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Немецкий язык для магистров технического профиля. Учебное пособие

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einziger erster Fehler dazu führen kann, dass eine Nutzung des Ge­rätes während seiner Lebensdauer unsicher werden kann.
Der Verwendungszweck eines Medizinprodukts:
Erkennung, Verhütung, Überwachung, Behandlung oder
Linderung von Krankheiten;
Erkennung, Überwachung, Behandlung, Linderung oder
Kompensierung von Verletzungen oder Behinderungen;
Untersuchung, Ersatz oder Veränderung des anatomischen
Aufbaus oder eines physiologischen Vorgangs;
Empfängnisregelung
Einige Beispiele sind Herzschrittmacher, Infusionspumpen, Herz-Lungen-Maschine, Dialysemaschinen, künstliche Organe, Sehhilfen, Cochleaimplantate, Prothesen aller Art und Zahnim­plantate.
Tissue Engineering. Eines der Ziele im Tissue Engineering
ist die Erzeugung künstlicher Organe für Patienten, die eine Or­gantransplantation benötigen. Medizintechnik-Ingenieure erfor-
schen gerade Methoden, solche Organe zu züchten. Beispiele für erfolgreich verpflanzte Organe sind Blasen. Andere künstliche Or- gane, die sowohl biologische als auch synthetische Komponenten verwenden, sind auch ein Forschungsbereich, z. B. die Erzeugung von Leberersatzgeräten die Leberzellen verwenden, die in einem künstlichen Bioreaktor erzeugt wurden.
Dialysegerät
Ein Dialysegerät ermöglicht die patientenspezifische Entfer­nung gelöster Substanzen (z.B. Harnstoff, Kreatinin, Vitamin B12 oder β2-Mikroglobulin) sowie gegebenenfalls eines definierten Wasseranteils aus dem Blut bei Nierenersatzbehandlungen. Dialy­segeräte werden sowohl für die Hämodialyse als auch die Hämodi- afiltration eingesetzt.
Dialysegeräte bestehen aus verschiedenen technischen Mo­dulen, die grundsätzlich in zwei verschiedene Funktionsbereiche aufgeteilt werden können. Bei Geräten zur chronischen Dialyse
sind die Wasseraufbereitung und die Bereitstellung von Dialysat
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sowie deren Bilanzierung ein wesentlicher Funktionsbereich (Hyd-
raulik). Bei Geräten zur Akutdialyse wird diese Funktion durch
Bereitstellung von Dialyselösungen (Lösungsbeutel) bereitgestellt. Diese Geräte enthalten keine Hydraulik.
Der zweite Funktionsbereich ist die Blutzirkulation, d.h. das Pumpen des Blutes durch einen extrakorpo­ralen Blutkreislauf mittels einer extrakorporalen Blutpumpe an der
Filtermembran (Dialysator, Hämo-
filter) vorbei, wobei es 1-, 2- und 4­Pumpensysteme gibt. Dabei handelt es sich immer um eine Kombination von Gerät (extrakorporales Blutmo- dul) und dem geeigneten Blutsch­lauchsystem (Einmalartikel).
Das Herzstück einer Dialyse-
behandlung stellt der Dialysator dar, in dem durch eine semipermeable Membran von 1,2 bis 1,8 m² der Stoffaustausch zwischen Blut und Dialysat stattfindet. Das Dialy-
segerät stellt somit „nur“ die Rahmenbedingungen zur Verfügung, um eine Dialysebehandlung durchzuführen.
Sowohl der Dialysat- als auch der extrakorporale Blutkreis­lauf setzen sich aus mehreren Einheiten zusammen, die der Vorbe­handlung bzw. Nachbereitung dienen. Dialysatseitig wird zunächst
im Dialysegerät das in speziellen Wasseraufbereitungsanlagen er­zeugte Reinwasser auf physiologische Temperaturen erwärmt, um eine Unterkühlung (Hypothermie) bzw. eine Überhitzung des Pati­enten zu vermeiden. Eine zusätzliche Entgasung dient der Vermei­dung von Gasblasen in der Flüssigkeit, die sich im Dialysator bei Unterdruck ansammeln können und damit die Effektivität des Stoffaustausches reduzieren würden.
