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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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16
16.1 Untersuchung
Urogenitalorgane
a b
Abb. 558 a u. b Hodenlängsschnitt (H) mit Nebenhoden (N) und geringer
(noch normaler) Flüssigkeitsansammlung (Pfeil)
x
Penis: Sonographisch ist der Penis dorsal vom Damm zugänglich. Die Corpora
cavernosa stellen sich sonographisch feinstrukturiert echoarm dar, das
Corpus spongiosum reflexreich, die Urethra echogen-bandförmig.
x
Hoden (Abb. 557 u. 555): Anatomische Lage s. Abb. 557. Die Hodenstruktur
erscheint homogen-feinkörnig.
n
Weibliche Genitalorgane (Abb. 559): In der topographischen Lage des weibli-
chen Beckens folgen von ventral nach dorsal auf die Harnblase der „DouglasRaum“ und das Rektum.
x
Uterus: Der Uterus erscheint im Unterbauchquerschnitt ovalär-echoarm zwischen Harnblase und Rektum.
x
Vagina: Sonographisch zeigt sich die Vagina als zartes doppelspuriges Band
mit echogenem strichförmigem Lumen zwischen Harnblase und Rektum.
x
Ovar: Normale Ovarien sind bei der transabdominalen Sonographie schwer
erkennbar. Sie zeigen sich rundlich-ovalär und echoarm.
a b
Abb. 559 a u. b Weibliches Genitale im Unterbauchquerschnitt.
UT = Uterus, V = Zervix bzw. Vagina, R = Rektum, P = Parametrien
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Ureter:
x
3,5–5-MHz-Schallkopf.
x
Gelegentlich kann die V. testicularis (bzw. die V. ovarica ) mit dem Ureter im
Bereich der Gefäßüberkreuzung verwechselt werden.
390
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
n
Tipp: Bei Obstruktion bessere Ureterdarstellung durch kräftige Flüssigkeits-
zufuhr und/oder forcierte Diurese.
n
Harnblase:
x
Durchfächern in Unterbauchque r- und -längsschnitten; gelegentlich mit leicht
nach kaudal gekipptem Schallkopf.
n
Tipp: Bei der Differenzialdiagnose Wandverdickung/Koagel bzw. Sediment
bewährt sich die Seitenlage oder die Knie-Ellenbogen-Lage.
x
Sonographische Zystometrie: s. Kapitel Funktionsuntersuchungen, S. 53.
n
Genitalorgane:
x
3,5–5,0-, gelegentlich auch 7,5–10-MHz-Schallkopf (Penis, Hoden).
x
Uterus, Ovarien, Prostata und Samenblase werden von suprapubisch bei voller (nicht übervoller) Harnblase in Längs- und Querschnitten dargestellt.
x
Zur optimalen Darstellung der männlichen Genitalorgane muss der Schallkopf vom Blasenboden aus weiter nach kaudal gekippt werden; bei den weiblichen Genitalorganen finden sich der Uterus kranial, Zervix und Vagina
dorsal, Adnexe dorsolateral der Harnblase.
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Niere/Ureter/Harnblase: An den ableitenden Harnwegen werden Erweiterun-
gen des Nierenbeckenkelchsystems (NBKS) und des Ureters (Harntransportstörungen, HTS) behandelt; an der Harnblase Wand- und intraluminale Veränderungen.
n
Genitalorgane: Die Genitalorgane werden hier nur insoweit behandelt, wie sie
sich in krankhaften Störungen bei der internistischen Routinesonographie
äußern.
n
Einteilung/Übersicht:
x
Nierenbecken/Ureter/Harnblase: s. Tab. 67, S. 391.
x
Männliche Genitalorgane: s. Tab. 68, S. 400.
x
Weibliche Genitalorgane: s. Tab. 69, S. 406.
16
Urogenitalorgane
16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
Übersicht (Tab. 67)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 67
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Nierenbecken/Ureter Harnblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Pyelektasie (S. 392)
Harnsteinkolik (S. 392) Harnblasenwandverdickung
obstruktive KelchPyelonektasie/Harntransportstörungen (S. 393)
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Aus G. Schnidt : Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Pathologische Befunde an Nierenbecken/Ureter/Harnblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Divertikel/Pseudodivertikel
(S. 394)
(S. 395)
Harnblasenkarzinom
(S. 395)
polypöse Harnblasentumoren
(S. 395)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
intraluminale Befunde
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Ureterozele (S. 397)
Sedimente, Eiter, Koagel
(S. 398)
Steine (S. 398)
Fremdkörper (S. 399)
391

16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
n
Tipp: Bei Obstruktion bessere Ureterdarstellung durch kräftige Flüssigkeits-
zufuhr und/oder forcierte Diurese.
