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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

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13.4 Bewertung und weiterführende Diagnostik
Gallengänge
13.4 Bewertung und weiterführende
Sonographie
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Weiterführende Diagnostik
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Gefäßkalk der A. hepatica:
x
Typische Lokalisation an der Choledochusunterkreuzung.
x
Gangkompression.
x
In der Regel kein Schallschatten.
Aerobilie: Perlschnur-bandartige (bewegliche) Struktur (nach Papillotomie bzw.
Fistel).
Diagnostik
Veränderungen an den intra- und extrahepatischen Gallenwegen lassen sich sonographisch mit einer hohen Treffsicherheit erkennen und in der Regel auch differenzieren.
Sicherheit der Diagnose:
x
Die Unterscheidung einer obstruktiven von einer nicht obstruktiven Choles­tase ist in nahezu 100% möglich.
x
Intrahepatische/extrahepatische Steine über 15 mm können in 100 % richtig diagnostiziert werden.
x
Intrahepatische Tumoren sind indirekt durch umschriebene Gangerweiterun­gen, extrahepatische direkt durch Tumordarstellung zu erkennen und richtig zuzuordnen.
x
Schwieriger darstellbar sind präpapillöse Steine (untersucherabhängig!).
x
Die Diagnose der sklerosierenden Cholangitis kann in ca. 80 % richtig gestellt werden.
Primär biliäre Zirrhose: Klinische Cholestase, jedoch sonographisch kein
wesentlicher Leber-/Gallenbefund; Bestimmung der antimitochondrialen Anti­körper (in 96 % positiv).
Sklerosierende Cholangitis: Sonographisch echoreiche Wandverdickung, perl-
schnurartiger Gangverlauf infolge Wandfibrose, umschriebene intrahepatische Gangerweiterungen; Leberhistologie; ERC beweisend (Gangunregelmäßigkeiten, eine sekundäre eitrige Cholangitis bei Gallenwegsobstruktion muss ausgeschlos­sen werden). Häufiger weiterer Befund bei den betroffenen Patienten: Colitis ulcerosa.
Karzinomverdacht: Bei kanalikulären Prozessen ist die ERC die beste wei-
terführende diagnostische Methode; mit der ERC kann jedoch keine Beurteilung einer perikanalikulären Ausdehnung eines Gallengangtumors erfolgen. Hier ist auch die CT-Untersuchung nur bedingt hilfreich, die Sonographie stellt dann die beste diagnostische Methode dar.
Bei Tumornachweis (zur weiteren Differenzierung): Feinnadelpunktion und
Zytologie/Histologie.
Bei weiterhin unklaren Befunden an den extrahepatischen Gallenwegen: Endo-
sonographie (Gallenwegstumor/-stein) oder direkte Endoskopie der Gallenwege.
Bei Metastasen: Als umschriebene Cholestaseursache sonographisch und/oder
computertomographisch, ggf. mit der Feinnadelpunktion zu sichern.
344
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
Aus G. Schnidt : Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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13.4 Bewertung und weiterführende Diagnostik
Gallengänge
13.4 Bewertung und weiterführende
Sonographie
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Weiterführende Diagnostik
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Gefäßkalk der A. hepatica:
x
Typische Lokalisation an der Choledochusunterkreuzung.
x
Gangkompression.
x
In der Regel kein Schallschatten.
Aerobilie: Perlschnur-bandartige (bewegliche) Struktur (nach Papillotomie bzw.
Fistel).
Diagnostik
Veränderungen an den intra- und extrahepatischen Gallenwegen lassen sich sonographisch mit einer hohen Treffsicherheit erkennen und in der Regel auch differenzieren.
Sicherheit der Diagnose:
x
Die Unterscheidung einer obstruktiven von einer nicht obstruktiven Choles­tase ist in nahezu 100% möglich.
x
Intrahepatische/extrahepatische Steine über 15 mm können in 100 % richtig diagnostiziert werden.
x
Intrahepatische Tumoren sind indirekt durch umschriebene Gangerweiterun­gen, extrahepatische direkt durch Tumordarstellung zu erkennen und richtig zuzuordnen.
x
Schwieriger darstellbar sind präpapillöse Steine (untersucherabhängig!).
x
Die Diagnose der sklerosierenden Cholangitis kann in ca. 80 % richtig gestellt werden.
