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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

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6.1 Oberbauchschmerzen
Abb. 88 Akute nekrotisierende Pan­kreatitis: Zwischen Magenhinterwand und Pankreas (P) mit inhomogenem Echomuster liegt eine echoarme (FL) und eine echoreiche Formation (Pfeile) als Zeichen für freie Flüssigkeit und Nekrosen. VL = V. lienalis
x
Pseudozysten.
x
Pleuraerguss.
x
Hinweise für die Genese:
Abb. 89 Nekrose bis zum Douglas­Raum bei Pankreatitis: Echoarme bis freie Raumforderung (A) hinter der Blase (HB)
– Gallensteine bei biliärer Pankreatitis. – Fettleber bei alkoholischer Pankreatitis.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Zu Krankheitsbeginn wird eine
geringe Treffsicherheit angenommen. Die CT-Untersuchung sollte eine Treff­sicherheit von 60–85 % aufweisen. Besondere Bedeutung kommt der Sonogra­phie in der Verlaufskontrolle zu.
Lungenembolie (Abb. 90)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
s. auch Thorax, Lungeninfarkt S. 421.
Klinik: Dyspnoe, Tachykardie, chronisches Hüsteln, Hämoptysen, Thoraxschmer-
zen, Angst, Beklemmungsgefühl, Schock.
Ursache: Nur 1/4 aller Venenthrombosen ist vor der Lungenembolie symptoma-
tisch. Nur 1/3 der Lungenembolien wird vor dem Tod diagnostiziert.
Diagnostik:
x
Blutgasanalyse, D-Dimer, Echokardiographie, EKG, Spiral-CT.
x
Beinvenensonographie, Thoraxsonographie mit Farbdoppler und ggf. mit Echo­kontrastverstärker, Abdomensonographie (weitere Emboliequellen sind u. a. der Plexus prostaticus und Plexus uterovaginalis).
x
Röntgen-Thorax.
x
Lungenszintigramm, evtl. kombiniert mit Ventilationsszintigramm, Pulmona­lisangiographie, ggf. mit lokaler Thrombolyse.
Sonographischer Befund:
x
Ballonierter rechter Ventrikel und rechter Vorhof bei Rechtsherzbelastung; linker Ventrikel eher klein, leer und hyperaktiv.
x
Gelegentlich Embolus in der Arteria pulmonalis nachweisbar, wenn eine zen­trale Embolie vorliegt.
x
Beinvenensonographie: Evtl. tiefe Beinvenenthrombose mit aufgeweiteter, eher echogener (Thrombus) und nicht komprimierbarer Vene als häufigste Ursache (s. auch S. 218).
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Leitsymptome
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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6
6.1 Oberbauchschmerzen
x
Thoraxsonographie: Peripher echoarme keilförmige Areale der Lunge mit gestörter Ventilation (wenn der Infarkt an einer für die Sonographie zugäng­lichen Stelle liegt).
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Sonographie hilft, die Diagnose
zu erhärten. Bewiesen wird die Lungenembolie durch ein Spiral-CT, eine Szinti­graphie oder Pulmonalisangiographie.
Leitsymptome
Abb. 90 Lungenembolie: Aus­gedehnte echoarme Raumforderung der rechten Lungenspitze ventral mit Infarktpneumonie und Lunftein­schlüssen
Ulkusperforation (Abb. 91 u. 92)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Akut einsetzende Schmerzen mit Abwehrspannung, Bluterbrechen, Teer-
stuhl.
Diagnostik:
x
Anamnese: Bekanntes Ulkusleiden.
x
Sonographie: Freie Luft, Ausschluss anderer Schmerzursachen.
x
Endoskopie: Ulkusnachweis.
x
Rö-Abdomen: Freie Luft; Rö-Thorax: Luftsichel unter den Zwerchfellen.
Sonographischer Befund:
x
Nachweis freier Luft im Abdomen:
– Geringe Mengen sammeln sich in Rückenlage unterhalb der Bauchdecke an
(sonographisch echoreiches durchgehendes Band mit inkompletten Schall­schatten).
– Größere Mengen finden sich bei leicht erhöhtem Oberkörper unterhalb der
Zwerchfellkuppen.
