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Deutsch für Elektriker. Учебное пособие

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Von seinen Nachfolgern in der Elektrotechnik ist vor allem das Mitglied der Peters­burger Akademie W.W. Petrow zu nennen, der auf dem Gebiet der elektrischen Beleuch­tung tätig war. Das erste elektrische Licht erschien in seinem Laboratorium am 23. Sep­tember 1802. 1803 veröffentlichte Petrow sein Buch, wo er viele Erscheinungen behandel­te, auf denen die heutige Elektrotechnik fußt. Er entdeckte, dass man einen dunklen Raum mit Hilfe des Lichtbogens beleuchten kann. Die zaristische Regierung förderte nicht die Verwirklichung der Ideen des hervorra­genden Gelehrten. Das führte dazu, dass die Entdeckung Petrows dem Engländer Davy zugeschrieben wurde, der den Lichtbogen erst im Jahre 1811 unter der Bezeichnung „Vol­ta- Bogen“ seinen Zeitgenossen bekanntgab. Im Laufe des 19.Jahrhunderts setzten die Russischen Gelehrten und Erfinder die Arbeit Petrows fort, um den Lichtbogen für praktische Ziele nützlich zu machen. Die Lösung dieser Aufgabe gelang erst im Jahre 1876 dem russischen Physiker P.N. Jablotschkow. Seine „russische Kerze“ machte ihn in der ganzen Welt berühmt. Viele russische Neuerer waren auf dem Gebiet der Elektrotechnik tätig. In erster Linie sind hier zu nennen A.N. Lodygin, der Schöpfer der ersten elektrischen Glühlampe, und B.S.Jakobi, der Erfinder der Galvanoplastik und des ersten Gleichstromsmotors für Schiffsantrieb. Ein Ehrenplatz in der Geschichte der Elektrotechnik gehört N.N. Benardos und N.G. Slawjanow, den Erfindern der elektrischen Lichtbogenschweißung. Eine hervor­ragende Stelle in der Elektrotechnik nimmt der Erfinder des Rundfunks A.S. Popow ein.Popow wurde am 16. März 1859 in Turjinskije Rudniki (heute Krasnoturjinsk) gebo­ren. Popow, der Sohn eines Priesters, besuchte zunächst das Priesterseminar in Perm, be­vor er sich 1877 dem Studium der Mathematik und Physik in Sankt Petersburg zuwandte. Sein Interesse für Elektrotechnik ließ ihn nebenbei im Petersburger Elektrizitätswerk ar­beiten. Nach der Promotion 1883 lehrte er in Kronstadt Elektrotechnik und wechselte 1901 an das Elektrotechnische Institut von Sankt Petersburg, wo er als Professor wirkte und 1905 zum Rektor ernannt wurde. Popows Arbeiten und Forschungen konzentrierten sich überwiegend auf die Elektro- und Nachrichtentechnik. Ab 1888 beschäftigte er sich, moti­viert durch die Entdeckung von Heinrich Hertz, mit dem Nachweis elektromagnetischer Wellen. Unabhängig von Guglielmo Marconi entwickelte er eine funktechnische Anlage
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und Übertrug 1896 erstmals drahtlos Über eine größere Entfernung einige Worte. Aller­dings fand Popows Erfindung in Russland kaum die verdiente Anerkennung und daher nur in beschränktem Maße in der russischen Marine Anwendung. Popow starb am 13. Januar 1906 in Sankt Petersburg.
