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Der erste Weltkrieg

Der erste Weltkrieg war Höhepunkt einer Eskalation von Hochrüstung, Bündnismechanismen, Kriegserwartung und Führungsschwäche, die in den Machtkämpfen der Groß- und Weltmächte des 19 Jahrhunderts ihre Ursache hatte. Diese Lage verschärfte sich seit der Jahrhundertwende und wurde durch das Attentat in Sarajevo zum europäischen Krieg gesteigert.

Österreich-Ungarn war an der Vermeidung des Krieges interessiert, doch die österreichische Regierung stürzte den Staat in den Krieg. Am 28 Juni 1914 wurde der habsburgische Thronfolger Franz Ferdinand und seine Gattin Herzogin Sophie von Hohenberg in Sarajewo von dem bosnischen Studenten Gavrilo Príncipe ermordet. Dieses Attentat ist der Anlass für den Ausbruch des 1. Weltkrieges. Am 5.-6.Juli gaben (предоставлять) Kaiser Wilhelm der zweite und sein Reichskanzler von Bethmann-Hollweg Österreich-Ungarn freie Hand (свобода действий) zur militärischen Aktion. Man rechnet damit, dass Russland diese Tatsache hinnehmen(принимать, переносить, мириться) würde, denn Russlands Rüstungsplanungen waren auf die Jahre 1916-1917 abgestellt (откладывать). Doch Russland begann mit Mobilmachungsmaßnahmen. Am 1. August 1914 erklärte das Deutsche Reich Russland den Krieg am 3. August dem russischen Bündnispartner Frankreich.

Großbritannien nahm den deutschen Einmarsch in Belgien zum Anlass, dem Reich den Krieg zu erklären. Das geschah am 4. August.

Bethmann-Hollweg äußerte sich zum Problem, dass alle Regierungen, einschließlich Russlands, und die große Mehrheit der Völker an sich friedlich seien, aber es sei die Direktion (управления) verloren und der Stein ins Rollen geraten(лед тронулся).

Aber so harmlos und friedlich waren die europäischen Regierungen nicht. Vielleicht nur England brauchte diesen Krieg nicht. Die übrigen europäischen Regierungen hatten eine Auswahl an der Kriegsschuld. 5 europäische Mächte wurden in diesen katastrophalen Krieg mitgerissen(увлекать). Der Britannische Außenminister hat gesagt: “In Europa gehen die Lichter aus“.

Deutschland gelang es neben Österreich- Ungarn nur die Türkei und 1915 Bulgarien als Bundesgenossen zu gewinnen. Die ersten Siege lösten Begeisterung im deutschen Volk aus. Nach kaum einem Monat standen die Deutschen vor Paris und hatten die Russen in Ostpreußen zurückgeworfen. Im Westen erstarrte (застыть) aber die Front. Mit einem längeren Krieg haben die Deutschen nicht gerechnet. Die Diplomatie hat einige Versuche unternommen(1914-1915), mit Russland einen Separatfrieden zu verhandeln. Diese Bemühungen scheiterten aber.

Die Ostfront erstarrte auch. Diesen Krieg nennt man in der Geschichte einen Stellungskrieg (позиционная война = оконная война).

Die Weimarer Republik.

In der Präambel zur Verfassung des deutschen Reiches vom 16. April 1871 hieß es:“Seine Majestät der König von Preußen im Namen des Norddeutschen Bundes, seine Majestät der König von Bayern, seine Majestät… schließlich einen ewigen Bund zum Schutze des Bundesgebietes und des innerhalb desselben gültigen Rechts sowie zur Pflege und Wohlfahrt (общее благо) des deutschen Volkes…“ Aber diese für Ewigkeit gedachte Form der staatlichen Existenz Deutschlands scheiterte an vielen Anhaltspunkten:

  1. Die Legitimität (законность) der Monarchie geriet in Erosion gewissermaßen durch das persönliche Regiment (господство, власть)Wilhelms 1. und 2.

  2. eine verhängnisvolle (роковой) Rolle hat auch das Sozialistengesetz gespielt, das eine negative Einstellung der Arbeiterklasse zum bestehenden Staat hervorgerufen hat.

  3. Eine ausschlagegebende (решающий) Rolle hat aber der 1. Weltkrieg gespielt. Der Krieg beschleunigte die Vertiefung von sozialen Gegensätzen, v.a. zwischen Landvolk und Städtern, zwischen Unternehmern und Industriearbeitern.

  4. Eine große Rolle hat die Revolution in Russland gespielt. Seit der russischen Februarrevolution von 1917 gewann die politische Opposition an Ansehen (авторитет). 1918 wurde die Kommunistische Partei gegründet mit Karl Liebknecht und Rosa Luxemburg an der Spitze.

Besonders schmerzlich war für die Deutschen der Ausgang des 1. Weltkrieges. Wilhelm 2. hat seinem Volk einen glorreichen (славный) Sieg prophezeit. Stattdessen erlitt Deutschland ein glattes Fiasko. Man hat Gebiete verloren. Kolonieverluste kamen dazu, Einschränkung der militärischen Souveränität und die Anerkennung Deutschlands als einer alleinschuldigen Macht. Dazu kamen schwere Reparationen.

