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ivanov666
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Файл:Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten = Историко-правовое страноведение немецкоязычных государств. Ein Lehrbuch
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LEKTION 7
⟩⟩ Wo liegt der Bleistift? – Auf dem Schreibtisch.
⟩⟩ Wohin hast du den Bleistift gelegt? – Auf den Schreibtisch.
Die Wechselpräpositionen fordern auch den Dativ, wenn sie
auf die Frage wann? antworten:
⟩⟩ An diesem Tag, auf/in der Woche, in zwei Monaten, vor dem
nächsten Montag.
Aber falls man andere Präpositionen benutzt, ist ihre Rektion
oder die Verbrektion wichtiger:
⟩⟩ – Wohin fährst du?
⟩⟩ – Zur Universität. (zu + Dat.).
⟩⟩ Auf wen wartest du? (warten auf + Akk.).
Merken Sie sich Unterschiede zwischen Verwendung der
Präpositionen im Deutschen und Russischen:
⟩⟩ zu Hause sein
⟩⟩ aus diesem Grund
⟩⟩ sich für etw. interessieren (aber: an etw. interessiert sein)
⟩⟩ Fragen beantworten
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A8. Wählen Sie die richtigen Präpositionen aus und bestimmen Sie
den Kasus von den unterstrichenen Präpositionalobjekten:
Asyl, Flucht, Flüchtlinge
1. Das Wort Asyl ([aˈzyːl], von griech. ἄσυλος) kommt _______
d____ griechisch_____ Sprache und heißt übersetzt so viel
wie „sicher“ oder „nicht ________ Räuber ________ (Pl.)
überfallen werden“.
2. Gründe _________ ein __________ Flucht (f) können sehr
unterschiedlich sein.
3. Asyl (n) wollen z.B. die Menschen haben, die ______ ein____
Krieg (m) geüchtet sind.
4. Ein Flüchtling kann seine Heimat nicht immer ________
d______ normale Grenze verlassen.

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
5. Manche Leute bringen Geüchtete ________ Geld _____
ein____ sicher____ Land (n).
6. Ein Flüchtling sucht einen sicheren Ort _______ sich und
sein____ Familie (f).
7. ______ Asyl darf man _____ ein____ anderen Land bleiben.
8. Wer sich _______ Asyl bewirbt, ist ein Asylbewerber.
9. Wer kein Asyl bekommt, muss zurück ___________ seine
Heimat (gehen).
А9. Grammatik + Lexik: Ursache und Wirkung beschreiben
Historiker und Juristen müssen oft Ursache-Wirkungs-
Beziehungen zwischen Ereignissen verstehen. Dabei
beantworten sie folgende Fragen:
⟩⟩ Was führte zu... (Dat.)?
⟩⟩ Was führte dazu, dass... (+ Nebensatz)?
⟩⟩ Wozu führte(n)... (Nom.)?
Ein Aussagesatz kann wie folgt lauten: „Ereignis A führt/
führte zum Ereignis B“:
⟩⟩ Ein Missverständnis (Ursache) führte zum Konikt
(Wirkung).
Übung: Bilden Sie korrekte und logisch gültige Aussagen nach
dem Muster.
a) Ursache U und Wirkung W sind durch Substantive
ausgedrückt.
1. U: der Preußisch-Österreichische Krieg von 1866 um die
Vorherrschaft im Deutschen Bund
W: Gründung des deutschen Kaiserreiches ohne Österreich

LEKTION 7
2. U: andauernde Streitigkeiten zwischen den großen
europäischen Mächten
W: der Erste Weltkrieg
3. U: der Streit zwischen Siegermächten
W: die Teilung Deutschlands
b) Ursache U und Wirkung W sind durch ganze Sätze
ausgedrückt.
Muster:
⟩⟩ Ursache: Eine Frau (63) hat am Abend des Ostersonntags
vergessen, einen Bekannten an einer Bushaltestelle zu grüßen.
Wirkung: Das führte dazu, dass der Betrunkene ausrastete1
(Nebensatz).
183
U: Vom 14. Juni 1866 bis zum 23. August 1866 kam es zum
sogenannten Deutschen Krieg, bei dem Preußen und Österreich
gegeneinander kämpften. W: Österreich wurde nicht Teil des
Deutschen Kaiserreiches (1871).
U: Großbritannien, Frankreich, das Deutsche Reich, ÖsterreichUngarn und Russland wollten ihre Macht vergrößern. Sie
bestrebten mehr wirtschaftlichen Einuss auf den Weltmärkten.
W: Mehrere Länder hatten sich verbündet und kämpften
gegeneinander (1914 – 1918).
1
Nach: https://www.vienna.at/frau-vergass-bekannten-in-wien-donaustadt-zu-
gruessen-mit-umbringen-bedroht/7380385 (abgerufen am 17.04.2024)

