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Deutsch für Elektriker. Учебное пособие

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H.R. Hertz bestätigte und erweiterte durch seine Untersuchungen über schnelle elekt­rische Schwingungen und die Ausbreitung der elektromagnetischen Wellen die elektro­magnetische Theorie des Lichtes, die bereits durch den britischen Physiker James Clerk Maxwell im Jahre 1884 ausgearbeitet worden war. Seine Ergebnisse lieferten die Grundla­ge für die Entwicklung der drahtlosen Telegraphen und des Radios. Von Hertz stammt die exakte Definition der Härte. In der letzten großen Arbeit von Hertz „Prinzipien der Me­chanik“ sind Gedanken, Ideen und Zusammenhänge enthalten, wie man sie später bei Ein­stein wieder finden kann. Im Jahre 1894 starb Heinrich Rudolf Hertz an den Folgen der Blutvergiftung. In sei­nem letzten Brief an die Eltern schrieb er: „Wenn mir wirklich etwas geschieht, so sollt Ihr nicht trauern, sondern sollt ein wenig stolz sein und denken, dass ich dann zu den beson­ders Auserwählten gehöre, die nur kurz leben und doch genug leben“.
Georg Simon Ohm. Leben und Werk
Georg Simon Ohm wurde am 16.Mätz 1787 in Erlangen als Sohn eines Schlosser­meisters geboren. Seine Mutter starb früh. Der Vater studierte trotz ständiger Beschäfti­gung in der Werkstatt selbst Mathematik und Physik nach Büchern, und als der Sohn ins Gymnasium eintrat, weckte der Vater in ihm das Interesse an diesen Wissenschaften und vermittelte ihm die ersten Kenntnisse. Als Sechzehnjähriger nahm Ohm ein Studium der Mathematik, Physik und Philoso­phie an der Universität in Erlangen auf, das er in Ermangelung finanzieller Mittel nach ei­nem Jahr bereits unterbrechen musste. Er suchte sich eine Anstellung und wurde Mathe­matiklehrer im schweizerischen Nidau und dann in Neuchatel, bis er später wieder ins heimatliche Erlangen zurückkehrte. Hier beendete er sein Studium und promovierte 1811. Einige Zeit blieb er noch als Privatdozent an der Universität. Wegen der bescheidenen materiellen Verhältnisse war er jedoch gezwungen, Erlangen erneut zu verlassen und eine Stelle als Professor für Physik und Mathematik am Realgymnasium in Bamberg anzunehmen. Von dort ging er im Jahre 1817 an das Gymnasium nach Köln am Rhein, wo er seine wichtigsten Entdeckungen machte.
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Im Physikkabinett führte er mit bescheidenen und unvollkommenen Geräten Versu­che durch, wobei er alles, was bisher über die Wirkung des elektrischen Stromes bekannt war, überprüfte. Die Versuche komplizierten sich, weil ein gewöhnliches Voltasches Ele­ment keine konstante Spannung lieferte und einen hohen Innenwiderstand hatte. Daher verwendete er für die Poggendorffsche Reihe ein thermoelektrisches Element aus Wis­mut– und Kupferdraht. Diese elektrische Stromquelle hatte eine konstante elektrische Spannung. Damit konnte Ohm den Einfluss des Widerstandes unterschiedlicher Leiter auf die Stromstärke genau studieren. Die Ergebnisse der Untersuchungen veröffentlichte er vorerst nur in kurzen Mittei­lungen. Seine wichtigste Entdeckung, nach der die elektrische Stromstärke der elektri­schen Spannung der Stromquelle proportional und einer Größe, die von den Abmessungen und dem Material des Leiters abhängt, umgekehrt proportional ist, wurde später als Ohm­sches Gesetz bekannt. Diese Entdeckung veröffentlichte er erstmals im Jahre 1826 in der Arbeit „Bestimmung des Gesetzes, nach welchem die Metalle die Kontaktelektrizität lei­ten“. Ein Jahr später begründete sein Gesetz in der umfangreicheren Monographie „Die galvanische Kette, mathematisch behandelt“ theoretisch Dem Ohmschen Gesetz begegnete man mit Misstrauen und scharfer Kritik. Mehrere Physiker verstanden es lange Zeit nicht, diese Entdeckung richtig zu bewerten. Ignorieren der Ergebnisse seiner Arbeit und seine schlechten materiellen Verhältnisse verbitterten Ohm. Er sehnte sich wieder danach, an die Universität zu kommen. Es gelang ihm jedoch nur, eine Stelle als Professor für Physik an der Polytechnischen Schule in Nürnberg zu er­halten, wo er ab 1833 sechzehn Jahre tätig war. In seinen Arbeiten wies Ohm unter anderem nach, dass der elektrische Widerstand der Länge des Leiters proportional und seinem Querschnitt und der spezifischen Leitfä­higkeit umgekehrt proportional ist. Weiter wies er nach, dass bei einem konstanten Strom die Ladung sich durch den gesamten Querschnitt und nicht nur an der Oberfläche bewegt. Später beabsichtigte Ohm, akustische und optische Effekte zu untersuchen. Zu die­ser Zeit war die große Bedeutung des Ohmschen Gesetzes für die Elektrizität bei den Phy­sikern allgemein anerkannt. Ohms Arbeiten wurden zum Ausgangspunkt für die weiteren Forschungen in der Elektrodynamik.
