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Ординатура / Хирургия / Библиотека им академика М.И. Перельмана / Книга_5272_Библиотеки_им_академика_М_И_Перельмана.pdf
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• Tumorerkrankungen
• Erhöhter Proteinverlust, z. B. im Rahmen eines nephrotischen
Syndroms, und/oder verminderte Synthese in der Leber, z. B.
bei Leberzirrhose
Prüfungs- und Praxistipps
Prüfung
• Physiologische Bedeutung von Transferrin
• Ursachen einer Transferrin-Erhöhung und Transferrin-
Erniedrigung
Praxis
Transferrin sollte zusammen mit dem Eisenspiegel und Ferritin
bestimmt werden.

4.3 Ferritin

1 ml Serum
Physiologische Bedeutung
Ferritin stellt die Speicherform des Eisens dar, das in Milz, Leber
und Knochenmark vorzufinden ist. In geringen Konzentrationen
zirkuliert es frei im Plasma.
Normwert
• Männer: SI- Einheit: 21,8–275 μg/l, konventionelle Einheit:
21,8–275 ng/ml
• Frauen: SI-Einheit: 4,63–204 μg/l, konventionelle Einheit:
4,63–204 ng/ml
Abweichungen vom Normwert
Ferritin-Erhöhung
• Eisenüberladung, z. B. bei Hämochromatose
• Hämolytische Anämie
• Eisenverwertungsstörungen, Hämoglobinsynthesestörungen
• Lebererkrankungen
• Solide Tumoren und Lymphome
• Chronische Entzündungen
Ferritin-Erniedrigung
Eisenmangel durch z. B.:
• Erhöhten Verlust: Menstruationsblutung, gastrointestinale
Blutungen, Blutspenden
• Geringe Zufuhr: Fehlernährung, Alkoholismus, Vegetarier
• Geringe Aufnahme im Darm: Sprue
• Erhöhten Bedarf: Schwangerschaft, Stillzeit, Wachstum
Prüfungs- und Praxistipps
Prüfung
• Physiologische Bedeutung von Ferritin
• Ursachen einer Ferritin-Erhöhung und Ferritin-Erniedrigung
Praxis
• Ferritin ist die wichtigste Größe zur Beurteilung des
Eisenstatus.
• Ferritin reagiert als Akute-Phase-Protein. Für die Beurteilung
des Ferritins zur Eisenmangeldiagnostik ist die Bestimmung
des CRP empfohlen.

