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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

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14.5 Bewertung und weiterführende Diagnostik
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Gallenblase
Abb. 513 Gallenblasenkarzinom; komplexe Struktur bei partieller Por­zellangallenblase und Stein (ST), Sludge, Tumorinfiltration in die Leber (T)
Abb. 514 Gallenblasenempyem (GB); Hydrops (Distanzmarken); phlegmo­nöse Wandstruktur und Stein (Pfeil) mit Schallschatten (S)
14.5 Bewertung und weiterführende
Diagnostik
Sonographie
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Sicherheit der Diagnose: Durch das Flüssigkeitsmedium sind intraluminale
Befunde mit bis zu 100 % Treffsicherheit in einem Auflösungsbereich bis 1 mm nachweisbar. Einschränkung: Schallbarkeit nur interkostal (problematisch bei Ileus, postoperativ oder konstitutionell hochstehendem Zwerchfell bzw. bei Zwerchfellparese, postprandialer Untersuchung, Kolonluftüberblähung, Schrumpfgallenblase).
x
Steinnachweis: Gelingt in der Regel zu 100 %, wenn Reflex, Schatten und Beweglichkeit nachweisbar sind. Die Treffsicherheit sinkt auf 95 % und größenabhängig erheblich tiefer, wenn ein Schallschatten fehlt. Bei Steinen im Infundibulum, Fornix oder als Bodensatz im Korpus liegt die Trefferquote nur bei ca. 65 %.
x
Diagnose der Steinart:
– Harter Steinreflex, intensiver Schallschatten p Kalkstein. – Flauer Reflex, durchscheinender Stein, inkompletter Schallschatten p Cho-
lesterinstein.
– Schwebende Steine nach Röntgenkontrastmittel p Cholesterinstein;
schwebende Steine in eingedickter, echobesetzter Galle p Empyem; keine Artdiagnose möglich.
x
Gallenblasenkarzinom mit lokoregionaler Metastasierung und Komplikatio­nen (Cholestase) ist in über 90 % richtig erkennbar.
x
Polypen sind bei Anwendung der Untersuchungstricks ab einer Größe von 2 mm sicher erkennbar; manchmal Abgrenzung zu kleinen Steinen schwierig.
x
Akute Cholezystitis: Bei Übereinstimmung von Anamnese, Klinik und Labor keine weitere präoperative Diagnostik notwendig.
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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14
Gallenblase
14.5 Bewertung und weiterführende Diagnostik
Fehlbeurteilungen:
x
Kristallaggregate/Mikrolithen: Polygonal-längliche Echos, I 1–2 mm, ohne Schatten und echogener Bodensatz; nur bei rascher Drehbewegung durch Aufwirbeln erkennbar (s. Abb. 505, S. 357).
x
Seröse Flüssigkeitsansammlung: Gelegentlich wird nach Cholezystektomie eine solche Flüssigkeitsansammlung als Gallenblase, Abzess, oder Cholezysti­tis fehlgedeutet.
x
Magen- und Kolonluft: Vortäuschung von Steinen und Wandverdickungen; daher sollte nicht die distale magen-/darmbenachbarte Wand als verdickt vermessen werden (Abb. 515).
Abb. 515 Fundussteine in der Gallen­blase (Pfeil), durch die umgebende Kolonluft kaum erkennbar. Hilfen: Langsames/schnelles Umlagern, Wiederholungsuntersuchung
Differenzialdiagnose:
x
Intraluminale Veränderungen: Durch Lagerung Differenzierung in Sludge, Steine, Polyp.
x
Polypen: Im Unterschied zu Steinen wandadhärent, intramurale Gefäße.
x
Steine: Schallschatten, Beweglichkeit.
x
Serome, Hämatome: Echoarm-echoreiche Strukturen nach Cholezystektomie können als Gallenblase („Pseudogallenblase“), Detritus und echogene Metall­clips als Gallensteine fehlgedeutet werden (s. Abb. 643 u. 644, S. 442).
