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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5546_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана.pdf
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☆
4.4 Stimmungsstabilisierer – 72
4.4.1 Wirkstoname: Carbamazepin – 72
4.4.2 Lamotrigin – 73
4.4.3 Lithium – 74
4.4.4 Valproat – 75
4.5 Antidementiva – 76
4.6 Medikamente bei Substanzkonsumstörungen (. Tab. 4.5) – 77
4.7 Medikamente bei Aufmerksamkeitsdezits- und Hyperaktivitätssyndrom (ADHS) – 78
4.8 Cannabisarzneimittel (CAM) – 80
Psychopharmakotherapie: Wirkstoe
49
4
In den störungsorientierten Kapiteln dieses Buches werden konkrete Empfehlun­gen zur Auswahl bestimmter Psychopharmaka bei bestimmten psychischen Stö­rungen gegeben. Dieses Kapitel dient eher als Nachschlagewerk, in dem die cha­rak te ris ti schen Eigenschaften der wichtigsten Psychopharmaka, nach Substanz­gruppen sortiert, übersichtlich dargestellt werden.
Bei den Nebenwirkungen werden im Folgenden nicht alle bekannten Neben-
wirkungen aufgeführt. Vielmehr werden die für dieses Medikament besonders cha­rak te ris ti schen Nebenwirkungen erwähnt. Über die erwähnten Nebenwirkungen hinaus ergeben sich weitere wichtige Nebenwirkungen:
5 sich aus dem bei jedem Wirkstoff aufgeführten Rezeptorprol ergebende
Nebenwirkungen (7 Abschn.2.3),
5 weitere wichtige Nebenwirkungen (7 Abschn.3.1).
Praxistipp: O-Label-Gebrauch
Wir haben bei den Wirkstoffen jeweils angegeben, für welche Indikationen sie zu ge­las sen sind. Den zugelassenen Dosisbereich haben wir wie folgt gekennzeichnet:
z
mg/d
.
Das Beachten der Zulassung ist wichtig, denn bei einer Behandlung außerhalb
der Zulassung ("off-label") kann die Gefährdungshaftung durch den Hersteller weg­fallen. Bei einem Off-Label-Gebrauch gilt: Patienten aufklären und gemeinsam Nut­zen und Risiken abwägen und beides (Aufklärung und Abwägung) sorgsam do ku­men tie ren.
Eine Off-Label-Behandlung ist nur unter folgenden Bedingungen zulasten der
Krankenkasse möglich:
5 schwerwiegende, lebensbedrohliche oder die Lebensqualität auf Dauer nach hal-
tig beeinträchtigende Erkrankung,
5 keine andere Therapie verfügbar, 5 Aussicht auf Behandlungserfolg aufgrund der Datenlage (kurativ oder palliativ).
Die in den Behandlungskapiteln angegeben Indikationen basieren meist auf Leit­linien und, wenn dies nicht gegeben ist, auf Studien, sodass die Kriterien für einen Off-Label-Gebrauch erfüllt sein dürften.
Einige Wirkstoffe, die wir in den Behandlungskapiteln auf Grundlage von Stu­di en und Leitlinien empfehlen, sind nicht Gegenstand der folgenden Abschnitte zu Substanzgruppen der Psychopharmakotherapie. Deren Einsatz erfolgt in der Regel off-label. Beispiele sind:
5 Doxazosin in der Behandlung von Albträumen, 5 Naltrexon und Nalmefen in der Behandlung von dissoziativen Symptomen.
50 Kapitel 4 · Psychopharmakotherapie: Wirkstoffe

4.1 Antipsychotika

Antipsychotika werden traditionell eingeteilt in typische und atypische Antipsy­chotika. Typische Antipsychotika werden auch als Antipsychotika der 1. Ge ne ra­ti on ("rst generation antipsychotics", FGA) bezeichnet, analog dazu werden die atypischen Antipsychotika der 2. Generation zugeordnet ("second generation antipsychotics", SGA).
