Добавил:
kiopkiopkiop18@yandex.ru t.me/Prokururor I Вовсе не секретарь, но почту проверяю Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
31.08.2026
Размер:
25 Мб
Скачать
10.2 Diffuse Nierenveränderungen
x
Konsekutive Verschmälerung des zentralen Echokomplexes (ZEK).
x
Echogenitätszunahme.
x
Ausgeprägt echoarm hervorgehobene Markpyramiden.
Myelomniere/Nierenamyloidose/Gicht-Nephropathie (Abb. 382c) :
x
Erhebliche Echogenitätszunahme.
x
Ausgeprägt echoarm prominente Markpyramiden.
Verkleinerte Nieren mit echonormaler Struktur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Hypoplastische Niere (s. Abb. 374a, S. 275) : Kleine Niere, normal strukturiertes
Parenchym.
Vaskuläre Schrumpfniere (Abb. 383): Kleine, meist parenchymverminderte
Nieren p Farbdopplersonographische Untersuchung, Bestimmung der Wider­standsindizes (s. S. 200).
Abb. 383 Hypoplastische Niere (N) infolge Nierenarterienstenose: Kleine Niere mit Parenchymrarefizierung. Klinisch schwere Hypertonie. S = angedeuteter Schallschatten
Verkleinerte Nieren mit echoreicher Struktur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Chronische Glomerulonephritis (Prädialyse/Dialyse; Abb. 384): Verkleinerung
erst im Stadium der Dialyse.
x
Echogene Struktur.
x
Aufgehobene Rinden-Markgrenze.
x
Echoarm-zystische oder verdämmerte Markpyramiden.
10
Niere,Nebenniere
Abb. 384 Chronische Glomeruloneph­ritis (IgA-Nephritis, dialysepflichtig): Kleine echoreich strukturierte Niere (Distanzmarken), aufgehobene Rinden­Markgrenze, verwaschene Struktur
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
281
10
10.2 Diffuse Nierenveränderungen
Diabetische Nephropathie (Abb. 385):
x
Verkleinerung erst im Stadium der Dialyse.
x
Verschmälertes, rarefiziertes Parenchym.
x
Zunahme der Parenchymechogenität.
x
Verwaschenes Parenchym, unregelmäßige Kontur.
x
Aufgehobene Rinden-/Markgrenze.
x
Schwund oder zystische Transformation der Markpyramiden.
x
FKDS: Verlust der regulären Vaskularisation.
x
Niere,Nebenniere
Im Endstadium: Kalzifikationen (fakultativ), sekundäre Zysten (fakultativ), Parenchymschwund.
a
Abb. 385 a u. b Diabetische Nephropathie im Stadium der dialysepflichtigen Niereninsuffizienz. a kleine echoreich strukturierte Niere (91,8 mm längs). Pfeil: fleckig strukturierte Markpyramide. b FKDS vor der Dialyse: Weitgehend fehlende Gefäße
Chronische Pyelonephritis (Abb. 386):
x
Oft noch lange normale Größe, im fortgeschrittenen Stadium Größe vermin­dert.
x
Fokal narbig-echoreiche Parenchymrarefizierung, daneben echoarm-hyper­trophierte Areale.
x
Fakulativ Kelchzysten, Nierenbeckenabszesse.
b
Abb. 386 Pyelonephritische Schrumpf­niere (83,9 mm; Distanzmarken): Abschnittsweise rarefiziertes Parenchym infolge von Narben, wellige Oberfläche. Z = flache Zyste. Unter Abszessverdacht Feinnadelpunktion p Nierenepithel
Abb. 387 Analgetika-Nephropathie (N): Ausgeprägte Parenchymrarefizie­rung, verwaschene Struktur, feine Kal­zifikationen in Projektion auf die Region der Papillenspitzen (Pfeile). Sekundäre Zyste (Z). (Harmonic Imaging)
282
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
Analgetika-Nephropathie (Abb. 387):
x
Unregelmäßige, unscharfe Kontur, schlechte Abgrenzbarkeit, irreguläre Parenchymstruktur.
x
Echogene Mikrokalzifikationen im Bereich der Pyramidenspitzen.
x
Fakultativ sekundäre, entzündlich-narbig bedingte Retentionszysten.