Weiterführende Diagnostik
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Steindiagnose: Einschränkungen, bei denen zur Sicherung der Diagnose nach
einer Kontroll-Sonographie ein CT (Treffsicherheit im CT 70–80 %) durchgeführt werden sollte, sind:
1. Steine im Infundibulum.
2. Echogener Steinbodensatz.
3. Fundussteine (Kolonluft!).
Empyem, Abszess, Sludge: Wenn diese äußerst zäh sind, sind sie von einem
Tumor häufig nicht differenzierbar. Als weitere bildgebende Verfahren kommen CT und MRT in Frage. Die definitive Klärung erfolgt jedoch in der Regel erst intraoperativ.
Chronische Cholezystitiden – insbesondere mit Porzellangallenblase – sind
Präkanzerosen; daher Operation.
Tumorverdacht: Feinnadelbiopsie mit Zytologie.
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15.1 Untersuchung
Magen-Darm-Trakt
15
15.1 Untersuchung
Schnittebenen
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Oberbauchquerschnitt (s. S. 23).
Subkostaler Schrägschnitt links (s. S. 28).
Unterbauchquerschnitt (s. S. 31).
Oberbauchlängsschnitt (s. S. 30).
Unterbauchlängsschnitt (s. S. 32).
Befundadaptierte Schnitte (Unterbauchschrägschnitte).
Sonographische Anatomie und Normalbefund
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Wandaufbau (Tab. 60): Alle Wände des Intestinaltraktes sind feinstrukturell
vierschichtig aufgebaut; bei Magen und Darm kommt als fünfte Schicht noch die Serosa des Bauchfells hinzu.
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Tabelle 60
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Tunica mucosa (mit Epithelschicht) Tunica muscularis mucosae Tela submucosa Tunica muscularis Tunica serosa (mit Subserosa)
Ösophagus: Er lässt sich nur zervikal dorsomedial des linken Schilddrüsen-
lappens und im Kardiabereich im Oberbauchlängsschnitt zwischen Aorta und Leber als Kokarde darstellen.
Magen (Tab. 61 und Abb. 516) : Er kann sonographisch in fast allen Abschnitten
untersucht werden.
Feingewebliche Schichten des Intestinums
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Magen-Darm-Trakt
.
Tabelle 61
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Magenabschnitt Untersuchungsposition
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Fornix
Untersuchungspositionen zur Darstellung einzelner Magen­abschnitte nach Flüssigkeitsfüllung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Kopf tief, Linksseitenlage Korpus Kopf hoch, Linksseitenlage Antrum Kopf hoch, Rückenlage Große Kurvatur Stehen Pylorus, Bulbus duodeni Kopf hoch, Rechtsseitenlage
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Magen-Darm-Trakt
15.1 Untersuchung
ab
cd
Abb. 516 a–d Darstellung des Magens. a u. c Oberbauchquerschnitt: Magen­antrum (MA) mit echoarmer T. muscularis, echoreicher T. submucosa und innerer echoarmer T. mucosa; angeschnittenes flüssigkeitsgefülltes Duodenum (DUO); dorsal Pankreas mit Pankreasgang (Distanzmarken). KO = venöser Konfluens, P = Pankreaskorpus, VL = V. lienalis, VC = V. cava. b u. d Oberbauchlängsschnitt: Magenantrum (MA), als ovaläre Ringfigur abgebildet. AO = Aorta, L = Leber, P = Pankreaskorpus, VMS = V. mesenterica superior
Dünndarm: Die Dünndarmwand ist kaum sichtbar, auch liegen die Schlingen
vielfach übereinander, sodass eine Analyse der Wände bei einem gesunden Organ nicht möglich ist (der distendierte Dünndarm bei [Sub-]Ileus zeigt das typische „Klaviertastenphänomen“, Abb. 517). Das terminale Ileum ist vom Zökalpol (atemsverschieblich ventral der Psoasmuskulatur) aus nach links ven­tral der Iliakalgefäße zu suchen.
a b
Abb. 517 a u. b Dünndarm-Ileus mit gut sichtbaren Kerckring-Falten („Klavier­tastenphänomen“). D = Dünndarm, C = Kolon, erkennbar an den Haustren
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15.1 Untersuchung
Dickdarm (Abb. 517): Er kann in seinem Verlauf vom Zökum über das Transver-
sum bis zum Sigma und Rektum (z. T. mit den typischen Haustren und Plicae) verfolgt werden.
