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Файл:Немецкий язык материалы обучения по модульной системе, включая тексты по домашнему чтению и подготовку к текущему и промежуточному контролю. Учебное п
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Die Peter-Pauls-Festung
Die Peter-Pauls-Festung wurde nie als eine Militärfestung benutzt, obwohl
sie gerade als solche während des Nordkrieges gegen Schweden erbaut wurde.
Das Haupttor der Festung heißt Peterstor. Es trägt als Wappen des Russischen
Reiches einen Doppeladler mit Zepter (скипетр) und Reichsapfel (держава). Auf
dem Territorium der Festung befinden sich der Műnzhof und viele Museen.
Das wertvollste Baudenkmal auf dem Territorium der Festung ist die PeterPauls-Kathedrale. Sie wurde 1712-1733 nach dem Entwurf von Domenico Trezzini errichtet. Der Glockenturm der Kathedrale ist 122,5 m hoch; auf seiner
Turmspitze befindet sich ein vegoldeter Engel mit dem Kreuz. In der Kathedrale
wurden seit Peterszeit alle russischen Zaren beigesetzt.
Lange diente die Festung als ein politisches Gefängnis. Unter den ersten
Gefangenen war Peters Sohn Alexej; später waren hier viele bekannte Revoluti-
onäre und Schriftsteller (Radischtschew, Dostojewski, Gorki) eingekerkert.
1861 erschien an einer der Mauern der Festung die Aufschrift ”Hier befindet
sich zeitweilig die Sankt-Petersburger Universität”: Wegen der Unruhen wur-
den damals etwa 300 Studenten in die Kasematten gebracht. Die letzten Häftlin-
ge waren Minister der provisorischen Regierung und Großfűrsten, die in den
Tagen des Oktoberaufstandes 1917 verhaftet wurden.
Der Universitätskai
Peter der I. plante, die Wassili-Insel zum Zentrum seiner neuen Metropole zu
machen, darum hatte der erste Gouverneur (Bűrgermeister) der Stadt Alexander
Menschikow hier seinen Sitz. Peter nutzte seinen Palast fűr repräsentative Zwe-
cke. Ab 1732 wurde das Gebäude einer Elite-Militärschule – dem Kadettenkorps
− zur Verfügung gestellt. Heute ist das eines der interessantesten Museen der
Peterszeit.
In der Nähe wurde das Gebäude der Zwőlf Kollegien (zwőlf Ministerien) erbaut. Das waren 12 Gebäude, die einen gemeinsamen Korridor hatten. 1835
wurde hier die Sankt-Petersburger Universität untergebracht.
Die Akademie der Wissenschaften (sie wurde nach dem Entwurf von
Quarenghi 1783-1789 errichtet) ist das Bindeglied zwischen dem Gebäude der
Zwőlf Kollegien und der Kunstkammer.
Die Kunstkammer entstand 1718-1734 nach dem Entwurf von Mattarnovi
und wurde mehrmals umgebaut. Hier befahl Peter der Große das erste Observa-
torium und das erste naturwissenschaftliche Museum Russlands zu gründen.
Heute befinden sich hier sowohl die Raritätssammlungen aus dem 18. Jahrhun-
dert als auch die Sammlungen des Museums fűr Anthropologie und Ethnogra-
phie, die die Geschichte und Kunst der Vőlker der Wel veranschaulichen.

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Die Wassili-Insel-Spitze
Die Wassili-Inselspitze war frűher das Territorium des Hafens, und alles, was
man hier sieht, gehőrt dem Reich des Meeresgottes Neptun an: Seine mächtige
Figur schműckt die Hauptfassade der Bőrse und herrscht űber dem ganzen En-
semble, das der franzősische Architekt Thomas de Thomon geschaffen hat.
In den Packhäusern des Hafens beiderseits der Bőrse, sind die Sammlungen
des Zoologischen und des Zentralen Bodenkundemuseums untergebracht.
