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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten = Историко-правовое страноведение немецкоязычных государств. Ein Lehrbuch

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LEKTION 4
Der Text behandelt…
5. Man beendete den Krieg. NB: die Beendigung
Im Text geht es um ... Der Text behandelt…
6. Frankreich und Belgien besetzten 1921 das Ruhrgebiet. NB:
die Ruhrbesetzung
Im Text geht es um ... Der Text behandelt…
B1. Verbinden Sie die Begriffe aus dem Text 4 mit den passenden Denitionen.
Machen Sie es nach dem Muster: Unter (dem Begriff)
Propaganda versteht man ... [Akk.].
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1. National-
sozialismus m
2. Annektierung f
3. Terror m
4. Propaganda f
5. Ausgrenzung f
a. systematische Verbreitung von Angst und Schrecken, um politische Ziele zu erreichen
b. Informationen, die man verbreitet, um die Meinung der Menschen zu beeinussen
c. eine Aktion von Angehörigen des Militärs oder einer Gruppe von Politikern mit dem Ziel, die Macht zu übernehmen
d. die ofzielle Erklärung, dass ein Land den Krieg verloren hat und nicht mehr kämpfen will
e. eine radikal antisemitische, rassistische, nationalistische, sozialdarwinistische, antikommunistische, antiliberale und antidemokratische Ideologie
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
6. Regierungssturz m
oder Putsch m
7. Kapitulation f
f. Eroberung eines Gebietes, das früher einem anderen Staat gehörte
g. Ausschluss, Verdrängung von Menschen aus dem gesellschaftlichen Leben
B2. Aufgabe A. Stellen Sie den Text wieder her, indem Sie passende Adjektive aus dem „Wortspeicher“ einsetzen.
Geheime – wenige – privaten – Dritten – Unbekannte –
lebensgefährlich – bekannteste – Weißen – politische
Widerstand gegen das NS-Regime
Die leiseste, selbst im ________________ Umfeld geäußerte Kritik an Hitler, seiner Ideologie, seinem Handeln oder seinen Plänen war _____________________. Die Gestapo versuchte die Gedanken der Bürger bis in die Familien hinein zu kontrollieren – so sollten etwa Kinder ihre Eltern und Eltern ihre Kinder denunzieren. Trotzdem wagten es ___________ Menschen, dem Unrechtsregime zu widersprechen – und noch weniger versuchten, es zu beseitigen. (Die Gestapo – „______________ Staatspolizei“ – war die _______________ Polizei im NS-Deutschland.) Die „Weiße Rose“ ist heute wohl die ________________ Widerstandsgruppe des __________ Reiches. Die Studenten Hans und Sophie Scholl und ihre Freunde Christoph Probst, Alexander Schmorell, Willi Graf und der Universitätsprofessor Kurt Huber schlossen sich zur „_____________ Rose“ zusammen, um gegen die Nazis zu kämpfen. Gemeinsam verfassten, druckten und verteilten sie Flugblätter. Diese Flugblätter verschickten sie an Studenten und an _________________. In ihren Druckschriften
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riefen sie zum Widerstand gegen den Nationalsozialismus auf. Ihren Mut bezahlten die sechs mit dem Leben.
Quellen: https://www.kindernetz.de/sendungen/der-krieg-und-ich/die-weisse-
rose-100.html (abgerufen am 07.03.2024), Hahmann E.-U. Todesursache Vernichtung
durch Arbeit. Die Erinnerung darf nicht sterben. BoD (Hrsg.), 2020. S. 7.
Aufgabe B: Unterstreichen Sie alle Begriffe im Text, die inhaltlich mit dem Wort „Widerstand“ verwandt sind. Aufgabe C: Finden Sie Bedeutungsäquivalente für die folgenden Ausdrücke im Text:
die Diktatur bekämpfen ○ (bei einer Behörde) anzeigen ○ es riskieren, etwas zu tun ○ sein Leben für hohe Ideale opfern ○ politische Polizei des NS-Regimes ○ eine Widerstandsgruppe
organisieren
B3. Welche Kombinationen sind möglich? Es fällt jeweils ein Verb aus der Reihe.
