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Немецкая литература в обучении немецкому языку. Учебник

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Max von der Grün

111

daß sie in den Rahmenbau des Fahrrads paßten, schraubte die Lenkstange wieder und fuhr seelenruhig über die Grenze.

Пояснения к тексту

1) viele Leute grüßten mit

многие люди приветствовали друг

Heil Hitler

друга словами «Хайль Гитлер»

2) mein SA-Onkel

мой дядя, член нацистской органи-

 

зации СА (SA– Sturmabteilungen)

 

нацистские штурмовые отряды,

 

отряды штурмовиков в фашистской

 

Германии

3) gebrauchte

подержанная сапожная швейная ма-

Schusternähemaschine

шина

4)er konnte sich nicht он не мог себе позволить (оплатить) leisten

5) lutherisch

лютеранский

6)die Uniformen haben военным нечего соваться (лезть) beim Gebet nichts zu к людям, когда они молятся suchen

7)ich habe es noch im Ohr я до сих пор еще это слышу

8) das Lumpenhemd

(бранное слово) гадкая, дурацкая

 

рубашка

9) Kopf und Kragen

рисковать жизнью

riskieren

доносить на кого-то

10) j-n anzeigen

11) seelenruhig

со спокойной душой

12) schmuggeln

провозить (доставлять) контрабан-

 

дой

 

Задания к тексту

I. Ответьте на следующие вопросы:

1.Über welche Zeit erzählt der Autor in diesem Auszug?

2.Was erzählt der Autor über die Arbeit seiner Eltern?

112

Max von der Grün

3.Was war der Onkel des Autors?

4.Wie verhielt sich der Großvater zu den Nazis?

5.Warum ohrfeigte der Großvater den SA-Onkel?

6.Warum hatten manche Eltern die Angst vor ihren Kindern?

7.Wie kämpfte der Vater des Autors gegen den Faschismus?

II. Передайте содержание текста на немецком языке.

GÜNTER DE BRUYN (род. 1926)

Предтекстовые задания

I. Прочитайте правильно следующие иностранные слова:

generationstypisch, die Parodie (die Parodien), die Maskerade, die Authentizität, der Bibliothekar, der Moralist, der Karrierismus, naiv-positivistisch, psychologisch, der Funktionär, der Essayist.

II. Прочитайте с правильным ударением следующие сложные имена существительные и переведите их на русский язык:

die Lektüreerfahrungen, die Besatzungszone, der Schreibstil, die Preisverleihung, die Menschenfreundlichkeit, die Selbstironie, die Wahrheitssuche, der Dorfschullehrer, die Liebesgeschichte, der Funktionärsohn, das Stubenmädchen, das Tageslicht, die Petroleumlampe.

III. Прочитайте следующие группы слов, соблюдая твердый приступ гласных:

von Anfang an, am Aufbau, als Autor, ein eigener Schreibstil, mit großem Erfolg, für ein ebensolches Buch, Ironie und Selbstironie, zwei Aneignungsweisen, um ungestört arbeiten zu können, was er in dieser Zeit erlebt.

IV. Запомните значение следующих слов:

aufgeben (а, е)

отказываться

finden (a, u)

находить

herauskommen (а, о)

выходить из печати

lösen

решать

verlaufen

протекать, проходить

114

Günter de bruyn

 

 

die Lektüre

чтение

die Tatsache

факт

der Unterschied

различие

der Versuch

попытка

billig

дешевый

V. Переведите следующие предложения на русский язык:

1.Die Jugend des Schriftstellers verläuft typisch für seine Generation.

2.Die Lektüre spielte in seinem Leben immer eine große Rolle.

3.Mit 35 Jahren gibt Günter de Bruyn seine Stellung des Bibliothekars auf.

4.Seine Erzählungen waren Versuche, einen eigenen Schreibstil zu finden.

5.Der Hauptheld des Romans kann den Konflikt nicht lösen.

6.In der Erzählung beschrieb er historische Tatsachen.

7.Der Schriftsteller ironisiert über die sozialen Unterschiede in der ehemaligen DDR-Gesellschaft.

8.Seine frühen Erzählungen kommen in den 60-er Jahren heraus.