Hans Christian Oersted, Vater der Elektrotechnik (1777-1851)
Hans Christian Oersted war ein dänischer Physiker. Er entdeckte den Elektromag­netismus. Grundlage dafür war die Entdeckung der Ablenkung einer Magnetnadel in der Umgebung eines stromdurchflossenen Leiters. Volt, Ampere und Watt kennt fast jeder als Begriffe der Elektrizitätslehre. Doch was ist Oersted? Wie hinter den anderen Begriffen steht auch dahinter ein Wissenschaftler: der dänische Naturforscher Hans Christian Oersted. Am 14.August 1777 wurde der Wissen­schaftler geboren. Geschichte und Nachwelt sind ungerecht: Die Herren Volt, Ampere und Watt sind weit bekannter. Dabei war ihre wissenschaftliche Leistung auch nicht dramatisch größer. Der Name Oersted dagegen ist in der Öffentlichkeit weitgehend unbekannt. Immerhin: Physiker und Fachleute für Elektrotechnik kennen den dänischen Physiker und Chemiker Hans Christian Oersted (1777-1851) zumindest beim Namen. Denn „Oersted“ (Kürzel: Oe) wurde zur Maßeinheit der Stärke von Magnetfeldern. Er entdeckte, dass strommdurchflossene Leiter ein Magnetfeld erzeugen. Es war eine Zufallsentdeckung, die ihn berühmt machen sollte. In einer Vorlesung über Elektrizität im Jahre 1820 fiel dem Naturforscher auf, dass eine Kompassnadel neben einem strommdurchflossenen Kabel und einer Spule beim Einschalten des Stroms abge­lenkt wird. Somit war klar: Es gibt einen Zusammenhang zwischen Elektrizität und Mag­netismus, ein elektrisches Feld erzeugt ein magnetisches, das wiederum das Magnetfeld der Erde überlagert und deformiert. Ihm war klar, dass dies von großer Bedeutung sein könnte. Und tatsächlich wurden aufgrund seiner Entdeckung des Elektromagnetismus spä­ter Elektromotoren und Generatoren(Dynamos) entwickelt. Deshalb kann man Oersted als Vater der Elektrotechnik bezeichnen.
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Was er noch herausfand: 1819 entdeckte er im schwarzen Pfeffer Pipedrin, heute ein Ausgangsstoff für Pharmazeutika, Pflanzenschutzmittel, Kunstharze und Riechstoffe. 1825 stellte er als erster Mensch (der Neuzeit) aus Verbindungen reines Aluminium her. Nur als Legende ist überliefert, dass am Hofe des römischen Kaisers ein Metallarbeiter aus Toner­de ein „leichtes Silber“ (gleich Aluminium) hergestellt haben soll.
P. N. Jablotschkow
Pawel Nikolajewitsch Jablotschkow (14. September 1847 in Serdobsk bei Saratow;
31. März 1894 in Saratow) war ein russischer Ingenieur und Erfinder. Jablotschkow studierte an einer St. Petersburger Militärhochschule Ingenieur­wissenschaften und Physik. Nach einer Tätigkeit im Heeresdienst arbeitete er im Telegra­fenwesen und widmete sich elektrotechnischen Forschungen. Unter anderem befasste er sich mit dem Problem, einen – trotz des ständigen Ab­brandes an den Elektroden – konstanten Elektrodenabstand bei den damaligen Kohlebo­genlampen zu gewährleisten. 1875 stellte er seine einfache Lösung vor: Er ordnete die Kohleelektroden parallel zueinander an und trennte sie durch eine Isolierschicht, die mit den Elektroden abbrannte. Die sogenannte „Jablotschkow’sche Kerze“ ließ er 1876 in Pa­ris patentieren und im industriellem Maßstab produzieren. Zudem beschäftigte er sich mit dem wirtschaftlichen Einsatz seiner Lampen in größeren Beleuchtungsanlagen. Im Jahr 1879 machte er sich mit einer Firma für elektrische Beleuchtungsanlagen selbstständig und arbeitete zugleich an der Verbesserung mehrerer elektrischer Geräte wie Dynamomaschinen und Akkumulatoren. Er präsentierte seine Produkte auf allen wichtigen Ausstellungen seiner Zeit in Russland und im europäischen Ausland. Abgelöst wurden die Jablotschkow’schen Kerzen durch die von Friedrich von Hef­ner-Alteneck erfundene Differenzialbogenlampe. Gegen die aufkommende mächtige Kon­kurrenz auf dem Gebiet der Beleuchtungsanlagen (Differenzialbogenlampe von Siemens und Glühlampe von Edison) konnte sich Jablotschkow nicht mehr durchsetzen.
