. Die Sätze mit gleichartigen Satzgliedern.
a) Bei der Aufzählung der gleichartigen Satzglieder werden alle außer dem letzen
mit progredienter Melodie (oft mit einer Tonsteigerung) und gleichstarker
Betonung gesprochen, das letzte Satzglied bildet die Schwerpunktsilbe und wird
terminal gesprochen. Alle gleichartigen Satzglieder werden dabei voneinander
durch eine Pause getrennt, z.B.:
Die Speise ist ′würzig│ vita′minreich │′nahrhaft │und appe″titanregend ║
b) Wenn zwei gleichartige Satzglieder durch die Konjunktion in ein Wortpaar
verbunden sind, wird das erste mit dem Tonanstieg und das zweite mit dem
Tonabstieg gesprochen, z.B.:
In ihren ′Augen sah er alle Ge′fühle auf ′einmal│ ′Schreck und ′Freude│ ′Wut und
′Angst│ ′Glück und ″Eifersucht ║
Anmerkung: Wenn vor den gleichartigen Satzgliedern ein Satz mit einem
verallgemeinernden Wort steht, kann solcher Satz mit terminaler Intonation
gesprochen werden, z.B.:
Wir besuchten alle Sehenswürdigkeiten Ber′lins │ das Brandenburger ′Tor│ den
′Fernsehturm│ das ′Rathaus│ den ″Reichstag║
c) In der emphatischen Rede fällt oft der Ton in den Syntagmen mit gleichartigen
Prädikaten bis zum neutralen Ton, solche Rede wirkt dann emotionell, z.B.:
′Alles ′rennt │′rettet│ ″flüchtet... ║

212
7. Die freie Apposition (ein substantivisches Attribut, das immer nachgestellt
wird) bildet ein selbständiges Syntagma und wird in der Regel mit der Melodie
des Bezugswortes gesprochen, z.B.:
Wie ′jung er doch ′aussah,│ unser neuer ″Lehrer ║
8. Die Absonderungen (eine Erklärung oder eine genauere Bezeichnung des
Inhalts, Infinitiv- und Partizipialgruppen) bilden selbständige Syntagmen und
werden terminal gesprochen, wenn sie am Ende des Satzes stehen, progredient –
am Anfang oder in der Mitte, z.B.:
Es hat jetzt keinen ′Sinn,│ darüber zu ″sprechen ║
9. Der Schaltsatz ist ein zusätzlicher Ausspruch im Satz und drückt einen neuen
Gedanken des Sprechenden aus. Der Schaltsatz bildet ein selbständiges Syntagma,
wird dann leiser mit schnellerem Tempo, tieferer Stimmlage und ebener
Tonführung gesprochen, z.B.:
′Übung│ heißt es im ′Sprichwort│ macht den ″Meister║
Die nicht wichtigen Schaltsätze (glaube ich, meint er usw.) bilden kein
selbständiges Syntagma und schließen sich dem ersten Teil des Satzes an, z.B.:
Im Grunde ge′nommen, ′dachte er, │war es nur ein ″Scherz.