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Im Jahre 1841 zeichnete die Royal Society Ohm mit der Copley- Medaille aus. 1849 erfüllte sich endlich sein langgehegter Wunsch, als man ihm zum Physikprofessor an die Universität nach München berief. Ohm wirkte aber nur relativ kurz an dieser Universität, kaum fünf Jahre. Er verstarb am 7.Juli 1854 nach kurzer Krankheit.
Das Grundgesetz des elektrischen Stromes wird gefunden
Der Lehrer Georg Simon Ohm (1787 – 1854) fand das nach ihm benannte Gesetz, das die Beziehungen zwischen Spannung, Stromstärke und Leitungswiderstand bei gleich bleibender Temperatur im geschlossenen Stromkreis zeigt. Es lau-tet für Gleichstrom R = U/I. Der Widerstand R ist nur von Länge, Querschnitt und Material (den Eigenschaften) und von der Temperatur des Leiters anhängig, jedoch unabhängig von der Stromstärke und von der Spannung zwischen den Leiterenden. Schon Ritter hatte beobachtet, dass die verschiedenen Metalle den Strom verschieden gut leiten; da er noch kein geeignetes Messgerät hatte, konnte er die Leitfähigkeit nicht messen. Davy meinte mit Recht, ein Leiter erwärme sich umso schneller, je schlechter er den Strom leite, und maß die Geschwindigkeit der Er-wärmung. Dabei kam er auf folgen­de Reihe der größten bis zur kleinsten Leitfähigkeit: Silber, Kupfer, Blei, Gold, Zink, Zinn, Platin, Eisen. Ohm benutzte zum Messen der Spannung ein Elektroskop mit Kondensator und zur Messung der Stromstärke ein Torsions-Galvanometer in der Form einer 16cm hohen und 11cm weiten Drehwage. Dabei setzte er voraus, dass die etwa 5cm lange Magnetnadel verhältnisgleich zur Stromstärke ausschlug. Er hat nicht einfach den Nadel gemessen, son­dern die an einem bandartigen Goldblattstreifen hängende Nadel durch Drehen des Knop­fes, an dem der Streifen hing, bei jeder Messung auf die Nullstellung zurückgebracht. Das beobachtete er auch mit einer Lupe. Gemessen hat er dann Verdrehungswinkel (Torsionswinkel) am Drehknopf, der jeweils beim Rückstellen auf Null auftrat. Ein scheinbar unstandliches Verfahren – aber es war genauer als das unmittelbare ablesen der Nadelausschläge.