Den Börseplatz schműcken zwei Rostrasäulen (lat.rostrum – нос корабля –
Schiffsschnabel). Die Säulen mit der Imitation der abgesägten Schiffsschnäbeln
der erbeuteten Schiffe symbolisieren die Seemacht Russlands. Frűher dienten
diese Säulen als Leuchttűrme des Hafens.
Rechts von der Bőrse wurde von Lucchini das Hafenzollamt errichtet. Es beherbergt heute das Institut fűr Russische Literatur, das als Puschkin-Haus bekannt ist. Das ist die grőßte Sammlung von Manuskripten und Exponaten, die
mit dem Leben und Schaffen der größten russischen Schriftsteller verbunden
sind.
Das ehemalige Handelszentrum kann man heute mit Recht “Museeninsel”
nennen.
Der Palastplatz
Der Palastplatz gehőrt zu den schőnsten der Welt; das ist ein einmaliges Ensemble, das im Laufe des 18.-19. Jahrhunderts geschaffen wurde und war immer
die historisch wichtigste Platzanlage der Stadt.
Das älteste Gebäude des Ensembles ist der majesatätische Winterpalast, ein
prunkvolles Barockgebäude, das nach dem Entwurf von B. Rastrelli 1754-1762
erbaut wurde. Der Palast, den wir heute sehen, ist das vierte Bauwerk, das die-
sen Namen trägt. Gemäß einem bis 1905 geltenden Gesetz, durfte kein Wohn-
bau hőher als der Zarenpalast sein. Elisabeth starb kurz vor der Vollendung des
Palastes; die Pracht des Werkes von Rastrelli entsprach vollkommen dem Charakter der Zarin und dem Stil ihrer Epoche. Die Zarin war sehr verschwende-
risch. Sie hinterließ 15000 Kleider – und einen leeren Fiskus (казна). Die nächste Besitzerin des Palastes war Katharina die Große.
Im Jahre 1837 brannte der Palast aus. Nach den Entwűrfen von Stassow und
Brűllow wurden die Räume im Stil des Klassizismus neu gestaltet. Heute ist der
Winterpalast das Hauptgebäude der Staatlichen Ermitage.
1829 wurde das herrliche Gebäude des Generalstabs der Armee, dessen
Flűgel durch einen Triumphbogen miteinander verbunden sind, von K. Rossi
vollendet. Der Bogen wurde dem Sieg űber Napoleon gewidmet und mit einem
Sechsgespann mit der geflűgelten Siegesgőttin gekrőnt. Noch ein Militärgebäude war der Stab der Garde von Brűllow; es verbindet visuell die Gebäude des

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Palastes und des Generalstabes. Heute sind in diesem Gebäude die ErmitageSammlungen untergebracht.
Im Zentrum des Platzes ragt die Alexandersäule (Architekt O.Montferrand,
1834). Ihre Konstruktion und ihre Errichtung ist ein Meisterwerk der Baukunst:
die 600 Tonnen schwere Monolithsäule steht ohne Verankerung. Die Geschichte
der Siegessäule beweist, wie fest und sicher sie auf dem Sockel steht: Sogar die
Bomben während der Blockade konnten ihr nichts antun.
■■■ Der Eherne Reiter und der Senat-Platz
Das Denkmal Peter dem Großen ließ Katharina die Zweite am Newakai er-
richten. Sie hielt sich fűr die Nachfolgerin Peters Ideen und Taten. Deswegen
lautet die Aufschrift auf dem Sockel: “Petro primo Catharina secunda (Peter
dem Ersten Katharina die Zweite).
Der Schőpfer des Denkmals war der franzősische Bildhauer E. Falconet. Ihm
halfen seine junge Schűlerin Marie Callot und der russische Bildhauer F. Gordeew. Der Sockel in Form eines steil aufragenden Felsens besteht aus einem 1600
Tonnen schweren Granitmonolithen. Man nannte diesen Felsen “Donnerstein”.