Äußern Sie sich dem Muster: Das Verb „...“ verwendet man
nicht mit dem Akkusativ-Objekt „...“.
…kann man…
Ein Gesetz gründen, ausrufen, erobern,
regieren, inhaftieren
Einen Staat erlassen, befolgen, besiegen,
brechen, ändern
Einen Bürger annektieren, wählen,
überwachen, auffordern,
informieren
Einen Beamten / eine Beamtin
ernennen, reformieren,
bestechen, kontrollieren,
entlassen
Eine Idee umsetzten, umzingeln,
formulieren, propagieren,
verstehen
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
B4. Grammatik. Schwache und gemischte Deklination des Nomens (eine Reihe von Maskulina und „das Herz“, n)
Die meisten maskulinen und neutralen Nomen gehören zur starken Deklination.
Sie bekommen Endungen nur in zwei Formen: Gen. Sg.: (-e)s und Dat. Pl.: -(e)n (sieh oben Lektion 2).
Aber es gibt auch eine ziemlich große Gruppe maskuliner Nomen von schwacher Deklination (oder n-Deklination).
In allen Formen
mit Ausnahme
von Nom. Sg.
bekommen sie die
Endung -(e)n:
Fall Sngular Plural
Nom.
Gen.
Dat. Akk.
der Mensch die Menschen des Menschen der Menschen dem Menschen den Menschen den Menschen die Menschen
Zur n-Deklination gehören folgende Untergruppen von
maskulinen Nomen:
▫ Nomen mit dem Sufx -e: der Junge, der Erbe, der Kollege,
der Löwe, der Hase...
▫ einige andere belebte Nomen: der Mensch, der Herr, der
Bauer, der Nachbar, der Bär...
▫ einige Adelstitel: der Prinz, der Fürst, der Graf; ▫ Wörter aus dem Lateinischen und Greichischen mit den
Sufxen -ant/-and, -ent, -ist; at/-et/-it/-ot; -graf, -loge,
-nom, -arch: der Mandant, der Doktorand, der Student, der
Präsident, der Jurist; der Diplomat, der Prophet, der Bandit, der Patriot, der Biologe, der Agronom, der Monarch…
▫ Darunter fallen auch einige unbelebte Nomen: der Automat,
der Diamant, der Planet, der Satellit, der Paragraf.
NB: die Ausnahme bilden die Nomen mit dem Sufx -or
(der Autor, der Motor, der Professor usw.): sie gehören zur starken Deklination (Nom.Pl. die Autoren, aber Gen.Sg. des Autors).
LEKTION 4
▫ Außerdem gehören die Neutra mit Sufx -ent (das
Experiment, das Moment…) immer zur starken Deklination:
Gen. Sg. -(e)s, Nom. Pl. -e.
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Tipp: Vergleichen Sie
die deutsche schwache
Deklination mit der
Deklination von Nomen auf
-мя im Russischen: бремя,
время, вымя, знамя, племя,
имя, пламя/полымя, семя,
стремя, темя:
падеж ед.ч. мн.ч.
И. имя имена
Р. имени имён Д. имени именам В. имя имена
Т. именем именами
П. об имени об именах
Die Deklination von Nomen kann man in Wörterbüchern nachschlagen. Man erkennt die Deklination an der Genitivendung (Gen. Sg.) und der Pluralendung (Nom. Pl.), die immer angegeben sind:
Haus n -es, Häuser – starke Deklination, Mensch m -en, -en – schwache Deklination, Herz n -ens, -en – gemischte Deklination.
Die gemischte Deklination ist eine Unterart der n-Deklination.