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Bei seinen Messungen erhielt Ohm folgende Reihe von Metallen mit abnehmender Leitfä­higkeit: Kupfer leitete 10,5mal so gut wie Blei. Ohm bestätigte das schon von Davy ge­fundene Gesetz, dass die Leitfähigkeit der Metalle bei steigender Temperatur abnimmt. Er hat Untersuchungen 1827 in seinem Werk „Die galvanische Kette“ veröffentlicht und auch schon den Begriff „Gefälle“ benutzt als die Spannungsdifferenz an zwei um eine Längeeinheit voneinander entfernten Punkten. Bei demselben Leiter sei das Gefälle über­all gleich, bei verschiedenen sei es den Widerständen verhältnisgleich. Er nannte auch „re­duzierte“ Längen; das sind auf den Querschnitt umgerechnete Drahtlängen für Widerstän­de. Damit hat er die Arbeiten von Wheatstone und anderen vorbereitet.
Andre Marie Ampere
Ampere (A) ist die Basiseinheit der elektrischen Stromstärke. Sie wurde zu Ehren des französischen Mathematikers und Physikers Andre Marie Ampere benannt. Andre Marie Ampere wurde am 22,Januar 1775 in Polemieux bei Lyon geboren. Schon als Vierzehnjähriger las er mit Begeisterung alle zwanzig Bände der französischen Enzyklopädie von Diderot und d, Alembert, die in ihm das Interesse für Naturwissenschaf­ten, Mathematik und Philosophie wachriefen. Er widmete sich besonders dem Studium der Botanik, Chemie, Physik und Mathematik. Als Achtzehnjähriger beherrschte er außer La­tein auch Italienisch und Griechisch. Im Jahre 1801 wurde Ampere Physikprofessor an der Zentralschule in Bourgen­Bresse und wirkte bereits seit 1805 an dem bekannten Polytechnikum in Paris. Während dieser Zeit arbeitete er überwiegend auf dem Gebiet der Mathematik. Er veröffentlichte eine Reihe von wissenschaftlichen Arbeiten über die Wahrscheinlichkeitstheorie, über die Anwendung der höheren Mathematik auf Probleme der Mechanik und über verschiedene Probleme der mathematischen Analysis. Für seine wissenschaftlichen Arbeiten zur Theorie der Differentialgleichungen er­nannte man ihn im Jahre 1814 zum Mitglied des „Instituts“ (wissenschaftliche Institution, aus der später die Französische Akademie der Wissenschaften hervorging) und im Jahre 1824 zum Professor für experimentelle Physik am College de France.
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Die bedeutendsten Leistungen vollbrachte Ampere jedoch auf dem Gebiet der Physik. Im Jahre 1820 wurde die Aufmerksamkeit der Physiker durch das von Oersted entdeckte Phänomen der Wirkung des elektrischen Stromes auf die Magnetfeld gefesselt. Noch im gleichen Jahr teilte Ampere während einer Sitzung der Akademie seine neuen Entdeckun­gen auf diesem Gebiet mit. Zur Bestimmung der Abweichung des Nordpols einer Magnetnadel, die sich unter einem stromdurchflossenen elektrischen Leiter befindet, stellte er die sog. Daumenregel auf, die im Prinzip heute noch als „Rechtehand-Regel“ angewendet wird. Die sorgfältigen experimentellen und theoretischen Untersuchungen der wechselsei­tigen Wirkung zwischen elektrischem Strom und Magneten führten Ampere zur Entde­ckung der Wechselwirkung elektrischer Ströme untereinander und zur Aufstellung einer ersten Theorie des Magnetismus. Mit dieser Theorie bewies Ampere den Zusammenhang zwischen Magnetismus und elektrischem Strom, d.h. zwischen zwei Gruppen von Er­scheinungen, die man zuvor für völlig unabhängig voneinander gehalten hatte. Im Jahre 1826 gelang es ihm, das quantitative Gesetz der Wechselwirkung elektri­scher Ströme abzuleiten: „Die Kraft, mit der zwei Stromelemente aufeinander einwirken, ist dem Produkt der Stromstärken direkt proportional und dem Quadrat ihrer Entfernung umgekehrt proportional“. Nach 1828 wandte sich Ampere erneut dem Gebiet der Mathematik zu und veröffent­lichte noch einige Arbeiten zur höheren Mathematik. Er versuchte später auch, die Wis­senschaften auf der Grundlage philosophischer und mathematischer Überlegungen zu klassifizieren. Obwohl man seine genialen wissenschaftlichen Arbeiten, die für Physik von grundlegen­der Bedeutung sind, schon zu seinen Lebzeiten anerkannte, besaß er niemals ausreichende finanzielle Mittel für seine Versuche. Schon seit 1820 hatten erste Anzeichen einer Kehlkopfkrankheit sein rastloses Schaffen behindert, ohne dass seine geistigen Kräfte abnahmen. Ohne Schonung seiner Gesundheit hatte er mit seinem scharfen Verstand weit auseinander liegende Forschungsgegenstände bearbeitet und dabei, wie sein Freund Arago sagte, Tag und Nacht gelebt. Schon sehr krank, begab er sich im Mai 1836 auf eine Inspektionsreise. Als aus Marseille die Nach-
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richt von seinem Ableben eintraf, schrieb Arago in seinem Nekrolog: „Der Tod Amperes war ein öffentliches Unglück“. Er starb am 10.Juni 1836.