Das Dialysat wird aus diesem vorbehandelten Reinwasser unter Zusatz von Elektrolyten und gegebenenfalls von Glucose
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hergestellt, wobei in der Regel die Zusammensetzung und die
Menge der Elektrolyte an den individuellen Bedürfnissen des Pati-
enten ausgerichtet werden.
Ein größerer technischer Aufwand ist für die Regelung der Ultrafiltrationsrate erforderlich, da diese mit Werten von maximal 10 ml/min nur einen Bruchteil des Gesamtdialysatflusses von etwa 500 ml/min ausmacht. Es existieren dazu verschiedene mehr oder weniger komplexe technische Systeme, zum Beispiel das Tank­Rezirkulationssystem oder das Semi-Single-Pass-System, die eine kontinuierlich geregelte Ultrafiltration erlauben. Diese erfolgt im Allgemeinen durch Abzug der gewünschten Rate aus dem Ge­samtsystem mittels einer Pumpe. Der daraus resultierende Unter­druck reguliert den Transmembrandruck und damit auch die Ultra­filtrationsrate im Dialysator.
Moderne Dialysegeräte beinhalten ein komplexes Sicher­heitssystem, das den Patienten und den Anwender vor Fehlbedie-
nung und fehlerhafter Gerätefunktion schützt und gegebenenfalls
die Behandlung unterbricht.
Der extrakorporale Blutkreislauf besteht im Wesentlichen aus einem arteriellen und einem venösen Schlauchsystem, dazwi- schen sitzt der Dialysator. Im arteriellen Schlauchsystem befinden sich in der Regel:
eine Zugabestelle für Medikamente eine Druckaufnehmereinheit für die arterielle Druckmessung
(Druck vor dem Filter)
ein Pumpenschlauch, der in die Blutpumpe (Schlauchpumpe)
eingelegt wird und das Blut fördert.
ein Schlauchanschluss für eine Heparinzugabe (zum Beispiel
Heparinspritze)
ein Blasenfänger zum Abfangen von Luftblasen im arteriel-
len Schlauchsegment
Das venöse Schlauchsystem (nach dem Dialysator), welches das Blut wieder dem Patienten zuführt, enthält in der Regel:
einen Blasenfänger; eine Druckaufnehmereinheit zur venösen Druckmessung
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(Druck nach dem Filter);
einen Luftdetektor zum Erkennen von Luft im Schlauchsys-
tem;
eine Absperrklemme, um den Patienten im Fehlerfall venös
abzuklemmen.
Eine Alternative zu Heparin stellt die Citrat-und-Calcium­Antikoagulation dar, die zusätzliche Elemente im Schlauchsystem und Komponenten am Gerät erfordert (siehe Citratantikoagulati­on).
Zur Sicherstellung einer für den Patienten gefahrlosen Be­handlung sind in das Dialysegerät verschiedene Mess- und Über-
wachungseinrichtungen integriert. So erfolgt beispielsweise die
Überprüfung der Blutleckage im Dialysator durch Messen der Ein­trübung des Dialysats mittels optischer Methoden. Darüber hinaus
werden Sensoren zur Temperatur-, Druck-, Volumenstrom- und
Leitfähigkeitsmessung eingesetzt.
Moderne Dialysegeräte erlauben zudem das Abfahren pati-
entenspezifischer Profile mit z.B. über der Zeitdauer einer Dialy­sebehandlung variierender Dialysatzusammensetzung oder mit ei­ner ebenfalls zeitlich variierenden Ultrafiltrationsrate, die sich am gemessenen relativen Blutvolumen des Patienten orientiert.
PET und PET/CT
Die Positronen-Emissions-Tomographie (PET; von alt­griechisch τομή tome ‚Schnitt‘ und γράφειν graphein ‚schreiben‘) ist ein bildgebendes Verfahren der Nuklearmedizin.
Es handelt sich dabei um eine Variante der Emissionscompu­tertomographie. PET er zeugt Schnittbilder von lebenden Orga­nismen, indem es die Verteilung einer schwach radioaktiv markier­ten Substanz (Radiopharmakon) im Organismus sichtbar macht und so biochemische und physiologische Funktionen abbildet (funktionelle Bildgebung). Sie beruht auf der gleichzeitigen Detek­tion (Aufspüren) zweier Gammastrahlungsphotonen, die nach dem Zerfall eines Positronen emittierenden (aussendenden) Radionuk­lids entstehen (β+-Zerfall). Die PET wird heute nahezu ausschließ-
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lich zusammen mit einer CT oder MRT als Hybridverfahren durchgeführt.
