Добавил:
kiopkiopkiop18@yandex.ru t.me/Prokururor I Вовсе не секретарь, но почту проверяю Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз: Предмет: Файл:

Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

.pdf
Скачиваний:
0
Добавлен:
31.08.2026
Размер:
25 Мб
Скачать
12.2 Sonographische Befunde
x
Fokale Milzveränderungen (s. S. 326): Sie stellen sich sonographisch als vor­wiegend echofreier, vorwiegend echoarmer oder vorwiegend echogener Herd dar. – Übersicht s. Tab. 53. – Beurteilungskriterien s. Tab. 54.
12
Milz
Tabelle 53
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Echofrei/echoarm Echogen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Milzzyste (S. 326)
.
Fokale Milzveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Hämangiom, Splenom (S. 330) Milzabszess (S. 327) Milzverkalkung (S. 330) Milzlymphom (S. 327) Milzinfarkt (S. 328) Milztrauma (S. 328) Milzmetastasen (S. 329)
.
Tabelle 54
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Kriterium Differenzierung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Echogenität
Beurteilungskriterien für fokale Milzläsionen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyy
echofrei, echoarm (S. 326), echoreich (S. 330) Größe kleinnodulär, großnodulär (S. 328) Begrenzung glatt, irregulär (S. 326) Form rund, oval, keilförmig, sichelförmig (S. 328) Binnenechos bewegte Binnenechos unter real-time-Beobachtung (S. 329) FKDS vorhandene oder fehlende Vaskularisation intraläsional (S. 7)
Diffuse Veränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Splenomegalie (Abb. 458 u. 459): Milzgröße über 12 cm (Länge) q 5cm
(Breite).
x
Sonographischer Befund:
– Meist homogene Echotextur. – Verplumpung der Milzpole. – Betonte Darstellung der Milzgefäße.
x
Klinische Hinweise: Klinik häufig richtungweisend: z. B. infektiöse Erkrankung
p laborchemische Entzündungsparameter, serologische Befunde; lymphati­sche Systemerkrankung p häufig generalisierte Lymphadenopathie; myeolo- proliferative Syndrome p pathologisches Blutbild, Knochenmarkbefund; hämolytische Anämie p laborchemische Hämolyseparameter; kongestive Splenomegalie p Lebererkrankung, portale Hypertonie, portokavale Umge­hungskreisläufe usw.
Kleine Milz (funktionelle Hypo-/Asplenie): Milzgröße unter 7 cm (Länge) q 3cm
(Breite).
x
Sonographischer Befund:
– Meist inhomogene Echotextur. – Häufig fehlende Darstellung der Milzgefäße.
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
325
12
12.2 Sonographische Befunde
Milz
Abb. 458 Deutliche Splenomegalie mit homogener Echotextur des Milz­parenchyms (M) bei Non-Hodgkin­Lymphom. Der Pfeil kennzeichnet eine Nebenmilz. (Hier und in den folgenden Abbildungen dieses Kapitels wurde der Schallkopf um 180hgedreht!)
Abb. 459 Milzgrößenbestim­mung mit Ausmessen der größ­ten Länge (D1) und Breite (D2); der Tiefendurchmesser als dritter Messparameter lässt sich hier nicht darstellen
x
Klinische Hinweise: Abgrenzung zur physiologischen kleinen „Altersmilz“. Häufiger bei: Colitis ulcerosa, Sichelzellanämie, Thorotrastose, immunologi­schen Erkrankungen, allogener Knochenmarktransplantation.
Fokale Veränderungen: Echofrei/echoarm
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Milzzyste (Abb. 460 u. 461):
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echofreier Herd. – Variable Größe. – Glatt begrenzt, rund. – Häufig mit Randverkalkung. – Gelegentlich bewegte Binnenechos. – FKDS: Fehlende Vaskularisation.
x
Klinische Hinweise: Meist asymptomatisch. Primäre Zyste meist angeboren, sekundäre Zysten als Folge von älterem Trauma, Infarkt, Pankreatitis, Echino­kokkose.
