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Немецкий язык. Учебное пособие по практике устной речи-1

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Jeder musste in die Stadt gehen, aus der er stammte, um sich dort eintragen zu lassen. Weil Joseph ein Nachkomme Davids war, der in Bethlehem geboren wurde, reiste er von Nazareth in Galiläa nach Bethlehem in Judäa. Joseph musste sich dort einschreiben lassen, zusammen mit seiner jungen Frau Maria, die ein Kind erwartete.

Als sie in Bethlehem waren, brachte Maria ihr erstes Kind – einen Sohn – zur Welt. Sie wickelte ihn in Windeln und legte ihn in eine Futterkrippe im Stall, weil sie in dem Gasthaus keinen Platz bekommen hatten.

Die Hirten auf dem Feld

In dieser Nacht bewachten draußen auf dem Feld einige Hirten ihre Herden. Plötzlich trat ein Engel Gottes zu ihnen, und Gottes Licht umstrahlte sie. Die Hirten erschraken sehr, aber der Engel sagte: »Fürchtet euch nicht! Ich bringe euch die größte Freude für alle Menschen: Heute ist für euch in der Stadt, in der schon David geboren wurde, der lang ersehnte Retter zur Welt gekommen. Es ist Christus, der Herr. Und daran werdet ihr ihn erkennen: Das Kind liegt, in Windeln gewickelt, in einer Futterkrippe!«

Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: »Gott im Himmel gehört alle Ehre; denn er hat den Frieden auf die Erde gebracht für alle, die bereit sind, seinen Frieden anzunehmen.«

Nachdem die Engel sie verlassen hatten, beschlossen die Hirten: »Kommt, wir gehen nach Bethlehem. Wir wollen sehen, was dort geschehen ist und wovon Gottes Engel gesprochen hat.« Sie machten sich sofort auf den Weg und fanden Maria und Joseph und das Kind, das in der Futterkrippe lag.

Als sie das Kind sahen, erzählten die Hirten, was ihnen der Engel gesagt hatte. Und alle, die ihren Bericht hörten, waren darüber sehr erstaunt. Maria aber merkte sich jedes Wort und dachte immer wieder darüber nach. Dann kehrten die Hirten zu ihren Herden zurück. Sie lobten und dankten Gott für das, was sie in dieser Nacht erlebt hatten. Alles war genau so, wie der Engel es ihnen gesagt hatte.

Die Bibel – Lukas 2, 1- 20

Aufgaben

1.Was haben Sie etwas Neues aus den Texten erfahren?

2.Erzählen Sie über den Ursprung des Weihnachtsfestes.

3.Erzählen Sie Weihnachtsgeschichten, die Sie kennen.

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4. Lesen Sie Weihnachtsund Neujahrsglückwünsche. Behalten Sie diese, beschreiben Sie die Situation, wo man Sie gebrauchen kann.

Frohe Weihnachten und ein gutes (glückliches) neues Jahr! Viel Glück im neuen Jahr!

Alles Gute für das neue Jahr! Ein gutes Neujahr!

Die besten Wünsche zum neuen Jahr! Herzlichen Glückwunsch zum Jahreswechsel!

Meine besten Glückwünsche zum Weihnachtsund Neujahrsfest!

Frohe Festtage und viel Glück und Erfolg für das kommende Jahr!

Guten Rutsch ins neue Jahr (umg.)

Ich wünsche Ihnen zum Neuen Jahr alles Beste, Gesundheit, Glück und Erfolg.

Text 4. Das Weihnachtsfest in seinen vielfältigen Funktionen und Aspekten

Uwe Kühneweg (gekürzt)

Der christliche Gehalt des Festes

Was wenig bekannt ist: Unter den großen Kirchenjahresfesten ist Weihnachten das jüngste. Als Fest der Menschwerdung Gottes ist es gewiss kein marginales Datum des Kirchenjahres, aber es wird an Bedeutung deutlich übertroffen vom Triduum der heiligen Woche, insbesondere vom Osterfest. Weil die Festlegende des Weihnachtsfestes besonders viele mythologische Elemente aufweist, spielen die Texte um Weihnachten in der systematischen Theologie heute eine geringe Rolle. Hierzu hat auch die gegenüber der alten Kirche geänderte Fragerichtung in der Christologie beigetragen.

