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Немецкая литература в обучении немецкому языку. Учебник

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BRUNO TRAVEN (1882–1969)

Предтекстовые задания

I. Прочитайте правильно следующее географические названия и имена собственные:

Sierra Madre, Mexico-Gity, Cincinnatti, Schwiebus bei Posen, guatemaltekisch, bayrisch, karibisch, Ret Marut, Kurt Tucholsky, Jack London, Hal Croves, Johann Gutenberg.

II. Прочитайте правильно следующее иностранные слова:

der Regisseur, der Zensor, der Dschungel, das Mahagoni, das Epos, die Sympathie, der Indio (die Indios), der Indianer, das Detail, der Bestseller, das Talent, der Impresario, sich profilieren.

III. Прочитайте с правильным ударением следующее сложные имена существительные и переведите их на русский язык:

die Geburtsurkunde, das Stadttheater, die Bühnenlaufbahn, der Ziegelbrenner, die Kurzgeschichte, die Rateregierung, das Schnellgericht, das Todesurteil, die Büchergilde,

der Befreiungskampf, der Herzensbruder, der Holzfäller,

der Bohrturm, der Ölmagnate, die Muttersprache, die Obstfarm, die Literaturkritik, das Stadthaus, das Sportflugzeug,

der Farmersohn, der Theologiestudent, der Schlosserlehrling, der Theaterimpresario.

IV. Прочитайте следующее группы слов, соблюдая твердый приступ гласных:

Am 1. Mai wird er auf der Strаße festgenommen und vor ein

Schnellgericht gestellt; bevor ein Todesurteil ausgesprochen ist;

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Bruno Traven

die Romane und Erzählungen; und dann vor allem;

diese Serie ist ein Epos; Geld ist nicht ewig; wo er eine Obstfarm bewirtschaftete; in mehr als 20 Sprachen; warum er ein Leben im Verborgenen führte.

V. Запомните значение следующих слов:

1) angehen (i, а)

касаться

2) behaupten

утверждать

3) sich beteiligen

принимать участие

4) eine Stellung einnehmen (а, о)

занимать место

5) schicken

посылать

6) die Ausbeutung

эксплуатация

7) die Öffentlichkeit

общественность

8) die Umwälzung

переворот

9) der Verfasser

автор

10) bekannt

известный

11) berühmt

знаменитый

12) ewig

вечный

VI. Переведете следующие предложения на русский язык.

1.Ab 1917 tritt Bruno Traven mit einer radikal-anarchistischen Zeitschrift vor die literarische Öffentlichkeit.

2.Seit 1912 wird Traven als Verfasser von Kurzgeschichten und Erzählungen bekannt.

3.Der Schriftsteller schickte der Büchergilde Gutenberg Romane und Erzählungen, die ihn berühmt machten.

4.Traven beteiligte sich als Zensor an der bayrischen Regierung.

5.Die Romane von Traven nehmen in der Weltliteratur eine besondere Stellung ein.

6.Das Land ist ewig, das Geld ist nicht ewig.

7.In seinen mexikanischen Romanen beschrieb B. Traven die Ausbeutung der Indianer.

Bruno Traven

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8.Mit der Revolution 1910 begann in Mexico eine politische, soziale und kulturelle Umwälzung.

9.B. Traven behauptete, Amerikaner englischer Muttersprache zu

sein.

10.Das geht uns alle an.

VII. Переведите следующие предложения на немецкий язык.

1.Студенты участвуют в научной конференции.

2.Писатель посылает свои рассказы в редакцию журнала «Новый мир».

3.Многие литературные критики утверждают, что Травен – американец.

4.Писатель выступил перед общественностью с новым рома-

ном.

5.Б. Травен занимает особое место в мировой литературе.

6.Это меня не касается.

7.Сначала Травен стал известен как автор коротких историй и рассказов.

8.Мексиканские романы Травена сделали его знаменитым.

9.Жизнь коротка, искусство вечно.