Primär biliäre Zirrhose: Klinische Cholestase, jedoch sonographisch kein
wesentlicher Leber-/Gallenbefund; Bestimmung der antimitochondrialen Anti­körper (in 96 % positiv).
Sklerosierende Cholangitis: Sonographisch echoreiche Wandverdickung, perl-
schnurartiger Gangverlauf infolge Wandfibrose, umschriebene intrahepatische Gangerweiterungen; Leberhistologie; ERC beweisend (Gangunregelmäßigkeiten, eine sekundäre eitrige Cholangitis bei Gallenwegsobstruktion muss ausgeschlos­sen werden). Häufiger weiterer Befund bei den betroffenen Patienten: Colitis ulcerosa.
Karzinomverdacht: Bei kanalikulären Prozessen ist die ERC die beste wei-
terführende diagnostische Methode; mit der ERC kann jedoch keine Beurteilung einer perikanalikulären Ausdehnung eines Gallengangtumors erfolgen. Hier ist auch die CT-Untersuchung nur bedingt hilfreich, die Sonographie stellt dann die beste diagnostische Methode dar.
Bei Tumornachweis (zur weiteren Differenzierung): Feinnadelpunktion und
Zytologie/Histologie.
Bei weiterhin unklaren Befunden an den extrahepatischen Gallenwegen: Endo-
sonographie (Gallenwegstumor/-stein) oder direkte Endoskopie der Gallenwege.
Bei Metastasen: Als umschriebene Cholestaseursache sonographisch und/oder
computertomographisch, ggf. mit der Feinnadelpunktion zu sichern.
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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Gallenblase
14
14.1 Untersuchung
14
14.1 Untersuchung
Schnittebenen
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Subkostaler Schrägschnitt rechts (s. S. 23).
Interkostalschnitt, verlängerter Interkostalschnitt (Schulter-Nabel-Schnitt, s. S. 24).
Sonographische Anatomie und Normalbefund
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Die Gallenblase schmiegt sich der Fossa vesicae felleae der viszeralen Leber­fläche an und überragt nur mit ihrem Fundus die Leber.
Die Begrenzung rechts ist der rechte Leberlappen, links der Lobus quadratus, dor­sal der Bulbus duodeni bzw. das Antrum (Abb. 474a, S. 333 u. Abb. 474b, S. 334).
Neben vielen Varianten (z. B. kugelig, länglich, geschlängelt) ist die Gallenblase idealerweise birnenförmig und zeigt die typischen Zystenkriterien (echofreie Binnenstruktur, sog. Schallverstärkung, glatte Begrenzung).
Normwerte: Längs I 100 mm, quer I 40 mm; Volumen I 100 ml, Wanddicke
I 3 mm (Abb. 488).
ab
cd
Gallenblase
Abb. 488 a–d Sonographische Darstellung der Gallenblase mit Größenbestim­mungen (Distanzmarken; Länge, Tiefe in a, Breite in b). a Schulter-Nabel-Schnitt, b Subkostaler Schrägschnitt rechts. GB = Gallenblase, L = Leber
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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14
Gallenblase
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Untersuchungsablauf
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Schallkopf: 3,5–5,0 MHz.
Untersuchung in der Regel am nüchternen Patienten.
Meist Rückenlage, gelegentlich Linksseitenlage oder im Stehen („rolling stones“, Polypen).
Rasches Drehen des Patienten zum Aufwirbeln von Kristallaggregaten und Mikrolithen.
Fingerpalpation („Murphy-Zeichen“ bei akuter Cholezystitis).
Interkostale Schnittrichtung bei Zwerchfellhochstand, pyknischem Habitus oder postoperativ.
n
Tipp: Bei „nicht auffindbarer Gallenblase“: Suche im kleinen Becken, links oder
rechts der typischen Lokalisation oder unmittelbar unter der Bauchwand (Fo­kussierung!). Sicheres Auffinden: Verschieben des Schallkopfes vom Flanken­schnitt bis median unter stetiger Sicht des Leberunterrandes oder im Subcostal­schnitt entlang der Fissura interlobaris von der V. cava zur Gallenblase.
