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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

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9.4 Veränderungen der Pfortadervenen
Umgehungskreisläufe (Abb. 369): Nachweis portosystemischer Kollateralen.
9
Leber
Abb. 369 Portosystemische Kollateralen: 1 = Fundus- und Ösophagusvarizen. 2 = rekanalisierte Paraumbilikal-/Nabelvenen. 3 = Hämorrhoidalvenen-Kollatera­len. 4 = Milzhiluskollateralen
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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9
9.4 Veränderungen der Pfortadervenen
Intraluminale Veränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Akute Pfortader-/Mesenterikathrombose (s. Abb. 116, S. 88):
Leber
x
Echoreiche Lumenaussparung.
x
Gefäßaufweitung.
x
Fehlende Doppler-Signale.
x
Klinisch akutes Abdomen!
Chronische Pfortaderthrombose (Abb. 370):
x
Keine oder unwesentliche Lumenaufweitung.
x
Echoreicher intraluminaler Thrombus.
x
Kein dopplersonographisch messbarer Fluss. Folge: Umgehungskreislauf/ Rekanalisierung („kavernöse Pfortadertransformation“, s. Abb. 371).
Abb. 370 Chronische Pfortaderthrom­bose (THR) im Rahmen eines paraneo­plastischen Syndroms, Lebermetasta­sen: Nur unmerkliche Lumenzunahme, Strukturbesatz der thrombosierten Pfortaderabschnitte, intrahepatische Pfortader (VP) frei
Umgebungseinwirkung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Verdrängung/Kompression:
x
Intrahepatisch durch Leberzirrhose/Tumoren.
x
Extrahepatisch bei chronischer Pankreatitis/Pankreastumoren.
Infiltration (Abb. 371) :
x
Schummrige unregelmäßige Gefäßdarstellung.
x
Meist verursachendes Malignom nachweisbar (s. Kap. Tumorsuche, S. 460).
Abb. 371 Kavernöse Pfortadertrans­formation. Gefäßkonvolute infolge tumoröser Pfortaderinfiltration (fleckförmige Gefäße rot/blau als Zei­chen gewundener Umgehungskreis­läufe) und Pfortaderverschluss (Pfeile). VP = regulär verlaufende intrahepati­sche Pfortader, VC = V. cava inferior
Bewertung und weiterführende Diagnostik
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Sonographie: Für die Beurteilung des Portalvenensystems ist heute die Sonogra-
phie mit der farbkodierten Doppler-Sonographie und Messung der Strömungs­verhältnisse über die Spektralkurvenanalyse die Methode der Wahl.
Druckmessungen oder Splenoportographie:
Ösophagoskopie und/oder röntgenologisches Ösophagogramm: Zum Nach-
Für die Routinediagnostik verlassen.
weis von Ösophagusvarizen ist die Gastroskopie oder ein Ösophagogramm für die Diagnostik der Varizenbildung bei Leberzirrhose unverzichtbar.
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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10.1 Untersuchung
Niere, Nebenniere
10
10.1 Untersuchung
Niere
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Schnittebenen:
x
Flankenschnitt (s. S. 26).
x
Oberbauchquerschnitt (s. S. 23).
x
Lateraler Oberbauchlängsschnitt (s. S. 30).
Sonographische Anatomie und Normalbefund (Abb. 372 u. 373):
– Die Nieren liegen retroperitoneal auf den Mm. iliopsoas. Sie weisen mit ihren
Längsachsen divergierend nach kaudal-lateral und sind seitlich sowie in ihren unteren Polen nach ventral gekippt.
x
Eine gedachte Linie zwischen den Basen der Markpyramiden grenzt Rinden­und Marksubstanz ab.
x
Das Zentrum des Nierenovals (zentraler Echokomplex, ZEK) stellt sich echo­reich dar und besteht aus Gefäßen, Bindegewebe, Fett des Sinus renalis und dem eigentlichen Nierenbecken.