Der stabilisierende Faktor für die Volkskirche

Trotz dieser theologischen Marginalisierung spielt das Weihnachtsfest für die Stabilität der Volkskirche in Deutschland eine erhebliche Rolle, es dient auch geradezu als einer der Gradmesser ihrer Lebendigkeit. Alle deutschen Landeskirchen lassen die Besucherzahlen der Weihnachtsgottesdienste für ihre Statistiken erheben. Obwohl der Besuch der Weihnachtsgottesdienste nur hier und da von Konfirmations-gottesdiensten übertroffen wird, darf der Eindruck freilich nicht trügen: Es sind insgesamt nur etwa 30% der evangelischen Kirchenmitglieder, die an Weih-

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nachten in die Kirche gehen. Diese Zahl stimmt auch schon deshalb nicht ganz genau, weil Weihnachtsgottesdienste vermutlich auch eine gewisse Zahl von Ausgetretenen und anderen Nichtmitgliedern der Kirchen anziehen.

Bei den Katholiken liegt der Anteil der Kirchenbesucher an Weihnachten höher, aber dies entspricht genau dem Befund in anderen Zeiten des Kirchenjahres.

Das Bescherfest

Seit der Reformationszeit ist in Deutschland das winterliche Kinderbescherfest vom Nikolaustag auf das Weihnachtsfest verlagert. In anderen Ländern sind solche Kinderbeschertage vom eigentlichen Weihnachtsfest getrennt, so etwa in Italien, wo am 6. Januar die Hexe „La Befana“ die Geschenke bringt.

Im 19. Jahrhundert ist daraus aber das allgemeine Bescherfest der Familie geworden. Als solches ist es auch ein Wirtschaftsfaktor der Konsumgesellschaft (s.u.). Aber auch über den familiären Zusammenhang hinaus wird an Weihnachten geschenkt, in Betrieben, Schulkassen und Vereinen.

Das Fest der bürgerlichen Familienideologie

Im traditionellen deutschen Weihnachtsfest feiert sich die Familie selbst und begründet sich je neu. Ursprünglich in gehobenen bürgerlichen Kreisen beheimatet, hat sich die Weihnachtsfeier mit Tannenbaum und Geschenken im 19. Jahrhundert in alle Schichten der Bevölkerung ausgebreitet.

Das Weihnachtsfest ist das Fest der versammelten Familie. Wie die heilige Familie in trauter Eintracht an der Krippe versammelt ist, so führt Weihnachten Familien zusammen. Nicht zufällig wurden die Passierscheinregelungen im geteilten Berlin der 60er Jahre zuerst für die Weihnachtstage erzielt.

Das Weihnachtsfest symbolisiert die heile Familie ohne Konflikte. Das Friedensmotiv führt direkt zu Aggressionsverdrängung und inszenierter Harmonie. Diese Problematik wird heute, in einer Zeit der Ausdifferenzierung familialer Lebensformen, sehr viel stärker empfunden als in Zeiten, in denen die Familie (als Kleinoder Großfamilie) wenigstens als Ideal noch Bedeutung hatte.

Das Konsumfest als Wirtschaftsfaktor

Die deutsche Wirtschaft ist auf Weihnachten eingestellt, ja zu einem gewissen Prozentanteil lebt sie von Weihnachten. In manchen Branchen werden bis zu 40 % des Jahresumsatzes in den letzten Wochen vor Weihnachten erzielt. Das Weihnachtsgeld muss ausgegeben werden. Tatsächlich ist diese Sonderzu-

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wendung, die die meisten Arbeitgeber gewähren, ein starker Anheizer der Konjunktur im Winter.

Das Friedensfest

Die Integrationskraft des Weihnachtsfestes beruht nicht zuletzt darauf, dass viele seiner Motive vom spezifisch christlichen Hintergrund leicht abzulösen sind. So entwickelte sich aus der Botschaft der Engel an die Hirten (Friede auf Erden) der Gedanke an Weihnachten als ein universales Friedensfest. Tatsächlich schwiegen in Kriegszeiten nicht selten über die Weihnachtsfeiertage die Waffen, so auch noch im Vietnam-Krieg.

Weihnachten als Last

Weihnachten wird natürlich als Stress erlebt von vielen Pfarrern und Pfarrerinnen, aber auch – in anderer Hinsicht – von einem erheblichen Teil der Bevölkerung.

