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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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6
6.10 Ikterus
Leitsymptome
b
a
cd
Abb. 183 a–d Choledocholithiasis. a Großer okkludierender Stein (ST) im
D. hepaticus communis (DHC) mit prästenotischen Gangerweiterungen bis in die
intrahepatischen Gangaufzweigungen (Pfeile). b Vier Gallengangssteine (Pfeile),
nicht okkludierend (normal weiter intrahepatischer Gang). c Zwei präpapilläre
Steine, Schallschatten (S). Pfeil: Bereich der Papille an der Dorsalwand des Duodenum (DUO). ERCP zu c: Nachweis der zwei sonographisch gesehenen präpapillären Steine
Gallengangsokklusion/-tumor (Abb. 184)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Gallengänge, Gallengangspapillomatose S. 339, intrahepatisches Gallengangkarzinom S. 339, Gangerweiterung infolge Kompression/Infiltration durch
Metastasen S. 341, echofreie Gangerweiterung bei obstruktiver Cholestase S. 341.
n
Klinik:
x
Schmerzloser Ikterus oder
x
Ikterus mit kolikartigen Schmerzen.
n
Diagnostik:
x
Anamnese.
x
Labor: Erhöhtes konjugiertes direktes Bilirubin.
x
Sonographie.
x
ERCP.
x
Probebiopsie nur bei unsicherer Diagnose, nicht zur Bestätigung eines
Tumors.
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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6.10 Ikterus
n
Sonographischer Befund: Erweiterte Gallengänge, je nach Sitz des Hindernis-
ses; ggf. mit Aufstau des Ductus pancreaticus.
x
Stein (Abb. 184): Echoreichere, unter Lagewechsel bewegliche Masse, meist
nur inkompletter Schallschatten (intraduktal entstandene Steine sind meist
kalkarme Pigmentsteine).
x
Gallengangspapillomatose (multiple schleimproduzierende Epitheltumoren):
Echoarme, unscharf begrenzte Lumenaussparung, nicht beweglich. s. auch
S. 339.
x
Askaridiasis: Lumenverlegung durch Askariden. s. auch S. 342.
x
Klatskin-Tumor: Erweiterter intrahepatischer Gallengang im Bereich der
Hepatikusgabel mit distal gelegener echoarmer Gallengangsverlegung,
unscharf begrenzt. s. auch S. 340.
Abb. 184 Großer Gallengangstein
(Distanzmarken), der den Ductus
hepatocholedochus (DHC) inkompl ett
verlegt
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die dilatierten Gallengänge sind
eindeutig zu sehen. Die Ursache bleibt trotz erweiterter Diagnostik gelegentlich
unklar und wird erst intraoperativ und mit nachfolgender histologischer Aufbereitung des Operationsmaterials eindeutig geklärt.
Gallengangskompression/-infiltration (Abb. 185–190)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Ursachen: Seltene Ursache eines Ikterus ist die Kompression der Gallenwege
durch Lymphknoten, eine Pseudozyste, Duodenaldivertikel, Mirizzi-Stein oder
bei Caroli-Syndrom. Etwas häufiger dagegen sind Gallengangsinfiltrationen
durch Tumorinvasion.
x
Mirizzi-Syndrom (Abb. 185): Formvariante des Ductus cysticus mit tiefer
Mündung und parallelem Verlauf zum Ductus hepaticus. Eine Steineinklemmung im Ductus cysticus oder im Gallenblasenhals kann zur Kompression
des Ductus hepaticus führen. Beim Mirizzi-Syndrom kommt es zu chronischen Gallengangstenosen aufgrund rezidivierender Cholangitiden. Je
nach Zirkumferenz des Ductus hepatocholedochus werden vier Schweregrade
unterschieden.
x
Caroli-Syndrom (Abb. 182a, S. 145): Zystische Erweiterung des intrahepatischen Gallenganges, diffus oder lokalisiert. Meist sind Kinder betroffen, oft
mit Oberbauchschmerzen und Ikterus. Häufig Cholangitiden und Steinbildung sowie Nieren- und Pankreaszysten. Oft in Kombination mit angeborener
periportaler Leberfibrose. Verwechslung mit Tumor durch eingedickte Galle
in erweiterten Gallengängen ist möglich.