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Einteilung: Gallenblasenveränderungen werden in Größen-, Form- und Lage-
veränderungen, sowie in Wand- bzw. intraluminale Veränderungen eingeteilt.
x
Intraluminale- und Wandveränderungen: Entsprechend der Bedeutung für das therapeutische Vorgehen muss zwischen intraluminalen und Wandverän­derungen differenziert werden: Bei Wandveränderungen sind eine zuverläs­sige Befunderhebung mit Ausschnittsvergrößerungen und die Befunddoku­mentation in mehreren Ebenen unerlässlich (zur Frage, ob ein operatives therapeutisches Vorgehen indiziert ist).
x
Größenveränderte Gallenblase: Sie kann funktionelle oder organische Ursa­chen haben.
x
Nicht auffindbare Gallenblase: s.S. 348.
Übersicht:
x
Größen-, Form- und Lageveränderungen: s. Tab. 57.
x
Wandveränderungen: s. Tab. 58, S. 350.
x
Intraluminale Veränderungen: s. Tab. 59, S. 357.
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Übersicht (Tab. 57)
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Tabelle 57
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Große Gallenblase Kleine Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Stauungsgallenblase/Courvoisier­Gallenblase (S. 347)
Hydrops (S. 351) leere Gallenblase (S. 349) Zystikusverschluss (S. 337) Hypoplasie (S. 347) Tumorgallenblase (S. 352) Schrumpfgallenblase (S. 347)
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Größen-, Form- und Lageveränderungen der Gallenblase
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kontrahierte Gallenblase (S. 348)
perforierte Gallenblase (S. 349)
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Gallenblase
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Schallkopf: 3,5–5,0 MHz.
Untersuchung in der Regel am nüchternen Patienten.
Meist Rückenlage, gelegentlich Linksseitenlage oder im Stehen („rolling stones“, Polypen).
Rasches Drehen des Patienten zum Aufwirbeln von Kristallaggregaten und Mikrolithen.
Fingerpalpation („Murphy-Zeichen“ bei akuter Cholezystitis).
Interkostale Schnittrichtung bei Zwerchfellhochstand, pyknischem Habitus oder postoperativ.
n
Tipp: Bei „nicht auffindbarer Gallenblase“: Suche im kleinen Becken, links oder
rechts der typischen Lokalisation oder unmittelbar unter der Bauchwand (Fo­kussierung!). Sicheres Auffinden: Verschieben des Schallkopfes vom Flanken­schnitt bis median unter stetiger Sicht des Leberunterrandes oder im Subcostal­schnitt entlang der Fissura interlobaris von der V. cava zur Gallenblase.
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Einteilung: Gallenblasenveränderungen werden in Größen-, Form- und Lage-
veränderungen, sowie in Wand- bzw. intraluminale Veränderungen eingeteilt.
x
Intraluminale- und Wandveränderungen: Entsprechend der Bedeutung für das therapeutische Vorgehen muss zwischen intraluminalen und Wandverän­derungen differenziert werden: Bei Wandveränderungen sind eine zuverläs­sige Befunderhebung mit Ausschnittsvergrößerungen und die Befunddoku­mentation in mehreren Ebenen unerlässlich (zur Frage, ob ein operatives therapeutisches Vorgehen indiziert ist).
x
Größenveränderte Gallenblase: Sie kann funktionelle oder organische Ursa­chen haben.
x
Nicht auffindbare Gallenblase: s.S. 348.
Übersicht:
x
Größen-, Form- und Lageveränderungen: s. Tab. 57.
x
Wandveränderungen: s. Tab. 58, S. 350.
x
Intraluminale Veränderungen: s. Tab. 59, S. 357.