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
U: Kurz nach Kriegsende gerieten die USA,
Großbritannien und Frankreich mit der Sowjetunion in
Streit darüber, wie es mit Deutschland weitergehen sollte.
W: Deutschland wurde von 1949 bis 1990 in zwei Staaten
geteilt.
A10. Bedeutung und Gebrauch des Verbs „sich aussuchen“
sich (Dat.) j-n / etw. (Akk.) aussuchen bedeutet (sich) etw.
auswählen. Man gebraucht die beiden nach dem Muster: jemand
sucht/wählt sich / j-m (Dat.) etwas (Akk.) aus:
⟩⟩ Die Kinder dürfen sich ihre Kleidung selbst aussuchen.
⟩⟩ Ich suchte mir bewusst Japan als Reiseziel aus, denn ich
hoffte dort abnehmen zu können.
Übung. Stellen Sie den Text wieder her, indem Sie die Begriffe
aus dem „Wortspeicher“ sinngemäß einsetzen.
verkaufen – haben – reisen – suchen – arbeiten –
mitbestimmen – aussuchen – auszusuchen – wählen ... mit
Unterstreichen Sie unten die Verben, die im Text nicht als Innitive
benutzt werden.
Was bedeutet es, wenn ein Land EU-Mitglied ist?
Im Jahre 1995 traten Schweden, Finnland und Österreich der
Europäischen Union bei. Damit waren bereits 15 Länder in der EU.
Wenn ein Land Mitglied der Europäischen Union ist, dann hat
das Land mehrere Rechte. Die Regierung dieses Landes darf
_________, was in der EU passiert. Außerdem _____________
die Staatsbürger so eines Landes das Europäische Parlament
_____________.

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Die Staatsbürger eines Landes, das Mitglied ist, sind auch EUBürger. Sie _____________ Rechte in der gesamten EU. Zum
Beispiel dürfen sie sich _________________ (= „auswählen“), in
welchem Land der EU sie wohnen und _____________ wollen.
Eine Schwedin kann zum Beispiel nach Belgien _____________,
und sich dort eine Wohnung _________________.
Das Recht, sich den Wohnort __________________________
(= „auszuwählen“), ist eine der europäischen Freiheiten. Ein
Mitgliedsland gehört zum sogenannten Gemeinsamen Markt. Wer
Waren oder Dienstleistungen hat, darf sie in allen Mitgliedsländern
_____________________.
B1. Lesen Sie die zusätzlichen Informationen zum Text 7 (T7):
Heiliges Römisches Reich
Das Heilige Römische Reich war ein Herrschaftsgebiet in
der Mitte von Europa. Es war ein Vorläufer des heutigen
Deutschlands. Auch die Schweiz und Österreich gehörten im
Mittelalter und am Beginn der Neuzeit dazu. Weil es im Reich
viele mächtige Fürsten gab, war das Reich eher schwach. Viele
Geschichtswissenschaftler meinen, dass das Heilige Römische
Reich im Jahr 962 begann: Damals ließ Otto der Große sich zum
Kaiser krönen. Das Heilige Römische Reich wurde seit Ende des
Mittelalters manchmal so genannt: „Heiliges Römisches Reich
Deutscher Nation“. Das Heilige Römische Reich (Deutscher
Nation) endete 1806 mit der Abdankung von Kaiser Franz II.
Joseph Karl (1768–1835, letzter römischer Kaiser seit 1792, als
Franz I. Kaiser von Österreich seit 1804).
Nach: https://klexikon.zum.de/wiki/Heiliges_Römisches_Reich
(abgerufen am 17.04.2024)
Großdeutsche und kleindeutsche Lösung
In der Frankfurter Nationalversammlung diskutierten
Abgeordnete während der Revolution 1848/49 über die