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Leitsymptome
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6.10 Ikterus
Leitsymptome
Abb. 185 Mirizzi-Stein mit Schallschatten (S) und nur geringer Gallenwegserweiterung (Pfeil), kein Choledocholith
ab
Abb. 186 a u. b Kompression des D. hepaticus (DH) durch kleine Lymphknotenmetastasen (Pfeil): Erweiterte hiläre Gallengangskaliber und ein Zuviel an
tubulären Strukturen im hilusnahen Parenchym (b)
Abb. 187 Kompression des Ductus
hepatocholedochus (DC) durch entzündliche Lymphknoten (LK, Pfeile).
GB = Gallenblase, VC = V. cava. Klinisch
Verdacht auf maligne Papillenstenose
und Operation. Histologie p kein Malignom, sondern lediglich Entzündung
und Fibrose der Papille mit vergrößerten Lymphknoten
Abb. 188 Kompression des Ductus
hepatocholedochus (DHC) durch ein
Duodenaldivertikel (D). Verwechslung
mit einer Zyste ist möglich
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6.10 Ikterus
6
Abb. 189 Malignomtypischer Gangabbruch: Bei fehlendem Hydrops ist nur
der Ductus hepaticus (Dh) durch den
Tumor (T) infiltriert. Ummauerung der
(in loco typico gelegenen) A. hepatica
(Ah). Vp = V. portae
ab
Abb. 190 a u. b Versorgung mit Stent. a Stent und Stein im gestauten
D. hepatocholedochus. b Stent im D. hepatocholedochus bei vollständiger
Gangausfüllung durch ein papillomatöses Gallengangskarzinom
Lebertumor (Abb. 191)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Leber, primäres Leberkarzinom S. 259, Metastasen S. 259.
n
Klinik: Schmerzloser Ikterus (oft erstes Zeichen und einziger Indikator eines
primären Lebertumors!); ggf. bekanntes Tumorleiden; später aufgetriebenes
Abdomen mit Aszites.
n
Diagnostik: Anamnese; Labor; Sonographie; ggf. Angio-CT; Feinnadelpunktion.
n
Sonographischer Befund:
x
Echofreie Flüssigkeit im Bauchraum.
x
Raumforderung unterschiedlichster Echogenität und Form (s. auch Tumorsuche S. 454):
– Abgrenzbar mit Abflusshindernis und konsekutivem Aufstau der Gallen-
wege.
– Diffus mit Funktionsverlust des Leberparenchyms, Ikterus, auch ohne
Gallenwegsobstruktion.
x
Metastasenleber.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Bei gezielter Untersuchung lassen
sich Rundherde ab einer Größe zwischen 1 und 2 cm in 80 % der Fälle nachweisen.
Leitsymptome
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6.10 Ikterus
Leitsymptome
ab
Abb. 191 a–c Tumorbedingte Cholestase. a Intrahepatisch bei cholangiozellulärem Karzinom. b Intrahepatisch
bei Lebermetastasen eines Kolonkarzinoms. c Extrahepatisch bei Gallenblasentumor (T) mit Infiltration in den
c
Cholangitis (Abb. 192)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Gallengänge, Gallengangsludge/-eiter S. 343 und sklerosierende Cholangitis S. 338.
n
Einteilung:
x
Akute eitrige Cholangitis.
x
Primär sklerosierende Cholangitis (PSC): Assoziiert mit chronisch entzündlichen Darmerkrankungen; führt zur biliären Leberzirrhose.
x
Chronische, nicht eitrig destruierende Cholangitis (Vorstadium der primär biliären Zirrhose [PBC]): Sonographisch nicht zu erkennen; die Sonographie dient
D. hepatocholedochus und Gangabbruch (Pfeil)
ab
Abb. 192a u. b. a Cholangitis bei chronischem Steinverschluss: Erweiterter
D. hepatocholedochus, deutliche Wandverdickung auf 4 mm; b Chronische
sklerosierende Cholangitis mit Ausbildung einer Leberzirrhose, Ausschnitt linker
Leberlappen: „Dreispurige Autobahn“, mittig rot verbreitere Arterie
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6.10 Ikterus
dem Ausschluss anderer Ikterusursachen. Typisch: Mitochondriale Antikörper in 96 % positiv.