James Watt (1736 – 1819)
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James Watt war ein schottischer Erfinder und Maschinenbauer. Er wurde am 19. Ja­nuar 1736 in Greenock (Schotland) geboren. Seit dem 19. Lebensjahr arbeitete er als Her­steller mathematischer Instrumente und interessierte sich schon bald für die Dampfma­schine. Erste Ausführungen dieser Maschine bauten die englischen Ingenieure Thomas Savery und Thomas Newcomen. Die Maschinen dienten dazu, Wasser aus den Bergwer­ken zu pumpen. Allerdings war noch vieles an der Dampfmaschine zu verbessern. James Watt mach­te sich an die Arbeit und bestimmte zunächst die Eigenschaften des Wasserdampfes, ins­besondere die Beziehung zwischen seiner Dichte, der Temperatur und dem Druck. Er stell­te fest, dass die damals herkömmlichen Konstruktionen mit enormen Verlusten des Damp­fes im Zylinder arbeiteten. Als erstes Ergebnis seiner Forschungen entstand daraufhin ein Entwurf für eine Dampfmaschine mit getrennten Kondensierungskammern, um gerade diese Verluste zu vermeiden. Darüber hinaus verbesserte er die Vakuumbedingungen. Das erste Patent von James Watt aus dem Jahr 1769 enthielt diese und andere Vor­schläge und Verbesserungen zur Maschine von Newcomen, z.B. auch die Dampfumman­telung, die Ölvorrichtung und die Isolierung des Zylinders zur Erhaltung der hohen Tem­peraturen, die für die maximale Effizienz notwendig waren. Zu dieser Zeit war Watt Part­ner des britischen Erfinders John Roebuck, der seine Forschungen finanzierte. Im Jahre 1775 übernahm der britische Fabrikant Matthew Boulton. Der Besitzer der Soho Engineering Works in Birmingham, die Finanzierung. Er und James Watt begannen mit dem Bau von Dampfmaschinen. Watt führte seine Forschungen weiter und ließ sich einige wichtige Erfindungen patentieren, etwa die Rotationsmaschine zum Antrieb verschiedener Maschinentypen, die doppelt wirkende Maschine, bei der der Dampf abwechselnd an beiden Seiten des Zylinders zugeführt wird, sowie einen Dampf­anzeiger, mit dem der Druck in der Maschine gemessen werden kann. Aus dem Unter­nehmen zog sich James Watt um 1800 zurück und widmete sich anschließend ganz seinen wissenschaftlichen Arbeiten. Das Missverständnis, James Watt sei der Erfinder der Dampfmaschine, hat sich aus seinen wichtigen Beiträgen an der Entwicklung der Dampfmaschine entwickelt. Er erfand
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1788 den Fliehkraft- oder Flugballregler. Damit lässt sich die Geschwindigkeit einer Ma­schine automatisch regulieren. Die elektrische Einheit erhielt ihm zu Ehren die Bezeich­nung Watt. Watt war auch ein bekannter Hoch- und Tiefbauingenieur und nahm Vermes­sungen von Kanalanlagen vor. Watt starb am 19. August 1819 in Heathfield (England).
