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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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8.2 Pathologische Befunde
8
a
Halsgefäße
b
Abb.314a–c ACI-Stenose. a Verminderte Fluss-
c
geschwindigkeit bei
erhaltenem Frequenzspektrum vor der Stenose. b Deutlich verminderte Flussgeschwindigkeit unmittelbar vor der
Stenose. c Geschwindigkeitserhöhung, V
140 cm/s in der Stenose
n
ACI-Verschluss:
x
Ipsilateral in der ACI: Keine Spektralkurve ableitbar (Abb. 315c u. 316f).
x
Ipsilateral in der ACE: Turbulenzen, erhöhte Flussgeschwindigkeit (Abb. 315).
x
Ipsilateral in der ACC: Ähnliche Spektralkurve wie in der ACE (durch Wegfall
der ACI wird die ACC zum reinen Widerstandsgefäß, Abb. 316).
max
bis
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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8
8.2 Pathologische Befunde
Halsgefäße
a
b
c
Abb. 315 a–d Typische
Befunde der Halsgefäße
bei Verschluss einer ACI.
a Darstellung der ACE
bei einem Verschluss der
ACU. Turbulente
Strömung (bunte Fa rbpixel) in der ACE.
b Spektralkurve der ACE:
V
max
d
c Keine Spektralkurve
in der ACI ableitbar:
Verschluss der ACI.
d Spektralkurve der ACC
bei ACI-Verschluss: Die
Spektralkurve ähnelt der
Kurve der ACE (die ACC
wird bei einem Verschluss der ACI zum reinen Widerstandsgefäß)
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i 2 m/s.

Abb. 316 a–d Typische
Befunde der Halsgefäße
bei Verschluss einer ACI.
a Auffällige Flusskurve der
ACC mit Dip und relativ
niedriger diastolischer
Flussgeschwindigkeit. Die
Kurve ähnelt der ACE.
b Lumeneinengung der
ACI um mehr als 50 %, hier
keine Turbulenzen
erkennbar.
c ACE-Stenose. Die Ableitung der Spektralkurve
in der ACE zeigt eine
Flussbeschleunigung.
d Doppler der ACE-Stenose.
Die maximal messbare
Geschwindigkeit der ACE
mit 2,45 m/s zeigt eine
ACE-Stenose ca. 70% an
8.2 Pathologische Befunde
8
Halsgefäße
a
b
c
d
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8
8.2 Pathologische Befunde
Halsgefäße
ef
Abb. 316 e u. f Typische Befunde der Halsgefäße bei Verschluss einer ACI.
e ACC im Längsschnitt. Abbruch des Blutflusses in der A. carotis interna mit
Flussumschlag (blau). f ACI und ACE im Querschnitt. Im Querschnitt erscheint die
ACI echogen verschlossen. Ein Fluss ist im Farbdoppler nicht zu erkennen, während die A. carotis externa (ACE) eine Farbbelegung zur Flussdetektierung zeigt.
Neben der ACI ist die echofreie V. jugularis interna schräg angeschnitten
Thrombose, Dissektion
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Thrombose der V. jugularis nach ZVK Anlage (Abb. 317):
ab
Abb. 317 a u. b Thrombose der V. jugularis. a V. jugularis (VJ) mit echogenen
Thrombus (T) nach ZVK Anlage. b Der Thrombus ist deutlich umflossen (blau
kodiert)
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8.2 Pathologische Befunde
cd
Abb. 317 c u. d Thrombose der V. jugularis. c Querschnitt der V. jugularis mit
freiem zirkulär umflossenem Thrombus. d Weiter kranialwärts ist der Thrombus
wandständig
8
Halsgefäße
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9
9.1 Untersuchung
Leber
9
Leber
9.1 Untersuchung
Schnittebenen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Oberbauchquerschnitt (Darstellung des linken Leberlappens, s. S. 23).
n
Subkostaler Schrägschnitt rechts (s. S. 23).
n
Hoher und verlängerter Interkostalschnitt rechts (s.S. 24 u. 24).
n
Paramediane Oberbauchlängsschnitte (s. S. 25).
