Немецкая литература в обучении немецкому языку. Учебник
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Christa Wolf |
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Christa wolf «Der geteilte himmel»
(Auszug)
In jenen letzten Augusttagen des Jahres 1961 erwacht in einem kleinen Krankenhauszimmer das Mädchen Rita Seidel. Sie hat nicht geschlafen, sie war ohnmächtig. Wie sie die Augen aufschlägt, ist es Abend, und die saubere weiße Wand, auf die sie zuerst sieht, ist nur noch wenig hell. Hier ist sie zum ersten Mal, aber sie weiß gleich wieder, was mit ihr, heute und vorher, geschehen ist. Sie kommt von weit her. Sie hat noch undeutlich ein Gefühl von großer Weite, auch Tiefe. Aber man steigt rasend schnell aus der unendlichen Finsternis in die sehr begrenzte Helligkeit. Ach ja, die Stadt. Enger noch: das Werk, die Montagehalle. Jener Punkt auf den Schienen, wo ich umkippte. Also hat irgendeiner die beiden Waggons noch angehalten, die da von rechts und links auf mich zukamen. Die zielten genau auf mich. Das war das Letzte. Die Krankenschwester tritt an das Bett, sie hat beobachtet, wie das Mädchen wach geworden ist und sich mit eigentümlich stillen Augen im Zimmer umsieht, sie spricht sie leise und freundlich an. «Sie sind gesund», sagt sie munter. Da dreht Rita das Gesicht zur Wand und beginnt zu weinen, hört auch die Nacht über nicht mehr auf, und als morgens der Arzt nach ihr sieht, ist sie nicht fähig, zu antworten.
Aber der Arzt braucht nicht zu fragen, er weiß ja alles, es steht auf dem Unfallblatt. Diese Rita Seidel, eine Studentin, arbeitet nur während der Ferien im Betrieb. Sie ist manches nicht gewohnt, zum Beispiel die Hitze in den Waggons nicht, wenn sie aus der Trockenzelle kommen. Sowieso ist es verboten, bei hohen Temperaturen im Wagen zu arbeiten, aber niemand kann bestreiten, daß die Arbeit dringt. Die Werkzeugkiste ist schwer, sechzig bis siebzig Pfund; sie hat sie noch bis zu den Schienen geschleppt, wo gerade rangiert wurde, und dann kippte sie um – kein Wunder, zart wie sie ist. Nun heult sie, auch das kennen wir.
«Der Schock», sagt der Arzt und verschreibt Beruhigungsspritzen. Nach Tagen allerdings, als Rita immer noch nicht verträgt, daß man sie
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anspricht, wird er unsicher. Er denkt, wie gerne er den Kerl unter die
Finger kriegen möchte, der dieses hübsche und empfindsame Mädchen so weit gebracht hat. Für ihn steht fest, daß nur Liebe ein junges Ding so krank machen kann.
Ritas Mutter, von ihrem Dorf herbeigerufen und hilfslos vor dem fremden Zustand der Tochter, kann keine Auskunft geben, «Das Lernen», sagt sie. «Ich hab mir gleich gedacht, sie hält es nicht aus». Ein Mann? Nicht, daß sie wüßte. Der frühere, ein Chemiedoktor, ist doch schon ein halbes Jahr weg. Weg? fragt der Arzt. Nun ja: Abgehauen. Sie verstehen.