Drei Eigenschaften bestimmen die atypischen Antipsychotika. (1) Sie haben im
4
Vergleich zu typischen Antipsychotika weniger extrapyramidalmotorische Neben­wirkungen, (2) eine bessere Wirkung auf die Positivsymptomatik und (3) eine bessere Wirkung auf die Negativsymptomatik. Die verschiedenen atypischen Antipsychotika erfüllen diese Kriterien in unterschiedlich starkem Ausmaß. Streng ge nom men hat nur Clozapin alle drei den atypischen Antipsychotika zugesprochenen Eigenschaften. Die Grenze zwischen typischen und atypischen Antipsychotika ist daher eher ießend.
Innerhalb der Gruppe der atypischen Antipsychotika gibt es einige Wirkstoffe,
die im Gegensatz zu allen anderen Antipsychotika nicht antagonistisch am D2­Rezeptor wirken, sondern partiell agonistisch (siehe 7 Abschn.2.2.1 oben). Diese werden manchmal auch als Antipsychotika der 3. Generation bezeichnet. Dazu zählt neben Aripiprazol auch Cariprazin.
Die typischen Antipsychotika werden wiederum unterteilt in niedrigpotente, mittelpotente und hochpotente. Die Einteilung richtet sich nach dem Verhältnis der sedierenden zur antipsychotischen Wirkung. Die niedrigpotenten Antipsycho­tikawirken überwiegend sedierend, die hochpotenten überwiegend antipsychotisch und die mittelpotenten Antipsychotikaverfügen sowohl über sedierende als auch über antipsychotische Eigenschaften.
Einige Antipsychotika sind auch als Depotpräparate verfügbar. Diese Depot­präparate werden beispielsweise bei mangelnder Adhärenz bezüglich der oralen Medi­kation eingesetzt. Ein Antipsychotikum, das vor allem als Depotpräparat eingesetzt wird, ist Paliperidon. Paliperidon ist der aktive Metabolit von Risperidon, und das Rezeptor- und Nebenwirkungsprol ist daher vergleichbar mit dem von Risperidon.
4.1.1 Antipsychotika der 1. Generation (typische Antipsychotika)
Im Folgenden werden ausgewählte Antipsychotika der ersten Generation steck­briefartig vorgestellt.
Wirkstoname Chlorprothixen
Markennamen z. B.Truxal
Einteilung Niedrigpotentes typisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik
5 Starke Blockade von 5-HT2 und H1, aber auch von mACh und Α1-Rezeptoren. 5 Mittelstarke Afnität zu D1-Rezeptoren und niedrige Afnität zu D2- und D3-
Rezeptoren.
®
.
4.1 · Antipsychotika
Pharmakokinetik
5 t
= 2–3 h. .
max
5 HWZ= 8–12 h.
51
4
Dosierung Einschleichend (z. B. 50mg Schritte) bis zu 200mg
z
(ambulant), sta ti-
o när auch bis zu 400mgz.
Zulassung Unruhe und Erregung bei akuten psychotischen Syndromen und mani-
formen Syndromen.
Kontraindikation Kardiale Vorschädigung, QT-Verlängerung, Bradykardie, Hy-
po ka li ämie.
Interaktion Vorsicht bei Kombination mit anderen Medikamenten, welche die
QT-Zeit verlängern oder anticholinerg wirken.
Bewertung Wird vor allem zur Sedierung eingesetzt.
Wirkstoname Haloperidol
Markennamen Haldol
Einteilung Hochpotentes typisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik Hauptsächlich Blockade von D2-, aber auch Α1-Rezeptoren,
kaum messbare Blockade von mACh-Rezeptoren (daher auch in der Behandlung eines Delirs gut geeignet).
Pharmakokinetik
5 t
= oral: 1,5–3,5 h, Depot: 1–7 Tage.
max
5 HWZ = oral: 12–36 h, Depot: ca. 3 Wochen.
®
.
Dosierung
5 Akute Erregung: 5–10 mg, oral oder i. m.,1 maximale Tagesdosis 20mgz; ältere
Patienten: deutlich niedrigere Dosierung, z. B. beginnend mit 1–2 mg, maximal 5mg. Medikationsgabe kann nach einer halben Stunde wiederholt werden, bei weiter bestehender schwerer Erregung evtl. Verdopplung der Dosis (z. B. von 5 mg auf 10 mg). Umrechnung von akut i. m. auf oral: 1- bis 1,5-fache i. m.-Dosis als orale Dosis.