9.Er nahm sich eine billige Wohnung.

10.Der Autor war auch Herausgeber seiner Romane.

VI. Переведите следующие предложения на немецкий язык.

1.Я хочу отказаться от своей работы.

2.В романе имеется много исторических фактов.

3.Детство писателя прошло в его родном городе.

4.Я не могу решить эту проблему без твоей помощи.

5.Писатель хотел найти свой собственный стиль.

6.Мы купили дом очень дешево.

7.Чтение всегда играло большую роль в нашей жизни.

8.Первые рассказы Гюнтера де Бройна вышли в 60-е годы.

9.Роман является попыткой показать социальные различия в обществе.

Günter de bruyn

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GÜNTER DE ВRUYN

(geboren 1926)

«Nicht nur durch Leben, auch durch Lektüre wird man zu dem, was man ist» – diese Worte Bruyns gelten von Anfang an für ihn selbst. Seit Kindheit hatte er schwache Gesundheit, und das Lesen spielte in seinem Leben eine sehr große Rolle. Seine Jugend verläuft generationstypisch: 1933 wird er eingeschult, 1944 wird er Soldat. Was er in dieser Zeit erlebt, vertieft sich durch Lektüreerfahrungen. Nach 1946 beteiligt sich Bruyn am Aufbau der sozialistischen Gesellschaft in der damaligen sowjetischen Besatzungszone, deren Wachsen er als Autor anteilnehmend und kritisch begleiten wird. Einige Jahre arbeitet er als Neulehrer auf dem Land, dann wird er – seiner Liebe zu Büchern folgend – Bibliothekar, schließlich wissenschaftlicher Mitarbeiter am Berliner Zentralinstitut für Bibliothekwesen. Mit 35 Jahren gibt er seine Stellung auf, nimmt sich eine billige Wohnung und macht sich als Schriftsteller selbständig. Seine frühen Erzählungen («Ein schwarzer, abgrundtiefer See», 1963) und ein Band mit Parodien («Maskeraden»,

1966) sind Versuche, einen eigenen Schreibstil zu finden.

1972 kommt der Roman «Preisverleihung» heraus. Der Literatur-

Wissenschaftler Theo Overbeck kann den Konflikt nicht lösen, entgegen seiner Empfindung, daß es Buch wie Autor an Authentizität mangelt, einem angepaßten Literaten für ein ebensolches Buch eine Preisrede halten zu sollen.

Im Roman «Buridans Esel» (1968) scheitert der Bibliothekar Karl Erp an seiner kleinbürgerlichen Unfähigkeit, innere Erstarrung und äußere Konformität durch eine neue Liebe zu durchbrechen.

Diese Romane zeigen Bruyn als einen Moralisten, den sein Humor und seine Menschenfreundlichkeit, Ironie und Selbstironie auszeichnen.

Der Roman «Märkische Forschungen» (1979) schildert zwei Aneignungsweisen von Literatur und Geschichte: den bedenkenlosen Karrierismus des Literaturprofessors Menzel, der sogar vor Verfälschung historischer Tatsachen nicht zurückschreckt, und die naiv-positivistische Wahrheitssuche des Dorfschullehrers Pötsch.

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Günter de bruyn

Der Roman «Buridans Esel» und «Märkische Forschungen» sind mit großem Erfolg verfilmt worden.

Der Roman «Neue Herrlichkeit» (1984) ist eine psychologische vertiefte ironisierende Studie über soziale Unterschiede in der ehemaligen DDR-Gesellschaft am Beispiel der Liebesgeschichte zwischen dem Funktionärssohn Viktor und dem Stubenmädchen Thilde.

Bruyns Bücher werden viel gelesen. Als Schriftsteller, als Essayist und als Herausgeber der Reihe «Märkischer Dichtergarten» ist Bruyn auf Geschichte und Tradition seiner Heimat, auf Berlin und die Mark Brandenburg bezogen. Um ungestört arbeiten zu können, hatte sich G. de Bruyn ein Haus außerhalb Berlins gekauft. Wenn das Tageslicht nicht mehr ausreicht, schreibt er beim Schein einer Petroleumlampe, das Haus hat keinen Stromanschluß.