Michael Faraday (1791 – 1867)
Michael Faraday war ein englischer Physiker. Er bestimmte den Begriff "Magneti­sches Feld" (ein von magnetischen Feldlinien durchsetzter Raum). Zudem beschrieb er die Wirkungen zwischen Strom und Magnetismus und entdeckte die elektromagnetische In­duktion (2 Spulen auf einem Eisenring. Ein- und Ausschalten des Stromes an einer Spule bewirkt eine Spannungsinduktion in der anderen Spule.). Faraday wurde am 22.September 1791 in Newington Butts geboren und starb am
25.August 1867 in London. Dem Autodidakten erfüllte sich nach dem Besuch der Abendsvorlesungen von Humphry Davy in der Royal Institution der Wunsch als Wissenschaftler zu arbeiten: Im Februar 1813 wurde Faraday ebendort Laborgehilfe. Bald rückte er in eine bessere Positi­on auf. Davy war häufig abwesend, und so kümmerte sich Faraday um die Vorträge der Gastdozenten und bereitete die Demonstrationsversuche vor. 1816 publizierte er seine ers­te wissenschaftliche Arbeit über die chemische Analyse eines Ätzkalks. 1823 stellte er Chlor in flüssiger Form dar; 1824 fand er bei der Destillation fetter Öle das Benzol und das Butylen. Zu den chemischen Arbeiten kamen technisch-physikalische: 1820 bis 1822 beschäftigte er sich mit der Herstellung rostfreier Stahlsorten, von 1825 bis 1829 mit der von Gläsern mit bestimmten optischen Eigenschaften. Nach der Entdeckung des Elektromagnetismus durch Hans Christian Oersted wie­derholten Davy und Faraday die Versuche, wobei sie zunächst noch der irrigen Auffas­sung waren, es handle sich bei der Wechselwirkung zwischen elektrischem Strom und Magnetnadel um die konventionell, in der Physik bekannten Kräfte, die in Richtung der Verbindungsgeraden liegen. Im August 1821 korrigierte sich Faraday und konstruierte am
4.September eine Vorrichtung, aus der ganz klar hervorging, dass die Kräfte senkrecht auf
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der Verbindungslinie stehen. Ein elektrischer Leiter rotiert dabei um einen festgehaltenen Magneten; ebenso rotiert auch umgekehrt ein beweglicher Magnet um einen festen Leiter. Damit hatte er zum ersten Mal einen Elektromotor konstruiert, wenn auch nur in allerein­fachster Form. Faraday strebte nun danach, auch den gewissermaßen umgekehrten Effekt aufzufinden: eine elektrische Wirkung des Magneten. In seinem Notizbuch findet sich schon 1822 die bemerkenswerte Eintragung: "Convert magnetism into electricity" In den folgenden Jahren war es für Faraday ein wichtiges Ziel, diese 'Verwandlung' wirklich zu erreichen. Prinzipiell geeignete Versuchsanordnungen hatte er, wie das Labor­tagebuch zeigt, bereits 1825 und 1828 aufgebaut, aber die Messempfindlichkeit war zu ge­ring. Endlich entdeckte er am 29.August 1831 mit einer Anordnung, die wir heute einfach als Transformator bezeichnen, den langgesuchten Effekt der elektromagnetischen Indukti­on. In den folgenden Monaten wurde der Effekt nach allen Richtungen erforscht. Da Fara­day keinerlei mathematische Kenntnisse besaß, zog er als anschauliches Hilfsmittel zur Beschreibung der Versuchsergebnisse die magnetischen Kraftlinien heran. Die Richtung des Induktionsstromes wird dann nach Faraday dadurch bestimmt, in welcher Weise die vom Nordpol zum Südpol verlaufenden Kraftlinien durch den Draht 'geschnitten' werden. Obwohl sie zunächst nur eine Veranschaulichung waren, um Versuchsergebnisse be­quem ausdrücken zu können, wurde Faraday doch überzeugt, dass die den Raum durch­ziehenden Kraftlinien doch physikalische Realität besitzen. So prägte er - langsam tastend, aber doch konsequent Schritt für Schritt - gegen den Widerstand der meisten Fachkollegen