– Die Echos überlagern in Linksseitenlage die Leberstruktur.
x
Manchmal gelingt die Darstellung einer Wandverdickung im Bereich des Ulkus.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Freie Luft ist ab 1 ml nachweisbar,
bei 10 ml ist sie nicht zu übersehen. Die Sonographie gibt entscheidende Hin­weise für das Vorliegen einer Perforation. Nachgewiesen wird die Perforations­stelle endoskopisch.
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6.1 Oberbauchschmerzen
ab
Abb. 91a u. b Freie Luft im Abdomen nach Perforation. a Echoreicher Reflex­streifen auf der Leber. b Freie Luft in Linksseitenlage
Abb. 92 Freie Luft nach Perforation : Echo­reiches Band mit inkomplettem Schall­schatten über der Leber. In Linksseitenlage lässt sich die Luft über der Leber noch deutlicher darstellen
Gallenblasenperforation (Abb. 93–95)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Nach Schmerzmaximum plötzlich annähernd schmerzfreies Intervall;
nach freiem Intervall erneut Schmerzen und Abwehrspannung sowie schweres Krankheitsbild bei Ausbildung einer Peritonitis.
Diagnostik:
x
Anamnese: Steinleiden, Entzündung, Krankheitsverlauf.
x
Sonographie.
x
Röntgen: Abdomen-Leeraufnahme.
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Leitsymptome
Abb. 93 Gallenblasensteinperforation: Gallenblasenstein (ST) mit echoreichem Eindringecho und Schallschatten (S) im Bulbus duodeni (BD). M = Magen
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6.1 Oberbauchschmerzen
Leitsymptome
Abb. 94 Gallenblasenperforation (gleicher Patient wie Abb. 93): Gallen­blase (GB) unscharf begrenzt mit inho­mogenem Binnenecho und Fistel­darstellung (F) ins Duodenum (D). L = Leber
a
b
Abb. 95 a u. b Gallenblasenperforation. a Wandverdickte Gallenblase, gedeckt perforiert, noch gefüllt; Kontur unterbrochen durch abgelöste Mukosa. b Per­forierte Gallenblase (gleiche Patientin, 65 Jahre): Echoarme unscharf begrenzte Raumforderung um die Gallenblase bei abszedierender Pericholezystitis
Sonographischer Befund:
x
Bei Cholezystitis:
– Gallenblase zur Umgebung nur unscharf abgrenzbar. – Echofreier unregelmäßiger Randsaum.
x
Konturunterbrechung der Gallenblasenwand.
x
Gallenblasenwandverdickung.
x
Geringe Mengen freier Flüssigkeit im Abdomen, betont perihepatisch.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Unterscheidung zur Perichole-
zystitis kann unmöglich sein. Eine Konturunterbrechung der Wand macht die Diagnose wahrscheinlich. Eine direkte Verbindung vom Gallenblasenlumen zur freien Bauchhöhle sichert die Diagnose.
Magenentleerungsstörung (Abb. 96)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Erbrechen, epigastrischer Druck, Gewichtsverlust, Magenentleerungs-
störung.
Ursache: Magenausgangsstenose durch rezidivierende Ulzera, Kompression von
außen (Pankreastumor, Zysten etc.), Z. n. Vagotomie oder durch diabet ische autonome Neuropathie (Gastroparese).
Diagnostik: Anamnese; Sonographie; Magensonde; Endoskopie zur Klärung der
Ursache; ggf. Rö: Magen-Darm-Passage.
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6.1 Oberbauchschmerzen
ab
Abb. 96 a u. b Magenatonie. a Verlängerter Interkostalschnitt li: Magenfornix (M) prall mit Flüssigkeit gefüllt (annähernd echofreies Binnenecho). VL = Vena lienalis, PS = Pankreasschwanz. b Subkostaler Schrägschnitt in Linksseitenlage: Prallgefüllter Magen (M) und Fundus (F), Wandschichtung nicht mehr erkennbar. L = Leber
Sonographischer Befund:
x
Maximal flüssigkeitsgefüllter Magen.
x
Peristaltik kann aufgehoben sein.
x
Binnenecho, je nach Konsistenz echofrei bis echoreich, dann schwieriger von der Umgebung abzugrenzen; kann mit Oberbauchtumor verwechselt werden.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Vor Legen einer Magensonde zeigt
die Sonographie einen gefüllten Magen. Die Magenentleerungsstörung als Ursa­che eines akuten Abdomens ist eindeutig zu klären. Nach Entleerung über die Sonde ist der Magen sonographisch annähernd leer.