213
Übungen
Übung 209. Sie hören Äußerungen, die aus einigen Syntagmen bestehen. Achten
Sie auf die progrediente Melodie im Anfangssyntagma! Sprechen Sie bitte nach!
1. Wer die Krankheit heilen soll, der muss sie kennen. 2. Wenn der Tag zu Ende,
regt der Faule die Hände. 3. Wer ohne Freud ist, lebt nur halb. 4. Je später der
Abend, je schöner die Gäste. 5. Allzeit fröhlich, ist unmöglich. 6. Ende gut, alles
gut.
(Phonothek, S. 50, Ü. 17)
Übung 210. Lesen Sie folgende Sätze vor! Beachten Sie die Pausierung und
Tonführung in Syntagmen!
1. Von meinem Zimmer aus sah ich auf die Dächer der alten Häuser. 2. Am letzten
Tag des alten Jahres ließ der Frost etwas nach. 3. Der König nahm das schöne
Mädchen auf sein Pferd und führte es auf sein Schloss. 4. Ich wusste, dass Heinz
sogar im Winter bei offenem Fenster schlief.
Übung 211. Lesen Sie folgende Sätze vor, die eine Anrede enthalten. Beachten Sie
die Stelle der Anrede im Satz!
1. Herr Ober, bringen Sie uns bitte zwei Schokoladeneis. 2. Hier ist die Aufnahme,
Herr Doktor. 3. Nanu, Frau Andreas, haben Sie schon Urlaub? 4. Na, nun mache
aber, dass du fertig wirst, Emil. 5. Das ist doch eine gute Gelegenheit für dich,
Vati, zu filmen. 6. Hier, Mutti, probier mal. 7. Herr Professor, darf ich Sie einen
Augenblick sprechen? 8. Ja, Herr, man verrät sein Vaterland nicht unbestraft. 9.
Oh, wir kennen uns bereits, Herr Rektor. 10. Jawohl, mein lieber Neffe. 11. Ja, ja,
erinnere dich nur, Mutti, an dieses feine Mädchen. 12. „Mein Sohn, was birgst du
so bang dein Gesicht? – Siehst, Vater, du den Erlkönig nicht?“ (Goethe J.W.)
Übung 212. Lesen Sie folgende alternative Fragen nach dem typischen Modell.
1. Sprechen Sie Französisch oder Deutsch? 2. Trinken Sie lieber Bier oder Saft?
3. Denken Sie an die Vorlesung oder an den Theaterbesuch? 4. Möchten Sie Ihr
Haar kurz geschnitten oder lang tragen? 5. Waren Sie schon in Leipzig oder nur

214
in Berlin? 6. Hören Sie lieber Jazz oder Popmusik? 7. Hast du es vergessen, oder
erinnerst du dich daran? 8. Bleiben wir im Schatten hinter dem Wall oder gehen
wir weiter? 9. War das deine eigene Meinung oder die von den Kollegen?
Übung 213. Lesen Sie die alternativen Fragen vor, in denen jeder Teil etwas
Neues enthält.
1. Ist es ein Junge? Oder ein Mädchen? 2. Ist er bescheiden? Oder ist er es nicht?
3. Stimmt es? Oder stimmt es nicht? 4. Ist er verheiratet? Oder nicht verheiratet?
Übung 214. Lesen Sie folgende Satzgefüge nach dem typischen
Intonationsmodell!
1. Wenn es regnet, bleibe ich zu Hause. 2. Sie merkte, dass ihre Antwort falsch
war. 3. Er sagt, dass das Essen in dieser Gaststätte gut sei. 4. Wenn es nach mir
ginge, so würde ich an die Ostsee fahren. 5. Was man wünscht, das glaubt man
gern. 6. Der Mann erkundigte sich, ob wir uns früher schon gesehen hätten. 7. Sie
gestand, dass es sehr schön sei, vor dem Publikum aufzutreten. 8. Sie beruhigte
mich, dass das Risiko nicht so groß sei.
Übung 215. Lesen Sie folgende zusammengesetzte Sätze vor. Bestimmen Sie, in
welchen Sätzen die logischen Zusammenhänge eng oder nicht eng sind, und
wählen Sie dementsprechend die Intonationsstruktur.
1. Er konnte nicht kommen, denn er hatte keine Zeit. – Er konnte nicht kommen,
weil er keine Zeit hatte. 2. Hilf mir, wenn du es kannst. 3. Ich gehe schlafen, denn
ich bin ganz müde. 4. Er ist weggefahren, wie du es weißt. 5. Ich nehme die zweite
Reihe, wenn es dir recht ist. 6. Ich nehme die zweite Reihe, weil ich kurzsichtig
bin. 7. Ich fahre aufs Land, da ich jetzt frei bin. 8. Ich fahre aufs Land, weil ich
noch 14 Tage Urlaub habe und weil das Wetter so schön ist.
Übung 216. Lesen Sie folgende Sätze mit direkter Rede vor!
1. Eine alte Frau fragte ihren Nachbarn: „Warum laufen die Menschen so schnell?“
2. „Der erste bekommt einen Preis!“ antwortet der Nachbar. 3. Im Schaufenster
eines Ladens hängt ein Schild: „Alles für Raucher.“ 4. „Sie irren sich“, antwortet