x
Vaskuläre Cholangitis.
n
Klinik der akuten eitrigen Cholangitis: Schlechtes Allgemeinbefinden bis zum
septischen Schock, Fieber, Ikterus, rechtsseitige Oberbauchschmerzen.
n
Diagnostik: Anamnese, Begleiterkrankung; Labor; Sonographie; ERCP :
x
Bei PSC: Unregelmäßige Lumenweite der Gallenwege; Biopsie, Histologie.
x
Bei PBC: Auffällig zarte intra- und extrahepatische Gallenwege.
n
Sonographischer Befund:
x
Sklerosierungszeichen bei PSC (s. Abb. 479, S. 338):
– Verbreiterte, echoreiche Wände der Gallenwege.
– Unregelmäßiges Gallengangslumen mit umschriebenen Erweiterungen
intra- oder auch extrahepatisch.
– Betonung der Arterien im Portaltrakt und der intrahepatischen Gallen-
gänge (dreispurige Autobahn).
– Bildung der Zirrhose: Zuerst entstehen Gefäßveränderungen und dann
Leberkonturveränderungen.
x
Entzündungszeichen bei eitriger Cholangitis:
– Verdickung und Schichtung der Wand.
– Echoreiches Material im Gallengang.
x
Entzündungsursachen: Stein, Abszess, Tumorverschluss.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Sonographisch wird die Diagnose
nur wahrscheinlich, erhärtet wird sie durch die ERC, die Biopsie und die Klinik.
Fettleberhepatitis/chronisch toxische Hepatose, NASH
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Leber, toxische Fettleber/toxische chronische Hepatose S. 246.
n
Klinik: Schmerzen im rechten Oberbauch, Appetitlosigkeit, Übelkeit, Gewichts-
abnahme, Hepatomegalie, Splenomegalie, Ikterus, Fieber.
n
Diagnostik: Anamnese; klinischer Befund; Labor: Erhöhte Transaminasen,
GLDH; Sonographie; Leberbiopsie/Leberhistologie.
n
Sonographischer Befund:
x
Lebervergrößerung.
x
Diffuse homogene Echogenitätsvermehrung („weiße Leber“).
x
Die Leber ist deutlich echoreicher als die normale Niere oder der M. psoas.
x
Die Portalfelder erscheinen echoarm (Kontrastumkehr).
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Fettleber kann sonographisch in
über 90 % eindeutig nachgewiesen werden, die Ursache der übermäßigen Fetteinlagerung ist damit aber noch nicht geklärt.
Cholezystitis
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. Oberbauchschmerzen, akute Cholezystitis S. 65; Gallenblase, akute Cholezystitis S. 350, Wandabszess S. 352, chronische Cholezystitis S. 355.
Budd-Chiari-Syndrom
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. unter Aszites S. 168; unter Hepatosplenomegalie S. 156; unter Tumorsuche,
Deformierung/Infiltration von Gefäßen S. 462.
Sekundär biliäre Zirrhose
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Druck-/Völlegefühl im Ober-
bauch; Übelkeit, Erbrechen, Ikterus, Pruritus mit Kratzspuren, Spider naevi,
Teleangiektasien, Palmarerythem, Lackzunge, hormonelle Störungen.
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Leitsymptome
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
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6.11 Hepatosplenomegalie
n
Diagnostik:
x
Anamnese.
x
Klinischer Befund: Leber verhärtet, zunächst vergrößert, später verkleinert.
x
Labor: Verminderte CHE, Quick, Albumin; erhöht sind AP, LAP, yGT und
Bilirubin (konjugiertes).
x
Sonographie, etwa gleichwertig CT.
x
Leitsymptome
Biopsie; Histologie sichert die Diagnose.
n
Sonographischer Befund:
x
Typische Zeichen der Leberzirrhose (s. S. 245).
x
Nachweis der Ursache einer Gallengangsobstruktion:
– Zeichen der chronischen Pankreatitis.
