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Немецкий язык для магистров технического профиля. Учебное пособие

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ni in Bologna erste Funkversuche durch. Er baute hierbei auf den Entdeckungen von Heinrich Hertz, Alexander Stepanowitsch Po­pow und Édouard Branly auf. Am 24. März 1896 gelang Popow
auf funktechnischem Wege die Übertragung der Worte „Heinrich Hertz“ während einer Demonstration vor der Russischen Physika-
lischen Gesellschaft.
Das 20. Jahrhundert ist durch eine starke Erweiterung des Theoriegebäudes gekennzeichnet. Die klassische Elektrodynamik von Maxwell wurde im Rahmen der speziellen Relativitätstheorie zur relativistischen Elektrodynamik erweitert. Mitte des 20. Jahr­hunderts erfolgte, insbesondere durch Arbeiten des amerikanischen Physikers Richard Feynman, die Erweiterung zu der Quantenelekt­rodynamik.
In der technischen Anwendung wurde 1897 von Ferdinand Braun die Kathodenstrahlröhre entwickelt, die die Grundlage der ersten Fernsehapparate darstellt. 1911 beobachtete der Niederlän­der Heike Kamerlingh Onnes als erster Mensch den Effekt der Supraleitung. Mitte des XX. Jahrhunderts entwickelten Walter H. Brattain, John Bardeen und William Shockley den Transistor, der in den Folgejahren die Grundlage der ersten integrierten Schaltun­gen und der Computertechnik war.
Im heutigen Alltag ist Elektrizität im Sinne von elektrischer
Energie unentbehrlich, was dem Menschen meistens erst durch Ausfälle von Versorgungsnetzen wieder bewusst wird. Allerdings haben 1,4 Mrd. Menschen weltweit keinen Zugang zu elektrischer Energie. Die Erzeugung dieses Energieträgers erfolgt fast immer in Kraftwerken, die Verteilung erfolgt flächendeckend durch Unter­nehmen der Stromnetze. Seit über einem Jahrhundert bestimmen Anwendungen von Elektrizität wie elektrisches Licht, Wärme und Kraft mehr und mehr das menschliche Leben. Eine wesentliche Bedeutung nimmt die Elektrizität im Bereich der Kommunikati- onstechnologie und Informationstechnologie ein.
Elektrizität in natürlicher Form tritt neben Blitzen auch we­niger spektakulär in Form einer Informationsübertragung in Ner-
vensystemen von Lebewesen auf. Dabei treten nur sehr kleine
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Spannungen auf. Elektrizität hat je nach Stärke auch unterschiedli- che Auswirkungen auf den menschlichen Körper. Für Stromunfäl­le ist die Stärke und die Einwirkdauer des elektrischen Stromes auf den menschlichen Körper wesentlich. Elektrische Ströme ab zirka 30 mA können gefährlich sein und Atemlähmungen und Herzstill-
stand verursachen. Elektrischer Strom wird auch eingesetzt, um Menschen gezielt zu töten, wie dieses etwa mit dem elektrischen Stuhl geschieht.
Festkörper, die keine oder nur geringe elektrische Leitfähig­keit besitzen, werden nach ihrem Verhalten in elektrischen und magnetischen Feldern eingeordnet. Ursache des unterschiedlichen Verhaltens der Materie in einem Feld ist das Vorhandensein bzw. Nichtvorhandensein von entsprechenden Dipolen und deren Ver­halten. Dies wird durch die Verwendung der entsprechenden Vor-
silbe für beide Felder äquivalent beschrieben (vgl. Magnetismus von Festkörpern).
Elektronische Bauelemente: Widerstände
Ein Widerstand ist eine kleine Komponente, die eine be­stimmte Menge an Widerstand in einer elektronischen Schaltung zu schaffen, angefertigt. Weil Widerstand ein wesentlicher Be­standteil fast jeder elektronischen Schaltung ist, werden Sie Wi-
derstände in nur verwenden, um jede Schaltung, die Sie zu bauen.