Sie unterscheidet sich von der schwachen Deklination nur durch die Endung im Gen.Sg. (-ens):
Fall Sngular Plural
Nom. der Name das Herz die Namen die Herzen
Gen. des Namens des Herzens der Namen der Herzen
Dat. dem Namen dem Herzen den Namen den Herzen
das Herz
Akk. den Namen
(Ausnahme: keine Endung!)
die Namen die Herzen
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
Es gibt nur 6 Wörter von gemischter Deklination: 5 davon sind Maskulina – der Name, der Buchstabe, der Gedanke, der Wille(n), der Friede(n) und eins ist Neutrum: das Herz. Wie man aus der Tabelle sieht, bildet das Wort Herz eine Ausnahme: es bekommt keine Endung im Akk. Sg. Noch ein Tipp zur Bestimmung von Deklination: die letztere wird oft in Komposita (zusammengesetzten Wörtern) sichtbar, z.B.: Studentenausweis (= Ausweis eines Studenten), Willenserklärung (= Erklärung des Willens), Idiotentest (ugs. für Medizinisch-Psychologische Untersuchung auf Eignung zum Autoführen).
Z4. Zusammenfassung vom Thema 4 in Fragen und Antworten.
Frage Antwort
1. Was war das Ziel der Nationalsozialisten?
Hitler und seine Anhänger träumten von einem „großgermanischen Weltreich“. In diesem Reich sollten die Deutschen nicht nur über Europa, sondern auch über den Rest der Welt herrschen.
2. Wie sah Hitlers Rassenideologie aus?
Die „arische Rasse“ sollte alle anderen Rassen beherrschen und die „minderwertigen Rassen“ (Juden, Sinti und Roma, Slawen) sollten nach Hitlers Plan unterworfen oder vernichtet werden.
3. Wie kamen die Nationalsozialisten an die Macht?
Reichspräsident Paul von Hindenburg ernannte am 30. Januar 1933 Adolf Hitler zum neuen Reichskanzler. Die NSDAP übernahm Schritt für Schritt die volle Macht. Mit dem sogenannten
LEKTION 4
4. Was waren die ersten Schritte des NS-Regimes?
5. Wann und warum hat man in NS­Deutschland Bücher verbrannt?
6. Wozu brauchte Hitler die Olympischen Spiele 1936?
7. Wie war für die Außenpolitik Deutschlands Ende der Dreißiger Jahre?
8. Wie begann der Zweite Weltkrieg?
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Ermächtigungsgesetz am 24. März 1933 war das Parlament entmachtet. Die Republik war tot.
Die Nationalsozialisten bauten Konzentrationslager für Andersdenkende, riefen zum Boykott der Juden auf und setzten Berufsverbote gegen sie durch.
Am 10. Mai 1933 verbrannten die Anhänger der NSDAP in 22 Universitätsstädten öffentlich Bücher von jüdischen, marxistischen und pazistischen Schriftstellern.
Um NS-Deutschland als friedliches und offenes Land darzustellen. Hinter dieser Fassade wollte Hitler seine Armee weiter aufrüsten.
1938 schloss NS-Deutschland Österreich an, und ein halbes Jahr später – auch das deutschsprachige Sudetenland in der Tschechoslowakei. Im März 1939 hat Hitler auch den Rest von Tschechien besetzt.
Die deutsche Wehrmacht überel am
1. September 1939 Polen und zwei Tage später erklärten Großbritannien und Frankreich dem Deutschen Reich den Krieg.
LEKTION 5
A1. Phraseologie + Grammatik: Funktionverbgefüge (Nomen- Verb-Verbindungen)
Funktionsverbgefüge (FVG) ist ein besonderer Phraseologismus. Es besteht aus einem Nomen, einem Funktionsverb und notfalls Präpositionen und Artikeln. ○ ○ Besonderheiten der FVG
 In FVG stehen die Nomen in ihrer wörtlichen Bedeutung, aber die Verben in übertragener. Das Verb ergänzt das Nomen und bezeichnet eine Handlung, ein Geschehen, das durch das Nomen ausgedrückt wird:
⟩⟩ die/eine Entscheidung treffen ⟩⟩ den/einen Einuss aus|üben ⟩⟩ ein/kein nde nehmen
 FVG sind typisch für formelle Sprache und besonders
Fachsprache, u.a. juristische und geschichtliche: ⟩⟩ einen Eid b|legen; eine (aktive, reaktionäre) Politik betreiben; die Macht aus|üben; Maßnahmen treffen. Deshalb ist es wichtig, solche Redewendungen zu erkennen und sie zu benutzen.
