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Deutsch für Elektriker. Учебное пособие

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07.09.2026
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die Untergrenze fest: Transistoren in der Größe eines Stecknadelkopfes sind dagegen kein Seltenheit.
Die Summe dieser günstigen Eigenschaften wurde von entscheidender Bedeutung für die moderne Elektronik. Ohne die Halbleitertechnik wäre diese jetzt überhaupt nicht denkbar. Die überragende, von Tag zu Tag zunehmende Bedeutung der Halbleitertechnik ist nicht allein der gleichrichtenden Diode und dem verstärkenden Transistor zu verdan­ken, sondern zahlreichen neuen Forschungsrichtungen, die durch Beschäftigung mit Halb­leitern angeregt wurden und deren Resultate sehr rasch in zahlreichen Gebieten der Tech­nik Anwendung finden.
Halbleiter in der Elektrotechnik
Die Halbleiterbauelemente haben bereits vielseitige Anwendung in Geräten der Schwachstromtechnik, in der Messtechnik, in der elektronischen Rechentechnik und in der Industrieelektronik gefunden. Es gab zwar schon früher Halbleiterbauelemente, wie z. B. Kristalldetektoren, jedoch konnte man lange Zeit deren Funktion nicht exakt erklären. Die entscheidende Wendung trat ein, als 1948 das Ziel erreicht wurde, einen elektrischen Strom nicht nur wie bisher in der Vakuumröhre, sondern auch in einem Festkörper zu steuern. In den Mittelpunkt der Interessen rückten die so genannten aktiven Halbleiterele­mente – Transistoren.
Es waren noch viele Probleme technischer Art zu lösen. Aber schon im Anfangssta­dium zeigte sich, dass sich hier ein neuer Industriezweig ausbildete, der die zukünftige Entwicklung der Bauelemente und Geräte der Nachrichtentechnik stark beeinflusste und der heute in allen Industriestaaten eine bedeutende Rolle spielt. Das Ausgangsmaterial derartiger Bauelemente ist ein Grundstoff von einem bisher noch nicht erreichten Rein­heitsgrad. Während in einem metallischen Leiter etwa ebenso viele freie Elektronen für den elektrischen Strom für Verfügung stehen, wie Atome vorhanden sind, sind es bei ei­nem absolut reinen Halbleiter sehr wenige. Beim Germanium kommt z.B. auf etwa eine Milliarde von Atomen nur ein freier Ladungsträger. Die Ladungsträgerzahl kann sich mit
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der Temperatur stark erhöhen, was in einigen Geräten ausgenutzt werden kann. Halbleiter sind hauptsächlich Metalloxyde und die Elemente Selen, Silizium, Germanium.
In der Schwachstromtechnik haben sich die Halbleiter sehr schnell durchgesetzt – wir verdanken ihnen die kleinen Transistorradios, schnelle, zuverlässige Rechen­maschinen, die Sonnenbatterien der Sputniks.
Die Halbleiter sind in die Starkstromtechnik eingedrungen und haben dort ebenfalls eine große Umwälzung hervorgerufen. Die wichtigste Anwendung der Halbleiter in der Starkstromtechnik ist deren Anwendung als Gleichrichter, d.h. zur Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom. In den gegenwärtigen großen Kraftwerken wird meist Wechselstrom erzeugt, während in der Industrie etwa bis ein Drittel der erzeugten elektri­schen Energie in Form von Gleichstrom verbraucht wird.
Deshalb spielt die Umwandlung von Wechselstrom in Gleichstrom eine wichtige Rolle. Um Wechselstrom in Gleichstrom umzuformen, wird in den Stromkreis ein Ventil eingesetzt, das den Strom in der einen Richtung ungehindert fließen lässt, in der anderen Richtung aber sperrt. Anstatt der alten angewandten Quecksilberdampf-Gleichrichter kann man einen Halbleiter als Ventil verwenden. Als Ventil dient dazu ein münzengroßes Scheibchen eines hochreinen Siliziums-kristalls. Solch ein Gleichrichter ist ungewöhnlich klein und zuverlässig. Seine Verluste betragen höchstens 1%. In der Zukunft werden alle Gleichrichter mit Siliziumventilen ausgestattet sein.