326
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
12.2 Sonographische Befunde
12
Milz
Abb. 460 Kleine asymptomatische echofreie Milzzyste (Cy)
Abb. 461 Große, nahezu die gesamte Milz (M) ausfüllende echofreie Zyste (Cy) mit deutlicher Wandverdickung
Milzabszess:
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echoarmer Herd. – Variable Größe. – Irregulär begrenzt, variable Form. – Gelegentlich gemischte Echogenität mit Luftreflexen und bewegten Bin-
nenechos unter Real-time-Beobachtung.
– FKDS: Fehlende Vaskularisation.
x
Klinische Hinweise: Meist schwer kranke Patienten, ausgeprägte Entzün­dungszeichen. Mikroabszesse (Abb. 462) meist auf dem Boden einer hepato­lienalen Candidiasis.
Abb. 462 Multiple, kleine, nahezu echofreie Mikroabszesse (Pfeile) bei hepato/lienaler Candidiasis
Milzlymphom (Abb. 463):
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echoarmer Herd. – Variable Größe. – Glatt begrenzt, häufig rundlich. – Gelegentlich diffuse Strukturinhomogenität.
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
327
12
12.2 Sonographische Befunde
abc
Milz
Abb. 463 a–c Unterschiedliche Infiltrationsmuster der Milz bei malignem Lymphom. a Diffuse Durchsetzung der gesamten Milz durch kleinste echoarme Herde. b Kleine, z. T. irregulär begrenzte echoarme Herde. c Größere, nahezu die gesamte Milz ausfüllende echoarme Lymphommassen (L). M = Milz
– FKDS: Vaskularisation. – Häufig Splenomegalie.
x
Klinische Hinweise: Meist lymphatische Systemerkrankung bekannt (Non­Hodgkin-Lymphom, Morbus Hodgkin); B-Symptome (Fieber, Nachtschweiß, Gewichtsverlust), gelegentlich LDH-Erhöhung.
Milzinfarkt (Abb. 464):
x
Sonographische Kriterien:
– Variable Echogenität, meist echoarmer Herd. – Variable Größe; irregulär begrenzt, gelegentlich keilförmig. – Gelegentlich freie Flüssigkeit im Abdomen. – Subkapsuläre Hämatombildung möglich. – FKDS: Fehlende Vaskularisation im Infarktareal.
Abb. 464 Kleiner, keilförmig echo­armer Milzinfarkt (Inf) bei myelo­proliferativer Erkrankung
x
Klinische Hinweise: Lokalisierter, diffuser oder fehlender Schmerz. Milz­reiben? Endokarditis? Sepsis? Myeloproliferative Erkrankung?
Milztrauma (Abb. 465 u. 466):
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echoarmer Herd; im Akutstadium echogen. – Variable Größe, irregulär begrenzt. – Gelegentlich subkapsulär sichelförmige Hämatombildung. – Gelegentlich freie Flüssigkeit im Abdomen. – In liquiden Arealen evtl. bewegte Binnenechos. – FKDS: Fehlende Vaskularisation.
328
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
12.2 Sonographische Befunde
12
Milz
Abb. 465 Spontane subkapsuläre Hämatombildung (H) bei Varizellen­sepsis. M = Milz
x
Klinische Hinweise: Anamnestisches Trauma; bei fehlendem Trauma meist Milzerkrankung zugrunde liegend (Infektion, Bluterkrankung, kongestive Milzvergrößerung, Milzinfarkt, Milzmetastasierung usw.).
Milzmetastasen (Abb. 467) :
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echoarmer Herd, gelegentlich auch echogen; gelegentlich
echoarmer Randsaum. – Variable Größe, variable Begrenzung. – Gelegentlich zentrale Nekrose. – FKDS: Vaskularisation.
x
Klinische Hinweise: Milzmetastasen sind selten, meist treten sie bei einer fort­geschrittenen Tumorerkrankung durch hämatogene Absiedlung auf. Ebenfalls selten ist eine Milzinfiltration durch lokal infiltrierendes Wachstum (Magen­Ca., Pankreas-Ca., usw., s. Abb. 468).