Aneurysma dissecans der Aorta (Abb. 97)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Akutes Schmerzereignis ähnlich einer Nierenkolik, starker Schmerz
(wandert mit Fortschreiten der Dissektion). Dyspnoe, Synkope; neurologische Ausfälle sind je nach Sitz der Dissektion u. a. möglich. Ein mehrzeitiges Ereignis ist häufig. Zunächst entsteht lediglich eine Dissektion der Intima mit Paravasat und Ausbildung eines falschen Lumens, später dann komplette Ruptur mit Exitus letalis. Je nach Ausmaß der Dissektion entsteht ein Blutungsschock.
Vorkommen: Meist bei älteren Patienten, bei denen eine Arteriosklerose zu ver-
muten ist; oft ist ein Bluthochdruck bekannt.
Diagnostik: Am wichtigsten ist es, an die Diagnose zu denken!
x
Anamnese; Labor: Hb-Kontrollen.
x
Sonographie, insbesondere farbkodierte Duplexsonographie; im thorakalen Bereich transösophageale Sonographie.
x
CT, Kernspintomographie.
Sonographischer Befund:
x
Aortenerweiterung i 25 mm, nicht unbedingt massive Erweiterung.
x
Meist echoreiche Plaques als Ausdruck der Atheromatose; hart (mit Schall­schatten) oder weich (ohne Schallschatten).
x
Echoreiches flottierendes Band im Aortenlumen (Intimaabriss).
x
Gedoppeltes Aortenlumen; zweites Lumen kann echoreich sein als Zeichen der thrombotischen Verlegung.
x
FKDS: Unterscheidung des falschen vom wahren Lumen (durch Nachweis der unterschiedlichen Flussgeschwindigkeiten).
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Leitsymptome
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6.1 Oberbauchschmerzen
ab
Leitsymptome
Abb. 97 a u. b Aneurysma dissecans der Aorta abdominalis : Die Aorta (A) ist deutlich erweitert, das Lumen randständig teilthrombosiert (TH). Pfeile: echoreiche Dissektionsmembran mit echofreiem falschem Lumen
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Bei ausreichender Sicht kann die
Diagnose zu 98 % sonographisch gesichert werden. Präoperativ wird oft ein CT gefordert.
Subphrenischer Abszess (Abb. 98)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Unklares Fieber, Schmerzen; ggf. Dyspnoe durch verminderte Atemtiefe.
Diagnostik:
x
Röntgen Abdomen/Thorax: Meist neu aufgetretener Zwerchfellhochstand als Hinweis, ggf. basales Lungeninfiltrat und Pleuraerguss erkennbar.
x
Sonographie.
x
CT, MRT.
x
Leukozytenszintigraphie.
x
Probepunktion.
Sonographischer Befund:
x
Inhomogene echoarme/echoreiche unscharf begrenzte Formation zwischen Zwerchfell und Leber oder Milz.
x
Mit zunehmender Einschmelzung verändert sich das sonographische Bild.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Sonographie zunächst diagnose-
weisend; mittels sonographisch gesteuerter Punktion wird die Diagnose gesi­chert.
Abb. 98 Subphrenischer Abszess: Dorsal der Leber (L) und unterhalb des Zwerchfells liegt eine echoarme Raum­forderung (Pfeile), z.T. mit echorei­chem Binnenecho. Zusätzlich Pleura­erguss (PLE)
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6.1 Oberbauchschmerzen
Organeinblutung (Abb. 99)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Akuter meist lokaler Schmerz, schmerzbedingte Schocksymptomatik;
peritoneale Reizung; gelegentlich auch Blutungsschock, je nach Ausmaß der Blutung.
Diagnostik:
x
Anamnese, körperliche Untersuchung.
x
Labor: Kleines Blutbild, Gerinnungsstatus.
x
Sonographie: Insbesondere, nach orientierender Untersuchung, am Ort des Schmerzmaximums.
