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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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13
13.4 Bewertung und weiterführende Diagnostik
n
n
Gallengänge
13.4 Bewertung und weiterführende
Sonographie
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
n
Weiterführende Diagnostik
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
n
n
n
n
n
Gefäßkalk der A. hepatica:
x
Typische Lokalisation an der Choledochusunterkreuzung.
x
Gangkompression.
x
In der Regel kein Schallschatten.
Aerobilie: Perlschnur-bandartige (bewegliche) Struktur (nach Papillotomie bzw.
Fistel).
Diagnostik
Veränderungen an den intra- und extrahepatischen Gallenwegen lassen sich
sonographisch mit einer hohen Treffsicherheit erkennen und in der Regel auch
differenzieren.
Sicherheit der Diagnose:
x
Die Unterscheidung einer obstruktiven von einer nicht obstruktiven Cholestase ist in nahezu 100% möglich.
x
Intrahepatische/extrahepatische Steine über 15 mm können in 100 % richtig
diagnostiziert werden.
x
Intrahepatische Tumoren sind indirekt durch umschriebene Gangerweiterungen, extrahepatische direkt durch Tumordarstellung zu erkennen und richtig
zuzuordnen.
x
Schwieriger darstellbar sind präpapillöse Steine (untersucherabhängig!).
x
Die Diagnose der sklerosierenden Cholangitis kann in ca. 80 % richtig gestellt
werden.
Primär biliäre Zirrhose: Klinische Cholestase, jedoch sonographisch kein
wesentlicher Leber-/Gallenbefund; Bestimmung der antimitochondrialen Antikörper (in 96 % positiv).
Sklerosierende Cholangitis: Sonographisch echoreiche Wandverdickung, perl-
schnurartiger Gangverlauf infolge Wandfibrose, umschriebene intrahepatische
Gangerweiterungen; Leberhistologie; ERC beweisend (Gangunregelmäßigkeiten,
eine sekundäre eitrige Cholangitis bei Gallenwegsobstruktion muss ausgeschlossen werden). Häufiger weiterer Befund bei den betroffenen Patienten: Colitis
ulcerosa.
Karzinomverdacht: Bei kanalikulären Prozessen ist die ERC die beste wei-
terführende diagnostische Methode; mit der ERC kann jedoch keine Beurteilung
einer perikanalikulären Ausdehnung eines Gallengangtumors erfolgen. Hier ist
auch die CT-Untersuchung nur bedingt hilfreich, die Sonographie stellt dann
die beste diagnostische Methode dar.
Bei Tumornachweis (zur weiteren Differenzierung): Feinnadelpunktion und
Zytologie/Histologie.
Bei weiterhin unklaren Befunden an den extrahepatischen Gallenwegen: Endo-
sonographie (Gallenwegstumor/-stein) oder direkte Endoskopie der Gallenwege.
Bei Metastasen: Als umschriebene Cholestaseursache sonographisch und/oder
computertomographisch, ggf. mit der Feinnadelpunktion zu sichern.
344
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
Aus G. Schnidt : Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart

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13.4 Bewertung und weiterführende Diagnostik
n
n
Gallengänge
13.4 Bewertung und weiterführende
Sonographie
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
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Weiterführende Diagnostik
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
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n
n
Gefäßkalk der A. hepatica:
x
Typische Lokalisation an der Choledochusunterkreuzung.
x
Gangkompression.
x
In der Regel kein Schallschatten.
Aerobilie: Perlschnur-bandartige (bewegliche) Struktur (nach Papillotomie bzw.
Fistel).
Diagnostik
Veränderungen an den intra- und extrahepatischen Gallenwegen lassen sich
sonographisch mit einer hohen Treffsicherheit erkennen und in der Regel auch
differenzieren.
Sicherheit der Diagnose:
x
Die Unterscheidung einer obstruktiven von einer nicht obstruktiven Cholestase ist in nahezu 100% möglich.
x
Intrahepatische/extrahepatische Steine über 15 mm können in 100 % richtig
diagnostiziert werden.
x
Intrahepatische Tumoren sind indirekt durch umschriebene Gangerweiterungen, extrahepatische direkt durch Tumordarstellung zu erkennen und richtig
zuzuordnen.
x
Schwieriger darstellbar sind präpapillöse Steine (untersucherabhängig!).
x
Die Diagnose der sklerosierenden Cholangitis kann in ca. 80 % richtig gestellt
werden.
