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Der Absolutismus

Der Absolutismus entstand in Frankreich. Nach den langen Jahren des Religionskrieges sehnte sich das Volk nach einer starken Staatsgewalt. Diese Idee fand Gestallt in der Leere von Jean Beding. Sie wurde durch den französischen König Ludwig den. 14 verwirklicht. Der Souverän besaß eine uneingeschränkte Gewalt. Die alten Stände hatten nur eine beratende Funktion. Gestärkt wurde die absolutistische Herrschaft durch einen juristischen Unterbau aus dem römischen Recht und durch die Auffassung: “Gott selbst habe den Fürsten zu seinem Amt gestellt“.

Das deutsche Reich bestand aus kleineren geistlichen Territorien, reichritterlichen Herrschaften, Reichsstädten und Reichsdörfern. Das deutsche Reich hatte auch große Gebiete wie Habsburger Reich, Bayern, Brandenburg- Preußen. Die Fürsten entwickelten sich in ihren Territorien zu absoluten Herrschern. Der Kaiser war vom Reichstag unabhängig, und man hatte kein zentrales Finanzsystem. Der Staatstheoretiker Pudendorf äußerte sich über das Reich wie folgt: «Ein unregelmäßiges und einem Monstrum ähnliches Gebilde». Brandenburg- Preußen war kein geschlossener Staat, sonder ein Gebilde aus vielen Ländern, die manchmal weit auseinanderlagen.

Der Aufstieg begann mit Friedrich Wilhelm. Er hatte auch Grundsätze der Merkantilismus eingeführt. Die Wirtschaftstheorie des Merkantilismus, typisch für den Absolutismus, bedeutete die Förderung der eigenen Wirtschaft durch das Bremsen, durch hohe Zölle der Einfuhr ausländischer Erzeugnisse und Rohstoffe. Ein Gewinn für den Staat war die Aufnahme von Hugenotten, die aus Frankreich vertrieben worden waren wegen ihres Glaubens (Protestanten).

1713 - Erbfolge nach dem erstgeborenen Recht.

Pragmatik - Aufrichtig auf das Wichtigste, Sachliche.

Die Sanktion - staatliche, wirtschaftliche oder gesellschaftliche Zwangsmaßnahme, um etwas durch Verweigerung von etwas durchzusetzen.

Der territoriale Absolutismus (der deutsche Absolutismus)

Allmählich setzte sich in den habsburgischen Ländern, in Brandenburg- Preußen und in Bayern das Prinzip der Unteilbarkeit des Territoriums durch. Dem diente das Thronfolgerecht des ältesten männlichen Erben. In Brandenburg-Preußen begann Kurfürst Friedrich Wilhelm im Verlauf der 50er Jahre seine absolutistische Herrschaft durchzusetzen. Auch in Österreich herrschte diese Tendenz.

Für Zusammenhalt des Reiches sorgten zunächst die 3 großen Institutionen: der Keiser, der Reichstag, das Reichskammergericht. Nur der Keiser hatte das Recht, Reichsstandschaft und Adelstitel zu verleihen, das Gnadenrecht, uneheliche Kinder zu legitimieren, Privilegien zu vergeben u. a.

Ab 1663 wurde aus der Versammlung der Reichsstände der immerwährende Reichstag gegründet. Der Reichstag existierte bis 1802. Die Beratungen fangen unter Leitung des Kanzlers getrennt nach den Kurien statt.

Im 17. jahrhundert begann sich noch eine Großmacht auf dem deutschen Boden zu etablieren. Kurfürst Friedrich Wilhelm von Hohenzollern trat 1640 die Nachfolge seines Vaters an. Friedrich Wilhelm begann als typischer Barokkfürst die Macht der Landstände einzuschränken. Mit List, Gewalt und Verhandlungen gewann er die uneingeschränkte Anerkennung seiner fürstlichen Autorität. Er schuf ein stehendes Heer. Friedrich Wilhelm besaß ein Heer von 30 000 Mann (bei der Bevölkerungszahl von etwa 1 000000).

1685 wurde in Frankreich das Edikt von Nantes aufgehoben. Dieses Edikt garantierte den Hugenotten Glaubensfreiheit. Friedrich Wilhelm bot diesen Protestanten in seinem Staat Asyl an. Die Hugenotten ließen sich allein in Berlin nieder in der Zahl von 4000 Mann. Sie förderten Handwerk und Gewerbe.

