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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten = Историко-правовое страноведение немецкоязычных государств. Ein Lehrbuch

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LEKTION 1
B3. Lexik + Grammatik: Wie man Zahlen richtig schreibt und ausspricht
Man unterscheidet Kardinalzahlen: 1 – eins, 23 – dreiundzwanzig,
541 – fünfhunderteinundvierzig und Ordinalzahlen: der 1. ... -
der erste ..., die 23. ... – die dreiundzwanzigste usw.
Wie man Jahre auf Deutsch ausspricht: ○ Die Jahreszahlen von 100 bis 999 und von 1100 bis 1999 werden nach Hundertern zusammengefasst. Man sagt also:
1) 881 – acht·hundert·ein·und·achtzig
2) 1949 – neunzehn·hundert·neun·und·vierzig (Aber: Die
Reise kostet 1949 (ein·tausend·neun·hundert·neun·und·vier
zig) Euro) Die Jahreszahlen 1000-1099 und ab 2000 werden nach Tausendern zusammengefasst: 1016 – ein·tausend·sechzehn, 2021 – zwei·tausend·ein·und·zwanzig.
Nach dem Jahr fragen und antworten. ○
Man gebraucht „Wann...?” oder „In welchem Jahr...?”. Darauf folgt die Antwort nach dem oben beschriebenen Muster (d.h. ohne Präposition!) oder „Im Jahre ...“:
Die Nationalversammlung tagte (im Jahre) acthzehn·hundert·a cht·und·vierzig in der Frankfurter Paulskirche.
Bildung der Ordinalzahlen ○
Bis 19. schreibt man die Zahl + t + Endung, z.B. neunt+Endung (neunte, neunter). Unregelmäßige Formen: erst + Endung, dritt + Endung, siebt + Endung, acht + Endung. Ab 20. schreibt man die Zahl + st + Endung, z.B. zwanzigst+Endung (zwanzigste), hundertst- Man dekliniert die Ordnungszahlen wie Adjektive: der erste Tag, am ersten Tag, mein erstes Staatsexamen usw. Die Ordnungszahlen stehen meist mit dem bestimmten Artikel, nach der Ziffer kommt ein Punkt: der 1. Dezember, Wilhelm
der Erste (Wilhelm I.), die Regierungszeit Kaiser Wilhelms des
Ersten.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
● Fragen zum Datum oder zur Dauer ○
Welcher Tag ist heute?, Der wievielte ist heute?:
– Heute ist der zehnte Februar. / ... der zehnte Zweite. Heute ist der dreißigste Januar. / ... der dreißigste Erste.
Bei der Antwort auf die Frage „Wann ...? oder „An welchem Datum…?“ gebraucht man „an + Dativ“:
– Wann war der Erste Weltkrieg zu Ende?
– Am (an + dem) elften November neunzehn·hundert·achtzehn.
Bei der Antwort auf die Frage „Wie lange dauert(n)..?“ benutzt man „von (Dativ) ... bis zu (Dativ)“.
– Die Konferenz dauert vom (von + dem) zwanzigsten Mai
bis zum (zu + dem) achten Juni.
B4. Antworten Sie schriftlich auf die Fragen, indem Sie die Zahlen als Wörter schreiben.
1. Der Wievielte ist heute? – __________________ ist der ____ __________________________________________.
oder: __________________ ist der ______________________ _______________________________.
2. Wann sind Sie geboren?
Ich bin a___ ______________________________________ _____________ ___________________________ geboren.
3. Wann ist Ihr________________________ geboren? (ein Verwandter, ein Freund usw.) – Mein__ __________________________ ist a___ __________ ________________________________ __________________
geboren.
4. Seit wann studieren Sie an der Universität?
Ich studiere hier seit de___ ___________________________ _______________ ______________________________ ____ ___________________________________________.
LEKTION 1
5. Wie lange dauerten Ihre letzten Ferien? – Sie dauerten vo___ _________________________________
_________ bis zum _______________________________ ___ _______________________________________.
6. Wie lange dauerte Ihre letzte Prüfungsperiode? – Sie dauerte vo___ __________________________________
________ bis zum _______________________________ ____ ______________________________________.
7. Wann ndet Ihre erste Prüfung statt? – Die 1__ Prüfung ndet a___ __________________________ ___________ ______________________________ statt.
Schreiben Sie die Zahlen aus:
8. Evangelische und katholische Christen feiern den Heiligen Abend am ________________________________________ ________ ________________________. Orthodoxe Christen feiern den Heiligen Abend am __________________________ __________________________ _______________________.
9. Erzherzog Franz Ferdinand wurde am ________________ ______________________________________ ___________ ______________________________ ____________________ (28.06.1914) in Sarajevo ermordet.
