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ivanov666
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Файл:Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten = Историко-правовое страноведение немецкоязычных государств. Ein Lehrbuch
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LEKTION 2
A8. Verbinden Sie die Begriffe mit ihren Denitionen.
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Deutsches
Reich:
Ạbgeordnete
(Pl.):
Partei (f):
Parlamẹnt (n):
Reichstag (m):
Das Wort kommt von dem
französischen Wort parler (sprechen)
und bedeutet „Volksvertretung“. Im
Parlament sitzen die Abgeordneten
(Volksvertreter).
Im Mittelalter und danach trafen
sich dort Kaiser, Fürsten und andere
wichtige Personen. Als Deutschland
ein einiger Staat wurde, hieß so das
deutsche Parlament.
Inofzieller Name für das Heilige
Römische Reich (10. Jh. – 1806); aber
auch amtliche Bezeichnung für den
deutschen Staat von 1871 bis 1945.
Diese schriftlich festgelegten Regeln
bestimmen in einem Staat die Form
der Regierung und die Rechte und
Pichten der Bürger.
Menschen mit gemeinsamen
politischen Zielen bilden eine
Organisation, die ein politisches
Programm vertritt.
Verfssung (f):
Gewählte Mitglieder eines
Parlaments. Sie entscheiden, welche
Politik gemacht wird.

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
A9. Verbinden Sie die Verben mit ihren typischen AkkusativErgänzungen.
a. garantieren 1. die Freiheit, Rechte, Möglichkeiten,
die Macht
b. erlassen 2. seine Meinung, seinen Namen, die
Verfassung, den Kurs
c. ein·schränken 3. Geld, eine Chance, Kinder, Ärger
(≈ Probleme)
d. ändern 4. einen Haftbefehl, ein Gesetz, eine
Verordnung, eine Richtlinie
e. durch·führen 5. Sicherheit, Freiheit, Unabhängigkeit,
Schutz
f. ein·halten 6. Untersuchungen, Tests, Reformen,
Maßnahmen
g. verstehen 7. eine Sprache, den Sinn der Sache,
eine Frage, keinen Spaß
h. bekommen 8. die Gesetze, sein Versprechen,
Verpichtungen, einen Termn
A10. Grammatik: Konjunktionen da, weil, denn.
Grammatischer Kommentar. Die kausalen Konjunktionen da,
weil, denn sind gleichbedeutend – sie alle geben den Grund an.
Aber sie gehören zu zwei verschiedenen Kategorien:
denn ist eine nebenordnende Konjunktion und steht in
der Position Null (es heißt, sie hat keinen Einuss auf die
Wortfolge),
weil und da sind unterordnende Konjunktionen (oder:
Subjunktionen), danach steht das nite Verb am Satzende.
Die Konjunktion da gebraucht man in der Regel schriftlich
und normalerweise am Satzanfang.

LEKTION 2
Beenden Sie die zweite Fassung des Satzes.
denn (Position 0) weil / da (Nebensatz)
1. Die Menschen waren unzufrieden,
denn sie wollten mehr
weil...
politischen Einuss.
2. In den Jahren vor der Märzrevolution (1848) gab es viel Armut,
denn...
weil die Ernte schlecht war.
3. Die Deutschen wollten im 19. Jahrhundert ein vereinigtes
Reich schaffen,
denn es gab keinen großen
da...
deutschen Staat.
4. Die Revolutionäre und die Nationalversammlung versagten
wahrscheinlich,
denn...
weil sie nicht hart genug für
ihre Ideen kämpften.
5. Die Monarchen waren stärker,
denn sie bestimmten über
da...
Armee und Verwaltung.
6. Viele Leute bewunderten Bismarck,
denn…
weil er Deutschland vereint
hatte.
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A11. Phonetik: Unterscheidung zwischen kurzem [ɪ],
langem [i:] und dem Diphthong (Doppellaut) [aɪ].
○ Ein kurzes [ɪ] schreibt man als i, wonach in der Regel mehr als
ein Konsonant steht: ○
⟩⟩ st, bst, schwmmen, Bld, stmmt, Schrtt, n (Ausnahme)
○Einem langen [i:] entsprechen die Schreibweisen i (normalerweise
vor einem Vokal), ie, ieh, ih:
⟩⟩ wir, (du) gibst (Ausnahme), Republik, Chemie, Monarchie,
ziehen, siehe, ihr, ihnen