Nicht umsonst fragen wir einander nach Weihnachten: „Hast Du die Feiertage gut überstanden?“ Sie sind offenbar bedrohlich, nicht nur für den Verdauungstrakt.

Jedes Jahr erscheinen in Zeitschriften mehr oder weniger komische oder auch besinnliche Artikel zum Problem, wie man den Weihnachten in seiner herkömmlichen Gestalt entfliehen könnte. Oder auch nicht, denn Weihnachten entkommt keiner so leicht: Auch die Flucht an südliche Strände bewahrt nicht vor Weihnachtsbäumen und Touristen-sentimentalität.

Aber die Zeiten ändern sich. Seit einigen Jahren öffnen immer mehr Gaststätten und Cafés am Heiligabend und bieten so den Weihnachtsflüchtigen eine gewisse Heimstatt.

Weihnachten als Krisenzeit

Die Besetzung des Festes durch Friedensund Familienideologie steigert nicht selten die Not zur akuten Krise. So bei einsamen Menschen: Angesichts der (vorgeblichen) Harmonie der Außenwelt wird das eigene Alleinsein umso stärker empfunden. So steigt die Suizidrate über die Weihnachtstage deutlich an. Aber auch die Zahl der Gewaltverbrechen, insbesondere Körperverletzungsund Totschlagsdelikte in der Familie ist an Weihnachten erheblich. Gerade die vermeintliche, durch die Festideologie vorgegebene Nötigung zur Harmonie offenbart die Brüchigkeit von Beziehungen.

Texterläuterungen

Das Triduum ist eine Zeitperiode, die 3 Tage lang dauert. Marginalisierung ist ein Prozess, bei dem sozial schwächere

Bevölkerungsschichten an den Rand (margin) der Gesellschaft

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gedrängt werden und dadurch nicht mehr am wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben teilnehmen können. Der gleiche Prozess kann in allen Sphären des gesellschaftlichen Lebens vor sich gehen, also auch im Bereich der Religion.

Als Vietnamkrieg wurde die letzte, besonders verlustreiche Etappe in einem dreißigjährigen bewaffneten Konflikt (ca. 1964 – 1974) bezeichnet, der 1946 mit dem Widerstand der vietnamesischen Kommunisten und anderer Gruppierungen gegen die französische Kolonialmacht begonnen hatte. Daran beteiligten sich mehrere Staaten, in erster Linie Vietnam, die USA, die Sowjetunion u.a.

Aufgaben zum Text

1. Ergänzen Sie die fehlenden Wörter in den Sätzen:

Seit der ……………..... ist in Deutschland das …………......

Kinderbescherfest vom ………………... auf das Weihnachtsfest verlagert. Jedes Jahr erscheinen in Zeitschriften ……………...

Artikel zum Problem, wie man Weihnachten in seiner …………….

Gestalt ……………….. könnte. Die Flucht an ……………..... bewahrt nicht vor ……………………..… und Touristensentimentalität. Die durch die Festideologie ….........……….. Nötigung zur Harmonie ..……….............… die Brüchigkeit von ………………....

den Beziehungen.

2.Welche gesellschaftliche Rolle spielt heute das Weihnachtsfest in Deutschland?

3.Besprechen Sie mit Ihren Studienkollegen die Fragen:

ist das Weihnachtsfest wirklich eine Krisenzeit?

worauf ist das zurückzuführen und wovon hängt das ab?

kann die Situation verbessert werden?

4.Erklären Sie die Bedeutung folgender Wörter und Ausdrücke aus dem Text. Aktivieren Sie diese Wörter in Sätzen.

an Bedeutung deutlich übertroffen sein, das Bescherfest, verlagern, beheimatet sein, in trauter Eintracht, inszenierte Harmonie, Ausdifferenzierung familialer Lebensformen, ein erheblicher Teil, besinnlich, akute Krise, die Brüchigkeit von Beziehungen.

5.Besprechen Sie mit Ihren Kollegen folgende Themen:

der christliche Gehalt des Festes;

der stabilisierende Faktor für die Volkskirche; das Fest der bürgerlichen Familienideologie; das Konsumfest als Wirtschaftsfaktor;

das Friedensfest; Weihnachten als Last;

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Weihnachten als Krisenzeit.

Machen Sie einen ausführlichen Bericht über Weihnachten, wobei Sie verschiedene Standpunkte beleuchten.