Untersuchungsablauf
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Schallkopf: 5,0 MHz; zur Übersicht aber 3,5-MHz-Schallkopf, besonders für die
Bereiche Hinterwand und Fundus (schallkopfferner Bereich) des Magens.
In der Regel Rückenlage, gelegentlich Speziallagerungen (Tab. 61).
Zur genauen Analyse der Wandschichten Magenfüllung mit 500–1000 ml Tee oder Wasser (getrunken mit einem Strohhalm), evtl. gleichzeitige Injektion von 20 mg Butylscopolamin.
Hinweise auf entzündliche Veränderungen (Divertikulitis, Appendizitis) durch Schmerzangabe bei der Palpation mit dem Finger oder dem Schallkopf.
Das terminale Ileum ist nur mit hochfrequenten Schallköpfen und hochauflösen­den Geräten darstellbar.
Bei der Sonographie der Appendix bei Verdacht auf Appendizitis wird zunächst der Zökumpol dargestellt, dann unter dosierter Kompression Aufsuchen einer kleinen Kokarde (Querschnitt) bzw. eines kleinen echoarmen Bandes (Längs­schnitt).
Befundübersicht, Einteilung
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Magen: Der Magen steht aufgrund schallphysikalischer Eigenschaften einer
sonographischen Diagnostik entgegen. Dennoch lassen sich nicht nur gröbere wandpathologische Prozesse wie Tumoren und schwerere Entzündungen dar­stellen, sondern auch die normale, dickere Magenwand und mit hochauflösen­der Gerätetechnik sogar die normale Darmwand.
x
Sonographisch erkennbar: Funktionelle Störungen und Wandverdickungen. Entzündliche Magen-Darm-Erkrankungen führen zu langstreckig/diffusen Tumoren zu umschriebenen Wandverdickungen. Ort, Umfang, Kontur und Struktur geben Hinweise auf die Art der Störung.
x
Sonographisch schlecht oder nicht erkennbar: Entzündliche/ulzeröse Mukosa­prozesse, Gefäßveränderungen wie Angiodysplasien, Blutungen, kleine Poly­pen (fehlende Impedanz; „Stecknadel im Heuhaufen“). Im Unterschied zur Endoskopie oder zum Röntgen gibt die Sonographie keine kontinuierliche Wandübersicht, sondern nur die Darstellung eines Ausschnitts.
Dünndarm: Am häufigsten werden Funktionsstörungen diagnostiziert, entzünd-
liche Darmerkrankungen (Prototyp M. Crohn) sind am zweit häufigsten.
Dickdarm:
x
Bei der Sonographie des Dickdarms liegt der Untersuchungsschwerpunkt bei den Darmtumoren und Kolitiden. Tumoren bieten in der Regel umschriebene Veränderungen („Kokarde“), Kolitiden (einschließlich der Appendizitis) längerstreckige Wandverdickungen.
x
Die Diagnostik funktioneller Störungen (z. B. Dickdarmileus bei Darmver­schluss) wird meist durch ausgeprägte Luftüberblähung verhindert.
Einteilung/Übersicht:
x
Magen: s. Tab. 40, S. 366.
x
Dünndarm: s. Tab. 63, S. 372.
x
Dickdarm: s. Tab. 65, S. 378.