Auch Geräte zur Speisung von Fernsprechapparaten und die Lichtbogen­schweißgeräte werden mit Halbleitern ausgestattet. In der Lokomotivindustrie werden seit einigen Jahren große Bahnstrecken, z.B. die Strecke, die von Moskau nach Sibirien führt, mit hochgespanntem Wechselstrom gespeist. Dieser wird dann auf jeder einzelnen Loko­motive über einen Siliziumgleichrichter in Gleichstrom umgeformt. Eine weitere wirt­schaftlich sehr wichtige Anwendung von Halbleitergleichrichtern sind die Anlagen zur Drehzahlregelung großer elektrischer Motoren mit Leistungen von mehreren tausend Ki­lowatt. Die Drehzahl wird durch die Umformung der Netzwechselspannung in Gleich­spannung geregelt.
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Was ist elektrischer Strom?
Als die ersten elektrischen Apparate und Maschinen gebaut wurden, hatte man vom Wesen der Elektrizität noch sehr unklare Vorstellung. Niemand wusste, was elektrischer Strom eigentlich sei. Die Wissenschaft hat diese Frage am Ende des 19.Jahrhunderts be­antwortet: Elektrischer Strom ist das gemeinsame Wandern von Ladungsträgern, von klei­nen elektrisch geladenen Teilchen.
Ladungsträger sind in der Elektrotechnik meistens Elektronen, dieselben Elektro­nen, welche in der „Hülle“ jedes Atoms enthalten sind. In Flüssigkeiten und Gasen treten unter gewissen Voraussetzungen auch Atome oder Atomgruppen als Ladungsträger auf. Man nennt sie Ionen.
Die in einem Draht wandernden Elektronen entstammen keinem „Elektronenerzeu­ger“. Einen solchen gibt es nicht. Sie sind von vornherein im Leiter enthalten. Atome des Werkstoffes, aus dem der Draht besteht, geben Elektronen ab, die sich nunmehr frei zwi­schen den Atomen bewegen können. Wandern sie alle in einer Richtung, so fließt in Draht Strom. Die in Metall frei beweglichen Elektronen „transportieren“ also die Elektrizität. Deshalb nennt man sie Leitungselektronen. Metalle leiten den elektrischen Strom gut, weil in ihnen reichlich Leitungselektronen zur Verfügung stehen. Stoffe, in denen es zahlreiche leichtbewegliche Ladungsträger gibt, nennt man Leiter.
In Materialien, in denen keine oder nur sehr wenige Leitungselektronen vorhanden sind, kann auch kein Strom fließen. Solche Stoffe heißen Isolatoren. Sie sind für den Elektrotechniker ebenso wichtig wie die Leiter. Ein Leiter, in dem man einen Strom zum Fließen bringt, hätte sehr rasch alle Leitungselektronen verloren, wenn sich die abgewan­derten Elektronen nicht immer wieder ergänzt hätten. Da sich aber Elektronen weder er­zeugen noch in größeren Menge „speichern“ lassen, ist in einem Leiter ein dauernder Strom nur dann möglich, wenn die Leitungselektronen einen ständigen Kreislauf vollfüh­ren.
Denke man sich einen Drahtring, in dem man – wie, sei im Augenblick unwichtig – einen Strom zum Fließen bringt. Dann würden sich im Drahtring ständig die gleichen Lei­tungselektronen bewegen. Ihre Zahl würde sich nicht wesentlich ändern. Würden wir ein
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Stück des Drahtringes herausgreifen, so würden sich darin stets gleich viele wandernde Leitungselektronen befinden.
