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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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6.11 Hepatosplenomegalie
Abb. 195 Erheblich vergrößerte Leber
mit multiplen z.T. schießscheibenartigen Rundherden p „Metastasenleber“,
die die Cava komplett komprimiert und
zur unteren Einflussstauung führt
(Cavakompressionssyndrom)
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Raumforderungen sind meist
gut zu sehen. Die Anwendung von Echokontrastverstärker hilft bei dem Auffinden und der Differenzierung von Leberraumforderungen. Eine sonographisch
geführte Punktion mit Biopsie bringt den Beweis.
Hochmalignes Lymphom/Lymphogranulomatose Hodgkin
(Abb. 196)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter tastbare Resistenzen S. 105; vergrößerte Lymphknoten, malignes
Lymphom S. 117; Milz, Milzlymphom S. 327; Leber, hämatologische maligne
Systemkrankheiten S. 249.
n
Klinik: Vergrößerte, tastbare Lymphknoten, Abgeschlagenheit, Fieber, Nacht-
schweiß, Gewichtsverlust.
n
Diagnostik:
x
Labor: Differenzialblutbild, BSG; LDH, Tuberkulintest (z. B. Tine-Test).
x
Sonographie mit Staging.
x
Suche nach oberflächlichen Lymphknoten.
x
Lymphknotenexstirpation oder Probepunktion.
n
Sonographischer Befund:
x
Vergrößerte Leber.
x
Vergrößerte Milz.
x
Weitere vergrößerte Lymphknoten im Bauchraum und peripher in den
Weichteilen.
6
Leitsymptome
Abb. 196 Hochmalignes NonHodgkin-Lymphom der Milz (M)
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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6
6.11 Hepatosplenomegalie
n
Sicherheit des sonographischen Befundes: Beim Nachweis mehrerer Organ-
manifestationen und Lymphknotenvergrößerungen ist die Diagnose wahrscheinlich; insbesondere dann, wenn die Milz befallen ist, da sich in diesem
Organ selten Metastasen anderer Primärtumoren ansiedeln. Beweisend ist
dann die Histologie (am besten am komplett exstirpierten Lymp hknoten).
Zystenleber
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Leitsymptome
n
s. auch unter Leber S. 252.
n
Klinik: Oft keine Beschwerden; ggf. uncharakteristisches Druck- und Völlegefühl
im Abdomen.
n
Diagnostik:
x
Anamnese, insbesondere Familienanamnese.
x
Untersuchung: Tastbar vergrößerte Leber mit höckriger, prall elastischer Konsistenz.
x
Labor: Nicht wegweisend und nur bei Komplikationen verändert, keine Leberfunktionsänderung.
x
Sonographie: Leber, Niere, ggf. auch sonographische Untersuchung von Familienmitgliedern; Kontrolluntersuchung.
x
Probepunktion bei Größenänderung nach Ausschluss einer Echinokokkose.
n
Sonographischer Befund:
x
Zahlreiche echofreie Rundherde.
x
Nach Einblutung kann der Zysteninhalt auch echoreich erscheinen.
x
Zysten können abgeflacht, weil aneinanderliegend sein.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Der sonographische Befund ist ein-
deutig. Wenn andere Organe ebenfalls Zysten enthalten und eventuell Familienmitglieder ebenfalls Zysten tragen, besteht an der Diagnose kein Zweifel.
Weitere Untersuchungen sind dann nicht erforderlich.
Pfortaderthrombose und Milzvenenthrombose
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Pfortaderthrombose s. Aszites, Pfortaderhochdruck S. 163; diffuse Bauchschmer-
zen, Mesenterialgefäßverschluss S. 87; Pfortadervenen, Lichtungsver
(portale Hypertension) S. 268, chronische Pfortaderthrombose S. 272.
n
Milzvenenthrombose s. Aszites, Pfortaderhochdruck, S. 163.