6. Was gibt es Gemeinsames beim Feiern des Weihnachtsfestes in Deutschland und in unserem Land, was ist unterschiedlich? Welche Traditionen stimmen dank ihrem gemeinsamen Ursprung überein?

Text 5. Karneval

Karneval wird nicht überall in Deutschland gefeiert. Besonders viele Menschen feiern es im Rheinland. Gut bekannt sind die Feiern in den Städten Köln, Düsseldorf und Mainz. Aber auch in anderen Teilen Deutschlands feiert man dieses Fest. Nur gibt man dort dem Fest andere Namen: „Fastnacht“ oder „Fasching“.

Der Brauch, Karneval oder Fastnacht zu feiern ist sehr alt. Schon im 13. Jahrhundert gab es Karnevalsumzüge, und ein Karnevalskönig wurde gewählt. Karneval ist eine Zeit, um einmal richtig lustig zu sein. Man verkleidet sich und zieht bunte Kleider oder Masken an. Dann geht man zu Karnevalsfeiern oder auf Karnevalsumzüge mit großen bunt geschmückten Wagen.

Den Winter vertreiben

In Süddeutschland, aber auch in der Schweiz und in Österreich, heißt der Karneval „Fas(t)nacht“. Oft sieht man in der Fastnachtszeit Menschen mit Masken durch die Straßen ziehen. Diese Masken sollen Angst machen. Auch Hexen mit ihren Besen kann man sehen. Manche der Gestalten tragen auch Glocken oder Peitschen, mit denen sie viel Lärm machen. Früher wollte man damit den Winter vertreiben. Die bösen Geister, die Wachstum und Ernte bedrohen, sollten verscheucht werden. Und die guten Geister, die den Frühling bringen, sollten geweckt werden. Heute glauben nicht mehr viele Menschen daran. Aber es ist ein alter Brauch, und den Menschen macht es Spaß, dabei mitzumachen.

Feste und Festzüge

Im Rheinland wird der Karneval anders gefeiert. Vieles erinnert dort an die Zeit von 1823. Der Krieg gegen die Franzosen war gerade vorbei, und in Köln fand wieder der erste Karnevalsumzug statt. So haben auch heute noch viele Menschen die Kleider an, die man damals getragen hat. Soldatenkleider und schöne Kostüme. In Köln beginnt der Karneval am 11.11. mit lustigen Festen in großen Häusern, mit sogenannten „Sitzungen“.

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Richtig gefeiert wird dann aber im Frühling. Fast eine Woche lang sieht man verkleidete Menschen auf der Straße oder bei Festen. Höhepunkt ist ein langer Zug mit vielen bunten Wagen und verkleideten Menschen am Rosenmontag. Viele Stunden lang gehen die Festzüge durch die Stadt, und viele Menschen stehen an den Straßen und schauen zu. Die Schulen und die meisten Geschäfte sind an diesem Tag geschlossen.

Am Aschermittwoch ist alles vorbei

Zwei Tage später ist dann alles vorbei. Am sogenannten „Aschermittwoch“ endet der Karneval. Jetzt beginnt die 40tägige Fastenzeit als Vorbereitung auf das Osterfest. Heute gibt es aber nur noch wenige Menschen, die während dieser Zeit auf bestimmte Nahrungsund Genussmittel verzichten. Früher ließ sich diese Zeit aber besser ertragen, wenn man vorher ausgiebig gefeiert und gegessen hatte.

(nach „Der Weg“).

Wortschatzerläuterungen

der Fasching – карнавал, масленица; der Karneval – кар-

навал;

der Elferrat – карнавальный комитет (состоящий из 11 че- ловек);

der Fastnachtsprinz, der Karnevalsprinz – принц карнавала; die Fastnachtsprinzessin, die Karnevalsprinzessin – при-

нцесса карнавала;

der Fastnachtsumzug – карнавальное шествие;

der Rosenmontag – последний понедельник масленицы, „неистовый понедельник“;

der Fastnachtsdienstag – последний день карнавала;

der Aschermittwoch – среда на первой неделе Великого поста.