10
10.3 Umschriebene Veränderungen
des Nierenparenchyms
Übersicht (Tab. 48)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 48
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
echofrei echoarm echogleich echoreich/echogen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
einfache Zysten (S. 283)
Zystennieren (S. 284)
sekundäre Zysten (S. 285)
atypische/komplizierte Zysten (S. 285)
obstruktive Kelch­Pyelektasie (S. 285)
zystisches Nierenzell­karzinom (S. 287)
benignes zystisches Lymphangiom (S. 286)
Lymphozele (S. 286) Tuberkulose (S. 286) Zysteneinblutung (S. 286) Hämatom (S. 287)
Echofreie Nierenparenchymveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Einfache Zysten (Bosniak I; Abb. 388): Dysontogenetische Zysten = tubuläre
Retentionszysten.
x
x
Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Metastasen (S. 288)
malignes Lymphom (s. S. 288)
Nierenadenom (s. S. 288)
Abszess, Karbunkel (S. 288)
Onkozytom (S. 289)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Buckel/Lappung (s. S. 289)
Parenchymbrücken (S. 289)
Hämatom (S. 290)
Nierenzellkarzinom (S. 290)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Nierenzellkarzinom (S. 290)
Angiomyolipom (S. 290)
Narben (S. 291) Niereninfarkt (S. 291)
medulläre Nephro­kalzinose (S. 292)
kortikale Nephrokalzinose (s. S. 293)
Gefäßkalk, Paren­chymkalk (S. 293)
Einteilung nach der Lokalisation:
1. Subkapsuläre (perirenale) Zysten.
2. Kortexzysten (Rindenzysten).
3. Parapelvine Zysten des Sinus renalis (in der Regel Lymphzysten, aber auch
in den ZEK ragende tubuläre Retentionszysten).
Einteilung nach der Zahl:
1. Solitäre.
2. Multiple.
283
Niere,Nebenniere
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
Aus G. Schnidt : Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
Analgetika-Nephropathie (Abb. 387):
x
Unregelmäßige, unscharfe Kontur, schlechte Abgrenzbarkeit, irreguläre Parenchymstruktur.
x
Echogene Mikrokalzifikationen im Bereich der Pyramidenspitzen.
x
Fakultativ sekundäre, entzündlich-narbig bedingte Retentionszysten.
10
10.3 Umschriebene Veränderungen
des Nierenparenchyms
Übersicht (Tab. 48)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 48
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
echofrei echoarm echogleich echoreich/echogen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
einfache Zysten (S. 283)
Zystennieren (S. 284)
sekundäre Zysten (S. 285)
atypische/komplizierte Zysten (S. 285)
obstruktive Kelch­Pyelektasie (S. 285)
zystisches Nierenzell­karzinom (S. 287)
benignes zystisches Lymphangiom (S. 286)
Lymphozele (S. 286) Tuberkulose (S. 286) Zysteneinblutung (S. 286) Hämatom (S. 287)
Echofreie Nierenparenchymveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Einfache Zysten (Bosniak I; Abb. 388): Dysontogenetische Zysten = tubuläre
Retentionszysten.
x
x
Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Metastasen (S. 288)
malignes Lymphom (s. S. 288)
Nierenadenom (s. S. 288)
Abszess, Karbunkel (S. 288)
Onkozytom (S. 289)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Buckel/Lappung (s. S. 289)
Parenchymbrücken (S. 289)
Hämatom (S. 290)
Nierenzellkarzinom (S. 290)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Nierenzellkarzinom (S. 290)
Angiomyolipom (S. 290)
Narben (S. 291) Niereninfarkt (S. 291)
medulläre Nephro­kalzinose (S. 292)
kortikale Nephrokalzinose (s. S. 293)
Gefäßkalk, Paren­chymkalk (S. 293)
Einteilung nach der Lokalisation:
1. Subkapsuläre (perirenale) Zysten.
2. Kortexzysten (Rindenzysten).
3. Parapelvine Zysten des Sinus renalis (in der Regel Lymphzysten, aber auch
in den ZEK ragende tubuläre Retentionszysten).
Einteilung nach der Zahl:
1. Solitäre.
2. Multiple.
283
Niere,Nebenniere
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
x
Sonographische Zystenkriterien:
1. Echofrei.
2. Glatt durch eine dünne Wand begrenzt, Zystenrandphänomen.
3. Rund, parapelvine auch plattig-oval.
4. Applikatorferne Schallverstärkung.
5. Häufig orthograd getroffene echogene zarte Kapsel (Ein- und Austritts­echo).
Niere,Nebenniere
a
b
c
Abb. 388 a–d Einfache Nierenzysten (Z). a Perirenale (subkapsuläre, „extra­renale“) Nierenzyste. b Rindenzyste (Kortexzyste). Pfeil: orthograd getroffene Nierenkapsel. c Parapelvine Zyste. d Parapelvine Zysten, FKDS: Fehlende Bin­nenvaskularisation (somit kein Tumorverdacht)
Zystennieren (polyzystische Nierenkrankheit vom adulten Typ, s. Abb. 389):
x
Klinische Hinweise: Autosomal dominante Vererbung. Symptomatik mit Tumorschwellung, Hypertonie und langsam einsetzender Niereninsuffizienz erst etwa ab dem 40. Lebensjahr. Häufig begleitet von Zystenleber. Kindliche Form mit frühzeitiger Symptomatik.
