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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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8.1 Untersuchung
x
Spektralkurve: Die diastolische Flussgeschwindigkeit der ACC liegt etwa zwischen der diastolischen Geschwindigkeit der ACI und ACE.
Abb. 295 A. carotis
communis (ACC) mit
typischer Spektralkurve:
Die Spektralkurve zeigt
ein freies Frequenzfenster unter der Hüllkurve;
damit liegen keine turbulenten Strömungen
vor
ab
Abb. 296 a u. b A. carotis communis (ACC). a ACC mit Bulbus und V. jugularis:
Relativ echoreiche Gefäßwand; die ACC weitet sich regulär zum Bulbus hin auf;
das Strömungsgeräusch ändert sich. b ACC mit der V. jugularis. V. jugularis =
schallkopfnah, blau codiert, ACC = rot kodiert
8
Halsgefäße
Abb. 297 Bifurkation mit scheinbar
turbulenten Strömen in der ACI (bunte
Farbmischung); Ursache: Überlagerung
durch die V. jugularis
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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8
8.1 Untersuchung
n
Halsgefäße
n
A. carotis interna (ACI, Abb. 298):
x
Die ACI gibt extrakraniell keine Äste ab.
x
Spektralkurve: Die ACI hat als hirnversorgende (parenchymatöse) Arterie
einen monophasischen Verlauf mit höherer diastolischer Geschwindigkeit
als die ACC.
Abb. 298 A. carotis
interna (ACI) mit typischer Spektralkurve:
Die diastolische Flussgeschwindigkeit ist relativ höher als die in der
ACC
A. carotis externa (ACE, Abb. 299):
x
Die ACE gibt extrakraniell zahlreiche Äste ab.
x
Spektralkurve: Die ACE gehört zu den Widerstandsgefäßen und zeigt daher
einen triphasischen Verlauf mit niedriger diastolischer Geschwindigkeit.
n
Tipp: Durch repetitive Kompression eines Endastes der ACE kann die ACE gut
von der ACI unterschieden werden (retrograde Pulsation in der abgeleiteten
Spektralkurve der ACE).
Abb. 299 A. carotis
externa (ACE) mit typischer Spektralkurve:
Die ACE (rot kodiert) ist
leicht an den abgehenden Gefäßen erkennbar;
die diastolische Flussgeschwindigkeit ist niedriger als in der ACI, endsystolisch ist ein kleiner
negativer Dip erkennbar
(typisch für Widerstandgefäße)
n
A. vertebralis (AV, Abb. 300 u. 301):
x
Die AV entspringt beidseits aus der A. subclavia, weiter lateral als die ACC.
x
Spektralkurve: Sie ähnelt der Kurve der ACI.
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8.1 Untersuchung
8
Abb. 300 A. vertebralis
(AV) mit typischer Spektralkurve: Die A. vertebralis hat im Vergleich
zur ACI eine relativ
höhere diastolische
Flussgeschwindigkeit
ab
Abb. 301 a u. b A. vertebralis (AV). a Die AV ist abschnittsweise in den Foramina
intervertebralia zu erkennen. b Spektralkurve der AV, die der Kurve der ACI ähnelt
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Die Untersuchung erfolgt am liegender Patienten. Der Kopf ist leicht zur Gegenseite gedreht (Abb. 302).
n
Die Halsgefäße werden in der gesamten darstellbaren Länge im Querschnitt und
Längsschnitt dargestellt. In der Regel werden die A. carotis communis, -interna
und -externa sowie die A. vertebralis und die V. jugularis interna rechts und
links untersucht.
n
Schallkopf: Longitudinalschallkopf, in der Regel mit einer Frequenz von 5 MHz.
n
Aufsuchen der Gefäße im Längsschnitt:
x
Zunächst die A. carotis interna (ACI) im Längsschnitt aufsuchen.
x
A. carotis externa (ACE): Aus der Position der ACI wird der Schallkopf wenig
nach ventromedial gekippt.
x
A. vertrebralis (AV): Sie wird aus der Position der ACI durch leichtes Kippen
des Schallkopfes nach dorsolateral zwischen den Foramina intervertebralia
gefunden.
Halsgefäße
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8.1 Untersuchung
Halsgefäße
n
Abb. 302 Schallkopfposition am liegenden
Patienten, rechte Halsseite
Aufsuchen der Gefäße im Querschnitt:
x
Zunächst die A. carotis communis (ACC), dann die A. carotis interna (ACI) aufsuchen.
x
Die A. carotis interna (ACI) hat meist einen größeren Durchmesser als die
A. carotis externa (ACE, Abb. 303).
ab
Abb. 303 a u. b ACE und ACI im Querschnitt. a Die ACI hat einen größeren
Durchmesser als die ACE (rechte Halsseite). b Darstellung der ACI und ACE mit
Farbdoppler (linke Halsseite)
x
Die A. vertebralis (AV) liegt dorsolateral, die ACE anteroventral der ACI.
x
Die V. jugularis interna liegt vor der A. carotis und kann schon durch leichten
Schallkopfdruck komprimiert werden.
n
Intrakranielle Doppler-Sonographie (Abb. 304): Mit einer transkraniellen Be-
schallung können auch intrakranielle Gefäßabschnitte dargestellt werden
(A. carotis interna [ACI], A. cerebri media [ACM], A. cerebri posterior [ACP],
A. cerebri anterior [ACA]). Voraussetzungen:
x
Entsprechend ausgerüstetes Ultraschallgerät.
x
Verwendung einer niedrigeren Schallfrequenz (hier 2 MHz). Unter Verwendung von Ultraschallkontrastmittel kann die Darstellung noch verbessert
werden.