Wörter und Wendungen die Maske – маска;

unter der Maske der Freundschaft – под личиной дружбы; eine Maske vorstecken – надеть маску;

die Maske lüften (von sich werfen, abwerfen, fallen lassen) –

сбросить маску;

j-m die Maske herunterreißen – сорвать с кого-л. маску; das ist alles nur Maske! – все это сплошное притворство! vertreiben – прогонять, изгонять;

j-m seine Faulheit vertreiben – выбить лень из кого-л.; den Hunger vertreiben – заглушить голод;

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j-m das Lachen vertreiben – отбить у кого-л. oхоту смеяться; j-m die Langeweile vertreiben – разогнать чью-л. cкуку; sich (Dat.) die Zeit mit etw. vertreiben – коротать (проводить)

время за чем-л.

Aufgaben

1.Was haben Sie aus dem Text Neues erfahren? Gibt es ähnliche Volksfeste in Russland? Erzählen Sie darüber. Gebrauchen Sie folgendes Sprachmaterial: einer großen Beliebtheit erfreuen sich die Volksfeste, die...; die festliche Atmosphäre bietet die Möglichkeit...; das Leben hat gezeigt, dass...; im Volke sind die Traditionen lebendig, die...; die Menschen nutzen die Gelegenheit...; die neuen Traditionen entsprechen...

2.Informieren Sie sich mit Hilfe der Nachschlagewerke über andere Volkstraditionen, die zum Fasching / zum Karneval in den deutschsprachigen Ländern gepflegt werden.

3.Übersetzen Sie ins Deutsche:

1) Масленица один из наиболее веселых и буйных празд- ников зимы. 2) Масленичные шествия проводятся в воскресе- нье, понедельник и вторник перед Пепельной средой, иногда захватывая и первый день Великого поста. 3) Где-то до cих пор особо отмечается понедельник, который называли неистовым понедельником“, в Кельне и некоторых других местах устра- иваются процессии из пышно разукрашенных машин, телег, ряженых пешеходов. 4) Масленица всегда отмечалась как праздник в канун весны и будущего плодородия. При помощи маскарадных шествий, масленичных игр и шуток наши пред- ки в дохристианские времена пытались избавиться от страха перед демонами и злыми духами, перед холодом и болезнями. 5) „Похороны масленицыпроисходили в конце масленицы во вторник, часто в Пепельную среду или даже в первое воскре- сенье Великого поста: соломенное чучело (der Srohbalg) могли закопать в землю, могли сжечь или просто бросить в реку.

Text 6. Übersicht der Osterbräuche

Bevor Sie den nächsten Text lesen, antworten Sie auf folgende Fragen: Ist Ostern für Sie ein beliebtes Fest? Feiern Sie Ostern? Wenn ja, dann wie feiern sie dieses Fest? Welche Bedeutung hat Ostern für Sie?

Ostern gehört zu den ältesten christlichen Festen. An diesem Tag feiern die Christen die Auferstehung von Jesus Christus. Os-

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tern ist für die Menschen auch ein Symbol für das Erwachen der Natur, die Ankündigung des Frühlings. Der dunkle, lange Winter ist endlich vorbei, die Natur erwacht zu neuem Leben. Die Menschen freuen sich darauf. Sie schmücken fröhlich und festlich ihre Häuser. Charakteristisch für das Osterfest ist der Osterstrauß. Das sind grüne Zweige, die mit ausgeblasenen, bunt bemalten Eiern geschmückt und in die Vase gestellt werden. Man schmückt auch Sträucher vor dem Haus im Garten. Ein wichtiges Element der Dekoration auf dem Ostertisch ist der Hase, der ähnlich wie das Lamm aus Zucker, Schokolade oder Stoff sein kann. Dazu gehören auch bunte Ostereier. Nach Tradition werden sie von dem Osterhasen in besonders vorbereitete Moosnester im Garten oder im Wald versteckt. Das Ostereiersuchen ist die Aufgabe der kleinen Kinder und macht ihnen einen besonderen Spaß.

Die behutsam ausgepusteten Eier, die die Mutter zum Kochen oder Backen verwendet hat, werden gemeinsam mit den größeren Kindern bemalt oder beklebt. Auch die Schaufenster der Spielzeuggeschäfte sind schön mit kleinen Kücken, Entchen und Stoffhasen dekoriert. In den Konditoreien locken wahre Zuckerbäcker – Wunderwerke: Marzipanhasen und Eier aus Zuckerguss, Nougatcreme usw. Zu Ostern gibt man kleine Geschenke. Sie werden im Allgemeinen in große bunte Eier aus Pappe gelegt.