10
Niere,Nebenniere
Abb. 372 Schnitt durch die Niere
Normwerte:
x
Länge 100–115 mm, Breite 50–70 mm, Dicke 30–50 mm.
x
Parenchym: Pyelon-Index (Verhältnis von ventraler und dorsaler Parenchym­dicke zum ZEK) bis 60 Jahre 1,7, ab 60 Jahre 1,1.
n
Hinweis: Durch die Lage der Nieren (s. o.) kann ihre Größe nicht exakt
bestimmt werden. Sie werden i. d. R. zu klein bestimmt; ihre sonographisch
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10
10.1 Untersuchung
a b
Niere,Nebenniere
Abb. 373 a u. b Normale rechte Niere (N). L = Leber, MP = echoarme Mark­pyramiden, C = Columnae renales
gemessene Größe liegt etwa 2 cm unter dem Normmaß. Zu kleine Parameter werden dann gemessen, wenn die längste Ausdehnung nicht genau einge­stellt wird.
Untersuchungablauf:
x
Schallkopf: 3,5–5,0 MHz.
x
In der Regel Rückenlage, gelegentlich leichte Seitenlage.
x
Rechte Niere: Sie ist durch das Schallfenster der Leber gut darstellbar, der untere Pol wird gelegentlich von der Kolonflexur überlagert, es empfiehlt sich dann die Anlotung von dorsal.
x
Linke Niere: Bei der linken Niere fehlt ein Schallfenster, bewährt hat sich die Untersuchung von dorsolateral, um Luftüberlagerungen von Kolon und Magenfornix zu umgehen.
x
Immer Untersuchung in In- und Exspiration, um alle Abschnitte einz usehen (Rippenschatten neben Darmluft häufig störend) und die Atembeweglichkeit der Nieren zu überprüfen (aufgehoben bei perirenalen Abszessen).
x
Systematisches Durchfächern beider Nieren bzw. Schallkopfverschiebung in Längs- und Querschnitten.
n
Tipps:
– Bei Nichtauffinden einer Niere: Agenesie? Nephrektomie? Dystope Niere
oft im kleinen Becken ventral der Iliakalgefäße. Ursachen für nicht auffind­bare Nieren s. u.
– Zur Größenbestimmung ausmessen! Optische Fehleinschätzung häufig.
Ursachen für zu große/zu kleine Nieren (s. auch Tab. 47, S. 278):
x
Kleine Nieren : Sie finden sich konstitutionell, bei Hypoplasie und häufig bei Dystopie; sie sind dann schlecht auffindbar (Abb. 374).
x
Große Nieren: Vorkommen konstitutionell, bei Doppelnieren, bei einseitiger Aplasie, bei Akromegalie oder kompensatorisch nach Nephrektomie (Abb. 375).
Ursachen für schwer oder nicht auffindbare Nieren:
1. Dystope Niere: Lage im Bereich der entwicklungsphysiologischen Leiste
meist im kleinen Becken nahe der Iliakalgefäße; „Tumor im Unterbauch“ (s. Abb. 376).
2. Einseitige Nierenagenesie: Dann kontralaterale Niere vergrößert.
3. Hypoplastische Niere: Bei genauer Inspektion der Nierenloge mit Ausschnitts-
vergrößerung: Niere klein, aber unauffälliges Parenchym.
4. Schrumpfniere: Verkleinerte, in kontur- und/oder strukturveränderte Niere.
5. Einseitige Verschmelzungsniere: Die doppelseitige „Hufeisenniere“ zeigt
zunächst normale Nieren, deren untere Pole aber im kleinen Becken mit­einander verschmolzen sind.
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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10.1 Untersuchung
ab
Abb. 374 a u. b a Nierenhypoplasie: „fehlende Niere links“; wahrscheinlich winzige hypoplastische Niere (Distanzmarken). b Malrotierte leicht dystop gelegene Niere (Distanzmarken): Der Nierenhilus weist nach ventral
ab
Abb. 375 a u. b Große Nieren: a Bei Doppelniere (N, Distanzmarken 132,5 mm) mit Parenchymbrücke, b Bei Akromegalie (Distanzmarken 138,1 mm)
10
Niere,Nebenniere
ab
Abb. 376 a u. b Leere Nierenlage rechts. Ursache: partielle Hufeisenniere links (N). AO = Aorta, V = komprimierte V. cava, M = Lendenmuskulatur, L = Leber.
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10.1 Untersuchung
Nebennieren
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Schnittebenen:
x
Oberbauchquerschnitt (rechte NN).
x
Oberbauchschrägschnitt (rechte NN).
x
Hoher Flankenschnitt (linke NN).
x
Hoher Oberbauchquerschnitt (linke NN).