215
die Verkäuferin, „wir verkaufen keine Schuhe.“ 5. „Du kommst ziemlich spät“, er
sah mich durch seine Brille an. 6. Ich wiederholte feierlich: „Ich mache den krieg
nicht mit.“ 7. „Wir streichen die Wände nicht grün.“, sagte der Architekt. 8. „Aber
es wird ihn kein Taxi mitnehmen wollen“, sagte der Polizist mit plötzlich sehr
nüchterner Stimme.
Übung 217. Lesen Sie die Sätze mit gleichartigen Satzgliedern vor! Beachten Sie
die Stelle und Verbindung der gleichartigen Satzglieder!
1. Der Zug pfiff, fauchte, fuhr ab. 2. Sie brauchen Hefte, Federn und Bleistifte. 3.
Alle Straßen, Brücken, Kreuzungen, Bahnhöfe, Fähren wurden scharf überwacht.
4. Nachrichten hören wir um 12, 14, 17 und 19 Uhr. 5. Eine bunte Menge von
Reisenden, Gepäckträgern und Zeitungsverkäufern füllte die riesengroße
Bahnhofshalle. 6. Er konnte nicht mehr aufhören, fand immer neue Worte für sie,
eines schöner, wärmer, zärtlicher als das andere. 7. Er ordnete seine Zettel, sah die
Angaben durch, gruppierte, unterstrich, verband einzelne Notizen mit Linien. 8.
Zum Frühstück bekommen wir jeden Morgen frische Semmeln, Butter, Eier und
eine Dose Marmelade. 9. Sie war, was man resolut nennt, weder alt noch jung,
weder schön noch hässlich. 10. Es gab Milch für die Kinder, und Bier für die
Großen, und Brot, und Schlackwurst, weil die Suppe knapp war.
Übung 218. Lesen Sie die Sätze vor, die die Apposition enthalten.
1. Paris, die Hauptstadt Frankreichs, ist eine der schönsten Städte der Welt. 2.
Pauls Vater, ein langer hagerer Mann, empfing mich in seinem Arbeitszimmer. 3.
Der Regen rieselte, ein kalter Regen. 4. Franz, der Tapezierer, ging heim zum
Mittagessen. 5. Obst, besonders Äpfel, esse ich gern. 6. Es war Tony, die Tochter
ihrer Schwester.
Übung 219. Lesen Sie die Sätze vor, die Absonderungen enthalten!
1. Es ist nicht leicht, diese Frage zu beantworten. 2. Am Sonntagabend kamen wir
nach Moskau zurück, braungebrannt und lustig. 3. Ich drehte mich um, ohne etwas
zu sagen, und ging hinaus. 4. Die Ereignisse des Tages überdenkend, schlief sie