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
Streitfrage, ob man für ein vereinigtes Deutschland die
„großdeutsche“ oder „kleindeutsche Lösung“ anstreben solle.
Während die Großdeutschen Österreich mit einbeziehen
wollten, sprachen sich Vertreter der kleindeutschen Lösung für
den Ausschluss Österreichs vom deutschen Nationalstaat aus.
Nach: https://www.geschichte-abitur.de/lexikon/uebersicht-
revolution-1848-49/grossdeutsche-und-kleindeutsche-loesung
(abgerufen am 17.04.2024)
Österreichisch-Ungarischer Ausgleich
1867 kam es zum Österreichisch-Ungarischen Ausgleich
(Ausgleich heißt hier „Kompromiss, Herstellung eines
Gleichgewichts, Versöhnung“): Aus dem Kaisertum Österreich
wurde die Doppelmonarchie Österreich-Ungarn. Der Herrscher
war nun Kaiser von Österreich und zugleich König von Ungarn.
Jede Reichshälfte hatte ihre eigene Verfassung, Gesetzgebung
und Verwaltung. Franz Joseph I. hatte sich zu diesem Schritt
gezwungen gesehen, um den ungarischen Widerstand zu
brechen, aber auch, um sich nach dem verlorenen Krieg gegen
den Deutschen Bund ein Jahr zuvor zu behaupten. Bis zu seinem
Tod 1916 blieb Franz Joseph auf dem Thron, dann folgte ihm
sein Großneffe Karl I. Ungarn war in dieser Zeit wesentlich
größer als das heutige Staatsgebiet. Viele verschiedene Völker
lebten damals in Ungarn, was immer wieder zu Spannungen
führte.
Völker und Sprachen in Österreich-Ungarn
1910 hatte Österreich-Ungarn 51,4 Millionen Einwohner. Die
„Realunion“ bestand aus zwei Hälften: Cisleithanien („diesseits“,
also westlich des Flusses Leitha) und Transleithanien („jenseits“ /
östlich der Leitha). In der westlichen Hälfte lebten Deutsche,
Tschechen, Italiener und andere Völker. In der östlichen Hälfte

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lebten Ungarn, Rumänen, Serben und ebenfalls noch einige
weitere Völker. In der Donaumonarchie wurden gesprochen:
Deutsch (von 23,36% der Bevölkerung), Ungarisch (19,57%),
Tschechisch (12,54%), Polnisch (9,68%), Kroatisch und Serbisch
(8,52%), Ruthenisch (7,78%), Rumänisch (6,27%), Slowakisch
(3,83%), Slowenisch (2,44%), Italienisch (1,50%), Sonstige –
4,51%. Im Westen sollten die Menschen Deutsch können, im
Osten Ungarisch, auch wenn sie eine andere Muttersprache
hatten.
Nach: https://www.österreich-ungarn.de/demograe.html
(abgerufen am 17.04.2024)
Bürgerkrieg in Österreich
Der Österreichische Bürgerkrieg vom 12.2–15.2.1934 war
die Folge eines lang schwelenden Konikts zwischen der
Heimwehr (diese paramilitärischen „Selbstschutzverbände“
standen dem christlich-sozialen Lager und der Bundesregierung
nahe) einerseits und dem Republikanischen Schutzbund
(Sozialdemokraten und Gewerkschaften) andererseits. Die Lage
eskalierte am 12. Februar 1934, als die Sozialdemokraten gegen
eine Waffensuchaktion der Polizei bewaffneten Widerstand
leisteten. In deren Folge kam es zu schweren Kämpfen zwischen
dem Schutzbund und der Heimwehr, Polizei und Bundesheer.
Die Folge dieser blutigen Auseinandersetzungen, die vor
allem in Industriegebieten (Wien, Steiermark etc.) ausgetragen
wurden, waren 300 Tote.
Nach: https://mein-lernen.at/geschichte-3/oesterreich-1918–1945/
osterreichischer-burgerkrieg-1934/ (abgerufen am 17.04.2024)
Ständestaat
Im Jahr 1933 gab es Streit im österreichischen Parlament,
dem Nationalrat. Bundeskanzler Engelbert Dollfuß nutzte die