n
Harnblase:
x
Durchfächern in Unterbauchque r- und -längsschnitten; gelegentlich mit leicht
nach kaudal gekipptem Schallkopf.
n
Tipp: Bei der Differenzialdiagnose Wandverdickung/Koagel bzw. Sediment
bewährt sich die Seitenlage oder die Knie-Ellenbogen-Lage.
x
Sonographische Zystometrie: s. Kapitel Funktionsuntersuchungen, S. 53.
n
Genitalorgane:
x
3,5–5,0-, gelegentlich auch 7,5–10-MHz-Schallkopf (Penis, Hoden).
x
Uterus, Ovarien, Prostata und Samenblase werden von suprapubisch bei voller (nicht übervoller) Harnblase in Längs- und Querschnitten dargestellt.
x
Zur optimalen Darstellung der männlichen Genitalorgane muss der Schallkopf vom Blasenboden aus weiter nach kaudal gekippt werden; bei den weiblichen Genitalorganen finden sich der Uterus kranial, Zervix und Vagina
dorsal, Adnexe dorsolateral der Harnblase.
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Niere/Ureter/Harnblase: An den ableitenden Harnwegen werden Erweiterun-
gen des Nierenbeckenkelchsystems (NBKS) und des Ureters (Harntransportstörungen, HTS) behandelt; an der Harnblase Wand- und intraluminale Veränderungen.
n
Genitalorgane: Die Genitalorgane werden hier nur insoweit behandelt, wie sie
sich in krankhaften Störungen bei der internistischen Routinesonographie
äußern.
n
Einteilung/Übersicht:
x
Nierenbecken/Ureter/Harnblase: s. Tab. 67, S. 391.
x
Männliche Genitalorgane: s. Tab. 68, S. 400.
x
Weibliche Genitalorgane: s. Tab. 69, S. 406.
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Urogenitalorgane
16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
Übersicht (Tab. 67)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 67
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Nierenbecken/Ureter Harnblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Pyelektasie (S. 392)
Harnsteinkolik (S. 392) Harnblasenwandverdickung
obstruktive KelchPyelonektasie/Harntransportstörungen (S. 393)
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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Pathologische Befunde an Nierenbecken/Ureter/Harnblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Divertikel/Pseudodivertikel
(S. 394)
(S. 395)
Harnblasenkarzinom
(S. 395)
polypöse Harnblasentumoren
(S. 395)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
intraluminale Befunde
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Ureterozele (S. 397)
Sedimente, Eiter, Koagel
(S. 398)
Steine (S. 398)
Fremdkörper (S. 399)
391

16
16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
Erweitertes Nierenbeckenkelchsystem
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Pyelektasie (Abb. 560): Ampulläres Nierenbecken bei Flüssigkeitsdiurese.
x
Dreieckige/konische echofreie Raumforderung im Sinusreflex der Niere.
x
Fehlende Kelchektasie.
x
Kein Ureteraufstau.
x
Wichtig: Ausschluss Obstruktion.
x
FKDS: Keine Gefäße.
Urogenitalorgane
ab
Abb. 560 Pyelektasie (P), FKDS: a eine breite Nierenvene kann differenzialdiagnostisch ausgeschlossen werden. N = rechte Niere. b obstruktive KelchPyelektasie bei akuter Harnsteinkolik : Echofreie Separation des ZEK (zentraler
Echokomplex) und diskrete Ureterabgangserweiterung
n
Harnsteinkolik (Abb. 561–563; s. Abb. 86, S. 67):
x
Klinische Hinweise: Klinisch akute schwere wellenförmige Bauchschmerzsymptomatik. Ursache : Nierenstein oder selten Blutkoagel; bei perirenalem
Flüssigkeitsaustritt: Urinom.
x
Sonographische Kriterien: Gestauter Ureter sonographisch an markanten Stellen sichtbar. Höhenlokalisation und Artdiagnose des Hindernisses sind in
über 80 % möglich.
ab
Abb. 561 a u. b Nierenkolik bei Ureterabgangsstein. a Harnstauungsniere (N)
mit dilatiertem flüssigkeitsgefüllten Pyelon, Flüssigkeitsparavasat (Urinom) (FL).
b Ureterabgangsstein (Pfeil; U), erweitertes Pyelon (P). Schräger Oberbauchlängsschnitt rechts im Ureterverlauf
392
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
Abb. 562 a u. b Akute Nierenkolik. a Aufstau nur im Bereich der Kelche (Pfeile).
b Leicht erweiterter dorsal von Nierenvene und Arterie (V, A) gelegener Ureter.