10. Der erste Weltkrieg ng im Jahre __________________________ ______________________
_________________________________________________
_____hundert___________________________________ an. Er endete __________________________________________ ____________________ hundert____________________.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
B5. Berufe. Welche Tätigkeiten gehören zu welchem Beruf? Bilden Sie Sätze nach dem Muster:
Ein Txifahrer bringt Menschen in seinem Txi von einem Ort zum anderen.
Eine Köchin kocht die Speisen in einem Restaurant.
1. ein Arzt, eine
Ärztin
2. ein Lehrer, eine Lehrerin
3. ein Rchter, eine Rchterin
4. ein Polizst, eine Polizstin
5. ein Schffner, eine Schffnerin
6. ein Bemter, eine Bemtin
7. ein Verkäufer, eine Verkäuferin
8. ein Briefträger, eine Briefträgerin
a. Briefe und Päckchen zu den Empfängern bringen
b. in Zügen und Bussen die Fahrkarten verkaufen und kontrollieren
c. im öffentlichen Dienst / im Dienst des Staates arbeiten
d. im Gericht die rteile fällen
(Singular: das rteil)
e. kranke Menschen in einem Krankenhaus behandeln
f. an einer Schule Unterricht geben (gibst, gibt)
g. die öffentliche Sicherheit und Ordnung bewahren
h. in einem Laden Kunden beraten und Waren verkaufen
(berätst, berät)
LEKTION 1
B6. Verbinden Sie die Satzhälften, die zusammengehören.
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1. In einem Staat ist es wichtig,
2. Die Steuern brauchen wir,
3. Ein Gesetz ist eine rechtliche Norm,
4. Jemand muss die Personen bestrafen,
5. Die Freiheit des Einzelnen hört da auf,
6. Damit das Zusammenleben im Staat funktioniert,
7. Man kann tun und lassen,
8. Damit kein Verkehrschaos entsteht,
a. gibt es Regeln und Verbote.
b. die sich nicht an die Gesetze halten.
c. wo man die Rechte eines anderen verletzt.
d. muss jeder sich an die Verkehrsregeln halten.
e. was man will.
f. damit der Staat Schulen und Straßen bauen kann.
g. wie die staatliche Herrschaft organisiert ist.
h. die alle beachten müssen.
B7. a) Setzen Sie die Wörter aus dem Wortspeicher in den Text ein.
Autos – Ausbildung – Hlfe – Gesẹllschaft – Verbrẹcher – Mẹnsch –
Dnge – niemand
Jeder ___________________ braucht andere Menschen. Auf Dauer kann ________________ von uns alleine leben. Oft benötigen wir ____________ – zum Beispiel wenn wir krank werden, zum Schutz gegen _______________________ oder bei größeren Vorhaben wie etwa einem Hausbau. Außerdem brauchen wir viele ___________________ zum Leben, die wir nicht alle selbst herstellen können: Schuhe, Bekleidung,
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Lebensmittel, ____________ usw. Es gibt auch viele Tätigkeiten, die wir selbst nicht ausüben können, weil uns das nötige Geschick oder die ______________________________ dazu fehlt. So trägt jeder seinen Teil zum Funktionieren der _______________________________ bei.
b) Ergänzen Sie die Fragen zum Text. Beantworten Sie die Fragen.
1. W______ oder was brauchen alle Menschen? (Akk. von
„wer“)
2. In w______en Situationen verstehen wir besonders gut, dass wir andere Menschen brauchen?
3. W______ können wir zum Beispiel nicht selbständig produzieren?
4. W______ kann man nicht einfach alles selbst machen? (warum wieso)
Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
B8. Erraten Sie das Wort:
e
1. Das ist ein Wssens·bereich.
2. Dieses Wissen ist besonders nützlich, wenn man eine Fremdsprache lernt, z.B. Deutsch. Man beschäftigt sich dabei mit solchen Aspekten wie Geograe, Geschichte, Dialektologie des Landes oder der Region, deren Sprache man erlernt.
LEKTION 1
Z1. Zusammenfassung vom Thema 1 in Fragen und Antworten.
Frage Antwort
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1. Warum müssen die Menschen zusammen leben?
2. Aus wem besteht ein Volk?
3. Wie frei kann der Mensch sein? Können wir absolut alles tun, was wir wollen? Wo endet die Freiheit?
4. Was ist ein Gesetz? Wofür braucht man Gesetze?
Die Menschen leben normalerweise zusammen, denn jeder Mensch braucht andere Menschen. Deswegen bilden die Menschen verschiedene Gruppen. Die ganz große Gruppe heißt „das Volk“.
Das Volk besteht aus vielen Menschen mit der gleichen Kultur, Geschichte, Lebensweise und meistens auch mit einer gemeinsamen Sprache.
Die Freiheit der Person endet da, wo die Freiheit und die Rechte von anderen Personen beginnen. Man muss auf die anderen Rücksicht nehmen. Deswegen kann ein Mensch nicht absolut frei sein.
Gesetze sind rechtliche Normen, die für alle gelten. Man braucht sie, um das Zusammenleben im Staat zu regeln.