Geschichte der PET und Ausblick auf künftige Entwick- lung. Die Erfindung der PET wird gemeinhin den amerikanischen
Physikern Michel Ter­Pogossian und Michael E. Phelps zugesprochen, die ihre Ergebnisse 1975 publizierten. Die Grund­lagen wurden vom Neu­rowissenschaftler Louis Sokoloff gelegt, der mit Martin Reivich Anfang der 1970-er zeigte, dass
sich radioaktive Gluco­se-Analoga gut zur Aufzeichnung der Gehirnaktivität eigneten. Er verwendete das Isotop Kohlenstoff 14, Alfred P. Wolf schlug stattdessen das Isotop Fluor 18 vor im Tracer FDG (synthetisiert von Wolf und Joanna Sigfred Fowler). Die Substanz wurde zuerst 1976 von dem Neurowissenschaftler Abass Alavi (1938) für einen PET-Scan von menschlichen Gehirnen verwendet.
Gordon Brownell und W. H. Sweet lokalisierten am Massa­chusetts General Hospital jedoch bereits Anfang der 1950-er Jahre einen Hirntumor mit Hilfe von positronenbasierter Bildgebungs­technik und eine computergestützte Bildrekonstruktion auf Basis
einer schwächungskorrigierten, gefilterten Rückprojektion wurde
von David Chesler schon im Jahr 1970 ebendort erstellt.
Vom PET zum PET/CT. PET ist bei der richtigen Frage­stellung ein hochsensitives Verfah Krankenhaustechnik (englisch: Clinical Engineering) ist ein Teilbereich der Medizintechnik, der
sich mit medizinischen Geräten und Medizinprodukten im Kran- kenhaus beschäftigt. Die Aufgaben eines Ingenieurs in diesem Be-
reich sind die Beratung beim Erwerb und der Verwaltung von Me­dizinprodukten sowie das Beaufsichtigen von Medizintechnikern, um sicherzustellen, dass bei deren Tätigkeit sicherheits- und recht-
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liche Bestimmungen erfüllt werden. Außerdem fungieren die In­genieure als Berater für alle Fragestellungen, die den Einsatz von
Medizinprodukten betreffen. Ingenieure in diesem Bereich arbei­ten eng mit der Krankenhausinformatik und medizinischen Physi­kern zusammen. Wenn nicht eine entsprechende Ausbildungsqua­lifikation vorliegt, verlangt das MPG für solch eine Tätigkeit die Qualifikation als Medizinprodukteberater.
Eine typische medizintechnische Abteilung beschäftigt sich
mit der Reparatur und vorbeugenden Wartung aller Medizinpro-
dukte, mit der Ausnahme von Geräten, die noch einer Garantie o-
der einem Wartungsvertrag unterliegen. Alle neuerworbenen Ge­räte werden zuerst auf die Erfüllung der sicherheitsrechtlichen Vorschriften untersucht, bevor sie eingesetzt werden. Dies sind z.
B. Überprüfung des Ableitstromes, Überprüfung der kollisions­freien Bewegungsabläufe bzw. der Quetschungsgefährdung, Funk-
tion von Notaus-Tastern und gegebenenfalls Strahlungs- oder
Bildqualitätsmessungen. Bei den meisten Geräten werden nicht al-
le Parameter einer Funktion getestet, sondern es werden soge-
nannte Äquivalenzklassen von Parametern gebildet, um das Testen günstiger zu machen. Trotzdem ist sichergestellt, dass die Prüfung korrekt und gewissenhaft durchgeführt wird.
Viele Medizinprodukte müssen vor ihrem Einsatz sterilisiert
werden. Dies stellt ein spezielles Problem dar, da die meisten Ste­rilisationsverfahren Materialien und Geräte beschädigen können.
Die meisten Medizinprodukte sind entweder von sich aus si­cher oder verfügen über Vorrichtungen und Systeme (Watchdogs), die einen Ausfall feststellen können und das Produkt in einen un-
benutzbaren und damit sicheren Zustand überführen. Eine typische
Anforderung ist die Erstfehlersicherheit. Dies bedeutet, dass kein
einziger erster Fehler dazu führen kann, dass eine Nutzung des Ge­rätes während seiner Lebensdauer unsicher werden kann.
