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ivanov666
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Файл:Немецкий язык материалы обучения по модульной системе, включая тексты по домашнему чтению и подготовку к текущему и промежуточному контролю. Учебное п
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Инфинитив всегда стоит в конце группы и часто имеет перед собой частицу zu. Ес-
ли глагол имеет отделяемую приставку, то zu ставится между приставкой и корнем.
Es ist mir gelungen, diese Prüfung vorfristig abzulegen.
Мне удалось досрочно сдать этот экзамен.
Распространённая нфинитивная группа отделяется от остальной части предложения
запятой.
Инфинитивные группы могут зависеть:
1. от существительных или глаголов:
Er hat den Wunsch, in den Ferien nach Österreich zu fahren.
У него есть желание на каникулах поехать в Австрию.
Er beabsichtigt nach Deutschland zu fahren.
Он намеревается поехать в Германию.
2. от оборотов:
Es ist möglich, … zu + Infinitiv – Можно…..
Es ist nötig /notwendig, … zu + Infinitiv – нужно / необходимо…..
Es ist interessant, ……… zu + Infinitiv – Интересно…
.
3. Если перед инфинитивной группой стоит местоименное наречие, то ее перевод сле-
дует начинать словом чтобы:
Wir alle streben danach, die Natur zu schützen.
Мы все стремимся к тому, чтобы защитить природу.
“zu” НЕ ставится, если Infinitiv относится к следующим глаголам::
1. lernen, lehren, lieben, (helfen ─ если нет распространения)
Man lernt hier Computerprogramme schreiben.
2. kommen, gehen, fahren usw. (т.е. глаголы движения)
Er kommt uns helfen.
3. sehen, hören, fühlen (т.е.глаголы, передающие ощущения)
Wir hörten ihn etwas laut erzählen. ─ Мы слышали, как / что он что-то громко расска-
зывал.
Инфинитивные обороты
1. um … zu Infinitiv – чтобы + Infinitiv.
Die Massenmedien existieren, um die Leute zu informieren.
Средства массовой информации существуют, чтобы информировать людей.
2. (an) statt…zu Infinitiv – вместо того чтобы + Infinitiv.
Anstatt sich richtig zu erholen, begann er mit einer neuen Arbeit.
Вместо того, чтобы по-настоящему отдохнуть, он начал новую работу.
3. Ohne…zu Infinitiv – 1) не + деепричастие 2) без + отглагольное существительное.
Ohne eine Sprache zu lieben, soll man sie nicht lernen.
Не любя язык, не стоит изучать его. = Без любви к языку не стоит его изучать.
1. Переведите.
Die beste Lösung für Barbara.
Er findet mich zu dick ─ ich versuche abzunehmen.
Er mag keine Zigaretten ─ ich versuche weniger zu rauchen.
Er findet mich zu nervös – ich versuche ruhiger zu sein.
Er liebt Pünktlichkeit – ich versuche pünktlicher zu kommen.
Er findet mich zu langweilig – ich versuche aktiver zu sein.

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Er findet mich zu unsportlich – ich versuche Sport zu treiben.
haben + zu Infinitiv
sein + zu Infinitiv
Er meint, ich stehe zu spät auf – ich versuche früher aufzustehen.
Er findet, ich lächele zu wenig – ich versuche freundlicher zu sein.
Er will mich ganz anders – ich versuche einen anderen Mann zu finden.
2. Переведите предложения.
1. Er bittet, die Reisetermine vom Juni auf Ende August zu verschieben.
2. Es gibt viele Reisebüros, um die Organisation der Reisen den Touristen zu erleichtern.
3. Statt, wie versprochen, um 7 Uhr zurückzukehren, war Heinz um 12 erschienen.
4. Keiner verlässt Petersburg, ohne die Ermitage besucht zu haben.
5. Wir haben die Absicht, morgen abzureisen.
6. Mein Freund träumt davon, an einer deutschen Universität zu studieren.
7. Um heute einen guten Job zu bekommen, muss man gute Fremdsprachenkenntnisse haben.
8. Kleine Länder können kaum existieren, ohne die Tourismusbranche zu entwickeln.
haben / sein + zu Infinitiv ─ долженствование (реже – возможность)
Aktiv:
Er muss / musste jetzt alles erklären. =
Er hat / hatte jetzt alles zu erklären. ─ Он должен / должен был теперь всё объяснить.