10.Травен описал в своих произведениях эксплуатацию индейцев и социальный переворот в Мексике 1910 года.

Bruno Traven

(geboren 25.02.1882 (?) in San Franzisco (?);

gestorben 26.03.1969 in Mexico City)

Die Biographie von B. Traven ist eines der größten Geheimnisse des 20. Jahrhunderts. Die früheste Spur dieses Mannes ist nicht eine Geburtskunde, sondern der Neue Theater-Almanach für das Jahr 1908. Hier wird ein gewisser Ret Marut (höchstwahrscheinlich ein Pseudonym) als Schauspieler und Regisseur am Stadttheater Essen aufgeführt. Nach der Bühnenlaufbahn tritt er ab 1917 mit einer ra­

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dikal-anarchistischen Zeitschrift «Der Ziegelbrenner» (München) vor die literarische Öffentlichkeit, in der er seit 1912 als Verfasser von Kurzgeschichten und Erzählungen bekannt worden ist.

Als das wilhelminische Deutschland, zu dessen heftigen Kritiker der

Journalist und Erzähler Marut sich profiliert hatte, zusammenbricht, beteiligt er sich als Zensor an der Bayrischen Räteregierung. Am 1. Mai 1919 wird er auf der Straße festgenommen und vor ein Schnellgericht gestellt. Er entkommt jedoch, Minuten bevor ein Todesurteil ausgesprochen ist. Von da an ist Ret Marut im Untergrund, erst im Sommer 1924 taucht er wieder auf an der karibischen Küste Mexikos. Von hier aus schickt er der Büchergilde Gutenberg die Romane und Erzählungen, größtenteils über Mexiko, die ihn über Nacht unter dem

Namen Bruno Traven weltberühmt machten: «Die Baumwollpflücker»

(1926), «Das Totenschiff» (1926), «Der Schatz der Sierra Madre» (1927), «Der Busch» (1928), «Die Brücke im Dschungel» (1929) und dann vor allem die sechs Bände der Mahagoni-Serie (von «Der Karren», 1931, bis «Ein General kommt aus dem Dschungel», 1940). Diese Mahagoni-Serie ist ein Epos vom Befreiungskampf der indianischen Bevölkerung.

Jede Seite der mexikanischen Romane von B. Traven ist mit der persönlichen Sympathie mit der Urbevölkerung geschrieben und auch mit scharfem Blick für die politische, soziale und kulturelle Um­ wälzung, die in Mexiko mit der Revolution 1910 begann.

Bruno Traven hat die Indianer gern als seine «Herzensbrüder» und als die «Proletarier» der Neuen Welt bezeichnet und die Ausbeutung der Indios in den Holzfäller-Lagern Südmexikos mit krassem Detail beschrieben.

Eine besondere Stellung nimmt unter seinen mexikanischen Romanen «Die weiße Rose» (La Rosa Blanca, 1929) ein. Kurt Tucholsky schrieb 1930: «B. Traven ist episches Talent größten Ausmaßes. Was “Die weiße Rose” angeht, so ist das wieder einmal eines, das in der Schilderung der Geschäfte an Balzac heranreicht.»

Das Buch schildert den geglückten Versuch eines Ölmagnaten, einem amerikanischen Indio eine Farm abzujagen, um Petroleum-Bohrturme

Bruno Traven

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darauf zu erbauen. Der Indio will nicht; er sagt: «Land ist ewig. Geld ist nicht ewig. Darum kann man Land nicht gegen Geld vertauschen».

Alle diese Romane sind auch eine parabolische Darstellung der Befreiung der Unterdrückten jeden politischen Systems. Das ist den Nationalsozialisten nicht verborgen geblieben, die Traven im Mai 1933 gleich auf die erste ihrer Schwarzen Listen setzten.

