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ivanov666
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Файл:Практический курс немецкого языка. Oberstufe. Teil 1. Учебное пособие
.pdf
Ja und nein. Gemeinsam Fußballgucken ist ein Horden-Erlebnis,
wastiefinunserenGenenverankertist.Menschen(Männer)werdendas
wahrscheinlichsolangetun,bisdieSonneerkaltet,esisteinRitual.Das
morgendlicheZeitung lesenwarjaauch ein Ritual, mitdemvorallem
MännerihreNichtkommunikationamFrühstückstischbegründenkonnten.ZeitungenhabenalsoaucheinenanderenZweckalsdenderInformation:SiesindSchutzschildevonMorgenmuffelnundCocooning-Schirme
inöffentlichenRäumen,etwaCafésoderFlughäfen. Ichbinmirsicher,
dieMenschenwerdeneinenErsatzdafürernden,solltediegedruckte
Zeitung eines Tages aussterben. Vielleicht große, biegbare Computerschirme,diemanalsParaventoderSchleierbenutzenkann.
Es heißt, neue Medien verdrängen die herkömmlichen. Wie
wird der Medien-Mix in 20 Jahren aussehen?
NurganzseltenverdrängenneueMediendiealtenvollständig,meistensgibteseinenneuenMixundeineErgänzung.AlsdasFernsehenkam,
sagtemandasKino tot, und das Internet sollte eigentlich schon längst
allebeidegekillthaben—Unsinn.InzwanzigJahrenwirddasInternet
ein„Omninet“ geworden sein — es ist überall undnirgends,es ist die
Plattform,aufderalleInhaltelaufen.AberdieAusgabegerätewerdenimmernochdifferenziertsein.EswirdimmernochBücherundMagazine
geben,vielleichtsogarschönere,edlere,besserriechende.Undfaltbare,
papierähnlicheBildschirme. DieentscheidendeFrage ist aber,wieweit
sichunserekognitivenFähigkeitenweiterentwickelthaben.
Sie haben einen „Digital Backlash“, einen Rückschlag für
die Internet-Euphorie, vorausgesagt. Was veranlasst Sie dazu? Ist er
schon eingetreten? Und wie wird er sich auswirken?
Erndettäglichstatt,indemdasInternetnichtjenenGebrauchndet,
dieihmdieVisionäreder90er-Jahrezuschrieben.Esgibteinensubtilen
Ofine-Trend— eine erheblicheAnzahl vonMenschen empndet die
Bilder-undTöneuteheralsnervendundstörendundwendetsichwieder
sinnlichen,haptischen,persönlichen,Real-time-Erfahrungenzu.DasInternethältoftnicht,wasesverspricht.Undwirhabenimmernochgroße
TeilederBevölkerung,diemitdemInternetalsNetzwerk-Mediumnichts
anfangenkönnen,weilsiezuweniggebildetsindoderdieentsprechenden
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Sozialtechnikennichtbeherrschen.DieeigentlichePotenzdesNetzesals
Wissensmediumerschließenwirjanur,wennwirauchvernetztdenken,
fragen,kommunizieren,arbeiten.
Bedeutet das im Umkehrschluss ein Comeback der klassischen Medien?
DasInternethatdieZeitungenheuteschonverändert,siekürzer,
prägnanter,oftauchbessergemacht.EsfunktioniertwieeinSelektionsfaktor:Dieunsinnigen,überüssigenMedienwerdendavonausgerottet,dieanderenverändert.
Nehmen wir die Printmedien. Wo liegen ihre Stärken? Und
wie steht es um ihre Zukunft?
Ichglaube,dassderBegriffinZukunftunsinnigist.Esgibtkein
„Printmedium“ mehr, sondern bestimmte Medienmarken, die sich
überInhalte,Qualität,Weltzugänge,Ideologien,wasauchimmerunterscheiden.EineZeitschriftwiedieamerikanische„Wired“istheute
schoneinmedialesProduktaufvielenKanälen,undsogehtesauch
zunehmend Zeitungen. „Spiegel“ heißt in Zukunft eine bestimmte
WeltsichtaufPapier,HandyoderSchirmzuHause.EinMedium,das
nuraufPrintsetzt,isteinziemlicheinsamesMedium.