Passiv:
Alles muss / musste jetzt von ihm erklärt werden.
Alles ist / war jetzt von ihm zu erklären. ─ Всё должно быть / должно было быть им
теперь разъяснено.
1. Переведите пары предложений.
A
1) Die Tür war gescchlossen.
2) Die Tür war zu schließen.
1) Der Reisepass ist zu finden.
2) Der Reisepass ist gefunden.
1) Den Flug hat man am Mittwoch zu buchen.
2. Den Flug hat man am Mittwoch gebucht.
1) 1787 hatte man nach Petersburg zwei Sphinxe aus dem Luxor-Tempel zu Karnak gebracht.
2) 1787 hatte man nach Petersburg zwei Sphinxe zu bingen.
B
1) Wie hat man die Fremdwörter gut zu behalten?
2) Man hat die Fremdwörter gut behalten.
1) Wie sind die Fremdwörter am schnellsten zu wiederholen?
2) Die Fremdwörter sind schon wiederholt.
1) Aus seiner Rede war kein Wor zu verstehen.

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2) In seiner Rede war kein Wort verständlich.
1) Du hattest alle neuen Redewendungen zu notieren.
2) Du hattest dir damals alle Redewendungen notiert.
2. Выразите каждое из данных предложений в четырёх вариантах (2 ─ Aktiv, 2 –
Passiv), используя в том числе и модальные глаголы с инфинитивом.
1. Man muss die Vorschriften des Komitees für Umweltschutz befolgen.
2. Als Minister des Herzogs von Weimar hatte Goethe vieles an der Innenpolitik zu ändern.
3. Die Lehrbücher des Verlags Langescheidt können beim Deutschlernen benutzt werden.
4. Das Referat sollte schon gestern ausgedruckt werden.
5. Das Visum war bis zum 6. Februar zu beantragen.
3. Преобразуйте haben + zu Infinitiv в sein + zu Infinitiv и наоборот.
Aus der Geschichte des Porzellans
Ein Apothekergehilfe namens Böttger war auf Befehl von August dem Starken nach Dresden
aus Preußen zu bringen.
Als Alchemiker hatte er das Gold für den Fürsten zu gewinnen, aber statt des Goldes erfand er
Porzellan.
Das Geheimnis des Porzellans war nicht weiterzugeben.
Heute denkt man, man hat ihm die Erfindung des Porzellans zu verdanken, höchstwahrscheinlich stimmt das aber nicht.
Als Erfinder des Porzellans ist Graf von Tschirnhaus zu nennen.
Глагол lassen
lassen ─ ließ ─ gelassen
1. Самостоятельное значение: lassen (ie,a) − оставлять:
Er ließ die Tür offen. – Он оставил дверь открытой.
2. Модальное значение: sich lassen + Infinitiv можно
Die Tür lässt sich leicht őffnen. – Дверь можно легко открыть.
3. lassen + Infinitiv:
- указание на то, что действие совершает кто-то другой:
Wir ließen das Schloss reparieren. – Мы починили замок. ( нам его починили)
- приказывать, велеть, допускать, позволять, разрешать, просить, давать (в зависимости
от контекста):
Man ließ die Tür őffnen. – Дверь велено /приказано было открыть.
Ich ließ meinen Freund die Tür őffnen. – Я попросил друга открыть дверь.
1. Переведите предложения.
1. Der General ließ den Adjutanten kommen.
2 Ich lasse mich nicht betrügen!
3. Lass mal dich richtig ansehen!
4. Er soll uns in Ruhe lassen!
5. Lass uns darüber offen sprechen!
6. Die Welt ließ sich nicht an einem Tag schaffen, hab‘ Geduld!
7. Sie ließen ihn den Professor anrufen.
8. Die Ermitage lässt sich nicht an einem Tag besichtigen.

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2. Ответьте на вопросы, используя глагол lassen.
− Was machst du, wenn deine Uhr stehenbleibt? Reparierst du sie selbst?
− Нет, я отдаю их в починку.
− Wenn dein Haar zu lang ist, schneidest du es selbst?
− Нет, я стригу их в парикмахерской.
− Was machst du, wenn du ein Foto für den Reisepass brauchst?
− Я фотографируюсь.
− Wenn du hohes Fieber hast, gehst du in die Poliklinik?
