Добавил:
Sekretar
kiopkiopkiop18@yandex.ru
t.me/Prokururor I Вовсе не секретарь, но почту проверяю
Опубликованный материал нарушает ваши авторские права? Сообщите нам.
Вуз:
Предмет:
Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
.pdf
6.1 Oberbauchschmerzen
Abb. 88 Akute nekrotisierende Pankreatitis: Zwischen Magenhinterwand
und Pankreas (P) mit inhomogenem
Echomuster liegt eine echoarme (FL)
und eine echoreiche Formation (Pfeile)
als Zeichen für freie Flüssigkeit und
Nekrosen. VL = V. lienalis
x
Pseudozysten.
x
Pleuraerguss.
x
Hinweise für die Genese:
Abb. 89 Nekrose bis zum DouglasRaum bei Pankreatitis: Echoarme bis
freie Raumforderung (A) hinter der
Blase (HB)
– Gallensteine bei biliärer Pankreatitis.
– Fettleber bei alkoholischer Pankreatitis.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Zu Krankheitsbeginn wird eine
geringe Treffsicherheit angenommen. Die CT-Untersuchung sollte eine Treffsicherheit von 60–85 % aufweisen. Besondere Bedeutung kommt der Sonographie in der Verlaufskontrolle zu.
Lungenembolie (Abb. 90)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch Thorax, Lungeninfarkt S. 421.
n
Klinik: Dyspnoe, Tachykardie, chronisches Hüsteln, Hämoptysen, Thoraxschmer-
zen, Angst, Beklemmungsgefühl, Schock.
n
Ursache: Nur 1/4 aller Venenthrombosen ist vor der Lungenembolie symptoma-
tisch. Nur 1/3 der Lungenembolien wird vor dem Tod diagnostiziert.
n
Diagnostik:
x
Blutgasanalyse, D-Dimer, Echokardiographie, EKG, Spiral-CT.
x
Beinvenensonographie, Thoraxsonographie mit Farbdoppler und ggf. mit Echokontrastverstärker, Abdomensonographie (weitere Emboliequellen sind u. a.
der Plexus prostaticus und Plexus uterovaginalis).
x
Röntgen-Thorax.
x
Lungenszintigramm, evtl. kombiniert mit Ventilationsszintigramm, Pulmonalisangiographie, ggf. mit lokaler Thrombolyse.
n
Sonographischer Befund:
x
Ballonierter rechter Ventrikel und rechter Vorhof bei Rechtsherzbelastung;
linker Ventrikel eher klein, leer und hyperaktiv.
x
Gelegentlich Embolus in der Arteria pulmonalis nachweisbar, wenn eine zentrale Embolie vorliegt.
x
Beinvenensonographie: Evtl. tiefe Beinvenenthrombose mit aufgeweiteter,
eher echogener (Thrombus) und nicht komprimierbarer Vene als häufigste
Ursache (s. auch S. 218).
6
Leitsymptome
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
69

6
6.1 Oberbauchschmerzen
x
Thoraxsonographie: Peripher echoarme keilförmige Areale der Lunge mit
gestörter Ventilation (wenn der Infarkt an einer für die Sonographie zugänglichen Stelle liegt).
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Sonographie hilft, die Diagnose
zu erhärten. Bewiesen wird die Lungenembolie durch ein Spiral-CT, eine Szintigraphie oder Pulmonalisangiographie.
Leitsymptome
Abb. 90 Lungenembolie: Ausgedehnte echoarme Raumforderung
der rechten Lungenspitze ventral mit
Infarktpneumonie und Lunfteinschlüssen
Ulkusperforation (Abb. 91 u. 92)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Akut einsetzende Schmerzen mit Abwehrspannung, Bluterbrechen, Teer-
stuhl.
n
Diagnostik:
x
Anamnese: Bekanntes Ulkusleiden.
x
Sonographie: Freie Luft, Ausschluss anderer Schmerzursachen.
x
Endoskopie: Ulkusnachweis.
x
Rö-Abdomen: Freie Luft; Rö-Thorax: Luftsichel unter den Zwerchfellen.
n
Sonographischer Befund:
x
Nachweis freier Luft im Abdomen:
– Geringe Mengen sammeln sich in Rückenlage unterhalb der Bauchdecke an
(sonographisch echoreiches durchgehendes Band mit inkompletten Schallschatten).
– Größere Mengen finden sich bei leicht erhöhtem Oberkörper unterhalb der
Zwerchfellkuppen.
– Die Echos überlagern in Linksseitenlage die Leberstruktur.
x
Manchmal gelingt die Darstellung einer Wandverdickung im Bereich des
Ulkus.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Freie Luft ist ab 1 ml nachweisbar,
bei 10 ml ist sie nicht zu übersehen. Die Sonographie gibt entscheidende Hinweise für das Vorliegen einer Perforation. Nachgewiesen wird die Perforationsstelle endoskopisch.
70
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