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Übersicht (Tab. 57)
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Tabelle 57
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Große Gallenblase Kleine Gallenblase
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Stauungsgallenblase/Courvoisier­Gallenblase (S. 347)
Hydrops (S. 351) leere Gallenblase (S. 349) Zystikusverschluss (S. 337) Hypoplasie (S. 347) Tumorgallenblase (S. 352) Schrumpfgallenblase (S. 347)
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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Größen-, Form- und Lageveränderungen der Gallenblase
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kontrahierte Gallenblase (S. 348)
perforierte Gallenblase (S. 349)
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
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Tabelle 57
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Formveränderte Gallenblase Lageveränderte Gallenblase
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Gallenblasendivertikel (S. 348)
Größen-, Form- und Lageveränderungen der Gallenblase – Fortsetzung
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atypische Lage (S. 348) Siphon-Gallenblase (S. 348) „Phrygische Mütze“ (S. 348)
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Nicht auffindbare Gallenblase
(S. 348)
Größenveränderungen der Gallenblase
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Stauungsgallenblase (Abb. 489a) : Ursachen: Leberzirrhose oder funktionell
(akutes Abdomen, Ileus, Magen-/Darmerkrankungen).
Courvoisier-Gallenblase (Abb. 489b): Bei Pankreaskopf-Karzinom.
x
Zu große Gallenblase mit Erweiterung von D. cysticus u. D. choledochus.
x
Prä-/peripapillärer Gangabbruch.
Kontrahierte Gallenblase (Abb. 489c):
x
Wandverbreiterung, reguläre Dreischichtung der Wand.
Hypoplasie:
x
Kleine Gallenblase ohne erkennbare Ursache.
Schrumpf-(Stein-)Gallenblase (Abb. 489d, 491c) :
x
Kleine Gallenblase (in 2 Ebenen!).
x
Fast immer Steine bzw. nur Steinschallschatten.
x
Häufig echoreiche Wand (Hinweis auf chronische Cholezystitis).
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14
Gallenblase
ab
Abb. 489 a u. b Größenveränderte Gallenblase. a Stauungsgallenblase bei Ileus (Distanzmarken). b Courvoisier-Gallenblase: Differenzialdiagnose zur Stauungs­gallenblase durch aufgestauten D. cysticus (CY) und D. choledochus (DC)
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Gallenblase
14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
c
d
Abb. 489 c u. d Größenveränderte Gallenblase. c Kontrahierte Gallenblase (GB): Verbreiterte regulär geschichtete Wand (Distanzmarken). d Schrumpfgallenblase: Irregulär verdickte echoreiche Wand (Pfeile). S = Schallschatten
Form- und Lageveränderungen der Gallenblase
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Gallenblasendivertikel (Abb. 490a) : Echofreie Wandausbuchtung, Divertikelstil.
Siphon-Gallenblase: S-förmig gewundene Gallenblase.
„Phrygische Mütze“ („Jakobinermütze“, Abb. 490b): Im Fundus abgeknickte
Gallenblase.
Atypische Lage: Intrahepatisch/kaudal oder seitlich verlagert.
a
b
Abb. 490 a u. b Form-/Lageveränderte Gallenblase. a Gallenblasendivertikel. b Im Fundus abgewinkelte Gallenblase (GB). L = Leber
Nicht auffindbare Gallenblase
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Gallenblasenagenesie: Oft Fehldeutung als Schrumpfgallenblase; extrem selten.
Kontrahierte Gallenblase (s. Abb. 489c, S. 347): Anamnese: „Haben Sie gegessen
oder geraucht?“
Lageanomalie: Bei Schlanken unmittelbar unter der Bauchdecke; bei Alters-
kachektischen im Mittelbauch bis Unterbauch; bei Leberzirrhotikern lateral oder medial verlagert.
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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14.2 Größen-, Form- und Lageveränderungen
Leere Gallenblase (Abb. 491a): Steinverschluss mit Ventilmechanismus im
Ductus zysticus oder Infundibulum.
Echogene Gallenblase (Abb. 491b) : z. B. Sludge, Empyem, Tumor.
Steingallenblase (s. Abb. 512, S. 360): Steinvolle Gallenblase, dadurch kein
echofreies Lumen.
Geschrumpfte Gallenblase (Abb. 491c): Oft nur Schallschattenzone!
Perforierte Gallenblase (Abb. 491d):
x
Bizarre echoarme Formation.
x
Gedeckte oder freie Flüssigkeit.