Obwohl die Widerstände in einer Vielzahl von Größen und Formen, ist die häufigste Art von Widerstand für Hobby-Elektro-
nik die Kohlenstoff-Film resistor. Diese Widerstände bestehen aus einer Kohlenstoffschicht auf einem isolierenden Material und ent­hielt in einem kleinen Zylinder mit Drahtleitungen an beiden En­den festgelegt sind. Der Widerstand selbst ist etwa 1/4 # 8243-
lang, und die Leitungen sind über einen Zoll lang, die ganze Sache
zu machen etwa 2-1 / 4 # 8243- lang.
Die Widerstände sind blind für die Polarität in einer Schal- tung. So müssen Sie sich keine Sorgen um sie rückwärts zu instal- lieren. Der Strom kann ebenso über einen Widerstand in beiden
Richtungen passieren.
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In schematischen Darstellungen wird ein Widerstand durch eine gezackte Linie, wie die, die in den Rand gezeigt darge­stellt. Der Widerstandswert wird in der Regel neben dem Wi-
derstandssymbol geschrieben. Darüber hinaus wird auch eine
Kennung wie R1 oder R2 manchmal neben dem Symbol ge­schrieben.
In einigen Schaltplänen, vor allem in Europa gezogen de­nen das Symbol am Rand gezeigt wird anstelle der gezackte Linie verwendet.
Die Widerstände sind aus vielen Gründen in elektronischen
Schaltungen eingesetzt. Die drei beliebtesten sind:
Grenzstrom: Durch Einführen Widerstand in eine
Schaltung können die Widerstände der Strommenge zu be-
grenzen, dass die Schaltung fließt. In Übereinstimmung mit dem
Ohmschen Gesetz, wenn die Spannung in einer Schaltung gleich bleibt, verringert sich der Strom, wenn man den Widerstand zu er­höhen.
Viele elektronische Bauteile haben Appetit auf Strom, der durch die Widerstände geregelt werden müssen. Eines der bekann­testen sind Leuchtdioden (LEDs), die eine spezielle Art der Diode sind, die sichtbares Licht, wenn Strom durch sie emittiert.
Leider LEDs wissen nicht, wann aus der Tabelle zu Schritt weg, wenn es um raubend Strom kommt. Das ist, weil sie sehr we­nig Innenwiderstand haben. Leider LEDs haben nicht viel Tole­ranz für Strom, so zu viel Strom sie durchbrennen.
Als Ergebnis ist es immer ratsam, – wesentliche, in der Tat ­einen Widerstand in Serie zu platzieren mit einer LED der LED selbst, um zu verhindern verbrennen.
Sie können das Ohmsche Gesetz zu Ihrem Vorteil nutzen, wenn Strombegrenzungswiderstände verwenden. Zum Beispiel,
wenn Sie wissen, was die Versorgungsspannung ist, und Sie wis­sen, wie viel Strom Sie benötigen, können Sie das Ohmsche Ge-
setz mit der rechten Widerstand zu bestimmen, für die Schaltung
zu verwenden.
Dividing Spannung: Sie können auch Widerstände ver-
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wenden Spannung auf ein Niveau zu reduzieren, die für bestimmte
Teile Ihrer Schaltung geeignet ist. Beispiel: Angenommen, Ihre Schaltung durch eine 3 V-Batterie mit Strom versorgt wird, aber
ein Teil Ihrer Schaltung benötigt 1,5 V. Sie zwei Widerstände von gleichem Wert verwenden könnte diese Spannung in zwei Hälften
geteilt, wodurch man 1,5 V.
Der Widerstand / Kondensator-Netzwerke: Widerstände
können mit Kondensatoren für eine Vielzahl von interessanten
Zwecke in Kombination verwendet werden.