Es gab eine Legende, dass Peter auf diesem riesigen Stein zu stehen pflegte, das
weite Meer beobachtete und von seiner zukűnftigen Hauptstadt träumte. Der
Stein wurde nur grob bearbeitet und bekam die Form einer riesigen Meereswoge.
In seinem Meisterwerk wollte Falconet, wie er selbst schrieb, “die lebendige,
ergreifende, leidenschaftliche Natur darstellen”. Ihm gelang es, ein Werk voller
Dynamik zu schaffen. Gewaltig bäumt sich das Ross vor dem Abgrund auf. Mit
energischer Handbewegung weist Peter der Große, der uns an rőmische Herr-
scher erinnert, auf das von ihm erschaffene Petersburg. Die Schlange unter den
Hufen des Rosses verkőrpert die inneren und äußeren Feinde des Zaren. Kein
anderes Denkmal hat die Zeitgenossen und Nachfahren so beeindruckt wie dieses, und es gibt keine bessere Beschreibung Falconets Meisterwerks als die von
Puschkin in seinem Poem “Der Eherne Reiter”, das dem Denkmal seinen Namen
gegeben hat. Im Jahr der Enthüllung des Denkmals (1782) wurde der Platz aus
dem Senat-Platz, wie er seit dem Jahr 1763 hieß, in den Peters-Platz umbe-
nannt, aber bei den Bürgern kam der neue Name schlecht an.
Im Westen ist der Platz von zwei Zwillingsgebäuden begrenzt; sie sind
durch einen Bogen miteinander verbunden. Das ist das letzte Bauwerk des Architekten Rossi, das als Sitz des Senats und der Heiligen Synode 1829-1834 er-
baut wurde. Ab Mai 2008 befindet sich in einem Flügel das Verfassungsgericht
der Russischen Föderation und in dem anderen (ab 2009) die B. N. JelzynPräsidenten-Biblothek.
Am 14. Dezember 1825 brach in Petersburger der Dekabristen-Aufstand aus.
Das war eine Rebellion der Adligen gegen die absolute Monarchie und die Leib-
eigenschaft. Viele schlaflose Nächte verbrachten die Verschwőrer bei scharfen

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Debatten űber die Zukunft Russlands: Sollte das Reich den Weg der konstitutio-
nellen Monarchie oder der Republik gehen? Der plőtzliche Tod des Zaren Ale-
xander I. zwang sie zur Tat. Die Verschwőrer brachten ihre Regimenter auf den
Senat-Platz. Doch der planlose schlecht vorbereitete Aufstand wurde von den
Truppen, die dem neuen Zaren Nikolaj I. treu blieben, niedergeschlagen. Fünf
Leiter wurden hingerichtet und hunderte nach Sibirien verbannt. Ihnen zu Ehren
hieß der Platz im Zeitraum von 1923 bis 2008 Dekabristen-Platz. 2008 gewann
der Platz den Namen Senat-Platz zurück.
Die Issak-Kathedrale
Den Tag des heiligen Isaak von Dolmatien feierte man am 30. Mai; diese
Feier fiel mit dem Geburtstag von Peter dem 1. zusammen. So kam es dazu, dass
schon 1707, kurz nach der Grűndung der Stadt, der Zar neben der Admiralität
am Ufer der Newa die erste hőlzerne Isaak-Kirche errichten ließ. 1717 fand die
Grundlegung der zweiten Isaak-Kirche statt, aber sie brannte 1735 aus. Katharina II. beauftrgte den Architekten Antonio Rinaldi die Arbeiten an dem Wieder-
aufbau der Kirche auszufűhren; unter Pawel wurde der Bau mit vielen Änderun-
gen vollendet, sodass das neue Gebäude mit dem majestätischen Bild der Stadt
nicht harmonierte.
