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Die Wiedervereinigung Deutschlands

Am 21. Oktober 1949 erklärte Konrad Adenauer, der Regierungschef (Kanzler) der BRD, in seiner Ersten Regierungserklärung, dass die Bundesrepublik Deutschland die allgemeine legitimierte staatliche Organisation des Deutschen Volkes sei, weil sie sich auf die Anerkennung durch 23Mio. stimmberechtigter Bürger stützte . Genauso könnten sich die DDR- Behörden auf den Willen der Bevölkerung berufen, der bei den Wahlen 1949 bekundet worden war. Der Einfluss der Sozialdemokratie und der KPD (Kommunistische Partei Deutschlands) war im Osten ziemlich groß. K. Adenauer war die Ansicht, dass die Deutsche Einheit vom Westen her kommen würde. Er war auch sicher, dass die die BRD in die westliche Welt integriert werden müsse. Durch die Westintegration verhoffte er die Stabilität der Politik und Wirtschaft.

Schon damals war K. Adenauer der Ansicht, dass die Erfolge der BRD für die DDR-Bevölkerung wie ein Magnet sein würden. K. Adenauer hat auch in die Wege geleitet, dass die Verfassung der BRD ein Grundgesetz hieß. Diese Verfassung betrachtete K. Adenauer als eine provisorische.

Die Ereignisse des „Kalten Krieges“ hatten auch eine positive Auswirkung über die folgenden Ereignisse in Deutschland. Die Siegesmächte versuchten ihre Territorien in ihr Bündnissystem einzufügen und dadurch unter Kontrolle zu halten. Die ganze Welt und die Deutschen selbst haben sich an die Existenz von 2 deutschen Staaten gewöhnt. Die Einbeziehung der beiden deutschen Staaten in die jeweiligen Machtblöke trug dazu bei, deutsches Negativimage zu relativieren und die Angst vor Deutschland und den Deutschen abzubauen. Die 70er Jahre waren die Jahre der der Entspannung und der Annäherung der beiden deutschen Staaten auch. In den Jahren 1979-73 wurden zahlreiche Verträge unterzeichnet – mit der SU, mit Polen und der Tschechoslowakei. Von großer Bedeutung war das Viermächteabkommen über Berlin, Grundlagenvertrag mit der DDR, in den die Bestehenden Grenzen anerkannt, der Status Westberlins gesichert und Maßnahmen zur Zusammenarbeit vereinbart wurden. Auch in gesamt Europa kam es zu einer bestimmten politischen Annäherung. Die Einberufung der Konferenz über Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) trug zur europäischen Entspannung bei. Der Grundlagenvertrag von 1972 wurde in der ganzen Welt als positiv eingeschätzt, weil es die Regelung und die Normalisierung der innerdeutschen Beziehungen bedeutete.

1987 richtete Helmut Kohl bei Honeckers Besuch in Bonn folgende Worte: „Wir achten die bestehenden Grenzen, aber die Teilung wollen wir auf friedlichem Wege durch einen Prozess der Verständigung überwinden“. Die DDR-Führung strebte die Verständigung an, wollte aber zweifellos keine Einigung. Diese Einigung wäre auch ohne Zustimmung der SU undenkbar. Michael Gorbatschow lag es viel darum, seine Position im Lande mit deutschem Geld zu erkaufen. Die DDR-Führung und in erster Linie Erich Honecker erwiesen sich als sture Politiker, denn sie wollten keine Reformen. Diese Reformen wären unumgänglich im Kontext der sowjetischen Reformen. Am 6.7. und 8. Oktober 1989 bei den Feiern zum 40. Staatsjubiläum der DDR mahnte Gorbatschow die DDR zu grundlegenden Reformen. Die Mahnung blieb aber ohne Antwort. Honecker wollte keine Reformen. Er hatte Angst von jeglichen Veränderungen. 10 Tage später wurde Honecker abgelöst.