5 Schizophrenie: 4–8 mg; ist auch als i. m.-Präparat verfügbar (Decanoat), Faust-
re gel für die Dosierung ist 10–15× orale Dosis = Depotdosis für 4- wöchiges Dosierungsintervall.
1 i. v.-Gabe ist wegen der Gefahr von TdP-Tachykardien kontraindiziert.
52 Kapitel 4 · Psychopharmakotherapie: Wirkstoffe
Zulassung Schizophrenie und schizoaffektive Störung, manische Episode, Delir,
akute Erregung im Rahmen von psychotischer Störung oder Manie.
Kontraindikation Morbus Parkinson, schwere orthostatische Dysregulation, QTc-
Veränderungen.
Interaktion Sedierende Medikamente und Medikamente, die ebenfalls die QT-
Zeit verlängern.
4
Bewertung Zur Dauerbehandlung heute eingeschränkte Bedeutung, für die Be-
hand lung in Notfallsituationen jedoch wegen des raschen Wirkungseintritts sehr gut geeignet.
Wirkstoname Levomepromazin
Markennamen Neurocil
Einteilung Niedrigpotentes typisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik Blockade vor allem von H1, mACh und A1-Rezeptoren, nur
schwache D2- Blockade.
Pharmakokinetik
5 t
= 2–3 h.
max
5 HWZ= 16–78 h.
®
.
Dosierung Einschleichend (z. B. 50 mg) Schritte bis zu 300mg (verteilt auf 3
Einzeldosen), maximale Tagesdosis 600mgz.
Zulassung Erregungszustände im Rahmen von psychotischen Störungen oder
manischen Episoden.
Kontraindikation Besondere Vorsicht ist geboten bei Patienten, die sensibel auf
Blutdruckschwankungen reagieren, kardiale Vorschädigung, QT-Verlängerung, Bradykardie, Hypokaliämie.
Interaktion Vorsicht bei Kombination mit anderen Medikamenten, welche die
QT-Zeit verlängern, sedierend oder anticholinerg wirken.
Bewertung Wird vor allem zur Sedierung eingesetzt.
Wirkstoname Melperon
Markennamen Melperon
Einteilung Niedrigpotentes typisches Antipsychotikum.
®
.
4.1 · Antipsychotika
53
Pharmakodynamik Blockade von D3-Rezeptoren, deutlich weniger 5-HT2-, 2-,
4
D2-artigen Rezeptoren. Kaum messbare Wirkung auf H1- und mACh- Rezeptoren.
Pharmakokinetik
5 t
= 1–1,5 h.
max
5 HWZ= 4–6 h.
Dosierung 50–150 mg/d, für die schlafanstoßende Wirkung sind 25–100 mg/d
meist ausreichend.
Zulassung Schlafstörung, Unruhe, Verwirrtheit, Erregungszustände.
Charakteristische Nebenwirkungen Vor allem Müdigkeit, Hypotonie bzw. ortho-
statische Dysregulation. Bitte jeweils auch die bei dem angegebenen Rezeptorprol zu erwartenden Nebenwirkungen beachten.
Kontraindikation Kardiale Vorschädigung (wegen möglicher Hypotonie).
Interaktion Vorsicht bei Kombination mit anderen Medikamenten, welche die
QT-Zeit verlängern, sedierend wirken oder über CYP2D6 verstoffwechselt werden.
Bewertung Wegen der geringen anticholinergen Wirkung und der seltenen Extra-
pyramidalmotorischen Symptome (EPS) besonders geeignet zur Behandlung von Unruhe bei älteren Patienten.
Wirkstoname Pipamperon
Markennamen Dipiperon
Einteilung Niedrigpotentes typisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik Antagonist am 5-HT2-Rezeptor; deutlich weniger an D2-, D4-
und A1- Rezeptoren. Keine Wirkung auf H1- und mACh-Rezeptoren.
Pharmakokinetik
5 t
= langsame Resorption.
max
5 HWZ = 17–22 h.
Dosierung Einschleichender Beginn mit 3 × 40 mg; maximale Tagesdosis 360
mg/d; in der Geriatrie initiale Dosisreduktion (etwa 1/3, ggf. auch nur 10 mg).
Zulassung Schlafstörung, Erregung.
Charakteristische Nebenwirkungen Bitte jeweils die bei dem angegebenen Rezeptor-
prol zu erwartenden Nebenwirkungen beachten.