den Begriff des magnetischen und elektrischen Kraftfeldes. Mit den wissenschaftlichen Erfolgen änderte sich auch die äußere Stellung. Er wurde 1824 Mitglied der Royal Society, 1825 Direktor der Royal Institution und nach und nach Ehrenmitglied von insgesamt 92 wissenschaftlichen Gesellschaften und Akademien. Faraday stand, im Gegensatz zur überwiegenden Mehrheit seiner Kollegen, auf dem Boden des Dynamismus. Er betrachtete also als primäre Gegebenheiten in der Natur die 'Kräfte' (gemeint sind 'Energien') und glaubte sicher an die gegenseitige Umwandelbarkeit von Magnetismus, Elektrizität, Licht, Wärme, Galvanismus usw. Diese Auffassung hatte ihn schon folgerichtig zur Entdeckung der elektromagnetischen Induktion geführt; sie prägte auch seine Gedanken bei der Interpretation der elektrolytischen Versuche, die
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schließlich in den Faradayschen Gesetzen mündete, leitete ihn aber schließlich ebenso 1845 zur Auffindung des Faraday-Effektes und bei der Erforschung des Magnetismus. Faraday sprach deutlich von den verschiedenen Erscheinungsformen oder Ausprä­gungen der Naturkräfte ("conditions of force") und der Umwandlung von einer Naturkraft in die andere. Diese Überzeugung durchzieht sein ganzes Lebenswerk. So formulierte er schon 1839 - Jahre vor der Aufstellung des Energieprinzips von Julius Robert Mayer u.a. ­ein 'energetisches' Argument gegen einen von Volta ersonnenen Mechanismus, der das Zustandekommen der elektrolytischen Spannung durch den bloßen Kontakt von Metallen ohne chemische Veränderung erklären sollte. "Das würde in der Tat eine Schöpfung von Kraft sein...Allein niemals...findet eine Schöpfung von Kraft statt, eine Erzeugung von Kraft, ohne eine entsprechende Erschöp­fung von etwas, ihr Nahrung gebendes." Nach der Entdeckung der Spektralanalyse durch Kirchhoff und Bunsen suchte Fara­day Anfang 1862, seiner Grundüberzeugung vom inneren Zusammenhang aller Naturkräf­te getreu, eine Beeinflussung der Spektrallinien durch das magnetische Feld aufzufinden. Ein Erfolg blieb ihm versagt. Wir wissen heute, dass lediglich das Auflösungsvermögen des von Faraday benutzten 'Steinheilschen Spektrometers' ungenügend gewesen war. Seit etwa 1849 versuchte Faraday ebenso eine Umwandlung der Gravitation in andere Kräfte hervorzubringen, aber diese Bemühungen waren ebenso erfolglos wie fast 100 Jahre später die theoretischen Ansätze Einsteins, Gravitation und Elektrodynamik in einer Theorie zu­sammenzufassen. Resignierend schrieb Faraday: "Hier enden für jetzt meine Versuche, ih­re Resultate sind negativ. Sie erschüttern aber das starke Gefühl in mir nicht, dass eine Be­ziehung zwischen Schwerkraft und Elektrizität vorhanden ist, obgleich die Experimente bis jetzt nicht bewiesen haben, dass es so ist Vorlesungen von Humphry Davy in der Royal Institution der Wunsch als Wissenschaftler zu arbeiten: Im Februar 1813 wurde Fa­raday ebendort Laborgehilfe. Bald rückte er in eine bessere Position auf. Davy war häufig abwesend, und so kümmerte sich Faraday um die Vorträge der Gastdozenten und bereitete die Demonstrationsversuche vor. 1816 publizierte er seine erste wissenschaftliche Arbeit über die chemische Analyse eines Ätzkalks. 1823 stellte er Chlor in flüssiger Form dar; 1824 fand er bei der Destillation fetter Öle das Benzol und das Butylen.
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Zu den chemischen Arbeiten kamen technisch-physikalische: 1820 bis 1822 be­schäftigte er sich mit der Herstellung rostfreier Stahlsorten, von 1825 bis 1829 mit der von Gläsern mit bestimmten optischen Eigenschaften.