− Нет, я прошу врача прийти.
3.Распределите на три колонки предложения с lassen, sich lassen + Infinitiv и lassen
+ Infinitiv.
Aus der Geschichte der Architektur
Neben den Rathäusern lassen sich die Stadttore und Türme als die wichtigsten Bauten der
mittelalterlichen Architektur nennen. Die Türme ließ man meistens vor oder an den Stadtmauern errichten, um den Reisenden eine Orientierung zu bieten. Sie mussten auch von der
Wehrhaftigkeit (обороноспособность) und dem Reichtum der Stadt zeugen. Daraus lässt
sich die Anlage hoher Türme erklären. Nie ließ man sie ohne Schutz; Tag und Nacht waren
sie von Wächtern besetzt. Bei einer Gefahr ließ man die Tore schließen; man ließ sie mit Falltüren versehen und abends versperren. Die Jahrhunderte lißen aber die Zeugnisse des Mittelalters nicht ohne Wandlung: Einige Türme ließ man abreißen, aber viele sind geblieben – vor
allem in Norddeutschland – und lassen sich heute noch bewundern.
Глаголы с двумя значениями
pflegen (te,t) ─ ухаживать Sie pflegt den Kranken. ─ Она ухаживает за больным.
pflegen + zu Infinitiv ─ иметь обыкновение, обычно
Sie pflegt um 6 Uhr zu kommen. ─ она приходит обычно в
suchen (te,t) ─ искать Ich suche sie. ─ Я ищу её.
suchen + zu Infinitiv = versuchen ─ пытаться Ich suche sie zu trösten. ─ Я пытаюсь её
утешить.
scheinen (ie,ie) ─ светить Die Sonne schien. ─ Солнце светило.
scheinen + zu Infinitiv ─ казаться Die Sonne schien sich nie wieder zu zeigen. ─
Казалось, солнце больше никогда не покажется.
wissen (wusste-gewusst) ─ знать, verstehen (verstand-vrstanden) ─ понимать
wissen, verstehen + zu Infinitiv ─ уметь Dieser Lehrer weiß komplizierte Sachen ver-
ständlich zu machen. ─ Этот учитель умеет сложные вещи сделать простыми.
1. Скажите то же самое по-другому:
1. Gewöhnlich las er nach dem Frühstück “Frankfurter Allgemeine Zeitung”.
2 Kannst du ihr wirklich in dieser unangenehmen Situation helfen?
3. Ich glaube, der Tag wird heute kalt sein.
4. Immer fuhr er nach Hause mit dem Zug, der um 19.20 Uhr München verließ.
5. Es sieht so aus, als sei er sehr verstimmt.
6. Keiner war imstande, den gemachten Fehler zu verbessern.

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2. Переведите:
“Eine Stadt ─ zwei Zoos” – lässt sich auf einem Plakat an der S-Bahn-Station am Kurfürstendamm lesen. Manche Touristen suchen während ihres Aufenthalts beide Zoos zu besichtigen. Die Brliner Tiergärten scheinen nicht zu konkurrieren. Der Zoo im Westen Berlins verfügt über eine der größten Tierarten-Sammlungen der Welt, und in Friedrichsfelde (BerlinOst) lässt man die Tiere in den Naturverhältnissen herumspazieren. Berliner selbst pflegen in
diesen Zoo am Wochenende zu kommen, um hier im Grünen zu spazieren und die im freihen
weidenden Tiere zu beobachten.
Тема 8. Язык как средство межкультурного общения
Die deutsche Sprache
Heute existieren in der Welt 6700 Sprachen und Dialekte. Etwa 2/3 haben keine
Schrift. 1400 Sprachen werden als sterbende klassifiziert. Zu den verbreitesten
Sprachen der Welt gehőren: Chinesisch (607 Millionen), Englisch (330 Mln.),
Russisch (209 Mln.), Spanisch (206 Mln.), Hindi (194 Mln.), Portugiesisch (122
Mln.), Deutsch (117 Mln.). Weltweit lernen Deutsch 20 Millionen Menschen.
Deutsch ist Landessprache in der Bundesrepublik Deutschland, in Österreich, in
der Schweiz, in Liechtenstein und in Sűdtirol (Italien). Deutschsprachige Gebite
gibt es in Luxemburg, Belgien, in Frankreich (Elsaß) und in der Tschechischen
Republik.