Budd-Chiari-Syndrom (Abb. 197)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Aszites S. 168; Tumorsuche, Deformierung/Infiltration von Gefäßen
S. 460.
n
Beispiel (Abb. 197): Lebervenenverschluss unter hormonellen Antikonzeptiva;
Patientin mit erhöhter g-GT. Lebersonographie und ERCP zunächst unauffällig;
im Verlauf von vier Wochen Hypertrophie des Lobus caudatus und partieller
Verschluss der Lebervenen.
breiterung
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6.11 Hepatosplenomegalie
ab
Abb. 197 a–c Budd-Chiari-Syndrom.
a Vergrößerter Lobus caudatus (Distanzmarken). b FKDS: Verschlossene
linke Lebervene (Pfeil), fehlende Farbkodierung. c FKDS: Die Lebervenen in
der Peripherie sind kaum nachweisbar,
nur wenige Farbpixel in den Gefäßen
sind erkennbar. Die Leber ist inhomogen, wolkig echorreicher im Bereich der
Venenverschlüsse
Konstriktive Perikarditis
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Schwäche, Müdigkeit, Gewichtsverlust, Appetitlosigkeit; Einflussstauung
c
mit erweiterten Halsvenen, Belastungsdyspnoe, häufig Orthopnoe; Stauungszei-
exsudative Enteropathie bei behinderter Lymphdrainage des Dünndarms.
n
Diagnostik:
x
Labor: Kleines Blutbild, HKT, Hypalbuminämie, Proteinurie, Leberfunktionswerte (pathologisch: Quick, CHE).
x
EKG: Niedervoltage.
x
Röntgen-Thorax, ggf. mit Durchleuchtung: Lungenstauung, Herz normal groß
oder leicht vergrößert, Verkalkungen sind in der Hälfte der Fälle sichtbar.
x
Sonographie und Echokardiographie.
x
CT-Thorax.
n
Sonographischer Befund:
x
Freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle (Aszites).
x
Leberveränderungen:
– Echoarme Vergrößerung durch Stauung, gut durchschallbar.
– Später Leberzirrhose.
x
Vergrößerte Milz durch Stauung (DD infektiöse Endokarditis, Trikuspidalklappenfehler).
x
Stauung der Vena cava u.a.
x
Nierenvergrößerung durch Stauung möglich.
x
Echokardiographie: Nachweis einer Perikardverdickung (deutlich echoreiches
Band hinter dem linken Ventrikel); die Ventrikelvolumina sind annähernd
normal.
6
Leitsymptome
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6
6.11 Hepatosplenomegalie
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Der sonographische Befund ist
typisch und eindeutig zu erkennen, aber nicht beweisend. Weitere Ursachen
können sonographisch und laborchemisch ausgeschlossen werden. Wichtig ist
die klinische Untersuchung: Der Befund einer dekompensierten Leberzirrhose
bei einem Patienten mit gestauten Halsvenen ist hoch verdächtig auf eine konstriktive Perikarditis. Die Halsvenenstauung ist durch eine forcierte Diurese
nicht beeinflussbar.
Leitsymptome
Echinokokkuszyste der Leber
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Leber, zystische Läsionen S. 254.
n
Organbefall: Leber, Lunge, Knochen, ZNS, Herz.
n
Klinik: Je nach Befallsmuster lange symptomfrei, später druckbedingte Schmer-
zen dur ch Organkapselspannung; tastbarer „Tumor“ im rechten Oberbauch.