Primär biliäre Zirrhose: Klinische Cholestase, jedoch sonographisch kein
wesentlicher Leber-/Gallenbefund; Bestimmung der antimitochondrialen Antikörper (in 96 % positiv).
Sklerosierende Cholangitis: Sonographisch echoreiche Wandverdickung, perl-
schnurartiger Gangverlauf infolge Wandfibrose, umschriebene intrahepatische
Gangerweiterungen; Leberhistologie; ERC beweisend (Gangunregelmäßigkeiten,
eine sekundäre eitrige Cholangitis bei Gallenwegsobstruktion muss ausgeschlossen werden). Häufiger weiterer Befund bei den betroffenen Patienten: Colitis
ulcerosa.
Karzinomverdacht: Bei kanalikulären Prozessen ist die ERC die beste wei-
terführende diagnostische Methode; mit der ERC kann jedoch keine Beurteilung
einer perikanalikulären Ausdehnung eines Gallengangtumors erfolgen. Hier ist
auch die CT-Untersuchung nur bedingt hilfreich, die Sonographie stellt dann
die beste diagnostische Methode dar.
Bei Tumornachweis (zur weiteren Differenzierung): Feinnadelpunktion und
Zytologie/Histologie.
Bei weiterhin unklaren Befunden an den extrahepatischen Gallenwegen: Endo-
sonographie (Gallenwegstumor/-stein) oder direkte Endoskopie der Gallenwege.
Bei Metastasen: Als umschriebene Cholestaseursache sonographisch und/oder
computertomographisch, ggf. mit der Feinnadelpunktion zu sichern.
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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Gallenblase
14
14.1 Untersuchung
14
14.1 Untersuchung
Schnittebenen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Subkostaler Schrägschnitt rechts (s. S. 23).
n
Interkostalschnitt, verlängerter Interkostalschnitt (Schulter-Nabel-Schnitt,
s. S. 24).
Sonographische Anatomie und Normalbefund
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Die Gallenblase schmiegt sich der Fossa vesicae felleae der viszeralen Leberfläche an und überragt nur mit ihrem Fundus die Leber.
n
Die Begrenzung rechts ist der rechte Leberlappen, links der Lobus quadratus, dorsal der Bulbus duodeni bzw. das Antrum (Abb. 474a, S. 333 u. Abb. 474b, S. 334).
n
Neben vielen Varianten (z. B. kugelig, länglich, geschlängelt) ist die Gallenblase
idealerweise birnenförmig und zeigt die typischen Zystenkriterien (echofreie
Binnenstruktur, sog. Schallverstärkung, glatte Begrenzung).
n
Normwerte: Längs I 100 mm, quer I 40 mm; Volumen I 100 ml, Wanddicke
I 3 mm (Abb. 488).
ab
cd
Gallenblase
Abb. 488 a–d Sonographische Darstellung der Gallenblase mit Größenbestimmungen (Distanzmarken; Länge, Tiefe in a, Breite in b). a Schulter-Nabel-Schnitt,
b Subkostaler Schrägschnitt rechts. GB = Gallenblase, L = Leber
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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14
Gallenblase
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Schallkopf: 3,5–5,0 MHz.
n
Untersuchung in der Regel am nüchternen Patienten.
n
Meist Rückenlage, gelegentlich Linksseitenlage oder im Stehen („rolling stones“,
Polypen).
n
Rasches Drehen des Patienten zum Aufwirbeln von Kristallaggregaten und
Mikrolithen.
n
Fingerpalpation („Murphy-Zeichen“ bei akuter Cholezystitis).
n
Interkostale Schnittrichtung bei Zwerchfellhochstand, pyknischem Habitus oder
postoperativ.
n
Tipp: Bei „nicht auffindbarer Gallenblase“: Suche im kleinen Becken, links oder
rechts der typischen Lokalisation oder unmittelbar unter der Bauchwand (Fokussierung!). Sicheres Auffinden: Verschieben des Schallkopfes vom Flankenschnitt bis median unter stetiger Sicht des Leberunterrandes oder im Subcostalschnitt entlang der Fissura interlobaris von der V. cava zur Gallenblase.