N = Niere im Querschnitt, L = Leber
ab
Abb. 563 a u. b Harnsteinkolik, Steinnachweis prävesikal (Pfeil) im Ureter (U).
a B-Bild: Hyperechogener Reflex, inkompletter Schallschatten. Schräger Unterbauchquerschnitt. b FKDS, 4 Tage später: Steinlage im Ostium, nicht verschließend; Ureterjet (rot); angedeutet „Konfetti-Phänomen“ im Schallschatten des
Steins („twinkling artifact“)
16
Urogenitalorgane
n
564). Mit zunehmender Dauer des Aufstaus durch zunehmende Raumforderung
der echofreien Flüssigkeit Parenchymminderung, Schwund des zentralen Echokomplexes. Hierdurch Einteilung in Schweregrade möglich (Abb. 565–568).
x
Leichte Harnstauung (Grad I, Abb. 565) :
– Kelch-Pyelon-Ektasie infolge echofreier Kompartimentierung des Sinus-
reflexbandes der Niere.
– Fakultativ echofrei erweiterter Ureterabgang/Ureter.
– Erhaltener echogener Sinusreflex.
– Normal breites Nierenparenchym.
x
Mittelgradige Harnstauung (Grad II, Abb. 566):
– Deutliche Kelcherweiterung auf 5–10 mm, Pyelonektasie.
– Ureter erweitert, beginnende Ureterschlängelung.
– Noch normales bis leicht verschmälertes Parenchym.
– Minderung des Sinusreflexes.
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
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16
16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
Urogenitalorgane
Abb. 564 a u. b Häufige Ursachen einer chronischen Harntransportstörung.
a Metastasierende Tumoren des kleinen Beckens (Ovar, Uterus; hier: Rektumkarzinom). b Harnblasenkarzinom (Urothelkarzinom; Pfeile), häufig ostiumnah
lokalisiert. DD metastasierendes Prostastakarzinom. U = Ureter, AI = A. iliaca,
HB = Harnblase
ab
Abb. 565 Leichte Harnstauung:
Echofreie Separation des zentralen
Reflexbandes, erhaltener Sinusreflex,
erhaltenes Nierenparenchym (N)
Abb. 566 Mittelgradige Harnstauung:
Ausgeprägte echofreie Kelch-PyelonEktasie (C) mit konsekutiv vermindertem Sinusreflex, beginnend verschmälertes Parenchym
x
Hochgradige Harnstauung (Grad III, Abb. 567):
– Massive Kelchdilatation, ausgeprägte echofreie Pyelonerweiterung.
– Ausgeprägte Ureterdilatation und -schlängelung.
– Schwund des Sinusreflexes.
– Rarefizierung des Nierenparenchyms.
x
Hydronephrotische Sackniere (Grad IV, Abb. 568) :
– Areflexive zystische Raumforderung im zentralen Echoreflex infolge hoch-
gradiger Nierenbeckenkelchdilatation.
– Vollständiger Schwund des Sinusreflexes.
– Vollständiger oder nahezu vollständiger Schwund des Nierenparenchyms.
Harnblase: Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Harnblasendivertikel/-pseudodivertikel (Abb. 569): Gehäuft Divertikelkarzi-
nome.
x
Echte Divertikel: Echofreie, meist solitäre Wandausstülpung (zwischen Muskelbündeln nach außerhalb prolabiert); anlagebedingt.
394
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16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
16
Urogenitalorgane
Abb. 567 Hochgradige Harnstauung:
Ausgeprägte echofreie Kelch-PyelonEktasie (K, P), Schwund des Sinusreflexes, ausgedünntes Parenchym,
Uretererweiterung (U)
Abb. 568 Hydronephrotische Sackniere: Kelche (K) und Nierenbecken (P)
sind zu einer areflexiven hydronephrotischen Sackniere verschmolzen,
Parenchymschwund
a
Abb. 569 a u. b Harnblasendivertikel. a Echte Divertikel (Fehlbildung): Keine
Wandverdickung. b Pseudodivertikel (Pfeile): Erhebliche Wandverdickung.