Kontraindikation Kardiale Vorschädigung (insbesondere QTc-Zeit-Verlängerung).
®
.
54 Kapitel 4 · Psychopharmakotherapie: Wirkstoffe
Interaktion Vorsicht bei Kombination mit anderen Medikamenten, welche die
QT-Zeit verlängern oder sedierend wirken.
Bewertung Wegen der geringen anticholinergen Wirkung gut geeignet zur Se die-
rung bei älteren Patienten.
Wirkstoname Zuclopenthixol
Markennamen Ciatyl
®
; i. m.-Präparat Zuclopenthixol Acetat: Ciatyl Acuphase®.
4
Einteilung Mittelpotentes typisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik Hohe Afnität zu D2-, 5-HT2A-, H1- und A1-Rezeptoren.
Pharmakokinetik
5 t
= oral: 3–4 h; i. m.-Präparat Zuclopenthixol Acetat: 36 h.
max
5 HWZ = oral: 15–25 h i. m.-Präparat Zuclopenthixol Acetat: 36 h.
Dosierung
5 Oral einschleichend in Schritten von 10mg bis auf 75 mg/d. 5 i. m. 50–150mg Zuclopenthixol Acetat, 1- bis 2-malige Wiederholung alle 2–3
Tage.
Charakteristische Nebenwirkungen Bitte jeweils die bei dem angegebenen Rezeptor-
prol zu erwartenden Nebenwirkungen beachten.
Kontraindikation Mittel- bis schwergradige Leberinsufzienz.
Interaktion Vorsicht bei Kombination mit anderen Medikamenten, welche die
QT-Zeit verlängern, sedierend oder anticholinerg wirken.
Bewertung Als Acetat (Acuphase) gut geeignet als Medikation, deren Wirkung
sowohl antipsychotisch als auch sedierend ist, nach der Injektion rasch eintritt und für etwa 3 Tage anhält.
4.1.2 Antipsychotika der 2. Generation (atypische
Antipsychotika, . Tab.4.1)
Im Folgenden werden ausgewählte Antipsychotika der zweiten Generation steck­briefartig vorgestellt.
Wirkstoname Amisulprid
Markennamen Solian
Einteilung Atypisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik Selektive Blockade von D2-Rezeptoren.
®
.
4.1 · Antipsychotika
55
. Tab. 4.1 Optimale Dosierung von ausgewählten Antipsychotika. Die Dosierungs-
empfehlung ist abgeleitet von 2 Dosisndungsmetaanalysen (Leucht etal. 2014, 2020, 2021), kann bei einzelnen Patienten jedoch höher oder niedriger liegen. Die Dosierungen sind je­weils in die nächste als orale Medikation verfügbare Dosierung umgerechnet worden
4
Name des An­tipsychoti­kums
Amisulprid 85,77mg Positivsymptome:
Aripiprazol 1,84mg 12,5mg 10mg 10mg
Cariprazin 1,22mg 7,5mg 1,5mg
Clozapin 300mg
Haloperidol 4mg
Olanzapin 2,42mg Positivsymptome: 15
Quetiapin 77,01mg 500mg 400mg 150mg
Risperidon 1 6mg 5mg 2mg
Äquivalenzdosis zu 1mg Risperi­don
Akutbehandlung der Schizophrenie
550 mg, Negativ­symptome 75mg
mg, Negativ­symptome: 7,5mg
Rezidivpro­phylaxe der Schizophrenie
12,5mg 7,5mg
Minimal ef­fektive Dosis
Pharmakokinetik
5 t
= 2 h
max
5 HWZ= 12–24
Dosierung
5 Positivsymptomatik: 400–800 mg/d (max. 400mg als Einmalgabe be reits zu Be-
ginn möglich), max. 1200 mg/dz.
5 Primäre Negativsymptomatik, chronische Depression: 50–300 mg/dz. 5 Rezidivprophylaxe: mind. 400mg.
Zulassung Akute und chronische schizophrene Störungen, auch bei primärer
Negativsymptomatik.
Charakteristische Nebenwirkungen Bitte jeweils die bei dem angegebenen Rezeptor-
prol zu erwartenden Nebenwirkungen beachten.
Kontraindikation Schwere Nierenerkrankungen, da ausschließlich renale Eli mi na-
ti on.