Der Zar Alexander I. erklärte ein Preisausschreiben fűr den Umbau der Ka-
thedrale. Es wurde das Projekt eines jungen franzősischen Architekten Auguste
Montferrand gewählt, und der Bau der Kathedrale hat begonnen. Erst nach 40
Jahren 1858 wurde die Hauptkathedrale Russlands eingeweiht. Laut einer Legende wurde die Kathedrale so lange gebaut, weil einer Wahrsagung nach sollte
Montferrand im Jahr der Vollendung seines Hauptwerkes sterben. Das stimmte:
Er starb wirklich einen Monat nach der Beendigung der Bauarbeiten im Alter
von 72 Jahren und wurde als Katholik nicht in der Kathedrale (wie er es vermacht hatte), sondern in Frankreich beigesetzt.
Die Kathedrale wiegt 300000 Tonnen und wurde auf 10000 Pfählen errichtet.
Das Gebäude hat vier Säulenportiken; um eine Monolithsäule (17 m hoch, 114
Tonnen schwer) aufzustellen, gebrauchte man nur 45 Minuten. Hőhe der Ka-
thedrale beträgt 101,5 Meter; sie ist die drittgrößte Kathedrale der Welt nach der
Petrus-Kathedtrale in Rom und Paulus-Kathedrale in London. Fűr die Vergoldung der Kuppel wurden 100 kg Gold verwendet.
Prachtvoll ist die Innenausstattung der Kathedrale: Marmor? Malerei, Mosa-
ik, einmalige Bronzentűren und eine herrliche Ikonenwand.

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Der Newski-Prospekt
Newski Prospekt, die Hauptstraße der Stadt, ist 4,5 km lang; er fűhrt von der
Admiralität zum Alexander-Newski-Kloster. Nach dem Erlass der Baukommission durften nur steinerne Häuser am Newski gebaut werden.
Die Admiralität (1823, A. Sacharow) bildet das architektonische Zentrum der
Stadt. Unter Peter I. befanden sich hier Schiffswerften, spaäter – das Marineministerium, und nach dem Sieg der Oktoberrevolution – eine technische Marineschule. Dieses Gebäude symbolisiert die Seemacht Russlands, und die Turm-
spitze mit einer Fregatte ist zum Wahrzeichen der Stadt geworden.
Ein anderer Hőheakzent des Zentralteils der Straße mit ihren gleichmäßigen
Häuserreihen bildet der Turm der Stadtduma (1804, D. Ferrari). Da der Turm
von weitem zu sehen war, gab man von hier aus Signale űber Brände und Über-
schwemmungen. Später befand sich hier ein Spiegeltelegraf, der die Hauptstadt
mit der Zarensommerreidenz Zarskoje Selo verband.
Daneben befindet sich “Gostiny Dwor (Großer Kaufhof, 1785, Vallin de la
Mothe). Wenn man weiter geht, sieht man das Gebäude der Staatlichen Öffentlichen Nationalibliothek (1801, J. Sokolow, 1832 K. Rossi). Sie wurde an dieser
Stelle 1795 gegrűndet und őffnete 1814 fűr das lesende Publikum ihre Tűren.
Sie besitzt űber 32 Millionen Bűcher, darunter 6000 Inkunabeln und 7000 Bände
der Bibliothek Voltaires.
Eine große Rolle in der Gestaltung des Prospektes spielen Flűsse und Kanäle.
Besonders bekannt ist die Anitschkow-Brűcke űber dem Fontanka Fluss mit vier
Figuren der Rossbändiger (1841, P. Klodt).
Am Newski-Prospekt gibt es nicht nur zahlreiche Kinos, Restaurants, Kauf-
häuser, Banken, Museen, Kunstgalerien und Theater. Hier kann man auch meh-
rere Kirchen und Kathedralen sehen. Die berűhmteste von ihnen ist die Kasaner-
Kathedrale. Sie wurde 1801- 1811 nach dem Entwurf von Woronichin gebaut.