 

Пояснения к тексту

1) generationstypisch

типично для его поколения

2) er wird eingeschult

он пошел в школу

3) die Lektüreerfahrung

опыт, приобретенный из чтения

 

книг

4) der Neulehrer

учитель нового типа

5)seine Stellung aufgeben уйти с работы, отказаться от места

6)die Preisrede halten выступить с речью по поводу полу-

 

чения премии

7) innere Erstarrung

внутренняя замкнутость

8) märkisch

зд. бранденбургский

9) zurückschrecken

останавливаться перед чем-либо

 

(перен.), бояться чего-либо

10) die Wahrheitssuche

поиски истины

11) auf etwas bezogen sein

быть к чему-то привязанным (пе-

 

рен.)

12) ungestört

спокойно, без помех

13) das Haus hat keinen

в доме нет электричества, нет элект-

Stromanschluß

ропроводки.

Günter de bruyn

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Задания к тексту

Прочтите текст и ответьте на следующие вопросы:

1.Как определял значение чтения Гюнтер де Бройн в жизни человека?

2.Кем был Г. де Бройн по профессии?

3.О каких романах. Г. де Бройна Вы можете рассказать?

4.Какие качества характеризуют де Бройна как писателя?

Günter de bruyn «Buridans Esel»

Auszug

Das Gespräch (nachts von vier bis sechs) hatte viele Etappen, deren eine von Karl so eröffnet wurde: «Ich bin nicht sicher, ob ich dich jemals geliebt habe». Elisabeth: «Aber du hast mich geheiratet». Er: «Weil du es wolltest». Sie: «Habe ich das gesagt?» Er: «Nein, aber ich wußte es und wollte dir eine Freude machen. Außerdem war damals gerade die Geschichte mit Gerhard dran. Ich hatte zufällig sein Gedicht für dich gefunden.» Sie: «Er war nie wichtig für mich, das weißt du». Er: «Ohne ihn hätten wir uns lösen können voneinander, ohne Schock und Schmerz. Aber ich konnte dich ihm nicht überlassen. Stolz, Eitelkeit, Besitztrieb, verstehst du!» Sie: «Nur deshalb also?» Er: «Nur deshalb. Du warst schön». Sie: «Warum willst du nicht zugeben, daß wir uns liebten?» Er: «Weil es nicht stimmt. Ich hätte dich einen Tag nach unserer Hochzeit schon betrügen können.» Sie: «Hast es aber zwölf Jahre aufgeschoben, bis heute nacht, nicht wahr?» Er: «In Gedanken und Träumen habe ich dich vorher schon hundertmal betrogen. Wir konn­ ten nicht allein sein, das war alles. Durch Zufall blieben wir zusammen. Einsamkeit, Zufall und ein bißchen Mitleid! Warum wehrst du dich gegen die Wahrheit? Du forderst Ehrlichkeit, kannst sie aber nicht vertragen. Immer hast du es verstanden, die harten Tatsachen nicht zur Kenntnis zu nehmen oder sie durch Gefühle aufzuweichen!»

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Günter de bruyn

Er hatte wirklich ehrlich sein, hatte alles hervorholen wollen, was in zwölf Jahren verschwiegen worden war, war nun erleichtert, weil es gesagt war, und bedrückt, weil es so leicht gewesen war, es zu sagen; er war stolz auf seine Ehrlichkeit, aber auch schamerfüllt, weil viel Lust ihr weh zutun dabeigewesen war und weil Berechnung sich eingeschlichen hatte: die Hoffnung, Gefühhle selbst leichter loswerden zu können, wenn er sie bei ihr tötete. Er hatte zu zerschlagen versucht, was zu zerschlagen er für nötig gehalten hatte, fühlte aber, daß ihr gemeinsames Gebäude noch nicht in Trümmern lag, daß weiter zerstört werden mußte, auch die Vergangenheit. Daß sie sich geliebt hatten, durfte nicht stimmen. Er hätte sonst zugeben müssen, daß die Liebe irgendwann unterwegs gestorben war, ohne Absicht, aber nicht ohne Schuld. Das hätte die Größe seiner neuen Liebe verkleinert, auch seine Ehrlichkeit, die er anerkannt sehen wollte und um derentwillen er lügen mußte: «Stolz, Eitelkeit, Besitztrieb, Einsamkeit, Zufall, Mitleid!»