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Einteilung: Gallenblasenveränderungen werden in Größen-, Form- und Lage-
veränderungen, sowie in Wand- bzw. intraluminale Veränderungen eingeteilt.
x
Intraluminale- und Wandveränderungen: Entsprechend der Bedeutung für das
therapeutische Vorgehen muss zwischen intraluminalen und Wandveränderungen differenziert werden: Bei Wandveränderungen sind eine zuverlässige Befunderhebung mit Ausschnittsvergrößerungen und die Befunddokumentation in mehreren Ebenen unerlässlich (zur Frage, ob ein operatives
therapeutisches Vorgehen indiziert ist).
x
Größenveränderte Gallenblase: Sie kann funktionelle oder organische Ursachen haben.
x
Nicht auffindbare Gallenblase: s.S. 348.
n
Übersicht:
x
Größen-, Form- und Lageveränderungen: s. Tab. 57.
x
Wandveränderungen: s. Tab. 58, S. 350.
x
Intraluminale Veränderungen: s. Tab. 59, S. 357.
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Übersicht (Tab. 57)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Tabelle 57
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Große Gallenblase Kleine Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Stauungsgallenblase/CourvoisierGallenblase (S. 347)
Hydrops (S. 351) leere Gallenblase (S. 349)
Zystikusverschluss (S. 337) Hypoplasie (S. 347)
Tumorgallenblase (S. 352) Schrumpfgallenblase (S. 347)
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Aus G. Schnidt : Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
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.
Größen-, Form- und Lageveränderungen der Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
kontrahierte Gallenblase (S. 348)
perforierte Gallenblase (S. 349)

14
Gallenblase
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Schallkopf: 3,5–5,0 MHz.
n
Untersuchung in der Regel am nüchternen Patienten.
n
Meist Rückenlage, gelegentlich Linksseitenlage oder im Stehen („rolling stones“,
Polypen).
n
Rasches Drehen des Patienten zum Aufwirbeln von Kristallaggregaten und
Mikrolithen.
n
Fingerpalpation („Murphy-Zeichen“ bei akuter Cholezystitis).
n
Interkostale Schnittrichtung bei Zwerchfellhochstand, pyknischem Habitus oder
postoperativ.
n
Tipp: Bei „nicht auffindbarer Gallenblase“: Suche im kleinen Becken, links oder
rechts der typischen Lokalisation oder unmittelbar unter der Bauchwand (Fokussierung!). Sicheres Auffinden: Verschieben des Schallkopfes vom Flankenschnitt bis median unter stetiger Sicht des Leberunterrandes oder im Subcostalschnitt entlang der Fissura interlobaris von der V. cava zur Gallenblase.
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Einteilung: Gallenblasenveränderungen werden in Größen-, Form- und Lage-
veränderungen, sowie in Wand- bzw. intraluminale Veränderungen eingeteilt.
x
Intraluminale- und Wandveränderungen: Entsprechend der Bedeutung für das
therapeutische Vorgehen muss zwischen intraluminalen und Wandveränderungen differenziert werden: Bei Wandveränderungen sind eine zuverlässige Befunderhebung mit Ausschnittsvergrößerungen und die Befunddokumentation in mehreren Ebenen unerlässlich (zur Frage, ob ein operatives
therapeutisches Vorgehen indiziert ist).
x
Größenveränderte Gallenblase: Sie kann funktionelle oder organische Ursachen haben.
x
Nicht auffindbare Gallenblase: s.S. 348.
n
Übersicht:
x
Größen-, Form- und Lageveränderungen: s. Tab. 57.
x
Wandveränderungen: s. Tab. 58, S. 350.
x
Intraluminale Veränderungen: s. Tab. 59, S. 357.