6.1 Oberbauchschmerzen
ab
Abb. 91a u. b Freie Luft im Abdomen nach Perforation. a Echoreicher Reflexstreifen auf der Leber. b Freie Luft in Linksseitenlage
Abb. 92 Freie Luft
nach Perforation : Echoreiches Band mit
inkomplettem Schallschatten über der Leber.
In Linksseitenlage lässt
sich die Luft über der
Leber noch deutlicher
darstellen
Gallenblasenperforation (Abb. 93–95)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Nach Schmerzmaximum plötzlich annähernd schmerzfreies Intervall;
nach freiem Intervall erneut Schmerzen und Abwehrspannung sowie schweres
Krankheitsbild bei Ausbildung einer Peritonitis.
n
Diagnostik:
x
Anamnese: Steinleiden, Entzündung, Krankheitsverlauf.
x
Sonographie.
x
Röntgen: Abdomen-Leeraufnahme.
6
Leitsymptome
Abb. 93 Gallenblasensteinperforation:
Gallenblasenstein (ST) mit echoreichem
Eindringecho und Schallschatten (S) im
Bulbus duodeni (BD). M = Magen
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
71

6
6.1 Oberbauchschmerzen
Leitsymptome
Abb. 94 Gallenblasenperforation
(gleicher Patient wie Abb. 93): Gallenblase (GB) unscharf begrenzt mit inhomogenem Binnenecho und Fisteldarstellung (F) ins Duodenum (D).
L = Leber
a
b
Abb. 95 a u. b Gallenblasenperforation. a Wandverdickte Gallenblase, gedeckt
perforiert, noch gefüllt; Kontur unterbrochen durch abgelöste Mukosa. b Perforierte Gallenblase (gleiche Patientin, 65 Jahre): Echoarme unscharf begrenzte
Raumforderung um die Gallenblase bei abszedierender Pericholezystitis
n
Sonographischer Befund:
x
Bei Cholezystitis:
– Gallenblase zur Umgebung nur unscharf abgrenzbar.
– Echofreier unregelmäßiger Randsaum.
x
Konturunterbrechung der Gallenblasenwand.
x
Gallenblasenwandverdickung.
x
Geringe Mengen freier Flüssigkeit im Abdomen, betont perihepatisch.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Unterscheidung zur Perichole-
zystitis kann unmöglich sein. Eine Konturunterbrechung der Wand macht die
Diagnose wahrscheinlich. Eine direkte Verbindung vom Gallenblasenlumen
zur freien Bauchhöhle sichert die Diagnose.
Magenentleerungsstörung (Abb. 96)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Erbrechen, epigastrischer Druck, Gewichtsverlust, Magenentleerungs-
störung.
n
Ursache: Magenausgangsstenose durch rezidivierende Ulzera, Kompression von
außen (Pankreastumor, Zysten etc.), Z. n. Vagotomie oder durch diabet ische
autonome Neuropathie (Gastroparese).
n
Diagnostik: Anamnese; Sonographie; Magensonde; Endoskopie zur Klärung der
Ursache; ggf. Rö: Magen-Darm-Passage.
72
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