– Choledochusverschluss, Gallenstein.
– Choledochuszyste.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Sicherheit beträgt nur 85 %.
Insbesondere besteht Unsicherheit in der Frühphase der Erkrankung.
Gallengangsatresie
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. unter Aszites S. 168.
6.11 Hepatosplenomegalie
Grundlagen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Leitsymptom: Druckschmerz im rechten und linken Oberbauch, tastbare Organ-
vergrößerung.
n
Differenzialdiagnosen werden nach ihrer Häufigkeit im Allgemeinkrankenhaus
in Tab. 26 aufgelistet.
.
Tabelle 26
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Leberzirrhose (S. 153)
kardiale Einflussstauung (S. 153)
Fettleber (S. 154) vergrößerte, echoreiche homogene Leber;
Lebertumor oder Metastase (S. 154) echoarme o. echogene Raumforderungen,
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
weniger häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
hochmalignes Lymphom/Lymphogranulomatose Hodgkin (S. 155)
Zystenleber (S. 156) zahlreiche echofreie Rundherde
Differenzialdiagnose der Hepatosplenomegalie
Lebervenenrarefizierung
vergrößerte Leber und Milz, Gallengangsaufstau
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
vergrößerte Leber und Milz,
vergrößerte Lymphknoten
(bei Einblutung echoreich)
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6.11 Hepatosplenomegalie
n
Diagnostik:
x
Anamnese.
x
Klinischer Befund: Leber verhärtet, zunächst vergrößert, später verkleinert.
x
Labor: Verminderte CHE, Quick, Albumin; erhöht sind AP, LAP, yGT und
Bilirubin (konjugiertes).
x
Sonographie, etwa gleichwertig CT.
x
Leitsymptome
Biopsie; Histologie sichert die Diagnose.
n
Sonographischer Befund:
x
Typische Zeichen der Leberzirrhose (s. S. 245).
x
Nachweis der Ursache einer Gallengangsobstruktion:
– Zeichen der chronischen Pankreatitis.
– Choledochusverschluss, Gallenstein.
– Choledochuszyste.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Sicherheit beträgt nur 85 %.
Insbesondere besteht Unsicherheit in der Frühphase der Erkrankung.
Gallengangsatresie
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. unter Aszites S. 168.
6.11 Hepatosplenomegalie
Grundlagen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Leitsymptom: Druckschmerz im rechten und linken Oberbauch, tastbare Organ-
vergrößerung.
n
Differenzialdiagnosen werden nach ihrer Häufigkeit im Allgemeinkrankenhaus
in Tab. 26 aufgelistet.
.
Tabelle 26
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Leberzirrhose (S. 153)
kardiale Einflussstauung (S. 153)
Fettleber (S. 154) vergrößerte, echoreiche homogene Leber;
Lebertumor oder Metastase (S. 154) echoarme o. echogene Raumforderungen,
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
weniger häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
hochmalignes Lymphom/Lymphogranulomatose Hodgkin (S. 155)
Zystenleber (S. 156) zahlreiche echofreie Rundherde
Differenzialdiagnose der Hepatosplenomegalie
Lebervenenrarefizierung
vergrößerte Leber und Milz, Gallengangsaufstau
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
vergrößerte Leber und Milz,
vergrößerte Lymphknoten
(bei Einblutung echoreich)
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6.11 Hepatosplenomegalie
.