Das Mädchen Rita bekommt Blumen: Astern, Dahlien, Gladiolen – bunte Tupfer im bleichen Krankenhaustag. Niemand darf zu ihr, bis sich eines Abends ein Mann mit einem Rosenstrauß nicht abweisen läßt. Der Arzt gibt nach. Hier kann vielleicht ein Reuebesuch den ganzen Kummer auf einmal heilen. Eun kurzes Gespräch unter seiner Aufsicht. Aber da kommt nichts von Liebe, auch nichts von Verzeihen, so etwas merkt man doch, und wäre es an den Blicken. Von irgendwelchen Waggons ist die Rede, was nun jetzt weiß Gott nicht wichtig ist, und nach fünf Minuten artiger Abschied. Der Arzt erfährt, daß dies der junge Betriebsleiter vom Waggonwerk war und nennt sich selber einen Trottel. Aber er wird das Gefühl nicht los, daß dieser junge Mann mehr von der Patientin Rita Seidel weiß als die Mutter, mehr als er selbst, der Arzt, und als jeder einzige Besucher, die nun zahlreich kommen: Zuerst die Tischler aus der Brigade Ermisch, abwechselnd alle zwölf, dann eine blonde, zierliche kleine Friseuse, Ritas Freundin, nach den Ferien Studenten aus dem Lehrerseminar und hin und wieder auch Mädchen aus Ritas Dorf. Es kann für ausgeschlossen gelten, daß die Patientin einsam gewesen ist.
Die da zu ihr kommen, haben sie alle gern. Sie sprechen behutsam mit ihr und tasten mit Blicken ihr Gesicht ab, das blaß und müde, aber nicht mehr trostlos ist. Sie weint jetzt seltener, meistens abends. Sie wird der Tränen Herr werden und, weil es ihr fernliegt, ihr Leid zu hätscheln, auch der Verzweifung.
Sie sagt niemandem, daß sie Angst hat, die Augen zuzumachen. Sie sieht immer noch die beiden Waggons, grün und schwarz und
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sehr groß. Wenn sie angeschoben sind, laufen sie auf den Schienen weiter, das ist ein Gesetz, dazu sind sie gemacht. Sie funktionieren. Und wo sie sich treffen werden, da liegt sie. Da liege ich.
Dann weint sie wieder.
Sanatorium, sagt der Arzt. Sie will nichts erzählen. Soll sie sich ausweinen, soll sie zur Ruhe kommen, soll Gras über alles wachsen. Sie könnte mit der Bahn fahren, soweit ist sie schon wieder, aber der Betrieb schickt ein Auto.
Ehe sie abfährt, bedankt sie sich beim Arzt und bei den Schwestern. Alle sind ihr wohlgesinnt, und wenn sie nichts erzählen will, ist das ihre Sache. Alles Gute.
Ihre Geschichte ist banal, denkt sie, in manchem auch beschämend. Übrigens liegt sie hinter ihr. Was noch zu bewältigen wäre, ist dieses aufdringliche Gefühl: Die zielen genau auf mich.
Пояснения к тексту
1)Sie hat noch undeutlich das Gefühl von großer Weite, auch Tiefe
2)aber man steigt rasend schnell aus der unendlichen Finsternis in die sehr bеgrenzte Helligkeit
3)das Unfallblatt
4)die Trockenzelle
5)aber niemand kann bestreiten, daß die Arbeit dringt
6)wo gerade rangiert wurde
7)wie gerne er den Kerl unter die Finger kriegen möchte
ее не покидает неясное ощущение чего-то огромного и глубокого но потом она моментально
переносится из бесконечной тьмы в полосу света с конкретными очертаниями история болезни (при несчаст-
ном случае)
сушилка (для окрашенных вагонов)
но все понимают, что срочная работа этого требует
там, где маневрировал поезд как бы он хотел увидеть того парня, чтобы разобраться с ним
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8) abgehauen |
сбежал (имеется в виду бегс- |
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тво в Западную Германию из |
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ГДР) |
9)bunte Tupfer im bleichen пестрые, яркие точки в серых
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Krankenhaustag |
больничных буднях |
10) |
und wäre es an den Blicken |
хотя бы по взглядам |
11) |
Studenten aus dem |
студенты – будущие учителя |
12) |
Lehrerseminar |
пусть все будет забыто (порас- |
soll Gras über alles |
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wachsen |
тет быльем) |
13) |
artiger Abschied |
вежливое прощание |
14) |
beschämend |
вызывающий чувство стыда, |
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неловкости |
Вопросы к тексту
1.Was war Rita Seidel?