Sonographische Anatomie und Normalbefunde
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Die Leber weist eine Zwerchfell- und eine Eingeweidefläche auf.
n
Beide treffen ventrokaudal im scharfrandigen Margo inferior und dorsokranial in
der Pars affixa des Zwerchfells zusammen.
n
Das Ligamentum falciforme trennt den größeren rechten vom kleineren linken
anatomischen Leberlappen (Abb. 318 u. 319).
Abb. 318 Segmentanatomie der
Leber. Rechter und linker Leberlappen, getrennt durch eine Linie
(gestrichelt) von der Gallenblase zur
V. cava, Facies diaphragmatica
Abb. 319 Segmentanatomie der
Leber, Facies visceralis. Begrenzung
des Lobus caudatus: 1. kranialer
Leberrand. 2. Lig. falciforme.
3. V. portae. 4. V. cava. Begrenzung
des Lobus quadratus: 1. kaudaler
Leberrand. 2. Lig. falciforme.
3. Gallenblase. 4. V. portae
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9.1 Untersuchung
n
Normwerte: Kraniokaudal in der MCL bei Pyknikern I 120 mm, bei Asthenikern
I 140 mm; die Summe aus Länge und Tiefe I 24–26 mm; Tiefe über der Aorta
in Höhe des Truncus coeliacus I 40 mm.
Untersuchungsablauf
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Schallkopf: 2,5–5,0 MHz (je nach Bauchumfang).
n
Im subkostalen Schrägschnitt rechts: In tiefer Inspiration Darstellung der
Leberkuppe mit Zwerchfell, der Lebervenen, der Pfortaderäste (DHC), der
intrahepatischen Gallengänge und der Gallenblase sowie des Parenchyms
(s. Abb. 320).
a
b
cd
9
Leber
Abb. 320 a–d Subkostale Schrägschnitte. a u. c Schnitt durch die Leberpforte in
die Leberkuppe. VP = rechter und linker Ast der V. porta, V = V. cava inferior, Pfeil
= Lig. venosum. b u. d Schallrichtung vom Margo inferior (im Bild oben) zur Pars
affixa (im Bild unten): Darstellung des Lobus quadratus (LQ) und Lobus caudatus
(LC) ventral der V. cava (VC). L = rechter Leberlappen, VP = V. portae
n
Fächerförmiges Durchschallen aller Leberabschnitte.
n
Im Oberbauchlängs- und Interkostalschnitt: Beurteilung der Leberpforte, der
Gallenwege, der V. portae und der lateralen Leberanteile (s. Abb. 321).
n
Tipp: Bei schlechten allgemeinen Untersuchungsbedingungen diese Schnitt-
ebene auch für die übrigen Leberanteile und die Gallenblase wählen!
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9
9.1 Untersuchung
a b
Leber
c d
Abb. 321 a–d a u. b Oberbauchlängsschnitt im Bereich der subdiagphragmalen
V. cava und der Lebervenenmündung (Pfeil). LQ = Lobus quadratus, VP =
V. portae, LC = Lobus caudatus, VC = Vena cava inferior, L = Leber. c u. d Hoher
Interkostalschnitt rechts lateral: Darstellung des Sinus phrenicocostalis (LU),
dorsal Anteile des Zwerchfells bzw. Lungeneintrittsreflexes (ZW). LE = kraniolateraler Leberrand
Befundübersicht und -einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Veränderungen der Leber: Sonographisch erfassbare Leberveränderungen kön-
nen diffuse oder umschriebene Störungen der Leberarchitektur sein.
x
Diffuse Veränderungen s. Tab. 51, S. 243: Eine allgemeine Störung der normalen Leberarchitektur, betreffend Größe, Gewebestruktur, Kontur, Gefäße und
tubuläre Organe. Besonders kennzeichnende Veränderungen betreffen Struktur und Kontur.
x
Umschriebene Veränderungen s. Tab. 44, S. 251 : Fokale Störungen der normalen Echotextur. Die Differenzierbarkeit ist abhängig vom Impedanzsprung
zum umgebenden normalen Lebergewebe (echofreie Läsionen wie Zysten
sind auf Anhieb zu erkennen). Bei echogleicher Struktur der Läsion ist eine
Abgrenzung nur durch Randsaumbildung oder Gefäßverdrängung erkennbar.
n
Veränderungen der Pfortadervenen s. Tab. 45, S. 267: Bei Störungen der Pfort-
ader und ihrer Zuflussvenen kann es zu den gleichen Veränderungen kommen
wie bei den Körpervenen (vgl. Tab. 34, S. 216).