6.1 Oberbauchschmerzen
ab
Abb. 96 a u. b Magenatonie. a Verlängerter Interkostalschnitt li: Magenfornix
(M) prall mit Flüssigkeit gefüllt (annähernd echofreies Binnenecho). VL = Vena
lienalis, PS = Pankreasschwanz. b Subkostaler Schrägschnitt in Linksseitenlage:
Prallgefüllter Magen (M) und Fundus (F), Wandschichtung nicht mehr erkennbar.
L = Leber
n
Sonographischer Befund:
x
Maximal flüssigkeitsgefüllter Magen.
x
Peristaltik kann aufgehoben sein.
x
Binnenecho, je nach Konsistenz echofrei bis echoreich, dann schwieriger von
der Umgebung abzugrenzen; kann mit Oberbauchtumor verwechselt werden.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Vor Legen einer Magensonde zeigt
die Sonographie einen gefüllten Magen. Die Magenentleerungsstörung als Ursache eines akuten Abdomens ist eindeutig zu klären. Nach Entleerung über die
Sonde ist der Magen sonographisch annähernd leer.
Aneurysma dissecans der Aorta (Abb. 97)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Akutes Schmerzereignis ähnlich einer Nierenkolik, starker Schmerz
(wandert mit Fortschreiten der Dissektion). Dyspnoe, Synkope; neurologische
Ausfälle sind je nach Sitz der Dissektion u. a. möglich. Ein mehrzeitiges Ereignis
ist häufig. Zunächst entsteht lediglich eine Dissektion der Intima mit Paravasat
und Ausbildung eines falschen Lumens, später dann komplette Ruptur mit
Exitus letalis. Je nach Ausmaß der Dissektion entsteht ein Blutungsschock.
n
Vorkommen: Meist bei älteren Patienten, bei denen eine Arteriosklerose zu ver-
muten ist; oft ist ein Bluthochdruck bekannt.
n
Diagnostik: Am wichtigsten ist es, an die Diagnose zu denken!
x
Anamnese; Labor: Hb-Kontrollen.
x
Sonographie, insbesondere farbkodierte Duplexsonographie; im thorakalen
Bereich transösophageale Sonographie.
x
CT, Kernspintomographie.
n
Sonographischer Befund:
x
Aortenerweiterung i 25 mm, nicht unbedingt massive Erweiterung.
x
Meist echoreiche Plaques als Ausdruck der Atheromatose; hart (mit Schallschatten) oder weich (ohne Schallschatten).
x
Echoreiches flottierendes Band im Aortenlumen (Intimaabriss).
x
Gedoppeltes Aortenlumen; zweites Lumen kann echoreich sein als Zeichen
der thrombotischen Verlegung.
x
FKDS: Unterscheidung des falschen vom wahren Lumen (durch Nachweis der
unterschiedlichen Flussgeschwindigkeiten).
6
Leitsymptome
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
73

6
6.1 Oberbauchschmerzen
ab
Leitsymptome
Abb. 97 a u. b Aneurysma dissecans der Aorta abdominalis : Die Aorta (A) ist
deutlich erweitert, das Lumen randständig teilthrombosiert (TH).
Pfeile: echoreiche Dissektionsmembran mit echofreiem falschem Lumen
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Bei ausreichender Sicht kann die
Diagnose zu 98 % sonographisch gesichert werden. Präoperativ wird oft ein CT
gefordert.
Subphrenischer Abszess (Abb. 98)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Unklares Fieber, Schmerzen; ggf. Dyspnoe durch verminderte Atemtiefe.
n
Diagnostik:
x
Röntgen Abdomen/Thorax: Meist neu aufgetretener Zwerchfellhochstand als
Hinweis, ggf. basales Lungeninfiltrat und Pleuraerguss erkennbar.
x
Sonographie.
x
CT, MRT.
x
Leukozytenszintigraphie.
x
Probepunktion.
n
Sonographischer Befund:
x
Inhomogene echoarme/echoreiche unscharf begrenzte Formation zwischen
Zwerchfell und Leber oder Milz.
x
Mit zunehmender Einschmelzung verändert sich das sonographische Bild.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Sonographie zunächst diagnose-
weisend; mittels sonographisch gesteuerter Punktion wird die Diagnose gesichert.
Abb. 98 Subphrenischer Abszess:
Dorsal der Leber (L) und unterhalb des
Zwerchfells liegt eine echoarme Raumforderung (Pfeile), z.T. mit echoreichem Binnenecho. Zusätzlich Pleuraerguss (PLE)
74
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