Eine Anordnung, in der Elektronen einen ständigen Kreislauf vollführen können, nennt man Stromkreis. Er zählt zu den wichtigen Begriffen der Elektrotechnik, denn wo nur ein elektrisches Gerät betrieben wird, ist es Teil eines Stromkreises. In der Praxis hat man dabei nicht mit einem Drahtring zu tun, sondern mit einer Leiterschleife beliebiger Form. Sie ist mindestens an zwei Stellen unterbrochen: An der einen befindet sich eine Energiequelle, die den Leitungselektronen eine gewisse Antriebsenergie vermittelt, an der anderen – ein Verbraucher, in dem diese Antriebsenergie in eine andere Energieform, zum Beispiel in Wärme oder in die mechanische Energie eines Motors, umgesetzt wird.
Der Name „Stromverbraucher“ ist daher, obwohl allgemein verbreitet, im Grunde falsch. Es wird keine elektrische Energie „verbraucht“, sondern lediglich umgewandelt. Ebenso ist die Energiequelle des Stromkreises nur eine Vorrichtung, in der Elektroenergie aus einer anderen Energieform gewonnen wird.
Der Elektronenkreislauf hat allgemein bekannte Folgen: Jeder Stromverbraucher muss über zwei Leitungen mit der Elektroenergiequelle verbunden werden – in der einen fließen ihm die Elektronen zu, über die andere fließen sie wieder ab. Wird der Kreislauf an irgendeiner Stelle unterbrochen, hört der Stromfluss sofort auf. Deswegen können wir ei­nen Schalter an beliebiger Stelle in den Stromkreis einfügen.
Die Wanderungsgeschwindigkeit der Elektronen bleibt, wie es durch experimentelle Untersuchungen festgestellt wurde, sehr gering. Leitungselektronen bewegen sich in der Sekunde nur um Bruchteile eines Millimeters vorwärts. Trotzdem wirkt sich eine Unter­brechung des Stromkreises oder sein Wiedereinschalten augenblicklich auf den ganzen Stromkreis aus. Diese Erscheinung kann dadurch erklärt werden, dass sich der Antriebs­impuls von Elektron zu Elektron, der mit der Wanderungsgeschwindigkeit der Elektronen nichts zu tun hat, sehr schnell fortpflanzt, ähnlich wie sich die Wasserteilchen in einem Rohr unabhängig von der Strömungsgeschwindigkeit unverzüglich überall in Bewegung setzen, wenn ein Wasserleitungsbahn geöffnet wird.
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Wirkungen des elektrischen Stromes
1 Wärmewirkung
Bei der Bewegung durch den Leiter stoßen die Ladungsträger mit den Atomen des Metallgitters zusammen und übertragen ihnen dabei einen Teil ihrer kineti-schen Energie. Die Energieaufnahme der Atome äußert sich in ihrer größeren ther-mischen Bewegung und einer Temperaturerhöhung des Werkstoffs. Die Energie der Ladungsträger wandelt sich in Wärmeenergie um.
2 Magnetische Wirkungen
Bewegte elektrische Ladungsträger erzeugen in ihrer Umgebung ein magnetisches Feld.
3 Chemische Wirkungen
Durch den elektrischen Strom können chemische Reaktionen ausgelöst werden, z.B. Zersetzung dissoziierter chemischer Verbindungen in stromdurchflossenen Flüssigkeiten.
4 Lichtwirkungen
Nach Energieaufnahme können Atome, Moleküle oder Ionen Lichtenergie in Form elektromagnetischer Strahlung mit Wellenlängen des sichtbaren Spektrums wieder abge­ben.
Es werden Temperaturstrahler (mit Wärmewirkung verbunden) und Lumineszenzstrahler unterschieden.
Wirkungen des elektrischen Stromes auf den Menschen
Sind abhängig von: Einwirkdauer; Stromstärke; Stromweg im menschlichen Körper; Frequenz; Körperlicher Verfassung und dem Gewicht des Menschen.
Die Empfindlichkeit des Menschen gegenüber dem elektrischen Strom ist bei Wechselstrom bis 200 Hz größer als bei Gleichstrom. Sie ist von der Einwirkdauer und vom Stromweg abhängig. Die Stärke des Stromes ist vom jeweiligen Gesamtwiderstand des menschlichen Körpers, dieser wiederum von der anliegenden Spannung und der Ein­wirkzeit des Stromes abhängig.