Wie sehen denn die Geschäftsmodelle für Content-Anbieter
in Zukunft aus?
Sehrverschieden.EinigewerdenimQualitätssektorimmernoch
Geldverdienen.AndereerfüllenvorallemsozialeFunktionenundlebenüberClub-und„Freemium“-Modelle,alsoGeschäftsmodelle,bei
denenbestimmteBasis-Dienstekostenfreiangebotenwerden—und
nur die Zusatzangebote berechnet werden. WiederandereAnbieter
werdensichvomreinenContentverabschiedenundServicesund„Zugänge“vermarkten.RegionalzeitungenzumBeispielkönnensichzu
kompletten„ServiceProvidern“entwickeln,dienebenZeitungauch
Strom,WasserundKrediteliefern.
Wider Erwarten schlägt sich das Radio außerordentlich gut
im Wandel der Medienlandschaft. Worauf führen Sie das zurück?
DasRadioisteinfachundunkompliziert,einechterRetro-Trend
gegendasMediengewusel,indemmansichnichtmehrzurechtndet.
Essprichtjemandzueinem!Dasisteinfachschön.
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. Beobachten Sie im internationalen Vergleich ein deutsches
Phänomen in der Mediennutzung?
Nein,dieDeutschensindnuraufgeregterundvermuteninjeder
NeuerungerstmaldenWeltuntergang,bevorsiedannganzbesonders
treueFanswerden.
Bei Science-Fiction-Filmen werden häug heutige Phänomene einfach auf morgen projiziert. Wie verhält es sich mit der Zukunftsforschung? Wie kommen Sie zu Ihren Erkenntnissen?
DurchhartnäckigeForschungundständigeKorrekturderModellbildung.Auchwir„projizieren“natürlichaufmorgen.Wirmüssen dasnur
einbisschenintelligenterunddifferenziertermachenalsunsereVorgänger.
. Wird die zukünftige Medienlandschaft noch andere Tools
verändern, die wir heute nur erahnen können?
ZumBeispielwerdenE-Mail-InterviewswiediesesinZukunftzu
Dialogen.Ich könnteSiedann auchfragen,was Sie eigentlichdenken—undwieSiezuIhrenFragengekommensind...
17.12.2009
(http://www.magazin-deutschland.de/de/artikel/artikelansicht/
article/medien-der-zukunft-zukunft-der-medien.html)
11.InformierenSiesichanhanddesTextesüberPresseundFern-
seheninderBRD,fassenSiedenInhaltdesTexteszusammen:
DieZeitungslektüreerfreutsichinDeutschlandgroßerBeliebtheit.
Inder Zeitungsdichte(Zahl derZeitungenje 1000Einwohner)liegt
DeutschlandhinterNorwegen,Finnland,Schweden,derSchweiz,ÖsterreichundEnglandinEuropaansiebterStelle.78%derBundesbürgerlesentäglichZeitung,durchschnittlich30Minutenlang.Trotzder
mächtigen Konkurrenz von Hörfunkund Fernsehen behaupten sich
dieZeitungen in der Gunst des Publikumsund gehen mit der Zeit:
Anfang2000waren176ZeitungenimInternetvertreten.
Inder Zeitungslandschaft dominieren die lokaleund regionaleTagespresse.„Bild“istmit4,24MillionenExemplarendieauagenstärkste
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deutscheTageszeitung.UnterdenAbonnementzeitungenhaltendieAusgabender„Westdeutschen Allgemeinen Zeitung“dieSpitze.
WenigerAuage,abergroβenEinussaufdiemeinungsbildendeFührungsschichtin Politik und Wirtschafthaben die groβen überregionalen
Tageszeitungen„Frankfurter Allgemeine Zeitung“und„Die Welt“sowie
Zeitungenmitüberregionaler publizistischer Geltung wie die „Süddeut-
sche Zeitung“,die„Frankfurter Rundschau“unddas„Handelsblatt“.
DasPresserechtwirddurchPressegesetzederLändergeregelt.Sie
stimmenindenKernpunktenüberein:DazuzählendieImpressumspicht, die Sorgfaltspicht und das Zeugnisverweigerungsrecht der
Journalisten,dienichtgezwungenwerdenkönnen, ihreInformanten
zunennen,sowiedasRechtaufGegendarstellungbeiunzutreffenden
Tatsachenbehauptungen.