Die Kathedrale hat eine riesige Kuppel und ist durch zwei halbrunde Kolonnaden mit dem Newski-Prospekt verbunden. Sie ist ein Denkmal des Vaterländischen Krieges 1812. In der Kathedrale wurden die erbeuteten Banner der Armee
Napoleons und die Schlűssel der eroberten Städte aufbewahrt. Hier wurde
M.I.Kutusow beigesetzt. Vor dem Gebäude der Kathedrale stehen Denkmäler
den Feldherren M.I. Kutusow und Barklay de Tolly (Bildhauer B. Orlowski).
■ Der Newski-Prospekt
Die Hauptsraße von Sankt Petersburg ist der Newski-Prospekt. Er ist 4,5 km
lang und zieht (тянется, проходит) von der Admiralität bis zum AlexanderNewski-Kloster. Frűher verband (verbinden (a,u) – связывать, соединять) er die
Admiralitätswerft (верфь) mit der alten Nowgoroder Straße.

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Heute befinden sich hier viele elegante Geschäfte, Restaurants, Kinos und
Kunstgalerien. Das älteste und bekannteste Kaufhaus St.Petersburgs ist Gostiny
Dwor (Gasthof). Seine Fassade ist etwa 1 km lang, und die Gesamtlänge beträgt
3 km. Sein Gebäude wurde nach dem Entwurf von Vallin de la Mothe errichtet.
Der Architekt verband die Tradition der russischen Kaufreihen (торговые ряды)
mit der Bauweise des Klassizismus.
Gegenűber dem “Kaufhof” befindet sich “Das Haus des Buches”. Das ist das
grőßte Bűchergeschäft der Stadt. Frűher befand sich hier die Nähmaschinenfirma ”Singer”. In der Zarenzeit war es verbotren (verbieten (a,o) – запрещать), Gebäude hőher als der Winterpalast zu bauen. Aber das Singer-Gebäude (1907) ist
so hoch wie die Zarenresidenz.
Am Newski befinden sich auch zahlreiche Kirchen und Kathedralen. Die
schőnste von ihnen ist die Kasaner-Kathedrale von Woronichin.
Platz der Kűnste
Platz der Kűnste ist einer der schőnsten in Petersburg. Jedes Gebäude ist hier
mit der Kunst verbunden: das sind drei Museen, drei Theater und der Große Saal
der Philharmonie.
Das zentrale Gebäude des Ensembles ist der Michajlowski-Palast, der 1823
nach dem Entwurf von Rossi erbaut wurde. Acht Säulen seiner Hauptfassade
sind vom Newski-Prospekt zu sehen. Der Palast wurde für den Sohn des Zaren
Pauls I. Michail gebaut und nach seinem Namen benannt. Der Zar Nikolaj II.
kaufte dieses Gebäude, um den Traum seines Vaters von einem Museum der
russischen Kunst zu verwirklichen. Das russische Museum öffnete 1898 seine
Pforten. Heute zählt seine Sammlung mehr als 3150000 Exponate; vorwiegend
sind das Gemälde der grőßten russischen Maler.
Neben dem Russischen Museum steht noch ein klassizistisches Gebäude, wo
sich das ethnographische Museum der Völker und Völkerschaften Russlands befindet, und zu anderer Seite – das berűhmte Michajlowski Opernhaus, wo viele
große Opern uraufgefűhrt worden sind.
Auch der Große Saal der Philharmonie (1834, P. Jaquot) gehőrt zu den bekanntesten Bauten dieses Platzes. Ursprűnglich war das Gebäude fűr Adelsver-
sammlungen bestimmt. Der Saal ist mit den Namen von A. Rubinstein, P.
Tschaikowski, S. Rachmaninow verknűpft. 1942 ertőnte hier die berűhmte
Leningrader Sinfonie von Schostakowitsch.
1957 wurde in der Mitte des Platzes das Puschkin-Denkmal von M. Anikuschin aufgestellt. Dadurch bekam das Rossi-Ensemble einen herrlichen Abschluss. Puschkin ist in der glänzenden Zeit seiner Jugend dargestellt und symbolisiert, so Anikuschin, “die Seele der Stadt”.

