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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5808_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана

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2.2 Arthrosonographie
x
Dorsaler Längs- und Querschnitt zur Beurteilung des Recessus poplitealis bzw. einer Poplitealzyste (Bakerzyste) und der Gefäße (Abb. 61).
x
Ergänzend medialer und lateraler Längsschnitt.
ab
Abb. 61a u. b Sonographie des Knies: Dorsaler (medialer) Längsschnitt rechts.
a Schnittebene, b Normalbefund. 1 = Condylus medialis femoris, 2 = Gelenkspalt, 3 = Tibia
Sonographie der Knöchelregion
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Patient in Rückenlage, zur Beurteilung der dorsalen Abschnitte in Bauchlage. Freie Lagerung des OSG mit Möglichkeit zur passiven Bewegung.
Sprunggelenk:
x
Ventrale und dorsale Längs- und Querschnitte (Abb. 62).
2
SonographischeUntersuchung
ab
Abb. 62a u. b Sonographie des Sprunggelenks: Ventraler Längsschnitt.
a Schnittebene, b Normalbefund, 1 = M. extensor digitorum longus, 2 = OSG-Spalt
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Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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2
2.2 Arthrosonographie
x
Mediale und laterale Längsschnitte.
x
Dynamische Untersuchung: Flexion und Extension des OSG.
Achillessehne: Längsschnitt über der Achillessehne (Abb. 63).
SonographischeUntersuchung
ab
Abb. 63a u. b Sonographie der Achillessehne. a Schnittebene, b Normalbefund,
1 = Achillessehne, 2 = Bindegewebe oder Karger Dreieck, 3 = Kalkaneus
Anhaltswerte zu physiologischen und pathologischen Distanzen in der Arthrosonographie (Tab. 7)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
.
Tabelle 7
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Gelenk Schnittebene Messpunkt mittlerer Wert
yyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Schulter
Rotatorenman­schette (M. supraspinatus)
Ellenbogen ventral
Handgelenk dorsal
Fingergelenk MCP
Hüfte ventral
Knie ventral
OSG ventral
Anhaltswerte zu physiologischen und pathologischen Distanzen in der Arthrosonographie
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
axillärer Recessus longitudinal
lateral transversal, 60 Innenrotation
longitudinal
longitudinal volar
longitudinal
longitudinal
longitudinal Mittellinie
longitudinal
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
sagittaler
h
Durchmesser
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
maximaler Saum in Recessus supra­patellaris
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
(mm)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
2,2
4,6 I 3,0
1,8 i 3,0
1,5 i 3,0
0,9 i 2,0
5,2 i 8,0
2,4 i 5,0
1,7 i 3,0
patholo­gisch (mm)
yyyyyyyyyyyyyyyy
i 3,5
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2.2 Arthrosonographie
.
Tabelle 7
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Gelenk Schnittebene Messpunkt mittlerer Wert
yyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Achillessehne
Zehengelenk MTP
Anmerkung: Die Werte unterliegen in Abhängigkeit von verschiedenen Parametern einer Streuungsbreite, die angegebenen mittleren Referenzwerte sollen die Größenordnung der jeweiligen Strukturen verdeutlichen. Für die korrekte Beruteilung ist neben dem absoluten Wert der direkte Vergleich mit der kontralateralen Gelenkregion wichtig. Seitendifferenzen i 1 bzw. i 2 mm gelten als wahrscheinliche bzw. sichere Kapselverbreiterung, z. B. durch Erguss oder Synovialisproliferation.