RADIOTECHNIK
Radiowellen
Radiowellen, auch Funkwellen, oder Hertzsche Wellen sind in Artikel 1.15 der Vollzugsordnung für den Funkdienst (VO Funk) der Internationalen Fernmeldeunion (ITU) als „elektromag­netische Wellen definiert, deren Frequenzen vereinbarungsgemäß unterhalb 3000 GHz liegen, und die sich ohne künstliche Führung
im freien Raum ausbreiten.“
Dies umfasst zum einen die für den Rundfunk verwendeten
Frequenzbereiche Langwelle (ab 30 kHz), Mittelwelle, Kurzwelle und Ultrakurzwelle (bis 300 MHz). Die Definition der VO-Funk
schließt darüber hinaus aber auch zu kürzeren Wellenlängen hin
die Radar- und Mikrowellen-Bereiche ein.
Radiowellen können natürlichen oder technischen Ursprungs
sein. Ihre Frequenz liegt weit außerhalb des Bereichs, in dem das
Auge empfindlich ist. Sie sind daher unsichtbar.
Geschichte. Die Existenz von Radiowellen wurde aus theo­retischen Überlegungen heraus von James Clerk Maxwell vorher­gesagt. 1887 wurden sie von Heinrich Hertz experimentell nach­gewiesen.
Die Bezeichnungen Funkwellen und Rundfunk gehen darauf zurück, dass erste Übertragungsversuche mithilfe von Funkenent­ladung an Hochspannungserzeugern gemacht wurden.
Technische Radiowellen. Die technisch genutzten Frequen­zen des elektromagnetischen Spektrums reichen von Längstwellen
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bis zur Terahertzstrahlung. Deren technische Verwendung ist in in­ternational vereinbarten Frequenzbändern geregelt.
Funk- bzw. Radiowellen werden für die leitungslose Über­tragung von Sprache, Bildern und anderen Daten wie Zeitzeichen, für den Rundfunk, zur Ortung oder Geländeabtastung (Radar) und Navigation (GPS, Funkpeilung) verwendet.
Die zu übertragende Information wird bei der Nachrichten- übertragung einer Trägerfrequenz durch Modulation aufgeprägt
und von der Sendeantenne als Welle abgestrahlt. In der Empfangs­antenne werden durch die Radiowellen gleichartige Hoch­frequenzsignale induziert, aus denen nach vorhergehender Ver-
stärkung die Information wieder demoduliert wird. Nur wegen der Möglichkeit, ähnliche Nachrichten unabhängig voneinander mit Sendern unterschiedlicher Trägerfrequenz zu übertragen, kann man aus der großen Auswahl von gleichzeitig abgestrahlten Rund­funk- und Fernsehprogrammen auswählen. Nach dem gleichen Grundprinzip ist es auch möglich, beim Telefon auf einem Draht
einige hundert Telefonate oder beim Kabelfernsehen mehrere Pro-
gramme gleichzeitig und ohne gegenseitige Störung zu übertragen. Die Selektion der gewünschten Frequenzen erfolgt durch
Schwingkreise oder durch digitale Filterung.
Radiowellen werden auch zur Erwärmung (z.B. Trocknung, Aushärtung, therapeutische Zwecke, wie Diathermie, oder bei Mikrowellenherden) verwendet, indem man die bei der Absorption
entstehende Wärme nutzt.
Terahertzstrahlung wird ähnlich wie Röntgenstrahlung zur „Durchleuchtung“ (Erkennung ansonsten unsichtbarer Strukturen im Inneren von Körpern) benutzt, ist jedoch auf nichtmetallische Körper beschränkt.
Vorkommen in der Natur. Die Erdatmosphäre ist eine Quelle von Radiowellen. Eine Ursache dafür ist die Temperatur
der Atmosphäre selbst, die Radiowellen mit thermischem Spekt­rum verursacht. Eine weitere Quelle sind Elektronenübergänge
von Molekülen in der Luft, die z.B. thermisch oder optisch ange­regt werden und unter Aussendung von Radiowellen in den
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Grundzustand zurückkehren, diese finden sich meistens im Mik­rowellenband. Blitze erzeugen starke, transiente Radiowellen, die man zu ihrer Ortung nutzen kann. Sie sind eine Ursache von Sferics. Alle diese Radiowellen fasst man als atmosphärische Stö­rungen zusammen. Sie tragen zum elektromagnetischen Rauschen von Empfängern bei.