Meinungsforschung („Demoskopie“) istneben den Meinungen,
die in den Medien veröffentlicht werden, und dem direkten Kontakt mit Bürgerinnen und Bürgernein bedeutsames Instrument, um
die grundsätzlichen Einstellungen, Erwartungen, Hoffnungen und
Wünsche der Bevölkerung zu erhellen.Meinungsforschung wird in
DeutschlandausschlieβlichvonprivatenInstitutenbetrieben.MitdiesenarbeitendieBundesregierung,dieLandesregierungensowiedie
politischenParteien.
Im vonARDundZDF nehmenvor allemdie tagesaktuellenInformationen,diepolitischeBerichterstattung,dieInlands-
undAuslandsdokumentationsowieFernsehspiele,FilmeundUnterhaltungssendungeneinengroβenRaumein.FürdieAuslandsberichterstattungverfügenARDundZDFübergroβeKorrespondenzennetze
undinvielenLändernübereigeneStudios.
ARD und ZDF nehmen auch am internationalen ProgrammaustauschüberdieEurovision teil.Der Schwerpunktliegtdabeiauf
Sportübertragungen.
Die dritten Programme des Fernsehens werden von den ARDAnstaltenregionalundergänzendüberSatellitundKabelausgestrahlt
undstellenentsprechendregionaleThemenindenVordergrund.Das
reichtvonderLandespolitikbis zur Kultur.EinebesondereBedeu-
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tunghabendieseProgrammefürBildungundErziehung:Diemeisten
ARD-AnstaltenstrahleneinregelmäβigesSchulfernsehen aus.Dazu
gibtesAufbaukursefürverschiedeneBildungswege.
(TatsachenüberDeutschland)
12. Erstellen Sie eine Power-Point-Präsentation zum Thema
„MassenmedienindermodernenGesellschaft“.
13.ÜbersetzenSieinsDeutsche:
1. Телевидение является одним из самых мощных средств
массовой информации, котороеоказываетсильное влияниенаформированиеобщественногомнения.
2. Всоответствииснекоторымисоциологическимиданными
оказалось, что многие телевизионные программы содержатдостаточнобольшуюдолюсценнасилия,чтоособенноотрицательносказываетсянаповеденииподростков.
3. Государствов этойсвязидолжно предпринятьвсемеры,
чтобыограничитьпоказтакихпередачпотелевидению.
4. Психологидоказали,чтопослепросмотрапередачтакого
родазначительноувеличивается количествотяжкихпреступленийиагрессивностьвобществе.
5. Нельзя допускать также, чтобы дети часами смотрели этот
«ящик»,таккакэтоможетпривестиксерьезномуухудшению
зрения.
6. Однаконельзяне учитыватьположительныесторонытелевидения—егоскоростьпередачиинформации,актуальностьидоступностьдлялюдей.
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- dieLiteratur,dieBelletristik
- dasBuch,dasLehrbuch,
dasLesebuch,dasBilderbuch,
dasFachbuch,dasHandbuch,
dasWörterbuch,dasLieblingsbuch
- eininhaltsreiches,inhaltsloses,
heiteres,langweiligesBuch
- derBücherfreund
- derDichter,derSchriftsteller,
dieSchriftstellerin
- dieErzählung,dieFabel,
dasGedicht,dieKurzgeschichte,
dieNovelle,derKriminalroman,
derKrimi
- derLeser,dieLeserin
- einguter,schlechter,begeisterter,leidenschaftlicherLesersein
- dasLexikon,dasNachschlagewerk
- dieschöneLiteratur,diewissenschaftlicheLiteratur,dieKinderliteratur,dieJugendliteratur,dieUnterhaltungsliteratur,dieReiselektüre
- dieLyrik,dieProsa,diePoesie
- einhistorischer,klassischer,
phantastischerRoman
- dieSciencektion
- derVerfasser,verfassen
- dieBenutzungsordnung
(inderBibliothek)
- etw.mitGenusslesen
- EinblickindieWelt
derBüchertun
- einerichtigeLeseratte
(einBücherwurm)sein
- dieSchönheitderSprachegeht
j-mauf
- vondemGeschehengepackt
sein
- unserVerhältniszuBüchern
wandeltsichmitunsselbst
- dasBuchfordertdiekritische
Haltung
- j-nformen
- einenPlatzimHerzenerobern
- dasBuchistj-mverwandt
- etwaserscheintvonneuem
Standpunktaus,inanderemLichte
- imBuchetwasNeuesentdecken
- dasBuchlässtj-nnichtlos
- dasBuchineinemZugelesen
(schlucken)
- aufeinBuchstoβen
- dasBuchhatesmirangetan,
hatmirgefallen
- dasBuchistmiransHerz
gewachsen
- derSchmöker,einzerlesener
Schmöker
- derReiser
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- derKatalog,dieLesekarte
- derBestandumfasst,zählt...