Das Wort “Deutsch” stammt von althochdeutschem diutisc – Adjektiv zu diota
(das Volk). In der Form theodiscus wurde das Wort ins Lateinische űbertragen.
Theodisca lingua hieß dann die Sprache der germanischen Stämme im Reich
Karls des Großen.
Die deutsche Sprache entwickelte sich aus dem Indoeuropäischen (5.-4. Jahrtau-
send v.u.Z.). Aus dieser Ursprache gliederte sich um 500 u.Z. eine einheitliche
germanische Sprachgruppe aus. Aus Dialekten dieser Gruppe gingen verwandte
europäische Sprachen hervor: Deutsch, Englisch, Niederländisch, Dänisch,
Norwegisch, Schwedisch.
In der Entwicklung der deutschen Sprache unterscheidet man folgende Perioden:
Althochdeutsch (300-1050). Schriftdenkmäler sind “Hildebrandslied”, “Mer-
seburger Zaubersprűche”
Mittelhochdeutsch (1050-1350)
Das Hauptdenkmal dieser Periode ist “Das Nibelungenlied” (um 1200)
Mit diesem Werk gelangt das deutsche Heldenepos zu voller Blűte. Es zerfällt
nach zwei Teilen: “Siegfrieds Tod” und “Kriemhilds Rache”. Feudale Zustände
und Vasallentreue, glänzende Ritter und sagenhafte Recken (великаны), Christen-
tum und barbarisches Heidentum, Reales und Fantastisches – all diese Elemente
sind in der Dichtung verflochten und bilden ein einheitliches Ganzes. Dem Lied

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zugrunde liegen die Sagen von den Nibelungen und ihrem Schatz, der seinen
Besitzern nur Unglűck brachte, von Siegfried, seinem Zauberschwert (волшебный
меч) Balmung und der Tarnkappe (шапка-невидимка), die ihm eine Riesenkraft
verlieh und unsichtbar machte, von Nixen (русалки), Zwergen (гномы) und Zauberinnen (волшебницы), aber auch von dem historischen Hunnenkőnig Attila (im
Lied Etzel) und der Zerstőrung des Burgundenreiches 437.
Der berűhmteste Dichter jener Zeit war Walter von der Vogelweide. So klang
zum Beispiel eines seiner Liebeslieder:
Du bist min, ich bin din:
Des solt du gewis sin.
Du bist beslozzen
In minem herzen:
Verloren ist das slűzzelin:
Du muost immer drinne sin.
Frűhneuhochdeutsch (1350-1650)
In dieser Zeit entstanden Werke von Hans Sachs, das Volksbuch vom Till Eu-
lenspiegel, das Volksbuch vom Doktor Faustus u.a.m. Aber der grőßte Name
jener Zeit war der Name von Martin Luther, der eine Erneuerung der katholischen Kirche wollte. Die Lutherische Reformation hat zur Entstehung der
evangelischen Kirche und zur Spaltung Deutschlands in katholische und
evangelische Länder gefűhrt. Aber dank Luthers Übersetzung der Bibel aus
dem Lateinischen ins Deutsche entstand im zersplitterten Land eine gemeinsame Hochsprache (Literatursprache), was eine enorm große Bedeutung hatte.
Neuhochdeutsch (1650 bis zur Gegenwart)
Das Hochdeutsch wird auch “Bűhnendeutsch” genannt: Die wandernden The-
ater zogen von einem deutschen Land in das andere und wollten von allen
verstanden werden. So verbreitete sich eine Sprache, die űber allen Länderdialekten stand und zu einer Norm wurde. Der erste große Dramatiker Deutschlands des 18. Jahrhunderts wurde G.E. Lessing. Seine bekanntesten Dramen
sind “Emilia Galotti” und “Nathan der Weise”.
Die Blűtezeit der deutschen Literatur ist mit den Namen von W.J. Goethe und
F. Schiller verbunden. Goethes “Faust” zählt zu den Gipfeln des menschlichen
Geistes. (Andere Werke: “Die Leiden des jungen Werthers” “Egmont”, “Tor-
quato Tasso” u.a.). Schillers Dramen “Die Räuber”, “Kabale und Liebe”, “Don
Carlos”, “Maria Stuart”, “Wilhelm Tell” werden auch heute auf vielen Welt-
bűhnen aufgefűhrt.
Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts stand unter dem Zeichen des Romantismus
(H. Kleist, E.T.H. Hoffmann), die zweite – des Naturalismus (G. Hauptmann)

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und Realismus (Th. Fontane), wie auch die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts,
die philosophische und historische Werke von H. Hesse, H. Mann, Th. Mann, L.
Feuchtwanger und St. Zweig mit sich brachte, sowie Romane “der verlorenen
Generation” von E.M. Remarque. Die zweite Hälfte des 20. Jhs. ist mit den
Namen von H. Bőll, G. Grass, S. Lenz, M.Walser, B. Schlink, P. Süskind ver-
bunden. Th. Vann und G.Grass waren Nobelpreisträger auf dem Gebiet der Lite-
ratur.
Wer heute nach Deutschland kommt, wird bemerken, dass er mit ganz verschiedenen Schprachschichten (языковые слои) zu tun hat: mit der Hochsprache, die
frűher nur geschrieben wurde, der Umgangssprache (разговорный язык) und dem
Dialekt. Zwischen der Hochsprache und der Umgangssprache existiert in Wort
und Schrift – zum Beispiel in Vorträgen, Funk, Fernsehen und in der Presse –
eine Umgangssprache mit Dialektfärbung. Der Dialekt ist im Gegenteil zur
Hochsprache an eine bestimmte Region gebunden.
Nicht nur Ausländer sondern auch Deutsche haben es oft schwer mit ihren Dia-
lekten: Ein Norddeutscher, der nach Sűddeutschland kommt, hat Schwierigkei-
ten, sich mit “echtem” Bayern oder Schwaben zu verständigen; ebenso ergeht es
den Bayern und Schwaben im Norden. Die deutschen Dielekte werden von
Norden nach Sűden in drei Gruppen eingeteilt: Niederdeutsch, Mitteldeutsch
(z.B. Hessisch oder Sächsisch) und Oberdeutsch (Schwäbisch, Bairisch, Ale-
mannisch). Es sei auch bemerkt, dass der Lieblingsdialekt der jungen Leute zwischen 19 und 29 Jahren laut der letzten Umfrage Bairisch ist, also ein Dialekt,
“den keiner versteht” (35%). Zweitbeliebteste Sprache ist Berlinisch (14%) und
Kőlsch (13%). “Zum Weghőren” (“лучше б никогда не слышать”) finden viele Be-
fragten Sächsisch (40%) und Schwäbisch (18%).
Merken Sie sich: Das Attribut bayerisch betrifft alles, was mit dem Bundesland Bayern verbunden ist. Bairisch bezieht sich nur auf den Dialekt.
Nicht zu vergessen ist auch eine Spracherscheinung, die “Denglisch” genannt
wird: Die Popkultur und Werbung, die globale Wirtschaft und aktives Reisen
durch die ganze Welt lassen (besonders die Jugendlichen) auf Deutsch-Englisch-
Mix kommunizieren. “Kids”, “Recycling”, “Image”, “Lifestyle”, “Body”,
“smoll talk” – immer mehr englische Wörter werden “verdeutscht”. Denglisch
kommt überall hin: in die alltägliche Kommunikation, Multimedien und Fachli-
teratur.
In der Europäischen Union gehőrt Deutsch zu den drei Arbeitssprachen neben
Englisch und Franzősisch.

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Dialekte
Bei der Übersetzung des nächsten Textes achten Sie auf die Doppelkonjunktionen.
nicht nur … sondern auch ─ не только … но и bald … bald ─ то …то
sowohl … als auch ─ как… так и mal … mal ─ иногда … иногда
entweder … oder ─ или … или teils … teils ─ отчасти … отчасти
weder … noch ─ ни … ни je … je, je … desto, je … um so ─ то
…то
Zu den deutschsprachigen Ländern gehören nicht nur Deutschland und Ősterreich, sondern auch Liechtenstein und die Zentralschweiz. Aber Vorsicht!
Wenn Sie sowohl von Norden nach Süden als auch von Westen nach Osten
fahren, hören Sie viele Dialekte. Es gibt Leute, die weder “Sch-tein” noch “Illus-t-rierte”, sondern “S-tein” und “Illuschtrierte” sagen. Andere sagen entweder
“hebb” statt “habe” oder “ham”. Die Deutschen selbst missverstehen sich gelegentlich, mal mit Absicht mal unabsichtlich. Je weiter man nach dem Sűden
fährt, desto schwieriger ist es, die Sprache zu verstehen. Man erzählt, dass im
Ersten Weltkrieg Preußen und Bayern sich auf Französisch unterhalten mussten.