Zum neuen SED- Chef wurde Egon Krenz. Die Ereignisse entwickelten sich aber viel früher. Es hat in der DDR bereits Anfang Mai begonnen. Es fing mit dem Abbau der Grenze zwischen Ungarn und Österreich. Tausende der DDR-Bürger planten für den Sommer eine Reise nach Ungarn, um auf diesem Weg aus der DDR zu fliehen. Im Sommer 1989 besetzen Bewohner der DDR Botschaften der Bundesrepublik in Staaten des Ostblocks und die ständige Vertretung der Bundesrepublik in Ostberlin. Im ersten Halbjahr übersiedelten 46 343 Bewohner legal in die BRD. Die Zahl der Illegalen nahm auch zu. Am 11. September 1989 um 00:00 ließ die ungarische Regierung alle Bürger der DDR, die sich auf dem ungarischen Territorium befanden, in den Westen ausreisen. Während die Grenzen Ungarns offen blieben, aber die Einreise in dieses Land für die DDR-Bürger nicht visumfrei blieb, war von der tschechoslowakischen Regierung eine visumfreie Einreise erlaubt. Die DDR- Bürger flüchteten auf das Botschaftsgelände der BRD in der TschSSR über den Zaun. Auf Bitte der BRD gestattete die DDR-Regierung die Ausreise der Flüchtlinge mit einem Zug der Deutschen Reichsbahn quer durch die DDR in die Bundesrepublik. Bei der Durchfahrt durch die DDR kam es am Dresdener Hauptbahnhof und entlang der gesamten Strecke zu Demonstrationen vieler Ausreisewilliger. Einige Bürger versuchten auf die fahrenden Züge aufzuspringen. Auch während der Feierlichkeiten zum 40. Jahrestag der DDR kam es zu zahlreichen Demonstrationen. Am 9. Oktober gingen in Leipzig 70.000 Menschen auf die Straße. Am 16. Oktober waren es bereits 120.000.

Am 9. November 1989 beschloss der Ministerrat der DDR die Einführung der allgemeinen Reisefreiheit. Weitere Ereignisse hat die DDR- Führung nicht vorhergesehen. In Berlin stürmte die Bevölkerung in der Nacht zum 10. November die Berliner Mauer.

Nach dem Rückstritt der Regierung der DDR wurde am 17. November 1989 Hans Modrow neuer Ministerpräsident der DDR. Er galt als Reformer und Anhänger Gorbatschows. Aber trat auch für den Erhalt der Eigenstaatlichkeit der DDR. Doch der Stein wurde schon ins Rollen gebracht. Immer häufiger wurde in der DDR die staatliche Einheit Deutschlands gefordert unter dem Motto: „Wir sind ein Volk“

In der DDR gingen die Ereignisse weiter. Am 1. Dezember änderte die Volkskammer die Verfassung der DDR. Die führende Rolle der SED wurde gestrichen. Am 3. Dezember traten das Politbüro und das ZK (Zentralkomitee) der SED zurück. Die SED wurde nicht aufgelöst, nannte sich bloß anders – SED-PDS. Seit Mitte Dezember erklärten die meisten Parteien in der DDR die Herstellung der staatlichen Einheit als ihr Ziel. Anfang des Jahres wurde die SED in die Partei des demokratischen Sozialismus (PDS) umbenannt. Auch in anderen Parteien und in der Regierung der DDR gab es Namenänderungen und Personaländerungen. Aber die deutsche Einheit wäre ohne Zustimmung der 4 Siegesmächte unmöglich. Die Regierung der BRD führte Gespräche. Anfang Februar 1990 mit der UdSSR. Dabei erklärte Gorbatschow, dass die Deutschen selbst die Frage der Einheit der Nation lösen und ihre Wahl treffen müssen. Die Deutschen sollten selbst entscheiden zu Gorbatschow, in welcher staatlichen Form, in welchen Fristen und mit welchem Tempo, unter welchen Bedingungen sie diese Einheit verwirklichen können.

In Ottawa (Kanada) war eine Konferenz der beiden deutschen Staaten und der 4 Siegesmächte. Da kamen die Außenminister zusammen und einigten sich, dass die beiden deutschen Staaten ihre inneren Angelegenheiten selbstständig zu regeln hätten. Am 18. März 1990 fanden in den DDR die Wählen zur Volkskammer. Am 18. Mai wurde Vertrag über die Schaffung einer Währungs-, Wirtschafts-, Sozialunion unterzeichnet. Dieser Vertrag ist als Staatsvertrag bekannt. Die PDS und das Bündnis- 90 lehnten den Vertrag ab. Alle anderen Parteien in der neuen Volkskammer hatten den Vertrag begrüßt. Am 21. Juni 1990 verabschiedeten der Bundestag und die Volkskammer den Staatsvertrag. Einen Tag später stimmte auch der Bundesrat zu. Der Staatsvertrag trat am 1. Juli 1990 in Kraft.

Am 6. Juli begannen des Beitritts der DDR zur Bundesrepublik geklärt. Parallel zu den innendeutschen Verhandlungen liefen Zwei-plus-Vier Gespräche der Außenminister der BRD, der DDR und der 4 Siegesmächte. Da wurden außenpolitische Probleme besprochen. Am 31. August wurde in Berlin-Ost der Einigungsvertrag zwischen beiden deutschen Regierungen unterzeichnet. Am 12. September wurde in Moskau der Zwei-plus-Vier-Vertrag unterzeichnet. In diesem Vertrag wurde die Wiederherstellung der vollen Souveränität Deutschlands anerkennt. Am 3. Oktober 1990 wurde die Deutsche Souveränität und Einheit bekundet.

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