Die Situation im Lande war unstabil. Das Vorbild der Oktoberrevolution in Russland hat der garenden Revolution in Deutschland den Anstoß gegeben.

Die Weimarer Republik hatte 2 Gründungsdokumente: die Verfassung vom 19. August 1919 und den Versailler Vertrag vom 28. Juni 1919. Die Weimarer Republik beruhte auf den Grundsätzen der westlichen Demokratie: Gewaltenteilung, Repräsentationsprinzip, Parlamentarismus, allgemeine gleiche und geheime Wahlen zum Reichstag, Rechtsstaatsprinzip, Sozialstaatsprinzip. Die Verfassung der Weimarer Republik war so pluralistisch, dass sie selbst eine Möglichkeit ihrer legalen Abschaffung einschloss, wovon später Hitler und schon 1920 auf die erste Probe gestellt.

Im März begann der Kapp- Putsch. Der Kapp- Putsch stand unter der militärischen Führung des Reichswehrgenerals von Lüttwitz und der politischen des ostpreußischen Generallandschaftsdirektors Kapp. Sie marschierten sich in Berlin und besetzten die wichtigsten öffentlichen Gebäude. Der Kapp- Lüttwitz-Putsch scheiterte an beginnendem Generalstreik der Gewerkschaften. Die Reichswehr hatte nicht geputscht. Sie hatte aber die Regierung nicht verteidigt. Der Chef der Reichswehr sagte: “ Truppe schießt nicht auf Truppe“.

1919 fanden die Wahlen statt, und sie zeigten die Schwäche der deutschen Demokratie und Republikaner. Die Zeit für die Stabilisierung der ersten deutschen Republik war nicht besonders günstig. Innenpolitisches Problem der ersten 5 Jahre war die Inflation 1920-1923. Man schob die Schuld der Republik zu. Man beschuldigte Sozialdemokratie, dass sie den Versailler Vertrag unterzeichnet hatten. Nach diesem Vertrag hatte Deutschland Reparationen zu zahlen. Die Gesamtsumme belief auf 132 Milliarden.

1922 wurde der Rapallovertrag mit der Sowjetunion unterzeichnet. Nach diesem Vertrag verzichteten die beiden Seiten auf alle gegenseitigen Ansprüche. Die Unterzeichnung des Rapallovertrages verschärfte aber die Beziehungen zum Westen. Einige politische Erfolge der jungen Republik hatten aber keine ökonomische Stabilisierung herbeigeführt. Im November 1923 wurde die Inflation bekämpft. Man hat eine Rentenmark (mit fester Dollarparität) eingeführt. Das erleichterte die Regelung der Reparationsprobleme. Es kam zu einem Kapital zuvor vom Westen, und die deutsche Mark wurde gestärkt.

Man hoffte auf die Verwirklichung der Pläne der Republik, Deutschland wieder zu einer Weltmacht in der Wirtschaft zu machen. Doch kein Wunder geschah. Das Scheitern der Weimarer Republik war praktisch vorprogrammiert. Manche Historiker und Politiker sehen die Ursache im Versailler Vertrag oder in der Weltkrise, die im Oktober 1929 in New-York als Börsenkrach begann. Um die Jahreswende 1930-1931 ist sie zu der Weltwirtschaftskrise.

Michael Stürmer: „Zu den Voraussetzungen des Scheiterns von Weimar zählten nicht nur die Krise der liberalen Demokratie im ganz Europa, die Suche der politischen Kräfte nach einer unverrückbaren Wertebasis und nach neuer organischer Gestaltung der Gesellschaft. Es gehörte dazu auch der zerfall der bürgerlichen Schlichten durch Weltkrieg, Inflation und Wirtschaftsdepression. Weiter die scharte Kritik der großen, teils weit links stehenden Intelligenz an der nüchternen Kompromissstruktur der Republik. Es zählte dazu auch die Polarisierung des politischen Denkens durch Verheißung der Klassenutopie von links und der nationalistisch eingefärbten Rassenutopie von rechts“.

Die Weltwirtschaftskrise hat dann politisch gegen die Republik gewendet, da die Zukunftsangst der Mittelschichten zur Panik wurde und die Arbeitslosigkeit bis Winter 1932-1933 auf rund 6 Mln. stieg. Zukunftsangst und Hoffnung auf einen Messias haben das deutsche Volk zur Diktatur geführt. Niemand hat sich damals schärfer als ein Philosoph aus Heidelberg Kare Jaspers (1931) geäußert: „Die geistige Situation der Zeit hat dazu geführt, dass sich ein Bewusstsein verbreitete. Alles versagt. Es gibt nichts, das nicht fragwürdig wäre. Nichts Eigentliches bewährt sich. Das losgelöste Zeitbewusstsein hat sich überschlagen“.

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