x
Sonographische Kriterien:
1. Kleinzystische oder großzystisch-bullöse oder gemischte Raumforderun­gen beider Nieren.
2. Erhebliche Nierenvergrößerung.
3. Kaum abgrenzbares Parenchym.
4. Aufgehobener zentraler Echokomplex und aufgehobene Rinden-Mark­grenze.
284
d
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
ab
Abb. 389 a u. b Abgrenzung Zystenniere – multiple Nierenzysten. a Multiple Nierenzysten: Niere normal groß, Parenchym abgrenzbar. Pfeil: parapelvine Zysten. b Zystenniere: Vergrößerte nicht gut abgrenzbare Niere, kaum erkenn­bares Parenchym, aufgehobener zentraler Sinusreflex
Sekundäre Zysten (Abb. 390) :
x
Vorkommen: Im Rahmen von Nierengrundkrankheiten: Nephritiden, Ab­szesse; bei Vernarbungsprozessen; bei diabetischer Nephropathie, Nieren­tuberkulose.
x
Sonographische Kriterien:
– Meist entrundet. – Oft in der Umgebung von Narbenprozessen. – Zystisch degenerierte Markpyramiden. – Nachweis von entzündlichen Nierenkrankheiten.
ab
10
Niere,Nebenniere
Abb. 390 a u. b Sekundäre Zysten. a Sekundäre Zysten (Z) in einer Analgetika­Schrumpfniere (Distanzmarken). b Kavernöse Zysten (Z) bei Nierentuberkulose, Verkalkungen (Pfeile), Schallschatten (S).
Atypische/leicht komplizierte/komplizierte Zysten (Bosniak II und III): Abb. 391
u. 392; Abb. 393c, S. 287.
x
Atypisch: Extrarenale Ausbreitung.
x
Septierungen/Verkalkungen/Einblutung/Echinokokkuszyste (Wand!).
x
Septen vaskularisiert: Zystisches Nierenkarzinom (Bosniak IV).
Obstruktive Kelch-Pyelektasie (s. Abb. 408, S. 296) :
x
Mehrere ovale/dreieckförmige echofreie RF.
x
Erweitertes Nierenbecken.
x
Erweiterter Ureterabgang.
285
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
ab
Niere,Nebenniere
Abb. 391 a u. b Atypische Zysten. a Wandbetonte septierte Zyste (Echinokokkuszyste? tuberkulöse Ein­schmelzung? zystisches Karzinom?). FKDS: Vollständige Vaskularisations-
aussparung; deutlich abgrenzbare echoreiche Wand. b Atypische Zysten (Z), septenartige Binnenstrukturen, Konturvorwölbung (Pfeil) p zytohistologische Klärung erforderlich!
ab
Abb. 392 a u. b Komplizierte Zyste mit Einblutung. a Echofreie Koagel (Pfeile) in der noch erkennbaren Zyste (Z), b FKDS: Keine erkennbare Vaskularisation, daher kein Zystentumor
Multiple parapelvine Zysten („benignes zystisches Lymphangiom“): s. Abb. 407,
S. 295.
x
Echoarm.
x
Komplex.
Lymphozele:
x
Atypische runde eckige echofreie Formation.
x
Oft Operationsfolge.
Tuberkulose (s. Abb. 390b, S. 285; Abb. 405c, S. 293):
x
Liquide Parenchymeinschmelzung.
x
Zystische Nierenbeckenformation (dilatierte Kelche/gereinigte Kavernen).
x
Atrophie/Verkalkung als Spätzeichen.
Zysteneinblutung (s. Abb. 392, S. 286):
x
Zystenform noch erkennbar.
x
Echoreiche oder komplexe Zystenbinnenstruktur.
x
Evtl. bewegliche Echos.