Intermittierende Gallengangskompression kann eine rezidivierende Cholelithiasis vortäuschen; Ikterus möglich. Bei Austritt von Hydatidenflüssigkeit: Fieber,
Pruritus, Urtikaria, Eosinophilie, Anaphylaxie. Bei Lungenbefall: Husten, Hämoptysen, Thoraxschmerzen.
n
Diagnostik:
x
Labor: Differenzialblutbild, Antikörper (falsch negative Befunde möglich).
x
Sonographie.
x
Röntgen-Thorax: Unregelmäßige Rundherde.
x
ggf. CT.
n
Sonographischer Befund:
x
Annähernd echofreier Rundherd mit allen Kriterien einer Zyste (Echinococcus
granulosus/-cysticus) oder
x
Rosettenartig aneinandergelagerte Zysten (Echinococcus multilocularis/alveolaris).
x
Scharf begrenzt.
x
Echogene Wand.
x
Verkalkung.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Wenn Tochterzysten innerhalb einer
größeren Zyste nachweisbar sind, gilt die Diagnose als gesichert. Verkalkte Wände
sind eindeutig erkennbar und weisen auf die Diagnose hin. Beweisend könnte die
Aspiration des Zysteninhaltes mit Nachweis der Häkchen sein. Wegen der Gefahr
der Infektionsausbreitung wird von einer Aspiration abgeraten. Die endgültige
Diagnose wird im Rahmen einer therapeutischen Zystendrainage und folgender
Alkoholinstallation, evtl. nach chirurgischer Intervention gestellt.
Leberfibrose
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Leber S. 244.
n
Einteilung: Bindegewebige Umwandlung z. B. durch Kollagenablagerungen auch
in Folge einer Infektionskrankheit (z. B. Schistosomeninfektion) oder kongenital.
n
Klinik:
Relativ gutes Allgemeinbefinden, später möglicherweise Beschwerdebild
wie bei der portalen Hypertonie (siehe im Kap. Aszites, Pfortaderhochdruck, S. 163).
n
Diagnostik:
x
Labor nicht wegweisend (normale Leberwerte), keine Leberzellschädigung.
x
Untersuchung, Leberpalpation: Klein, fest, knotig.
x
Sonographie; eine Biopsie ist selten erforderlich.
n
Sonographischer Befund:
x
Leber mit etwas vergröbertem Parenchymmuster.
x
Periportale Fibrose, echoreiche Ummauerung (fibrotischer Umbau der Portaläste, echoreiche Bänder).
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6.11 Hepatosplenomegalie
x
Keine Regeneratknoten wie bei Zirrhose.
x
Zeichen der portalen Hypertonie (siehe Kap. Aszites, S. 163).
x
Splenomegalie weniger häufig als bei Leberzirrhose.
x
Kongenitale Form kann mit Zystenniere oder Zystenleber kombiniert sein.
Abb. 198 Kongenitale Leberfibrose:
Die Leber (L) erscheint normal groß mit
leicht vergröbertem Parenchymmuster.
Die fibrotische Ummauerung der Portalgefäße (Pfeile) ist gut erkennbar
Abb. 199 Kongenitale Leberfibrose:
Pfortaderhauptstamm (VP), annähernd
quer getroffen, zeigt noch deutlicher
die echoreiche fibrotische Ummauerung (gleiche Patientin wie Abb. 198
und Abb. 200)
6
Leitsymptome
Abb. 200 Splenomegalie bei kongenitaler Leberfibrose: Die Milz (M) ist
mit 16 cm Länge und einer Tiefe von
6 cm bei zierlicher Patientin deutlich
vergrößert
n
Sicherheit des sonographischen Befundes: Die sonographischen Merkmale
sind so charakteristisch, dass sich eine Biopsie in der Regel erübrigt.
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6.12 Aszites
6.12 Aszites
Grundlagen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Leitsymptome: Zum Teil aufgetriebenes Abdomen, ausladende Flanken, „schlan-
ke“ Extremitäten, freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle (sonographisch ab 30 ml
nachweisbar), Spannungs- und Völlegefühl, ggf. Dyspnoe und Tachykardie.
Leitsymptome
n
Differenzialdiagnosen werden in Tab. 27 nach ihrer Häufigkeit im Allgemein-
krankenhaus aufgelistet.
.
