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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten = Историко-правовое страноведение немецкоязычных государств. Ein Lehrbuch

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LEKTION 3
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○ zum Stillstand kommen ○ das Vertrauen des Reichstags
benötigen
○ das Parlament auösen
Die Parteien konnten sich
ab 1930 nicht mehr auf eine
Koalition einigen.
Reichspräsident Hindenburg
ersetzte die Regierung durch Präsidialkabinette.
А6. Stellen Sie die Denitionen der Begriffe aus dem Text 3 wieder her.
1. Der Friedensvertrag von Versailles (Versailler Vertrag) war das ofzielle Dokument,
2. Ein Bürgerkrieg ist ein bewaffneter Kampf
3. Die Spartakịsten (Sprtakusbund) waren marxistische Sozialisten in Deutschland,
4. Die Freikorps waren Freiwilligenverbände vor allem aus Soldaten,
a. die aus dem Krieg zurückkehrten. Sie waren monarchistisch und rechtskonservativ orientiert.
b. die Macht in Bayern und in ganz Deutschland an sich reißen. Der Umsturzversuch scheiterte.
c. um anstelle von Geld (als Reparationen) Rohstoffe wie Holz, Kohle und Stahl zu bekommen.
d. an einer Wahl (z.B. zum Parlament) teilzunehmen.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
5. Die Ruhrbesetzung: 1923 besetzten französische und belgische Truppen das
e. die eine gesamtdeutsche Räterepublik als Ziel hatten. (der Rat = russ. Sowjet)
Ruhrgebiet,
6. Hitlerputsch: Am
8. November 1923 wollte Adolf Hitler mit einem
f. das den Ersten Weltkrieg beendete. Er trat am
10. Januar 1920 in Kraft.
Militärputsch
7. Wahlrecht beschreibt das Recht einer Person,
g. zwischen verschiedenen politischen Gruppen innerhalb eines Staates.
A7. Phonetik. Umlaute ä, ö, ü. Die Umlaute ä [ɛː] / [ɛ], ö [øː] / [œ] sowie ü [yː] / [y] gehören zu den deutschen Vokalen. Man nennt sie auch a-Umlaut, o-Umlaut und u-Umlaut. Sie sahen früher so aus: ae, oe, ue. In manchen Namen ndet man immer noch die alte Schreibweise: „Oettingen“ und „Goethe“. NB: äu ist ein Diphthong [ɔɪ], wie z.B. in Häuser [ˈhɔɪzɐ]. Vgl. Sie Schleuse [ˈʃlɔɪzə]. Mit Hilfe der Umlaute bildet man oft Wortformen: a) 2 и 3 Pers. Sg. von den meisten unregelmäßigen Verben mit
a und au:
⟩⟩ fahren – (du) fährst, (er, sie, es, man) fährt; laufen – läufst, läuft; stoßen – stößt, stößt.
b) Steigerungsformne der deutschen einsilbigen Adjektive und
Adverbien mit a, o, u (aber nicht mit dem Diphthong au!):
⟩⟩ kurz – kürzer – kürzest-, hoch – höher – höchst-, nah – näher – nächst-
c) Plural von vielen deutschen Nomen:
⟩⟩ der Sohn – die Söhne, das Buch – die Bücher, die Maus – die Mäuse, die Mutter – die Mütter
LEKTION 3
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d) Diminutivformen der einsilbigen Nomen mit Sufxen -chen
und -lein: ⟩⟩ das Brot – das Brötchen, die Frau – das Fräulein
e) Nomen und Adjektive, die von Verben/Adjektiven stammen:
⟩⟩ warm – die Wärme, sprechen – das Gespräch (vgl. Sie das Präteritum: sprach), hoch – die Höhe, Kraft – kräftig
NB: Wenn a, o oder u im Stammwort lang sind, sind auch die entsprechenden Umlaute lang und umgekehrt:
⟩⟩
das Buch – die Bücher, warm – die Wä!
