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Файл:Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана
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7.2 Aorta und Arterien
7
ab
c d
Abb. 263 a–d Arteriosklerose und Stenosierungen. a Protuberierender Plaque
in der Aorta (AO; Pfeil) mit Lumeneinengung. Arteriosklerotische Wandunregelmäßigkeiten. b A. iliaca-Stenose, B-Bild: Hochgradige Einengung des Abganges
der A. iliaca (Pfeil). c A. iliaca-Stenose, Farbdoppler: Stenosierung (Pfeil), Farbumschläge als Zeichen turbulenter Strömung. d Stenose (Pfeil) der A. femoralis,
Farbdoppler: Prästenotischer Farbwechsel, Turbulenzen; die Stenose ist durch
einen hochgradigen, lumeneinengenden, kalzifizierenden Plaque mit Schallschatten (S) verursacht
n
Aneurysma (Abb. 264–268; s. auch Abb. 276–278 , S. 211):
x
Aneurysmaformen (Abb. 264):
– Sackförmig.
– Spindelförmig (fusiform).
– Disseziierend (auch in normal weitem Gefäßlumen möglich!).
– Falsches Aneurysma (falsum; spurium; „pulsierendes Hämatom“; s. o.).
– Arteriovenös.
x
Sonographische Kriterien:
– Umschriebene oder diffuse Erweiterung (bei der Aorta über 30 mm).
– Arteriosklerotische Plaques (s. S. 210).
– Abscheidungsthromben.
Arterienund Venen
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl.
(ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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7.2 Aorta und Arterien
Arterienund Venen
Abb. 264 Arterielle Aneurysmaformen: Aneurysma verum (a), beerenförmig (1)
oder sack- bzw. spindelförmig, fusiform (2); Aneurysma dissecans (b); Aneurysma
spurium (c)
ab
Abb. 265 a u. b a Geschlängeltes Aneurysma (Distanzmarken; AN), aus der noch
normal weiten Aorta (AO) hervorgehend, wobei die Ausweitungen überwiegend
asymmetrisch aufeinander folgen. b Typische kleine asymmetrische Ausweitung
nach ventral (Pfeil)
ab
Abb. 266 a u. b Disseziierendes thorakales Aortenaneurysma.
a Intraluminale echogene Intima (Pfeile).
b TEE: Nachweis der intraluminalen flottierenden Intima; Längsschnitt
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7.2 Aorta und Arterien
7
ab c
Abb. 267 a–c „Aneurysmose“ der gesamten infradiaphragmalen Aorta, Ektasie,
Thrombosen, wahrscheinlich auch Intimadissektionen (präbifurkal, kranial?) mit
schmalem Verbindungssteg (Pfeil); Ausdehnung bis ins Gallenblasenbett!
Abb. 268 Aneurysma (AN) der
A. renalis dextra (AR) dorsal der
V. cava (VC)
Verdrängung, Kompression, Infiltration
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Benigne Raumforderungen: z. B. Zyste, Abszess. Sie führen nur zu einer Ver-
drängung, selten zur Kompression, nie zu einer Infiltration.
n
Maligne Raumforderungen (Abb. 269 und 270): z. B. maligne Lymphome, Kar-
zinome. Erstere bewirken meist eine Verdrängung/Kompression, Letztere eine
Infiltration.