Klinisch benigne Prostatahyperplasie. DK = Dauerkatheter
x
Pseudodivertikel: Multiple Wandausstülpungen bei Wandverdickung (meist
bei obstruktiver oder neurogener Blasenentleerungsstörung).
n
Harnblasenwandverdickung (Abb. 570a): Wandhypertrophie, „Balkenblase“.
x
Verdickung der Wand bei gefüllter Blase über 8 mm.
x
Meist bei infravesikaler Blasenentleerungsstörung.
n
Flächig wachsendes Harnblasenkarzinom (Abb. 570b; s. auch Abb. 564b,
S. 394):
x
Breitbasige/längerstreckige Wandverdickung.
x
FKDS: „Spots-like“-Tumorgefäße.
n
Polypöse Harnblasentumoren (Abb. 571): Polypoider/polypöser Tumor, „Bla-
senpapillome“, meist nicht invasive Karzinome. Stadieneinteilung s. Abb. 572.
x
Umschriebene intraluminal protuberierende Wandverdickung.
x
Meist lappige (gelegentlich echogene) Tumoroberfläche.
x
Inhomogene Binnenstrukturmuster.
x
FKDS: Fleckige Tumorgefäße.
b
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16
16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
Urogenitalorgane
Abb. 570a u. b Harnblasenwandverdickung. a Wandverdickung auf 15,8 mm
(Distanzmarken) bei Prostatavergrößerung (P). b Wandverdickung bei flächig
ausgebreitetem Harnblasentumor (histologisch papilläres Urothelkarzinom;
wahrscheinlich Divertikeltumor)
ab
ab
cd
Abb. 571 a–d Polypöse Harnblasentumoren. a Benignes „Harnblasenpapillom“
(Distanzmarken). b Lappige echoarme RF (Pfeil) am Harnblasenboden (zystoskopisch papillärer Tumor; histologisch Urothelkarzinom). c Echogener Tumor
mit echogenem Randsaum, keine erkennbare Wandinfiltration (histologisch
Urothelkarzinom). d Unregelmäßig begrenzter, infolge „Blooming-Effektes“
oberflächlich echoreicher erscheinender Tumor (papilläres Urothelkarzinom)
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16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
16
TNM
Befall von
Abb. 572 Stadieneinteilung des Blasenkarzinoms. Tis = Carcinoma
in situ, Ta = papilläres
nicht invasives Karzinom, T1 = Invasion der
Lamina propria, T2 =
Urothel
L. propria
Muskularis
Adventitia
Befall
außerhalb
der Blase
Invasion der oberflächlichen Muskulatur, T3a =
Invasion tiefer Muskulatur, T3b = Invasion
durch Blasenwand, T4 =
Invasion in angrenzende
Organe
Harnblase: Intraluminale Befunde
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Ureterozele (Abb. 573) :
x
Intraluminal eingestülptes, zartes echogenes Band (eingestülptes Ureterostium).
x
Ureteraufstau.
Stadium
nach
neuem
TNM
Tis Ta T1 T2 T3a T3b T4
Prostata,
Uterus,
Vagina,
Bauchwand,
Becken
IVIIIIII0
(1992)
ab
Urogenitalorgane
c
Abb. 573 a–c Ureterozelen.
a + b Beidseitige Ureterozelen (Z, UZ),
rechts mit Stein (S = Schallschatten),
links Ureteraufstau (U). HB = Harnblase.
c Große rechtsseitige Ureterozele :
Echoreiche ovaläre Membran im
Harnblasenlumen
(Bild Dr. K. Ringewald)
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16
16.2 Nierenbecken/Ureter/Harnblase
n
Benigne Prostatahypertrophie (BPH, Abb. 574):
– Kugelig/zapfenförmig protuberierender Prostatamittellappen.
Urogenitalorgane
Abb. 574 a u. b Benigne Prostatahypertrophie (Prostatamittellappenadenom).
a Polypöse Tumorstruktur in der Harnblase. b In gekippter Schnittrichtung
Nachweis einer BPH, somit kein primärer Blasentumor
n
Sedimente/Eiter/Koagel (Abb. 575):
– Sedimente: Glatt begrenzte, durch Umlagern verschiebliche echoreiche
Schicht.
x
Koagel: Kugelige oder zackig begrenzte echoreichere Areale; von polypösen
Tumoren erst durch Beweglichkeit/Aufwirbeln nach Umlagerung/Spülung
zu unterscheiden (Blasentamponade durch Koagel, s. Abb. 177, S. 139).
x
Beide: Keine Binnengefäße in der FKDS.
ab
ab
Abb. 575 a u. b Sedimente/Koagel. a Eitriges Sediment: Horizontal begrenzter
echogener Bodensatz (Pfeile). b Großes polypöses Blutkoagel (Pfeile): Bewegungsabhängige Form- und Lageveränderung mit passagerem Aufwirbeln von
Koagelanteilen
n
Stein (s. Abb. 563, S. 393):
x
Heller Reflex.
x
Schallschatten.
x
Beweglichkeit.
398
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