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Ostrowski-Platz
In unmittelbarer Nähe des Newski-Prospektes liegt der Ostrowski-Platz. Er
wurde von C. Rossi gestaltet, und seine Dominante bildet das Alexandrinski-
Theater. Es wurde 1836 mit der Komődie von Gogol “Der Revisor” erőffnet. In
den Nischen des herrlichen klassischen Gebäudes sieht man plastische Darstel-
lungen von vier Musen: des Tanzes, der Tragődie, der Geschichte und der Mu-
sik. Links schließen zwei Pavillons den Platz ab, rechts – das Gebäude der Rus-
sischen Nationalbibliothek (ehemalige Öffentliche Bibliothek). Die Gebäude der
Bibliothek, des Theaters und der Pavillons umgeben eine Parkanlage mit dem
Katharina-Denkmal in der Mitte (1873, Mikeschin, Tschishow, Opekuschin).
Die Haltung von Katharina II. in einem Hermelinmantel und Lorbeerkranz ist
feierlich. Zu ihren Fűßen sind Wűrdeträger ihrer Epoche, die dem Ruhm des
Russischen Staates beigetragen haben, dargestellt.
Hinter dem Theater erstreckt sich die kleine Rossi-Straße, die durch ihre Proportionen weltbekaant ist: Zu beiden Seiten stehen da 2 spiegelgleiche Gebäu-
de, die 22 m hoch sind, die Länge der Straße beträgt 220 m, die Breite ist 22 m,
und sogar die Fenster der Häuser sind 2,2 m groß. In einem der Gebäude befin-
det sich das Theatermuseum und die weltbekannte Ballettschule, die mit den
Namen von Anna Pawlowa, Galina Ulanowa, Natalia Dudinskaja, Rudolf Nurejew und anderen Ballettstars verbunden ist.
Rings um das Marsfeld
Das Marsfeld trägt den Namen des rőmischen Gottes des Krieges. In der Zeit
von Peter dem Großen wurden hier Siege gefeiert und Militärparaden durch-
gefűhrt. Später diente es als Vergnűgungsplatz, aber unter Paul I. verwandelte
sich die “Zarenwiese” wieder in einen Exerzierplatz. Nach dem Tode des großen
russischen Feldherrn A. Suworow wurde ihm zu Ehren auf dem Marsfeld ein
Denkmal errichtet. Der Bildhauer M. Koslowski stellte Suworow als Kriegesgott in Helm und Harnisch mit Schwert und Schild dar. Als 1919 auf dem Marsfeld ein Ehrenmal den Opfern der Revolution eingeweiht wurde, erhielt Suworow-Denkmal einen neuen Platz vor der Dreifaltigkeitsbrűcke.
Die westliche Seite des Marsfeldes bildet das Gebäude der ehemaligen Kasernen des Paul-Regiments (1821, W. Stassow). An der östlichen Seite sieht
man Bäume des ältesten Gartens Petersburgs – des Sommergartens. Er wurde
1704 angelegt und sollte Peter dem I. sein Versailles sein. Springbrunnen, Orangerien, Teiche, Käfige mit seltenen Vőgeln, Labyrinthe und zahlreiche Skulpturen waren der Stolz des Zaren. Im Garten befindet sich der Sommerpalast von
Peter I. (1714, D. Trezzini).
1855 wurde im Sommergarten das Krylow-Denkmal (Bildhauer Klodt) errichtet.

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Dem Sommergarten gegenűber sieht man das rote Gebäude des Michael-
Schlosses. Es wurde fűr Paul I. von den Architekten Bashenow und Brenna er-
richtet. Der Grundstein fűr das Schloss wurde 1797 gelegt, und 1801 war das
Schloss fertig. Es sah wie eine Burg auf einer Insel aus und sollte Pauls Residenz werden. Aber Paull verbrachte hier nur 40 Tage; er wurde von den Offizieren seiner Garde erwűrgt.