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
NB: Unbetontes (= ohne Betonung) ie artikuliert man getrennt,
als [iə]:
⟩⟩ Slowenien, Tschechien, Studie, Familie – [faˈmiːliə]
○Auch getrennt artikuliert man die Endungen von Pluralformen
von Feminina auf -ie: ○
⟩⟩ Monarchi·en, Demokrati·en, Theori·en (Sufx -ie + Pluralendung
-en): ein langes [i:] + unbetontes [ə].
○Für den Diphthong [aɪ]/[аe] steht normalerweise die Verbindung
ei und viel seltener ai, ay, ey:
⟩⟩ Ei, mein, Seite, Saite, Weise, Waise, Mai, Bayern
NB: Manchmal steht ei an der Grenze zwischen Morphemen,
dann artikuliert man es getrennt:
⟩⟩ be·nhalten, re·investieren, re·importieren
Merken Sie: Verwechseln Sie nicht die Vokalverbindungen ie (wie
Demokratie) und ei (wie Partei)!
Hinweis: Bei Schwierigkeiten benutzen Sie Online-Ressourcen,
wie z.B.: de.wiktionary.org, dwds.de, duden.de u.Ä.
A12. Verteilen Sie die Wörter entsprechend der Länge oder Kürze
des hervorgehobenen Vokals:
Partei, Beziehungen, bezeichnen, ziehen, du siehst,
du bst, es gibt, Bayern, Beine, Biene, be· nhalten
(vgl. Inhalt), Bnnenland, Wien, Wein, gewnnen,
Regierung, Monarchie, Monarchi·en, die Niederlande,
die Slowakei, Sloweni·en, Itali·en, gleich, Lieder,
leider, Pcht, leicht, unterscheiden, nterschiedlich

LEKTION 2
Kurzes [ɪ] oder [i] Langes [i:] Diphthong [aɪ]
B1. Lesen Sie den Text und machen Sie den Verständnistest
dazu.
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Wissenswertes: Deutscher Bund
Der Deutsche Bund war ein Staatenbund überwiegend
deutschsprachiger Staaten zwischen 1815 und 1866. Er entstand
am 8. Juni 1815 auf dem Wiener Kongress nach der Niederlage
Napoleons. Der Bund folgte dem Heiligen Römischen Reich
(Spätmittelalter bis 1806) und dem napoleonischen Rheinbund
(1806–1813) als lockerer Zusammenschluss von Einzelstaaten.
Der Deutsche Bund umfasste 41 Mitglieder, wurde aber von
den beiden Großmächten Preußen und Österreich dominiert.
Im Jahre 1866 kam es in der Frage um die Vorherrschaft im
Deutschen Bund zwischen Österreich und Preußen zum
Deutschen Krieg. Man löste den Deutschen Bund ofziell auf.
Nach: https://hdbg.eu/koenigreich/index.php/objekte/index/id/525
(abgerufen am 30.01.2024)

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
Verständnistest. Antworten Sie auf die Fragen zum Text oben,
indem Sie jeweils die richtige Variante wählen:
1. Wie ist die chronologisch richtige Reihenfolge?
a. Der Deutsche Bund → der Rheinbund → das Heilige
Römische Reich.
b. Das Heilige Römische Reich → der Deutsche Bund →
der Rheinbund.
c. Das Heilige Römische Reich → der Rheinbund → der
Deutsche Bund.
2. Die Wendung „lockerer Zusammenschluss“ bedeutet, ...
a. dass die Mitglieder all ihre Probleme locker bewältigten.
b. dass die Union nicht sehr lange existierte.
c. dass die Mitglieder ziemlich unabhängig waren.
3. Der Deutsche Bund bestand aus etwa vierzig Staaten, und...
a. sie hatten alle den gleichen Einuss auf die Politik des
Bundes.
b. zwei dieser Mitgliedstaaten waren besonders wichtig.
c. es ist schwer zu sagen, wer in diesem Staatenbund die
Oberhand hatte.
4. Der Deutsche Bund zerbrach schließlich daran, ...
a. dass es allen Mitgliedstaaten im Moment wirtschaftlich
sehr schlecht ging.
b. dass andere Staaten sich in die Politik des Staatenbundes
einmischten.
c. dass Österreich und Preußen Streit bekamen.

LEKTION 2
B2. Verbinden Sie die im Kontext gleichbedeutenden
Ausdrücke:
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1. Es gab Bestrebungen, ...
zu reformieren.
2. Etwas hat einen
schlechten Ruf.
3. Die Bürger wollten
politischen Einuss.
4. Die Verfassung trat nicht
in Kraft.
5. Es gab keinen großen
deutschen Staat.
6. Demokratische Ideen
waren erledigt.
7. Man bezeichnet einen
Ort als „Quasselbude“.
a. Es existierten viele
große und kleine deutsche
Fürstentümer und
Königreiche.
b. Man wollte
Veränderungen
c. Dieses Dokument wurde
nicht wirksam.
d. Man glaubt, dass dort zu
viel geredet wird.
e. Die Bürger wollten keine
Reformen mehr.
f. Es war für sie wichtig,
am Staatsleben aktiv
teilzunehmen.
g. Die Menschen haben
davon eine schlechte
Meinung.