Anhaltswerte zu physiologischen und pathologischen Distanzen in der Arthrosonographie – Fortsetzung
patholo­gisch (mm)
yyyyyyyyyyyyyyyy
i 6,0
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
posterior longitudinal
anterior longitudinal
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
sagittaler Durch­messer 2 cm proximal des Calcaneus
Abstand Knochen – Gelenkkapsel
(mm)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
4,3
1,6 i 3,0
2
SonographischeUntersuchung
Aus G. Schmidt.: Checkliste Sonographie, 3. Aufl. (ISBN 3-13-106873-6) © 2005 Georg Thieme Verlag, Stuttgart
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3
3.1 Sonographische Dokumentation und Befundung
Sonographische Dokumentation
3
und Befundung
3.1 Sonographische Dokumentation
und Befundung
Vorbemerkung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Der schriftliche Befundbericht soll kurz und prägnant alle bedeutsamen Befunde umfassen (Normalbefunde und pathologische Befunde). Er kann frei diktiert werden, möglich sind auch standardisierte Vordrucke. EDV-gestützte Systeme setzen sich nach und nach durch. Sie sind genauer, objektiver und schneller. Daneben bedeutet EDV in der Sonographie-Dokumentation eine bessere Ver­gleichbarkeit und stellt die Basis dar für die Qualitätskontrolle.
Zusätzlich zur schriftlichen Befundung sind die Bilddokumentation und die Archivierung vorgeschrieben.
Anforderungen an die Dokumentation
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Schriftliche Dokumentation:
SonographischeDokumentationund Befundung
x
Patientenidentifikation.
x
Untersuchungsort und -datum.
x
Fragestellung, die zur Untersuchung geführt hat; Verdachtsdiagnose.
x
Beschreibung des sonographischen Befundes.
x
Sonographische Enddiagnose mit Stellungnahme zur Fragestellung.
x
Unterschrift des untersuchenden Arztes.
Bildliche Dokumentation:
x
Patientenidentifikation.
x
Untersuchungsort und -datum.
x
Dokumentation der Schnittrichtung (Piktogramm).
x
Gute Bildqualität.
x
Darstellung pathologischer Befunde in 2 Ebenen.
Leitlinienorientierte Dokumentation (DEGUM)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Für jedes Organ sind so viele Schnitte bildlich zu dokumentieren, dass die wesentlichen Organstrukturen abgebildet sind und wichtige Umgebungssitua­tionen berücksichtigt werden.
Die Bilddokumentation soll repräsentative Bilder für die folgenden Bereiche enthalten:
x
Pankreas: 3 Schnitte (Pankreaskopf mit Proc. uncinatus, Pankreaskorpus mit Gang, Pankreasschwanz).
x
Leber: 4 Schnitte (Venenstern, Pfortader, rechter und linker Leberlappen).
x
Gallenblase/Gallenwege: 3 Schnitte (Gallenblase längs und quer, Gallengang längs).
x
Milz: 1 Schnitt.
x
Nieren: Jeweils 2 Schnitte (längs und quer).
x
Retroperitoneum: 4 Schnitte (Aorta, ggf. mit Abgängen; V. cava, ggf. mit Zuflüssen; Iliakalgefäße beidseits).
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3.1 Sonographische Dokumentation und Befundung
x
Schilddrüse: 4 Schnitte (beide Lappen längs und quer).
x
Intraabdominelle Lymphknoten: 5 Schnitte (zöliakal, obere und untere mesen­teriale Gruppe, parietal-retroperitoneal und Leberpforte).
x
Gastrointestinaltrakt: Befundadaptiert; bei vollständiger Fragestellung 9 Schnitte: – Magen: Fornix, Korpus, Antrum. – Kolon: Ileozäkal, Colon ascendens, transversum und descendens, Sigma
und Rektum.
x
Genitalorgane: Jeweils 2 Schnitte (Uterus/Adnexe bzw. Prostata/Samenblase; evtl. zusätzlich Hoden).
x
Ableitende Harnwege: 6 Schnitte (Nierenbecken mit Ureterabgang beidseits, Ureterüberkreuzung über Iliakalgefäße beidseits, Harnblase quer mit Ureter prävesikal, Harnblase längs).
x
Nebennieren: 2 Schnitte.
Sonographische Nomenklatur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Vorbemerkung: Bei der Befundung sollte man sich bemühen, die sonographi-
sche Nomenklatur zu benutzen und keine Begriffe aus der Radiologie zu verwen­den. Die Befundung besteht aus einer exakten Beschreibung und der Diagnose. Ungenügend darstellbare Organe werden ausdrücklich benannt.