Abb. 467 Solitäre echogene Metas­tase (Pfeile) mit haloniertem Randsaum und zentraler Liquidifizierung bei Kolonkarzinom
Abb. 466 Große, nahezu die gesamte Milz ausfüllende Milzeinblutung (H) bei Trauma. AO = Aorta
Abb. 468 Histologisch gesichertes Magenkarzinom (MA). Der Tumor (TU) wächst per continuitatem in die Milz (M). LU = Lunge
329
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
12
12.2 Sonographische Befunde
Fokale Veränderungen: Echogen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Hämangiom, Splenom (Abb. 469): Ähnlich können sich auch Milzmetastasen
Milz
(Abb. 470), Littoralzellangiom, frische Hämatombildung, Speicherkrankheiten, Hämangiosarkom darstellen.
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echogener Herd. – Variable Größe. – Meist glatt begrenzt, rund. – Gelegentlich mit Verkalkungen. – FKDS: Meist spärliche Vaskularisation.
x
Klinische Hinweise: Meist asymptomatisch, häufig sonographischer Zufalls­befund.
Abb. 469 Solitäre echogene Raum­forderung, als Zufallsbefund bei asymptomatischer Patientin diagnos-
Abb. 470 Multiple echogene rundliche Milzherde (M) bei diffus metastasier-
tem Karzinoid tiziert. Befund über 3 Jahre konstant, sodass am ehesten ein Splenom/ Hämangiom vorliegt
Milzverkalkung (Abb. 450):
x
Sonographische Kriterien:
– Vorwiegend echogener Herd. – Variable Größe, glatt begrenzt; variable Form. – Dorsale Schallauslöschung. – FKDS: Fehlende Vaskularisation.
x
Klinische Hinweise: Meist asymptomatisch. Folge oder Begleitphänomen bei Entzündungen, Abszessen, Infarkten, Zysten, Hämangiomen, Stoffwechsel­erkrankungen (Verkalkung der A. lienalis).
330
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
12.2 Sonographische Befunde
Abb. 471 Multiple intralienale Verkalkungen bei asymptomatischer Patientin. S = Schallauslöschung
Weiterführende Diagnostik
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Splenomegalie: Evtl. laborchemische Befunde, Lymphknotenhistologie, Kno-
chenmarkhistologie, Leberhistologie.
Kleine Milz: Laborchemische Parameter, Howell-Jolly-Körperchen im Blutbild,
99m
Technetium-Kolloidszintigraphie.
Milzzyste: s. Abb. 472.
Milzabszess:
x
Diagnostische Feinnadelpunktion (FNP, s. S. 55), repetitive Drainagepunktion, Katheterdrainage (s. S. 58), evtl. operatives Vorgehen.
x
Bei Mikroabszessen (Abb. 462): Antimykotische Therapie mit sonographi­scher Verlaufsbeobachtung.
12
Milz
Abb. 472 Therapeutisches Vorgehen bei Milzzysten
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
331
12
12.2 Sonographische Befunde
Milzlymphom: Sonographischer Verlauf, bei isoliertem Milzlymphom diagnosti-
sche Punktion. Für Dignitätsbeurteilung in der Regel sonographischer Verlauf ausreichend.
Milz
Milzinfarkt: Sonographischer Verlauf notwendig. Meist restitutio ad integrum;
bei Komplikationen (wie zunehmende Liquidifizierung des Infarkts und fehlende Rückbildung, Milzruptur, Infektion) evtl. chirurgisches Vorgehen (Abb. 473).