1822 wurde im Schloss die erste Militäringenieurschule Russlands eröffnet,
seither wird das Gebäude “Ingenieurschloss” genannt.
Тема 7. Международный туризм
Auslandsreise
Wortschatz
die Reise (n) – путешествие die Dienstreise (n) – командировка
die Wanderung (en) – странствие, поход (mit dem Zelt – с палаткой)
der Ausflug (“e) – экскурсия, короткая поездка (ins Grűne – на природу)
die Kreuzfahrt (en) - круиз
der Bahnhof (“e) – вокзал
der Zug (“e) – поезд, der E-Zug – скорый поезд, der IC-Zug (Inter-City) – скоростной экс-
пресс (с доплатой – mit einem Zuschlag)
der Fahrplan - расписание: die Ankunft - прибытие, die Abfahrt – отправление
ankommen (a,o,) – прибывать, abfahren (u,a) - отъезжать
der Bahnsteig (e ) – платформа
das Gleis (e) – путь (Der Zug fährt vom Gleis 5 ab.)
das Abteil (e) – купе (Das Abteil fűr Nichtraucher – для некурящих)
ein/aus/umsteigen (ie,ie) – входить / выходить / пересаживаться
die Fahrkarten /Tickets bei dem Schaffner /am Schalter lősen – покупать билеты у проводника / в кассе)
der Flughafen (“) - аэропорт
das Flugzeug (e) = der Flieger (-) – самолёт
starten (te,t) - взлетать, landen (te,t) – приземляться
der Zoll ( “e) – таможня, таможенная пошлина; der Zollbeamte - таможенник
die Zollerklärung (en) / Zolldeklaration – таможенная декларация
die Passkontrolle – паспортный контроль (durch die Pass / Zollkontrolle gehen – проходить паспортный / таможенный контроль)
das Gepäck − багаж, das Handgepäck – ручная кладь
die Gepäckabfertigung – оформление багажа
der Koffer (-) – чемодан, die Reisetasche (n) – сумка der Beutel (-) − пакет
das Auto (s) = der Wagen (-) = Pkw (Personalkraftwagen) – автомобиль
ausfahren (u,a ) – выводить, űberholen (te,t) – обгонять, parken (te,t) – парковать, tanken
(te,t) – заправлять, bremsen (te,t) − тормозить
die Tankstelle (n) – заправочная станция
die Autobahn − автобан, die Spur(en) – полоса (z.B.sechsspurig)
der Stau (s) – пробка
der Fűhrerschein (e) – водительские права

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Die Straße ist gesperrt – дорога закрыта; Umleitung - объезд
fahren mit dem Auto, dem Bus, der Bahn (ж/д)
der Reisepass(“e) – загранпаспорт
die Gűltigkeit des Reisepasses űberprűfen – проверять, действителен ли паспорт
das Visum beantragen – подавать заявку на получение визы
Die Experten behaupten, dass in den letzten Jahren Tourismus zu einer der
wichtigsten Wirtschaftsbranchen geworden ist. Das gilt sowohl fűr die europäi-
schen Länder als auch fűr Russland. In Russland stehen solche Länder wie Finn-
land, Ägypten, die Türkei, Spanien, aber auch Thailand und Tunesien hoch im
Kurs.
Zahlreiche Reisebűros bieten Gruppenreisen und Individualreisen, Erlebnisreisen und Kreuzfahrten an, arbeiten Fahrtouren mit Besichtigungsprogrammen
aus, kűmmern sich um die Bahn- und Flugtickets, besorgen Visa und Einreise-
papiere, reservieren Hotels zu gűnstigen Sonderkonditionen.
Wenn man ins Ausland geht, muss man ein Visum beim Konsulat beantragen,
eine Krankenversicherung besorgen, die Gűltigkeit des Reisepasses überprűfen,
einen Flug oder eine Fahrt buchen und ein Hotel reservieren.