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
Gelegenheit: Er hinderte das Parlament daran, sich wieder zu
treffen und Dinge zu entscheiden. Später verbot er manche
Parteien. Das Land erhielt im Jahr 1934 eine neue Verfassung,
die Maiverfassung. Seitdem war Österreich ein „christlicher,
deutscher Bundesstaat auf ständischer Grundlage“. Mit
„ständisch“ war gemeint, dass nicht einfach so das Volk herrschen
sollte. Stattdessen war das Volk in Stände gegliedert, also in
Gruppen je nach dem, wo man wohnte und welchen Beruf man
hatte. Die Regierung des Ständestaats wurde von konservativen
und nationalistischen Politikern unterstützt. Die Regierung war
gegen alles, was links war: gegen den Liberalismus, gegen die
Sozialdemokraten und auch gegen die Kommunisten.
Nach: https://klexikon.zum.de/wiki/Ständestaat_(Österreich)
(abgerufen am 17.04.2024)
Neutralität
Wenn ein Land neutral ist, bedeutet das, dass dieses Land nicht
an Kriegen anderer Länder teilnimmt. Viele Länder haben
sich für die Neutralität entschieden, in Europa z.B. Irland, die
Schweiz und Österreich. Österreich wurde ein neutrales Land
im Jahre 1955, also in der Zeit des Kalten Krieges. Das bleibt
es bis heute, selbst wenn es inzwischen in der Europäischen
Union ist. Österreich ist aber nicht dem Militärbündnis NATO
beigetreten, wie das seine Nachbarn getan haben.
Nach: https://www.politik-lexikon.at/neutralitaet/
(abgerufen am 17.04.2024)

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B2. Formen Sie die Passivsätze in Aktivsätze um. Bitte beachten
Sie: a) Die Zeit des Satzes – Präsens oder Präteritum – bleibt
unverändert; b) Das „von + Dativ“-Objekt wird zum Subjekt
des Aktivsatzes; wenn es kein „von + Dativ“ gibt, dann setzen
wir das Pronomen „man“ als Subjekt ein.
1. Österreich wurde als „Ostarrichi“ erstmals im Jahr 996
erwähnt.
2. Der Grundstein für den späteren Vielvölkerstaat wurde von
den österreichischen Habsburgern gelegt.
3. 1871 wurde das Deutsche Kaiserreich ausgerufen.
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4. Auch jetzt werden in Österreich viele Sprachen gesprochen.
5. So wurde der lange währende Widerstand der Ungarn gegen
die habsburgische Herrschaft gebrochen.
6. Die Abgeordneten werden von den Staatsbürgern gewählt.
7. Am 28. Juni 1914 wurden der österreichisch-ungarische
Thronfolger und seine Frau von Gavrilo Princip ermordet.

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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
8. Von welchen Parteien wird die österreichische Politik
geprägt?
9. Im 2. Weltkrieg wurde Österreich von den Alliierten besetzt.
10. Der österreichische Bundeskanzler wird vom
Bundespräsidenten ernannt.
Z7. Zusammenfassung vom Thema 7 in Fragen
und Antworten.
Frage Antwort
1. Wann ist Österreich
entstanden? Welche
Dynastie regierte dort
hauptsächlich?
2. Wie wurde
Österreich zur
Großmacht?
Österreich entstand 996. Die
Habsburger herrschten dort fast die
ganze Zeit ab dem Ende des 13.
Jahrhunderts und bis 1918.
Im 16. und im 17. Jahrhundert führte
Österreich erfolgreiche Kriege gegen
die Türkei. Im 18. Jahrhundert erlebte
Österreich unter der Kaiserin Maria
Theresia und ihrem Sohn Joseph dem
Zweiten einen Aufstieg.
3. Wie und wann
begann die
Entwicklung des
österreichischen
Es begann noch im 16. Jahrhundert.
Die österreichischen
Habsburger wurden Herrscher von
Ungarn und Böhmen.
Vielvölkerstaates?
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