Viele Himmelskörper senden als Radioquellen Radiowellen aus, diese sind der Forschungsgegenstand der Radioastronomie. Die Sonne ist von der Erde aus die stärkste extraterrestrische Ra- dioquelle; thermische und nichtthermische Radioemissionen der Planeten werden ebenfalls untersucht, z.B. die elektromagneti­schen Stürme des Jupiters. Die Strahlung des freien Wasserstoffs in der Milchstraße bei einer Wellenlänge von 21 cm gibt u.a. Auf-
schluss über die Struktur der galaktischen Spiralarme. Andere be­deutende außerirdische Radioquellen sind beispielsweise die kos-
mische Hintergrundstrahlung, Supernovaüberreste und Pulsare, Quasare, Radiogalaxien und aktive Galaxienkerne.
Radar
Radar [ʁaˈdaːʶ] ist die Abkürzungfür radio detection and
ranging (frei übersetzt „funkgestützte Ortung und Abstandsmes- sung“) oder radiodirection and ranging (frei übersetzt „funkge­stützte Richtungs- und Abstandsmessung“) zwischenzeitlich radio
aircraft detection and ranging (frei übersetzt „funkbasierte Flug- zeugortung und -abstandsmessung“) und ist die Bezeichnung für verschiedene Erkennungs- und Ortungsverfahren und -geräte auf der Basis elektromagnetischer Wellen im Radiofrequenzbereich (Funkwellen). Der Begriff Radar hat in der Vergangenheit die ur­sprüngliche deutsche Bezeichnung Funkmeß ersetzt.
Ein Radargerät ist ein Gerät, das ein sogenanntes Primärsig­nal als gebündelte elektromagnetische Welle aussendet, die von Objekten reflektierten Echos als Sekundärsignal empfängt und nach verschiedenen Kriterien auswertet. So können Informationen
über die Objekte gewonnen werden. Meist handelt es sich um eine
Ortung (Bestimmung von Entfernung und Winkel). Es gibt je nach
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Einsatzzweck unterschiedliche Radarprinzipien wie das Wetterra­dar, das harmonische Radar und das Überhorizontradar.
Aus den empfangenen, vom Objekt reflektierten Wellen können u.a. folgende Informationen gewonnen werden:
der Winkel bzw. die Richtung zum Objekt; die Entfernung zum Objekt (aus der Zeitverschiebung zwi-
schen Senden und Empfangen);
die Relativbewegung zwischen Sender und Objekt – sie kann
durch den Doppler-Effekt aus der Verschiebung der Fre-
quenz des reflektierten Signals berechnet werden;
das Aneinanderreihen einzelner Messungen liefert die Weg-
strecke und die Absolutgeschwindigkeit des Objektes;
bei guter Auflösung des Radars können Konturen des Objek-
tes erkannt werden (z.B. der Flugzeugtyp) oder sogar Bilder
gewonnen werden (Erd- und Planetenerkundung).
Die sich ausbreitende elektromagnetische Welle des Radars wird mitunter auch als Radarstrahlung bezeichnet. Man spricht auch von einem Radarstrahl, insbesondere wenn die Abstrahlung von dem Radargerät aufgrund des Antennenentwurfs weitgehend gebündelt in eine Richtung erfolgt. Die Strahlungscharakteristik der Antenne hat dann eine sogenannte Keulenform.
Da die Wellenlänge des Radars je nach Anwendung und Stand der Technik im Bereich der Funkwellen im Kurz- bis Mik­rowellenbereich liegt, wurde ursprünglich die Bezeichnung Funk­meßtechnik (kurz Funkmeß) verwendet. Sie wurde nach dem Zweiten Weltkrieg in der Bundesrepublik Deutschland durch den Begriff Radar ersetzt. In der DDR wurde in der Fachsprache wei­terhin von Funkmeßtechnik gesprochen.