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Nützliche Wirkungen (Elektromedizin)
Unter Berücksichtigung der genannten Faktoren werden die Wirkungen des elektri­schen Stromes bewusst in der Medizin zur Behandlung erkrankter Menschen mit Erfolg genutzt.
Strom ohne Widerstand
Eine der merkwürdigsten Erscheinungen in der Physik ist die „Supraleitung“. Es ist bekannt, dass jeder Stoff einen elektrischen Widerstand hat, der durch das Ohmsche Ge­setz bestimmt ist: R = U/I (Ohm), U = I . R (Volt), I = U/R (Ampere).
R bedeutet in diesen Gleichungen den Widerstand eines elektrischen Leiters in Ohm, I die Stromstärke in Ampere und U die Spannung in Volt. Die zweite Gleichung zeigt, dass bei konstanter Spannung die Stromstärke umso größer wird, je kleiner der Wi­derstand ist.
Die elektrische Leitfähigkeit ändert sich mit der Temperatur.
Gewöhnlich sinkt bei sinkender Temperatur auch der Widerstand. Angenommen, man senkt die Temperatur bis in die Nähe des absoluten Nullpunkts. Dieser hat den Wert von –273,2 ˚C oder 0 ˚K. Dann geschieht etwas Überraschendes: Der Widerstand schwin­det vollständig. Das Metall ist supraleitend geworden.
1911 entdeckte der niederländische Physiker Helke Kammerlingh Onnes die Supra­leitung, als er Quecksilber (Hg) mit flüssigem Helium (He) kühlte. Bei 4,2
˚
Kelvin schwand der Widerstand. Er konnte die Erscheinung nicht erklären, und auch heute ist sie noch nicht völlig geklärt. Aber er erkannte ihre Bedeutung: Nun würde es möglich sein, Strom ohne Widerstand zu übertragen.
Eine Kühlung auf so extrem tiefe Temperaturen ist schwierig und teuer. Daher be­mühten sich viele Physiker, Stoffe zu finden, die bei höherer Temperatur supraleitfähig werden. 1986 entdeckten Alex Müller und Georg Bednorz am IBM-Forschungslabor in Zürich eine Keramik aus Lanthan (La), Barium (Ba), Kupfer (Cu) und Sauerstoff, die bei
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der „hohen“ Temperatur von 35
˚
Kelvin supraleitend wurde. Im folgenden Jahr erhielten
sie für ihre Entdeckung den Nobelpreis für Physik.
Heute kennt man bereits Stoffe mit Supraleitung bei 150
˚
Kelvin. Nun kann man statt Helium den 30-mal billigeren flüssigen Stickstoff (N) zur Kühlung verwenden. Leider haben die neuen Keramik-Supraleiter einen Nachteil: Aus den spröden Stoffen Kabel her­zustellen ist sehr schwierig.
Mit Supraleitern erreicht man widerstandslose Ströme von vielen tausend Ampere. Deshalb lassen sich damit sehr starke Magnetfelder erzeugen. Man verwendet diese in medizinischen Geräten und Messinstrumenten, in den großen Teilchenbeschleunigern wie DESY in Hamburg oder GERN in Genf und in den Reaktoren für die Kernfusion. Mit Supraleitern in Generatoren und Kabeln wäre es möglich, einen großen Teil der elektri­schen Energie zu sparen.
Stromarten - Gleichstrom und Wechselstrom
Bei der Einteilung des Stroms wird in Gleich- und Wechselstrom unterschieden. Der Gleichstrom ist dabei der zeitlich konstante Strom, das heißt, er wechselt über eine be­stimmte Zeit gesehen weder seine Richtung noch seine Stärke. Wird die Richtung des Stroms festgelegt, so unterscheidet man in technische und physikalische Stromrichtung. Sind in Metallen die Elektronen die Ladungsträger, so bewegen sie sich vom negativen zum positiven Pol. Damit bewegen sie sich entgegengesetzt zur technischen Stromrich­tung.