Sonographische Anatomie und Normalbefund (Abb. 377 u. 378):
x
Niere,Nebenniere
Die normalen Nebennieren stellen sich sonographisch vielgestaltig dar, meist gabel-, Y- oder dreieckförmig.
x
Die rechte Nebenniere liegt zwischen dem oberen Nierenpol und der V. cava inferior, die linke zwischen dem oberen Nierenpol und der Aorta.
Abb. 377 Topographie der Nebennieren
Untersuchungsablauf:
n
Hinweis: Normale Nebennieren sind nur mit hochauflösenden Geräten und
relativ hohem Zeitaufwand erkennbar. Erleichtert wird die Darstellung bei vergrößerten Nebennieren (s. Abb. 422a–d).
x
Rechte Nebenniere: Hoher lateraler Oberbauchquer- oder Schrägschnitt mit Einstellung des oberen Nierenpols und der V. cava inferior (dazwischen wäre die Nebenniere zu suchen) sowie Oberbauchlängsschnitt in Medioklavi­kular- bzw. vorderer Axillarlinie mit Darstellung der V. cava.
x
Linke Nebenniere: Hoher Flankenschnitt durch den unteren Milz- und oberen Nierenpol unter Schallkopfkippung nach medial zur Aorta hin. Auch hier kann im hohen Oberbauchquerschnitt untersucht und die Nebenniere zwischen Aorta und oberem Nierenpol gefunden werden.
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10.1 Untersuchung
a b
Abb. 378 a u. b Normale rechte Nebenniere (Pfeile), links zwischen Niere (N) und V. cava (VC)
Befundübersicht und -einteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Größenveränderungen: Akute diffuse Erkrankungen gehen infolge entzündlich-
ödematöser Schwellung in aller Regel mit einer Vergrößerung der Nieren einher, chronische Erkrankungen infolge des Parenchymschwundes mit einer Verklei­nerung. Bei der chronischen Glomerulonephritis und der diabetischen Nephro­pathie bleibt die Größe bis zum Zeitpunkt der Dialyse noch normal groß.
Strukturveränderungen: Echoarme und echoreiche Strukturveränderungen
spiegeln die feingeweblichen Veränderungen wider (s. Tab. 46).
.
Tabelle 46
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
echoarme Strukturtransformation echoreiche Strukturtransformation
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
bei interstitiellem Ödem
Beziehung zwischen feingeweblicher Veränderung und sonographischer Nierenstruktur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
bei leukozytärer/Tumorzell-Infiltration bei hyalinen/kristallinen Ablagerungen bei tubulärer Atrophie bei Fibrose, Sklerose
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Niere,Nebenniere
Diffuse Nierenveränderungen mit oder ohne Größenveränderung: s. S. 278;
Übersicht Tab. 47, S. 278.
Umschriebene Veränderungen des Nierenparenchyms: s. S. 283; Übersicht
Tab. 48, S. 283).
Umschriebene Veränderungen des Nierenbeckens/Sinus renalis: s. S. 294;
Übersicht Tab. 49, S. 294).
Perirenale Raumforderungen: s. S. 302.
Nebennieren: s.S. 302
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10.2 Diffuse Nierenveränderungen
10.2 Diffuse Nierenveränderungen
Übersicht (Tab. 47)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 47
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Vergrößerte/normal große Nieren
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoarm
Niere,Nebenniere
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
akutes Nierenversagen/passagere Niereninsuffizienz
akute bakterielle interstitielle Nephritis (Pyelonephritis, S. 279)
Nierenvenenthrombose (S. 279) akute Glomerulonephritis (S. 280)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Verkleinerte/normal große Nieren
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoarm (echonormal)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
hypoplastische Niere (S. 281) vaskuläre Schrumpfniere (S. 281) diabetische Nephropathie (S. 282)
Vergrößerte/normal große Nieren mit echoarmer Struktur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Akutes Nierenversagen/passagere Niereninsuffizienz (Abb. 379): Prärenal-
kardiovaskulär oder postrenal. Sonographische Befunde:
x
x
Diffuse Nierenveränderungen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoreich
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
akutes Nierenversagen (Hyperurikämie, Sepsis, S. 280)
diabetische Nephropathie, Frühstadium (s. S. 280)
Myelomniere/Nierenamyloidose (S. 281)/Gicht-Nephropathie
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoreich
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
chronische Glomerulonephritis (S. 281)
chronische Pyelonephritis (S. 282) Analgetika-Nephropathie (S. 283)
Verbreitertes Parenchym mit konsekutiver Verschmälerung des zentralen Echokomplexes (ZEK; Sinus renalis-Reflex). Abnahme der Echogenität.