Heinrich Hertz – Forscher und Persönlichkeit
Heinrich Rudolph Hertz wurde am 22.Februar 1857 als Sohn eines Rechtsanwalts und späteren Senators in Hamburg geboren. Bereits in der Jugendzeit bekundete er seine Neigung zu verschiedenen Handwerksberufen; er erlernte das Tischlerhandwerk und führ­te Drechslerarbeiten aus. Mit achtzehn Jahren legte er das Abitur ab und ging zum Tech­nik- Studium nach München, da es den Anschein hatte, als sei er für den Beruf des Ingeni­eurs bestimmt. Nach zwei Studienjahren stellte er jedoch fest, dass ihn die wissenschaftliche Arbeit auf dem Gebiet der Physik mehr anzog. So wechselte Hertz zur Berliner Universität über und begann, Mathematik und Physik zu studieren. Auf den strebsamen Studenten wurde der berühmte Physikprofessor Hermann von Helmholtz aufmerksam und berief ihn in sein Laboratorium als Praktikanten. Später vertraute er ihm eine selbständige Aufgabe an, für deren Lösung Hertz im Jahre 1879 die Goldmedaille der Universität erhielt. Das Studium an der Universität schloss Hertz mit der Doktorarbeit „Über die Induktion in rotierenden Kugeln“ ab. In den Jahren 1880 bis 1883 Hertz Assistent von Helmholtz. 1883 wurde er als Pri­vatdozent an die Universität Kiel und zwei Jahre später zum ordentlichen Professor für Physik an die Technische Hochschule in Karlsruhe berufen. Hier führte er seine Untersu­chungen der elektromagnetischen Wellen durch, die ihn berühmt machten. Mit dem Gedanken, elektromagnetische Wellen zu erzeugen und ihre Eigenschaften zu untersuchen, befasste sich Hertz bereits seit 1879, als die Berliner Akademie der Wis­senschaften eine Preisaufgabe über den experimentellen Nachweis der Existenz der Ver­schiebungsströme ausschrieb. Es war eine der Grundhypothesen der Maxwellschen Theo­rie über das elektromagnetische Wellen mit den gleichen Eigenschaften, wie sie das auf­weist, existieren müssen.
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Die bis zu dieser bekannten experimentellen Methoden boten keine Möglichkeit ei­ner Lösung dieser Aufgabe, und deshalb musste Hertz eine völlig neue Methodik und neu­artige Ausrüstung erarbeiten. Er fertigte einen originellen Strahler elektromagnetischer Wellen, den so genannten Vibrator, und einen elektromagnetischen Resonator, mit dem er Die Existenz der Wellen nachwies. Im Jahre 1887 verkündete er auf einer Sitzung der Ber­liner Akademie der Wissenschaften, dass er das Wettbewerbsthema erfolgreich gelöst hät­te, und wies die Existenz der Verschiebungsströme nach. Er stellte außerdem fest, dass das elektromagnetische Feld, das sich im Raum von der Quelle weg ausbreitet, von elektro­magnetischen Wellen gebildet wird, wie James Clerk Maxwell vorausgesagt hatte. In weiteren Arbeiten erforschte Hertz eingehend die Reflexion, die Brechung, die In­terferenz, die Polarisation und die Beugung der elektromagnetischen Wellen, er machte darauf aufmerksam, dass die Ausbreitungsgeschwindigkeit dieser Wellen der Ausbrei­tungsgeschwindigkeit des Lichtes gleich ist, und wies die theoretisch abgeleitete Maxwellsche Beziehung zwischen der Brechzahl eines Mediums und seiner Dielektrizi­tätskonstanten experimentell nach. Hertz hat demnach als erster den Beweis erbracht, dass das Licht seinem Wesen nach elektromagnetische Wellen darstellt. Die Ergebnisse dieser Untersuchungen veröffentlichte er im Jahre 1889 in der Arbeit „Über Strahlen elektrischer Kraft“. 