5: Gerinnung

5.1 Partielle Thromboplastinzeit (PTT)

1 ml Citratplasma
Physiologische Bedeutung
Die partielle Thromboplastinzeit (PTT) dient der Überprüfung der
Gerinnungsfaktoren I, II, V, VIII – XII. Gemessen wird die
Gerinnungsfähigkeit in Sekunden (s). Neben der Diagnostik
verschiedener Erkrankungen kommt die Bestimmung der PTT vor
Operationen und zur Kontrolle bei Antikoagulanzien-Therapie mit
Heparin und Hirudin zum Einsatz.
Normwert
SI-Einheit: < 40 s
Abweichungen vom Normwert
PTT-Verlängerung
• Heparin- oder Hirudin-Therapie
• Hämophilie A oder B
• Von-Willebrand-Jürgens-Syndrom
• Mangel an Gerinnungsfaktoren, z. B. bei einer
Leberfunktionsstörung
• Erhöhter Verbrauch von Gerinnungsfaktoren, z. B. bei einer
Verbrauchskoagulopathie
PTT-Verkürzung
Gesteigerte Gerinnungsaktivität, z. B. bei Entzündungen,
postoperativ, bei Thrombosen oder Einnahme von Kontrazeptiva
Prüfungs- und Praxistipps
Prüfung
• Physiologische Bedeutung und Normwerte
• Ursachen einer Verlängerung oder Verkürzung der PTT
Praxis
• Das Blutröhrchen (grüne Monovette) muss voll sein.
• Eine lange und starke Stauung sollte vermieden werden.
• Das Blut muss innerhalb von 5 h im Labor verarbeitet worden
sein.
• Bei Verlängerung der PTT sollte der Quick-Wert bestimmt
werden. Bei Verdacht auf Leberfunktionsstörungen sollte die
Bestimmung von GOT/AST, GPT/ALT, γ-GT, Bilirubin,
alkalischer Phosphatase, Albumin und Cholinesterase nicht
fehlen.
• Keine i. m.-Injektionen bei Patientinnen und Patienten mit
Gerinnungsstörungen durchführen (verlängerte PTT).
5.2 Quick-Wert und INR
1 ml Citratplasma
Physiologische Bedeutung
Der Quick-Wert (Thromboplastinzeit) dient der Beurteilung
des extrinsischen Schenkels der Gerinnungskaskade unter
besonderer Berücksichtigung der Gerinnungsfaktoren II, V, VII, X
und des Fibrinogens. Die Synthese der Faktoren II, VII, (IX) und
X erfolgt nur bei ausreichender Versorgung des Organismus mit
Vitamin K.
Von Labor zu Labor kann es z. T. beträchtliche Schwankungen
in der Messung des Quick-Werts geben. Der Grund liegt in der
Verwendung unterschiedlicher Reagenzien. Nach Auflage der
Weltgesundheitsorganisation (WHO) sollte ein offizielles
Standardserum für die Untersuchung verwendet werden; die
Ergebnisse werden durch die International Normalized Ratio
(INR) ausgedrückt. Dabei verhalten sich Quick-Wert und INR
gegenläufig.
Die Indikation zur Bestimmung von Quick-Wert/INR dient der
Diagnostik verschiedener Erkrankungen sowie der Kontrolle einer
Therapie mit Antikoagulanzien, v. a. Cumarinderivaten.
Normwert
• Quick-Wert:
– SI-Einheit: 0,7–1,2
– Konventionelle Einheit: 70–120 %
• INR:
– Normal, unbehandelt: 0,9–1,1
– Bei niedrigem Risiko (z. B. Beinvenenthrombose,
Lungenembolie, Vorhofflimmern): 2–3
– Bei höherem Risiko (z. B. mechanische Herzklappe): bis 4
Abweichungen vom Normwert
Quick-Wert-Erhöhung/niedrige INR
Meist ohne Krankheitswert
Quick-Wert-Erniedrigung/hohe INR
• Vitamin-K-Mangel: Leberinsuffizienz, intestinale
Malassimilation
• Angeborener oder erworbener Faktorenmangel
• Therapie mit Vitamin-K-Antagonisten (Cumarinderivate)
• Verbrauchskoagulopathie
Prüfungs- und Praxistipps
Prüfung
• Physiologische Bedeutung
• Normwerte und Ursachen für die Abweichungen vom
Normwert
Praxis
• Das Blutröhrchen (grüne Monovette) muss voll sein.
• Eine lange und starke Stauung sollte vermieden werden.
• Das Blut muss innerhalb von 5 h im Labor verarbeitet worden
sein.
• Keine i. m.-Injektionen bei Patientinnen und Patienten mit
Gerinnungsstörungen.

5.3 D-Dimere

2 ml Citratplasma
Physiologische Bedeutung
Syn.: Fibrinogenspaltprodukte (FSP). D-Dimere sind
Spaltprodukte von Fibrin. Sie entstehen im Körper, wenn unter
Aktivierung von Plasmin Thromben aufgelöst werden. D-Dimere
werden u. a. bestimmt, wenn Hinweise auf eine thrombembolische
Erkrankung bestehen oder eine solche ausgeschlossen werden soll,
u. a. Lungenembolie, tiefe Beinvenenthrombose oder
Verbrauchskoagulopathie.
Normwert
• SI-Einheit: < 0,5 mg/l
• Konventionelle Einheit: < 0,5 μg/ml
Abweichungen vom Normwert
D-Dimer-Erhöhung
• Tiefe Beinvenenthrombose
• Lungenembolie
• Myokardinfarkt
• Erkrankungen des rheumatischen Formenkreises
• Postoperativ
• Verbrauchskoagulopathie (DIC: disseminierte intravasale
Koagulopathie)
• Schwangerschaft
D-Dimer-Erniedrigung
Ohne klinische Bedeutung
Prüfungs- und Praxistipps
Prüfung
• Physiologische Bedeutung
• Ursachen für eine D-Dimer-Erhöhung
Praxis
Die Indikation zur D-Dimer-Bestimmung besteht bei V. a. eine
thrombembolische Erkrankung. Die Bestimmung der D-Dimere
erfolgt in der Regel nicht in der Heilpraktikerpraxis.

6: Proteinstoffwechsel

6.1 Gesamtprotein

0,5 ml Serum
Physiologische Bedeutung
Die Proteine im Blut stellen eine heterogene Gruppe dar. Sie
setzen sich aus Albuminen und Globulinen zusammen.
Serumproteine werden, mit Ausnahme der Immunglobuline, in
der Leber gebildet und haben zahlreiche Funktionen, u. a.:
• Pufferwirkung
• Bindungs- und Transportfunktion
• Humorale Infektabwehr
• Spezifische Aufgaben als Enzyme oder Hormone
Die Proteine im Blut können mittels Elektrophorese in
Albumine, α
1
-, α
2
-, β- und γ-Globuline aufgetrennt werden.
Normwert
Gesamtprotein: SI-Einheit: 62–80 g/l, konventionelle Einheit
6,2–8,0 g/dl
Abweichungen vom Normwert
Hypoproteinämie