Wenn schon Ret Marut, selbst als Publizist, persönlich die Öffentlichkeit mied, so wurde der Name Bruno Traven seit Mitte der 20-er Jahre geheimnißumwittert. Wer war der Mann, der in Lateinamerika deutsche Bestseller schrieb und behauptete, Amerikaner englischer Muttersprache zu sein? Während Presse und Literaturkritik daran herumrätselten, lebte der Autor in Mexiko, zuerst im Dschungel, wo er eine Obstfarm bewirtschaftete, dann seit seiner Heirat in 1957 in Mexico-City.

An der Verfilmung seiner Romane beteiligte er sich als Berater unter dem Namen Hal Groves, wobei er sich als Beauftragter des Autors angab.

Als er 1969 in seinem Stadthaus in Mexico-City starb, waren seine Bücher in mehr als 20 Sprachen und in 25 Millionen Exemplaren verbreitet.

Aber wer der Mann war, dessen Asche von einem Sportflugzeug über den Wäldern in der Nähe der guatemaltekischen Grenze verstreut wurde, woher er stammte, warum er ein Leben im Verborgenen führte, ist bis heute ein Geheimnis geblieben.

War er Jack London? Ein Hohenzollernsproß oder einTheologiestudent aus Cincinnati oder ein Schlosserlehrling aus Schwiebus bei Posen? Ein Millionär mit schlechtem Gewissen oder ein Farmersohn aus dem Mittleren Westen oder das Kind eines Theater-Impresarios aus San Franzisco? Hat er sein Geheimnis mit ins Grab genommen – oder hat er selbst nicht gewußt, wer er war?

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Bruno Traven

Пояснения к тексту

1)sich profilieren

2)zusammenbrechen

3)vor ein Schnellgericht stellen

4)Todesurteil aussprechen

5)entkommen

6)im Untergrund

7)auftauchen

8)über Nacht berühmt machen

7)die Urbevölkerung

8)mit krassem Detail

9)eine Farm abjagen 10) parabolisch

11) auf eine Schwarze Liste setzen

12) meiden

13) geheimnisumwittert

14) die Asche verstreuen

15) herumrätseln an...

16) ein Leben im Verborgenen führen

17) Hohenzollernsproß

проявить себя, специализироваться рухнуть быстро предать суду

приговорить к смертной казни спасаться бегством в подполье (внезапно) появиться

мгновенно сделать известным

местное население, аборигены описать с яркими подробностями отнять ферму иносказательный внести в черный список

избегать окутанный тайной развеять пепел

пытаться отгадать что-либо жить скрываясь

потомокдинастииГогенцоллернов. Гогенцоллерны – властвующий феодальный род в Германии, начиная с XIII в. К нему относятся прусские короли и германские императоры,например,ВильгельмI(1861– 1888), Вильгельм II (1888–1941).

Bruno Traven

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Задания к тексту

Прочтите текст и ответьте на вопросы.

1.Почему биография Бруно Травена окутана тайной?

2.Какие сферы деятельности Травена Вы можете назвать?

3.Что отличает «мексиканские» романы Травена?

4.Почему нацисты внесли Травена в свои черные списки?

5.Как участвовал Травен в съемках фильмов по своим романам?

Bruno Traven «Die weiße Rose»

(Auszug)

Die Condor Oil Company war unter den großen ausländischen Oil-Companien, die ihre Unternehmungen auf Mexiko ausgedehnt hatten, durchaus nicht die mächtigste und auch nicht die stärkste.

Aber sie hatte den stärksten Appetit.

Für die Entwicklung eines Individuums wie für die Entwicklung eines ganzen Volkes ist der Appetit bestimmend. Erst recht und ganz besonders ist ein guter Appetit bestimmend für die Entwicklung einer großkapitalistischen Company. Der Appetit entscheidet das Tempo der Machtentfaltung, und der Appetit entscheidet darum auch die Wahl der Mittel, die angewandt werden, um das Ziel zu erreichen: eine einflußreiche und gebietende Macht im internationalen

Wirtschaftsleben zu sein. In ihrem Aufbau, in ihrem Wesen, in ihren Zielen und in ihren Arbeitsmethoden, wie auch in ihren Problemen, unterscheidet sich eine moderne großkapitalistische Company wenig von einem Staate. Der einzige sichtbare Unterschied ist wohl nur der, daß eine großkapitalistische Company gewöhnlich besser organisiert ist und vernünftiger und geschickter geleitet wird als ein Staat.