Bände
- dieöffentliche,wissenschaft-
licheBibliothek,dieStadtbibliothek,dieStaatsbibliothek,
dieUniversitätsbibliothek,
dieFreihandbibliothek
- dieBücherkunde
- derBücherfreund,derBücherliebhaber,derBuchgelehrte,
derBücherkenner
- derBuchdruck,dieBuchdruckerkunst
- derBuchhandel,dieBücherei,derBuchhändler,dieBuchhandlung
- dasMinibuch
- dieBücherschau
- einBucheingehend,oberächlich,langsam,schnelllesen
- etwasdiagonallesen
- etwasaufmerksam,mit
Interesse,ohneAnteilnahme,
gezwungenermaβenlesen
- etwasZeilefürZeilelesen
- etwaseinmal,zweimal,mehrmalslesen
- sichineinBuchvertiefen
- einenBlickinsBuchwerfen
- sichfestlesen,sicheinlesen
(inAkk.)
- seineNaseinsBuchstecken
- dieSchwarte,dieScharteke,
derSchundroman
- derBestseller
- belesensein,dieBelesenheit
- einemBuchaufgeschlossen,
skeptischgegenüberstehen
- einBuchbegeistertaufnehmen
- sichkritischmitdemBuch
auseinandersetzen
- sich(D)dieGedanken
desBucheszueigenmachen
- dasBuchganz,teilweise
ablehnen,verwerfen
- gern,nichtgerneinBuch
überTechniklesen
- einleidenschaftlicherLeser
vonReisebeschreibungensein
- einFachbuchstudieren
- ineinemWörterbuch,Lexikon,
Athlas,Nachschlagewerk
nachschlagen,nachsehen
- sich(D)einBildband,
einBilderbuchansehen
- einwissenschaftliches,populärwissenschaftliches,schöngeistiges
Buchlesen
- nachdemBuchgreifen
- einBuchindieHandnehmen,
ausderHandlegen,beiseite
legen
- einBuchaufschlagen,
zuklappen
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- ineinemBuchnachschlagen
- eineTextstellenocheinmalüberiegen,durchlesen,durcharbeiten
- j-metwasvorlesen,etwas
ablesen
- einBuchfesseltdenLeser
(ziehtihninseinenBann)
- einBuchlangweiltdenLeser,
enttäuscht,lässtkalt,löstGedanken
vonD.aus
- esmachtnachdenklich,bringt
aufIdeen
- eserheitert,erfreutj-n,fördert
dasInteressefür(Akk.)
- esunterhältdenLeser,erweitert
dasWissen
- einBuchkannspannend,unterhaltend,langweilich,nichtssagend,
informativ,aufschluβreich,lesenswertsein
- dasBuchkanndieErinnerungenan(Akk.)heraufbeschwören,
ergreifen,packen,hinreiβen,gefangennehmen
- durchdieLiteraturtatensich
groβeGebietedesmenschlichen
Wissensauf
- einBuchausdemRegal
nehmen,indasRegalstellen
- ineinemBandblättern
- einigeSeitenzurückblättern
- eineSeiteaufschlagen,überschlagen
- einLesezeichenineinBuch
legen,ausdemBuchnehmen
- dasBuchausleihen
- dieSeitenumbiegen
- dieSeitenherausreiβen
- dasBucheinschlagen,
umschlagen
- vermuten,annehmen,glauben,
fürmöglichhalten,dass...