216
ein. 5. Wir hätten, statt auf der staubigen Landstraße zu bleiben, einen schattigen
Waldpfad benutzen können. 6. Neben mir saß ein junger Mann, den Kopf im
Nacken, und rauchte. 7. Dicht an der Grenze rauschte das Schiff, dicht und grün.
Übung 220. Lesen Sie die Sätze vor, die die Schaltsätze enthalten!
1. Diese Arbeit – lach mich nicht aus! – macht mir viel Freude. 2. Gegen neun Uhr
– wir hatten eben Kaffe getrunken – brachte man uns ein Telegramm. 3. Auch das
dichteste Netz, sagt ein Sprichwort, besteht aus Löchern. 4. Ich habe meinen
Freund – das weißt du doch – seit Jahren nicht gesehen.
6.6 Tonstärke
Die Tonstärke ist ein lauteres oder leiseres Sprechen. Die Tonstärke kann absolut
und relativ sein.
Die absolute Tonstärke hängt von zwei Faktoren ab:
1. von der Stimme des Sprechenden. Einige Menschen haben eine lautere Stimme
im Vergleich zu den anderen. Die Tonstärke einer lauten Stimme ist stärker als
einer leisen;
2. von der Situation, in der sich die Sprechenden befinden. Z.B., wenn man eine
Vorlesung hält, muss man sehr laut sprechen. Wenn man jemanden nicht stören
will, spricht man ganz leise, man flüstert sogar.
Die relative Tonstärke tritt dann auf, wenn man in einer und derselben Situation
bald laut bald leise spricht. Die Tonstärke verändert sich dann innerhalb eines
Satzes oder innerhalb einiger Sätze, z.B.: Er war, wie du es dir ′denken kannst,
sehr er″regt. Der Schaltsatz wie du es dir ′denken kannst wird nicht nur schneller
als den übrigen Teil des Satzes sondern auch leiser ausgesprochen.
Die relative Tonstärke dient also zur Hervorhebung wichtiger Begriffe im Satz
oder in der poetischen Rede zum Schaffen der bestimmen Atmosphäre (Spannung,
Feierlichkeit usw.) wie z.B. im „Erlkönig“ von J.W. Goethe werden die letzten
Worte langsam und leise gesprochen, z.B.: In seinen ′Armen das ′Kind |war ″tot.

217
6.7 Tonfärbung
Die Tonfärbung (die Klangfarbe, das Timbre) hängt teils von den
physiologischen Möglichkeiten des menschlichen sprachlichen Apparats, teils von
dem emotionellen Zustand des Sprechenden ab.
Im ersten Fall sprechen wir über das unverwechselbare Timbre der Stimme, das
für jeden Menschen individuell ist.
Im zweiten Fall sprechen wir über die Klangfarbe als Ausdrucksmittel in der
konkreten Situation. Diese Klangfarbe kann melodisch, sanft, dynamisch sein,
aber auch schrill, flau und brummig sein. Ist also der Sprechende froh und
gutgelaunt, klingt seine Stimme hell, freundlich, begeistert. Ist der Sprechende mit
etwas unzufrieden, kann seine Stimme kalt, trocken, ironisch oder mürrisch
klingen.
Übungen
Übung 221. Hören Sie. Sprechen Sie nach! Beachten Sie die Klangfarbe!
a) Hör mal! Siehst du! Vorsicht! Komm schon! Setz dich! Lass das!
b) Komm her! Hör zu! Sprich nach! Lies vor! Nimm Platz! Schreib mit!
Übung 222. Hören Sie. Sprechen Sie nach! Beachten Sie die Klangfarbe!
Wodurch unterscheiden sich diese zwei Varianten?
a) Ich helf’ dir. Das geht schon. Vertrau mir! Bleib ruhig! Du kannst das. Ich weiß
es.
b) Ich helf’ dir. Das geht schon. Vertrau mir! Bleib ruhig! Du kannst das. Ich weiß
es.
Übung 223. Hören Sie die Sätze und bestimmen Sie, welche davon sachlich
neutral und welche ironisch sind! Sprechen Sie nach1
Das hast du dir gut überlegt. Das hast du dir gut überlegt.
Das habe ich erwartet. Das habe ich erwartet.
Mach weiter so. Mach weiter so.

218
Du bist der richtige Mann für diese Aufgabe. Du bist der richtige Mann für
diese Aufgabe.
(Phonetik lehren und lernen, S. 120; H. 95)
Übung 224. Hören Sie die Sätze. Bestimmen Sie mit Hilfe der Melodie, welche
Speisen und Getränke die Kinder mögen oder nicht. Sprechen Sie nach!
ja
nein
Eierkuchen
Kartoffelsuppe
Nudeln
Thüringer Klöße
Tomatensaft
Schokoladeneis
Limonade
Apfelsaft
Mineralwasser
Vanillepudding
(Phonetik lehren und lernen, S. 122; H. 99)
Übung 225. Hören Sie das Gedicht „Erziehung“ von Uwe Timm, sprechen Sie
nach. Beachten Sie die richtige Betonung der Akzentgruppen! Versuchen Sie der
Intonation und der Klangfarbe nachzuahmen.
Lass das
kommt sofort her
bring das hin
kannst du nicht hören
hol das sofort her
kannst du nicht verstehen
sei ruhig
fass das nicht an
stell das sofort wieder weg
pass auf
nimm die Finger weg
sitz ruhig
mach dich nicht schmutzig
bring das sofort wieder zurück
schmier dich nicht voll
sei ruhig