286
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
Zystisches Nierenzellkarzinom (zystisches RCC, Abb. 393):
x
Klinische Hinweise: Mehr als 50 % zystischer Anteil (nie Onkozytom!). Histolo­gisch kleinzelliges oder papilläres pseudozystisch transformiertes Karzinom. DD: Tumoreinblutung, Tumoreinschmelzung, zystenassoziiertes Karzinom, Zysteneinblutung.
x
Sonographische Kriterien:
– Echofreie/echoarme runde/ovaläre Formationen (Einblutungen in Tumo-
ren/Nekrosen). – Tumor oft noch erkennbar. – Tumor in Zysten umstritten.
ab
Abb. 393 a u. b Zystisches Nierenzellkarzinom. a Zystisch regressiv verändertes Nierenzellkarzinom (T) mit Einblutungen (Z). b Zystisches Nierenzellkarzinom (T, Z), FKDS: Überwiegend zystische RF, nur durch den Vaskularisationsrandsaum abgrenzbare solide Formation
Hämatom (Abb. 394) :
x
Heterogene echoreich/echoarme, unscharf begrenzte Raumforderung.
x
Perirenale echofreie oder komplexe Raumforderung.
x
Echoarmes Parenchymareal bei erhaltener Kontur hinweisend auf Kontusion; hier Hypoperfusion.
x
FKDS: Farbausfall.
10
Niere,Nebenniere
ab
Abb. 394 a u. b Traumatisches Nierenhämatom. a Heterogene echoarm-echo­reiche Strukturtransformation, Konturaufwölbung (H), schmaler Flüssigkeitssaum um die Niere (N). b Parenchymkontusion (echoarm-echofreie Parenchymein­blutung, Pfeile). N = Niere. Klinisch Leiter-/Reitunfall
287
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
Echoarme/echogleiche Nierenparenchymveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Metastasen (s. Abb. 416, S. 298): Primärtumor Mamma-/Bronchial-/Magen-
Darmtumoren, Niere. Sonographischer Befund:
x
Runde/ovaläre echoarme Raumforderung.
Malignes Lymphom (Abb. 395):
x
Runde ovaläre echoarme Raumforderung (niedrig maligne).
x
Massige komplex-echoarm strukturierte Raumforderung (hoch maligne).
Niere,Nebenniere
Abb. 395 Hochmalignes Non­Hodgkin-Lymphom der Niere (T): Aus­gedehnte echoarme bis komplexe RF, Tumorzapfen, echofreie verzweigte Pyelektasie (P)
Nierenadenom (Abb. 396):
x
Runde, glatt begrenzte echoarme Raumforderung.
x
Durch regressive Veränderungen komplexe Struktur.
x
Gelegentlich echoreich.
x
FKDS: Binnenvaskularisation.
a
b
Abb. 396 a u. b Nierenadenom. a Glatt begrenzter, intensiv hyporeflexiver Tumor; wegen der zarten echogenen Wand (Pfeile) sonomorphologisch am ehesten eingeblutete Zyste. b FKDS: Diskrete konstante Vaskularisation; somit scheiden Zyste und Abszess zugunsten einer soliden RF aus
Abszess (aszendierend-pyelonephritisch); Karbunkel (hämatogen-staphylokok-
kenbedingt):
x
Echoarme inhomogene Raumforderung.
x
Fakultativ Gasblasen (emphysematöse Pyelonephritis, Abb. 397).
288
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
10.3 Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms
ab
Abb. 397 a u. b Abszedierende/emphysematöse Pyelonephritis. a Ausgedehnte Gasblasen (Pfeile), Niere (N) im Schatten von Wiederholungsecho (W). b 2 Wochen später abgegrenzter Abszess (Pfeile), noch Gasblasen (junger, schlecht einge­stellter Diabetiker; unter intensiver konservativer Therapie Ausheilung). L = Leber
Onkozytom (Adenom): Keine zuverlässigen Sonokriterien!
x
Meist echoarm.
x
Glatt begrenzt.
x
Binnenvaskularisation.
Echogleiche Nierenparenchymveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Lateraler Nierenbuckel/fetale Lappung (Renkulierung; Abb. 398):
x
Bucklige Konturvorwölbung ohne Parenchymausdünnung.
ab
10
Niere,Nebenniere
Abb. 398 a u. b Echogleiche Konturvorwölbungen (Pfeile). a Lateraler Nieren­buckel, b Renkulierung. Beachte: Parenchymdickenzunahme auch in Richtung Sinus renalis
Parenchymbrücken (-zapfen bzw. hypertrophierte columna renalis): Abb. 399;
s. Abb. 375a, S. 275.
x
Gewebebrücke von Parenchym zu Parenchym durch den zentralen Echo­komplex, oft multipel.
x
Tumorartige Parenchymverdickung (dadurch oft echoarm wirkend).
x
Oft Hinweise für Doppelnieren (Kontureinziehung, länglich-schmale, ver­größerte Niere, gedoppeltes Nierenbecken).
289
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!