Die Condor Oil Company war die jüngste der Companien, die hier miteinander und gegeneinander im Felde standen, wo um die Vorherrschaft auf dem Markt gekämpft wurde. Da sie die jüngste war, so war sie die gefräßigste. In der Auswahl und in der Anwendung der

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Mittel, einen einflußreichen Platz im Wettbewerb mit den alten und mächtigen Companien zu gewinnen, kannte sie weder Hemmungen noch Rücksichten. Wenn sie überhaupt einen Grundsatz hatte in bezug auf die Art des Kampfes, so war es der: Der Krieg, der am brutalsten geführt wird, dauert am kürzesten und ist darum der humanste.

Hierin fand sie gleichzeitig eine moralische Entschuldigung ihrer Handlungen, so daß sie, vor sich selbst gerechtfertigt, sagen konnte, sie führe den humansten Kampf und daß sofort Friede sein werde, sobald sie den Kampf gewonnen habe.

Die Macht einer Öl-Company hängt nicht allein von der Zahl der Öl produzierenden Brunnen ab, die eine Company besitzt. Die Macht hängt vielmehr davon ab, wieviel Land sie besitzt oder unter Kontrolle halt. Und hier sind es drei Arten von Land, die in Frage kommen.

Land, das bestimmt Öl trägt; Land, das nach dem Gutachten der Geologen Öl tragen muß; und Land, das nach dem Instinkt der Ölleute Öl haben sollte. Die dritte Gattung des Landes ist es, die Spekulationen ermöglicht und die Millionen an Dollars verdienen läßt, ohne daß auch nur ein einziges Faß Öl produziert zu werden braucht.

So ging der Kampf der Companien darum, Land und immer mehr Land zu gewinnen. Es wurde mit größerem Eifer und mit größerer Geschicklichkeit daran gearbeitet, alles Land, das Öl haben könnte, zu erobern, dann daran, das Land, das eine Company bereits hatte, mit allen technischen und wissenschaftlichen Mitteln bis auf den letzten Hektar auszubeuten.

Da die Condor Oil Company nicht durch ihr Kapital und nicht durch die Zahl und den Reichtum ihrer produzierenden Brunnen in die vorderste Reihe der gigantischen Öl-Companien treten konnte, so mußte sie den zweiten Weg einschlagen: mehr ölverdächtiges Land zu gewinnen, als irgendeine andere große Company besaß. Im Besitz eines gewaltigen Umfanges an Land, das Öl hatte oder Öl haben konnte und das darum notwendig war, den Ölbedarf des Marktes zu befriedigen, konnte sie Preise bestimmen, und sie konnte eine Kontrolle ausüben auf Öl-Companien, die infolge ihrer gewaltigen Kapitalkraft unüberwindlich und unkontrollierbar schienen.

Bruno Traven

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So wird sich wohl leicht erklären lassen, daß es keine

Untat

gab und kein Verbrechen, das die Agenten, die im Auftrage der Company arbeiteten, das Land heranzuschaffen, nicht verübt hätten, um, wenn es der Company notwendig erschien, das gewünschte Land zu erhalten.

Die Condor Oil Company hatte achtzehn reiche Brunnen laufen. Wo sie Land auch nur roch, das Ölland hätte sein können, oder Land, das vielleicht irgendeine andere Company zu erwerben gedachte, da war sie sofort auf dem Plan.

Die Condor Co. hatte ihr Hauptquartier in San Francisco in Kalifornien. Das mexikanische Hauptquartier war in Tampico, Mexiko. Sie hatte Zweigquartier in Panuco, in Tuxpam und in Ebano; und sie bereitete sich vor, noch zwei weitere Büros zu errichten, eines am Isthmus, das andere in Campeche.