Abb. 269 Hochmalignes NonHodgkin-Lymphom des Pankreas (T)
mit großbogiger Verlagerung und
leichter Kompression der A. lienalis,
FKDS: Keine Turbulenzen, somit keine
Stenose. AO = Aorta
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7.2 Aorta und Arterien
Abb. 270 Tumorinfiltration eines inoperablen
Arterienund Venen
Pankreaskarzinoms (T)
des Tr. coeliacus, FKDS
und Spektralanalyse:
Gefäßkaliberunregelmäßigkeiten und Flussbeschleunigung i 240
cm/s. MA = Magen,
AO = Aorta
Übersicht: Veränderungen nach der Lokalisation (Tab. 32)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 32
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoarm
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
thrombotische Plaques (S. 209)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Lumenveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoarm
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Embolus (S. 211)
Abscheidungsthrombus (S. 211) protuberierende verkalkende Plaques (S. 212)
flottierende Thromben (S. 212)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Kombinierte Veränderungen (Lumen und Wand betroffen)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Paravasale Veränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
maligne
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Metastasen (S. 212)
Lymphom (S. 212) Abszess (S. 213)
Sonographische Befunde nach der Lokalisation
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyy
echoreich
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyy
arteriosklerotische Plaques (S. 210)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyy
echoreich
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyy
flottierende Intima, Prothese (S. 212)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyy
benigne
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyy
retroperitoneale Fibrose (S. 213)
Protheseninfektion, Anastomoseninsuffizienz (S. 213)
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7.2 Aorta und Arterien
Echoarme Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Atheromatöse Plaques (s. Abb. 261 u. 263, S. 204 u. S. 205).
n
Echoarme, intraluminal protuberierende Plättchenthromben (Abb. 271 u.
272):
x
Sessil oder pendelnd, gelegentlich geschichtet.
x
Selten mit echogener Kappe, eventuell mit Intimaabhebung.
Abb. 271 Intraluminal protuberierende atheromatöse Plaques (Pfeile),
arteriosklerotische echogene Wandverdickung der Aorta descendens (AO).
Transösophageale Echokardiographie
(TEE), Emboliequellensuche
7
Arterienund Venen
ab
Abb. 272 a u. b Echoarme protuberierende und komplett ausfüllende arterielle
thrombotische Läsion. a Protuberierende arteriosklerot ische Läsion der Aorta
(AO) mit Übergang in die rechte A. iliaca; alle Kriterien einer Arteriosklerose sind
vorhanden: Erhebliche bandförmige Wandverdickung, Lumeneinengung (Pfeile),
echoarmer Thrombus mit Bindegewebshaube, breites Verkalkungsband, Schallschatten (S). b Kompletter A.-mesenterica-Verschluss: Fehlender arterieller Fluss
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7.2 Aorta und Arterien
Echoreiche/echodichte Wandveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Echogene Wandverdickung, komplexe Wandverdickung:
x
Echoarm = Thrombus (s. Abb. 272a, S. 209).
x
Echogen = Kalzifikation (s. Abb. 263c, S. 205).
n
Arteriosklerotische Plaques (Abb. 273): Einteilung s. Tab. 33.
.
Tabelle 33
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
einfache Plaques komplizierte Plaques
Arterienund Venen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
fokale echogene Intimaverdickung
Einteilung von arteriosklerotischen Plaques
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
unregelmäßige Oberfläche, Aufbrüche, Ulzerationen
(sekundäre) Verkalkungen
glatte Protuberanzen I 5 mm Protuberanzen i 5 mm vorragend
x
Einfache Plaques (Abb. 274) :
– sessil
– pendelnd (hohe Embolierate)
– Langstreckige oder umschriebene Wandverdickungen ohne Schallschatten.
– Echoreiche Platten ohne Kalk, Cholesterinablagerungen.
x
Komplizierte Plaques (Abb. 273; s. auch Abb. 272a S. 209, Abb. 271, S. 209):
Arteriosklerotische Plaques mit Verkalkung, Nekrose, Ulzeration (letztere
sonographisch nicht zu diagnostizieren).
ab
Abb. 273a u. b Arteriosklerose a Einfache arteriosklerotische Läsion an der
Aorta; Atheromatose: Echogene Wandverdickung ohne Schallschatten (Pfeile)
b Komplizierte arteriosklerotische Läsion: Flach protuberierende, erheblich
wandverdickte echogene Läsion (Pfeile), zarte bandförmige Schallschatten,
unregelmäßige Gefäßkontur
n
Mediasklerose Mönckeberg (Abb. 274): Diffuse Kalkeinlagerung in die Tunica
media bei Diabetikern mit AVK–Symptomatik (in der Regel aber keine schwere
Verschluss-Symptomatik).
x
Maximal hohe Doppler-Verschlussdrücke.
x
Diffuse fleckige echogene Wandverkalkung, teilweise mit Schallschatten.