5. Welche Pichten haben der Staat und die Bürger gegenüber einander?
6. Wer arbeitet für den Staat?
Der Staat garantiert seinen Bürgern Sicherheit, notwendige Infrastruktur und noch vieles mehr. Und die Bürger müssen sich an die Gesetze halten und dem Staat Steuern zahlen.
Das sind zum Beispiel: Minister, Beamte und Angestellte, sowie Abgeordnete, Richter, Polizisten und andere.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
7. Erklären Sie, was Sie unter dem Begriff „Vertrag zwischen dem Staat und dem Volk“ verstehen.
8. Wie werden die Menschen zu Staatsbürgern? Was müssen sie dabei tun?
9. Aus welchen Elementen besteht der Staat?
Die Menschen müssen sich an die Gesetze halten, und der Staat garantiert ihnen Freiheit und Sicherheit.
Ganz oft werden sie einfach dadurch zu Bürgern, dass sie in diesem Staat geboren sind und hier ständig leben. Staatsbürger müssen sich aber auch an die Gesetze des Staates halten. Sie sollen zum Beispiel Steuern an den Staat zahlen.
Der Staat besteht aus drei Elementen: dem Staatsvolk, dem Staatsgebiet und der Staatsgewalt.
LEKTION 2
A1. Grammatik. Innitiv mit und ohne „zu“
Der nnitiv als abhängiger Prädikatsteil kann mit oder ohne
Partikel „zu“ im Satz stehen. Vergleichen Sie die Konstruktion „to + inf.“ im Englischen.
Innitiv ohne „zu“ ○ Wann steht kein „zu“ vor dem nnitiv?Man sollte zuerst bestimmen, wovon der Innitiv abhängt.○ ○ Kein „zu“ vor dem nnitiv steht:
Nach allen Modalverben: dürfen, können, müssen, sollen,
wollen, mögen:
⟩⟩ Ich kann die Prüfung schaffen. ⟩⟩ Ich möchte ihn jetzt anrufen (möchte ist eine Konjunktivform
von mögen) nach den Verben lassen und bleiben:
⟩⟩ Er lässt seinen Bruder nie ungestört arbeiten. ⟩⟩ Bitte bleiben Sie sitzen!
nach Bewegungsverben: kommen, gehen, fahren u.a.:
⟩⟩ Wir gehen im Park spazieren.
nach Wahrnehmungsverben: sehen, hören, fühlen und einigen anderen. Diese Verben fordern die Konstruktion „Akkusativ mit Innitiv“: ⟩⟩ Ich sehe dich (Akk.) lachen (Inf.) (= Ich höre dass/wie du lachst) ⟩⟩ Fühlst du den Boden zittern? (ebenso) in den Futurformen (werden… Inf.):
⟩⟩ Es wird dir ganz sicher viel Spaß machen! – Futur I ⟩⟩ In einem Jahr werden wir all den Ärger vergessen haben.
(Futur II / Futur Perfekt)
in der Konstruktion „würde + Innitiv“ (vgl. engl. would + inf.):
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
⟩⟩ Deine Freundin würde nicht ohne Geld in Urlaub fahren. ⟩⟩ Würden Sie zum nächsten Schalter gehen?
Hinweis: denken Sie an die jeweiligen Regeln im Englischen!
Innitiv mit „zu“ ○ (Innitivgruppen mit zu… Inf.) Nach den meisten anderen Verben steht der Innitiv mit „zu“ (auch: nnitivgruppe f). ○
Trennbare Verben mit „zu“ Das „zu“ steht vor Verben ohne Präx und untrennbaren Verben:
zu nden, zu verstehen usw.
Bei trennbaren Verben steht das „zu“ nach trennbaren Präxen (ebenso wie das Präx ge- im Partizip II):
⟩⟩ Paul versucht, die Haustür aufzumachen, doch die ist fest verschlossen.
⟩⟩ Ich versuche, die Tür abzuschließen. ⟩⟩ Ich schlage vor, morgen sehr früh aufzustehen. ⟩⟩ Meine Freundin und ich planen, im November nach Kuba zu
iegen.
Wenn das Innitiv von einem Adjektiv oder Nomen abhängt, benutzt man auch das „zu“:
⟩⟩ Es ist schwierig, bei Lärm einzuschlafen. ⟩⟩ Es ist Picht zu halten, was man versprochen hat. ⟩⟩ Ich habe keine Lust, viel Geld für ein Auto auszugeben.
Innitivkonstruktionen mit „um / ohne / (an)statt ... zu“
Die Innitivkonstruktionen „um ... zu“, „ohne ... zu“ und „anstatt/ statt ... zu“ sind besondere Konstruktionen. Jede von ihnen hat
eine eigene Bedeutung: ⟩⟩ Wir lernen Deutsch, um in Deutschland zu studieren. Wir lernen Vokabeln, um sie richtig benutzen zu können (= Wir lernen Vokabeln, damit wir sie richtig benutzen können (Ziel))