Beurteilungskriterien: Wichtig ist die Beurteilung der Lage, der Form und der
Größe, der Kontur, der Nachbarschaftsbeziehung, des Echomusters sowie der Konsistenz und der Bewegungsabläufe. Zu beachten sind auch ein eventuell vor­handener Druckschmerz, die Verformbarkeit sowie Atemverschieblichkeit.
Beispiele für sonographische Nomenklaturbegriffe (alphabetisch):
x
Binnenstruktur.
x
Defekt.
x
Echo (Abb. 64): Echoarm, echodicht, echofrei, echogen, echogleich, echoreich; Echobesatz, Echomuster.
x
Gleichmäßig.
x
Grob (grobkörnig).
x
Heterogen.
x
Homogen.
x
Inhomogen.
x
Intensiv.
x
Kontur.
x
Läsion.
x
Locker.
x
Reflex (Abb. 64): Reflexarm, reflexfrei, reflexreich, reflexogen.
x
Regelmäßig.
x
Regelrecht.
x
Schallschatten (Abb. 64b).
x
Schallverstärkung.
x
Scharf.
x
Struktur (Strukturdefekt).
x
Ungleichmäßig.
x
Unregelmäßig.
3
SonographischeDokumentationund Befundung
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3
3.1 Sonographische Dokumentation und Befundung
ab
SonographischeDokumentationund Befundung
c
Abb. 64a–d Beispiele für unterschiedliches Echoverhalten. a echoreiche
(reflexreiche) Struktur (Pfeil). b hyperechogene (reflexogene) Struktur mit Schallschatten (S). c echoarme (reflexarme) Struktur (Pfeile). d echofreie (reflexfreie) Struktur (Z)
Echoreflexe und sonographische Gewebestruktur: s. Tab. 8.
Tabelle 8
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Reflexe Struktur
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
Intensität
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
.
Reflexe und Struktur
intensiv (große, dicht stehende Reflexe) wenig intensiv (kleine, locker stehende Reflexe) echoarm (reflexarm, Abb. 64c) keine (reflexlos) echofrei (reflexfrei, Abb. 64d)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Verteilung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
gleichmäßig ungleichmäßig inhomogen
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d
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
echoreich (reflexreich, Abb. 64a)
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy
homogen
4.1 Funktionsuntersuchungen
Funktionsuntersuchungen
4
4.1 Funktionsuntersuchungen
Grundlagen
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
In der Sonographie sind neben statischen Untersuchungen (mit morphologi­schen Aussagen) auch Funktionsuntersuchungen möglich. Sie machen dyna­mische Phänomene (mit Informationen über Organfunktionen) sichtbar, was eine deutliche diagnostische Erweiterung bedeutet.
Im klinischen Alltag haben sich folgende Methoden bewährt:
x
Kontraktionsmessung der Gallenblase.
x
Magenentleerungsmessung (S. 52).
x
Restharnbestimmung (S. 53).
x
Diurese-Urogramm (S. 54).
Sonographische Kontraktionsmessung der Gallenblase
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Indikationen:
x
Verdacht auf Zystikusverschluss.
x
Vor Litholyse.
x
Vor Lithotripsie.
Messung:
x
Mit Planimetrieeinheit: Messung der größten Längsfläche durch Umfahren der Gallenblasenkontur (Abb. 65 u. 66).
4
Funktionsuntersuchungen
Abb. 65 Gallenblasenplanimetrie
in der größten Längsfläche
Abb. 66 Sonographische Gallenbla­senplanimetrie in der größten Längs­fläche. L = Leber, GB = Gallenblase
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4
4.1 Funktionsuntersuchungen
x
Beim Fehlen einer Planimetrieeinheit: Messung der drei größten Durchmesser in 2 Ebenen und deren Multiplikation (Länge q Tiefe q Breite) zum Errechnen des Gallenblasen-Volumens nach der Ellipsoidformel („sonographische Rest­harn-Bestimmung“, Abb. 69).