Abb. 473 Sonographische Erscheinungsformen, Verlauf und Komplikationen des Milzinfarktes (nach Görg)
Milztrauma:
x
Computertomographie für „Grading“ der Milzverletzung zuverlässiger.
x
Sonographische Verlaufskontrolle oder operatives Vorgehen, abhängig vom bildgebenden Befund, in erster Linie aber von der klinischen Situation. Cave: Zweitzeitige Milzruptur bei subkapsulärer Blutung!
Milzmetastasen:
x
Meist ist die sonographische Kontrolle ausreichend, da eine inoperable Tumorerkrankung oder ein Finalstadium vorliegt.
x
Bei isolierter Milzinfiltration : Feinnadelpunktion (s. S. 55) bzw. operative Diagnostik indiziert.
Hämangiom, Splenom: Evtl. Computertomographie; in Abhängigkeit von der
Klinik sind sonographische Verlaufskontrollen oder operatives Vorgehen indi­ziert. Bei konstantem Befund wird häufig eine definitive Diagnose nicht gestellt.
Milzverkalkung: Evtl. sonographischer Verlauf. Bei sicherer sonographischer
Diagnose keine weiteren diagnostischen Maßnahmen erforderlich.
332
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
13.1 Untersuchung
Gallengänge
13
13.1 Untersuchung
Schnittebenen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Interkostalschnitt, verlängerter Interkostalschnitt rechts, Leberhilusschnitt (s. S. 24).
Subkostaler Schrägschnitt rechts (s. S. 23).
Sonographische Anatomie und Normalbefund
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Die intrahepatischen Gallengänge sind bei subtiler Untersuchung ventral der Pfortaderäste als feine echofreie Bändchen erkennbar (Ausnahme: linker ventra­ler Pfortadersegmentast). Dazwischen oder dorsal verläuft die Leberarterie.
Der rechte und linke Ductus hepaticus treffen in der Leberpforte zum Ductus hepaticus communis zusammen.
Der Ductus cysticus ist aufgrund seines gewundenen Verlaufes kaum darstell­bar.
Meist mündet der Ductus choledochus gemeinsam mit dem Ductus pancreaticus dorsal im Duodenum (wegen der sonographisch in der Regel nicht erkennbaren Zystikuseinmündung wird das Gangsystem als Ductus hepatocholedochus, DHC, bezeichnet, Abb. 474 u. 475).
Normwerte: Extrahepatisch altersabhängig I 7 mm.
13
Gallengänge
a
Abb. 474a Topographische Lage der Gallenblase und der ableitenden Gallenwege
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
333
13
13.1 Untersuchung
Gallengänge
Abb. 474b Topographische Lage der Gallenblase und der ableitenden Gallenwege
b
Abb. 475 ERCP: Lagebeziehung des
präpapillären (gemeinsamen) nach
kaudal gerichteten Verlaufes von
Gallen- und Pankreasgang im
Pankreaskopf
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Schallkopf: 3,5–5,0 MHz.
Untersuchung nüchtern frühmorgens.
Rückenlage für präpapillären DHC, Linksseitenlage und tiefe Inspiration für die oberen [2/3] Ganganteile.
Zur Darstellung des präpapillären Gangabschnittes parasagittaler Oberbauch­längsschnitt (s. Abb. 84, S. 66).
Gelegentlich halbaufrechte Position zur Darstellung von präpapillären Konkre­menten.
n
Tipp: Dosierte Kompression von Bauchfett und Darmluft durch einen Schallkopf
mit kleiner Auflagefläche führt in der Regel zu einer guten Darstellung des dis­talen DHC und seiner Mündung in das Duodenum (Abb. 476).
Befundübersicht, Einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Zufallsbefunde an den Gallenwegen sind Raritäten, weil meist die Klinik zum gezielten Einsatz der Sonographie Anlass gibt. Daher sollen im Folgenden keine Befunde gezeigt werden, bei denen das klinische Symptom „Ikterus“ bzw. „Cholestase“ Leitsymptom ist (hierzu s. S. 143).
334
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!