James Joule (1818-1889)
James Joule ist englischer Physiker, der anfangs vor allem den Wirkungsgrad von Elektromotoren untersuchte.
Aufbauend auf einen tiefen religiösen Glauben, versuchte Joule die Einheitlichkeit aller Kräfte in der Natur zu zeigen. Er führte 1840 das mechanische Äquivalent der Wär­me ein, indem er die Temperaturzunahme bestimmte, die ein herunterfallendes Gewicht erzeugte, das durch eine Paddelanordnung eine Flüssigkeit umrührte. Er führte viele Ver­suche durch und fand heraus, dass im Durchschnitt ein Gewicht von 772 Pfund = 0,5kg, das eine Höhe von einem Fuß = 30,48cm fällt, die Temperatur von einem Pfund Wasser um 1° F = 0,56°C erhöht. Dies war mit 4,15 Joule pro Kalorie in guter Übereinstim­mung mit dem heutigen Wert: 1 cal = 4,184 J. Joule war nicht der erste, der die Äquiva­lenz von Wärme und mechanischer Energie forderte, aber es waren seine Versuche, die die Wissenschaftler von deren Bedeutung überzeugte. Er forderte nicht für sich, das Allge­meine Gesetz der Energieerhaltung gefunden zu haben. Seine Experimente waren aber sehr entscheidend dafür, dieses Gesetz so wie heute gängig zu formulieren. Zusätzlich zeigten die Joule´schen Versuche, dass Wärme durch Bewegung erzeugt wird, ein Grund­stein für die kinetische Deutung der Temperatur.
Nikola Tesla - Erfinder mit dem Blick in die Zukunft (1856 – 1943)
Der Physiker Nikola Tesla machte bereits in frühem Kindesalter außergewöhnliche Erfindungen. Als junger Mann begann er mit der Entwicklung des heute gebräuchlichen Wechselstromsystems, das 1893 erstmals in großem Stil zur Beleuchtung und Stromer­zeugung auf der Weltausstellung in Chicago eingesetzt wurde. Um die Jahrhundertwende wurde Nikola Tesla von den Zeitungen sämtlicher Nationen als der "größte Erfinder aller Zeiten" gefeiert.
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Nikola Tesla wurde am 10. Juli 1856 in einem kleinen Dorf namens Smiljan (heuti­ges Kroatien) als Sohn eines orthodoxen Priesters geboren. Nach dem Besuch von Hoch­schulen in Graz und Wien schloss er seine Ausbildung in Paris ab. Der serbisch ­amerikanische Physiker war ab dem Jahre 1884 als Mitarbeiter bei Thomas Edison be­schäftigt. Später arbeitete Nikola Tesla im eigenen Labor in New York, wo er am 7. Januar 1943 starb.
Neben vielen Dokumenten, die über sein Wirken Auskunft geben, wird seine Asche im Tesla Museum in Belgrad aufbewahrt. Berühmt wurde Nikola Tesla durch die Erfin­dung des Wechselstroms (damals eine industrielle Revolution) und durch die Konstruktion eines speziellen Transformators. Dieser erzeugt in seiner üblichen Form hochfrequente Wechselströme mit sehr hoher Spannung; die Stromstärke ist jedoch sehr gering. Die Ströme(Tesla-Ströme) sind wegen ihrer hohen Frequenz -bis zu mehreren Ampere Strom­stärke für den menschlichen Körper unschädlich und finden aufgrund ihrer Tiefenwirkung, im Körperinnern auch Anwendung in der Medizin (Diathermieströme).