Ein PET/CT-Gerät kombiniert die hohe Ortsauflösung (von bis zu 0,35 mm) und detailreiche Anatomiedarstellung des CT­Geräts mit den hochsensitiven Stoffwechselinformationen aus der PET.
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Seit dem Jahre 2001 sind daher Geräte auf dem Markt, die einen PET-Scanner mit einem Computertomographen (CT) kom­binieren. Das weltweit erste Gerät dieser Art wurde vom Unter­nehmen General Electric an der Universität Zürich im März des Jahres 2001 installiert, das deutschlandweit erste Gerät wurde von Siemens Ende des Jahres 2001 an der Universitätsklinik Essen in Betrieb genommen.
Bei PET/CT-Systemen werden die für die Schwächungskor- rektur der PET-Daten nötigen Korrekturmaps aus den Hounsfield­Werten der CT-Daten errechnet. Bei reinen PET-Scannern war
hierfür eine eigene Strahlenquelle nötig, mit deren Hilfe diese Schwächungsmap erstellt wurde. Da die Aufnahme des CT-Scans
erheblich schneller erfolgt als die früher nötige Transmissionsauf­nahme mit Strahlenquelle, ergibt sich daraus eine deutliche Ver-
kürzung der Aufnahmedauer von bis zu 40 %. Die Untersuchungs- zeit für Ganzkörperaufnahmen liegt bei PET/CT-Systemen im Be-
reich von 15 bis 30 Minuten.
PET/CT-Geräte für den klinischen Einsatz haben reine PET-
Scanner auf dem Neugerä- temarkt bereits ab dem Jahr
2004 vollständig verdrängt.
Da noch einige ältere
reine PET-Scanner im Ein­satz sind (s.u.), wird eine
Überlagerung (sogenannte
Soft-Fusion bzw. Koregist­rierung) von CT-Bildern
und PET-Daten auch mit­tels Software berechnet. Dies geschieht mit Hilfe gemeinsamer Re­ferenzpunkte wie etwa Knochenstrukturen oder anhand externer
Positionsdaten. Nachteil der nachträglichen Fusion der Bilddaten ist, dass das für die Bildfusion verwendete CT-Bild nicht zur Re-
konstruktion der PET-Daten (eines reinen PET-Scanners) herange­zogen wurde, die Bildqualität des resultierenden PET/CT- Bildes daher schlechter als die eines dedizierten PET/CT ist.
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Auch eine Bildfusion von PET-Aufnahmen mit MRT­Bildern ist möglich, was u.a. in der Strahlentherapie genutzt wird. Im Gegensatz zu einigen anderen Tomografieverfahren findet bei PET, eine funktionale Abbildung der Stoffwechselvorgänge und keine morphologische Abbildung statt. Deshalb liegt die Bedeu­tung der Anwendung von PET bei stoffwechselbezogenen Frage­stellungen in der Onkologie, Neurologie sowie Kardiologie.
Prinzip der PET
Ein Kollimator, wie er für die SPECT nötig ist, blendet ca.
99,99 % der emittierten Strah­lung aus.
Basierend auf dem Prinzip der Szintigrafie wird dem Patienten zu Beginn ei­ner PET-Untersuchung ein Radiopharmakon verabreicht, meist durch Injektion in eine Armvene. Die PET verwendet Radionuklide, die Positronen
emittieren
Bei der Wechselwirkung eines Positrons mit einem Elekt­ron (Annihilation) im Körper werden zwei hochenergetische Photonen (Energie je 511 keV) in genau entgegengesetzte Rich­tungen, also mit einem Winkel von 180 Grad zueinander, ausge­sandt (Vernichtungstrahlung). Das PET-Gerät enthält viele
ringförmig um den Patienten an-
geordnete Detektoren für die Photonen. Das Prinzip der PET­Untersuchung besteht darin,
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Koinzidenzen zwischen je zwei gegenüberliegenden Detektoren
aufzuzeichnen. Aus der zeitlichen und räumlichen Verteilung die­ser registrierten Zerfallsereignisse wird auf die räumliche Vertei­lung des Radiopharmakons im Körperinneren geschlossen und ei-
ne Serie von Schnittbildern errechnet.