Geschichte des Radars
1886 stellte Heinrich Hertz beim experimentellen Nachweis elektromagnetischer Wellen fest, dass Radiowellen an metalli­schen Gegenständen reflektiert werden.
Die ersten Versuche zur Ortung mit Hilfe von Radiowellen führte der deutsche Hochfrequenztechniker Christian Hülsmeyer
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1904 durch. Er fand heraus, dass von Metallflächen zurückgewor­fene elektrische Wellen verwendet werden können, um entfernte metallische Objekte zu detektieren. Sein Telemobiloskop zur Er-
kennung von Schiffen gilt als Vorläufer heutiger Radarsysteme
und wurde am 30. April 1904 zum Patent angemeldet. Der Nutzen der Radartechnik wurde jedoch zunächst nicht erkannt und so ge­riet die Erfindung vorläufig in Vergessenheit.
Entwicklung moderner Radarsysteme im Zweiten Welt­krieg. Der schottische Physiker Sir Robert Alexander Watson-
Watt, FRS FRAeS (1892 – 1973) gilt als einer der Erfinder des Ra­dars. Watson-Watt war zunächst Assistent am Institut für Natur­philosophie des University College in Dundee, damals Teil der Universität St Andrews. 1927 wurde er Direktor der 'Radio Re­search Station' in Ditton Park bei Slough. Ab 1936 war er Direktor im Air Ministry. Er forschte über die Reflexion von Radiowellen
in der Meteorologie. 1919 ließ er sich ein Verfahren zur Ortung
von Objekten mittels Radiowellen (Radar) patentieren, das nach Weiterentwicklungen (Entwicklung des Sicht- oder Kurzzeitpei­lers; Watson-Watt-Peiler) 1935 erstmals zur Radarortung von Flugzeugen im Meterwellenbereich eingesetzt werden konnte. Am
26. Februar 1935 gelang ihm der Versuch, den testweise den Ort Daventry anfliegenden Bomber des Typs Handley Page H.P.50 mittels Radar zu entdecken. Watson-Watt war maßgeblich an der Entwicklung der britischen Radaranlagen im Zweiten Weltkrieg beteiligt.
Der Durchbruch der Radartechnik folgte kurz vor und wäh­rend des Zweiten Weltkrieges. Im Zuge der militärischen Aufrüs­tung in dieser Zeit wurden ab Mitte der 1930-er Jahre in mehreren Ländern unabhängig voneinander intensiv Radargeräte und -syste­me entwickelt, besonders von Deutschen und Briten. Beim Kriegs­beginn 1939 gab es auch in den USA, in der Sowjetunion, in Frankreich, Japan, Italien und den Niederlanden Radaranlagen.
Auf deutscher Seite hatte Rudolf Kühnhold als wissenschaft­licher Direktor der Nachrichten-Versuchsabteilung der Reichs­marine einen großen Anteil an der Entwicklung. Ein von ihm ent-
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wickeltes Radargerät, welches zur Tarnung DeTe-Gerät (Dezimeter-Telegraphie) genannt wurde, wurde 1934 erstmals im Kieler Hafen zur Erkennung von Schiffen getestet. Die Briten führten am 26. Februar 1935 einen ersten Feldversuch durch, bei dem Flugzeuge bis zu einer Entfernung von 13 km verfolgt werden
konnten. Im September 1935 präsentierte die GEMA aus Berlin als erste ein voll funktionsfähiges Funkmessgerät.
Neben der GEMA, die Systeme wie Freya, Mammut, Was­sermann und Seetakt entwickelte, war auch Telefunken mit den Systemen Würzburg und Würzburg-Riese maßgeblich an der deut- schen Radartechnik beteiligt. Am 18. Dezember 1939 flog die Luftwaffe ihren ersten radargeleiteten Abfangeinsatz gegen 22 bri­tische Bomber, die einen Angriff auf Wilhelmshaven flogen. Beim
Luftgefecht über der Deutschen Bucht gelang es ihr, zwölf davon abzuschießen und drei schwer zu beschädigen. Das deutsche Ab-
wehrsystem gegen Bombergeschwader, die Kammhuber-Linie,
führte über eine Länge von mehr als 1000 km von Dänemark bis
Nordfrankreich.