Und eine andere Etappe. Sie: «Und die Kinder?» Er: «Ich werde immer für sie dasein». Sie: «Du willst sie mir bei der Scheidung also nicht streitig machen?» Er: «Wer redet denn von Scheidung?» Sie: «Ich. Gibt es eine andere Möglichkeit?» Er: «Ich weiß nicht. Du mußt mir Zeit lassen.» Sie: «Wozu?» Er: «Bisher weiß ich nur, daß ich sie liebe. Deswegen bist du mir aber doch nicht gleichgültig geworden. Wir sollten nichts überstürzen, sollten uns um Toleranz bemühen und abwerten.» Sie: «Ich brauche keine Toleranz, sondern klare Verhältnisse.» Er: «Du machst es dir zu leicht. Bei mir liegt die akute Schuld, gut. Aber glaubst du wirklich, daß dich keine trifft? Weißt du nicht mehr, mit welchen Hoffnungen wir unsere Ehe begonnen haben? Wie oft haben wir vor uns und vor andern die Bibliothekars-Ehe verteidigt: Man hat die gleichen Aufgaben, die gleichen Interessen, man kann sich helfen, bringt sich gegenseitig voran. Und was ist daraus geworden?» Sie: «Und was wird, wenn Fräulein Broder Kinder bekommt?» Er: «Ich will meine Schuld doch nicht verkleinern, will nur zum Nachdenken und Abwarten raten. Glaubst du, ich bin weniger verzweifelt als du? Aber ich kann nicht anders. Alles, was ich jetzt für dich tun kann, ist: ehrlich sein.»

Günter de bruyn

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Пояснения к тексту

1)Die Geschichte mit Gerhard war damals gerade dran

2)etwas zur Kenntnis nehmen

3)wir sollen uns um Toleranz bemühen

4)sich gegenseitig voranbringen

5)die Kinder streitig machen

тогда именно и случилась та

история с Герхардом принять что-то к сведению

мы должны стараться быть терпимыми продвигаться вперед, помогая

претендовать на детей (по суду)

Задания к тексту

I. Ответьте на вопросы к тексту:

1.Wie erkärt Karl, warum er Elisabeth geheiratet hat?

2.Wie lange dauerte ihre Ehe?

3.Was waren beide von Beruf?

4.Warum redete Elisabeth von der Scheidung?

5.Warum wollte Karl von der Scheidung nicht reden?

6.Wie verhielt sich Karl zu seinen Kindern?

7.Wie hieß die neue Liebe von Karl?

II. Передайте содержание текста по-немецки в форме диалога.

WOLF BIERMANN (род. 1936)

Предтекстовые задания

I. Прочитайте правильно следующие имена собственные, обратите внимание на их написание:

Helene Weigel, Hanns Eisler, Anna Seghers, Francois Villon, Friedrich Hölderlin, Pierre Jean de Beranger, Heinrich Heine, Bert Brecht.

II. Прочитайте правильно слова-интернационализмы и дайте их русские эквиваленты:

die Propagierimg, die Expression, die Kampagne,

die Popularität, der Intellektuelle, zirkulieren, provozieren, kontrastieren, sich solidarisieren, plebejisch, alternativ, absolut.

III. Прочтите с правильным ударением сложные имена существительные:

die Wahlheimat, das Regiehandwerk, der Liedermacher, das Auftrittsverbot, das Gastkonzert, die Legitimationskrise, die Ausreisewelle, das Idealbild, die Kunsttradition, die Grundhaltung, die Gestaltungsweise, die Staatsbürgerschaft,

das Zusammenwirken.

IV. Обратите внимание на сложные существительные, в состав которых входит существительное der Gast, переведите их на русский язык:

die Gastreise, der Gastprofessor, der Gastdozent, die Gastvorlesung, der Gasthörer, der Gastarbeiter,

das Gasthaus, der Gasthof, die Gastrolle, der Gastfreund, die Gastfreundschaft, das Gastmahl, das Gastspiel,

die Gastspielreise, der Gastwirt, das Gastzimmer.

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