Sonographischer Befund:
x
Echoarme Raumforderung in einem Organ (frische Blutung echoarm bis echofrei, ältere Blutung echogen).
x
Meist Organvergrößerung.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Diagnose kann in Kombination
mit der Klinik mit hoher Sicherheit gestellt werden. Das sonographische Bild ist typisch. Ggf. weiteres bildgebendes Verfahren, z. B. CT, zur Erhärtung der Diag­nose. Gesichert wird die Diagnose mit einer Probe- bzw. Entlastungspunktion (wenn keine Kontraindikation für eine Punktion besteht).
Abb. 99 Einblutung in eine Metasta­senleber: Echoarme, scharf begrenzte Raumforderung (Distanzmarken) in der Leber nach einem akuten Schmerz­ereignis mit Schocksymptomatik
6
Leitsymptome
Niereninfarkt (Abb. 100)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Klinik: Flankenschmerz, Hämaturie und Proteinurie; Fieber, Leukozytose; Übel-
keit, Erbrechen. Oligurisches Nierenversagen ist möglich; nach einigen Tagen Hypertonie.
Diagnostik: Suche nach Embolie- und Thromboseursache; bei Patienten mit
Rhythmusstörungen dran denken.
x
Labor: Erhöht sind insbesondere GOT (= AST), LDH (sehr hoch) und AP; LDH und AP können auch im Urin erhöht sein.
x
Sonographie mit Verlaufskontrolle, ggf. mit Echokontrastverstärker.
x
CT mit Kontrastmittel.
x
Angiographie selten notwendig.
Sonographischer Befund:
x
Im akuten Stadium der Nierenarterienembolie erscheint die Nierenmorpho­logie normal oder zeigt eine dreieckförmige echoarme Echogenitätsverän­derung des Nierenparenchyms (die Spitze zeigt zum Pyelon).
x
Später Ausbildung einer echoreichen dreieckförmigen Narbe mit Einziehung der Nierenoberfläche und damit Verschmälerung des Parenchymsaums.
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6.1 Oberbauchschmerzen
x
Bei hämorrhagischer Infarzierung durch Nierenarterienthrombose kommt es infolge der Parenchymblutung zur unregelmäßig echoreichen fleckigen Parenchymveränderung.
x
FKDS: Fehlender Fluss in der Arterie, bzw. dreiecksförmiger Perfusionsausfall im Parenchym.
x
Im Folgestadium: Schrumpfniere.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die Diagnose des frischen Infarktes
Leitsymptome
ist ohne die farbkodierte Duplexsonographie unsicher. Mit der FKDS ergibt sich eine Sicherheit bis 85 %. Mit zusätzlicher Anwendung von Ultraschallkontrast­mittel oder einem Angio-CT wird die Diagnose gesichert.
ab
Abb. 100 a u. b Niereninfarkt. a Keilförmiger hyperreflexiver scharf abgegrenz­ter Bezirk. b FKDS: Der dreieckförmige avaskul äre Bezirk beweist den Infarkt. Klinisch Flankenschmerzen; s. auch Abb. 420b
Milzinfarkt
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
s. auch unter Milz S. 328.
Klinik: Plötzlicher linksseitiger Oberbauchschmerz.
Diagnostik:
x
Anamnese: Grundkrankheiten als Ursache für eine Thrombose (wie Hämo­globinopathien, myeloproliferative Erkrankung) oder Embolie (wie Rhyth­musstörung, Arteriosklerose, Herzerkrankungen, Endokarditis).
x
Auskultation eines perisplenischen Reibegeräusches.
x
Sonographie: Der sonographische B-Bild-Befund hinkt der Klinik nach. Mit der Anwendung von Echokontrastverstärkern kann der Infarkt rasch detektiert werden.
x
Milzszintigraphie.
x
Angio-CT zeigt Veränderung im akuten Stadium.
Sonographischer Befund: Gleiche Ursachen und gleiches Aussehen wie beim
Niereninfarkt.
– Frisch: Meist keilförmige echoarme oberflächennahe Parenchymveränderung. – Alt: Echoreiche Umformung mit Einziehung.
x
Milzinfarkte können sich auch zu zystischen Läsionen verändern.
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6.1 Oberbauchschmerzen
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Die sonomorphologische Verände-
rung ist gut zu erkennen, die ätiologische Einordnung ist sehr unsicher. Eine sonographischeDiagnose im akuten Stadium ist nur mit der farbkodierten Duplex­sonographie (FKDS) möglich. Zusätzliche Echokontrastverstärker erhöhen die diagnostische Sicherheit erheblich.