- tippenauf(Akk.)
- vonderAnnahmeausgehen,
~
dass
- esliegtderVermutungnahe,
dass...
- meinesErachtensistes...
98

:
Dies ist eine uralte Frage: Was vermag ein Wort gegen einen
Schuss,einSatzgegeneineSalve, ein Gedicht gegen ein Bombenfeuer—wasvermagdieLiteraturgegendenKrieg?
WorausentspringteigentlichdieserEhrgeiz,derLiteraturfortdauerndOhnmachtzubescheinigen?Mitdem,wasineinemBuchsteht,
kannmannichteinmaleineKerzeausblasen,dasistschonwahr,aber
dieLiteraturhatunsLichteraufgesteckt,hatmanchennsterenWinkelausgeleuchtetundunsdasLebenüberschaubarergemacht.
LiteraturentscheidetnichtüberTodundLeben;siekannnurdas
einewiedasanderebegreiichermachen.SiekanndenMenschenhelfen,zuEntscheidungenzunden.MankannschreibenundIllusionen
nähren;mankannschreiben,umwachzumachen;mankannüberdie
Wirklichkeithinwegschreiben,odermankannversuchen, seineAnsichtenindieseWirklichkeiteinzubringen.
ZudengefährlichstenÜbeln,vondenendieLiteraturimmerbedroht
war,heuteabermehrdennzuvorbedrohtist,gehörtdieResignation,der
bittereZweifel,obdasliterarischeWortjeetwaszubewirkenvermöge.
Aber wenn schon ein Stück Literatur erreicht, dass ein paar Menscheneinigeseinbisschendeutlichersehen,eineumeinwenigesgenauereVorstellungvoneinemSachverhaltbekommen,schonwennLiteratur
dieMenscheneinwenigwenigergleichgültig,umeineIdeewacher,um
einigesgefühlsregermacht,schondannhatsieGroßesbewirkt.
InLiteraturgeschiehtUmverteilungderErfahrung.DennLiteraturist nur eine besondereArt von Leben, oder zumindestdoch ein
schönesZeichendavon,sieistwesentlicherTeilmenschlicherSelbstbehauptung,undderAtemderWeltgingekürzerohnesie,undwoeine
DrohungdiesenAtemkürzenwill,damuss dieLiteratur sichgegen
dieDrohungwenden.Aberwasvermagsie?
Literatur hat das ungeheure Vermögen, aus einer Ahnung eine
Gewissheitzu machen,alteGewissheit neuemZweifelauszusetzen,
unerträglichwerdenzulassen,wasbisdahinnurgewöhlichwar,den
SchlafderUngerechtenzustörenunddenderGerechtenauch,UnbegreiichemNamenzugeben,Verdrängtesaufzudecken,Aufgedecktes
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zu bedrängen — sie hatdiesVermögen,und sie setzt es gegendie
Barbarei,diedahofft,Gewohnheitzuwerden.
(HermannKant,Schriftsteller)
1. FindenSieSchlüsselwörterindiesemText,dieaufwesentliche
inhaltlicheTeilehinweisen.
2. KommentierenSiediefolgendenTextstellen:
a)“LiteraturhatunsLichteraufgesteckt,hatmanchennsterenWin-
kelausgeleuchtetunddasLebenüberschaubarergemacht…“
b)„…siekannnurdaseinewiedasanderebegreiichermachen.
SiekanndenMenschenhelfen,zuEntscheidungenzunden…“
c)„Aber wenn schoneinStück Literatur erreicht,dassein paar
Menscheneinigeseinbisschendeutlichersehen…,schondann
hatsieGroßesbewirkt.“
d)„InLiteraturgeschiehtdieUmverteilungderErfahrung“.
e)„LiteraturhatdasungeheureVermögen,auseinerAhnungeine
Gewissheitzumachen…“
3. WiebeantwortetderSchriftstellerdieFrage„WasvermagLi-
teratur?“
1. SprechenSieüberdieRollederLiteraturundderBücherim
LebenderGesellschaft,inIhremLeben.WaslesenSiegern?
2. Welcheliterarischen Genressind Ihnenbekannt? Charakteri-
sierenSiediese.
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