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9.2 Diffuse Veränderungen
9.2 Diffuse Veränderungen
Übersicht (Tab. 51)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 41
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
gering ausgeprägt
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
alimentäre/diabetische Fettleber (S. 243)
akute Hepatitis (S. 244) mikronoduläre Abszesse/Metastasen (S. 246)
chronische Hepatitis (S. 244) toxische Fettleber/chronische toxische
Fibrose (S. 244) schwere chronische Hepatitis/Leberzirrhose
Stauungszirrhose (S. 244) diffuse Metastasierung, Metastasenleber
beginnende Leberzirrhose (S. 245)
diffuse Metastasierung/hämatologische
Systemkrankheit (S. 249)
Gering ausgeprägte Struktur-/Konturveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Alimentäre/diabetische Fettleber (Abb. 322):
x
x
x
x
Diffuse Struktur-/Konturveränderungen der Leber
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Sarkoidose (S. 246)
Hepatose (S. 246)
(S. 247)
unter Chemotherapie
Geringe Strukturvergröberung und (Vergleich Niere!) echoreichere Struktur.
Lebergröße mäßig bis stark erhöht (14–16 bzw. 17–20 cm im Längsschnitt
MCL).
Minimale applikatorferne Schallabschwächung.
Gerundeter Rand.
9
Leber
ab
Abb. 322 a u. b Fettleber (L, LE). a Leichte Strukturvergröberung, echoreiche
Struktur, applikatorferne Schallschwächung, Vergrößerung. b Längsschnitt/
Strukturverdichtung (vgl. Niere), vergrößerter, verrundeter Leberunterrand
(Pfeile). N = Niere
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9
9.2 Diffuse Veränderungen
n
Akute Hepatitis:
x
Auffallend gute Schallleitung/gering echodichtere Struktur.
x
Leber
Hiläre entzündliche Lymphknoten.
x
Splenomegalie.
x
Leere Gallenblase, verdickte Wand.
n
Chronische Virushepatitis (Abb. 323): Unterschiedlich ausgeprägte Struktur-
und Konturveränderungen: Vom normalen Leberbefund (milde [„persistierende“] Hepatitis mit geringer Aktivität) bis hin zu Veränderungen wie bei der
Frühform einer Leberzirrhose (schwere [„aggressive“] Hepatitis mit hoher Aktivität und Fibrose). Sonographische Zeichen:
x
Diskrete Strukturvergröberung; bei chronischer toxischer Hepatose Schallabschwächung.
x
Angedeutete Konturwellung.
x
Beginnende Pfortaderverbreiterung.
x
Häufig Splenomegalie.
x
Kaliberschwankungen der Lebervenen.
a
Abb. 323 a u. b Chronische Hepatitis C, milde Form. a Diskrete Strukturvergröberung und Verdichtung, leichte Schallabschwächung. Subkostalschnitt
rechts. b FKDS: Entzündliche Leberhiluslymphome (LK). Leberhilusschnitt
(Schulter-Nabelschnitt) rechts. VC = Vena cava
b
n
Fibrose (Abb. 324):
x
Leicht vergröberte bis scheckige Struktur (falls auf dem Boden einer inaktiven
chronischen Hepatitis oder Zirrhose: Sonographisches Bild wie bei chronischer Hepatitis bzw. Leberzirrhose; aber weitgehend normale Leberwerte!).
x
Vergröbertes Reflexmuster, Inhomogenitäten.
x
Distale Schallschwächung wie bei Fettleber möglich.
n
Stauungszirrhose (Abb. 325):
x
Normale bis geringfügig verdichtete Leberstruktur (durch starke Vaskularisation besonders gut zu beurteilen), verrundete Kontur.
x
Größenzunahme.
x
Lebervenen und V. cava bei fehlender atemsynchroner Lumenänderung
verbreitert.
x
Vergrößerter Lobus caudatus.
x
Fakultativ: Aszites, Pfortaderverbreiterung, Splenomegalie.
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