Testsubstanz: Kräftiges, fetthaltiges, nicht standardisiertes Frühstück oder stan-
dardisiertes Getränk (z. B. 350 ml Kakao).
Durchführung:
x
Am nüchternen Patienten wird die Gallenblase gemessen (s. o.).
x
Einnehmen eines fetthaltigen Frühstücks (z. B. Brötchen mit Butter und Käse, 1 Ei und 1 Tasse Schokolade).
x
In ca. 10-minütigen Abständen erneute Messungen durchführen.
Aussage:
x
Funktionsuntersuchungen
Das Kontraktionsmaximum ist nach 30–45 min erreicht, eine Verkleinerung der Gallenblase von mehr als 50 % spricht für eine signifikante Kontraktion.
x
Ungenügende oder fehlende Kontraktionen findet man bei Cholezystitis, Zys­tikusverschluss, Leberzirrhose, Diabetes mellitus, Gravidität und Zöliakie.
Sonographische Magenentleerungsmessung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Indikation: Nachweis einer Magenmotilitätsstörung, z. B. bei diabetischer
Neuropathie, nicht diabetischer Neuropathie, Systemerkrankungen.
Messung: Antrumquerschnittsfläche in der Aortomesenterialebene (Abb. 67
u. 68).
Abb. 67 Antrumplanimetrie in der Aortomesenterialebene
Testsubstanz: Tee.
Durchführung:
x
Untersuchung morgens nüchtern am sitzenden oder stehenden Patienten.
x
Antrumplanimetrie in der Aortomesenterialebene.
x
Trinken von 300 ml ungesüßtem Tee mit einem Strohhalm.
x
Erneute Antrumplanimetrien in Abständen von 5 min.
Aussage: Als Messgröße gilt die Zeit von der Bestimmung der maximalen
Antrumfläche nach dem Trinken bis zum Wiedererreichen der Antrumfläche vor dem Trinken.
x
Normwert: 25 min.
x
Nachweis einer Magenentleerungsstörung ab 40 min und mehr.
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4.1 Funktionsuntersuchungen
4
Abb. 68 Sonographische Antrum­planimetrie. VMS = V. mesenterica superior, L = Leber, AO = Aorta, AN = Antrum
Sonographische Restharnbestimmung
yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyyy yyyy
Indikation: Bestimmung des Restharns.
Messung: Volumenmessung nach der Ellipsoidformel (s. u.).
Durchführung:
x
Patienten auffordern, die Harnblase vollständig zu entleeren.
x
Sonographische Messung des Restharns nach der Formel (Abb. 69): Vol. (ml) = Breite (cm) q Tiefe (cm) q Länge (cm) q Faktor 0,5
Aussage:
x
Eine Restharnmenge bis zu 50 ml liegt noch im Normbereich.
x
Bei kleinen Volumina werden zu große, bei großen Volumina zu kleine Werte gemessen.
ab
Abb. 69a u. b a Messung im Horizontalschnitt. B = Breite, T = Tiefe. b Messung im Sagittalschnitt. L = Länge
Funktionsuntersuchungen
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4.1 Funktionsuntersuchungen
Sonographisches Diurese-Urogramm
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Indikation: Nachweis subpelviner Stenosen.
Messung: Querdurchmesser des Sinus renalis-Reflex.
Testsubstanz: Furosemid.
Durchführung:
x
Messung des zentralen Echokomplexes im Querschnitt an der breitesten Stelle.
x
Gabe von 20 mg Furosemid i. v. als Bolus.
x
Erneute Messung nach 5 und 15 min.
Aussage:
x
Ist die Spreizung des zentralen Echokomplexes nach 15 min gegenüber der
Funktionsuntersuchungen
Messung nach 5 min rückläufig, handelt es sich um einen Normalbefund.
x
Ist die Spreizung zunehmend oder gleichbleibend, besteht der Verdacht auf eine obstruktive subpelvine Stenose.
Abb. 70 Messung des Sinus renalis-Reflex
Abb. 71 Sonographische Messung. ++ = Spreizung, N = Niere
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