Außerdem hat Tesla hunderte von Erfindungen im Bereich von Energie und Magne­tismus gemacht, die auch größten teils patentiert wurden. Deshalb wird Nikola Tesla viel­fach auch als großes Genie bezeichnet. Seine umfangreichsten Arbeiten, die leider bis heu­te keinen praktischen Nutzen fanden, leistete er im Bereich der Energiegewinnung und de­ren kabellosen Übertragung.
Bekanntlicherweise hat Nikola Tesla nicht nur mit elektrischen Strömen gearbeitet, sondern auch mit verschiedenen Energien, die für uns heute noch zu abstrakt sind. Sein Blick in die Zukunft war mindestens 1000 Jahre seiner Zeit voraus. Die Medizin wird im nächsten Jahrhundert ein anderes Gesicht bekommen. Der Fortschritt ist nicht nur in der Atomphysik anhand neuer Atombomben erkennbar, sondern auch durch neue Ansichten über den Kosmos. Allmählich begreift die Atomphysik, dass alles Existierende eine Ein­heit bildet und dass alle diese Elemente miteinander verwoben sind.
Nikola Tesla – Erfinder des Wechselstroms
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Vor 153 Jahren, am 10. Juli 1856, wurde der Physiker Nikola Tesla geboren, in ei­nem kleinen Ort, der heute zu Kroatien gehört. Die meiste Zeit seines Lebens verbrachte der begnadete Erfinder jedoch in New York und wurde dort zum Konkurrenten von Edi­son, dessen Name bis heute sehr viel klangvoller geblieben ist als jener von Tesla.
Dabei war Tesla, der insgesamt 117 Patente anmeldete, in mancher Hinsicht sogar fortschrittlicher als Edison. Während dieser bei der Elektrifizierung auf die Nutzung von Gleichstrom setzte, darf man Tesla als den Erfinder des Wechselstroms ansehen. Heute wird elektrische Energie wie selbstverständlich von den Kraftwerken als Wechselstrom er­zeugt, als Wechselstrom übertragen und als Wechselstrom an den Steckdosen zur Verfü­gung gestellt. Glühbirnen, Staubsauger oder Kühlschränke lassen sich damit direkt betrei­ben. Geräte, die zum Betrieb unbedingt Gleichstrom benötigen, wie etwa Computer oder Hifi-Anlagen, wandeln intern Wechselstrom in Gleichstrom um.
Wechselströme und -spannungen haben den entscheidenden Vorteil, dass sie sich einfach auf unterschiedliche Spannungsniveaus umwandeln lassen - von sogenannten Transformatoren. Ein spezieller Transformatortyp ist bis heute nach Nikola Tesla benannt. Der Tesla-Transformator eignet sich zum Erzeugen sehr hoher Spannungen mit sehr hoher Frequenz. Mit ihnen lässt sich elektrische Energie sogar kabellos übertragen. In einem Raum, in dem ein Tesla-Transformator betrieben wird, leuchten Leuchtstofflampen auf, ohne dass sie mit einem Stromkreis verbunden sind. Dies ist eher ein Gag und hat keine praktische Bedeutung, doch bei einigen medizinischen Systemen kommen Tesla­Transformatoren zum Einsatz.
Tesla legte die technische Grundlage vom Sendemast bis hin zum Radar. Trotz sei­nes produktiven Lebens starb Tesla verarmt und hochverschuldet im Januar 1943. An ihn erinnert heute jene physikalische Einheit, in der seit 1960 die Stärke von Magnetfeldern gemessen wird. Das Magnetfeld der Erde ist zirka zwei hunderttausendstel Tesla stark. Im leistungsstärksten Kernspintomographen herrscht eine magnetische Flussdichte von mehr als neun Tesla. Doch die richtig großen Tesla-Werte, die haben Astronomen im Weltall nachgewiesen. In sogenannten Neutronensternen existieren Felder von bis zu 100 Millio­nen Tesla.