Der 1. König von Preußen Friedrich der 1. war ein ehrgeiziger, aber schwacher und verschwenderischer König. 1713 übernahm die Herrschaft Friedrich Wilhelm der 1. (Soldatenkönig). Er war ein derber und frommer Pedant, war despotisch, autoritär. Er verabscheute die höfische Kultur. Zu seinem Spielzeug ist das Heer geworden. Er hing so an seiner Armee, dass er sich stets scheute, diese Armee den Gefahren von Schlachten auszusetzen. Friedrich Wilhelm stockte seine Armee auf 80 000 auf. Er war der Überzeugung, dass der preußische Staat nur mit Hilfe einer starken Armee zur ernst nehmenden Großmacht aufsteigen kann. Deswegen wurde er auch Soldatenkönig genannt. Er vollendete die Entmachtung des Adels, entzog dem Adel die Steuerprivilegien, reservierte für sie aber höhere Verwaltungsämter und Offiziersstellen.

Als eine markante Figur des Absolutismus wird aber sein Sohn, Friedrich der Große, genannt. Friedrich der 2., Liebhaber von Kunst und Literatur, hing den höfischen Vergnügungen an, war ein richtiger Gegensatz zu seinem Vater. Er war der Kultur offen. Der Vater und der Sohn waren von der Natur aus Antagonisten. Mit 18 Jahren wollte er ins Ausland fliehen. Sein Vater ließ ihn als Deserteur verurteilen. Er wollte mit seinem Freund fliehen – mit Leutnant von Katte. Die beiden wurden verhaftet, Friedrich wurde aber begnadigt und musste vom Fenster einer Zelle aus mit Ansehen, wie sein bester Freund und Helfer von Katte enthauptet wurde. Diese bittere Erfahrung machte aus dem kultivierten und feinsinnigen Friedrich einen harten, unerschütterlichen, energischen und menschenscheuen Charakter. Die Leidenschaften der Jugend verwandelten sich in ihm in ein seltsames Gemisch aus Ruhmbegierde, Menschenverachtung und Pflichtbewusstsein.

Friedrich der Groß bestieg den preußischen Thron 1740. Zufällig im selben Jahre, als Maria Theresia mit ihren Gatten Franz Stefan die Regierung des österreichischen Erblands übernahm. Das Schicksal stellte diese 2 großen Persönlichkeiten einander gegenüber. Ihre Beziehungen prägten die europäische Geschichte eine lange Zeit. Der Gegensatz der beiden prägte die deutsche und europäische Geschichte 40 Jahre lang.

Maria Theresia spielte als einzige Frau in der politischen Geschichte Deutschlands eine überragende Rolle. Sie war Erzherzogin von Österreich und Königin von Ungar und Böhmen. Ihr Vater Karl der 6 war der letzte Habsburger im Mannesstamm. Er hatte keine männlichen Nachfolgen. Er setzte seine ganze Energie und ein Vermögen ein, um seiner älteren Tochter die Nachfolge zu verschaffen.

Maria Theresia war intelligent und gleichzeitig durchsetzungsfähig. Sie regierte flexibel und zielstrebig. In der Augen Maria Theresias war Friedrich der Große ein eheloser, perfider und gottloser Aggressor. Sie nannte ihn einen blasierten Zyniker, einen ehrgeiziger Abenteurer. In 3 Kriegen versuchte Maria Theresia mit Friedrich dem Großen zu kämpfen. Kriege 1740-1763 mit längeren Unterbrechungen, 1766 der Krieg ein letztes Mal.

Maria Theresia war eine strenggläubige Katholikin und eine großherzige Barockherrscherin. Am 16. Dezember 1740 begann Friedrich der 2 mit dem Einfall in Schlesien eine Eroberungspolitik. Schon im Herbst 1741 stand Österreich einer mächtigen Gruppierung gegenüber: Frankreich, Spanien, Branderburg-Preußen, Bayern, Sachsen, der Pfalz. Friedrich der Große führte Schaukelpolitik. Zweimal hatte er Separatfrieden abgeschlossen, den er jedes Mal als Waffenstillstand betrachtete.