Woher die Bezeichnung Ostern stammt, darüber streiten sich die Gelehrten bis zum heutigen Tag. Die Herkunft dieses Wortes bleibt unklar. Es steht aber fest, dass die Osterbräuche in der Bundesrepublik Deutschland fast alle auf germanische Kultriten zu Ehren der Frühlingsgöttin Ostara zurückgehen. Die Germanen brachten ihrer Frühlingsgöttin Opfergaben und zwar die ersten Märzhasen und bunt bemalte Eier.

Die Tradition der bunten Ostereier ist sogar noch älter. Eier schenkte man sich schon vor 4000 Jahren in China, sie wurden in Ägypten und Persien während des Frühlingsfestes verteilt.

Das Ei ist ein Symbol der Fruchtbarkeit, des neuen Lebens und der wieder erwachenden Natur. Als Symbol für die Auferstehung Christi wurde es von der christlichen Kirche übernommen.

Ein alter Volksspruch sagt: Wie der Vogel aus dem Nest gekrochen, hat Jesus Christus das Grab zerbrochen.

In der ägyptischen Mythologie spielt der Hase eine ähnliche Rolle als Symbol der Fruchtbarkeit wie das Ei. Im alten Ägypten wurden Hasen der Fruchtbarkeitsgöttin Nut als Opfer gebracht. Weil das Volk nach und nach den fruchtbaren Hasen mit dem Ei verband, entstand die Legende vom eierlegenden Osterhasen.

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Sie ist aber nicht überall verbreitet. Shakespeare dichtete: Die Liebe wechselt mit des Mondes Phasen, im Mai sind Mädchen, was im März die Hasen.

Die letzte Woche vor Ostern nennt man Karwoche (Kara = Trauer, Kummer).

Sie beginnt mit Palmsonntag. Die christlichen Kirchen feiern das Geheimnis des Leidens Christi. In der evangelischen Kirche ist der Palmsonntag häufig Konfirmationstag. An diesem Tag werden während der Messfeier die Palmzweige geweiht. Die Palmzweige kann man auch durch Buchbaumzweige oder Weidenkätzchen ersetzen. Es findet auch eine Prozession um die Kirche statt. Sie symbolisiert die Erinnerung an den feierlichen Einzug Christi in Jerusalem. In der Karwoche wird in der Messe die Leidensgeschichte Christi vorgelesen: am Palmsonntag nach Matthäus, am Dienstag nach Markus, am Mittwoch nach Lukas und am Karfreitag nach Johannes. Am Gründonnerstag feiert die Kirche die Einsetzung des heiligsten Altarsakraments. Die Büßer gedenken auch der Fußwaschung, des Verrats durch Judas und des Leidens des Herrn.

Der höchste Feiertag in den Kirchen ist der Karfreitag, der Tag der Kreuzung. Er wird als Bußtag gefeiert und ist ein strenger Fastentag. Am Nachmittag wird ein Gottesdienst (Lesung der Leidensgeschichte nach Johannes) gehalten. Das ist mit der Enthaltung und Verehrung des Kreuzes verbunden. Daran schließt sich die Kommunionsfeier an. Karfreitag hat sowohl in den evangelischen Kirchen wie auch in den katholischen Gegenden den Charakter eines Ruheund Feiertages. Früher begann man am Karfreitag mit dem Säten. Man glaubte, dass im Samen, der mit dem Herrn Jesu in die Erde kommt, ein besonderer Segen liegt. Zum Zeichen der Trauer ist der Karsamstag in der lateinischen Kirche ein liturgieloser Tag. An diesem Gedächtnistag herrscht strenges Fasten. Die Kirche trauert. Altäre und Chorfenster in den Kirchen sind mit schwarzen Tüchern verhüllt. Nur das heilige Grab ist hell erleuchtet. Am Abend beginnt die Oster-, die Auferstehungsfeier. Die Glocken, die aus Rom zurückkehren, haben einen besonders frohen Klang.

Endlich ist Ostersonntag. Jesus Christus ist von den Toten auferstanden. Das christliche Glaubensbekenntnis sagt so: Am dritten Tag auferstanden nach der Schrift und aufgefahren in den Himmel. Er sitzt zur Rechten des Vaters und wird wiederkommen in Herrlichkeit.

Die Osterbräuche sind wohl schon vor dem Christentum entstanden. In Deutschland kreisen sie um Feuer, Wasser und vor

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