Merken Sie sich darum, wenn Sie reisen: Es gibt weder Deutsche noch, Ősterreicher sondern Sachsen, Schwaben, Rheinländer, Berliner, Wiener. Als Begrűßung werden Sie sowohl “Grüß Gott!” in Württemberg als auch “Moin,
Moin!” in Schleswig-Holstein hören. In Berlin wird nicht nur “ich” durch “ik”
ersetzt, sondern auch “g” durch “j”. Lesen Sie Folgendes auf Berlinisch: “Eine
gute Gans ist eine gute Gabe Gottes”! In Sachsen wird es weder “Blümchen”
noch “alleine” sondern “Blimchen” bzw. “Blömchen” und “alle–i-ne” klingen.
In Bayern kőnnte man teils weinen teils lachen, wenn man statt “Eichkätzchen-
schwanz” “Aouchkoatenswoauf” hört. Aber verlieren Sie den Mut nicht. Jeden-
falls gibt es ja immer noch “Hochdeutsch”, das alle Deutschen beherrschen und
manchmal sprechen.
1. Переведите:
Je … desto
Einmal erhielt Ernest Hemingway in seiner Jugendzeit die Aufgabe, einen Aufsatz über den
Wert des Studiums zu schreiben. Nach einem langen Nachdenken gelangte er zu folgendem
Resultat:
Je mehr man studiert, um so mehr weiß man,
je mehr man weiß, um so mehr vergisst man,
je mehr man vergisst, um so weniger weiß man,
je weniger weiß man, um so weniger vergisst man,
je weniger vergisst man, um so mehr weiß man.
Schlussfolgerung: Wozu braucht man überhaupt zu studieren?

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1. Die Studenten sprechen heute in Deutschland nicht nur Englisch, was in der modernen
Welt
Pflicht ist, sondern oft noch eine oder zwei Fremdsprachen.
2 . Bald regnete es im November in Strömen, bald begann es zu schneien.
3. Mal fuhren wir nach Hause mit dem Bus, mal mit der U-Bahn.
4. Weder heute abend noch morgen nachmittags waren unsere Bekannten bereit, uns einzuladen.
5. Entweder fährst du mit, oder wirst du den ganzen Monat allein un der Stadt bleiben.
Anhang
■■ Lernen mit allen Sinnen (zum Referieren)
Manche Menschen lernen mehr, schneller oder besser, wenn sie etwas sehen,
andere, wenn sie etwas hőren, wieder andere, wenn sie es schreiben. Am besten
ist es, mehrere Lernwege zu kombinieren: sprechen, schreiben, lesen, hőren.
Viele betrachten es als Unsinn, die Wőrter aufzuschreiben. Aber das Aufschreiben von Wőrtern ist enorm wichtig. Man erspart sich dadurch viel Lernar-
beit, weil man sich beim Schreiben das Wort intensiv bildlich vorstellt.
Die erste Wiederholung sollte 20 Minuten nach dem ersten Lernen erfolgen,
denn nach dieser Zeit vergisst man besonders viel. Die zweite Wiederholung
sollte nach zwei Stunden stattfinden. Da merkt man, welche Wőrter im Kopf geblieben sind.
Besser, als zu viele Vokabeln auf einmal zu lernen, ist es, kleinere Gruppen
zu bilden und sie zeitlich gut zu verteilen. Ein Lerngesetz sagt: Den Anfang und
das Ende einer solchen Gruppe merkt sich das Gedächtnis fast automatisch.
Es ist bekannt, dass Heinrich Schliemann, der deutsche Kaufmann und Ar-
chäologe, der Troja entdeckt hatte, 21 Sprachen beherrschte. Dabei erfand er
seine eigene Lernmethode. Sie bestand darin, dass er laut etwas las und auswendig lernte. Als erste Sprache lernte er Holländisch, das dem Deutschen verwandt
ist. Als zweite – Englisch. Dafűr brauchte er ein halbes Jahr. Danach folgte
Franzősisch; als er dann Italienisch, Spanisch und portugiesisch lernte, brauchte
er je 6 Wochen. Da er auch Russisch gelernt hatte, konnte er, wie bekannt, erfolgreich in Petersburg seine Geschäfte tätigen.