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7.2 Aorta und Arterien
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ab
Abb. 274 a u. b Mediasklerose (Mönckeberg). a B-Bild: Diffuse fleckige Wandverkalkung (Pfeile), teilweise Schallschatten (S) der A. poplitea (AP). b Farbdoppler: Keine relevante Stenosierung. Klinisch ulzeröses diabetisches neuropathisches Fußsyndrom, Fußpulse tastbar, Dopplerdruck i 300 Torr
Echoarme Lumenveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Embolus (Abb. 275): Echoarme Lumenaussparung. B-Bild weniger aussagefähig
als farbkodierte Doppler-Untersuchung mit dem Nachweis des fehlenden
Flusses.
Abb. 275 Reitender Bifurkationsembolus (Pfeil) der Aorta (AO). Klinisch
akuter beidseitiger Beinschmerz,
Zeichen des Arterienverschlusses
n
Abscheidungsthrombus in Aorten-/Arterienaneurysmen (Abb. 276–278):
x
Wandständige exzentrische oder konzentrische, schwach echogene Massen.
x
Häufig Schichtung.
x
Doppler-Sonographie: Gelegentlich echofreie Sicheln ohne Fluss.
Arterienund Venen
Abb. 276 Abscheidungsthrombus
(Pfeile) in einem Aortenaneurysma,
Strömungsturbulenzen mit Farbumschlägen in der FKDS
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7.2 Aorta und Arterien
Abb. 277 Sackförmiges Aneurysma:
Zentrales Restlumen (AO), umgebende zirkuläre Thrombose; das
Arterienund Venen
Aneurysma schließt mit Beginn der
Aa. iliacae (AI) ab. Typisch: Größe
über 10 cm, ballonartige Form
ab
Abb. 278 a u. b Abscheidungsthromben in einem sackförmigen Aortenaneurysma, versetzte Oberbauchquerschnitte. a Geschichteter randständiger Thrombus (TH) und verwirbelter Thrombus (Pfeile) mit einem sichelförmigen echofreien
Restlumen; beide sind von einer echogenen disseziierten Membran (Intima bei
disseziierendem Aneurysma) eingehüllt. b Weiter distal reguläres zentrales
Aortenlumen (AO); es wird wechselnd von Abscheidungsthromben und serosanguinolenter Flüssigkeit (S) umgeben
n
Flottierende Thromben/„Erythrozytenrauschen“: Pulssynchron wogende
echoarme Formationen/Erythrozytenballungen in langsamer Strömung.
Echoreiche Lumenveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Flottierende Intima (s. Abb. 266 S. 206): z.B. bei Aortendissektion.
x
Reflexreiche, meist unregelmäßig dicke intraluminale Membran.
n
Intraluminale Aortenprothese (Abb. 279): Intraluminale echogene glatte Mem-
bran.
n
Protuberierende echoreiche Plaques (s. Abb. 263, S. 205; Abb. 274, S. 211).
Paravasale Veränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Metastasen, Lymphome (Abb. 280; s. auch Abb. 133, S. 106; Abb. 152, S. 117;
Abb. 154, S. 118):
x
Abgrenzbare oder massige echoarme perivasale Formationen.
x
Vergrößerter Aorten-Wirbelsäulen-Abstand über 5 mm.
x
Sandwich-Zeichen (Schichtung Lymphknoten/Gefäß/Lymphknoten; weist auf
ein hochmalignes Lymphom hin).