Im Gegensatz zu einigen anderen Tomografieverfahren fin­det bei PET, wie auch SPECT, eine funktionale Abbildung der Stoffwechselvor-gänge und keine morphologische Abbildung statt. Deshalb liegt die Bedeutung der Anwendung von PET bei stoff­wechselbezogenen Fragestellungen in der Onkologie, Neurologie sowie Kardiologie.
Kombinierte PET/CT-Geräte für die Diagnostik am Men- schen in Forschung und Klinik werden von den Firmen General Electric, Hitachi, Mediso, Philips und Siemens angeboten; aus-
schließlich für PET geeignete Geräte wurden nur bis zum Jahr
2003 gebaut.
Vergleich mit SPECT. Bei der Einzelphotonen-Emissions­computertomographie (SPECT) wird für die Bestimmung der Strahlrichtung der zu messenden Photonen ein Kollimator benö- tigt. Da dieser einen Großteil der entstehenden Photonen ausblen­det, kann nur etwa 1 Zehntausendstel der emittierten Photonen nachgewiesen werden. Bei der PET kann dagegen durch das Messprinzip des Koinzidenznachweises auf eine physikalische Kollimation verzichtet werden, was zu einer um ca. einen Faktor
100 verbesserten Ausbeute, höheren Zählraten und somit zu ver­besserter Bildstatistik mit höherer Bildqualität und gesteigerter räumlicher Auflösung führt. Da die Absorption der Photonen nur
von der Dicke des durchstrahlten Gewebes, nicht jedoch vom Ent-
stehungsort der Photonen abhängt, ermöglicht dies zudem eine ge-
naue Quantifizierung der Tracerverteilung im Untersuchungsvo­lumen, was mit der SPECT nicht möglich ist.
Radionukleide. Das meist verwendete Nuklid in der PET ist das radioaktive Isotop 18F des Fluors. Es wird mit Hilfe eines Zyk­lotrons hergestellt und kann aufgrund seiner Halbwertszeit von et-
wa 110 Minuten über etwas weitere Strecken transportiert werden.
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Es wird aus diesem Grund bei über 90 % aller PET-
Nuklid
Halbwertszeit
11
C
20,3 Minuten
13
N
10,1 Minuten
15
O
2,03 Minuten
18
F
110 Minuten
68
Ga
68 Minuten
82
Rb
75 Sekunden
Untersuchungen eingesetzt.
Neben 18F werden hauptsächlich 11C, 13N, 15O, 82Rb oder
68
Ga eingesetzt. Dies sind radioaktive Isotope der Elemente Koh-
lenstoff, Stickstoff, Sauerstoff, Rubidium und Gallium.
68
Ga und 82Rb sind Generator-Radioisotope. Das Radioiso­top entsteht hier durch Zerfall eines instabilen Mutterisotops in ei­nem sogenannten Radionuklidgenerator, in dem es sich anreichert (→ Gallium-68-Generator). Alle anderen genannten PET-Nuklide werden mit Hilfe eines Zyklotrons hergestellt.
Das verwendete Radionuklid hat Einfluss auf die kritischen Leistungsparameter des PET-Gerätes: Während kurzlebige Nukli- de verlangen, dass der PET-Scanner die damit einhergehenden ho­hen Zählraten bei Aktivitäten von mehreren Gigabecquerel (GBq) verarbeiten kann, ist bei 18F, meist in Form von Fluordesoxygluco­se appliziert, die Sensitivität des Systems gefordert, da die injizier-
te Aktivität hier meist nur zwischen 150 und 300 Megabecquerel
(MBq) liegt.
Die Bedeutung der Halbwertszeit soll anhand einer Rech-
nung erläutert werden: Nach 60 Minuten ist von einer Anfangsak­tivität von 1000 MBq 11C nur etwa ein Achtel übrig. 60 Minuten
sind bei einem Radiopharmakon auf 11C-Basis ungefähr drei Halbwertszeiten (exakt: 60/20,3 = 2,956). In diesem Beispiel ent-
spricht die Restaktivität nach einer Stunde 1000 MBq × 1/2
2,956
=
128 MBq. Die Verwendung von 11C erfordert daher, dass sich ein
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