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8.1 Untersuchung
Abb. 304 Transtemporale Darstellung der
A. cerebri media (ACM)
und A. cerebri posterior
(ACP) links
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Beurteilungskriterien: s. Tab. 39.
.
Tabelle 39
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Kriterium mögliche Befunde
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Morphologie der Gefäßwand
Beurteilung der Strömung (Strömungsrichtung, Strömunsgeschwindigkeit,
Strömungsstörungen)
Beurteilungskriterien
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Auflagerungen (harte, weiche Plaques)
pathologische Intima-Media-Dicke
Turbulenzen
verändertes Flussprofil
Flussrichtung, Strömungsumkehr, Nullfluss
Stenose
8
Halsgefäße
n
Einteilung/Übersicht: s. Tab. 40.
.
Tabelle 40
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
arteriosklerotische Plaques Stenose, Verschluss Thrombose, Dissektion
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
weiche Plaque (S. 230)
Pathologische Befunde an den Halsgefäßen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Carotisstenose,
Z. n. Stentimplantation (S. 232)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Thrombose der V. jugularis
(S. 238)
harte Plaque (S. 230) ACE-Stenose (S. 234)
ACI-Stenose (S. 234)
ACI-Verschluss (S. 235)
n
Indirekte Stenosezeichen der A. carotis (Spektralanalyse):
x
Prästenotisch: Zunahme der Pulsatilität, Reduktion der systolischen Amplitude.
x
Intrastenotisch: Abnahme der Pulsatilität, Zunahme der Amplitude.
x
Poststenotisch: Abnahme der systolischen Anstiegssteilheit, Reduktion der
Pulsatilität.
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8.2 Pathologische Befunde
8.2 Pathologische Befunde
Arteriosklerotische Plaques
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Weiche Plaques (Abb. 305): Lumeneinengung ohne Schallschatten.
Halsgefäße
Abb. 305 Kleiner weicher Plaque
(Pfeil) in der ACC: Diskrete glattbogige
Lumeneinengung ohne Schallschatten
n
Harte Plaques (Abb. 306) :
x
Unregelmäßige Oberfläche.
x
Verkalkungen, evtl. mit Schallschatten.
x
Lumeneinengung.
ab
Abb. 306 a u. b Lumeneinengung durch harte Plaques. a Plaque mit Kalk
im Bulbus: Es besteht eine höhere Thromboemboliegefährdung bei Lumeneinengung mit unregelmäßiger Oberfläche. b Gefäßeinengung im Bereich des
harten Plaques mit turbulenten Strömungen
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8.2 Pathologische Befunde
ab
cd
Abb. 307 a–d Harte Plaques mit und ohne Schallschatten (ACC). a Raue kalkharte Plaques mit Schallschatten. b Kleiner harter, echoreicher Plaque ohne
Schallschatten. c Schattengebender kleiner flacher Plaque der ACC. d Schallschattenphänomen dorsal eines Kalkplaques täuscht einen Rückfluss vor
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Halsgefäße
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8.2 Pathologische Befunde
Stenose, Verschluss
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Carotisstenose, Z. n. Stentimplantation (Abb. 308–311):
ab
Halsgefäße
c
Abb. 308 a–c Carotisstent in der ACC.
a Längsschnitt: Stent (Pfeil) als unterbrochenes echogenes Band erkennbar.
b Querschnitt : Stent als echoreiche
Ringstruktur. c Längsschnitt, FKDS:
Abschnittsweise fehlende Farbbelegung durch Schallschatten des Stents
a
Abb. 309 a Carotisstent
im Bereich des ACE-Abgangs: Flussbeschleunigung in der ACE mit turbulenter Strömung
(Farbmischung)
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Abb. 309 b u. c b Carotisstent im Bereich des
ACI-Abgangs: Turbulente
Strömung ohne Flussbeschleunigung in der
ACC. c Dopplerableitung
in der ACI bei liegendem
Stent in der ACC
8.2 Pathologische Befunde
8
Halsgefäße
b
c
Abb. 310 Z. n. Stentimplantation bei
Carotisstenose, jetzt ACE-Abgangsstenose: Nach Messung der Maximalgeschwindigkeit (V
Stenosegrad von 60–70%
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) ergibt sich ein
max
Abb. 311 ACE mit Stent im Querschnitt: Die Farbbelegung zeigt, dass
der Stent offen ist
233

8
8.2 Pathologische Befunde
n
ACE-Stenose (Abb. 312, S. 234) :
Halsgefäße
a
b
n
ACI-Stenose (Abb. 313 und 314) :
a
Abb. 312 a u. b
50 %-ige ACE-Stenose,
Darstellung der ACI.
a Keine Strömungsänderung der ACI.
b Strömungsänderung
der ACI bei 50 %-iger ACE
Stenose
b
Abb. 313 a u. b ACI-Stenose. a Deutliche echogene Plaques in der ACI mit
Lumeneinengung. b FKDS: Turbulenzen (grün/blau/gelb) und Schallauslöschung
in der Stenose (die Farbkodierung des Blutflusses ist im „Schatten“ des Plaques
ausgelöscht)
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