1756-1757 traten Frankreich und Russland mit Österreich und dem Reich in den Krieg gegen Preußen ein. (die meisten Fürsten schlossen sich dem Keiser an im Krieg gegen Preußen) Preußen fand eine militärische Unterstützung bei den Briten. Der 7-jährige Krieg verwüstete das Land. Berlin wurde zweimal besetzt. Das Schicksal Preußens schien besiegelt zu sein. Dass es nicht geschah, verdankte Friedrich seinen glänzenden militärischen Fähigkeiten, der Disziplin und Schlankheit seiner Truppen, dazu kam noch Glück. In Russland starb Zarin Elisabeth. Ihr Nachfolger und Neffe Peter der 3. (Herzog von Polstein- Kotter) war ein glühender Verehrer Friedrichs. Er wechselte sofort die Fronten.

Nach einigen Monaten war der schwache Zar Peter der 3 von seiner Frau Katarine die 2 entthront und wenige Tage später ermordet. Katarina die 2 war auch eine deutsche Prinzessin aus dem Haus Anhalt-Zerpst. Diese Familie war mit der Familie Hohenzollern eng verbündet. Sie zog aus dem Krieg zurück. Die russische Neutralität entmutigte die Gegner Preußens.

Im Frieden von Hubertusburg 1763 mit Österreich konnte Friedrich die Stellung seines Staates als europäische Großmacht behaupten. Für Deutschland begann eine Ära des Friedens. Mit kurzen Unterbrechungen dauerte Friede von1763 bis 1806. 1806 ist das Ende des 1. deutschen Reiches. (10. Jahrhundert- 1806). Der absolutistische Staat machte Kriege zu einer Ausnahmeerscheinung. Die Ära des Friedens führte zum sozialen und wirtschaftlichen Aufstieg. Man führte Reformen durch. Kultur, Bauwesen, Sprache, Literatur, Kunst und Musik wurden von den Landesherren vorangetrieben. Mit der Regierung Friedrichs des 2 setzte sich ein Prozess ein, in dessen Verlauf sich der Absolutismus zum aufgeklärten Absolutismus entwickelte. Friedrich war ein aufgeklärter Herrscher, solange aber das seine Macht nicht betraf. Er praktizierte eine unumschränkte religiöse Toleranz:„In meinem Staat muss jeder nach seinem Fasson seelisch werden“. Die Rechtsprechung wurde reformiert. Friedrich der 2 festigte aber zugleich die Privilegien des Adels und der Herrschaft der Gutsherren. Aber zugleich wurde in seinen Ländereien die Leibeigenschaft abgeschafft. Friedrich der 2 meinte „das Wohl des Staates verlange gesunde richtig ernährte Untertanen“. Als aufgeklärter Despot regierte Friedrich der 2 zum Wohl seiner Völker, ohne sie an Entscheidungen zu beteiligen. Die Unternehmer erhielten Kredite und Monopole. Den Landwirten wurden stabile Preise garantiert. Die Lagerhaltung sorgte dafür, dass die Brotpreise in Notzeiten nicht steigern.

Den Zeitgenossen galt Preußen in der 2 Hälfte der Regierungszeit Friedrichs des 2 (1763-1786) als bewundernswertes Land. Im Reich verfestigte sich der Dualismus Preußen Österreich.

Marien Theresias Sohn Josef der 2 bemühte sich auch 1765 um eine aktive Reformpolitik im Reich. Er beschränkte sich aber auf Österreich, weil er im Reich auf Widerstand stieß. In Österreich regierte er aber nicht lange. Er führte zusammen mit Russland 1787-1792 einen Krieg gegen die Türken. Während des Feldzuges holte sich Josef der 2 eine Krankheit und starb 1790 relativ jung. Er war ein fanatischer Aufklärer, hob auch die Leibeingenschaft auf, viele Privilegien haben die Bauern bekommen. Er führte die deutsche Sprache als einzige in der österreichscher Armee und in Zivilverwaltung ein. In der Zeit seiner Regierung wurde in Österreich Schulpflicht eingeführt. Man gründete Lehranstalten. Die höheren Schulen und Universitäten nahm er der Kirche aus der Hand und stellte sie unter staatliche Autorität. Josef der 2 genauso wie Friedrich der 2 entschied sich gegen die Beteiligung der Untertanen an den politischen Entscheidungen. Es kam zu Aufständen. 1790 musste der schwerkranke und starkbedrängte Josef der 2 auf dem Totenbett die umstrittenen religiösen, steuerlichen und rechtlichen Reformen zurückrufen. Sein Bruder und Nachfolger Leopold der 2 konnte die Aufstände mit kluger und vorsichtiger Diplomatie befrieden.

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