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
B3. Verbinden Sie die Verben mit deren Denitionen:
1. versprchen
2. sich drchsetzen
3. einhalten
4. sich npassen
5. verbschieden
(Gesetz o.Ä.)
6. drchführen
a. eine Verpichtung befolgen,
erfüllen, sich daran halten, danach
richten
b. sich so verändern, dass man zu
jemandem oder zu den jeweiligen
Umständen passt und ohne
Schwierigkeiten mit ihnen leben
kann
c. etwas, das geplant oder
vorgeschrieben ist, in die Tat
umsetzen ≈ verwirklichen,
realisieren
d. nach einer Debatte etwas ofziell
beschließen ≈ annehmen
e. jemandem sagen, dass man etwas
ganz sicher tun wird
f. ein Land regieren; großen Einuss
haben (besonders auf die Politik),
die Situation bestimmen
7. zusmmentreten
8. hrrschen
g. trotz Widerstands seine Ziele
erreichen ≈ sich behaupten
h. mehrere Personen versammeln
sich als Mitglieder einer
Organisation, Institution o.Ä., um
etwas Bestimmtes zu tun

LEKTION 2
B4. Formen Sie die Bismarck-Biographie ins Präteritum um.
Die starken Verben sind mit einem Sternchen * markiert, die
schwachen mit einem Kreis °.
Otto von Bismarck, der bedeutendste deutsche Staatsmann
des 19. Jahrhunderts
Otto von Bismarck wird* am 1. April 1815 in Schönhausen
geboren. Er stirbt* am 30. Juli 1898 bei Hamburg.
Bismarck stammt° aus einem alten preußischen Adelsgeschlecht.
Sein Vater ist* Gutsbesitzer (Großgrundbesitzer). Bismarck
trägt* mehrere Adelstitel: Graf, Fürst, Herzog. Er studiert°
Rechtswissenschaft (Jura). Bismarck macht° während seines
Lebens verschiedene wichtige Sachen. Er ist* von 1871 bis 1890
Reichskanzler im deutschen Kaiserreich. Ein Reichskanzler
hat* sehr viel Macht. Mehr Macht als ein Bundeskanzler heute.
Der Reichskanzler ist* Chef der Ministerien des Kaisers.
Viele Entscheidungen trifft* er allein. Das Parlament hat* viel
weniger Rechte als heute.
In Deutschland gibt* es damals viele Probleme. Viele
Menschen sind* sehr arm. Menschen ziehen* vom Land in die
Städte. Sie arbeiten° in den neuen Fabriken. Wenn sie krank
werden*, bekommen* sie keinen Lohn. Sie können* keinen
Arzt bezahlen. Und kein Essen. Manche Menschen wollen*
sich dagegen wehren. Sie gründen° Arbeitervereine, und dann
Parteien. Manche Parteien wollen* den Kaiser absetzen, und
den Reichen ihren Besitz wegnehmen. Damit die Armen mehr
haben. Das nennt man auch Revolution. Das will* Bismarck
verhindern. Er will*, dass alles so bleibt wie es ist.
Deshalb legt° Reichskanzler Bismarck neue Arbeitsregeln fest:
„Alle, die für Geld arbeiten, müssen Mitglied in der
Sozialversicherung sein. Sie zahlen die eine Hälfte des Beitrages
von ihrem Lohn. Die andere Hälfte zahlt der Arbeitgeber
zusätzlich zum Lohn von seinem Geld.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
Die Sozialversicherung wird vom Staat überwacht. Die
Mitglieder bekommen Geld von der Sozialversicherung,
– wenn sie einen Unfall haben,
– wenn sie krank sind,
– wenn sie alt sind und nicht mehr arbeiten können,
– in den Wochen vor und nach einer Entbindung, also wenn
eine Frau ein Baby bekommt.“ Manche dieser Regeln sind bis
heute Gesetz.
Aber Bismarck erlässt* nicht nur diese guten Gesetze, sondern
auch viele strenge Gesetze. Wer laut sagt°, dass er gegen den
Kaiser ist*, kann* ins Gefängnis kommen.
Als Wilhelm II. („Wilhelm der Zweite“) nach seinem Großvater
Wilhelm I. („Wilhelm dem Ersten“) Kaiser wird*, will* er
selber regieren. Es gefällt* ihm nicht, dass der erfahrene
Bismarck alles besser weiß*. Deshalb entlässt* er Bismarck als
Reichskanzler. Das ist* am 20. März 1890.
wurde starb war trug hatte traf gab zog
bekam konnte wollte blieb erließ geel wusste entließ
NB: Die schwachen Verben bilden das Präteritum mit dem
Sufx „-te“! Z.B.: festlegen – legte ... fest.
Z2. Zusammenfassung vom Thema 2 in Fragen
und Antworten.
Frage Antwort
1. Ist Deutschland
schon lange eine
Republik? Welche
Staatsform hatte
Deutschland
früher?
Nein, Deutschland ist noch nicht
sehr lange eine Republik. Bis Anfang
des zwanzigsten Jahrhunderts war
Deutschland eine Monarchie. (Genauer
gesagt, bestand Deutschland bis 1879 aus
vielen großen und kleinen Monarchien.)
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