Tabelle 27
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Leberzirrhose (S. 161)
Peritonealkarzinose
(S. 162)
Peritonitis (S. 163) echoreiche Verdickung des Peritoneums, gefangene
Pfortaderhochdruck
(S. 163)
abdomineller Tumor
(S. 164)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
weniger häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Pankreatitis (S. 165)
Rechtsherzinsuffizienz
(S. 165)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
selten
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Perikarderguss (S. 166)
Ileus, paralytischer Ileus
(S. 167)
Meigs-Syndrom (S. 167) freie Flüssigkeit in der Bauchhöhle, Pleuraerguss, echoarme
Mesenterialgefäßthrombose (S. 87)
Budd-Chiari-Syndrom
(S. 168)
Differenzialdiagnose des Aszites
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Verplumpung des Lobus caudatus, wellige Oberfläche,
löchrig erscheinende Kapselbildung, Kalibersprung des
Portalsystems von zentral nach peripher
echofreie Formation im Bauchraum, echogen verdicktes
Peritoneum, ggf. Tumorformation
Flüssigkeit, lokale oder diffuse Darmparalyse
vergrößerte Milz, venöse Kollateralen
(rekanalisierte Nabelvene, Venenkonvolut)
variables Aussehen, meist echoarm/echogen, von der
Umgebung abgegrenzt, scharf begrenzt oder auch unscharf
infiltrierend
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
je nach Erkrankungsstadium differentes Aussehen:
normal, echoreich, echoarm, mit Kalk, mit Zysten
vergrößerte, gestaute Leber, dilatierte Lebervenen,
aufgeweitete V. cava
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echofreie Raumforderung im Perikardbeutel, Ventrikel eher
leer und hyperaktiv
meist weit gestellte Darmschlingen, fehlende Peristaltik
umschrieben oder diffus, oft echoarm verdickte Darmwand,
vermehrte oder verminderte Füllung
Vergrößerung des Ovars (meist einseitig)
dopplersonographisch fehlender Flussnachweis in der
Arterie (Embolie) oder den erweiterten echoarmen Venen
(Thrombose)
stark vergrößerte druckdolente Leber, hypertrophierter
Lobus caudatus, große Lebervenen nicht darstellbar,
kein Fluss in der FKDS
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6.12 Aszites
.
Tabelle 27
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Lebertumor/Lebermetastasen (S. 263)
Differenzialdiagnose des Aszites – Fortsetzung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Raumforderung der Leber unterschiedlicher Echogenität
(je nach Ursprung)
Gallengangsatresie (S. 168) ableitende Gallenwege nicht nachweisbar
sonographisch nicht zu klären:
weniger häufig: Hypoproteinämie (nephrotisches Syndrom, Malabsorption), primär biliäre
Leberzirrhose
selten: Mesenterial-Tbc, hämorrhagische Diathese, fulminante Hepatitis, akute Leberdystrophie, intestinale Lymphangiektasie, Morbus Wilson, Galaktosämie
Leberzirrhose (Abb. 201 u. 202)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Leber, schwere chronische Hepatitis mit Umbau/Leberzirrhose S. 247.
n
Einteilung:
x
Hepatitisch (gleichartiges Bild bei Siderozirrhose u. autoimmuner Zirrhose).
x
Toxisch.
x
Sekundär biliär.
x
Primär sklerosierende Cholangitis.
n
Klinik: Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Gewichtsabnahme (bei großen
Aszitesmengen selten auch –zunahme), Druck-/Völlegefühl im Oberbauch, Übelkeit, Erbrechen; aufgetriebenes Abdomen, Ikterus, Pruritus mit Kratzspuren, Spider naevi, Teleangiektasien, Palmarerythem, Lackzunge; hormonelle Störungen,
Ödeme, Leberinsuffizienz mit gastrointestinaler Blutung, Koma.
n
Diagnostik:
x
Anamnese: Alkohol, Virushepatitis, Medikamente.
x
Untersuchung: Leber verhärtet, zunächst vergrößert, später verkleinert.
x
Labor: Vermindert sind CHE, Quick, Albumin; erhöht sind AP, LAP, gGT und
Bilirubin (konjugiert = direkt). Hepatitisserologie, Gerinnungsstatus u. a.