rme
А8. Bilden Sie richtige Formen mit Umlauten (manchmal auch ohne). Präsens von starken Verben: lassen – du l___sst; tragen – du tr___gst; fahren – du f___hrst; erfahren – du erf___hrst; verstoßen – du verst___ßt; laufen – du l___fst; Plural von Substantiven: das Dach – die D___cher; der Schatz – die Sch___tze; die Stadt – die St___dte; die Nacht – die N___chte; das Loch – die L___cher; der Gott – die G___tter; der Gruß – die Gr___ße; die Kuh – die K___he; der Stuhl – die St___hle; die Maus – die M___use; das Haus – die H___user. Steigerung von Adjektiven/Adverbien: lang – l___nger – am l___ngsten; arm – ___rmer – am ___rmsten; stark – st___rker – am st___rksten; groß – gr___ßer – am gr___ßten; klug – kl___ger – am kl___gsten; dumm – d___mmer – am d___mmsten; aber!
laut – l___ter – am l___tsten; langweilig– l___ngweiliger – am l___ngweiligsten.
Bildung von Nomen aus Adjektiven: ach – die Fl___che; nah – die N___he; lang – die L___nge; kalt – die K___lte; stark – die St___rke; kurz – die K___rze; rot – die R___te. ○ Verkleinerungen (Diminutive) mit -chen und -lein: die Stadt – das St___dtchen; die Magd – das M___dchen; der Platz – das Pl___tzchen; das Brot – das Br___tchen; die Blume – das Bl___ mchen; der Baum – das B___umchen oder das B___umlein; die Frau – das Fr___ulein.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
А9. Verbinden Sie die im Kontext gleichbedeutenden Ausdrücke:
1. sich weigern, wieder in
a. zurücktreten
den Krieg zu ziehen
2. abdanken b. jemandem das Leben schwer machen
3. in Kraft treten c. so aufgebaut sein, dass es später Probleme verursacht
4. Aufbruchstimmung
haben
5. unter großen Druck
setzen
6. die Folgen von etwas
tragen
d. plötzlich nicht mehr funktionieren
e. die Verantwortung für etwas übernehmen
f. optimistisch in die Zukunft sehen
7. zum Stillstand kommen g. nicht mehr kämpfen wollen
8. Konstruktionsfehler
haben
h. Gesetzeskraft bekommen / gültig werden
A10. Zusammenfassung eines Textes
Merken Sie sich die Konstruktion: es geht um etw. (Akk.) (= etw. ist das Thema, das Wichtigste).
Ø Wie beantwortet man die Frage: „Worum geht es hier / in diesem Text / in dieser Lektion usw.?“
⟩⟩ In diesem Absatz geht es um Folgendes: Das Deutsche Reich entstand 1871 als konstitutionell-monarchischer Bundesstaat. ⟩⟩ In diesem Absatz geht es um das Deutsche Reich / um die Entstehung des Deutschen Reiches (im Jahre 1871) –
Nominalisierung des Verbs: entstand => die Entstehung
Ø Für Nebensätze benutzt man die Konstruktion „es geht darum, dass (oder: Fragewort) + Nebensatz“:
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⟩⟩ In diesem Absatz geht es darum, dass das Deutsche Reich
1871 als konstitutionell-monarchischer Bundesstaat entstand.
⟩⟩ In diesem Absatz geht es darum, wie das Deutsche Reich
entstand.
Worum geht es? Vervollständigen Sie die Teile a) und b) in der Aufgabe:
1. In diesem Text geht es um Folgendes: Der Staat sorgt für die Einhaltung der Gesetze a) In dies_______ Text geht es darum, _____________________
_____________________________________________________ b) In dies______ Text geht es um ___________________ / _____ ____________________________________________________
(der Staat / die Einhaltung der Gesetze)
2. In diesem Absatz geht es um Folgendes: Unter Straßenverkehr versteht man die Benutzung öffentlicher Straßen durch alle Verkehrsteilnehmer. a) In dies______ Absatz geht es darum, dass ________________
____________________________________________________ ____________________________________________________
b) In dies______ Absatz geht es um ______________________ _________________ / _________________________________
____________________________________________________
(der Straßenverkehr / der Begriff „Straßenverkehr“)
3. In dieser Aufgabe geht es um Folgendes: Deutschland musste an die Siegermächte Reparationen zahlen. a) In dies______ Aufgabe geht es darum, dass ________________
_____________________________________________________ _____________________________________________________ b) In dies______ Aufgabe geht es um ______________________ ____________________________________________________
(die Reparationen an die Siegermächte)
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
4. In diesen Sätzen geht es um Folgendes: Die Weimarer Republik war der erste demokratische deutsche Staat. a) In dies______ Sätz geht es darum, dass __________________
____________________________________________________
b) In dies_____ Sätz_____ geht es um ____________________ ____________________________ / _____________________
____________________________________________________
(die Weimarer Republik / die erste deutsche Demokratie)
A12. Bestimmen Sie, ob das Verb transitiv (vt) ist oder nicht (vi). Vergleichen Sie mit äquivalenten Ausdrücken im Russischen.