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7.2 Aorta und Arterien
ab
Abb. 279 a u. b Intraluminale Aortenprothese und Intimadissektion. a Intraluminale Aortenprothese: Zarte echogene intraluminale Prothesenwand in einem
Aortenaneurysma (41 mm Tiefendurchmesser; Distanzmarken). b Nahezu identische intraluminale Struktur wie in a: Intimadissektion; der Beginn ist hier
erkennbar (Pfeile)
ab
Abb. 280 a u. b Differenzialdiagnose Aortenaneurysma/perivaskulärer Tumor:
a Sonographische Erstdiagnose: Disseziierendes Aortenaneurysma (AO, AO A)
mit Dissektionsmembran, Intimalösung (IN). b FKDS: Echofreie Lymphomtumoren (T) um Aorta und V. cava (AO, VC); durch die Lymphome hindurchziehende
A. renalis (AR). Diagnose: Hochmalignes NHL
7
Arterienund Venen
n
Retroperitoneale Fibrose
x
Diffuse periaortale echoarme Formationen.
x
Meist Harnwegs-Nierenbecken-Aufstau.
n
Paraaortaler/-arterieller Abszess (s. Abszess auch Abb. 124 u. 125, S. 98): Unre-
gelmäßig begrenzte echoarme Raumforderung.
n
Protheseninfektion, Anastomoseninsuffizienz (Abb. 281):
x
Echoarme bandförmige unregelmäßige Formationen um die Prothese.
x
Perivaskuläre RF im Bereich der Prothesenanastomose, oft mit einem arteriellen Fluss (FKDS).
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7.2 Aorta und Arterien
ab
Arterienund Venen
Abb. 281 a u. b Perivaskuläre postoperative Raumforderungen. a Infizierte Poplitea-Prothese (Pfeile; AP) mit
ausgedehnten Eitermassen (Distanzmarken). Klinisch unklares Fieber, Verdacht auf V. poplitea-Thrombose.
b Anastomoseninsuffizienz (Pfeil) mit perivaskulärem Hämatom (H) nach
aorto-femoraler Gefäßprothese (P). AF = A. femoralis
Bewertung und weiterführende Diagnostik
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
n
Sonographie: Sie ist weiterhin das wesentliche Verfahren zur Erstdiagnostik
und zur postoperativen Überwachung von allen Veränderungen der Aorta und
der Arterien.
x
Artdiagnose eines Aneurysmas: Sie kann die Art eines Aneurysmas (verum, dissecans oder spurium) bestimmen.
x
OP-Indikation (Aortenaneurysma): Beim Aortenaneurysma entscheidet sie mit
über das von der Lokalisation (infrarenal/iliakal) abhängige operative
Vorgehen. Die sonographischen Kriterien für eine Ausdehnung oberhalb der
Nierenarterienabgänge sind:
– Direkte Darstellung des Nierenarterienabganges aus dem Aneurysma.
– Kraniale Aneurysmabegrenzung oberhalb einer horizontalen Linie Nieren-
hilus/Aorta.
– Über 9,5 cm Abstand von der Bifurkation bis zum Aneurysmaoberrand.
n
Neuere sonographische Methoden: Durch hochauflösende Geräte und hochfre-
quente Schallköpfe hat sich die sonographische Gefäßdiagnostik erheblich vereinfacht; zusätzliche Aussagen sind möglich.
x
Farbdopplersonographie (FKDS bzw. FDS, s. S. 7): Mit ihr können Aussagen
über die Flussrichtung und das Strömungsverhalten der retro-, intraperitonealen und peripheren Arterien gemacht werden.
x
Bestimmung der Intima-Media-Dicke (Abb. 282; s. auch S. 215): Sonographische Untersuchung zur Bestimmung des Arterioskleroserisikos. Gemessen
wird an der A. carotis communis.
n
Angiographie: Sie kann eingespart, aber nicht ersetzt werden. Die Angiographie
ist präoperativ bzw. zur Frage des Therapieverfahrens (Katheterlyse und Atherektomie, Stentendoprothese, operative Thrombektomie, Patchplastik) nicht
ersetzbar.
n
Angio-MRT: Zur Übersichtsdiagnostik des arteriellen Gefäßsystems heute
bereits Standardverfahren zur Stenoseverifizierung, insbesondere bei Risikoangiographien (Niereninsuffizienz). Sie kann besonders vor einer interventionellen
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