Sie hatte vortreffliche amerikanische, englische und schwedische

Geologen für sich arbeiten, die gut bezahlt wurden. Sie beschäftigte einen großen Stab von Topographen, die das Gelände aufzunehmen und zu vermessen hatten.

In der Region der Condor Co., beinahe völlig umgrenzt von reich ölhaltenden Ländereien, die alle im Besitz oder in Lease, Vorpacht, der Company waren, lag die Hazienda La Rosa Blanca.

Die Hazienda La Rosa Blanca hatte eine Größe von etwa achthundert Hektar. Sie gehörte dem Indianer Hacinto Yanyez.

Sie lag in der Ölzone im nördlichen Teil des Staates Veracruz.

Die Hazienda machte ihren Besitzer nicht reich, wohl nicht einmal wohlhabend. Denn alles wurde in alter hergebrachter Weise kultiviert und bewirtschaftet. Es ging auf der Hazienda gemächlich und gemütlich zu. Niemand regte sich auf. Es wurde nicht gehetzt, nicht getrieben, und wenn wirklich einmal geschimpft wurde, so geschah das nur der Abwechslung wegen und weil das Leben ja zu eintönig verlaufen würde, wenn nicht gelegentlich einmal die Ventile abblasen können.

Die helfenden Hände auf der Hazienda waren Indianer wie der Besitzer. Sie bekamen keine hohen Löhne. Gewiß nicht. Aber jede Familie hatte

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ihre Hütte mit einem geräumigen Hof. Die Familie konnte Vieh halten nach Belieben und auf dem Lande, das ihr entsprechend ihrer Kopfzahl zugewiesen war, anbauen, was ihr für ihren Unterhalt nötig erschien.

Alle jene Familien, die hier wohnten, lebten seit Generationen auf der Hazienda. Sie waren beinahe alle mit dem Besitzer versippt und verschwägert.

Hacinto Yanyez, der Patron der Hazienda La Rosa Blanca, war Indianer. Und weil er Indianer war und alten indianischen Geset­ zen folgte, ohne ihren Wortlaut zu kennen, da er sie im Blut hatte, darum mußte ein Zusaramenstoß einer amerikanischen Öl-Company mit ihm zu einer Tragödie führen. Denn die Waffen, die er zu führen verstand und die zu führen er gewohnt war, versagten gegenüber einer amerikanischen großkapitalistischen Company, die Milliarden verdienen mußte, um ihren Aktionären den Besitz einer Luxusjacht und Einkäufe in den Boulevards in Paris zu gewährleisten.

Die übrigen Haziendas, Farmen und Ranchos der Gegend hatte die Condor Oil Co. in der üblichen Weise gewonnen. Wie man so Land gewinnen kann.

Aber im Familienschmuck der Condor Co. fehlte eine Perle. Die schönste Perle unter allen, die Hazienda La Rosa Blanca, Die Weiße Rose.

Rundherum war das saftigste Ölland. Die reichsten Brunnen, die das schwarze Gold in dicken Strahlen hervorsprudelten, in Strahlen so mächtig, daß sie beim ersten Einblasen fünfhundert Meter hoch in die Wolken schossen mit dem ohrenbetäubenden Gebrüll eines gigantischen Wasserfalls oder mit dem Geschnaube von fünfzig vereinigten Expreßzug-Lokomotiven, die gleichzeitig ihre Ventile öffneten. Diese reichsten Brunnen lagen an den Grenzen der Hazienda.

Die Condor Co. mußte in den Besitz der Rosa Blanca gelan­ gen, auch wenn sie darum einen Krieg der Staaten mit Mexiko hätte heraufbeschwören müssen. Ihre Direktoren und Aktionäre zogen ja auf keinen Fall mit in den Krieg. Sie waren aus dem Alter heraus, und wären sie nicht aus dem Alter heraus gewesen, so hätten die Ärzte sie herzkrank, zuckerkrank oder lungenschwach geschrieben.

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