Das Verb im Kontext:
morgens früh aufstehen
einen Bekannten anrufen
dem Bruder zur Hochzeit gratulieren
Kindern einen Ausug
versprechen
zum Unterricht gehen
das Zimmer betreten
nette Menschen kennen lernen
aus dem Nichts entstehen
vt vi
Übersetzung:
vt vi
B1. Stellen Sie den Text wieder her, indem Sie die Verben aus dem Wortspeicher einsetzen:
sich ...
erholen
stieg zahlen waren
Man
legte ...
fest
zahlte fanden
LEKTION 3
Geldzahlungen nach dem Ersten Weltkrieg
In Deutschland denkt man beim Begriff „Reparationen“ vor allem an die Geldzahlungen, die das Deutsche Reich als Verlierer nach dem Ersten Weltkrieg an die Siegermächte __________________________ musste. _________________ das im Versailler Vertrag __________________________ . Das Deutsche Reich musste diese Bestimmung des Versailler Friedensvertrages akzeptieren. Zwischen 1919 und 1932 __________________________ das Deutsche Reich 25 Milliarden Goldmark an die Siegermächte. Das war damals eine enorm große Summe. Für Deutschland brachten die Reparationszahlungen große Probleme. Die Wirtschaft konnte ______ nicht _____________________, die Arbeitslosigkeit _________________________, viele Menschen lebten in Armut. Die meisten Menschen im Deutschen Reich_____________________ die Reparationsforderungen unfair und demütigend für ihr Land. Die Feinde der Weimarer Republik nutzten diese Wut aus für ihren Kampf gegen die Republik. Außenpolitisch _____________________ die Reparationen eine Belastung insbesondere für das Verhältnis zwischen Deutschland und Frankreich.
Nach: https://www.hanisauland.de/wissen/lexikon/grosses-lexikon/r/
reparationen.html (abgerufen am 28.02.2024)
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B2. Wiederholungsgrammatik: Perfekt Die Zeitform Perfekt ist eine Vergangenheitsform im
Deutschen. Man nutzt das Perfekt vor allem beim Sprechen, wenn man über Ereignisse aus der nahen Vergangenheit spricht. Aber haben, sein, Modalverben und lassen stehen meistens im Präteritum auch in der mündlichen Rede.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
Wie bildet man das Perfekt? ○ Das Hilfsverb haben oder sein steht in einem Aussagesatz im Präsens auf Position 2 und das sinnvolle Verb steht im sog. Partizip II am Satzende:
⟩⟩ Dein Bruder hat dich vor etwa einer Stunde angerufen. In einem Nebensatz steht das Hilfsverb am Satzende, d.h. nach dem Partizip II:
⟩⟩ Er sagt ihr, dass ihr Bruder sie vor etwa einer Stunde angerufen hat.
Teil A. Die Wahl des Hilfsverbs ○
Welche Verben bilden das Perfekt mit ‚haben’?
HABEN:
1. Transitive Verben bilden das Perfekt mit haben.
Transitive Verben (lat. „vt“ = verbum transitivum) haben ein Akkusativobjekt: ein Thema besprechen, einen Vogel sehen, eine Freundin einladen usw.
⟩⟩ Wer hat die Hauptrolle bekommen? ⟩⟩ Wir haben keine Fehler gefunden.
2. Modalverben können, müssen, wollen, dürfen, sollen, mögen:
⟩⟩ Hast du sie gemocht? ⟩⟩ Ich habe lachen müssen. (NB: das Modalverb steht im
Innitiv nach dem anderen Innitiv)
3. reexive Verben:
⟩⟩ Ich habe mich täglich geduscht. ⟩⟩ Was habt ihr euch als Letztes gekauft?