Tabelle 26
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Differenzialdiagnose der Hepatosplenomegalie – Fortsetzung
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
selten
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Pfortaderthrombose (S. 156)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Milzvenenthrombose (S. 156)
Budd-Chiari-Syndrom (S. 156) Verschluss der großen Lebervenen, meist echo-
konstriktive Perikarditis (S. 157) echoarme Vergrößerung der Leber, Stauung der
Echinokokkuszyste der Leber (S. 158) echofreier Rundherd mit echogener Wand,
Leberfibrose (S. 158) vergröbertes Parenchymmuster, periportale
sonographisch nicht zu klären:
häufig: Sepsis durch verschiedene Erreger, infektiöse Mononukleose, Hepatitis epidemica,
toxischer Leberschaden
weniger häufig: familiäre Hyperlipidämie, Hämochromatose, Endocarditis lenta, Morbus
Boeck, Bluterkrankungen (hämolytische Anämie, chronisch myeloische Leukämie, Thombozytose, Osteomyelofibrose), Malaria
selten: Amyloidose, Bluterkrankungen (Polyzythaemia vera, Makroglobulinämie Waldenström, akute Erythromyelose, Porphyria erythropoetica), Tropenkrankheiten, weitere
Infektionskrankheiten (Morbus Weil, Morbus Bang, Rückfallfieber, etc.), Salmonellose,
Paratyphus, Miliartuberkulose, Zytomegalie, Stoffwechselkrankheiten (Speicherkrankheiten wie Morbus Gaucher, Morbus Wilson, Fruktoseintoleranz), Rubeolen
Leberzirrhose (Abb. 193)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Aszites S. 161; unter Leber S. 245 und 247.
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
vergrößerte Milz, venöse Kollateralen
(rekanalisierte Nabelvene, Venenkonvolut)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
erweiterte Milzvene, fehlender Flussnachweis
reichere Lebervenen, fehlender Flussnachweis
V. cava
Verkalkungen
Fibrose, Zeichen der portalen Hypertonie
6
Leitsymptome
Abb. 193 Deutlich vergrößerte Milz
bei Leberzirrhose infolge des portalen
Hochdrucks
Kardiale Einflussstauung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. Niereninsuffizienz, Herzinsuffizienz S. 131, Schockniere S. 140; Leber,
Stauungszirrhose S. 244; V. cava und periphere Venen, Stauung S. 216.
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6.11 Hepatosplenomegalie
Fettleber (Abb. 194)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Leber, alimentäre/diabetische Fettleber S. 243, toxische Fettleber S. 246.
n
Klinik: Vergrößert tastbare Leber, ggf. Druckschmerz; Symptome der auslösen-
den Krankheiten.
n
Diagnostik: Anamnese; Labor : Leberwerte, Lipide, BZ, HbA1c.
n
Sonographischer Befund:
Leitsymptome
x
Vergrößerte, plumpe, echoreiche, homogene Leber (im Vergleich zur gesunden Niere deutlich echogener).
x
Lebervenenrarefizierung.
x
Dorsale (distale) Schallabschwächung.
Abb. 194 Fettleber: Vergrößerte
Leber (L) mit dichtem, homogenem
Echomuster, Lebervenen nur schummrig zu erkennen, deutliche dorsale
Schallabschwächung. GB = Gallenblase,
Z = Zwerchfell
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Sonographie liefert nur den Hin-
weis auf eine Fetteinlagerung. Daher wird der Befund umschrieben mit „Aussehen wie bei Fettleber“. Sicherheit liefert eine Punktion, die jedoch selten indiziert ist. Weiterhin werden andere Ursachen einer echogenen Lebervergrößerung (s. S. 243) ausgeschlossen. Eine therapeutische Konsequenz betrifft die
Vermeidung oder Behandlung der auslösenden Ursachen (Diabetes mellitus,
Glykogenose, Fettstoffwechselstörung, Alkoholkrankheit, etc.). Oft ist keine
Ursache erkennbar.
Lebertumor oder Metastase (Abb. 195)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Ikterus S. 149; Leber, primäres Leberkarzinom S. 259, Metastasen
S. 259.
n
Klinik: Metastasen können zunächst klinisch inapparent sein. Durch Druckstei-
gerung und Kompression der Gallenwege kann es zum Ikterus kommen. Eine
Größenzunahme der Leber kann zu erheblichen Beschwerden führen (z. B.
untere Einflussstauung und Druckschmerzen).
n
Sonographischer Befund:
x
Echoarme oder echogene mehr oder weniger scharf begrenzte Raumforderungen (meist Rundherde).
x
Vergrößerte Leber.
x
Gallengangsaufstau.
154
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