2.Warum lag sie im Krankenhaus?
3.In welchem Betrieb arbeitete Rita während der Ferien?
4.Was vermutete der Arzt?
5.Wer besuchte Rita?
6.Was war der Mann mit einem Rosenstrauß?
7.Warum hatte Rita Angst, die Augen zuzumachen?
8.Wohin fährt Rita aus dem Krankenhaus?
MARIE LUISE KASCHNITZ (1901–1974)
Предтекстовые задания
I. Прочитайте с правильным ударением сложные существительные:
das Adelsgeschlecht, der Lebensumkreis, die Wertvorstellung, die Buchhändlerin, die Universitätslaufbahn, die Lebensstation, die Forschungsreise, das Abendland, der Zusammenbruch, der Wohlklang, die Weltverbesserung, die Sichtbarmachung, der Sammelband.
II. Прочитайте с правильным ударением сложные прилагательные:
wohlbehütet, angstbeladen, qualvoll, zahllos, neuromantisch, zeitlos, selbstkritisch, vielgelesen, weltbekannt, lebenslang, zeitgenössisch.
III. Объясните, из каких слов состоят сложные прилагательные из задания II. Подберите подходящие по смыслу существительные, которые могут быть употреблены с этими прилагательными. Обратите внимание на перевод субстантивированных причастий.
IV. Запомните следующие синонимы и синонимичные выражения:
1)publizieren – veröffentlichen – herausgeben;
2)zurückkehren – zurückkommen;
3)in Diensten stehen – dienen;
4)das Abendland – der Westen;
5)verbergen – verstecken;
6)aussprechen – sagen;
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7)sich ausweisen – sich zeigen;
8)weltbekannt – weltberühmt;
9)bewirken – hervorrufen;
10)zeitgenössisch – gegenwärtig.
V. Переведите следующие предложения на русский язык, обращая внимание на синонимы.
1.Der General diente in der Preußischen Armee.
2.Die Schriftstellerin gab ihre Tagebücher heraus und publizierte zwei neue Romane.
3.Auf zahllosen Reisen durchkreuzte Marie Luise Kaschnitz das gesamte Abendland.
4.Dem flüchtig Lebenden bleiben die wesentlichsten Dinge der
Umwelt verborgen.
5.Es ist eine Forderung, die Marie Luise Kaschnitz allen Dichtern sagen wollte.
6.In dem Band «Zwischen Immer und Nie» zeigte sich die Schriftstellerin als Interpretin der Literatur.
7.Marie Luise Kaschnitz ist eine weltberühmte Erzählerin der Gegenwart.
8.Ihre Erzählungen rufen eine Wende zur Weltverbesserung hervor.
VI. Переведите предложения на немецкий язык.
1.Многочисленные романы этой писательницы известны во всем мире.
2.Самокритичные замечания Кашнитц помогают понять ее произведения.
3.Автор вспоминает полное страха и мучений время своей молодости.
4.Произведения Кашнитц современны по форме, классические по содержанию.
5.Романы Кашнитц свидетельствуют о длившемся всю жизнь исследовании римской истории.
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VII. Определите тип придаточных предложений и сказуемого в них. Переведите предложения на русский язык.
1.Auf Weltverbesserung zielt jedes Schreiben, sei es durch die intensive Bemühung, Stoff und Form in der einzig gültigen Weise zu verbinden.
2.Sie nahm das Amt des Dichters so wörtlich, daß sie keinen Tag ausließ, den sie nicht beobachtet hätte.
3.Von den «flüchtig Lebenden» wollte sie sich unterscheiden, indem sie intensiv lebte und schrieb, indem sie objektive Werte vertrat.