Operierte Gallenblase.
ab
14
Gallenblase
c
d
Abb. 491 a–d Nicht auffindbare Gallenblase. a Leere Gallenblase (GB) infolge eines Infundibulum-/Zystikus-Ventilsteins. b Echogene Gallenblase (GB): Zur Leber isoechogene Strukturtransformation; die impaktierten Steine (Pfeil) und die fehlenden Tumorgefäße (FKDS) sprechen für ein Empyem. c Stein-Schrumpfgal­lenblase: Nur noch der Schallschatten (S) weist auf die Gallenblase (Pfeil) hin. d Gallenblasenperforation: Hier ist die Gallenblase noch erkennbar; die Perfora­tionsstelle führt zum abgegrenzten Extravasat (FL). Bei freier Perforation lassen die fehlende Gallenblase und freie intraabdominelle Flüssigkeit (bei biliodigesti­ver Fistel u.U. Aerobilie) an eine Perforation denken
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Gallenblase
14.3 Wandveränderungen
14.3 Wandveränderungen
Übersicht (Tab. 58)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 58
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Echoarm/komplex Echoreich
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
akute Cholezystitis Wandverdickung (Leber-/
Pankreaserkrankungen, Trauma, S. 351) Wandödem (Aszites, Rechtsherz-
insuffizienz, S. 352) Wandabszess (S. 352) Adenomyomatose (S. 354) wandinfiltratives Karzinom (S. 352) xanthogranulomatöse Cholezystitis (S. 354) Lymphom, Metastase, Abszess (S. 353) chronische Cholezystitis (S. 355)
Echoarme/komplexe Wandveränderungen
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Akute Cholezystitis (Abb. 492 u. Abb. 493): Differenzialdiagnostisch chronische
Cholezystitis, Wandverdickung bei Adenomyomatose, szirrhöses Karzinom, malignes Lymphom (= intrinsische Faktoren).
x
Wandveränderungen der Gallenblase
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gedoppelte Gallenblase (S. 353) Biegefalten, Septen (S. 353)
Cholesterolose (S. 354)
Porzellangallenblase (S. 355) Cholezystitis emphysematosa (S. 355)
Echoarm geschichtete/lamellierte Wand.
ab
c
Abb. 492 a–c Akute Cholezystitis. a Echoarm geschichtete Wand (Distanz­marken) nach ERCP; kein Steinnachweis, Hydrops, beginnende Sedimentanrei­cherung (Stressgallenblase). b Intensiv hyporeflexive Wandverdickung (Dis­tanzmarken), etwas freie Flüssigkeit (FL). c FKDS: Von der inflammatorisch vas­kularisierten Wand grenzt sich ein peri­cholezystisches avaskuläres Ödem ab
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14.3 Wandveränderungen
ab
Abb. 493 a u. b Akute Cholezystitis mit Hydrops (GB; Distanzmarken). Eine Länge i 8 cm, Breite und Tiefe i 4 cm, Wandauflocke rung, Druckschmerzhaf­tigkeit („Murphy-Zeichen“) beweisen zusammen mit dem Steinverschluss im Infundibulum den Hydrops. S = Schallschatten
x
Steinnachweis (Ausnahme: akalkulöse = steinfreie Cholezystitis; Ursachen: traumatisch, Abwehrschwäche unter Chemotherapie, hämatogen-septisch, aszendierend).
x
Fakultativ: Hydrops, Empyem, pericholezystische freie Flüssigkeit (Abb. 492c).
Wandverdickung bei Leber/-Pankreaserkrankungen/AIDS/Trauma (Abb. 494;
Abb. 500–502, S. 355) :
x
Verbreiterte lamellierte oder komplex strukturierte Wand.
x
Bei portaler Hypertension: Intramurale Vaskularisationen (Abb. 494d).
14
Gallenblase
b
a
Abb. 494 a–c Differenzialdiagnose Wandverdickung. a Wandverdickung (Distanzmarken) bei dekompensierter Leberzirrhose. b Bei akuter Hepatitis und AIDS. c Bei traumatischer Gallen­blasenkontusion: Massives Wandödem ohne erkennbares Lumen
c
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