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Magen-Darm-Trakt
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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Magen-Darm-Trakt
15.2 Magen
15.2 Magen
Übersicht (Tab. 40)
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Tabelle 62
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Wandverdickung luminale Erweiterung/
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diffus
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Wandödem (S. 366) chronische B-Gastritis
(S. 367) M. Ménétrier (S. 367) Varizen (S. 368) Tumorstenose (S. 370) infiltrierendes Karzinom
(S. 367) malignes Magenlymphom
(S. 367)
Pathologische Befunde am Magen (die sonographisch schwer oder nur eingeschränkt erkennbaren in Klammern)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
umschrieben
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Pylorusstenose (S. 368) (Magenausgangsstenosen,
S. 368)
Ulcus ventriculi, ulzeriertes Karzinom (S. 368)
Einengung
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yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Entleerungsstörung (S. 72) Narben-/Entzündungsstenose
(S. 370)
(benigne Tumoren, S. 369)
Frühstadium maligner Tumoren, Metastasen (S. 369)
Magenkarzinom (S. 369) malignes Magenlymphom
(S. 369) (Leiomyom, Neurinom),
gastrointestinaler Stroma­tumor (GIST, S. 369)
Diffuse Wandverdickung
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Ödematöse Wandschwellung (Abb. 518): Antrumschleimhautschwellung bei
akuter Pankreatitis; gleichartige echoarme Wandschwellung bei nephrotischem Syndrom, Eiweißmangelstörungen, kardialer Stauung.
x
Echoarme glatte homogene Wandverdickung über 7 mm.
x
Differenzialdiagnostisch: Wandverdickung während einer Kontraktionswelle.
Abb. 518 Magenwandschwellung (7,2 mm; Distanzmarken) bei akuter Pankreatitis
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Entzündliche/hyperplastische Wandschwellung (Abb. 519):
x
Chronische schwere Helicobacter pylori-positive B-Gastritis:
– Geringe bis ausgeprägte Faltenverdickung/Faltenhyperplasie. – Faltendicke oft bis 20 mm, Faltenkämme und Faltentäler gut abgrenzbar.
x
M. Ménétrier: Faltenhyperplasie (gleicher Befund wie bei der schweren B-Gastritis).
Abb. 519 Schwere B-Gastritis: Deut­lich verdickte geschichtete Magenwand (echoarm-echoreich-echoarm; Distanz­marken), bis auf einen kleinen echoge­nen Luftreflex und etwas Flüssigkeit (FL) weitgehend aufgebrauchtes Lumen
Tumoröse diffuse Wandschwellung:
x
Diffus infiltrierend wachsendes Karzinom (Abb. 520): – Langstreckige zirkuläre Wandverschwellung. – Starre echoarme Wand. – Aufhebung der physiologischen Wandschichtung. – Fehlende Peristaltik. – Fakultativ lokoregionale oder Fernmetastasen. – FKDS: Aberrante Tumorgefäße.
15.2 Magen
15
Magen-Darm-Trakt
Abb. 520 Diffus wachsendes Magen­karzinom: Langstreckige Wandver­dickung (MW), hochgradige Lumenein­engung, verwaschene Wand mit auf­gehobener Schichtung und Peristaltik. A = Aszites, L = linker Leberlappen
x
Diffus ausgebreitetes malignes Magenlymphom (MALT-NHL, Abb. 521): Aus MALT (= mucosaassoziiertem lymphatischen Gewebe) neu entstandenes Gewebe infolge einer B-Gastritis. – Intensiv hyporeflexive Wandverschwellung infolge tumoröser Wandin-
filtration.
– Aufgehobene Wandschichtung; selten Falten noch abgrenzbar (ähnlich der
schweren Gastritis).
– Lumen deutlich/hochgradig eingeengt bis aufgehoben.
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Magen-Darm-Trakt
15.2 Magen
Abb. 521 Malignes diffuses Magen­lymphom (T; MW): Hyporeflexive poly­zystische Tumorstruktur, hochgradig verschmälertes Lumen, aufgehobene Wandschichtung
Umschriebene Wandverdickung
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Konnatale hypertrophische Pylorusstenose:
x
Pylorische Muskelhypertrophie im Oberbauchquerschnitt (Organlängsschnitt als „cervix-sign“).
x
Sonographisch verzögerte Magenentleerung.
x
Hyper- und Retroperistaltik.
Magenausgangsstenosen (Abb. 522) : Entzündlich, ulzerös (sonographisch
schwer direkt nachweisbar, meist nur an indirekten Zeichen der Magenatonie), tumorös.
x
Starre Pyloruswand.
x
Vermehrte Flüssigkeit oder Speisereste (echofreier Inhalt bzw. fein-homo­gene bis grobe reflexreiche Struktur; bei längerem Zuwarten, Antippen oder Lagewechsel erkennbare Bewegungen).