Man kann mit einem Bus, einem Auto, einem Zug, einem Flugzeug oder einem
Schiff reisen. Dabei hat jede dieser Mőglichkeiten Vor- und Nachteile.
Mit einem Flugzeug kann man sehr schnell an Ort und Stelle sein. Aber auf dem
Flughafen hat man viele Formalitäten zu erledigen: eine Zollerklärung, wenn
nőtig, auszufűllen, das Gepäck bei der Gepäckabfertigung abzugeben, durch die
Zoll- und Passkontrolle zu gehen. Außerdem kann der Flug wegen des Wetters
verlegt werden.
Mit einem Zug ist es besonders gűnstig innerhalb des Landes zu reisen: Man
sitzt geműtlich in einem Abteil, bewundert schőne Landschaften und unterhält
sich mit den Reisegefährten. Aber es geht dann viel langsamer, als mit einem
Flieger.
Mit einem Auto fährt man, wenn man mit den Freunden oder mit der Familie
fährt. Man ist dann unter sich, kann halten, wo man will und sehen, was man
will. Aber man muss mit Staus rechnen und viel Geduld haben, wenn man űber
die Grenze fährt.
Die Busreisen sind meistens Gruppenreisen. Das hat seine Vorteile: Stets steht
ein gedeckter Tisch bereit, der Bus wartet vor dem Portal, die Tűr zu Museen ist
offen dort, wo andere Schlange stehen. Aber dabei geht man ein Risiko ein, dass

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einige Mitreisende nicht pűnktlich sind, sich immer vordrängen und den anderen
auf die Nerven fallen. Deshalb ziehen viele vor, als Einzelgänger oder mit den
Freunden zu reisen.
Wer nach einem aktiven Urlaub strebt, kann wandern, zelten, paddeln oder
trampen. Fűr einen Studenten ist es gűnstiger nicht ein Hotelzimmer zu reser-
vieren, sondern in einer Jugendherberge zu űbernachten.
Aufgabe. Beschreiben Sie Städte und Länder, wo Sie schon waren, oder wohin
Sie gern fahren würden.
■ Auslandsreise
Der Tourismus ist heute eine wichtige Wirtschaftsbranche. Viele Leute mőchten
sich erholen und gleichzeitig etwas Neues und Interessantes erleben. Wohin,
womit und wozu man reist − das sind die Hauptfragen.
Das Reisen ist heute kein Problem. Man kann mit einem Auto, einem Bus, einem Zug oder einem Flugzeug reisen. Jedes Verkehrsmittel hat seine Vorteile:
der Flug ist schneller, die Fahrt bequemer und preiswerter.
Wenn man ins Auslnd fährt, muss man einen gűltigen Reisepass haben, ein Visum beantragen, einen Tour buchen, eine Versicherung und Tickets besorgen.
Am Flughafen geht man durch die Zoll- und Passkontrolle. Das Gepäck gibt
man ab. Auf dem Bahnhof muss man das richtige Gleis finden und rechtzeitig
vor der Abfahrt des Zuges da sein.
Man kann mit einer Reisegruppe oder allein reisen. Ich fahre am liebsten … Ich
bin bisher viel / wenig durch Russland /ins Ausland gereist. Besonders interessant war die Reise nach … .
Test: Was fűr ein Reisetyp sind Sie?
Wählen Sie in jedem Block die Aussagen, die zu Ihnen passt und merken Sie
sich die Zahl der Punkte, die in Klammern stehen:
• Ich plane nicht so gerne. Am liebsten fahre ich einfach los. [4]
Vorbereitung ist die halbe Reise. Reisefűhrer helfen mir dabei. [3]
Last-Minute-Trips sind super. Die kann ich schnell im Internet buchen. [2]
Ich mőchte mich lieber auf das Reisebűro verlassen. [1]
• Wenn sie űbernachten, dann wählen Sie am liebsten
ein Zelt [4]
eine Pension oder Jugendherberge [1]
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