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Teslas Erfindungen
Bogenlampe
Werden zwei Kohlstäbe an eine elektrische Spannung gelegt und nahe aneinander gebracht, entsteht eine Funkenstrecke und das typische blaue Licht, wie wir es auch vom Schweißen her kennen. Das Licht entsteht sowohl im Lichtbogen (Gasentladung), als auch an den glühenden Kohlestiften (Temperaturstrahlung), die schnell abbrennen und ersetzt werden müssen. Die Strombegrenzung dieses elektrischen Quasikurzschlusses erfolgt mit Draht-Widerständen.
Die Helligkeit der Bogenlampen übertraf alles bisher da gewesene. Zum ersten Mal in der Geschichte der Menschheit bot eine künstliche Lichtquelle für manche Anwen­dungszwecke zu viel Licht.
"Carbon-button lamp"
Diese Lampe konnte extrem hohe Temperaturen erzeugen, welche viele Substanzen auf der Stelle verdampfen oder schmelzen ließen. Von der Helligkeit her erreichte diese das Dreifache einer normalen Lampe. Tesla verglich diese seine Lampe mit einer Sonne, die welche Erde oder andere Materie unablässig mit Partikeln bombardiert. Tesla behaup­tete damals diese kosmischen Strahlen entdeckt und ihre Energie gemessen und festgestellt zu haben.
Die zeitgenössische Wissenschaft verwarf Teslas Theorie der kosmischen Strahlen und erst 30 Jahre später wurden sie von Millikan wiederentdeckt.
Konzept des Punkt-Elektronenmikroskops
Auch enthielt diese Lampe ein Konzept des Punkt-Elektronenmikroskops. Sie er­zeugt elektrifizierte Partikel, die in einer geraden Linie hinausgeschossen wurden. Auf der Oberfläche unserer Erde reproduzierten diese Partikel phosphoreszierende Bilder, die ein Muster des mikroskopisch kleinen Bereichs zeigten, von dem sie ausgesendet wurden.
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Auch kann diese Lampe als Vorgänger der Atomzertrümmerung gelten, so wie Tesla sie damals erläuterte.
Tesla Transformator
Mit diesem Transformator konnte Hochstrom von relativ geringer Voltzahl in einen Niedrigstrom von hoher Voltzahl bei hohen Frequenzen umgewandelt werden.
Spezieller Transformator zur Erzeugung hochfrequenter Wechselströme von sehr hoher Spannung. Durch einen Schwingkreis, bestehend aus einer Funkenstrecke, einem Kondensator und einer Spule mit wenigen Windungen (Primärspule) werden gedämmte hochfrequente elektrische Schwingungen erzeugt. Bringt man in die Primärspiele eine Spule mit vielen Windungen (Sekundärspule) ein, so wird in dieser aufgrund der hohen Schwingungsfrequenz und der dadurch bedingten schnellen Änderung des Induktionsflus­ses eine sehr hohe Spannung induziert. Befinden sich Primär- und Sekundärkreis in Resonanz, so lassen sich zwischen den Enden der Sekundärspule Spannungen bis zu mehreren Millionen Volt erzeugen, die meterlange Büschelentladungen verursachen können.
Einzylindermaschine
Tesla erfand eine Einzylindermaschine ohne Ventile, die durch komprimierte Luft oder Dampf betrieben werden konnte und die Vorstufe zur modernen Elektrouhr diente.
Therapeutischer Wert hochfrequenter Ströme - Diathermie
1890 entdeckte Tesla den therapeutischen Wert hochfrequenter Ströme für den menschli­chen Körper, die Diathermie (Tiefenerwärmung des Körpers durch elektromagnetische Schwingungen). Die Wärmewirkung erfolgt durch Energieumsatz am Ort. Führt je nach Stärke zu einem Verkochen oder Verdampfen der Zellflüssigkeit. Die Zellen sterben dadurch ab. Folgen der Diathermie sind: Gefäßerweiterung, vermehrter Blutzufluss, Krampflösung, Schmerzstillung.
Irdisches Nachtlicht
Eine seiner großartigsten Ideen war eine Art "irdisches Nachtlicht". Die Idee war, die ganze Erde, samt Atmosphäre, durch hochfrequente Ströme, die in die obere Lufthülle
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