Abb. 522 Maligne Magenausgangs­stenose (Pfeil) bei Siegelringkarzinom: Aufgebrauchtes Lumen infolge tumoröser Wandverdickung des Antrums (MW; Distanzmarken); Schichtung der Wand noch angedeutet erhalten; prästenotische Erweiterung mit flockig-echoreichem Inhalt (FL)
Varizen:
x
Echofreie/zystoide Verdickungen an der Magenaußenwand.
x
FKDS: Hepatofugaler Fluss mit portalvenösem Flow.
Ulcus ventriculi/ulzeriertes Karzinom (Typ III nach Borrmann, Abb. 523):
x
Schüsselförmig lumenseitig exkavierte, verdickte Wand.
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Abb. 523 Ulzeriertes Magenkarzinom (Pfeil): Der breite Ulkusgrund, hier durch Luftreflex gut abgrenzbar, ist in der hyporeflexiven tumorösen Magen­wand als konvexbogige Echozone erkennbar
15.2 Magen
15
Benigne Tumoren: Epitheliale benigne Tumoren (polypöse Adenome) sind
wegen ihrer geringen Größe sonographisch nicht oder nur nach Flüssigkeits­füllung des Magens zu erkennen; mesenchymale (Leiomyome, Neurinome) kön­nen erhebliche Größe annehmen und sind dann sonographisch darstellbar.
x
Echoarm, rundlich, glatt begrenzt.
x
Keine Metastasen.
Maligne Tumoren (im frühen Stadium); Magenmetastasen (z. B. malignes
Melanom):
x
Unregelmäßige rundlich/knollige Wandverdickung.
Magenkarzinom (Abb. 524 u. 525): Tumordicke im statistischen Mittel 16 mm.
x
Bei polypösem Karzinom: Knolliges Wachstum.
x
Bei zirkulär wachsendem Karzinom: Typische runde/ovale Ringfigur, echorei­ches Zentrum aus Luft und Schleim (Kokarde), fakultativ Metastasen.
x
FKDS: Tumor-Neovaskulisation.
ab
Abb. 524 a u. b Ösophagogastrales Übergangskarzinom (Kardia-/Magenein­gangskarzinom). a Schräger Oberbauchlängsschnitt: Darstellung der normalen echoarmen Wand (Muscularis) von Kardia und Fornix. b Kardiakarzinom: Unregelmäßige hyporeflexive Tumorformation vom kardialen Ösophagus (OE) bis zum Fornix (F). AO = Aorta
Magen-Darm-Trakt
Malignes Magenlymphom: Erscheinungsbild wie bei diffusem Lymphom (s. o.)
oder Magenkarzinom.
Mesenchymale Tumoren: Leiomyom, Neurinom, gastrointestinale Stromatumo-
ren (GIST).
x
Benigne: – Größe I 6 cm. – Keine erkennbare Vaskularisation.
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Magen-Darm-Trakt
15.2 Magen
ab
Abb. 525 a u. b a Magenkarzinom: Komplex strukturierter Antrumtumor (T). b Polypöser Tumor (T), histologisch Karzinoid.
x
Maligne (Abb. 526a u. b): Leiomyosarkom, GIST. – Größe meist i 6 cm. – Tumorvaskularisation. – Fakultativ Metastasen.
a
Abb. 526 a u b a asymmetrischer, flach polypöser Magentumor (T), weit wandüberschreitend in die Tiefe wach­send: Gastrointestinaler Stromatumor
b
(GIST; hier maligne, bereits metastasiert), M = Antrum. b endoskopisches Bild, Biopsien negativ
Luminale Erweiterung/Einengung
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Entleerungsstörung bei Ileus/diabetische Gastroparese:
x
Erweiterung des Magens ohne Wandveränderung, Flüssigkeitsfüllung.
Mechanische Abflussbehinderung:
x
Narben-/Entzündungsstenose: Keine wesentliche Wandverdickung.
x
Tumorstenose: Erhebliche konzentrische Wandverdickung (s. Abb. 522, S. 368).
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