Beim Gleichstrom wird also eine stetig konstante Spannung an den Stromkreis an­gelegt. Beispiele für Dinge des täglichen Lebens, die mit Gleichstrom betrieben werden, sind Batterien oder auch Netzgeräte. Überhaupt fast alle elektronischen Geräte, die in ei­nem Haushalt verwendet werden (Radio, Fernseher, Handy, usw.), benötigten Gleich­strom, um zu funktionieren.
Beim Wechselstrom ändert sich die Stromrichtung ständig, was meist in bestimmten zeitlichen Abständen geschieht. Diese zeitlichen Abstände werden als Frequenzen be­zeichnet, die angeben, wie oft die Richtung des Stroms in einer gewissen Zeit, meist einer
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Sekunde, geändert wird. Bei uns ist das 50-mal in der Sekunde, auch bezeichnet als 50 Hz. Die Richtung der Spannung wechselt also ständig. Das wohl bekannteste Beispiel für eine Wechselstromquelle ist die Steckdose.
Mit Hilfe eines so genannten Transformators können nun die Wechselspannungen einfach umgewandelt werden. Das ist nötig, weil zum Beispiel die Überlandleitungen mit einer ungleich höheren Spannung arbeiten, als zum Beispiel die Stadtnetze. Und selbst diese haben noch eine höhere Spannung als die, die beispielsweise für die Steckdose oder für das "Lichtnetz" benötigt wird. So wird Wechselstrom also vor allem in den öffentli­chen Stromnetzen angewendet. Eine besondere Form des Wechselstroms ist der umgangssprachlich bekannte Kraftstrom (Drehstrom). Dieser heißt eigentlich Dreiphasenwechselstrom und wird Teilung von gro­ßen Energiemengen durch öffentliche Stromerzeuger benutzt. Auch in der Industrie findet der Drehstrom fast überall Anwendung z.B. bei elektrischen Motoren.
Es ist auch möglich, Gleichstrom aus Wechselstrom herzustellen. Dazu werden so genannte Gleichrichter eingesetzt, die die Umwandlung vornehmen. Dadurch ist es mög­lich, bestimmte Geräte auch dort zu betreiben, wo eigentlich nur Wechselstromverfügbar ist. Bei der Umwandlung der Stromarten entsteht Energie, die in Form von Wärme freige­geben wird. Umgekehrt funktioniert dies auch, die dazu benötigten Geräte werden Wech­selrichter genannt.
Außerdem gibt es noch den Mischstrom. Das ist eine Kombination aus Gleich- und Wechselstrom. Die Richtung des Mischstroms wird nicht vollständig geändert, wie es beim Wechselstrom der Fall ist. Der Anteil des Gleichstroms wird aber in seiner Stärke geändert, weil der Wechselstrom zusätzlich vorhanden ist. Diese Änderung findet in re­gelmäßigen zeitlichen Abständen statt. Diesen Mischstrom findet man bei den bereits ge­nannten Gleichrichtern. Die elektrische Spannung, die bei der Umwandlung anliegt, wird auch als Brummspannung bezeichnet.
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Wechselstrom
Erzeugung von Wechselstrom. In einer Drahtschleife, die in einem Magnetfelde
gedreht wird, entsteht nach dem Induktionsgesetz eine Spannung, die einen elektrischen Strom fließen lässt, wenn die von den Bürsten abgehenden Leitungen durch einen Ver­braucher geschlossen sind. Die Richtung des Stromes wird nach der Dreifingerregel für die rechte Hand bestimmt.
Nach dieser gehen Daumen, Zeigefinger und Mittelfinger der rechten Hand, wenn sie senkrecht zueinander gehalten werden, die Richtung von Ursache, Vermittlung und Wirkung der Induktion an. Im schematischen Bild des Generators ist die Ursache die durch die Drehung der Schleife entstehende Bewegung des unteren Leiterstückes nach links(Daumen), die Vermittlung ist das Magnetfeld vom Nord- zum Südpol (Zeigerfinger), die Wirkung aber der entstandene Induktionsstrom, der also unten nach hinten fließt (Mit­telfinger). Im oberen Schleifenstück fließt der Strom nach vorn. Da jedes Schleifenstück über einen Schleifering stets mit derselben Bürste verbunden ist, ändert der Strom nach je­der halben Umdrehung seine Richtung; er heißt deshalb Wechselstrom. Eine genauere Un­tersuchung zeigt, dass sich die Spannung wie die Sinusfunktion des Drehwinkels ändert.