x
Sonographie etwa gleichwertig zum CT.
x
Biopsie (z. B. mit Menghininadel), Histo logie.
n
Sonographischer Befund:
x
Vorbemerkungen: Erst Leberstruktur-/-konturveränderung, dann Gefäßveränderungen (bei hepatitischen und toxischen Verläufen). Erst Organvergrößerung, später Organverkleinerung (Atrophie). Der rechte Leberlappen ist
von der Atrophie mehr betroffen, der linke mehr von der Vergrößerung
(bis zum Berühren der Milz = Kissing-Phänomen).
x
Verplumpung des Lobus caudatus.
x
Leberrand abgerundet, Oberfläche wellig, Kapsel scheinbar unterbrochen.
x
Kalibersprung des Portalsystems, die Portaläste erscheinen wie amputiert zur
Peripherie.
x
Zeichen der portalen Hypertonie:
– Flussumkehr.
– Kollateralenbildung.
– Rekanalisierung der Nabelvene.
– Splenomegalie.
– Aszites.
x
Möglicherweise Nachweis der Ursache einer Gallengangsobstruktion:
– Zeichen der chronischen Pankreatitis.
– Choledochusverschluss.
161
6
Leitsymptome
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6.12 Aszites
– Choledochuszyste.
– Gallengangssklerosierung (s. Abb. 479, S. 338).
Leitsymptome
Abb. 201 Leberzirrhose: Die Leber hat
ein grobfleckiges Binnenecho, der
Unterrand zeigt grobe Knoten (Pfeile),
die Leberkapsel ist scheinbar unterbrochen. VP = V. portae
a b
Abb. 202 a u. b Dekompensierte Leberzirrhose mit therapierefraktärem Aszites
bei chronischer Hepatitis C, vor und nach Anlage eines transjugulären portovenösen Shunts (TIPS; Pfeil). a Plumpe, echoarme Leber mit vergröberter Echogenität des Parenchyms, echofreie Flüssigkeit um die Leber. b Nach Anlage eines
TIPS kein Aszites mehr nachweisbar. RL = rechter Leberlappen, VP = Vena portae
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Leberzirrhose kann zu Krank-
heitsbeginn nicht sicher sonographisch erkannt werden. Es müssen alle Diagnosekriterien gewichtet werden. Es ist schwer, zwischen einer ausgeprägten
Fibrose und einer Zirrhose zu unterscheiden. In fortgeschrittenerem Krankheitsstadium gelingt die Diagnose zu 100 %.
Peritonealkarzinose
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Tumorsuche, pathologische Flüssigkeiten S. 451.
n
Klinik: Deutlich reduziertes Allgemeinbefinden, diffuse abdominelle Schmerzen,
aufgetriebenes gespanntes Abdomen bei Aszites.
n
Diagnostik:
x
Anamnese (bekanntes Tumorleiden).
x
Sonographie.
x
Aszitespunktion mit bakteriologischer und zytologischer Untersuchung und
laborchemischer Untersuchung (Leukozyten, Eiweiß, Pankreas- und Leberenzyme, LDH, Cholesterin und Glukose).
x
Feinnadelpunktion des Peritoneums zur Zytologie.
x
Laparoskopie.
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n
Sonographischer Befund:
x
Weitgehend echofreie Formationen im Bauchraum (Aszites), flottierende
echogene solide Anteile.
– Bei kleinen Mengen Aszites: Echofreier Saum um Organe.
– Bei großen Mengen Aszites: Schwimmende, jedoch aneinanderklebende
Darmschlingen.
x
Verdicktes Peritoneum und Mesenterium.
x
ggf. Tumorformation aufgelagert erkennbar.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose : Die Diagnose wird durch den labor-
chemischen Nachweis von malignem Aszites und durch die Laparoskopie
gestellt. Die Sonographie ist unsicher.