6.1 Oberbauchschmerzen
Organeinblutung (Abb. 99)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Akuter meist lokaler Schmerz, schmerzbedingte Schocksymptomatik;
peritoneale Reizung; gelegentlich auch Blutungsschock, je nach Ausmaß der
Blutung.
n
Diagnostik:
x
Anamnese, körperliche Untersuchung.
x
Labor: Kleines Blutbild, Gerinnungsstatus.
x
Sonographie: Insbesondere, nach orientierender Untersuchung, am Ort des
Schmerzmaximums.
n
Sonographischer Befund:
x
Echoarme Raumforderung in einem Organ (frische Blutung echoarm bis
echofrei, ältere Blutung echogen).
x
Meist Organvergrößerung.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Diagnose kann in Kombination
mit der Klinik mit hoher Sicherheit gestellt werden. Das sonographische Bild ist
typisch. Ggf. weiteres bildgebendes Verfahren, z. B. CT, zur Erhärtung der Diagnose. Gesichert wird die Diagnose mit einer Probe- bzw. Entlastungspunktion
(wenn keine Kontraindikation für eine Punktion besteht).
Abb. 99 Einblutung in eine Metastasenleber: Echoarme, scharf begrenzte
Raumforderung (Distanzmarken) in der
Leber nach einem akuten Schmerzereignis mit Schocksymptomatik
6
Leitsymptome
Niereninfarkt (Abb. 100)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Klinik: Flankenschmerz, Hämaturie und Proteinurie; Fieber, Leukozytose; Übel-
keit, Erbrechen. Oligurisches Nierenversagen ist möglich; nach einigen Tagen
Hypertonie.
n
Diagnostik: Suche nach Embolie- und Thromboseursache; bei Patienten mit
Rhythmusstörungen dran denken.
x
Labor: Erhöht sind insbesondere GOT (= AST), LDH (sehr hoch) und AP; LDH
und AP können auch im Urin erhöht sein.
x
Sonographie mit Verlaufskontrolle, ggf. mit Echokontrastverstärker.
x
CT mit Kontrastmittel.
x
Angiographie selten notwendig.
n
Sonographischer Befund:
x
Im akuten Stadium der Nierenarterienembolie erscheint die Nierenmorphologie normal oder zeigt eine dreieckförmige echoarme Echogenitätsveränderung des Nierenparenchyms (die Spitze zeigt zum Pyelon).
x
Später Ausbildung einer echoreichen dreieckförmigen Narbe mit Einziehung
der Nierenoberfläche und damit Verschmälerung des Parenchymsaums.
75
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

6
6.1 Oberbauchschmerzen
x
Bei hämorrhagischer Infarzierung durch Nierenarterienthrombose kommt
es infolge der Parenchymblutung zur unregelmäßig echoreichen fleckigen
Parenchymveränderung.
x
FKDS: Fehlender Fluss in der Arterie, bzw. dreiecksförmiger Perfusionsausfall
im Parenchym.
x
Im Folgestadium: Schrumpfniere.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Diagnose des frischen Infarktes
Leitsymptome
ist ohne die farbkodierte Duplexsonographie unsicher. Mit der FKDS ergibt sich
eine Sicherheit bis 85 %. Mit zusätzlicher Anwendung von Ultraschallkontrastmittel oder einem Angio-CT wird die Diagnose gesichert.
ab
Abb. 100 a u. b Niereninfarkt. a Keilförmiger hyperreflexiver scharf abgegrenzter Bezirk. b FKDS: Der dreieckförmige avaskul äre Bezirk beweist den Infarkt.
Klinisch Flankenschmerzen; s. auch Abb. 420b
Milzinfarkt
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Milz S. 328.
n
Klinik: Plötzlicher linksseitiger Oberbauchschmerz.
n
Diagnostik:
x
Anamnese: Grundkrankheiten als Ursache für eine Thrombose (wie Hämoglobinopathien, myeloproliferative Erkrankung) oder Embolie (wie Rhythmusstörung, Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Endokarditis).
x
Auskultation eines perisplenischen Reibegeräusches.
x
Sonographie: Der sonographische B-Bild-Befund hinkt der Klinik nach. Mit der
Anwendung von Echokontrastverstärkern kann der Infarkt rasch detektiert
werden.
x
Milzszintigraphie.
x
Angio-CT zeigt Veränderung im akuten Stadium.
n
Sonographischer Befund: Gleiche Ursachen und gleiches Aussehen wie beim
Niereninfarkt.
– Frisch: Meist keilförmige echoarme oberflächennahe Parenchymveränderung.
– Alt: Echoreiche Umformung mit Einziehung.
x
Milzinfarkte können sich auch zu zystischen Läsionen verändern.
76
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!