VIII. Запомните следующие слова и выражения:
1)prägen – зд. накладывать отпечаток geprägt bleiben – оставаться под влиянием
2)widmen – посвящать
3)unterbrechen (а, о) – прерывать
4)gültig – быть значимым
5)enthalten (ie, a) – содержать
6)sich unterscheiden von (D) – отличаться
7)der Wert – ценность
8)die Warnung – предостережение
9)die Beschwörung – заклинание, мольба
10)der Vorgang – событие, процесс
11)die Auswahl – выбор, зд. избранное
12)die Aufzeichnung – (множ.) записки, заметки
13)offenbaren sich – проявляться
14)das Engagement – обязательство, зд. призвание
15)bewirken – способствовать, вызывать что-либо
MARIE LUISE KASCHNITZ
(geboren 1901, gestorben 1974)
Marie Luise von Holzing Berstelt stammte aus badisch-elsässischem Adelsgeschlecht. Sie wuchs in Berlin auf, wo ihr Vater als General
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in Preußischen Diensten stand. Sie hat diese wohlbehütete, sozial privilegierte Jugend später immer als eine angstbeladene, qualvolle Zeit erinnert. Als Schriftstellerin vollzog sie eine große Trennung von ihrer Vergangenheit, in ihrem Lebensumkreis aber blieb sie von adligen Wertvorstellungen geprägt.
Nach einer Lehre als Buchhändlerin kam sie 1924 erstmals nach Rom. Dort befreundete sie sich mit Guido von KaschnitzWeinberg – Assistenten am Deutschen Archäologischen Institut. Nach einem Jahr heirateten sie. Die Universitätslaufbahn ihres Mannes bestimmte die weiteren Lebensstationen. Königsberg, Marburg, Frankfurt am Main, Rom. An der Seite ihres Mannes durchkreuzte Marie Luise Kaschnitz auf zahllosen Forschunsund Studienreisen das gesamte Abendland, dessen Grenzen auch die Landkarte ihres Werkes absteckt.
Ihre frühen Gedichte, Erzählungen und Romane sind klassizistisch in der Form, neuromantisch in der Sprache, unpolitisch in der Mythisierung einer als zeitlos erlebten Natur.
Ihre Poesie nach dem Zusammenbruch des Faschismus war eine humanistische überblendete Fluchtliteratur (Menschen und Dinge, 1945; Totentanz und Gedichte zur Zeit, 1948; Zukunftsmusik, 1950).
In den 50-er Jahren findet sie zu einer eigenen Sprache (Hiroshima;
Putzinger Gedichtkreis, 1951). Die späteren Gedichte sind der Trauer und dem Eingedenken des Faschismus gewidmet. In diesen Gedichten waren Ebenmaß und Wohlklang unterbrochen von den Schreien der
Verzweiflung, der Angst und des Mitgefühls. So schrieb Kaschnitz im
Jahre 1964: «Auf Weltverbesserung zielt jedes Schreiben, sei es durch die intensive Bemühung, Stoff und Form in der einzig gültigen Weise zu verbinden, sei es durch die Sichtbarmachung von Dingen und Kräften, die dem rasch und flüchtig Lebenden verborgen bleiben müssen». In diesem Satz ist eine Forderung enthalten, die Marie Luise Kaschnitz für alle Dichter und Schriftsteller aussprechen wollte. Von allen «flüchtig
Lebenden» wollte sie sich unterscheiden, indem sie intensiv lebte und schrieb, sich verantwortlich fühlte; indem sie objektive Werte vertrat,
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indem sie Warnungen und Beschwörungen aussprach, vornehmlich im Gedicht und in der Prosa.
Das Werk, das Marie Luise Kaschnitz hinterlassen hat, ist authentisch in dem Sinn, daß es alle Stationen von der Kindheit bis ins hohe Alter mitvollzieht, aber auch Erfahrungen mitteilt, die aus diesem Lebensprozeß sich gewinnen lassen. Es sind Beobachtungen der Zeit, der geschichtlichen Vorgänge, Betrachtungen dessen, was Menschenleben ausmacht. Sie nahm das Amt des Dichters so wörtlich, daß sie keinen Tag ausließ, den sie nicht beobachtet hätte.