1889 wurde Hertz als Professor für Physik an die Universität in Bonn berufen, wo er die Nachfolge von Rudolf Clausius antrat. Hier setzte er seine wissenschaftliche Arbeit fort. Er erarbeitete die Theorie seines Oszillators (Hertzscher Dipol) auf der Grundlage der Maxwellschen Gleichungen des elektromagnetischen Feldes und versuchte, die Theorie der elektromagnetischen Effekte in sich bewegenden Bezugssystemen zu formulieren. Hertz befasste sich auch mit der Mechanik, war aber ein Verfechter der so genannten kinematischen Richtung der „Mechanik ohne Kraft“, die im Gegensatz zur Newtonschen Mechanik alle physikalischen Effekte durch die Wechselwirkung der sich bewegenden schweren Körper erklärt, ohne den Begriff „Kraft“ einzuführen. Diese Richtung fand je­doch in der Physik keine Anerkennung. Die Hertzschen Arbeiten auf dem Gebiet der elektromagnetischen Wellen hatten grundlegende Bedeutung für die weitere Entwicklung, die in letzter Konsequenz zur Er-
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findung des Radios und des Fernsehens führte. Es ist gewiss bezeichnend, dass der russi­sche Begründer der Funktechnik Alexander Stepanowitsch Popow in seinem ersten Radio­gramm im Jahre 1896 die beiden Worte „Heinrich Hertz“ aussendete. Heinrich Hertz starb am 1. Januar 1894 in Bonn. Er wurde nicht einmal 37 Jahre alt.
Heinrich Rudolf Hertz (1857 – 1894)
H. Hertz ist ein berühmter deutscher Physiker. Nach ihm wurde das Hertz, Kurz­zeichen Hz, die Maßeinheit der Frequenz benannt. Das Hertz ist die Frequenz eines perio­dischen Vorganges von der Periodendauer 1.Sekunde. 1Hz = 1 Schwingung / Sekunde. H.R. Hertz wurde in Hamburg geboren. Die Hamburger sind stolz auf den be­rühmten Sohn der Stadt. Nach ihm wurde der Hamburger Fernsehturm benannt. Er war vielseitig begabt. Schon während der Schulzeit zeigte er außergewöhnliche sprachliche und mathematische Begabung. Als er 9 Jahre alt war, schrieb sein Lehrer in sein Zeugnis: “Keiner übertrifft ihn an Schnelligkeit und Schärfe der Auffassung“. Sonntags besuchte Hertz zusätzlich eine Gewerbeschule, wo er Mathematik und technisches Zeichnen lernte. Schnell fühlte er sich aber unterfordert und langweilte sich sehr. Im Jahre 1875 leistete er ein Praktikum in Frankfurt am Main in einem Baubüro ab. Die Arbeit gefiel ihm nicht, er fand kaum neue Freunde. Um die Freizeit zu las er die Werke der griechischen Klassiker, befasste sich mit physikalischen Problemen und lernte Arabisch. Nach einem Jahr begann er mit dem Studium des Bauingenieurwesens am Dresdener Polytechnikum. Bald wurde Hertz klar, dass Ingenieur doch nicht der richtige Beruf für ihn war. Er konzentrierte sich auf das Studium der naturwissenschaftlichen Grundlagen, besuchte Vorlesungen in Ma­thematik, Physik, Zoologie und Astronomie. Im Jahre 1877 wechselte er an die Universität Berlin und studierte hier exakte Naturwissenschaft. Bei einem Preisausschreiben gewann Hertz 1878 mit seiner wissenschaftlichen Ar­beit die Goldmedaille. Nach seiner Promotion lehrte er Physik an der Universität Kiel und an der technischen Universität in Karlsruhe. Nach 1889 wurde er Professor für Physik an der Universität in Bonn.
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