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Übersicht (Tab. 57)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Tabelle 57
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Große Gallenblase Kleine Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Stauungsgallenblase/CourvoisierGallenblase (S. 347)
Hydrops (S. 351) leere Gallenblase (S. 349)
Zystikusverschluss (S. 337) Hypoplasie (S. 347)
Tumorgallenblase (S. 352) Schrumpfgallenblase (S. 347)
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
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Größen-, Form- und Lageveränderungen der Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
kontrahierte Gallenblase (S. 348)
perforierte Gallenblase (S. 349)

14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
.
Tabelle 57
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Formveränderte Gallenblase Lageveränderte Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Gallenblasendivertikel (S. 348)
Größen-, Form- und Lageveränderungen der Gallenblase –
Fortsetzung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
atypische Lage (S. 348)
Siphon-Gallenblase (S. 348)
„Phrygische Mütze“ (S. 348)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Nicht auffindbare Gallenblase
(S. 348)
Größenveränderungen der Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Stauungsgallenblase (Abb. 489a) : Ursachen: Leberzirrhose oder funktionell
(akutes Abdomen, Ileus, Magen-/Darmerkrankungen).
n
Courvoisier-Gallenblase (Abb. 489b): Bei Pankreaskopf-Karzinom.
x
Zu große Gallenblase mit Erweiterung von D. cysticus u. D. choledochus.
x
Prä-/peripapillärer Gangabbruch.
n
Kontrahierte Gallenblase (Abb. 489c):
x
Wandverbreiterung, reguläre Dreischichtung der Wand.
n
Hypoplasie:
x
Kleine Gallenblase ohne erkennbare Ursache.
n
Schrumpf-(Stein-)Gallenblase (Abb. 489d, 491c) :
x
Kleine Gallenblase (in 2 Ebenen!).
x
Fast immer Steine bzw. nur Steinschallschatten.
x
Häufig echoreiche Wand (Hinweis auf chronische Cholezystitis).
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
14
Gallenblase
ab
Abb. 489 a u. b Größenveränderte Gallenblase. a Stauungsgallenblase bei Ileus
(Distanzmarken). b Courvoisier-Gallenblase: Differenzialdiagnose zur Stauungsgallenblase durch aufgestauten D. cysticus (CY) und D. choledochus (DC)
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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14
Gallenblase
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
c
d
Abb. 489 c u. d Größenveränderte Gallenblase. c Kontrahierte Gallenblase (GB):
Verbreiterte regulär geschichtete Wand (Distanzmarken). d Schrumpfgallenblase:
Irregulär verdickte echoreiche Wand (Pfeile). S = Schallschatten
Form- und Lageveränderungen der Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Gallenblasendivertikel (Abb. 490a) : Echofreie Wandausbuchtung, Divertikelstil.
n
Siphon-Gallenblase: S-förmig gewundene Gallenblase.
n
„Phrygische Mütze“ („Jakobinermütze“, Abb. 490b): Im Fundus abgeknickte
Gallenblase.
n
Atypische Lage: Intrahepatisch/kaudal oder seitlich verlagert.
a
b
Abb. 490 a u. b Form-/Lageveränderte Gallenblase. a Gallenblasendivertikel.
b Im Fundus abgewinkelte Gallenblase (GB). L = Leber
Nicht auffindbare Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Gallenblasenagenesie: Oft Fehldeutung als Schrumpfgallenblase; extrem selten.
n
Kontrahierte Gallenblase (s. Abb. 489c, S. 347): Anamnese: „Haben Sie gegessen
oder geraucht?“
n
Lageanomalie: Bei Schlanken unmittelbar unter der Bauchdecke; bei Alters-
kachektischen im Mittelbauch bis Unterbauch; bei Leberzirrhotikern lateral
oder medial verlagert.
348
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
n
Leere Gallenblase (Abb. 491a): Steinverschluss mit Ventilmechanismus im
Ductus zysticus oder Infundibulum.
n
Echogene Gallenblase (Abb. 491b) : z. B. Sludge, Empyem, Tumor.
n
Steingallenblase (s. Abb. 512, S. 360): Steinvolle Gallenblase, dadurch kein
echofreies Lumen.
n
Geschrumpfte Gallenblase (Abb. 491c): Oft nur Schallschattenzone!
n
Perforierte Gallenblase (Abb. 491d):
x
Bizarre echoarme Formation.
x
Gedeckte oder freie Flüssigkeit.