219
sitz ruhig
nimm das nicht in den Mund
schrei nicht
lass das
wer nicht hören will
muss fühlen
(Phonetik lehren und lernen, S. 46; H. 18)
Übung 226. Hören Sie, sprechen Sie nach! Versuchen Sie den emotionalen
Varianten nachzuahmen.
Schade! Wirklich schade! (traurig)
Leider ... (enttäuscht)
Leise! Psst, leise! Sei leise! (nachdrücklich)
Gefährlich! Achtung! Gefährlich! (geheimnisvoll)
Herrlich! Wirklich herrlich! (fröhlich)
Schrecklich! Wirklich schrecklich! (erschrocken)
Merkwürdig! Sehr merkwürdig! Wirklich merkwürdig! (erstaunt)
Nett! Sehr nett! Ganz nett! Wirklich nett! (ironisch)
(33 Aussprachespiele, S. 16, H. 6)
Übung 227. Hören Sie, sprechen Sie nach! Versuchen Sie den emotionalen
Varianten nachzuahmen.
empfindungswörter
aha die deutschen
ei die deutschen
hurra die deutschen
pfui die deutschen
ach die deutschen
nanu die deutschen
oho die deutschen
hm die deutschen
nein die deutschen
ja ja die deutschen

220
R.O. Wiemer
Überlegen Sie sich für jeden Ausruf (jede Zeile) einen Kontext (z.B. einen
Kurzdialog). Wie muss die Intonation bei dieser „Bedeutung“ sein?
(Phonetik lehren und lernen, S. 69; Ü. 53)
Übung 228. Hören Sie zu Hause Übungen Klangfarbe 1-2 (33 Aussprachespiele,
S. 16, H. 6, S. 28, H. 18) von der CD1. Schreiben Sie die Aussprüche auf. Sprechen
Sie nach, bestimmen Sie, welche Emotionen dabei ausgedrückt werden!
6.8 Besonderheiten der deutschen Intonation im Vergleich zu der russischen
Im Großen und Ganzen unterscheidet sich die deutsche Intonation von der
russischen nicht so stark. Ähnlich sind die Prinzipien der Syntagmengliederung,
der Melodieanwendung und der Satzbetonung. Und doch gibt es einige
wesentliche Unterschiede, die aufgeklärt werden müssen.
1. Die Zahl der unbetonten Wörter ist im Deutschen bedeutend größer, denn es
gibt viele Formwörter (Artikel, Hilfsverben u.a.), die unbetont im Satz bleiben.
Die Gegenüberstellung zwischen den unbetonten und betonten Silben ist im
Deutschen deshalb schärfer als im Russischen. Die deutschen unbetonten Wörter
müssen im schnellen Tempo gesprochen werden, aber mit der richtigen
Aussprache der langen Vokalen in diesen Wörtern (z.B. der, wir, er, zur usw.).
2. Im deutschen Aussagesatz beginnt der Vorlauf im neutralen Ton, im
russisschen – im Mittelton, vgl.:
Wir fahren nach ″Dresden. Мы едем в ″Дрезден.
Im deutschen Aussagesatz kann die Schwerpunktsilbe am höchsten (wenn der Satz
nur ein sinnwichtiges Wort enthält) oder am tiefsten (wenn der Volllauf lang ist)
im Satz gesprochen werden. Außerdem gibt es in der Schwerpunktsilbe einen
Tonanstieg und einen schnelleren Tonabstieg.
Соседние файлы в предмете [НЕСОРТИРОВАННОЕ]