4. Viele andere intransitive Verben (lat. „vi “ = verbum
intransitivum): anfangen, beginnen, enden, aufhören, liegen, schlafen, arbeiten, leben, antworten, danken usw.:
⟩⟩ Ich habe geklopft, aber keiner hat geantwortet. ⟩⟩ Wann hat der Unterricht angefangen? ⟩⟩ Wo haben wir aufgehört?
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Welche Verben bilden das Perfekt mit „sein“? ○ SEIN:
1. Intransitive Verben, die eine Fortbewegung ausdrücken:
gehen, kommen, fahren, fallen, steigen, iegen, reisen.
⟩⟩ Er ist auf den Berg gestiegen. ⟩⟩ Sie sind im Sommer nach Polen gereist.
2. Intransitive Verben, die eine Änderung des Zustands
ausdrücken: aufwachen, einschlafen, erscheinen, entstehen,
sterben, verschwinden, vergehen.
⟩⟩ Sie ist gestern sehr früh aufgewacht. ⟩⟩ Die Zeit ist sehr schnell vergangen.
3. Ausnahmen: sein, bleiben, begegnen, scheitern, passieren,
gelingen:
⟩⟩ Schön, dass du geblieben bist. ⟩⟩ Was ist passiert?
NB: transitive Verben bilden immer das Perfekt mit haben, auch wenn sie eine Fortbewegung ausdrücken:
⟩⟩ Ich habe mich nach Tokio begeben.
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Teil В. Wie bildet man das Partizip II? ○
1. ○ Schwache Verben bilden das Partizip II vom Verbstamm
(Innitiv ohne (-e)n) mit Hilfe des Präxes ge- und des Sufxes -(e)t: ○
ge- + Verbstamm + -(e)t
machen → ge + mach- +t → gemacht.
⟩⟩ Wir haben einen guten Vorschlag gemacht. ⟩⟩ sagen → gesagt, lachen → gelacht
○ Wenn der Verbstamm auf -d, -t, -dm, -dn, -tm, -gn, -chn, -ffn endet, benutzt man das Sufx „-et“:
⟩⟩ reden → geredet, öffnen → geöffnet, arbeiten → gearbeitet (vgl. Sie das Präsens: er arbeitet, das Präteritum: er arbeitete)
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
1а. Verben auf -ieren bilden das Partizip II ohne ge-.
⟩⟩ passieren → passiert, studieren → studiert, telefonieren → telefoniert
2. Starke Verben bilden das Partizip II vom meistens veränderten
Verbstamm mit Hilfe des Präxes ge- und des Sufxes -en. ○ Der veränderte Verbstamm bedeutet einen Wechsel des Stammvokals / Vokalwechsel:
ge- + Verbstamm (mit dem Vokalwechsel) + -en nd- → ge + fund- + en → gefunden
⟩⟩ schreiben → geschrieben, gehen → gegangen
Aber: fahren → ge + fahr- + en → gefahren, kommen → ge + komm- + en gekommen.
3. Gemischte Verben, u.a. Modalverben bilden das Partizip II
mit „ge-...-t“ wie schwache Verben, aber mit einem veränderten Verbstamm wie die meisten starken Verben: kennen ge + kann- +t →gekannt.
⟩⟩ Hat das Opfer den Täter gekannt? ⟩⟩ wissen → gewusst, nennen → genannt, bringen →
gebracht, können → gekonnt
Teil C. Wie bildet man das Partizip II bei Verben mit Vorsilben? ○
1. Trennbare betonte Präxe wie ab-, an-, auf-, aus-, bei-, ein-,
los-, mit-, nach-, her-, hin-, vor-, weg-, zu-, zurück-, zwischen-
usw. stehen vor dem Präx ge- und dem Verbstamm: ankommen angekommen.
⟩⟩ Er ist gestern Abend angekommen. ⟩⟩ vorstellen → vorgestellt, aufstehen → aufgestanden,
mitmachen → mitgemacht
2. nach untrennbaren unbetonten Präxen be-, emp-, ent-, er-,
ge-, miss-, ver-, zer- steht das Partizip II ohne ge-: verstehen → verstanden (ge-).
⟩⟩ Jetzt habe ich verstanden, wie das funktioniert.