n
Operierte Gallenblase.
ab
14
Gallenblase
c
d
Abb. 491 a–d Nicht auffindbare Gallenblase. a Leere Gallenblase (GB) infolge
eines Infundibulum-/Zystikus-Ventilsteins. b Echogene Gallenblase (GB): Zur
Leber isoechogene Strukturtransformation; die impaktierten Steine (Pfeil) und die
fehlenden Tumorgefäße (FKDS) sprechen für ein Empyem. c Stein-Schrumpfgallenblase: Nur noch der Schallschatten (S) weist auf die Gallenblase (Pfeil) hin.
d Gallenblasenperforation: Hier ist die Gallenblase noch erkennbar; die Perforationsstelle führt zum abgegrenzten Extravasat (FL). Bei freier Perforation lassen
die fehlende Gallenblase und freie intraabdominelle Flüssigkeit (bei biliodigestiver Fistel u.U. Aerobilie) an eine Perforation denken
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
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14
Gallenblase
14.3 Wandveränderungen
14.3 Wandveränderungen
Übersicht (Tab. 58)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 58
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Echoarm/komplex Echoreich
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
akute Cholezystitis
Wandverdickung (Leber-/
Pankreaserkrankungen, Trauma, S. 351)
Wandödem (Aszites, Rechtsherz-
insuffizienz, S. 352)
Wandabszess (S. 352) Adenomyomatose (S. 354)
wandinfiltratives Karzinom (S. 352) xanthogranulomatöse Cholezystitis (S. 354)
Lymphom, Metastase, Abszess (S. 353) chronische Cholezystitis (S. 355)
Echoarme/komplexe Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Akute Cholezystitis (Abb. 492 u. Abb. 493): Differenzialdiagnostisch chronische
Cholezystitis, Wandverdickung bei Adenomyomatose, szirrhöses Karzinom,
malignes Lymphom (= intrinsische Faktoren).
x
Wandveränderungen der Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
gedoppelte Gallenblase (S. 353)
Biegefalten, Septen (S. 353)
Cholesterolose (S. 354)
Porzellangallenblase (S. 355)
Cholezystitis emphysematosa (S. 355)
Echoarm geschichtete/lamellierte Wand.
ab
c
Abb. 492 a–c Akute Cholezystitis.
a Echoarm geschichtete Wand (Distanzmarken) nach ERCP; kein Steinnachweis,
Hydrops, beginnende Sedimentanreicherung (Stressgallenblase). b Intensiv
hyporeflexive Wandverdickung (Distanzmarken), etwas freie Flüssigkeit (FL).
c FKDS: Von der inflammatorisch vaskularisierten Wand grenzt sich ein pericholezystisches avaskuläres Ödem ab
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14.3 Wandveränderungen
ab
Abb. 493 a u. b Akute Cholezystitis mit Hydrops (GB; Distanzmarken). Eine
Länge i 8 cm, Breite und Tiefe i 4 cm, Wandauflocke rung, Druckschmerzhaftigkeit („Murphy-Zeichen“) beweisen zusammen mit dem Steinverschluss im
Infundibulum den Hydrops. S = Schallschatten
x
Steinnachweis (Ausnahme: akalkulöse = steinfreie Cholezystitis; Ursachen:
traumatisch, Abwehrschwäche unter Chemotherapie, hämatogen-septisch,
aszendierend).
x
Fakultativ: Hydrops, Empyem, pericholezystische freie Flüssigkeit (Abb. 492c).
n
Wandverdickung bei Leber/-Pankreaserkrankungen/AIDS/Trauma (Abb. 494;
Abb. 500–502, S. 355) :
x
Verbreiterte lamellierte oder komplex strukturierte Wand.
x
Bei portaler Hypertension: Intramurale Vaskularisationen (Abb. 494d).
14
Gallenblase
b
a
Abb. 494 a–c Differenzialdiagnose
Wandverdickung. a Wandverdickung
(Distanzmarken) bei dekompensierter
Leberzirrhose. b Bei akuter Hepatitis
und AIDS. c Bei traumatischer Gallenblasenkontusion: Massives Wandödem
ohne erkennbares Lumen
c
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