Die Briten errichteten ab 1936 mit Chain Home ebenfalls ei-
ne Kette von Radarstationen an der Ostküste, die auf einer anderen Wellenlänge als die der Deutschen arbeitete und von diesen zu­nächst nicht erkannt wurde. Schon ab 1939 wurde das System mit
einem Freund-Feind-Erkennungsgerät in den Flugzeugen ergänzt. Ein Meilenstein in der Radarentwicklung war Anfang 1940 die Er­findung des Magnetrons an der Universität Birmingham, das das Kerngerät aller späteren Radaranwendungen werden sollte.
Ende Januar 1943 setzen die Briten bei einem Angriff auf Hamburg erstmals ein mobiles Radarsystem in Flugzeugen ein, das zur Navigation verwendet wurde (H2S). Beide Seiten entwickelten sogenannte Düppel, einfache Metallfolienstreifen, um die gegneri-
schen Radarsysteme zu stören. Schnell wurden jedoch verbesserte Systeme entwickelt, die diese Störer herausfiltern konnten.
Forschung nach dem Zweiten Weltkrieg. In Deutschland kam die Forschung auf dem Gebiet Radar nach dem Krieg voll­ständig zum Erliegen. Die Alliierten verboten diese bis 1950. Er
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hebliche Fortschritte machte die Forschung in der Folgezeit insbe­sondere in den USA, wo zahlreiche neue theoretische Ansätze und innovative Bauteile wie Halbleiter entwickelt wurden. Als ein Bei­spiel sei das Synthetic Aperture Radar aus dem Jahr 1951 genannt.
Auch an Bord von zivilen Flugzeugen und Schiffen gehören Bordradare heute zur Standardausrüstung. Eine der ersten und bis heute wichtigsten zivilen Anwendungen ist die Überwachung des
Luftverkehrs mittels Air Traffic Control (ATC).
Bereits Ende der 1970-er Jahre entstanden erste Systeme von
Abstandswarnradaren für den Automobilbereich. In der Raumfahrt
wird Radartechnik seit Mitte der 1990-er vor allem zur Vermes­sung der Erde und anderer Planeten genutzt. Zur Erfassung von Wetterdaten werden zudem Wetterradare eingesetzt.
Einsatzgebiete, einteilung und funktionsweise des Radars
Radargeräte wurden für verschiedene Verwendungszwecke entwickelt:
Rundsichtradar; Überwachung von Schiffs- und Flugver-
kehr (auch Frühwarnstationen, z.B. das Freya-Radar), entwe-
der als feste Station wie beim Flugsicherungsradar oder bei
der Schifffahrtsverkehrssicherung, oder mobil auf Fahr- und
Flugzeugen (AWACS) sowie auf Schiffen (ARPA-Anlage).
Boote können zur besseren Sichtbarkeit mit einem Radarref-
lektorausgerüstet werden.
Radargeräte zur Zielverfolgung (Ground Control Intercept)
als Radarstellung der Luftverteidigung, bodengebunden (z.B. Würzburg, Würzburg-Riese) oder an Bord von Fahr- und Flugzeugen, Schiffen und Raketen;
Bordradar auf Flugzeugen (Radarnase), um Wetterfronten
zu entdecken (Wetterradar) oder andere Flugzeuge und Ra­keten zu entdecken (Antikollisionssysteme, Zielsuchradar);
Bodenradar (Flugfeldüberwachungsradar) zur Überwa-
chung der Positionen von Flug- und Fahrzeugen auf den Roll wegen eines Flughafens;
Bodenradar (Georadar) zur zerstörungsfreien Untersu-
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