Peritonitis
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter diffuse Bauchschmerzen S. 86.
n
Einteilung:
x
Bakteriell (sonographisch keine erregerspezifische Veränderung): Nach
Perforation, bei Appendizitis etc.; Durchwanderung, hämatogene Streuung
(bei Tuberkulose).
x
Chemisch: Durch Pankreassaft, Magensäure, Galle.
x
Steril.
n
Klinik: Reduziertes Allgemeinbefinden, schweres Krankheitsgefühl, deutliche
abdominelle Druckschmerzen, lokale oder (meist) diffuse Abwehrspannung.
n
Sonographischer Befund:
x
Echoreiche Verdickung des Peritoneums.
x
Lokaler oder diffuser Druckschmerz.
x
Geringe Mengen gefangener Peritonealflüssigkeit.
x
Lokale oder diffuse Darmparalyse mit lokal vermehrter Darmflüssigkeit.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Zur Klärung der Diagnose sind wei-
tere Untersuchungen unabdingbar.
Pfortaderhochdruck (Abb. 203)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch diffuse Bauchschmerzen, Mesenterialgefäßverschluss S. 87; Leber, Lichtungsverbreiterung (portale Hypertension) S. 268, chronische Pfortaderthrombose S. 272.
n
Einteilung:
x
Präsinusoidal:
– Extrahepatisch: z. B. Milzvenenthrombose, Pfortaderthrombose.
– Intrahepatisch: z. B. Schistosomiasis.
x
Sinusoidal: z. B. Leberzirrhose, chronisch aktive Hepatitis (s. S. 244).
x
Postsinusoidal:
– Extrahepatisch: z. B. Budd-Chiari-Syndrom.
– Intrahepatisch: z. B. Venenverschlusskrankheit.
n
Klinik: Aszites (Zunahme des Bauchumfanges), Hypersplenismus, Splenomegalie
(kann Thrombozytopenie und Panzytopenie bedingen), gastrointestinale
Blutung, hepatische Enzephalopathie (alle Formen neurologischer Ausfälle sind
möglich, insbesondere Denkstörung und wechselnde Bewusstseinlage).
n
Diagnostik:
x
Anamnese und klinischer Befund.
x
Sonographie; farbkodierte Duplexsonographie.
x
Ösophago-/Fundoskopie.
n
Sonographischer Befund:
x
Vergrößerte Milz.
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6.12 Aszites
Leitsymptome
ab
Abb. 203 a u. b Pfortaderthrombose. a Echoarmes Band in der Leberpforte
bei 24-jähriger Patientin nach Milzexstirpation. b FKDS: Das echoarme Band im
Bereich der Pfortader bleibt ohne Flussnachweis, auch bei niedrig eingestellter
PRF, daneben die A. hepatica mit Farbcodierung. Verlängerter Interkostalschnitt
x
Venöse Kollateralen: Rekanalisierte Nabelvene, Venenkonvolut in der Bauchdecke (ohne Duplexsonographie Verwechslung mit Lymphknotenpaket
möglich).
x
Aszites.
x
Je nach Ursache:
– Zeichen der Leberzirrhose.
– Aufgeweitete Milzvenen oder Pfortader ohne Fluss.
– Leere Lebervenen.
– Verminderte Flussgeschwindigkeit in der V. portae; oder Retrofluss.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Zeichen der portalen Hyper-
tonie sind eindeutig zu erkennen, wenn gezielt nach ihnen gesucht wird.
Abdomineller Tumor (Abb. 204)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Ikterus, Gallengangsokklusion/-tumor S. 146, Lebertumor S. 149; Leber,
primäres Leberkarzinom S. 259, Metastasen S. 259.
ab
Abb. 204 a u. b Aszites bei Kolontumor. a Echoarme freie Flüssigkeit (FF) im
Unterbauch bei Kolontumor. b Echoarme Wandverschwellung bei Kolontumor
(Distanzmarken) der rechten Flexur
164
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