Abb. 379 Passagere Niereninsuffizienz bei Alkoholkrankheit und Diarrhö: Vergrößerte Nieren, hyporeflexive Struktur, verschwollenes Parenchym, aufgehobene Rindenmarkgrenze. Länge: 170 mm!
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10.2 Diffuse Nierenveränderungen
Akute bakterielle interstitielle Nephritis = Pyelonephritis (Abb. 380; emphyse-
matöse Pyelonephritis s. Abb. 397, S. 289; akute eitrige Pyelitis s. Abb. 412, S. 297) :
x
Verbreitertes, echoarm-verwaschenes Parenchym. Verschmälerter Sinusre­flex. Oft Flüssigkeitssaum im Pyelon. Beginnend echoarme Zone (Abszess).
x
FKDS: Perfusionsdefekt mit umgebender verstärkter Vaskularisation.
Abb. 380 Akute Pyelonephritis: Voluminöse hyporeflexive Niere, auf­gebrauchter Sinusreflex, Flüssigkeits­saum im Pyelon
Nierenvenenthrombose (Abb. 381a u. b):
x
Verwaschene echoarme Nierenstruktur.
x
Darstellung der Venenthrombose.
x
Oft Tumorthrombose (s. Abb. 393e, S. 287).
x
FKDS: Keine Venendarstellung; fehlender Fluss in der V. renalis, „reverse flow“ = Umkehrfluss in den Arterien mit hohem Resistance-Index (RI, s. Tab. 30, S. 200).
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Niere,Nebenniere
a
Abb. 381a u. b Nierenvenenthrombose. a Akute Nierenvenen­thrombose bei septischer Pyelonephritis: Vergrö­ßerte Niere, schummrig­verwaschene echoarme Struktur, fleckig-streifiger hyporeflexiv transfor­mierter zentraler Echo­komplex. Z = atypische Zyste. b In der Spektralanalyse lässt sich ein maximal hoher Resistance-Index (RI) ableiten (0,96)
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10.2 Diffuse Nierenveränderungen
Vergrößerte/normal große Nieren mit echoreicher Struktur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Akutes Nierenversagen:
x
Bei massiver Hyperurikämie (Abb. 280): Echogenes Parenchym.
x
Bei Sepsis: Echogene, voluminöse Nieren.
x
Bei diabetischer Nephropathie (Abb. 382a): – Vergrößerung, z. T. massiv. – Echoreiches Parenchym.
Niere,Nebenniere
– Hypoflexive Markpyramiden.
Diabetische Nephropathie, Frühstadium
(Stadium I–IV n. Mogensen; Abb. 382a):
x
Infolge Volumenzunahme vergrößerte Niere.
x
Echoreiches Parenchym.
x
Betont echoarme Markpyramiden.
Akute Glomerulonephritis (Abb. 382b) : Klinisch Fieber, Somnolenz, Schwäche,
Oligurie, Hypertonie. Labor: Hohes Kreatinin, Erythrozyturie, Proteinurie. Sono­graphischer Befund:
x
Deutlich vergrößerte Nieren infolge erheblicher Parenchymschwellung.
ab
d
c
Abb. 382 a–d Echoreiche Nierenstruktur: a Diabetische Nephropathie: Große Niere (12,5 cm), betont echoarme Markpyramiden (Pfeil), b Subakute Glomeru­lonephritis: Hyperreflexive Rindenstruktur, stark hyporeflexive Markpyramiden (Pfeile), c Myelomniere, Niereninsuffizienz: Weitgehend identisches Bild wie a mit hyperechogener Parenchymstruktur und hypoechogenen Markpyramiden (Pfeile), d Gicht-Nephropathie: Hyperechogene Transformation der Markt­pyramiden als Korrelat für harnsäure/-ausfällungen in den Tubuli (Pfeile; S = Schallschatten); klinisch: ubiquitäre Gichttophi, Hyperurikämie, leichtgradige Niereninsuffizienz; Differenzialdiagnose: Medulläre Nephrokalzinose, Mark­schwammniere (Tbc)
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