Nierenvenenthrombose (Abb. 101)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
s. auch unter Niere S. 279.
Klinik: Akuter Flankenschmerz, zunächst wie bei einer Nierenkolik; ggf. Fieber,
Schüttelfrost. Hämaturie und Proteinurie, Leukozytose. Evtl. akutes Nierenver­sagen bei beidseitigem Auftreten.
Vorkommen: Gehäuft bei Tumor, nephrotischem Syndrom, Dehydratation,
Schwangerschaft, oraler Kontrazeption, Trauma.
Diagnostik:
x
Anamnese, Vorerkrankungen.
x
Labor (Urinbefund).
x
Farbkodierte Duplexsonographie.
Sonographischer Befund:
x
Anfangs vergrößerte Niere mit inhomogenem, eher echoarmem Parenchym­saum; später verkleinerte Nieren.
x
Gut darstellbare, dilatierte meist echoreiche Venen.
x
FKDS: Kein Flussnachweis.
x
Bei linksseitiger Thrombose kann bei Männern eine linksseitige Hodenstau­ung nachgewiesen werden.
Sicherheit der sonographischen Diagnose: Bei ausreichender Sicht ist keine
weitere technische Untersuchung notwendig. Zur Unterscheidung einer echten Thrombose von einem tumorinvasiven Venenverschluss nutzt man die Duplex­sonographie (z. B. im Power Mode) und kann Gefäße in Tumorzapfen nach­weisen. Selten sind im Zweifelsfall Angiographie, Phlebographie oder CT not­wendig.
6
Leitsymptome
Abb. 101 Nierenvenenthrombose: Niere (N) mit echoarm verdicktem Nierenparenchym, aufgeweitete Nie­renvene mit echoreichem Binnenecho bis zur Vena cava inferior (VCI). GB = Gallenblase mit Sludge
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6.2 Unterbauchschmerzen
6.2 Unterbauchschmerzen
Grundlagen
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Leitsymptome: s.S. 64.
Differenzialdiagnose: s. Tab. 10.
Leitsymptome
Tabelle 10
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Diagnose Sonographische Zeichen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Appendizitis Divertikulitis (S. 79) verdickte echoarme Darmwand, inkompletter Schallschatten
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
weniger häufig
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Hernie (S. 80) Nierenkolik (S. 67) echofreies NBKS durch Aufstau, Twinkling-Artefakt
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
selten
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Appendagitis (S. 80) Harnverhalt (S. 81) prall gefüllte Harnblase, echofreies Nierenbecken bei Aufstau Adnexitis (S. 81) teils zystische, teils solide Raumforderung, Wandverdickung stielgedrehte Ovarialzyste
(S. 83) Tubarruptur (S. 82) vergrößerter Uterus, parauterin freie Flüssigkeit Hodentorsion (S. 83) vergrößerter isoechogener Hoden, Hydrozele
sonographisch nicht zu klären: s. Tab. 9, S. 65
.
Differenzialdiagnose der Unterbauchschmerzen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
pathologische Kokarde, typische Wandschichtung
durch Luftansammlung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Bruchsack mit wandverdickten Darmschlingen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Fettgewebsnekrose einer Appendix epiploica
einseitig aufgetriebenes Ovar mit zystischer Formation
Appendizitis (Abb. 102)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
s. auch unter Dickdarm S. 380.
Klinik:
x
Zu Beginn Oberbauchschmerzen möglich, Unterbauchschmerzen rechts, Loslassschmerz.
x
Übelkeit, Inappetenz, Erbrechen, selten Stuhlverhalt oder Durchfall.
x
Fieber mit Temperaturdifferenz axillar und rektal.
x
Nach Perforation: Zunächst Erleichterung, dann akutes Abdomen bis zum septisch-toxischen Schock.
Diagnostik:
x
Anamnese: Typische Reihenfolge des Auftretens der Beschwerden: Schmerz zunächst schlecht lokalisierbar, eher periumbilikal und epigastrisch, dann zunehmend stärker und anhaltend, Verstärkung unter Husten und Bewegung.
x
Labor: Leukozytose, erhöhte Blutsenkung; Urinstatus zum Ausschluss eines Harnwegsinfektes.
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