Auf diesem Prinzip beruhen Wechselstromgeneratoren. Sie haben zur Erhöhung der Spannung viele Leiterschleifen, die eine Wicklung auf dem mit konstanter Drehgeschwin­digkeit rotierenden Anker bilden. Das Magnetfeld wird von einem mit Gleichstrom ge­speisten Elektromagneten erzeugt.
Frequenz des Wechselstroms. Nach einer vollen Umdrehung des Ankers wieder­holt sich der Spannungsverlauf in gleicher Weise. Die Zeitspanne, in der alle Spannungs­werte einmal angenommen werden, heißt Periode. Sie setzt sich aus zwei Wechseln zu­sammen. Die Zahl der in einer Sekunde durchlaufenen Perioden heißt Frequenz und wird in Hertz (Hz) angegeben. Der im Haushalt übliche Wechselstrom hat eine Frequenz von f =50 Hz.
Effektivwert des Wechselstroms. Die von einem Gleichstrom I (Ampere) während der Zeit t (Sekunden) in einem Widerstand der Größe r (Ohm) erzeugte Wärmemenge be­trägt nach Joule Q=cl2rt (cal).Hier hat die Konstante c den Wert 0,239 cal/Ws. Die erzeug-
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te Wärmemenge ist also dem Quadrat der Stromstärke proportional. Die Formel gilt grundsätzlich auch für Wechselstrom. Da sich der Wechselstrom jedoch periodisch ändert, muss man zur Wechselstromstärke einsetzen. Dieser ist, wie man an Hand einer graphi­schen Darstellung leicht nachweisen kann, gleich I2/2, wobei man unter I den Spitzen­oder Scheitelwert des Wechselstroms versteht. Zieht man hieraus die Wurzel, so ergibt sich der quadratische Mittelwert, auch die effektive Stromstärke I e des Wechselstroms ge­nannt:
I e =1/2√21
= 0,7071
sp
sp
Ein Wechselstrom mit dem Scheitelwert I hat die gleiche thermische Wirkung wie ein Gleichstrom der Stromstärke. I e =1/2√21
. Das gleiche, was für den Strom gesagt
sp
wurde, gilt auch für die Spannung,
Die auf elektrischen Geräten (einschließlich Messinstrumenten) angegebenen Werte für Wechselspannung und –Strom sind stets Effektivwerte. Anstatt Gleich- und Wechselstrom hinsichtlich ihrer thermischen Wirkung zu vergleichen, kann man auch ihre chemische Wirkung zum Ausgangspunkte eines Vergleichs nehmen. Man kommt dann zum elektrolytischen Mittelwert I
= 0,6371sp.
el
, und es besteht jetzt die Beziehung I
el
Drehstrom
Erzeugung von Drehstrom. Als Drehstrom bezeichnet man drei um jeweils 120
o
phasenverschobene Wechselströme gleicher Spannung (Dreiphasenstrom), die miteinander verkettet sind. Er wird „Drehstrom“ genannt, weil er magnetische Drehfelder erzeugen kann. Die Drehspannungserzeugung ist der Wechselspannung ähnlich. Nur werden hier auf dem Anker statt einer drei um 120o versetzte Spulen feststehend angeordnet, vor denen ein homogenes Magnetfeld (M) mit konstanter Geschwindigkeit kreist. Die dadurch in den Spulen induzierten Spannungen werden von drei Leiterpaaren abgenommen und können drei getrennte Stromkreise versorgen.
Verkettung der Phasen. Vor Verkettung spricht man, wenn Felder oder Stromkrei­se in Wechselbeziehung zueinander stehen. Nach dem Induktionsgesetz besteht, z.B. eine Verkettung zwischen einem elektrischen und einem magnetischen Feld. Verkettet man die
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