 Oft hat ein FVG ein synonymes Vllverb: ⟩⟩ (auf + Akk.) Einuss ausüben/haben/nehmen = etw. (Akk.)
beeinussen ⟩⟩ ein (leichtes/sorgloses, schweres) Leben führen = (leicht/ sorglos, schwer) leben
 FVG haben unterschiedliche Valenz:
1) Sie können ein Objekt ohne oder mit einer Präposition
fordern: ⟩⟩ einen Eid (Akk.) ablegen, zur (zu + Dat.) Verfügung stellen
2) Viele FVG fordern nur ein Subjekt:
⟩⟩ in Kraft treten (z.B.: eine Rechtsnorm/ein Gesetz (Subjekt) tritt in Kraft), ein leichtes Leben führen (sie (Subjekt) führt ein
leichtes Leben)
LEKTION 5
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Es gibt auch solche FVG, die noch andere Objekte haben:
im Akkusativ: etw. (Akk.) in Anspruch nehmen (= beanspru- chen), etw. (Akk.) zum Ausdruck (zu + Dat.) bringen;
im Dativ: j-m/etw. (Dat.) Widerstand leisten (= widerstehen);
eine Präpositionalergänzung: auf j-n / etw. (Akk.) Einuss
haben.
A2. Setzen Sie die Funktionsverbgefüge in passender Form sinngemäß ein.
in Frage kommen; ein Ende nehmen; Recht sprechen; einer Sache ein Ende setzen; Gewalt aus|üben; in Kraft treten (trat,
ist getreten).
1. Gerichte sind Institutionen, die ___________ ___________.
(Präsens)
2. In welchem Jahre _______________ das Grundgesetz der BRD ____ ___________? (Präteritum)
3. Dieser Fehler ________________ der Karriere des Politikers _____ ___________. (Präteritum)
4. Der Wahlkampf ______________ kein ___________, sondern er wird immer heißer und heißer. (Präsens)
5. Als passender Ort für das Gipfeltreffen ________________ Wien oder Helsinki in _____________. (Präsens)
6. Ein Staat darf nicht unbeschränkt und willkürlich seine ______________ ________________________.
A3. Setzen Sie die Verben vom Perfekt ins Präteritum. Setzen Sie, wenn nötig, Präpositionen ein.
etw. (Akk.) besẹtzen – besetzte – hat besetzt
1. Im Januar 1923 haben französische und belgische Truppen das Ruhrgebiet besetzt.
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Historisch-rechtliche Landeskunde von deutschsprachigen Staaten
von j-m / etw. (Dat.) sprẹchen – sprach – hat gesprochen
2. Wo______ hat dein Bruder gesprochen? – Er hat wieder ______ seiner Karriere gesprochen. NB: von j-m / etw. (Dat.) sprechen ≈ über j-n / etw. (Akk.)
sprechen
etw. (Akk.) in etw. (Akk.) einteilen – teilte ein – hat eingeteilt
3. Berlin hat man in vier Sektoren eingeteilt, Charlottenburg hat zum britischen Sektor gehört.
sich zu etw. (Dat.) vereinigen – vereinigte sich – hat sich vereinigt
4. Die Parteien SPD und KPD haben sich im Osten ______r Sozialistischen Einheitspartei Deutschlands vereinigt.
entstehen – entstand – ist entstanden
5. Die BRD ist im Jahre 1949 entstanden.
etw. (Akk.) aufbauen – baute auf – hat aufgebaut
6. Er hat Reportagen [ʁepɔʁˈtaːʒn] über Menschen in der DDR gedreht, die glücklich den Sozialismus aufgebaut haben.
etw. (Akk.) errbeiten – erarbeitete – hat erarbeitet
7. Während der Diskussion haben die Seiten neue Strategien erarbeitet.