Sie publizierte die Tagebücher: Engelsbrücke, Römische Betrachtungen (1955); Wohin denn ich (1968); Tage, Tage, Jahre (1968); Erzählungsbande «Lange Schatten» (1960); Ferngepräche (1966). Im Sammelband Überallnie (1965) gab sie eine selbstkritische Auswahl ihrer Gedichte heraus. 1971 veröffentlichte sie den Band «Zwischen Immer und Nie», in dem sie sich auswies als Kennerin, Liebhaberin, Interpretin von Literatur. Sie interpretierte einzelne Werke in eigenständiger Auseinandersetzung und eigenwilliger Rückbeziehung auf ihre ganz persönliche Aufpassung von Literatur. Sie begann mit der Bibel, mit den Gedichten von Sappho und den Komödien von Aristophanes. Sie betrachtete Goethe, Hölderlin, Mörike, Fouqué, Büchner, Stifter, Hofmannstahl, Trakl, Tolstoi, Zola, Hauptmann, Brecht, Camus und andere als exemplarische Gestalten ihrer Zeit in ihrer Geltung für die Gegenwart.
Zuletzt kehrte Marie Luise Kaschnitz mehrmals zurück zu Aufzeichnungen in Prosa. Sie erschienen in zwei Bänden: «Steht noch dahin» (1970) und «Orte» (1973). In diesen Werken offenbarte sich ihre immer noch junge Gabe der aktuellen Beobachtungen und Forde rungen.
Nochmals bestätigte Marie Luise Kaschnitz ihr Engagement als
Zeitgenossin und Wächterin. |
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Sie ist eine |
vielgelesene, verehrte, weltbekannte |
Erzählerin |
der Gegenwart. |
Ihre Erzählungen verzeichnen eine |
Entwicklung |
und lebenslange Beschäftigung mit der Kunst und Funktion der zeitgenössischen Erzählung, die meist etwas Novellenhaftes hat. Sehr
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oft sind ihre Erzählungen so deutlich, so anwendbar, programmatisch fast. Sie bewirken eine Wende, eine Warnung zur Weltverbesserung.
Die Erzählung «Der Tulpenmann», die Sie lesen werden, handelt von einem Zirkus vor den Toren Roms, von seinem Untergang. Das hoffnungslose Bild, mit dem die Erzählung endet: «Es gab einen Schüler, und solange es noch Schüler gibt, wird es auch mit den schwingenden Trapezen, den fliegenden Вällen, mit dem Cirkus nicht zu Ende gehen» – ist ein kraßes Beispiel des festen Glaubens der Schriftstellerin an die menschliche Vernunft und an das Menschenleben überhaupt.
Пояснения к тексту
1) |
in Preußischen Diensten |
быть на службе в прусской |
|
stehen |
армии |
2) |
wohlbehütete Jugend |
благополучная молодость |
3)angstbeladene, qualvolle время, наполненное страхом и
Zeit |
мучениями |
4)in ihrem Lebensumkreis von в своем окружении оставаться
|
adligen Wertvorstellungen |
под влиянием ценностей дво- |
|
geprägt bleiben |
рянского мира |
5) |
die Lebensstation |
этап жизни |
6) |
durchkreuzen |
зд. исколесить |
7)die Landkarte ihres Werkes служить вехами ее творческого
|
abstecken |
пути |
8) |
zeitlos erlebte Natur |
природа, воспринятая вне вре- |
|
|
мени |
9) |
eine humanistisch |
гуманистически настроенная |
|
überblendete Fluchtliteratur |
литература, служившая убежи- |
|
|
щем |
10) |
der rasch und flüchtig |
человек, живущий поверхност- |
|
Lebende |
ными впечатлениями |
11) |
authentisch |
достоверный |
12) |
das Amt des Dichters |
зд. воспринимать долг писате- |
|
wörtlich nehmen |
ля буквально |