Eine ungarische Übersetzerin, Cato Lomb, die 16 Sprachen beherrscht,
schreibt: “Alle Menschen kőnnen Fremdsprachen erlernen. Man muss sich aber
wenigstens 12 Stunden pro Woche mit der Sprache befassen. Davon jeden Tag
eine Viertelstunde am Morgen. Und man soll vom ersten Tag an sprechen, wenn
es auch nur ein Wort ist, das sich in einem muttersprachlichen Satz befindet.
Morgen werden es schon zwei Wőrter sein, und in einem Monat hundert.
Der berűhmte Polygloth S.G. Halipow, der 40 Sprachen beherrschte, meinte,
dass es am besten ist, eine Sprache in konzentrischen Kreisen: Phonetik –
Grammatik – Lexik – Phonetik zu lernen und individuelle Besonderheiten zu
berűcksichtigen. Wenn man ein Wort besser behalten will, soll man mit ihm

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“spielen”, indem man es in verschiedenen einfachen Sätzen verwendet. So
kőnnen auch grammatische Konstruktionen gelernt werden.
■ Der Vater der deutschen Rechtschreibung
Was schreibt man in der deutschen Sprache groß, was schreibt man klein?
Wird “aufgrund” zusammen und klein oder getrennt und groß geschrieben?
Schreibt man heute “Photo” oder “Foto”? Wo steht im deutschen Satz ein
Komma?
Auskunft darűber und űber viele andere Fragen gibt “der Große Duden”, das
verbindliche Nachschlagewerk fűr die deutsche Rechtschreibung. Der Duden,
wie das Nachschlagewerk kurz heißt, hilft jedem, wer in der Rechtschreibung
nicht sicher ist.
Der Schőpfer dieses Regelwerkes ist Konrad Duden. Als Direktor eines
Gymnasiums in Schleiz in Thűringen wollte er Ordnung in die deutsche Recht-
schreibung bringen. 1880 verőffentlichte das Bibliographische Institut Leipzig
das erste Wőrterbuch Dudens mit 28000 Stichwörtern. Inzwischen liegt die 20.
Neubearbeitung mit 80000 Stichwőrtern vor. Der Sitz des Duden-
Sprachinstitutes befindet sich in Mannheim.
■■■ Zukunft der deutschen Sprache im Zeitalter der Globalisierung
Immer mehr Anglizismen finden sich in der deutschen Sprache. Der Wandel
der Welt zu einem “globalen Dorf” widerspiegelt sich auch in der Sprache.
Doch der Rűckgang des Deutschen als Arbeitssprache in Wissenschaft oder
Wirtschaft ist nicht ein Problem nur unserer Tage.
In der Wissenschaft ist die deutsche Sprache nur bis zum Ersten Weltkrieg
international fűhrend gewesen. Bis etwa 1915 sind beispielweise wissenschaftliche Artikel in Chemie meist in deutscher Sprache verfasst worden. Selbst in
amerikanischen Wissenschaftspublikationen erschienen mehr deutschsprachige
als englischsprachige Artikel.
Zu Beginn des Esten Weltkrieges verfasste eine Gruppe von 70 Wissenschaft-
lern Deutschlands einen Aufruf “An die Kulturwelt”, wo sie sich fűr den Krieg
aussprachen. Durch den Zweiten Weltkrieg wurde der negative Eindruck űber
die deutschen Wissenschaftler noch verstärkt, sodass die Nachkriegsgeneration
sich zum Englischen als Wissenschaftssprache wandten. Wer eine breite Gruppe
von Wissenschaftlern erreichen wollte, musste Resultate seiner Erforschung in
den amerikanischen Wissenschaftszeitschriften verőffentlichen.
Diese Situation hat sich bis heute nicht geändert. Aber man findet sie nicht
tragisch. Heute lernt man Deutsch, wenn man sich durch Sprachkenntnisse wirtschaftliche Vorteile garantieren möchte. Und da der deutschsprachige Raum im
Weltvergleich wirtschaftlich den dritten Platz einnimmt, stehen die Chancen gut,
dass auch in der Zukunft viele Menschen im Ausland Deutsch lernen.
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