Interaktion Keine Kombination mit L-Dopa.
56 Kapitel 4 · Psychopharmakotherapie: Wirkstoffe
Bewertung Gut belegte Wirksamkeit, auch bei Negativsymptomatik, rasche Auf-
dosierung möglich. Aber hohes Risiko für Hyperprolaktinämie (Kontrollen nötig!).
Wirkstoname Aripiprazol
Markennamen z. B.Abilify
Einteilung Atypisches Antipsychotikum.
®
.
4
Pharmakodynamik Partieller Agonist an D2-, D3- und 5-HT1A-Rezeptoren,
Antagonismus an 5-HT2A-Rezeptoren.
Pharmakokinetik
5 t
= 3–5 h.
max
5 HWZ= 5–7 d.
Dosierung
5 Schizophrenie/Manie: Anfangsdosis 10–15 mg/d (in Einzelfällen auch 5 mg),
Erhaltungsdosis meist 15 mg/d, Maximaldosis 30 mg/dz (Schizophrenie).
5 Augmentation bei Depression (off-label): 2,5–5 mg/d.
Zulassung Schizophrenie, Manie (Akutbehandlung und Rezidivprophylaxe, wenn
überwiegend manische Episoden und Ansprechen in der Akutbehandlung).
Charakteristische Nebenwirkungen Bitte jeweils die bei dem angegebenen Rezeptor-
prol zu erwartenden Nebenwirkungen beachten.
Kontraindikation Krampfanfälle in der Vorgeschichte.
Interaktion Gegebenenfalls Dosisanpassung bei Kombination mit starken In-
duktoren/Inhibitoren von CYP 3A4 oder CYP2D6.
Bewertung Gut verträgliches Antipsychotikum, das sowohl in der Behandlung
der Manie als auch der Schizophrenie wirksam ist, jedoch kaum sedierend wirkt.
Wirkstoname Asenapin
Markennamen Sycrest
die Tablette geschluckt wird).
Einteilung Atypisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik
5 Hochafner Antagonist am 5-HT2A- und 5-HT2C-Rezeptor sowie Antagonist
an D2-und D3-Rezeptoren (5-HT2A/D2=20).
5 Antagonismus auch an D1- und D4-Rezeptoren, Alpha-Adrenozeptoren, H1-
und H2-Rezeptoren.
®
Sublingualtablette (sehr geringe Bioverfügbarkeit, wenn
4.1 · Antipsychotika
Pharmakokinetik
5 t
= 1 h.
max
57
4
5 HWZ= 13–39 h. 5 Hepatische Metabolisierung.
Dosierung Anfangsdosis: 2 × 5 mg, Erhaltungsdosis 2 × 10mg.
Zulassung Manische Episode.
Wirkstoname Cariprazin
Markennamen Reagila
Einteilung Atypisches Antipsychotikum.
Pharmakodynamik Hohe Afnität und partialagonistische Wirkung an D2-, D3,
5-HT1A-Rezeptoren, antagonistische Wirkung an 5-HT2A/B- und H1-Rezepto­ren.
Pharmakokinetik
5 t
= 3–6 h.
max
5 HWZ = 13–39 h. 5 Hepatische Metabolisierung über CYP3A4.
®
.
Dosierung Anfangsdosis 1,5 mg, Zieldosis 1,5–6mg.
Zulassung Schizophrenie.
Bewertung Vorteilhaft in der Behandlung von Negativsymptomen.
Wirkstoname Clozapin
Markennamen Leponex
Einteilung Atypisches Antipsychotikum
Pharmakodynamik Hohe Afnität zu H1, Α1, 5-HT2A, 5-HT2C, mAch, und D4-
Rezeptoren
Pharmakokinetik
5 t
= 2–4 h.
max
5 HWZ= 8–16 h.
Dosierung
5 Einschleichender Beginn mit Testdosis von 12,5 mg/d, dann langsame Dosis-
steigerung um 25 mg/d, Erhaltungsdosis 100–400 mg/d, Höchstdosis 600 mg/dz.
5 Bei älteren Patienten (z. B. Einsatz bei Morbus Parkinson oder Lewy-
Körperchen- Demenz) Beginn mit 6,25–12,5 mg/d (Dosisbereich 25–37,5 mg/d).
®
.