6.1 Oberbauchschmerzen
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die sonomorphologische Verände-
rung ist gut zu erkennen, die ätiologische Einordnung ist sehr unsicher. Eine
sonographischeDiagnose im akuten Stadium ist nur mit der farbkodierten Duplexsonographie (FKDS) möglich. Zusätzliche Echokontrastverstärker erhöhen die
diagnostische Sicherheit erheblich.
Nierenvenenthrombose (Abb. 101)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Niere S. 279.
n
Klinik: Akuter Flankenschmerz, zunächst wie bei einer Nierenkolik; ggf. Fieber,
Schüttelfrost. Hämaturie und Proteinurie, Leukozytose. Evtl. akutes Nierenversagen bei beidseitigem Auftreten.
n
Vorkommen: Gehäuft bei Tumor, nephrotischem Syndrom, Dehydratation,
Schwangerschaft, oraler Kontrazeption, Trauma.
n
Diagnostik:
x
Anamnese, Vorerkrankungen.
x
Labor (Urinbefund).
x
Farbkodierte Duplexsonographie.
n
Sonographischer Befund:
x
Anfangs vergrößerte Niere mit inhomogenem, eher echoarmem Parenchymsaum; später verkleinerte Nieren.
x
Gut darstellbare, dilatierte meist echoreiche Venen.
x
FKDS: Kein Flussnachweis.
x
Bei linksseitiger Thrombose kann bei Männern eine linksseitige Hodenstauung nachgewiesen werden.
n
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Bei ausreichender Sicht ist keine
weitere technische Untersuchung notwendig. Zur Unterscheidung einer echten
Thrombose von einem tumorinvasiven Venenverschluss nutzt man die Duplexsonographie (z. B. im Power Mode) und kann Gefäße in Tumorzapfen nachweisen. Selten sind im Zweifelsfall Angiographie, Phlebographie oder CT notwendig.
6
Leitsymptome
Abb. 101 Nierenvenenthrombose:
Niere (N) mit echoarm verdicktem
Nierenparenchym, aufgeweitete Nierenvene mit echoreichem Binnenecho
bis zur Vena cava inferior (VCI).
GB = Gallenblase mit Sludge
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
77

6
6.2 Unterbauchschmerzen
6.2 Unterbauchschmerzen
Grundlagen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Leitsymptome: s.S. 64.
n
Differenzialdiagnose: s. Tab. 10.
Leitsymptome
Tabelle 10
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Appendizitis
Divertikulitis (S. 79) verdickte echoarme Darmwand, inkompletter Schallschatten
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
weniger häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Hernie (S. 80)
Nierenkolik (S. 67) echofreies NBKS durch Aufstau, Twinkling-Artefakt
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
selten
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Appendagitis (S. 80)
Harnverhalt (S. 81) prall gefüllte Harnblase, echofreies Nierenbecken bei Aufstau
Adnexitis (S. 81) teils zystische, teils solide Raumforderung, Wandverdickung
stielgedrehte Ovarialzyste
(S. 83)
Tubarruptur (S. 82) vergrößerter Uterus, parauterin freie Flüssigkeit
Hodentorsion (S. 83) vergrößerter isoechogener Hoden, Hydrozele
sonographisch nicht zu klären: s. Tab. 9, S. 65
.
Differenzialdiagnose der Unterbauchschmerzen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
pathologische Kokarde, typische Wandschichtung
durch Luftansammlung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Bruchsack mit wandverdickten Darmschlingen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Fettgewebsnekrose einer Appendix epiploica
einseitig aufgetriebenes Ovar mit zystischer Formation
Appendizitis (Abb. 102)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
s. auch unter Dickdarm S. 380.
n
Klinik:
x
Zu Beginn Oberbauchschmerzen möglich, Unterbauchschmerzen rechts,
Loslassschmerz.
x
Übelkeit, Inappetenz, Erbrechen, selten Stuhlverhalt oder Durchfall.
x
Fieber mit Temperaturdifferenz axillar und rektal.
x
Nach Perforation: Zunächst Erleichterung, dann akutes Abdomen bis zum
septisch-toxischen Schock.
n
Diagnostik:
x
Anamnese: Typische Reihenfolge des Auftretens der Beschwerden: Schmerz
zunächst schlecht lokalisierbar, eher periumbilikal und epigastrisch, dann
zunehmend stärker und anhaltend, Verstärkung unter Husten und Bewegung.
x
Labor: Leukozytose, erhöhte Blutsenkung; Urinstatus zum Ausschluss eines
Harnwegsinfektes.
78
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
Dieses Dokument ist nur für den persönlichen Gebrauch bestimmt
und darf in keiner Form an Dritte weitergegeben werden!
Соседние файлы в папке Библиотека им академика М.И. Перельмана
